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Aktuelle Veranstaltungen

Aktionszeitraum "Herzgesundheit" in den Haßbergen (Mai bis September 2022)

Das Bayerische Gesundheitsministerium legt jährlich Schwerpunktkampagnen fest, um auf bestimmte Themenkomplexe hinzuweisen und dafür zu sensibilisieren. Im Jahr 2022 ist es das Thema Herzinfarkt und der Kampagnentitel "Hand aufs Herz". Regional finden daher im Zeitraum von Mai bis September 2022 verschiedenste Aktionen, Workshops und Vorträge statt, um diese Kampagne auch im Landkreis Haßberge zu unterstützen, wie die "Gesundheitsregion Plus, Landkreis Haßberge" (www.gesundheitsregion.hassberge.de) mitteilt. Im Folgenden gibt Benjamin Herrmann, Geschäftsstellenleiter der Gesundheitsregion Plus im Landkreis Haßberge, einige Informationen:

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache in Bayern. Die Zahl der stationären Behandlungsfälle wegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen lag 2019 bei 428.728. Dabei sind alleine 30.848 der Krankenhausfälle direkt auf einen Herzinfarkt zurückzuführen. Häufig gehen einem Herzinfarkt koronare Herzerkrankungen voraus (vgl. „Gesundheit in Deutschland aktuell“ (GEDA) 2019/2020 des Robert Koch-Instituts). Die Risikofaktoren sind zwischenzeitlich gut erforscht.

Doch was ist eigentlich ein Herzinfarkt? In der Regel geht ihm jedoch eine längere Vorgeschichte voraus, nämlich die Entwicklung einer koronaren Herzkrankheit (KHK) mit arteriosklerotischen Veränderungen der den Herzmuskel versorgenden Blutgefäße („Gefäßverkalkung“ der Koronararterien). Die Arterien werden durch Ablagerungen verengt, was den Blutfluss behindert und die Sauerstoffversorgung des Herzmuskels beeinträchtigt. Was sich anfangs unmerklich entwickelt, äußert sich im fortgeschrittenen Stadium vor allem bei Belastung durch stechende, teils ausstrahlende Schmerzen in der Brust (Angina pectoris). Ein Herzinfarkt ereignet sich, wenn ein Gefäß vollständig verschlossen ist. Der dahinterliegende Bereich des Herzmuskels erhält keinen Sauerstoff mehr und stirbt ab. Dabei sterben umso mehr Herzmuskelzellen, je länger der Gefäßverschluss besteht. Gelingt es nicht, den Gefäßverschluss innerhalb kurzer Zeit zu beseitigen, kann es je nach Ausmaß des Herzmuskelschadens zu einem akuten tödlichen Herzversagen kommen.

Als bekannteste Risikofaktoren für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung und Herzinfarkte zählen vor allem:

  • Ungesunde Ernährung
  • Starkes Übergewicht (Adipositas)
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Diabetes mellitus
  • Bewegungsmangel
  • Bluthochdruck
  • Rauchen
  • Alkohol
  • Psychosoziale Belastungen: Stress, Schlafmangel, Depression

Die Risikofaktoren für einen Herzinfarkt treten häufig nicht isoliert, sondern in Kombination auf. Das gleichzeitige Vorliegen von starkem Übergewicht, Bluthochdruck, Störungen des Zucker- und des Fettstoffwechsels wird  unter dem Begriff „Metabolisches Syndrom zusammengefasst. Zentrale Aspekte eines „herzgesunden“ Lebensstils umfassen daher unter anderem:

  • eine ausgewogene Ernährung
  • gesunde Blutfettwerte
  • ausreichend körperliche Bewegung
  • Blutdruckwerte im Normbereich
  • Nichtrauchen
  • Stressausgleich und Entspannung

Wer sich für sein persönliches Herzinfarkt-Risiko interessiert und diesem gegebenenfalls gegensteuern möchte, kann auf verschiedene Angebote zurückgreifen. Beispielsweise wird von der Deutschen Herzstiftung ein Online-Risikorechner bereitgestellt (www.herzstiftung.de/risiko).

Darüber hinaus besteht das Angebot der Vorsorgeuntersuchung „Check-up 35“ (www.bundesgesundheitsministerium.de/checkup). Hierbei werden zentrale Risikofaktoren genauer erfasst und zusätzlich durch eine ärztliche Präventionsempfehlung ergänzt. Die gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) trägt die Kosten für dieses Vorsorgeangebot (einmalig zwischen dem 18. und 34. Lebensjahr, ab dem 35. Lebensjahr alle drei Jahre).

>>> Das gesamte Programm finden Sie hier zum Download <<<