DRK Presseinformationen https://www.kvhassberge.brk.de de DRK Thu, 23 Jun 2022 18:40:38 +0200 Thu, 23 Jun 2022 18:40:38 +0200 TYPO3 EXT:news news-837 Thu, 23 Jun 2022 17:57:58 +0200 Mit „50plus“ fit in Erster Hilfe /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/mit-50plus-fit-in-erster-hilfe.html Drei Kurse in Erster Hilfe speziell für Menschen ab dem 50. Lebensjahr bietet der BRK-Kreisverband Haßberge im Juni und Juli an, und zwar jeweils im Rotkreuzhaus Haßfurt. Anmeldungen sind umgehend erbeten, es sind noch einige Plätze frei. Der nächste Kurs „Fit in Erster Hilfe 50+“ findet am Dienstag, 28. Juni, von 8:00 bis 11:30 Uhr statt, zwei weitere folgen am Montag, 4. Juli von 15:00 bis 18:30 Uhr sowie am Dienstag, 26. Juli, von 8:00 bis 11:30 Uhr.


Aktuell sind noch einige Plätze frei, wie Organisatorin Tina Jäger mitteilt. Sie bittet Interessierte, sich umgehend anzumelden. Für alle Kurse können sich Interessierte direkt über die Homepage des BRK-Kreisverbandes (www.kvhassberge.brk.de) unter der Rubrik „Kurse“ anmelden. Wer nicht die Möglichkeit eines Internetzugangs hat, kann sich auch unter Tel. 09521/9550-197 (vormittags) telefonisch anmelden. Auf der Homepage gibt es ebenso einen kurzen Überblick über die Inhalte der Kurse.

Mit „Fit in Erster Hilfe 50+“ reagiert der BRK-Kreisverband Haßberge speziell auf die Bedürfnisse von Menschen, deren Erste-Hilfe-Kurs oft Jahre zurückliegt, mitunter gar so alt ist wie ihr Führerschein selbst. Mit dem Modul gibt das BRK Menschen die Möglichkeit, Erste-Hilfe-Maßnahmen einzelner Themenbereiche zu erlernen, bereits Gelerntes zu wiederholen bzw. zu trainieren. Durch praktisches und lebensnahes Üben möchte das Rote Kreuz älteren Mitbürgern die Angst vor Notfallsituationen nehmen und zeigen wie sie nach ihren Möglichkeiten helfen können.

Der Kurs „Fit in Erster Hilfe 50+“ dauert vier Unterrichtseinheiten (3,5 Stunden). Die die Teilnahmegebühr beträgt 25 Euro. Inhalte sind unter anderem die Themen Schlaganfall, Atemnot, Herzinfarkt, stabile Seitenlage, Absetzen eines Notrufes sowie die Herz-Lungen-Wiederbelebung (Reanimation) und stark blutende Wunden. (MW)

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news-836 Tue, 21 Jun 2022 15:51:49 +0200 Rotes Kreuz sammelt Altkleider /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/rotes-kreuz-sammelt-altkleider-1.html Der Rotkreuz-Kreisverband Haßberge führt seine Sommer-Altkleidersammlung am Samstag, 25. Juni, durch. Ehrenamtliche Helfer holen die aussortierten Altkleider frei Haus ab. Die Sammlungen sind ein wichtiger Beitrag dafür, den BRK-Kreisverband finanziell in seinen vielfältigen sozialen Arbeiten zu unterstützen. LKR. HASSBERGE - Gesammelt wird vom Roten Kreuz folgendes:

* Damen-, Herren- und Kinderbekleidung aller Art (trocken und sauber)
* Leder-Mäntel, Jacken, Gürtel, Hüte
* Haushaltswäsche (Tischtücher, Badetücher usw.)
* Vorhänge, Stores, Bettwäsche
* Federbetten mit Inlett (zur Sicherheit bitte in einen separaten Plastiksack verpacken)
* saubere Herren-, Damen- und Kinderschuhe (Straßenschuhe); wichtig: paarweise zusammengebunden!
* Die Ware muss grundsätzlich trocken, sauber und in Sammeltüten verpackt sein. Dazu bitte die BRK-Altkleidersäcke verwenden. Wer mehr Ware hat, kann diese gerne auch in neutrale Plastiksäcke (blaue, grüne etc.) verpacken.

Die Altkleidersäcke sollen am 25. Juni pünktlich um 8:00 Uhr gut sichtbar am Straßenrand stehen, informiert das BRK. Die ehrenamtlichen Sammelteams sind bis in den Mittag hinein unterwegs.

Mit den Lkws und Transportern wird die Fracht zu Verladestellen gebracht und auf Sattelzüge verladen. Danach werden sie zu Sortierbetrieben gebracht. Ein Großteil der Kleidung wird vom Roten Kreuz verkauft, die Altkleidersammlungen sind ein wichtiger Teil der Mittelbeschaffung für die Hilfsorganisation. Der Erlös kommt der Rotkreuzarbeit vor Ort zugute, beispielsweise den von Ehrenamtlichen getragenen Bereitschaften, der Wasserwacht, dem Jugendrotkreuz, der Rettungshundestaffel oder den Schnelleinsatzgruppen. (MW)

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news-835 Fri, 10 Jun 2022 16:12:05 +0200 Wettkampf der Wasserratten /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/wettkampf-der-wasserratten.html Im Freibad Hofheim traten rund 30 Kinder und Jugendliche zwischen acht und 16 Jahren aus den Wasserwacht-Ortsgruppen Haßfurt, Hofheim und Sand/Zeil zum Kreiswasserwachtswettkampf an. HOFHEIM - Am Pfingstsamstag, 4. Juni, war es für die Kreiswasserwacht Haßberge nach einer zweijährigen, coronabedingten Wettkampfpause endlich wieder so weit: Im Freibad Hofheim traten rund 30 Kinder und Jugendliche zum Kreiswasserwachtswettkampf an, um die schnellsten Schwimmer und Schwimmerinnen der WW-Ortsgruppen zu ermitteln.

In jeder Jugend gingen zwei Mannschaften aus unterschiedlichen Ortsgruppen in verschiedenen Wasserrettungs- und Schwimmdisziplinen an den Start. Die jüngsten Teilnehmer der Jugend 1 aus den zwei Hofheimer Manschaften eröffneten mit dem Brustschwimmen. Mit Feuereifer waren die Sieben- bis Zehnjährigen dabei, die 25 Meter so schnell wie möglich zu absolvieren, begleitet von Klatschen und Zurufen der Trainer und Eltern vom Beckenrand.

Mit dem Alter wuchsen auch die Streckenlängen, und die Wettkampfteilnehmer im Freibad Hofheim mussten auf Zeit unter anderem mit Flossen, tauchend oder bekleidet Übungen absolvieren. In der Jugend 2 gingen  Mannschaften aus der Ortsgruppe Hofheim und Sand/Zeil an den Start, während sich in der Jugend 3 unter den Blicken der Schiedsrichter eine Haßfurter Mannschaft mit einem Team aus Hofheim maß.

Die Gastgeber Hofheim stellten zwei der drei Siegermannschaften: Die Hofheimer gewannen in der Stufe I sowie in der Stufe II. Das Team aus Haßfurt landete in der Stufe III sehr knapp ganz oben. „Die Ortsgruppen hatten schon lange im Voraus trainiert, um sich auf den Wettbewerb vorzubereiten“, sagte Dominik Heusinger, Vorsitzender der Kreiswasserwacht Haßberge. „Wir freuen uns, dass die Jugendlichen mit so viel Spaß und Eifer bei der Sache waren und fiebern nun dem Bezirkswettkampf in Schöllkrippen entgegen.“ Die Erstplatzierten vertreten die Kreiswasserwacht Haßberge beim Bezirkswettbewerb am 25. Juni in Schöllkrippen, wo die besten Wasserwachtler Unterfrankens gegeneinander antreten.

Text: Marina Willinger
Fotos: Klaus Willinger

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news-834 Fri, 10 Jun 2022 11:57:05 +0200 Kennen lernen, um voneinander zu lernen /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/kennen-lernen-um-voneinander-zu-lernen.html Internationaler Rotkreuz-Austausch in Haßfurt: Eine Delegation der städtischen Rot-Kreuz-Gesellschaft aus Zagreb, die Teil des kroatischen Roten Kreuzes ist, besuchte kürzlich ein Wochenende lang den Landkreis Haßberge. Die Rotkreuzler aus Kroatien waren zu Gast beim BRK-Kreisverband Haßberge, um sich über die Leistungsfähigkeit und die Ausrüstung des Bayerischen Roten Kreuzes zu informieren und um Gespräche über einen möglichen Austausch zu führen. HASSFURT - Mit dabei waren von kroatischer Seite der Direktor Petar Penava, der stellvertretende Direktor Ivica Golubic, der Leiter Logistik und Katastrophenschutz, Ante Mlinaric und der Leiter Technik und Sicherheit, Goran Gosaric. Betreut wurde die Delegation von deutscher Seite vom Ehepaar Kerstin und Dr. Sven Skaberna (Fachdienstleitung Psychosoziale Notfallversorgung im BRK-Kreisverband Haßberge).

Nach der Anreise am Freitag bestand für die kroatische Delegation die Gelegenheit, bei einem gemeinsamen Abendessen sich mit Kreisbereitschaftsleiter Stefan Funck, dem stellvertretenden Kreisbereitschaftsleiter Dieter Kirstner und dem Fachdienstleiter „Information und Kommunikation“ (IuK), Christian Krämer, auszutauschen. Die kroatischen Rotkreuz-Kollegen waren sehr daran interessiert zu erfahren, wie das BRK organisiert ist und wo Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten bestehen.

Der Samstag, 28. Mai, stand ganz im Zeichen der Veranstaltung „Herzklopfen – 75 Jahre Bayerisches Jungendrotkreuz“ auf dem Markplatz in Haßfurt. Dort konnte die kroatische Delegation Einheiten der Wasserwacht, der SEG Behandlung, der IuK und weitere Rotkreuz-Einheiten und –Aufgaben kennen lernen und deren Ausrüstung besichtigen. In diesem Rahmen konnten die Kroaten auch den Vizepräsidenten des BRK, Andreas Krahl, den Landrat des Landkreises Haßberge, Wilhelm Schneider, und auch BRK-Bezirksgeschäftsführer Harald Erhard kennen lernen. Alle zeigten sich begeistert vom Interesse der kroatischen Delegation und von der Idee einer internationalen Kooperation.

Im BRK-Mehrgenerationenhaus gab es neben Kaffee und Kuchen auch intensive Gespräche mit BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger. Beeindruckt vom Engagement der Rotkreuzler aus den Haßbergen gab es dann auch die Gegeneinladung für eine Delegation des BRK-Kreisverbandes Haßberge, im Herbst dieses Jahres eine große Katastrophenschutz-Übung in Zagreb zu beobachten und die Details für eine weitere Zusammenarbeit zu erörtern. Vor allem im Bereich Katastrophenschutz und Jugendarbeit wird großes Potential für einen Austausch gesehen, da das Rote Kreuz in Zagreb auch über entsprechende Infrastrukturen verfügt, zum Beispiel Rotkreuz-Häuser auf dem Berg Sljeme bei Zagreb und in Novi Vinodolski an der Küste.

Nach einem gemeinsamen Frühstück am Sonntag mit Kreisbereitschaftsleiter Stefan Funck und der Leiterin der Servicestelle Ehrenamt, Ingrid Böllner, sowie einer anschließenden Besichtigung der Rettungswache Haßfurt traten die kroatischen Kollegen dann die Heimreise an.

Der Kontakt zu den Kroaten kam durch das Ehepaar Skaberna zustande. Dr. Sven Skaberna - gebürtig aus Zagreb und in Nürnberg aufgewachsen - hat mit seiner Ehefrau Kerstin, beide langjährige Mitglieder im BRK-Kreisverband Haßberge, im Rahmen einer privaten Spendenaktion für Geflüchtete aus der Ukraine den Kontakt zum Roten Kreuz Zagreb knüpfen können. Motiviert durch das persönliche Kennenlernen vor Ort, folgte eine Einladung nach Franken, um den Kontakt zu vertiefen. Während des Besuchs wurde durch das Ehepaar Skaberna abwechselnd in deutscher, englischer und kroatischer Sprache die Verständigung untereinander unterstützt.

Text: Sven Skaberna

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news-833 Thu, 02 Jun 2022 10:53:52 +0200 Engagierte Förderer der Rotkreuz-Idee /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/engagierte-foerderer-der-rotkreuz-idee.html „Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern.“ So poetisch umschreibt ein afrikanisches Sprichwort die große Wirkung kleiner Taten. Eine bessere Charakterisierung von ehrenamtlichem Tun anlässlich der Ehrung langjähriger Vorstandsmitglieder und ehrenamtlicher Führungskräfte beim BRK-Kreisverband Haßberge lässt sich wohl kaum finden. HASSFURT – BRK-Kreisvorsitzender und Landrat Wilhelm Schneider dankte deshalb den zu Ehrenden, die sich teilweise jahrzehntelang für das Wohl des Gemeinwesens durch ihr Engagement in der Vorstandschaft und den Gemeinschaften einsetzten. Das Wissen, etwas Gutes geleistet zu haben, die Rotkreuz-Idee zu fördern, Menschen zu helfen und ihnen in Notlagen beizustehen, sei die Hauptmotivation für das ehrenamtliche Engagement der Frauen und Männer. Damit nehmen die Geehrten laut dem Landrat eine wichtige Vorbildfunktion in der Öffentlichkeit ein, was andere zur Nachahmung anregen könne.

Dem BRK ist es nach Worten des Vorsitzenden ein Anliegen, vor allem Kinder und Jugendliche für die Mithilfe und Mitarbeit im Roten Kreuz zu motivieren. Ebenso wichtig sei es aber auch, Frauen und Männer zu gewinnen, die sich in Führungsaufgaben im Ehrenamt sowie in der Vorstandschaft engagieren.

Mit der BRK-Ehrenplakette in Silber wurde anschließend Reinhold Nastvogel aus Bischberg ausgezeichnet, der seit 1997 Mitglied im BRK-Kreisverband ist und kurz nach seinem Eintritt zum Schatzmeister gewählt wurde. Aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen-Volksbank Haßberge sei er für dieses Amt wie geschaffen gewesen. Seine Mitarbeit in der Vorstandschaft – 2005 wurde Nastvogel zum 1. Stellvertretenden Vorsitzenden gewählt – und seine Kenntnisse im Bereich Finanzen kamen dem Roten Kreuz nicht nur bei Bauvorhaben oder größeren Projekten zugute, er engagierte sich als Schatzmeister immer wieder auch in der Mittelbschaffung. „Durch seine lange Amtszeit von insgesamt 23 Jahren hat Reinhold Nastvogel in der gesamten Struktur des BRK-Kreisverbandes seine Handschrift hinterlassen“, lobte der Landrat.

Ebenfalls die BRK-Ehrenplakette in Silber wurde Stephan Kolck überreicht. Seit 1997 gehört er dem BRK-Kreisverband an und wurde anfangs als Beauftragter für die Sozialarbeit in die erweiterte Vorstandschaft berufen; in diesem Ehrenamt war er bis 2001 tätig. 2013 übernahm Kolck das Amt des Beauftragten des Vorstandes für die fünfte Gemeinschaft Wohlfahrt- und Sozialarbeit und unterstützte deren Aufbau im Kreisverband maßgeblich.

Als ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Haßberg-Kliniken unterstützte er jederzeit die Ausbildung der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter im Rettungsdienst und bot entsprechende Klinik-Praktikumsplätze an. Das optimale Zusammenspiel zwischen Klinik und Rettungsdienst sei ihm stets ein Anliegen gewesen. Auch für den Schulsanitätsdienst setzte sich Kolck ein.

Anschließend hob Landrat Wilhelm Schneider die besonderen Verdienste langjähriger Führungskräfte aus den Gemeinschaften hervor. Hans-Peter Bendner aus Breitbrunn erhielt die Wasserwachts-Medaille in Gold für seine Aufbauarbeit der Wasserwacht im Landkreis. Er trat 1978 der Wasserwacht-Ortsgruppe Eltmann bei und wurde drei Jahre später zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Dieses Amt hatte er bis 1984 inne und war 1992 Mitbegründer der Schnelleinsatzgruppe (SEG) Wasserrettung. Seit 1994 zunächst kommissarisch, bekleidete er ab 1997 das Amt des Vorsitzender der Ortsgruppe Eltmann und übte es bis Juli 2017 aus. Über 27 Jahre lenkte und leitete er damit die Geschicke dieser BRK-Gemeinschaft.

„Mit großem Engagement und viel Herzblut hat sich Hans-Peter Bendner um die Sorgen und Nöte der Ehrenamtlichen gekümmert“, attestierte der Landrat in seiner Laudatio. Er habe nicht nur in unzähligen Lehrgängen Kindern und Jugendlichen das Element Wasser nähergebracht, sondern war mit neuen Ideen auch in der Mittelbeschaffung treibende Kraft. Er initiierte beispielsweise Mondscheinschwimmen, Sommernachtsfeste sowie Nikolaus- und Dreikönigsschwimmen. Als Wasserretter und ausgebildeter Leinenführer ist er bei Wasserrettungseinsätzen die Augen und Ohren der Taucher und ist ebenso bei Aus- und Fortbildungen zur Stelle.

Bendners größtes Steckenpferd, seit er die Ortsgruppenleitung in jüngere Hände gelegt hat, ist die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV). Schon 2006 absolvierte er die Grundausbildung Basis-Notfall-Nachsorge und hat sich heute bis zum Notfallseelsorger weitergebildet. Als solcher sei er jederzeit für die Helferinnen und Helfer nach belastenden Einsätzen da.

Eine unverzichtbare Stütze für den BRK-Kreisverband ist Anne Grimmer aus Unfinden, die seit 1990 aktives Mitglied in der BRK-Bereitschaft Hofheim/Königsberg ist. „Freiwillig für eine gute Sache einzutreten, setzt Begeisterung, Motivation und Gestaltungswillen voraus“, sagte der Kreisvorsitzende. Dies erfülle Anne Grimmer mit überdurchschnittlichem Engagement. 1997 wurde sie zur stellvertretenden Kreisbereitschaftsleiterin gewählt, 2005 für eine Wahlperiode bis 2009 zur Kreisbereitschaftsleiterin. Anschließend wurde sie von den Mitgliedern in das Amt der Bereitschaftsleiterin der Bereitschaft Hofheim/Königsberg gewählt und blieb dies bis 2021. Zudem bekleidete sie von 2013 bis 2017 das Amt der Fachdienstleitung des Betreuungsdienstes.

Ein Steckenpferd von Anne Grimmer war die Bildung. Sie war Ausbilderin für Erste Hilfe und für Erste Hilfe am Kind und vermittelte in unzähligen Kursen der Bevölkerung fundiertes Erste-Hilfe-Wissen. Pionierin war sie, als es um den Aufbau des Programms „Trau Dich – keiner ist zu klein, um Helfer zu sein“ in den Kindergärten ging, was sie von 1994 bis 2020 unterstützte.

2009 qualifizierte sie sich zur Ausbilderin für den Grundlehrgang Betreuungsdienst und gab ihr Fachwissen an ehrenamtliche Helferinnen und Helfer bis zum Jahr 2020 weiter. Grimmer engagiert sich seit mehr als 30 Jahren im aktiven Dienst in der BRK-Bereitschaft Hofheim/Königsberg und wirkt noch immer aktiv mit. Ob bei der Seniorenbetreuung, bei Blutspendeterminen oder im Bereich der Verpflegung und Betreuung von Einsatzkräften im Einsatzfall, ob bei Lehrgängen, bei sanitätsdienstlichen Absicherungen oder im Katastrophenfall.

Mit der BRK-Ehrennadel in Silber für außergewöhnliche Verdienste wurde Brigitte Körpert aus Haßfurt geehrt. Sie ist seit 2001 aktives Mitglied im BRK-Kreisverband und leistete Pionierarbeit beim Aufbau der Rettungshundestaffel. Mit Elan und Fachwissen rund um den Hund unterstützte sie den Kreisverband bei den anfallenden Aufgaben der Etablierung einer Rettungshundestaffel. Jahrelang gehörte sie mit ihren beiden Hunden zu den erfolgreichen Suchteams „Fläche“.

2003 übernahm sie die Leitung der Rettungshundestaffel. „Mit Geschick leitete sie die Rettungshundestaffel bis 2017“, sagte der Vorsitzende. Mit ihrem Fachwissen unterstützte sie auch andere Kreisverbände, wenn es um den Auf- bzw. Ausbau einer Staffel ging.

2009 wurde Brigitte Körpert zur stellvertretenden Kreisbereitschaftsleiterin gewählt.  "In diesem Amt war sie die Antriebswelle, Schlichtungsstelle und Ansprechpartner der Bereitschaften“, würdigte der Landrat ihre Arbeit. Sie plante unter anderem Lehrgänge für die Aus- und Fortbildung der Aktiven der Bereitschaften, führte Ehrungsabende durch und überreichte die Urkunden an BRK-Mitglieder. Besonders am Herzen lagen ihr die Ehrungen der Blutspender.

Petra Schmitt aus Hofheim erhielt die BRK-Ehrennadel in Gold für außergewöhnliche Verdienste. Sie ist seit 1972 aktives Mitglied der Wasserwacht-Ortsgruppe Hofheim.

Bereits 1978 wurde sie zur Ausbilderin Rettungsschwimmen geschult. Seit dieser Zeit führt sie regelmäßig ein bis zwei Kurse im Jahr durch. Von 1991 bis 2003 übernahm sie die Leitung der Wasserwacht-Ortsgruppe Hofheim und hat sich in besonderem Maße um die aktiven Jugendlichen, deren Aus- und Fortbildung und die Vorbereitung auf Rettungsschwimmwettbewerbe verdient gemacht.

Parallel zur Ortsgruppenleitung übernahm Schmitt 2001 das Amt der Vorsitzenden der Kreiswasserwacht Haßberge. Dieses hatte sie bis zur kürzlich stattgefundenen Neuwahl inne. In enger Zusammenarbeit mit dem Technischen Leiter der Kreiswasserwacht plante sie unter anderem interne Lehrgänge, wie die Ausbildung zum Wasserretter und Fortbildungsveranstaltungen für die Aktiven der Wasserwacht-Ortsgruppen. Seit 2004 ist sie Instruktor Rettungsschwimmen und nimmt sich viel Zeit für Lehrscheinanwärter. „Ausbildung in Theorie und Praxis führt sie mit größter Sorgfalt durch“, attestierte der Landrat.

Petra Schmitt übernahm im Jahr 2001 kommissarisch die Leitung der Wasserwachtabteilung. Seit dieser Zeit war sie die Antriebswelle der Wasserwacht im Landkreis Haßberge. Mit Fachwissen und ruhiger Hand führte sie die fünf Ortsgruppen im Landkreis durch Höhen und Tiefen. Im Amt als Vorsitzende der Kreiswasserwacht wurde Schmitt bei Neuwahlen mehrfach durch die Ortsgruppenleiter bestätigt.

Mit der BRK-Ehrennadel in Gold für außergewöhnliche Verdienste wurde Lydia Viernekes aus Obertheres ausgezeichnet. Sie ist seit Februar 1976 aktives Mitglied der Wasserwacht-Ortsgruppe Haßfurt. Im Laufe dieser Zeit wurde sie zum Leinenführer, zum Ausbilder Rettungsschwimmen und Schwimmen so wie zum Instruktor Schwimmen ausgebildet.

1985 begann sie mit dem Aufbau, der Organisation und der Durchführung von Anfängerschwimmkursen in Knetzgau. Diese führt sie noch heute zweimal im Jahr durch und macht Kinder und Jugendliche mit dem Element Wasser vertraut. Pionierarbeit leistet Viernekes im Bereich „Aqua-Fitness“. Sie war eine der ersten Ausbilderinnen, die diese Kurse auf Bezirksverband-Ebene durchführte und den Leitfaden mit ausarbeitete.

„Sie ist die Antriebswelle der Wasserwacht in Haßfurt“, bescheinigte der Landrat. Seit 1997 bis zu den Neuwahlen 2017 war sie Ortsgruppenleiterin und hat sich in besonderem Maße beim Wiederaufbau der aktiven Jugendgruppe, deren Ausbildung und Vorbereitung auf die Rettungsschwimmwettbewerbe, des intensiven Trainings einer schlagkräftigen aktiven Mannschaft und den Aufbau einer Wasserwacht-Schnelleinsatzgruppe (SEG) verdient gemacht. Trotz ihres Ausscheidens aus der Führungsriege der Wasserwacht-Ortsgruppe Haßfurt ist Lydia Viernekes für die Wasserwacht da. Sie ist an der Mittelbeschaffung wie Hauslistensammlungen und der Organisation des Kaffeezeltes beim Haßfurter Straßenfest beteiligt.

Zwei der zu Ehrenden aus dem Kreise der ehemaligen BRK-Kreisvorstandschaft waren verhindert. Ihnen wird die Auszeichnung zu einem späteren Zeitpunkt überreicht. So erhält Norbert Bendel aus Augsfeld die BRK-Ehrennadel in Gold für außergewöhnliche Verdienste und Wolfgang Borst aus Hofheim die BRK-Ehrenplakette in Silber. 

Landrat Wilhelm Schneider und BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger überreichten Urkunden, Ehrennadeln und Ehrenplaketten an die Geehrten. Zudem gab es ein weiteres Dankeschön des Kreisverbandes.

>>> Die Fotos aller Geehrten finden Sie auf unserer Facebook-Seite. Einfach HIER klicken! <<<

Autor: Michael Will

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news-832 Wed, 01 Jun 2022 10:35:01 +0200 Blutspenden: Verkürzte Rückstellungsfrist nach durchgemachter Corona-Infektion /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/blutspenden-verkuerzte-rueckstellungsfrist-nach-durchgemachter-corona-infektion.html Der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes (BSD) blickt mit großer Sorge auf die kommenden Tage und Wochen. Nach einem stetig rückläufigen Aufkommen verzeichnet der BSD nun teilweise Einbrüche zwischen 20 und 30 Prozent, heißt es in einer Mitteilung des BSD. LKR. HASSBERGE - Trotz des aktuell geringeren Pandemieeinflusses machen hohe Temperaturen, Feiertage, die anstehenden Ferien sowie das zu erwartende, enorme Reiseaufkommen ein erhöhtes Engagement der Spenderinnen und Spender während des gesamten Sommers unersetzlich. Lebensretter, die aktuell nicht verreist sind oder zum ersten Mal spenden wollen, werden daher gebeten, die angebotenen Termine über die Sommerzeit kontinuierlich sehr gut auszulasten, um die Blutversorgung auch weiterhin gewährleisten zu können.

Die Rückstellung nach einer durchgemachten Corona-Infektion wurde in behördlicher Abstimmung von vier auf zwei Wochen verkürzt. Spenderinnen und Spender können nach einer durchgemachten Corona-Infektion zwei Wochen nach Genesung wieder zur Spende zugelassen werden. Alle diesbezüglichen Informationen und aktuellen Regelung sind hier zusammengefasst: www.blutspendedienst.com/coronavirus.

Die 3G-Regelung entfällt auf allen Blutspendeterminen des BRK-Blutspendedienstes. Die Verpflichtung zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes (mindestens OP-Maske) besteht jedoch weiterhin.

Die geplanten Blutspendetermine im Landkreis Haßberge für Juni 2022 sind beigefügt. Um eine entsprechende Reservierung im Vorfeld wird dringend gebeten. Reservierungen sind auch telefonisch unter der Servicenummer 0800 / 11 949 11 zwischen 8:00 und 17:00 Uhr möglich.

Blut spenden kann jeder gesunde Mensch ab dem 18. Geburtstag bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag. Erstspender können bis zum Alter von 64 Jahren Blut spenden. Das maximale Spenderalter für Mehrfachspender ist ein Alter von 72 Jahren (d.h. bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag). Bei Mehrfachspendern über 68 Jahren und bei Erstspendern über 60 Jahren erfolgt die Zulassung nach individueller ärztlicher Beurteilung.

Frauen können viermal, Männer sechsmal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden muss ein Mindestabstand von 56 Tagen liegen. Zur Blutspende mitzubringen ist unbedingt ein amtlicher Lichtbildausweis wie Personalausweis, Reisepass oder Führerschein (jeweils das Original) und der Blutspendeausweis. Bei Erstspendern genügt ein amtlicher Lichtbildausweis.

Spendewillige mit grippalen oder Erkältungs-Symptomen und Menschen mit direktem Kontakt zu Coronavirus(SARS-CoV-2)-Erkrankten werden nicht zur Spende zugelassen.

Eine Blutspende ist generell vor und nach einer (Booster-) Impfung gegen SARS-CoV-2 problemlos möglich. Bei allen derzeit in Deutschland eingesetzten Impfstoffen ist laut Paul-Ehrlich-Institut grundsätzlich keine Rückstellung bis zur nächsten Blutspende erforderlich. Der Blutspendedienst empfiehlt allerdings rein vorsorglich, nach der Impfung einen Tag bis zur Blutspende zu warten, um eventuell auftretende Nebenwirkungen abgrenzen zu können.

Allein in Bayern werden täglich etwa 2.000 Blutkonserven benötigt. Mit einer Blutspende kann bis zu drei kranken oder verletzten Menschen geholfen werden. Eine Blutspende ist Hilfe, die ankommt und schwerstkranken Patienten eine Überlebenschance gibt.

>>>Alle Blutspendetermine für Juni im Landkreis Haßberge finden Sie HIER! <<<

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news-830 Mon, 30 May 2022 00:13:30 +0200 75 Jahre JRK: Die Gesellschaft jeden Tag ein bisschen besser machen /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/75-jahre-jrk-die-gesellschaft-jeden-tag-ein-bisschen-besser-machen.html Mit 75 Jahren zählt das Bayerische Jugendrotkreuz (JRK) noch lange nicht zum alten Eisen. Bei einem Informations- und Festtag präsentierte sich die Nachwuchsorganisation des BRK jugendlich frisch und voller Elan. Für Kinder und Jugendliche die perfekte Gelegenheit, vielleicht erstmals mit dem Roten Kreuz in Kontakt zu kommen. Nicht wenige, die vor vielen Jahren zum JRK kamen, sind dem Roten Kreuz treu geblieben und haben hier entweder ihre berufliche Zukunft gefunden oder engagieren sich in vielfältiger Weise ehrenamtlich. HASSFURT - Mit 75 Jahren zählt das Bayerische Jugendrotkreuz (JRK) noch lange nicht zum alten Eisen. Bei einem Informations- und Festtag präsentierte sich die Nachwuchsorganisation des BRK jugendlich frisch und voller Elan. Für Kinder und Jugendliche die perfekte Gelegenheit, vielleicht erstmals mit dem Roten Kreuz in Kontakt zu kommen. Nicht wenige, die vor vielen Jahren zum JRK kamen, sind dem Roten Kreuz treu geblieben und haben hier entweder ihre berufliche Zukunft gefunden oder engagieren sich in vielfältiger Weise ehrenamtlich.

Welche Möglichkeiten es für eine ehrenamtliche Mitarbeit im BRK gibt, davon konnten sich die Besucher am Samstag (28. Mai) auf dem Marktplatz in Haßfurt überzeugen, wo der Festtag anlässlich des 75-jähirgen JRK-Bestehens bei Sonnenschein gefeiert und am Vormittag mit BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger eröffnet wurde. Dabei handelte es sich um die zentrale Festveranstaltung auf Bezirksebene, die das JRK Unterfranken in Zusammenarbeit mit dem BRK-Kreisverband Haßberge organisiert hatte.

Auf dem Marktplatz und dem Kirchplatz präsentierte sich das Rote Kreuz mit einer bunten Palette seines Angebots aus den Gemeinschaften. Mehr als ein Dutzend Einsatzfahrzeuge, unzählige Helferinnen und Helfer aus Bereitschaften, Wasserwacht, Jugendrotkreuz sowie der Wohlfahrt- und Sozialarbeit hatten Informationsstände aufgebaut, an denen interessierte Besucher sich über die Arbeit der Hilfsorganisation und des Wohlfahrtsverbandes informieren konnten. Des Weiteren gab es Mitmachangebote vor allem für die Kinder und eine Ausstellung von Fahrzeugen und Ausrüstung in vielfältiger Weise. Das BRK-Mehrgenerationenhaus hatte in sein Café-Bistro „Offener Treff“ eingeladen, wo neben Kaffee und Kuchen auch Kreativangebote für Kinder angeboten wurden.

Als besonderen Gast durften die Verantwortlichen von Bezirks- und Kreisverband den Vizepräsidenten des Bayerischen Roten Kreuzes, Andreas Krahl, aus Murnau begrüßen, der am Morgen mit dem Zug aus dem Oberland angereist war. Der 32 Jahre alte Landtagsabgeordnete (Bündnis 90/Die Grünen) und gelernte Fachkrankenpfleger für Anästhesie und Intensivpflege engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich beim Roten Kreuz, als Rettungssanitäter im Rettungsdienst ebenso wie in der Breitenausbildung und im Katastrophenschutz. Bei einem Rundgang über den Marktplatz und durchs Mehrgenerationenhaus, zusammen mit BRK-Kreisvorsitzenden Landrat Wilhelm Schneider, BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger, BRK-Bezirksgeschäftsführer Harald Erhard sowie Vertretern von JRK, Wasserwacht und Bereitschaften auf Landes-, Bezirks- und Kreisebene, lobte Krahl die Arbeit des Roten Kreuzes im Landkreis Haßberge mit seinem umfangreichen Hilfs- und Dienstleistungsangebot für Jung und Alt.

Das JRK hatte er anlässlich des Jubiläums natürlich besonders im Blick. „Seit 75 Jahren haucht ihr unseren Werten, den sieben Grundsätze unserer weltumspannenden Bewegung, mit eurer Begeisterung und eurem Engagement immer wieder neues Leben ein, holt sie in die Lebenswirklichkeit von Kindern und Jugendlichen und macht sie fit für die Zukunft, weil ihr wach für gesellschaftliche Veränderungen bleibt“, lobte der Vizepräsident. Er wünschte dem JRK, „dass ihr nicht bleibt, wie ihr seid, sondern auch in den nächsten 75 Jahren mit euren Herausforderungen weiterwachst, so wie ihr es bisher so phantastisch geschafft habt“. Die Rotkreuzler würden die Gesellschaft mit viel Leidenschaft und Anteilnahme jeden Tag ein bisschen besser machen. „Damit gebt ihr bestimmt nicht nur mir Hoffnung.“

Damit das Jugendrotkreuz auch in den nächsten Jahrzehnten bei Kindern und Jugendlichen auf breites Interesse stößt, dafür werden Andreas Wirth, Vorsitzender des JRK Unterfranken, und Elena Krämer, Leiterin des JRK in den Haßbergen, gemeinsam mit ihren Teams engagiert weiterarbeiten. Sie durften zu dem Festtag in Haßfurt unter anderem auch Landesbereitschaftsjugendwart Christoph Piltz, Yarvis Boutin und Kirk Thieme von der JRK-Landesleitung sowie Alexander Kager (Landesleitung der Wasserwachtjugend) und Bezirksbereitschaftsleiter Michael Behringer willkommen heißen. Ebenso weilte eine Delegation des kroatischen Roten Kreuzes aus Zagreb zu Gast.

Von der Leidenschaft, mit der die Rotkreuzler ihr Ehrenamt ausüben, konnten sich an diesem Festtag die Besucher vollends überzeugen; die Ehrenamtlichen beantworteten immer wieder Fragen zu Einsatzfahrzeugen, Aufgaben und ihrer Tätigkeit. Die Bereitschaft Haßfurt 1 stellte ihre Mobile Sanitätswache, einen Mannschaftstransportwagen und die Schnelleinsatzgruppe CBRN(E) vor, während die Bereitschaften Knetzgau und Hofheim mit einem Krankentransportwagen und dem Gerätewagen Sanität 25 angerückt waren und eine Patientenablage aufgebaut hatten, die beispielsweise bei einem Massenanfall von Verletzten zum Einsatz kommt.

Vertreten waren ebenso die Bereitschaft Memmelsdorf mit ihrer SEG Technik und Sicherheit, die Bereitschaft Eltmann mit dem Fachdienst Information und Kommunikation, die Wasserwacht Haßfurt mit Einsatzboot sowie die Wasserwacht-Ortsgruppen Hofheim und Ebern mit einem Informationsstand. Auch die Rettungshundestaffel mit ihren Vierbeinern war sozusagen hautnah mit Besuchern in Kontakt. Vor allem Kinder nutzen die Gelegenheit reichlich, die sanftmütigen Vierbeiner ausgiebig zu streicheln.

Eine Mal- und Bastelecke gefiel den jüngsten Besuchern genau so gut wie das Kinderschminken oder die Notfalldarstellung, bei der echt aussehende Verletzungen an Stirn, Hand oder Bein geschminkt wurden. Bei einer Mitmachstation zeigten Kinder und Jugendliche des JRK und der Bereitschaftsjugend Tipps für die Erste Hilfe und übten gemeinsam mit Besuchern die stabile Seitenlage. An anderer Stelle wurde erklärt, was ein Notfall ist, was der Begriff Katastrophe bedeutet und was man am besten alles in einen Rucksack packt und mitnimmt, wenn man sein Zuhause im Katastrophenfall unvorhergesehen schnell verlassen muss.

An weiteren Infoständen wurde über die Breitenausbildung der Bevölkerung in Erster Hilfe informiert sowie über das Blutspenden. Das Jugendrotkreuz gab an seinem Stand Einblicke in seine Arbeit und bereitete Popcorn und Zuckerwatte zu. Und nicht zuletzt wurde die Hüpfburg in Form eines Rettungswagens von den Kindern den ganzen Tag über in Besitz genommen.

Der ein oder andere hat an diesem Tag vielleicht Lust bekommen, sich das Jugendrotkreuz einmal aus der Nähe anzuschauen und selbst mitzumachen. Wer weitere Informationen möchte oder bei einer Gruppenstunde vorbeischauen will, kann sich an die Servicestelle Ehrenamt (Tel. 09521/9550-228) beim BRK-Kreisverband Haßberge wenden.

Text: Michael Will

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news-829 Tue, 24 May 2022 15:57:18 +0200 75 Jahre Jugendrotkreuz: Vielfalt, die Spaß macht und Werte vermittelt /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/vielfalt-die-spass-macht-und-werte-vermittelt.html Mit der Gründung einer ersten Gruppe im Oktober 1947 entstand das Bayerisches Jugendrotkreuz (JRK). Seit 75 Jahren lebt der Verband durch das Engagement von tausenden Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Mit einem großen Festtag unter dem Stichwort „Herzklopfen“ feiert das JRK des Bezirksverbandes Unterfranken am Samstag, 28. Mai, mit Unterstützung des BRK-Kreisverbandes Haßberge dieses Jubiläum rund um den Marktplatz in Haßfurt von 11:00 bis 17:00 Uhr. Dabei gibt es viele Informationen und Mitmachangebote – ein interessanter Tag für Klein und Groß! HASSFURT - Ob in den Gruppen oder dem Schulsanitätsdienst, bei Freizeiten und in Kindergärten: Immer geht es darum, den „Rotkreuz-Gedanken in der Jugend zu wecken, zu pflegen und in die Tat umzusetzen“, wie es die JRK-Verbandsordnung formuliert. Das geschieht durch ehrenamtliche Kinder- und Jugendarbeit mit und für alle Mitglieder. In den neun BRK-Kreisverbänden in Unterfranken – Aschaffenburg, Bad Kissingen, Haßberge, Kitzingen, Main-Spessart, Miltenberg-Obernburg, Rhön-Grabfeld, Schweinfurt und Würzburg – sind derzeit rund 10.300 Kinder und Jugendliche im Jugendrotkreuz engagiert, mehr als die Hälfte davon weiblich. Diese eindrucksvolle Zahl zeigt, dass die Idee des Roten Kreuzes begeistert und durch die Jugendarbeit ein wesentlicher Beitrag dazu geleistet wird, die Hilfsorganisation mit Tausenden Ehrenamtlichen fest in der Gesellschaft zu verwurzeln.

„Das JRK legt als Nachwuchsorganisation im BRK einen entscheidenden Grundstein für die allgemeine Arbeit im Verband“, sagt Andreas Wirth, Vorsitzender des Jugendrotkreuzes Unterfranken, der zusammen mit seinen Stellvertretern und dem JRK-Bezirksausschuss den Festtag in Haßfurt gemeinsam mit Stefan Fischer (Beauftragter des Jugendrotkreuzes beim BRK-Bezirksverband Unterfranken) und dem Team aus dem BRK-Kreisverband Haßberge organisiert. „Wir sind ein Rotes Kreuz“, so Wirth. Keiner sei zu klein, um ein Helfer zu sein. Das besondere an der Jugendarbeit im JRK ist nach Wirths Worten die Vielfältigkeit. Sei es im Bereich der Ersten Hilfe, aber auch Bildung, Politik, Diversität und Umwelt sind Themen, mit denen sich das JRK auseinandersetzt. „Wir haben Werte in den Grundsätzen des Roten Kreuzes und vermitteln so den Kindern und Jugendlichen wichtige soziale Kompetenzen.“

Natürlich kommt der Spaß an gemeinsamen Aktivitäten und Lernen nicht zu kurz, weiß Elena Krämer, Leiterin des Jugendrotkreuzes im BRK-Kreisverband Haßberge. Hier wurde die erste JRK-Gruppe bereits 1967 gegründet. Aktuell gibt es drei Gruppen in Haßfurt, Knetzgau und Eltmann mit insgesamt rund 30 aktiven Kindern und Jugendlichen. Nach den Sommerferien soll eine neue JRK-Gruppe in Memmelsdorf gegründet werden.

Die Gruppenstunden (je 90 Minuten) finden im zweiwöchigen Rhythmus statt, in den Ferien entfallen diese. Die Gruppe von Eltmann trifft sich immer im Rotkreuzhaus, die Knetzgauer an der Unterkunft der BRK-Bereitschaft und die Haßfurter im Rotkreuzhaus im Kreisverband. Kinder, die einfach mal vorbeischauen und das Jugendrotkreuz kennen lernen wollen, können ganz unkompliziert zu Schnupperstunden vorbeikommen, sagt Krämer. Die nächsten Termine dafür sind in Eltmann (8. Juni), in Knetzgau (15. Juni) und Haßfurt (22. Juni). Anmeldungen dazu sind über die Servicestelle Ehrenamt des BRK-Kreisverbandes unter Tel. 09521/9550-228 oder -227 möglich.

„Unser Ziel ist es, Nachwuchs für die Bereitschaften zu gewinnen“, beschreibt die Leiterin das Bestreben des Jugendrotkreuzes im Landkreis Haßberge. Kinder und Jugendliche, die bereits in jungen Jahren Kontakt zum BRK hatten, engagieren sich im Erwachsenenalter oftmals ehrenamtlich bei der Hilfsorganisation und im Wohlfahrtsverband. Immerhin sind in den Haßbergen derzeit rund 1300 Frauen und Männer aktiv, um Mitmenschen in Not jederzeit zu helfen.

Die Jugendlichen lernen nach Krämers Worten beim JRK die Vielfalt kennen, die es innerhalb des Roten Kreuzes gibt. „Wichtig ist bei uns auch die Ausbildung in Erster Hilfe, ebenso gehört die Realistische Unfalldarstellung dazu.“ Genau wie Stefan Fischer vom Bezirksverband merkt man Elena Krämer die Begeisterung für das Engagement in der Rotkreuz-Jugendorganisation an. „Beim JRK ist es wie beim Kochen“, sagt Krämer: „Je mehr man übt, desto besser wird man. Ich freue mich, den Jugendlichen etwas für Ihr Leben mitgeben zu können.“ Dass dies durchaus Früchte trägt, macht die Knetzgauerin unter anderem daran fest, dass immer wieder eigene Jugendrotkreuzler die Ausbildung zum Gruppenleiter machen oder in einer der neun Bereitschaften des BRK-Kreisverbandes weiterhin aktiv sind.

Hilfe für den Nächsten durch das Rote Kreuz ist auch heute noch ein wesentlicher Pfeiler der Sozialgesellschaft und für viele Mitmenschen sprichwörtlich (über-)lebenswichtig. Das Bayerische Rote Kreuz wurde am 27. Juli 1946 von der amerikanischen Besatzungsmacht ins Leben gerufen. Am 18. Oktober 1947 beschloss der BRK-Landesvorstand die Gründung des Bayerischen Jugendrotkreuzes. Die erste JRK-Gruppe nach dem 2. Weltkrieg entstand in Memmingen.

Schon 1948 erging vom Bayerischen Kultusministerium ein Erlass, nach dem in Schulen ein Erste-Hilfe-Kurs vom Roten Kreuz gegeben werden kann und soll. Bereits drei Jahre später beginnt sich die Arbeit des JRK allmählich über den schulischen Bereich hinaus in außerschulische JRK-Gruppen auszudehnen und zu etablieren. Für die Altersstufe der 14- bis 18-Jährigen werden JRK-Gruppen ins Leben gerufen, die sich „Helfende Jugend“ nennen. Das JRK bietet ihnen Ausbildungen an in „Erster Hilfe“, zum Sanitäts- oder Wasserrettungsdienst, wie dazu in einem Aktionsheft anlässlich des 75-jährigen Jubiläums informiert wird. Über diesen Einstieg wurde es möglich, die Arbeit für Jugendliche, die nicht mehr die Schule besuchen, auf weitere soziale Bereiche auszudehnen.

In den Folgejahren etablierten sich Wettbewerbe in verschiedenen Disziplinen beim JRK: Realistische Unfalldarstellung, Quiz zur Geschichte des Roten Kreuzes, Quiz zum Aufgabengebiet des Roten Kreuzes und Erste Hilfe. Später finden erste Wettbewerbe auf Landes- und Bundesebene statt. Auch der Schulsanitätsdienst - Kinder und Jugendliche engagieren sich dabei als Ersthelfer für medizinische Notfälle in ihren Schulen – gewinnt zunehmend an Bedeutung.

Immer wieder werden in den letzten Jahrzehnten auch Aktionen durchgeführt, die die Gesellschaft sensibilisieren sollen. Beispielsweise werden im Jahr 2000 an US-Präsident Bill Clinton 18.000 Unterschriften gegen den Einsatz von Landminen übergeben, 2001 machen sich Kinder und Jugendliche unter dem Slogan „Bleib cool ohne Gewalt!“ gegen Gewalt stark. In den Folgejahren gibt es eine Kampagne gegen Kinderarmut, es werden Aktivitäten im Rahmen der interkulturellen Öffnung durchgeführt, die humanitären Folgen des Klimawandels in den Blickpunkt gerückt und es finden nationale und internationale Camps und Jugendbegegnungen statt. Das sind nur wenige Wegmarken aus der 75-jährigen Geschichte des JRK. Sie zeigen jedoch, wie vielfältig und wichtig seine Arbeit ist.

 

DAS PROGRAMM:

Beim Festtag am Samstag, 28. Mai, von 11:00 bis 17:00 Uhr in Haßfurt gibt es viele interessante Informationen rund um das Jugendrotkreuz und natürlich viele spannende Mitmachaktionen. Der BRK-Kreisverband Haßberge unterstützt die Veranstaltung mit vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und gibt einen Einblick in seine Arbeit.

Die Bereitschaft Haßfurt 1 stellt ihre Mobile Sanitätswache aus, einen Mannschaftstransportwagen und stellt die Schnelleinsatzgruppe CBRN(E) vor, die bei der Behandlung von Verletzten zum Einsatz kommt, die mit Gefahrstoffen in Berührung gekommen sind. Die Bereitschaften Knetzgau und Hofheim sind mit einem Krankentransportwagen sowie dem Gerätewagen Sanität vertreten und bauen eine Patientenablage auf, die bei einem Massenanfall von Verletzten zum Einsatz kommen kann.

Des Weiteren gibt es folgendes zu sehen:

Bereitschaft Memmelsdorf:
Schnelleinsatzgruppe (SEG) Technik und Sicherheit mit Fahrzeug und Hänger

Bereitschaft Eltmann:
Fachdienst Information und Kommunikation mit Fahrzeug für die Einsatzleitung

Rettungshundestaffel:
Ausstellung von Fahrzeug und Kennenlernen von Rettungshunden

Wasserwacht Haßfurt:
Ausstellung von Boot und Einsatzfahrzeug

Wasserwachten Hofheim und Ebern:
gemeinsamer Infostand


Folgende Mitmach-Aktionen finden statt:

- Notfalldarstellung und Kinderschminken

- Mal- und Bastelecke für Kinder

- Mitmachstationen Erste Hilfe: Kinder und Jugendliche des JRK und der Bereitschaftsjugend zeigen die stabile Seitenlage

- Mitmachstation Erste Hilfe mit Selbsthilfe-Inhalten: Was ist ein Notfall? Was ist eine Katastrophe? Was packe ich in einen Rucksack für den Notfall, wenn ich mein Zuhause unvorhergesehen schnell verlassen muss?

- Infostand Breitenausbildung: Alles rund um Erste Hilfe

- Infostand Blutspende: Alles rund um das Blutspenden

- Infostand Jugendrotkreuz

- Hüpfburg

Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Kaffee und Kuchen für alle Generationen sowie Kreativangebote für Kinder und Jugendliche gibt es im Café Bistro „Offener Treff“ des BRK-Mehrgenerationenhauses von 13:00 bis 17:00 Uhr. Popcorn und Zuckerwatte werden von den JRK-Kindern gegen eine kleine Spende angeboten. Die Metzgerei Stürmer (Haßfurt) übernimmt die Bewirtung mit einem Grillwagen.

Text: Michael Will

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news-827 Mon, 09 May 2022 13:18:10 +0200 Besondere Wertschätzung für Pflegekräfte /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/besondere-wertschaetzung-fuer-pflegekraefte.html Wenn Winfried Wiendl über die Arbeit von Pflegekräften und seine Wertschätzung für sie spricht, wird einem schnell klar: Hier geht es jemandem um eine Herzensangelegenheit, um ein ehrliches Dankeschön und um das aufrichtige Bemühen, die Bedeutung von Pflege dorthin zu rücken, wo sie eigentlich wie selbstverständlich hingehört: in die Mitte der Gesellschaft. Denn früher oder später könnte jeder von uns selbst betroffen und auf Pflege angewiesen sein. Deshalb will Wiendl mit seiner Pflegedank-Stiftung dazu beitragen, „dass es uns gut geht, wenn es uns einmal nicht mehr so gut geht“. HASSFURT - Anlässlich des Internationalen Tages der Pflege, der jährlich am 12. Mai stattfindet, hat der Diplom-Betriebswirt (FH) aus Untertheres 60 Pflegedank-Gutscheine im Gesamtwert von 2640 Euro bei einem Besuch in Haßfurt an Carina Küfner, Pflegedienstleiterin der BRK-Sozialstation Haßberge, überreicht. Damit soll ein sichtbares Zeichen des Dankes und der Wertschätzung ausgedrückt werden, für die Mitarbeiterinnen der BRK-Sozialstation, die sich tagtäglich – und in den letzten zwei Jahren der Corona-Pandemie in noch herausfordernder Art und Weise – um die ambulante Pflege von Kundinnen und Kunden im Landkreis Haßberge kümmern.

Ziel der von Winfried Wiendl, dreifacher Vater und neunfacher Großvater, im Jahr 2018 gegründeten Pflegedank-Stiftung ist es, Pflegekräften mehr Wertschätzung entgegen zu bringen, ihr Selbstwertgefühl zu stärken und sie in ihren Aufgaben zu bestätigen. Gerade in unserer Region soll die Stiftung mithelfen, dass es dauerhaft genügend Pflegekräfte gibt.

Wiendl spricht aus erster Hand, wenn er über seine Erfahrungen beispielsweise in der stationären Pflege berichtet. Jahrelang musste seine Mutter in einem Pflegeheim versorgt werden, auch mehrere hochbetagte Tanten leben in Heimen. Bei vielen Besuchen ist dem inzwischen im Ruhestand befindlichen Diplom-Betriebswirt sichtbar geworden, dass Pflegekräfte oft an ihre körperlichen und psychischen Grenzen geraten, dass sie wenig Anerkennung erhalten und dass es aufgrund von Personalmangel so gut wie überall nicht genügend Pflegekräfte gibt.

„Jeder von uns kann in die Situation kommen, als Pflegefall in eine Einrichtung zu müssen“, sagt Wiendl. „Dann können wir nur hoffen, dass es dort ausreichend viele Pflegekräfte gibt, die genügend Zeit haben, unseren Alltag motiviert zu gestalten.“ Dazu will der engagierte Stiftungsgründer beitragen und die Situation von Pflegekräften ins Gespräch bringen.

Die Ziele der Pflegedank-Stiftung sind deshalb klar formuliert. Pflegende sollen Bestätigung für ihre wichtige und verantwortungsvolle Tätigkeit „von außen“ erhalten und damit eine nachhaltige Versorgung in Alten- und Pflegeheimen sichern. Dies kann nach Wiendls Worten unter anderem durch zusätzliche, den Teamgeist fördernde Ereignisse oder durch attraktive Gestaltung der Pausen bzw. Erholungsprozess erreicht werden. Des Weiteren gelte es Maßnahmen zu ergreifen und langfristig zu unterstützen, damit junge Menschen den Beruf der Pflegefachkraft als krisensichere, wertvolle und attraktive berufliche Alternative wahrnehmen. Und letztlich will die Stiftung mithelfen, das Image dieses wichtigen Berufsbildes in den Medien aufzuwerten, was wegen der breiten fachlichen Qualifikation der Pflegekräfte, deren hervorragenden Aufstiegschancen und der sozialpolitischen Wichtigkeit angebracht sei.

Als sichtbares Zeichen des Dankes für ihre Arbeit hat Winfried Wiendl aus dem Stiftungsvermögen 60 Pflegedank-Gutscheine im Wert von je 44 Euro an Pflegedienstleiterin Carina Küfner überreicht, die die Gutscheine in den nächsten Tagen an ihre Kolleginnen der BRK-Sozialstation mit ihren fünf Stützpunkten in Haßfurt, Königsberg, Ebern, Hofheim und Eltmann weitergeben wird. Die Gutscheine können die Pflegekräfte in über 500 Geschäften einlösen.

Die Pflegedank-Stiftung hat die Aktion „Danke den Pflegekräften“ Anfang des Jahres 2020 initiiert und nach Worten von Wiendl anfänglich aus Eigenmitteln mit knapp 20.000 Euro angeschoben. „Das Bekanntwerden der Initiative führte dazu, dass viele Bürgerinnen und Bürger, Firmen und Organisationen auch empfinden, dass Klatschen nicht genug ist und deshalb mit einer Spende ihren Beitrag dazu leisten, dass mehr Pflegekräfte in den Genuss solcher Pflegedank-Gutscheine kommen“, sagt der Stiftungsgründer.

„Es ist schön, dass wir Ihnen mit diesen Gutscheinen eine Freude bereiten können“, freute sich Winfried Wiendl bei der Übergabe sichtlich. Und er gab Carina Küfner eine Bitte mit auf den Weg: „Wenn sie die Gutscheine aushändigen, geben sie bitte die Information an Ihre Pflegekräfte weiter, dass es draußen viele Menschen gibt, die den außerordentlichen, oft aufopfernden Einsatz der Pflegekräfte zu würdigen wissen und dies durch ihre Spende an die Pflegedank-Stiftung auch zum Ausdruck bringen!“

Das wird die Pflegedienstleiterin gewiss tun, die sich im Namen aller Kolleginnen und im Namen des BRK-Kreisverbandes bei Winfried Wiendl für diese besondere Form der Anerkennung bedankte. „Seit vielen Jahren erbringen unsere Mitarbeitenden eine herausragende pflegerische Leistung bei pflege- und hilfsbedürftigen Menschen im gesamten Landkreis Haßberge“, bestätigt Küfner. Gerade jetzt in dieser besonders herausfordernden Zeit würden sich die Mitarbeiterenden der BRK-Sozialstation Haßberge über diese Anerkennung von außen sehr freuen. Küfner: „Jeder Dank, jede Wertschätzung und jedes Zeichen der Verbundenheit sind sehr wichtig für unsere Mitarbeitenden.“ 

Die Initiative der Pflegedank-Stiftung lobt auch der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (MdL) in einem Schreiben von Ende März 2022 an die Stiftung und spricht seinen persönlichen Dank aus: „Ihre Idee, den Pflegekräften mehr Wertschätzung entgegen zu bringen, ihr Selbstwertgefühl zu stärken und sie in ihren Aufgaben zu bestätigen, finde ich bemerkenswert.“ Pflegekräfte leisten nach seinen Worten einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Um ihnen die verdiente Wertschätzung zukommen zu lassen, ist nach Auffassung des Ministers eine grundlegende Struktur- und Finanzreform der Pflegeversicherung dringend notwendig.

„Pflegebedürftige und ihre Familien sowie Pflegekräfte und Pflegeeinrichtungen müssen auf ein einfaches und flexibles Versicherungssystem zurückgreifen können“, so Holetschek. Bei den Leistungen der Pflegeversicherung dürften nicht länger die Abrechnungsmöglichkeiten, sondern müssten der pflegebedürftige Mensch und seine Angehörigen in den Mittelpunkt gestellt werden. Für den Gesundheitsminister ist klar, „dass die pflegerische Versorgung nur mit gesamtgesellschaftlicher Unterstützung sichergestellt werden kann“.

 

Stichwort „Pflegedank-Stiftung“
Weitere Informationen über die Pflegedank-Stiftung gibt es auf deren Homepage unter: https://www.pflegedank-stiftung.de

Wer die Stiftung und ihre Ziele ebenso unterstützen möchte, kann an folgendes Konto spenden:

Deutsches Stiftungszentrum
IBAN: DE59 3604 0039 0121 6795 00
BIC: COBADEFFXXX
Betreff: T0527 Pflegedank-Stiftung

 

Stichwort „Tag der Pflege“
Der Tag der Pflege findet jährlich am 12.Mai statt. Der internationale Tag der Pflegenden wurde 1965 von dem International Council of Nurses (ICN) ins Leben gerufen und wird seit 1967 auch in Deutschland begangen. Im Januar 1974 wurde dieser Tag schließlich offiziell zu einem internationalen Aktionstag erklärt. Der Tag der Pflegenden findet am Geburtstag der britische Krankenschwester Florence Nightingale statt. Sie gilt als Begründerin der modernen Krankenpflege.

Autor: Michael Will

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news-824 Tue, 03 May 2022 16:48:44 +0200 Impfbus des Landkreises gestartet /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/impfbus-des-landkreises-gestartet.html EBELSBACH - Der Impfbus des Landkreises Haßberge ist am Montag, 2. Mai, zu seiner ersten Tour gestartet. Das Fahrzeug stellt das Busunternehmen Will aus Zeil, welches das Bieterverfahren „ Impfbus“ gewonnen hat. Das Bayerische Rote Kreuz stellt insgesamt an fünf Tagen einer Kalenderwoche ein mobiles Impfteam. An vier Tagen wird das Team im Impfbus eingesetzt., am verbleibenden fünften Tag kann das Team durch das Landratsamt zu einem externen Impfeinsatz außerhalb des Hofheimer Impfzentrums abgerufen werden. Hier stellt das BRK dann neben Impfpersonal, Impfausstattung und IT-Technik auch noch einen Fahrer, der dieses Team zum Einsatzort bringt. Das BRK stellt auch die Impfärzte, sowohl stationär als auch für das mobile Team.

Am ersten Tag hat der Impfbus den Parkplatz des Sportgeländes Ebelsbach angesteuert. In der Zeit von 15:30 bis 18:30 Uhr wurde hier „Impfen ohne Termin“ angeboten. Insgesamt wurden zwölf Impfungen durchgeführt. Darunter eine Erst-, eine Zweit-, vier Booster- und sechs „vierte Impfungen“ (2ter Booster).

Fotos: Daniel Imhof / BRK

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news-823 Tue, 03 May 2022 15:03:23 +0200 Über 800 Blutspender ließen sich „anzapfen“ /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/ueber-800-blutspender-liessen-sich-anzapfen.html HASSFURT - Im Monat März konnte das BRK bei insgesamt sieben Blutspendeterminen im Landkreis Haßberge 802 Spender begrüßen. Darunter befanden sich auch 34 Erstspender. Die Möglichkeit für Blutspender, sich einen Spendetermin vorab online zu reservieren, wird von den meisten Spenderinnen und Spendern angekommen. Allerdings bittet das BRK darum, dass dies künftig noch mehr Spender tun. Das macht für das Team des Blutspendedienstes die Planung leichter, für die Spender hat es den Vorteil, dass es bei den Terminen zu keinen langen Wartezeiten kommt. Die Ergebnisse der Blutspende-Termine im Einzelnen:

Burgpreppach (2. März):
Es kamen 77 Spender, 66 konnten tatsächlich Blut spenden, unter ihnen ein  Erstspender. Zum dritten Mal spendeten Nadine Otto und Bernhardt Buhl. Die zehnte Spende gab Martin Marschall ab, zum 25. Mal spendete Werner Köppl.

Zeil (2. März):
Hier sind 112 Blutspender erschienen, 97 durften spenden. Zehn Erstspender waren gekommen. Das dritte Mal spendete Sebastian Schuster, das zehnte Mal Karin Wolf und Anna Schmuck.

Haßfurt (8. März):
Es fanden sich 168 Blutspender ein, 146 durften Blut spenden, unter ihnen acht Erstspender. Zum dritten Mal spendeten Jessica Munke, Hedwig Diekemper, Olga Wesner, Harald Göpfert und Christian Lößlein. Das zehnte Mal spendeten Christian Hastedt und Monika Düring. Die 25. Spende leisteten Andreas Trapper und Daniel Büttner. Die 100. Spende gab Dieter Murken ab. Bereits zum 125. Mal spendete Georg Strätz.

Hofheim (14. März):
119 Blutspender kamen, 114 tatsächliche Spenden wurden entnommen, darunter von einem  Erstspender. Das dritte Mal spendeten Philipp Schwarz, Verena Suchopar, Petra Lettang und Kathleen Hodge. Zum zehnten Mal spendeten Roland Ring, Michael Greubel und Johannes Koettler. Bereits 50-mal spendete Erik Heß.

Untermerzbach (21. März):
Zu diesem Blutspendetermin sind 59 Spenderinnen und Spender erschienen, 51 konnten tatsächlich spenden, unter ihnen fünf Erstspender. Das dritte Mal spendeten Alexander Göbel und Nicole Erika Meixner. Zum zehnten Mal spendete Christin Gegner sowie zum 75. Mal Bianca Grasser und Steffen Albrecht.

Ebelsbach (24. März):
129 Blutspender kamen, 111 durften spenden. Fünf Erstspender konnten begrüßt werden. Zum dritten Mal spendete Karoline Kundmüller, das zehnte Mal Armin Süppel und Stephan Kundmüller. Die 50. Spende gab Werner Richter und die 150. Spende Lothar Schwemmlein.

Ebelsbach/Eltmann (30. März):
Dieser Termin musste kurzfristig wegen von Straßenarbeiten und einer damit verbundenen Sperrung von Eltmann nach Ebelsbach verlegt werden. An diesem Termin sind 143 Blutspender erschienen, 116 konnten letztendlich Blut spenden, darunter vier Erstspender. Zum dritten Mal spendete Szabina Varga, Sina Diem und Felix Reichelt. Die zehnte Spende gab Anne-Katrin Krings ab. Das 75. Mal spendeten Melanie Holzmann und Dorothea Engel, 100-mal Wolfram Potthoff und Roland Reh sowie 125-mal Hubert Holzmann. (SG)

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news-822 Wed, 06 Apr 2022 17:00:34 +0200 526 Bürger spendeten Blut /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/526-buerger-spendeten-blut.html Im Februar sind im Landkreis Haßberge 526 Bürgerinnen und Bürger an fünf Blutspendeterminen zum Spenden erschienen, darunter befanden sich auch 40 Erstspender. Durch die Möglichkeit der Terminbuchung haben sich die Wartezeiten bei den Terminen stark verkürzt. Terminbuchung für das Blutspenden sind entweder online oder per Telefon möglich. Natürlich dürfen Spender auch ohne Termin vorbeikommen. Die Termine im Einzelnen:

Untersteinbach (7. Februar):
Zu diesem Termin sind 60 Spender erschienen, 57 konnten tatsächlich Blut spenden, darunter drei Erstspender. Zum 50. Mal spendete Matthias Hetzel.

Haßfurt (8. Februar):
Hier kam 181 Blutspender, 164 durften letztendlich spenden; unter ihnen befanden sich 15 Erstspender. Die dritte Spende gaben Markus Vollert und Helene Eichmann ab. Die zehnte Spende leistete Simone Röth. Zum 50. Mal spendete Aurelia Anna Bengel Blut. Die bereits 75. Spende gaben Thomas Schnapp und Alexandra Persch ab. Bereits zum 100. Mal spendete Roland Appel.

Ebern (10. Februar):
Zum Termin in Ebern fanden sich 193 Blutspender ein, 187 durften spenden. Besonders erfreulich: 14 Erstspender sind gekommen. Ihre dritte Spende gaben Alexander Georgi, Anja Pietsch, Sebastian Schnös, Johannes Müller und Simone Günther ab. Die zehnte Spende leitsteten Felix Prinzbach, Christoph Marks und Roland Schneidwind. Das 25. Mal spendeten Kerstin Dittmann und Michael Liebender Blut. Bereits zum 50. Mal spendeten Jürgen Hennemann und Petra Lang, zum 100. Mal Hermann Eller.

Hofheim (14. Februar):
Zum Blutspende-Termin sind 136 Blutspender erschienen, 132 tatsächliche Spenden wurden entnommen, darunter befanden sich drei Erstspender. Die dritte Spende gaben Vincent Heller, Vivien Philipp und David Fambach ab. Zum 10. Mal spendete Laura Mühlenhoff. Die 75. Blutspende kam von Heinz- Günther Weiss. Bereits zum 125. Mal spendetet Dieter Hueckmann.

Knetzgau (25. Februar):
Hier sind 79 Spenderinnen und Spender erschienen, 70 konnten tatsächlich Blutspenden, unter ihnen fünf Erstspender. Die dritte Blutspende leisteten Sebastian Schnös und Amer Abou Alnaaj. Das zehnte Mal spendeten Kristina Weinkauf, Michael Alexander Schlereth, Cindy Schlereth, Nadja Schmidt, Mathias Betz und Valerie Durst. Zum 50. Mal spendete Michael Aigner. Die 75. Spende gaben Erika Jäger und Reiner Betz, bereits das 100. Mal spendete Bernhard Zenk.

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news-817 Mon, 21 Mar 2022 17:00:30 +0100 Rotes Kreuz errichtet Notunterkunft in Ebern /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/rotes-kreuz-errichtet-notunterkunft-in-ebern.html Für Geflüchtete aus der Ukraine steht ab sofort eine zweite Notunterkunft des Landkreises Haßberge in der ehemaligen Bundeswehr-Sporthalle im Eberner Gewerbegebiet „Alte Kaserne“ zur Verfügung. Das Bayerische Rote Kreuz hat die Notunterkunft, die zunächst 110 Plätze bietet, am Freitag und Samstag im Auftrag des Landkreises Haßberge im Rahmen des festgestellten Katastrophenfalls aufgebaut. EBERN - Damit steht seitens des Landkreises neben den beiden Sporthallen am Dürerweg in Haßfurt ab sofort eine zweite Notunterkunft in Ebern zur Verfügung. Damit können in den beiden Unterkünften vorübergehend rund 220 Kinder, Frauen und Männer aufgenommen werden, bis sie so bald wie möglich in private Unterkünfte weitervermittelt sind.

Rund 20 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des BRK-Kreisverbandes Haßberge unter der Leitung des stellvertretenden BRK-Katastrophenschutzbeauftragten Jürgen Geisel und des stellvertretenden BRK-Kreisbereitschaftsleiters Rudi Hauck haben einen Nachmittag und einen Vormittag lang die 110 Feldbetten aufgebaut. Sie sind im Rahmen des vorbeugenden Katastrophenschutzes im Rotkreuzhaus in Ebern eingelagert und können innerhalb kürzester Zeit verladen und für jegliche Katastrophenfälle aufgebaut werden. Zudem wurden Bettwäsche und Decken, die das Rote Kreuz ebenfalls für Katastrophenfälle bereithält, zur Verfügung gestellt.

In der ehemaligen Bundeswehr-Sporthalle, die die Stadt Ebern als Sporthalle nutzt, können somit ab sofort geflüchtete Mitbürger aus der Ukraine aufgenommen werden. Bei Bedarf steht noch weitere Fläche in der Halle zur Verfügung.

Um wenigstens ein kleines Stück Privatsphäre zur ermöglichen, wurden die 110 Schlafplätze in Parzellen eingeteilt, die mit Bauzäunen voneinander abgetrennt sind. Die Bauzäune wurden mit farbigen Stoffen behängt, so dass die einzelnen Bereiche blickdicht voneinander getrennt sind.

Wann mit der Ankunft der ersten ukrainischen Flüchtlinge in der Notunterkunft des Landkreises in Ebern zu rechnen ist, steht bislang nicht fest. Die Verteilung der Geflüchteten erfolgt über den Landkreis Haßberge, der selbst erst sehr kurzfristig von der Ankunft der Mitbürger erfährt. Jedenfalls sind alle Vorbereitungen getroffen, dass die Notunterkunft bei Bedarf sofort belegt werden kann. Das Rote Kreuz steht für die Aufnahme und erste Versorgung der Flüchtlinge ebenfalls in Bereitschaft.

Des Weiteren werden aktuell im Landkreis von den Städten und Kommunen unter eigener Regie weitere Notunterkünfte eingerichtet. Die Organisation übernehmen im Auftrag des Landkreises die jeweiligen Kommunen. In Ebern wurde seitens der Stadt Ebern zudem eine Notunterkunft in Eigenregie errichtet: in einem kleineren Bereich in einem Nebenraum der Frauengrundhalle im Gewerbegebiet „Alte Kaserne“.

Weitere Fotos vom Aufbau der Notunterkunft finden Sie auf unserer Facebook-Seite unter:
https://www.facebook.com/BRKRettungsdienstHassberge/posts/4642619332515087

Text & Fotos: Michael Will / BRK

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news-816 Thu, 17 Mar 2022 13:01:26 +0100 Kleiderladen unterstützt ukrainische Mitbürger im Landkreis /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/kleiderladen-unterstuetzt-ukrainische-mitbuerger-im-landkreis.html Aufgrund des bewaffneten Konflikts in der Ukraine und dem damit einhergehenden Zustrom von Mitbürgern aus dem osteuropäischen Land auch in den Landkreis Haßberge, erreichen das Bayerische Rote Kreuz immer wieder Anfragen von Bürgern, die Kleidung oder Gebrauchsgegenstände spenden und so die aus ihrer Heimat geflüchteten Menschen vor Ort hier im Landkreis unterstützen möchten. HASSFURT - „Wir nehmen eine hohe Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung wahr“, sagt Karina Hauck, Leiterin des Teams Soziale Arbeit und des Second-Hand-Ladens beim BRK-Kreisverband Haßberge. Das Rote Kreuz unterstützt die Bemühungen des Landkreises unter anderem bei der Verpflegung, Betreuung und sanitätsdienstlichen Absicherung der ukrainischen Neuankömmlinge in der Notunterkunft in der Schulturnhalle am Dürerweg in Haßfurt.

Darüber hinaus stellt der Kleiderladen des Roten Kreuzes (Industriestraße 20) ukrainischen Geflüchteten derzeit bei Bedarf kostenlos Bekleidung zur Verfügung, ebenso andere Gegenstände des täglichen Bedarfs sowie beispielsweise Kinderbettchen. Die Bedarfe sind vielfältig, sagt Karina Hauck, und das Team des Kleiderladens versuche, so gut wie möglich zu helfen.

Vom Angebot des Kleiderladens können grundsätzlich alle Bürger profitieren. Second-Hand-Ware, die von den Mitarbeiterinnen gesichtet, geordnet und nach eingehender Prüfung im Laden ausgelegt wird, kann zum Preis von wenigen Euros erworben werden. Die Einnahmen helfen dem Roten Kreuz bei der Umsetzung sozialer Projekte für hilfsbedürftige Menschen. Ukrainischen Mitbürgern, die aufgrund des bewaffneten Konflikts aus ihrer Heimat geflohen und nun im Landkreis angekommen sind, wird Bekleidung natürlich kostenlos zur Verfügung gestellt, betont Hauck.

Die Bedarfe ändern sich aktuell stetig. Gut erhaltene Bekleidung kann zu den Öffnungszeiten des Kleiderladens (Montag, Dienstag und Donnerstag von 10.00 bis 17.00 Uhr sowie am Freitag und Samstag von 10.00 bis 15.00 Uhr) direkt vor Ort bei den Mitarbeiterinnen abgegeben werden. Mittwochs hat der Laden geschlossen, die Annahme von Kleiderspenden kann aber auch an diesem Tag nach telefonischer Absprache unter Tel. 09521/9550-252 erfolgen. Ebenso steht Karina Hauck unter der angegebenen Telefonnummer für Rückfragen und der Klärung einzelner Bedarfe zur Verfügung.

Außerhalb der Öffnungszeiten des Ladens kann Bekleidung auch jederzeit in die vor dem Laden aufgestellten Kleidercontainer (gut verschlossenen in Säcken; bitte nicht lose!) eingeworfen werden. Sie wird dann vom Laden-Team aussortiert und nach Bedarf im Laden zur Verfügung gestellt. Der BRK-Kreisverband Haßberge bedankt sich bei der Bevölkerung des Landkreises für ihre Unterstützung.

Die ukrainischen Mitbürger können sich bei allen Fragen rund um ihre aktuelle Situation hier in Deutschland zudem an die Migrationsberatungsstelle (MBE) des BRK-Kreisverbandes Haßberge wenden. „Die Migrationsberatung versucht die Fragen nach und nach zu beantworten und die Mitbürger zu unterstützen“, sagt Karina Hauck. Die Beratung kann in ukrainischer und russischer Sprache erfolgen. Weitere Informationen gibt es dazu ebenfalls unter der Telefonnummer 09521/9550-252 oder direkt vor Ort bei der Migrationsberatungsstelle im BRK-Gebäude in Haßfurt.

Um kurzfristig auch eine größere Anzahl an geflüchteten Ukrainern aufnehmen zu können, werden die Bürgermeisterin und die 25 Bürgermeister in ihren Städten, Märkten und Gemeinden nach Mitteilung des Landratsamtes Haßberge kleinere Notunterkünfte einrichten. „Dort sollen die Menschen übergangsweise ein Dach über den Kopf finden, bis sie in einen geeigneten privaten Wohnraum vermittelt werden können“, heißt es in der Mitteilung. Bürgerinnen und Bürger, die für die Notunterkünfte Betten oder Bettzeug zur Verfügung stellen können, werden gebeten, sich direkt bei ihrer jeweiligen Gemeinde zu melden.

Weitere Informationen zu unserem Kleiderladen gibt es hier!

Text: Michael Will / BRK

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news-815 Wed, 16 Mar 2022 13:59:19 +0100 Ukrainische Mitbürger beziehen Notunterkunft /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/ukrainische-mitbuerger-beziehen-notunterkunft.html Erstmals wurde am Dienstagnachmittag (15. März 2022) die Notunterkunft für ukrainische Mitbürger in der Schulturnhalle am Dürerweg in Haßfurt in Betrieb genommen. Im Auftrag des Landratsamtes Haßberge hatten dort vergangene Woche das Technische Hilfswerk Haßfurt und das Bayerische Rote Kreuz eine Unterkunft für zunächst 50 Ukrainer errichtet, die vor dem bewaffneten Konflikt in ihrer Heimat fliehen. HASSFURT - Nun sind am Dienstag erstmals 39 Kinder, Frauen und Männer aus der Ukraine durch das Landratsamt in der Notunterkunft vorübergehend untergebracht worden, bis sie in den nächsten Tagen in private Unterkünfte im Landkreis weitervermittelt werden. Das Bayerische Rote Kreuz hat am Dienstag die Ankunft der aus ihrer Heimat geflüchteten Mitmenschen betreut und übernimmt in den nächsten Tagen beispielsweise auch deren Verpflegung und sanitätsdienstliche Absicherung.

Teilweise mit einem Bus, teilweise mit ihren Privatfahrzeugen kamen die Kinder, Frauen und Männer gegen 14.00 Uhr an der Schulturnhalle an. Die allermeisten nur mit zwei bis drei Taschen ihres Hab und Gutes, das sie beim Verlassen ihrer Heimat mit auf den Weg nehmen konnten. Sichtlich erschöpft und gezeichnet von den Strapazen der letzten Tage erreichten die Menschen die Kreisstadt.

Vor Ort wurden sie von Mitarbeitern des Landratsamtes Haßberge, Dolmetscherinnen und Mitarbeitern des BRK-Kreisverbandes Haßberge empfangen. Zunächst wurden vor Betreten der Notunterkunft Corona-Antigenschnelltests durchgeführt. Erfreulich, dass dabei aktuell keine Infektion festgestellt wurde und somit auch niemand in Quarantäne geschickt werden musste. Anschließend wurden die ukrainischen Mitbürger von Mitarbeitern des Landratsamtes registriert und in der Turnhalle in die abgetrennten Unterkünfte verteilte, die mit Feldbetten und Decken ausgestattet worden waren. Dort konnten die Mitmenschen erstmal ein wenig zur Ruhe kommen.

Es wurde auch eine kostenlose Wlan-Verbindung zur Verfügung gestellt. Diese wurde dankbar angenommen. Hatten viele Ukrainer doch das Bedürfnis, ihren Lieben in der Heimat zu berichten, wo sie sich gerade befinden und wie es ihnen geht.

Das Rote Kreuz sorgte bei der Ankunft der Geflüchteten zunächst für einen kleinen Snack. So gab es Obst sowie Kalt- und Warmgetränke. Am späten Nachmittag wurde schließlich ein warmes Abendessen ausgegeben, das von Mitarbeitern der BRK-Schnelleinsatzgruppe Verpflegung im Rotkreuzhaus Hofheim zubereitet worden war und von Helferinnen und Helfern der BRK-Schnelleinsatzgruppe Betreuung aus Haßfurt im Foyer der Turnhalle ausgegeben wurde.

Auch in den Folgetagen stellt das Rote Kreuz die Verpflegung der Ukrainer mit drei Mahlzeiten am Tag sowie Getränken sicher. Des Weiteren steht ein Krankentransportwagen mit Personal für die sanitätsdienstliche Absicherung zur Verfügung. Bereits am Dienstagnachmittag wendeten sich einige Ukrainer mit kleineren körperlichen Beschwerden an die Rettungskräfte. Alle konnten aber vor Ort ambulant versorgt werden. Unter den BRK-Helfern war auch eine Dolmetscherin, die sich einfühlsam um die Belange der Mitmenschen kümmerte.

In den nächsten Tagen soll die Notunterkunft in Haßfurt erweitert werden und auch in der zweiten Turnhalle nebenan eine Unterkunft errichtet werden. Hier wird das THW wieder aktiv sein und den Aufbau federführend in Absprache mit dem Landratsamt übernehmen. Damit stehen dann bis zum Ende der Woche in Haßfurt bei Bedarf rund 100 Plätze in der Notunterkunft zur Verfügung.

Weitere Fotos finden Sie auf unserer Facebook-Seite unter: https://www.facebook.com/BRKRettungsdienstHassberge/posts/4628501687260185

Text & Fotos: Michael Will / BRK

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news-813 Fri, 11 Mar 2022 18:11:55 +0100 BRK-Testzentren - unsere Öffnungszeiten /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/brk-testzentren-unsere-oeffnungszeiten.html Die Öffnungszeiten unserer Schnelltestzentren auf einen Blick Aktuell haben wir an fünf Standorten im Landkreis Haßberge Corona-Antigen-Schnelltestzentren in Betrieb. Die Grafik zeigt auf einen Blick alle derzeit geltenden Öffnungszeiten. Bitte beachten: Letzter Einlass ist 15 Minuten vor der Schließung. 

Achtung: Unser Schnelltestzentrum in Eltmann schließt zum 1. April!

https://www.kvhassberge.brk.de/fileadmin/PDFs_und_%C3%A4hnliche_Dokumente/Stellenanzeigen/Testzentren_%C3%96ffnungszeiten_aktuell_seit_14.12.21.pdf

 

 

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news-811 Fri, 11 Mar 2022 12:45:22 +0100 Erste Vertriebene aus der Ukraine in den Haßbergen angekommen /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/erste-vertriebene-aus-der-ukraine-in-den-hassbergen-angekommen.html Die Anker-Einrichtung in Schweinfurt platzt aus allen Nähten, deswegen werden Neuankömmlinge an die umliegenden Landkreise verteilt. 21 Vertriebene des bewaffneten Konfliktes aus der Ukraine – vorwiegend jüngere Frauen und Kinder – sind am Donnerstagmittag (10. März) im Landkreis Haßberge mit dem Zug oder mit dem Auto angekommen, wie das Landratsamt Haßberge mitgeteilt hat. Sie wurden von der hauptamtlichen Integrationslotsin Siza Zaby begrüßt. Sie versicherte den geflüchteten Menschen, dass sie im Landkreis Haßberge herzlich willkommen und in Sicherheit sind. Ihnen werde jetzt die Möglichkeit gegeben, in Ruhe anzukommen und sich von den Strapazen zu erholen. Den Ankömmlingen wurde mitgeteilt, dass sie im gesamten Bundesgebiet frei reisen können und keiner Residenzpflicht unterliegen. Sie wurden lediglich gebeten, sich registrieren zu lassen, um Anspruch auf finanzielle und weitere Hilfen zu haben. HASSFURT - Bei der Ankunft sorgte der BRK-Kreisverband Haßberge in der Stadthalle Haßfurt für die Verpflegung mit heißen Würsten und Käsebrötchen, während im Landratsamt die nötigsten Formalitäten abgewickelt wurden. Einige Personen konnten bereits auf private Unterkünfte verteilt werden, acht geflüchtete Menschen wurden zunächst im katholischen Pfarrzentrum Hofheim untergebracht und verpflegt. Die Akteure vor Ort planen eine zügige Verteilung in private Unterkünfte. Viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer und Dolmetscher stehen bereit, um die Flüchtlinge zu betreuen, so das Landratsamt.

Nachdem der Katastrophenfall in Bayern auf die Flüchtlingssituation aus der Ukraine ausgedehnt wurde, hat der Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz angeordnet, dass die vorbereitete Notunterkunft in der Turnhalle am Dürerweg in Haßfurt in Betrieb genommen wird, so dass die Neuankömmlinge unmittelbar dort untergebracht werden können. Die Helferinnen und Helfer des BRK-Kreisverbandes stehen bereit, übernehmen neben der Verpflegung auch die sanitätsdienstliche Betreuung und führen Schnelltestungen durch.

Bereits ein erster Aufruf, wonach Bürgerinnen und Bürger verfügbaren Wohnraum zur Verfügung stellen sollen, hat eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Gesucht wird alles, ganz gleich, ob es sich um ein freies Einfamilienhaus, um eine leerstehende Wohnung oder ein möbliertes Zimmer handelt. „Wir können alles brauchen, denn wir wollen auf alles vorbereitet sein“, sagt Dieter Sauer, Leiter des Amtes für Soziales und Senioren.  „Lieber ein Objekt zu viel, als eines zu wenig."

Wer Wohnraum zur Verfügung stellen möchte, wird gebeten, auf der Internetseite des Landkreises Haßberge unter www.hassberge.de folgendes  Kontaktformular online auszufüllen: https://www.hassberge.de/wohnraum. Die angebotenen Objekte werden dann gesichtet und geprüft. „Wir, beziehungsweise die Gemeinden, schauen auch danach, dass das soziale Umfeld für die Flüchtlinge passt“, so Dieter Sauer. Wichtige Informationen, die jeder gleich angeben sollte, der Wohnraum anbietet: Ab wann ist das Objekt verfügbar und wie lange? Handelt es sich um eine leere Wohnung oder ein Haus? Ist eine gewisse Grundausstattung vorhanden? Sind Zimmer möbliert? Auch Mietpreisvorstellungen sollen genannt werden.

In vielen Kommunen haben bereits etliche Ukrainer bei Bekannten oder Verwandten Unterschlupf gefunden. Die Vertriebenen, die schon in einer Gemeinde wohnen, müssen unverzüglich angemeldet werden. Notwendige Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) können über die Gemeinden beim Amt für Soziales und Senioren im Landratsamt geltend gemacht werden. Die entsprechenden Formulare liegen den Gemeinden in den Sprachen Deutsch und Russisch vor. Für den Fall, dass Unterbringungskosten anfallen, wird der Antrag ebenso benötigt, um zu prüfen, ob Aufwendungen für die Unterkunft anerkannt werden können. Bei drohender Obdachlosigkeit (z. B. wenn die Wohnung des Gastgebers überfüllt ist), sind die Gemeinden gehalten, in den für Vertriebene angebotenen Wohnraum hinein zu vermitteln.

Das Landratsamt konzentriert sich auf die Verteilung aus dem Anker-Zentrum und nimmt bei der Wohnungsverteilung lediglich eine Koordinierungsaufgabe war, z. B. um im Bedarfsfall einen Ausgleich zwischen den Gemeinden herbeizuführen, so das Landratsamt.

Wer Fragen zum Thema Ukraine hat, kann sich an das Bürgertelefon unter der Rufnummer 09521-27600 wenden (Montag bis Donnerstag 8.00 bis 16.00 Uhr sowie Freitag 8.00 bis 13.00 Uhr). Der Landkreis hat außerdem eine eigene Internetseite erstellt, auf der viele Fragen beantworte werden: https://www.hassberge.de/ukraine-hilfe

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news-810 Wed, 09 Mar 2022 12:45:21 +0100 Landkreis für Aufnahme von Vertriebenen aus Ukraine gewappnet /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/landkreis-fuer-aufnahme-von-vertriebenen-aus-ukraine-gewappnet.html HASSFURT - Der Landkreis Haßberge bereitet sich intensiv auf die Aufnahme von Vertriebenen aus der Ukraine vor. Wie viele Menschen hier eintreffen oder dem Landkreis zugeteilt werden ist aber momentan noch nicht bekannt, wie das Landratsamt Haßberge in einer Pressemitteilung am Dienstagnachmittag (8. März) bekannt gegeben hat. Viele Bürgerinnen und Bürger haben sich bereits im Landratsamt gemeldet, die Flüchtlingen des bewaffneten Konflikts aus der Ukraine Wohnraum zur Verfügung stellen möchten oder sich ehrenamtlich engagieren und spenden wollen. „So eine große Welle der Hilfsbereitschaft habe ich noch nie erlebt“, schildert Dieter Sauer, Leiter des Amtes für Soziales und Senioren. „Das ist ein großartiges Zeichen der Solidarität“. Damit die Unterbringung besser koordiniert werden kann, hat der Landkreis auf seiner Homepage unter dem Link: https://formulare.hassberge.de/formc.../form/provide/162/... ein Online-Formular eingerichtet, über das freie Unterkunftsmöglichkeiten gemeldet werden können. Dort sollen neben den allgemeinen Daten wie dem Namen oder der Adresse auch Fragen zu den zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten beantwortet werden. Als Alternative steht auch das Bürgertelefon Ukraine unter der Rufnummer 09521/27600 zur Verfügung (Montag bis Freitag von 8.00 bis 16.00 Uhr). Unter dieser zentralen Telefonnummer können Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis Haßberge auch Fragen zum Thema Ukraine stellen.

Der Landkreis hat außerdem eine eigene Internetseite erstellt, auf der viele Fragen beantworte werden: https://www.hassberge.de/ukraine-hilfe.

Im Landratsamt Haßberge sind bereits zahlreiche Angebote an Wohnraum eingegangen – von einzelnen Zimmern über Wohnungen bis hin zum ganzen Haus. Diese Angebote werden derzeit gesichtet und abgearbeitet., heißt es in der Mitteilung.

Um aber möglichst schnell auch für die Ankunft einer größeren Zahl von Geflüchteten aus der Ukraine gewappnet zu sein, setzt der Landkreis übergangsweise auf eine Notlösung: In Zusammenarbeit insbesondere mit dem Technischen Hilfswerk (THW) und dem BRK-Kreisverband sowie der Feuerwehr wurde über das Wochenende in der Sporthalle am Dürerweg in Haßfurt eine Notunterkunft für 50 Flüchtlinge eingerichtet, die bei Bedarf in Betrieb genommen wird. Für die zweite Halle am Schulzentrum werden ebenfalls Vorbereitungen getroffen. Hier könnte man, sollte dies nötig werden, in kurzer Zeit weitere Schlafplätze schaffen.

Die Turnhalle in Haßfurt wurde mit einem Bodenschutz ausgestattet, außerdem wurden Feldbetten und Zwischenwände aufgestellt. Des Weiteren wird dafür gesorgt, dass genügend Handtücher, Kopfkissen, Decken, Hygieneartikel, Geschirr und Besteck zur Verfügung stehen. Außerdem wird der Bereich für die Essensausgabe vorbereitet. Geplant ist, dass das BRK in den ersten Tagen die Essensausgabe übernimmt, längerfristig soll die Versorgung über einen Dienstleister organisiert werden. Um mit den Flüchtlingen kommunizieren zu können, stehen Dolmetscher in Bereitschaft und für die Betreuung eine Vielzahl ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer.

Bisher sind noch keine amtlich verteilten Geflüchteten aus der Ukraine im Landkreis an-gekommen, teilt das Landratsamt mit. Etliche Personen haben aber bereits bei Verwandten oder Bekannten im Landkreis Unterschlupf gefunden. Die Notunterbringung ist nur vorläufig geplant, bis die Unterkunftsverwaltung im Landratsamt aufgebaut und ausreichend Wohnungen bereitgestellt werden können.

Federführend erfolgt die Abwicklung der Unterbringung und Betreuung der Geflüchteten über das Amt für Soziales und Senioren, insbesondere unterstützt von der Hauptverwaltung, der Liegenschaftsverwaltung, der Ausländerbehörde, dem Katastrophenschutz und dem Zuwanderungszentrum. Mit im Boot sind außerdem rund 20 ausgebildete Integrationsbegleiter und zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Über das Gesundheitsamt wird in Zusammenarbeit mit dem BRK eine Strategie zu Impfangeboten für die ukrainischen Flüchtlinge ausgearbeitet.

„Wichtig ist: Wer bei uns strandet oder Schutz sucht, wird Hilfe finden“, so Dieter Sauer, Leiter des Amtes für Soziales und Senioren. Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich für die Flüchtlinge engagieren wollen, können auf die Netzwerkpartner im Zuwanderungszentrum (Bayrisches Rotes Kreuz und Caritasverband) zugehen. Damit ist ein koordiniertes Vorgehen gewährleistet. Ansprechpartnerin ist auch die hauptamtliche Integrationslotsin Siza Zaby, Telefon 09521/27-152 oder E-Mail: integration@hassberge.de

Die Fotos zeigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Technischen Hilfswerkes Haßfurt und des Roten Kreuzes beim der Errichtung der Notunterkunft in der Schulturnhalle.

Fotos: Tobias Marquardt / THW (4) & Gerd Finzel / BRK (1)

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news-812 Wed, 09 Mar 2022 08:00:00 +0100 Blumiger Gruß als leuchtendes Beispiel der Nächstenliebe /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/blumiger-gruss-als-leuchtendes-beispiel-der-naechstenliebe.html Anlässlich des Weltfrauentages am Dienstag, 8. März, hatten sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Roten Kreuzes beim Blutspendetermin in Haßfurt für alle Spenderinnen eine kleine Geste des Dankes und der Anerkennung ausgedacht. Jede Frau erhielt nach der Blutspende eine Rose. HASSFURT - Wenn man so will, kann man eine rote Rose sinnbildlich für eine Blutspende setzen: Die kleinen Dornen am Blütenstil piksen beim Anfassen ebenso leicht wie der Einstich der Nadel in die Vene beim Blutspenden. Einem kleinen Moment des Schmerzes folgt aber das tolle Gefühl, etwas Gutes (für seine Mitmenschen) getan zu haben, ebenso wie die Rose mit ihrer leuchtroten Blüte Mitmenschen erfreut.

Vielmehr kann man das alljährliche Erblühen einer Rose symbolhaft mit dem steten Engagement der Blutspenderinnen und Blutspender im Landkreis in Verbindung bringen. Denn ist bei den Menschen hier die Bereitschaft zum Blutspenden erst einmal erblüht, kommen sie in aller Regel viele Jahre lang regelmäßig und sind damit Garant dafür, erkrankten und verletzten Mitmenschen durch ihre ganz persönliche (Blut-)Spende neue Lebensfreude zu schenken.

Zugegeben: Der poetische Vergleich mag ein wenig zauberhaft klingen. Zauberhaft finden die Mitarbeiter des BRK-Kreisverbandes aber auf jeden Fall die in den Haßbergen hohe Bereitschaft der Bürger zum Blutspenden. Immerhin liegt der Landkreis damit, umgerechnet auf den prozentualen Bevölkerungsanteil, seit fast vier Jahrzehnten an der Spitze in Bayern. Insofern konnte eine Rose für jede Blutspenderin am Dienstag im Rotkreuzhaus natürlich nicht mehr als eine nette Geste sein, allemal aber hatten die Mitarbeiterinnen um Ingrid Böllner, Leiterin der Servicestelle Ehrenamt und Beauftragte für das Blutspendewesen beim BRK-Kreisverband Haßberge, mit dieser Aktion eine zauberhafte Idee. Die Spenderinnen jedenfalls freuten sich über diese kleine Aufmerksamkeit sehr.

Zum Blutspendetermin in Haßfurt kamen insgesamt 168 Spenderinnen und Spender. 146 von ihnen durften tatsächlich Blut spenden. Besonders erfreulich: unter ihnen auch 8 Erstspender.

Text: Michael Will / BRK

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news-809 Tue, 08 Mar 2022 15:19:13 +0100 498 Blutspender beweisen sich als Lebensretter /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/498-blutspender-beweisen-sich-als-lebensretter.html LKR. HASSBERGE - Trotz der Pandemie und des kalten Wetters erschienen auch im Januar zahlreiche Blutspenderinnen und Blutspender bei den Terminen des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) im Landkreis Haßberge. Ganz nach dem Motto „Gemeinsam gegen Gleichgültigkeit“ zeigten sich die Lebensretter solidarisch und bewiesen Gemeinsinn. Um bei der Blutspende antreten zu können, wird zuvor aktuell ein 3G-Nachweis gefordert. Es besteht außerdem die Möglichkeit, sich im Voraus einen Termin zu gewünschter Uhrzeit online zu reservieren. „Diese Option empfehlen wir unseren Spenderinnen und Spender sehr, da hierdurch Wartezeiten reduziert werden“, sagt Simone Gilley von der Servicestelle Ehrenamt beim BRK-Kreisverband Haßberge.

Zu den Terminen im Einzelnen:

Eltmann: Bei diesem Termin fanden sich 181 Blutspender ein. Von diesen durften letztlich 168 spenden, darunter befanden sich elf Erstspender. Zum dritten Mal spendete Barbara Ott. Die zehnte Spende gaben Rene Rowald, Melanie Greubel, Uwe Schmidt und Ina Süppel ab. Schon zum 25. Mal spendeten Tina Dietz und Kathrin Rowald. Bereits die 100. Blutspende leistete Bernd Schug.

Hofheim: Hier sind 119 Blutspender zum Termin erschienen, 108 durften Blut spenden, darunter befanden sich vier Erstspender.  Die dritte Spende leisteten Fabian Griebel und Emanuel Hirschlein. Zum zehnten Mal spendete Paul Caupert. Die 25. Spende gab Julian Tyralla ab. Bereits zum 75. Mal spendete Christine Rössner und zum 100. Mal Marco Willim.

Haßfurt: 155 Bürger spendeten Blut gespendet, unter ihnen vier Erstspender. Die dritte Spende gaben Florian Schnös, Lukas Hartling, Nicole Bergmann, Jannik Schuster, Sina Markl, Anna Zuber, Elena Knittel, Lisa Heigel, Angela Mock, Anne Butterhof und Roland Biller ab. Zehnmal spendeten Rosanna Bedacht, Lisa Dorothea Hümmer, Horst Schittig und Stefanie Wohlleben. Die 25. Spende leistete Tobias Baum. Bereits zum 75. Mal spendete Siegfried Bendel.

Aidhausen: Zu  diesem Termin sind 74 Spender erschienen. Davon konnten 67 tatsächlich spenden, unter ihnen fünf Erstspender. Die dritte Spende leisteten Tobias Burger, Chiara Iacona, Carina Zwirlein und Muriel Henneberger. Schon zum zehnten Mal spendeten Marco Nagengast und Michaela Walter.

Der BRK-Kreisverband Haßberge bedankt sich bei allen Blutspendern für ihre Bereitschaft, unentgeltlich Blut für Menschen in Not zu spenden. „Sie alle sind Vorbilder für die Gesellschaft und leisten einen außerordentlich wichtigen Beitrag, um Mitmenschen in Notsituationen zu helfen“ betont Simone Gilley.

Text: Simone Gilley / BRK

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news-808 Tue, 08 Mar 2022 10:37:18 +0100 Ein kleiner Helfer, der Leben retten kann /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/ein-kleiner-helfer-der-leben-retten-kann.html EBERN - Mit der Spende eines automatisierten externen Defibrillators (AED) an die Wasserwacht Ebern unterstützt die VR-Bank Lichtenfels-Ebern eG das ehrenamtliche Engagement der Wasserretter und hilft dabei, im Ernstfall womöglich Leben zu retten. Matthias Batzner, Serviceleiter der VR-Bank, übergab das Gerät an die Vorsitzende der BRK-Wasserwacht-Ortsgruppe Ebern, Evamaria Gegner, und den 1. Technischen Leiter, René Oelke. Die Bank drückt damit ihr Bemühen aus, soziale Projekte zu unterstützen. Das Gerät, mit dem lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen durch die Abgabe eines Stromstoßes behoben und so ein Überleben eines Patienten möglich gemacht werden kann, ist künftig gleich an zwei Standorten stationiert, wie René Oelke deutlich machte. So wird der für Laien kinderleicht zu bedienende Defibrillator, kurz: Defi, in den Wintermonaten im Hallenbad Ebern zur Verfügung stehen und in den Sommermonaten im Freibad. So können ausgebildete Helfer der Badeaufsicht sowie der Wasserwacht bei einem lebensbedrohlichen Herzkreislaufstillstand mithilfe des Geräts bis zum Eintreffen von Rettungsdienst und Notarzt adäquate Erste Hilfe leisten.

Allerdings ist die Verwendung des Geräts nicht nur für Aufsichts- und Sanitätspersonal möglich, sondern auch für jeden Laienhelfer, betont Wasserwacht-Vorsitzende Evamaria Gegner. Denn diese Geräte sind genau dafür gemacht, dass Ersthelfer im Zuge eines Herzkreislaufstillstandes bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes wertvolle Minuten überbrücken und so womöglich Leben retten können.

Das Allerwichtigste sei, keine Scheu zu haben, bei Verletzten oder Erkrankten Erste Hilfe zu leisten. Bricht jemand bewusstlos zusammen, kommt es sprichwörtlich auf Minuten an, verdeutlichten die beiden Fachleute der Wasserwacht. Denn hat jemand einen Herzstillstand erlitten, sinkt dessen Überlebenschance pro Minute, in der nicht mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen wird, um zehn Prozent. Schon nach fünf Minuten bestehen also nur noch 50 Prozent Überlebenschancen. Ein Rettungswagen trifft nach einem Notruf unter 112 bei der Integrierten Leitstelle in aller Regel nach acht bis 15 Minuten an einem Notfallort ein. Wird bis dahin keine Reanimation durchgeführt, ist das Leben eines Menschen ohne gravierende Hirnschäden kaum mehr zu retten.

„Deshalb kommt Ersthelfen eine ganz entscheidende Rolle zu“, sagt Oelke. Die von Laienhelfern begonnenen Reanimationsmaßnahmen werden anschließend von Rettungsdienst und Notarzt weitergeführt, wobei zusätzlich Medikamente und auch ein Defibrillator zum Einsatz kommen. Denn bei bestimmten Fällen während eines Herzstillstandes, beim so genannten Kammerflimmern, kann nur ein Stromimpuls wie er von einem Defi ausgelöst wird, diesen Zustand unterbrechen und das Herz im besten Fall wieder in einen „normalen“ Rhythmus überführen.

Nichts anderes macht der Defi, wie er jetzt im Hallenbad Ebern hängt. Wenn möglich und in Reichweite, sollte so ein Gerät von Dritten immer zu einer Reanimation hinzu gebracht werden, während ein oder zwei Helfer beim Patienten bleiben und die Wiederbelebung (30x drücken, 2x beatmen) ununterbrochen fortsetzen. „Ist man alleine, muss man die Wiederbelebung sofort beginnen und ohne Unterbrechungen weiterführen“, weiß Evamaria Gegner. „Bitte laufen sie dann nicht erst irgendwohin und holen einen Defi, das wäre kontraproduktiv.“

Ist jemand bewusstlos, muss man prüfen, ob er noch atmet. Wenn ja, legt man den Patienten in die stabile Seitenlage und achtet darauf, ob er weiterhin atmet. Stellt man beim Bewusstlosen keine Atmung fest, muss sofort mit der Wiederbelebung begonnen werden. Dabei wird im Wechsel 30-mal der Brustkorb gedrückt und zweimal beatmet. Insgesamt sollte man 100- bis 120-mal pro Minute drücken und das etwa fünf bis sechs Zentimeter tief.

Der Service-Leiter der VR-Bank Lichtenfels-Ebern, Matthias Batzner, freute sich bei der Übergabe des rund 2600 Euro teuren Defis samt zweier Aufbewahrungsboxen für die Bäder, dass die Bank durch die Anschaffung des elektrischen Lebensretters einen weiteren Beitrag zur Sicherheit der Bevölkerung leisten könne. Das Geld zur Anschaffung des Defis stammt nach seinen Worten aus dem Gewinnsparen und Losverkäufen. Batzner dankte den beiden Vertretern der Wasserwacht, stellvertretend für alle Mitglieder, ebenso für deren ehrenamtliches Engagement innerhalb des Bayerischen Roten Kreuzes, die damit einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft leisten würden.

 

Stichwort: Kammerflimmern

Kammerflimmern ist eine lebensgefährliche Herzrhythmusstörung. Das Herz ist nicht mehr in der Lage, Blut zu pumpen, die Betroffenen werden innerhalb von Sekunden bewusstlos. Unbehandelt führt diese Rhythmusstörung in wenigen Minuten zum Tod.

Normalerweise kontrahieren die Muskelzellen der Herzkammern 60- bis 80-mal pro Minute. Dabei wird das in den Herzkammern gesammelte Blut durch eine koordinierte Kontraktion des Herzmuskels, den Herzschlag, in den Körperkreislauf gepumpt. Zwischen den Herzschlägen füllen sich die Herzkammern erneut mit Blut.

Beim Kammerflimmern ist diese Ordnung plötzlich gestört. Es entstehen sogenannte kreisende Erregungen in der Kammer. Dabei können Frequenzen von bis zu 800 pro Minute auftreten.

Aufgrund dieser sehr schnellen Frequenz kommen bei Kammerflimmern jedoch keine effektiven Herzschläge mehr zustande. Es wird daher kein Blut mehr in den Körperkreislauf gepumpt. Ein Puls ist bei den Betroffenen nicht mehr tastbar. Es kommt zum Kreislaufstillstand.

Beim Kammerflimmern muss versucht werden, den Herzrhythmus durch einen Stromstoß wieder in den richtigen Takt zu bringen. Dabei wird über die Elektroden per Knopfdruck kurzzeitig Strom in den Körper des Betroffenen geleitet. Weil so alle Muskeln gleichzeitig einen elektrischen Impuls bekommen, kann deren folgende Aktivität wieder synchronisiert werden. Je früher eine Defibrillation durchgeführt wird, desto besser sind die Überlebenschancen der Betroffenen. Ein Kammerflimmern kann nur durch einen elektrischen Impuls beendet werden.

Text & Foto: Michael Will / BRK

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news-807 Wed, 02 Mar 2022 16:46:14 +0100 Ukraine-Konflikt: Bitte um Spenden für humanitäre Hilfe /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/ukraine-konfliktbitte-um-spenden-fuer-wirkungsvolle-humanitaere-hilfe.html Das Rote Kreuz hilft in der Ukraine und ihren Nachbarländern. Helfen auch Sie uns zu helfen! Das DRK bittet um Spenden für die betroffene Bevölkerung:

IBAN: DE63 3702 0500 0005 0233 07

BIC: BFSWDE33XXX

Stichwort: Nothilfe Ukraine

Spenden sind auch direkt online möglich unter:
https://www.drk.de/spenden/spendenformular/hilfe-osteuropa/


HASSFURT - Das Leid der Menschen in der Ukraine wird von Tag zu Tag größer. „Als Rotes Kreuz müssen wir uns gerade in der gegenwärtigen Lage des immer weiter ausufernden bewaffneten Konflikts in der Ukraine besonders sensibel und konsequent an unseren Rotkreuz-Grundsätzen der Neutralität und Unparteilichkeit orientieren. Nur das erlaubt uns den humanitären Zugang zu den betroffenen Menschen. Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um gemeinsam mit unseren Partnern in der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung Leid zu mindern, Leben zu schützen und Menschen in Not zu versorgen“, sagt BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger.

Das Generalsekretariat des Deutschen Roten Kreuzes in Berlin ist mit der Planung und Umsetzung der humanitären Auslandshilfe betraut. Es agiert dabei in enger und stetiger Koordination mit den Schwestergesellschaften in den verschiedenen Ländern sowie dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) und der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC). Dadurch kann das humanitäre Engagement des DRK im Ausland so bedarfsorientiert und zielgenau wie möglich ausgerichtet werden.

Gemäß seines Mandats gelten für das DRK in all seinen Einsätzen die sieben Rotkreuz-Grundsätze: Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität. Das DRK handelt stets mit dem Ziel, Menschen allein nach dem Maß der Not, Zugang zu humanitärer Hilfe zu ermöglichen. Gerade in höchst dynamischen, lebensgefährlichen und unübersichtlichen Kontexten wie dem aktuellen bewaffneten Konflikt in der Ukraine erfordert dies ein besonderes Maß an Koordination und Sensibilität.

Angesichts der eskalierenden Gewalt weitet das DRK die Unterstützung seiner Schwestergesellschaften in der Ukraine und den Nachbarländern im Rahmen des Möglichen schrittweise aus. Dabei steht es fortlaufend in enger Abstimmung mit dem IKRK und der IFRC. Zurzeit ist ein Nothilfeexperte des Deutschen Roten Kreuzes für die Koordination der Hilfen mit den Partnern in der Ukraine im Einsatz.

Die Not der Ukrainerinnen und Ukrainer sowohl im Land als auch auf der Flucht und damit ihr Bedarf an humanitärer Hilfe ist immens und wächst immer weiter. „Wir wissen, dass die Betroffenheit in der deutschen Bevölkerung angesichts der entsetzlichen Ereignisse in der Ukraine groß ist und der Wunsch, den betroffenen Menschen Unterstützung zu bieten, ebenso. Es ist überwältigend zu sehen, wie schnell und engagiert die Zivilgesellschaft in Deutschland auf allen Ebenen zu helfen bereit ist“, so BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger. „Dies trifft auf unzählige Privatpersonen, kleine und große Initiativen, Unternehmen und natürlich auch auf all unsere ehrenamtlichen und hauptamtlichen Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler zu. „Auch wenn es für viele weniger persönlich und ungreifbarer erscheinen mag, sind Geldspenden tatsächlich in der gegenwärtigen Lage die beste und wirkungsvollste Art, um die humanitäre Hilfe im Ausland zu unterstützen“, sagt Greger.

„Damit die Hilfe tatsächlich ankommt, bitten uns all unsere Schwestergesellschaften in der Ukraine und den Nachbarländern sehr eindringlich darum, die stark beanspruchten Logistik- und Hilfeleistungsstrukturen nicht zu blockieren. Gut gemeinte, aber nicht abgestimmte Lieferungen füllen Lagerhäuser, binden Transport- und Sortierkapazitäten. Sie helfen leider nicht, sie behindern vielmehr die humanitäre Arbeit vor Ort. Es bestehen seitens unser Schwestergesellschaften momentan keinerlei Kapazitäten zur Annahme nicht zentral abgesprochener und nicht zentral angeforderter Hilfslieferungen und Unterstützungsangebote“, betont der BRK-Kreisgeschäftsführer.

Geldspenden sind gegenüber Sachspenden wesentlich effektiver: Ihr großer Vorteil ist, dass sie sehr flexibel eingesetzt werden können. Damit lässt sich die humanitäre Hilfe gezielter an die jeweiligen Bedarfslagen vor Ort anpassen. Dies ist absolut erforderlich in Situationen, die sich beständig ändern und höchst unvorhersehbar sind, wie aktuell in der Ukraine und ihren Nachbarländern.

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news-806 Tue, 01 Mar 2022 01:22:21 +0100 Aktionstag mit Spaß, Action und Unterhaltung /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/aktionstag-mit-spass-action-und-unterhaltung.html Im Mai 2023 soll in Ebern ein „Blaulichttag“ für die Bevölkerung stattfinden EBERN – Bei einem „Blaulichttag“ am 21. Mai 2023 will sich die Eberner Blaulichtfamilie mit einem vielfältigen Informations- und Aktionstag der Bevölkerung präsentieren. Dabei sollen die Aufgaben, die tägliche Arbeit und Möglichkeiten, sich ehrenamtlich zu engagieren, im Mittelpunkt stehen.

Die Initiative zum Blaulichttag geht von der Polizeiinspektion Ebern und deren Dienststellenleiter, Erster Polizeihauptkommissar Detlef Hauck, aus. Er hatte im Spätherbst vergangenen Jahres Kontakt mit Verantwortlichen der lokalen Hilfsorganisationen und der Stadt Ebern aufgenommen und einen solchen Aktionstag ins Gespräch gebracht. Mit dem Vorhaben stieß Detlef Hauck bei allen Beteiligten auf offene Ohren, besteht so doch die Möglichkeit, sich der Bevölkerung im Rahmen eines gemeinsamen Aktionstages zu präsentieren und dabei einmal hinter die Kulissen blicken zu können und bei bestimmten Aktionen selbst mitzumachen und auch (Einsatz-)Vorführungen mitzuerleben.

„Die Idee finden wir sehr gut und freuen uns auf den Aktionstag“, lobten die Verantwortlichen von Feuerwehr, Bayerischem Roten Kreuz, DLRG, THW und der Stadt die Idee von Hauck bei einer gemeinsamen Besprechung am Montagabend (14. Februar) in der Frauengrundhalle der Stadt Ebern. Zunächst hatte man darüber nachgedacht, den Blaulichttag bereits in diesem Jahr im Mai stattfinden zu lassen. Allerdings waren sich alle Beteiligten nach kurzer Diskussion einig, dass dies aufgrund der aktuellen Lage noch mit zu vielen Unwägbarkeiten verbunden wäre und der damit notwendige Aufwand an Planung und Logistik deshalb zu hinterfragen ist. „Nichts wäre schlimmer, wenn wir so einen Aktionstag jetzt mit viel Engagement und Freude planen und in der Bevölkerung bewerben und ihn dann aufgrund verschiedenere Umstände womöglich kurzfristig absagen müssen“, so der einhellige Tenor. Schließlich soll der Blaulichttag ein Fest für alle werden und vor allem Familien, Kinder und Jugendliche ansprechen. Ein ungezwungenes Beisammensein und unbeschwerte Stunden mit viel Spaß und Action sind allen Beteiligten eine Herzensangelegenheit.

Diskutiert wurde des Weiteren die Möglichkeit, den Aktionstag für September zu planen. Allerdings wird hier neben dem Kirchweihmarkt auch der „Tag der Vereine“ am Sonntag im September stattfinden, der vom Kulturring (Zusammenschluss der Eberner Vereine) alle fünf Jahre, diesmal zum 50-jährigen Bestehen, organisiert wird. Mit dieser Veranstaltung will die Blaulichtfamilie keinesfalls in Konkurrenz treten und den Vereinen die Möglichkeit gewähren, sich einem breiten Publikum mit ihrem vielfältigen Angebot vorzustellen.

Deshalb entschieden sich die Vertreter von Polizei (Detlef Hauck), Feuerwehr (Anton Gerstenkorn und David Pfeufer), DLRG (Erwin Reuter), BRK (Ralph Schönfelder und Michael Will), THW (Jonas Schierling), Bauhof (Mario Winkelmann) und Stadt Ebern (Jürgen Hennemann und Ute Barthelmann) den Blaulichttag nicht in diesem Jahr, sondern für Sonntag, 21. Mai 2023, zu planen. Einzelheiten werden zu gegebener Zeit rechtzeitig bekannt gegeben.

Nach jetzigen Vorstellungen soll der Blaulichttag am südlichen Stadteingang, zwischen der Tankstelle und der Gleusdorfer Straße stattfinden. Dort sollen sich dann Feuerwehr, BRK, DRLG und THW mit einer Fahrzeugausstellung, Informations- und Mitmachangeboten präsentieren. Die Polizeiinspektion Ebern will ihre Dienststelle für die Besucher öffnen und Einblicke hinter die Kulissen gewähren. Auch verschiedene Vorführung von Polizeieinheiten sowie möglicherweise ein Hubschrauber-Simulator sind angedacht. Ebenso wird sich der Bauhof der Stadt Ebern mit einer Ausstellung beteiligen. Für Kinder soll eine Hüpfburg aufgestellt werden, und natürlich wird es ein umfangreiches Angebot an Essen und Getränken geben. „Wir freuen uns auf den Blaulichttag, bei dem wir mit vielen Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen und ihnen interessante Einblicke in unser aller tägliche Arbeit geben können“, fasste Detlef Hauck im Namen aller Beteiligten zusammen.

Autor: Michael Will

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news-805 Tue, 01 Mar 2022 01:09:06 +0100 Interaktiv gemeinsam lernen /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/interaktiv-gemeinsam-lernen.html HASSFURT - Auf dem Weg zur Digitalisierung von Arbeitsprozessen geht auch der Kreisverband Haßberge des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) weitere Schritte. Jetzt wurden zur Unterstützung des Ehrenamtes und für die Breitenausbildung der Bevölkerung vorerst zwei interaktive Whiteboards angeschafft. Dazu war eine Gesamtinvestition von rund 38.000 Euro notwendig, wie BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger mitteilt. Im Zuge einer Weihnachtsspendenaktion im Jahr 2020 wurden dazu auch die Bevölkerung, die Mitglieder des Kreisverbandes und Unternehmen um Unterstützung gebeten. Dabei kamen rund 36.000 Euro an zweckgebundenen Spenden zusammen. „Wir danken den Bürgerinnen und Bürgern des Landkreises Haßberge für ihre großzügige Unterstützung“, so Greger. „Das zeigt, dass wir als Rotes Kreuz in der Mitte der Bevölkerung verwurzelt sind und unsere Arbeit zum Wohle der Allgemeinheit in hohem Maße anerkannt wird.“

„Die Spenden von Unternehmen und aus der Bevölkerung waren dafür unverzichtbar“, macht Greger deutlich. Deshalb hatte der BRK-Kreisverband in der Vorweihnachtszeit 2020 um eine außergewöhnliche Spende gebeten, die es dem Roten Kreuz ermöglicht, seine wichtige Arbeit in der Pandemielage weiter fortzuführen. Das komme letztendlich der Bevölkerung im Landkreis Haßberge zugute.

Nunmehr geht die Corona-Pandemie ins dritte Jahr. Sie hat vieles im gesellschaftlichen Leben und im Arbeitsalltag der Menschen verändert. Natürlich auch beim Roten Kreuz. Seit 2020 spüre man, wie sehr das Virus das Leben verändert. „Vor allem unsere über 1400 ehrenamtlich aktiven Rotkreuz-Mitglieder aus unserem Kreisverband konnten nicht wie gewohnt, getreu ihrem Motto ,Wo wir gebraucht werden, da gehen wir hin!‘, für andere Menschen da sein“, so der Kreisgeschäftsführer. Denn das Corona-Virus hat auch vor der ehrenamtlichen Arbeit nicht Halt gemacht. Es konnten keine Aus- und Weiterbildungen stattfinden, es konnte kein Sanitätsdienst oder gar ein Schwimmkurs durchgeführt werden – es stand einfach alles still. Somit hatte das Rote Kreuz keinerlei Möglichkeiten, Einnahmen und Mittelbeschaffungsmaßnahmen, zum Beispiel durch Altkleidersammlungen, in der Breitenausbildung oder durch Sanitätsabsicherungen usw. im Jahr 2020 zur Finanzierung seiner ehrenamtlichen Arbeit zu erzielen.

„Um unsere ehrenamtlichen Mitglieder im Katastrophenfall besser zu vernetzen, wollen wir die Digitalisierung im Ehrenamt und in der Breitenausbildung der Bevölkerung weiter voranbringen“, beschreibt Dieter Greger deshalb ein Ziel. Deshalb sollten die Lehrsäle in den Rotkreuz-Häusern mit digitalen, interaktiven Whiteboards ausgestattet werden, damit bei der andauernden Pandemie eine Kommunikation miteinander sowie Aus- und Weiterbildung des Ehrenamtes ohne Ansammlung größerer Gruppen möglich ist. Inzwischen konnten bereits zwei interaktive Whiteboards der Firma Ricoh angeschafft und in den Lehrsälen der Rotkreuzhäuser Haßfurt und Eltmann installiert werden. Auch für den Lehrsaal des Rotkreuzhauses Hofheim soll ein solches Board noch beschafft werden.

Ein interaktives Whiteboard ist eine Art interaktive digitale Tafel, die mit einem Computer verbunden werden kann. So können die Boards beim BRK entweder über einen Computer gesteuert werden oder autark arbeiten. Durch ihre berührungsempfindliche Oberfläche (Touchmonitor) kann präzise gearbeitet werden, Handschriften etc. sind tadellos lesbar. Die Boards können per Fingereingabe oder mit einem kabellosen Stift gesteuert werden. Zudem besitzen sie Kameras und Lautsprecher für interaktive Besprechungen und Teamarbeit.

Mit der Technik, wie sie beispielsweise inzwischen auch an vielen Schulen eingesetzt wird, bieten sich im Rahmen von Aus- und Fortbildungen ganz neue Möglichkeiten für Referenten und Ausbilder. Durch die interaktive Möglichkeit der Präsentation wird Lernen anschaulicher. Beispielsweise können ehrenamtliche Teilnehmer bei Schulungen oder Teilnehmer an Erste-Hilfe-Kursen im Zuge der Breitenausbildung dabei unmittelbar in den Unterrichtsprozess eingebunden werden. Das fördert nicht nur besseres Verstehen von Lerninhalten, sondern macht auch deutlich mehr Spaß.

PM 005 / 2022; Text: Michael Will

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news-803 Tue, 01 Mar 2022 00:02:00 +0100 Mobil(ität) hilft dem BRK zu helfen /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/mobilitaet-hilft-dem-brk-zu-helfen.html Raiffeisen-Volksbank Haßberge spendet einen VW Up HASSFURT - Über eine Spende der Raiffeisen-Volksbank Haßberge eG kann sich der BRK-Kreisverband Haßberge freuen. Das Fahrzeug, ein VW Up im Wert von rund 13.600 Euro wurde jetzt durch die Bank an das Rote Kreuz übergeben.

Die Bank verleiht damit ihrem Bemühen sichtbar Ausdruck, nicht nur als Wirtschaftsunternehmen für viele Kunden im Landkreis Haßberge regionaler Ansprechpartner zu sein, sondern sich ebenso ihrer daraus resultierenden sozialen Verantwortung zu stellen, heißt es dazu in einer Pressemitteilung des Bayerischen Roten Kreuzes.


Reinhold Nastvogel, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen-Volksbank Haßberge, überreichte das Neufahrzeug an BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger verbunden mit dem Wunsch, dass der Wohlfahrtsverband das Auto zur Erfüllung seiner sozialen Aufgaben einsetzt und dieses so dem Wohl der Menschen im Landkreis zugutekommt.


Dieter Greger freute sich sichtlich über diese Unterstützung, die von besonderer Wertschätzung gegenüber dem Roten Kreuz zeuge und Anerkennung für dessen Arbeit sei. Greger gab bekannt, dass der VW Up künftig für die Sozialstation eingesetzt und somit vom Personal der ambulanten Pflege für Fahrten zu Patienten genutzt werde.


Mobilität ist für das Rote Kreuz bei seiner Arbeit eine wichtige Voraussetzung. Mit dem neuen Fahrzeug sei diese Mobilität auch weiterhin sichergestellt. Der BRK-Kreisgeschäftsführer bedankte sich bei der Raiffeisen-Volksbank Haßberge für deren Spende und nahmen die Fahrzeugschlüssel von Reinhold Nastvogel dankbar entgegen.

PM 003 / 2022; Text: Michael Will

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news-800 Tue, 18 Jan 2022 08:12:41 +0100 BRK bietet umfangreiches Testangebot an /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/brk-bietet-umfangreiches-testangebot-an.html HASSFURT - Per QR-Code direkt und einmalig für alle Testzentren registrieren und so Wartezeiten deutlich reduzieren.

Das Bayerische Rote Kreuz betreibt aktuell fünf Zentren für Corona-Antigen-Schnelltests im Landkreis. Und zwar in Haßfurt, Ebern, Hofheim, Eltmann und Maroldsweisach.

 Die Durchführung der Tests für zu Testende funktioniert am schnellsten und einfachsten, wenn sich die Testwilligen vorab online auf dem Testportal des Bayerischen Roten Kreuzes mit ihren Daten registriert haben. Die einmalige Registrierung ist innerhalb von einer Minute unter https://meintest.brk.de/quick möglich und muss anschließend für künftige Tests nicht mehr neu durchgeführt werden. Nachdem die Bürger ihre Daten eingegeben haben, erhalten sie per E-Mail einen für sie persönlich erstellten QR-Code zugesandt, mit dem sie sich vor Ort in allen BRK-Testzentren im Landkreis legitimieren und testen lassen können. Nach dem Test wird die Ergebnisübermittlung digital via SMS und/oder E-Mail übermittelt, auf Wunsch auch direkt an die Corona-Warn-App.

Eine weitere und noch einfachere Möglichkeit zur Registrierung besteht für Testwillige durch das Abscannen dieses QR-Codes. Über ihn gelangen sie ohne Umwege direkt zum Registrierungsportal. 

QR-Code für alle BRK-Testzentren

Aktuell gelten folgende Öffnungszeiten. Letzter Einlass ist jeweils 15 Minuten vor der Schließung.

Haßfurt, Rotkreuzhaus (Industriestraße 16):

Montag bis Freitag: 10:00 bis 18:00 Uhr
Samstag: 10:00 bis 18:00 Uhr
Sonntag: 10:00 bis 16:00 Uhr

Ebern, Rotkreuzhaus (Im Frauengrund 12):

Montag bis Freitag: 14:00 bis 18:00 Uhr
Samstag und Sonntag: 10:00 bis 15:00 Uhr

Hofheim, Haus des Gastes (Johannisstraße 26):

Montag, Mittwoch, Freitag und Sonntag: 14:00 bis 18:00 Uhr

Eltmann, Sportgaststätte (Bambergerstraße 21):

Dienstag, Donnerstag, Sonntag: 14:00 bis 18:00 Uhr

Maroldsweisach, Mehrzweckraum im Rathaus (Hauptstraße 24):

Dienstag und Donnerstag: 14:00 bis 18:00 Uhr

Sonntag: 9:00 bis 12:00 Uhr

Für alle Tests müssen sich die Bürger mit einem amtlichen Lichtbildausweis zu ihrer Person identifizieren können. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, die ggf. ohne Begleitung ihrer Eltern einen Schnelltest durchführen lassen wollen, müssen vor dem Test eine unterschriebene Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten mitbringen. Kinder und Jugendliche müssen sich grundsätzlich ebenso durch die Vorlage eines Lichtbildausweises zu ihrer Person ausweisen können.

Außerdem wird darauf hingewiesen, dass an den Testzentren das Tragen von FFP2-Masken verpflichtend ist. Alle Testwilligen sollten zudem darauf achten, zu anderen Personen einen Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Wer Erkältungs- und Krankheitssymptome aufweist, wird in den BRK-Testzentren nicht getestet. In diesem Fall wenden sich Patienten bitte an ihren Hausarzt.

Download Öffnungszeiten [ PDF ]

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news-799 Tue, 28 Sep 2021 16:03:00 +0200 Engagierten Beitrag zur Pandemiebewältigung geleistet /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/engagierten-beitrag-zur-pandemiebewaeltigung-geleistet.html HASSFURT – Mit Bedauern hat der BRK-Kreisverband Haßberge die Entscheidung des Landratsamtes zur Kenntnis genommen, die Betreiberschaft des Impfzentrums ab 1. Oktober an einen neuen, privaten Anbieter zu vergeben. Damit wird das Impfzentrum Hofheim im Rotkreuzhaus mit Ablauf des 30. September geschlossen. „Gerne hätten wir uns mit unserer Expertise weiter mit für den Impffortschritt engagiert“, sagt BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger und bedankt sich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der beiden Impfzentren Hofheim und Zeil.

 

Die Laufzeit des regulären Vertrags zur Betreiberschaft des Impfzentrums Hofheim war seitens des Landratsamtes mit Ablauf 30. September 2021 befristet gewesen. Mitte August gab es dann das Signal aus dem Bund und dem Freistaat, einzelne Impfzentren voraussichtlich bis Ende April 2022 weiter zu betreiben. Das Landratsamt hatte daraufhin die Betreiberschaft für ein Impfzentrum ab 1. Oktober neu ausgeschrieben. Ein zweites Impfzentrum im Landkreis sollte es ab diesem Datum nicht mehr geben.

Der BRK-Kreisverband Haßberge, als bisheriger Betreiber, hatte sich an der Ausschreibung des Impfzentrums vom 1. Oktober 2021 bis 30. April 2022 beteiligt und konnte sich mit seinem Angebot nicht durchsetzen. „Gerne hätten wir weiterhin verlässlich und engagiert wie bisher das Impfzentrum in unserem Rotkreuzhaus in Hofheim weiter betrieben“, sagt BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger. „In der Stunde der Not haben wir mit hohem Engagement in kürzester Zeit das Impfzentrum Hofheim aufgebaut und in Betrieb genommen, anschließend auch ein zweites Impfzentrum in Zeil. Wir haben damit als Rotes Kreuz einen wesentlichen Beitrag zur Pandemiebewältigung geleistet und sind stolz darauf, in einer so schwierigen Zeit als verlässliche Hilfsorganisation für die Bürger da gewesen zu sein.“ Insgesamt wurden mit Unterstützung des Roten Kreuzes mehr als 63.000 Impfungen für Bürgerinnen und Bürger durchgeführt.

Nach Bekanntgabe der Vergabe durch das Landratsamt hat das BRK seine Mitarbeiter des Impfzentrums Hofheim, deren Verträge bis 30. September befristet gewesen sind, vergangenen Freitag über den Sachstand informiert. „Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, auch im Namen der beiden Impfzentrumsleiter Daniel Schirmer und Daniel Imhof sowie der gesamten BRK-Kreisvorstandschaft, für ihr außergewöhnliches und verlässliches Engagement in den vergangenen neuneinhalb Monaten in den beiden Impfzentren“, sagt Greger. Sie hätten sehr gute Arbeit geleistet und seien für ihre Kompetenz, Freundlichkeit und Unterstützung immer wieder von vielen Bürgern gelobt worden. „Solch positive Rückmeldungen erfüllen uns mit Stolz.“

PM 084 / 2021. Text und Foto: Michael Will / BRK.

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news-797 Thu, 09 Sep 2021 15:18:00 +0200 Auch in Pandemie-Zeiten hohe Bereitschaft zur Blutspende /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/auch-in-pandemie-zeiten-hohe-bereitschaft-zur-blutspende.html Über 400 Bürger folgten im Juli dem Aufruf des BRK HASSFURT – Im Monat Juli spendeten bei den Blutspendeterminen in Knetzgau, Hofheim, Haßfurt und Untersteinbach 416 Spender Blut. Darunter waren auch zwölf Erstspender.

Die Bereitschaft Blut zu spenden ist im Landkreis Haßberge schon immer groß gewesen, auch unter Pandemie-Bedingungen hat diese nicht abgenommen, teilt das Rote Kreuz mit. Die Anzahl der Erstspender ist Monat für Monat hoch. Die Erstspender von heute sind die Blutspender von morgen. „Es ist immer wieder schön zu sehen, dass sich junge Menschen für das Blutspenden begeistern lassen“, sagt Simone Gilley, beim BRK-Kreisverband Haßberge mit zuständig für das Blutspendewesen. Der Landkreis weist zudem eine hohe Anzahl an treuen Spendern auf, sie bilden eine Stütze in der Gesellschaft.

 

Die Termine im Einzelnen:

Knetzgau:

An diesem Termin sind 84 Spender erschienen, 81 konnten tatsächlich Blut spenden. Darunter befanden sich auch vier Erstspender. Zum dritten Mal spendeten Jessie Mühlbauer, Nadja Kungel, Bernd Keller und Gregor Zachwieja. Die zehnte Spende kam von Petra Herzing.

 

Hofheim:

Hier sind 116 Blutspender zum Termin erschienen, 104 durften letztendlich spenden,  unter ihnen fünf Erstspender. Ihre dritte Spende gaben Dominic Balling, Daniela Gehring, Annika Bauer, Peter Gehring und Jochen Bathon ab. Das zehnte Mal spendete Florian Wachter. Die 25. Spende leistete Johannes Hau. Bereits zum 100. Mal spendete Helmut Schubart.

 

Haßfurt:

Zum Termin in Haßfurt fanden sich 149 Blutspender ein, 142 von ihnen durften zum Spenden gehen. Darunter befanden sich auch sechs Erstspender. Zum dritten Mal spendeten Jacqueline Bezold und Danut-Cosmin Jivan, zum zehnten Mal Simone Mantel, Roman Mantel und Simon Fuß. Das 25. Mal spendete Jürgen Dünisch, 50-mal Rosemarie Mielke. Bereits zum 75. Mal spendeten Andreas Christian und Petra Rambacher.

 

Untersteinbach:

Zu diesem Blutspendetermin sind 67 Blutspender erschienen. 55 tatsächliche Spenden wurden entnommen, darunter auch drei von Erstspendern. Die dritte Spende gaben Sebastian Schroll, Tim Pfister und Theresa Moser ab. Zum zehnten Mal spendete Ivo Königer. Die bereits 75. Spende ist von Irmgard Bayer abgegeben worden.

PM 082 / 2021. Text: Michael Will / BRK.

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news-796 Thu, 09 Sep 2021 13:43:00 +0200 Wenn Kinder Erste Hilfe benötigen /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/wenn-kinder-erste-hilfe-benoetigen.html HASSFURT - Regelmäßig bietet der BRK-Kreisverband Haßberge Möglichkeiten für die Bevölkerung an, sich in Erster Hilfe aus- und weiterzubilden, um für den Ernstfall gerüstet zu sein. Vor allem wenn Kinder verletzt werden oder plötzlich schwer erkranken, sind Eltern und anderen Bezugs- oder Betreuungspersonen schnell überfordert, in der Situation das Richtige zu tun und den Kleinen wirkungsvoll Erste Hilfe zu leisten.

Um für solche Fälle gerüstet zu sein, bietet das Bayerische Rote Kreuz jetzt zwei Kurse an, die sich speziell mit Erster Hilfe am Kind beschäftigt. Sie finden am Samstag, 9. Oktober, von 8.00 bis 16:00 Uhr und am Samstag, 13. November, von 8.00 bis 16.00 Uhr jeweils im Rotkreuzhaus (Industriestraße 20) in Haßfurt statt.

Teilnehmen können alle, die täglich mit Kindern zu tun haben. Inhalte des Kurses sind unter anderem Erste Hilfe bei einem Fieberkrampf, bei Atem- und Kreislaufproblemen, beim Verschlucken von Fremdkörpern, bei Vergiftungen, bei Verletzungen aller Art und vieles Weitere mehr.

Für den Kurs ist eine Anmeldung erforderlich, entweder direkt über die Homepage des BRK-Kreisverbandes unter www.kvhassberge.brk.de (Rubrik: Kurse) oder bei Simone Gilley, Sachbearbeiterin für Erste Hilfe beim BRK Haßberge: Tel. 09521/9550-227 (vormittags). 

PM 0806 / 2021. Text: Michael Will / BRK.

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news-795 Wed, 01 Sep 2021 17:00:17 +0200 Eine Umarmung als Dankeschön für die Hilfe /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/eine-umarmung-als-dankeschoen-fuer-die-hilfe.html HASSFURT - Auch Wochen nach der verheerenden Hochwasser-Katastrophe unterstützt das Bayerische Rote Kreuz die Bevölkerung in den zerstörten Regionen in Rheinland-Pfalz. Zuletzt waren vier Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer aus den BRK-Bereitschaften Hofheim, Zeil und Ebern im Ahrtal im Einsatz, um vor allem im Rahmen von Versorgungsfahrten logistischen Hilfe zu leisten.

Christoph Zogalla (Bereitschaft Hofheim), Patrik Kevin-Mahr, Jonas Förtsch (beide Bereitschaft Zeil) und Isabel Grüne (Bereitschaft Ebern) waren einem Aufruf des BRK-Bezirksverbandes Unterfranken gefolgt, nachdem ehrenamtliches Personal als Lkw-Fahrer für die Katastrophengebiete gesucht wurde. Insgesamt sieben Tage lang arbeiteten die vier ehrenamtlichen BRK-Helfer mit und unterstützten so durch ihren ganz persönlichen Einsatz die Menschen im Ahrtal.

Stationiert waren die Rotkreuzler aus den Haßbergen in Koblenz und waren als Lkw-Fahrer zur Unterstützung der Logistikgruppe des Roten Kreuzes zugeteilt worden. Vom Stützpunkt in Koblenz aus starteten sie die verschiedensten Versorgungsfahrten ins nahe Ahrtal, wie Christoph Zogalla berichtet.

Ihre Aufgaben bestanden in der Unterstützung der Logistik, dem Be- und Entladen von Lastkraftwagen und dem Durchführen von Versorgungsfahrten ins direkte Hoch­wasser­gebiet. Dort wurden von den Logistik-Unimogs vor allem Servicepoints, Ausgabestellen und Aussiedlerhöfe angefahren, um die Bevölkerung mit Material des täglichen Bedarfs zu versorgen. Geliefert wurden zudem auch Schaufeln, Spaten, Taschenlampen, FFP2-Masken, Lesebrillen, Wasserbehälter und vieles mehr. Gleichzeitig nahmen die vier Helfer von der Bevölkerung vor Ort Bestellungen entgegen, was sie am dringlichsten brauchen und versuchten, das mit einer der nächsten Lieferungen mitzubringen.

Ebenfalls wurden Stromaggregate in das Katastrophengebiet gefahren. Nicht zuletzt brachten die Rotkreuzhelfer aus den Haßbergen auch mit Quads den Sprit für die Strom­erzeuger zu, da manche Gebiete mit Lastwagen aufgrund des hohen Zer­stö­rungs­grades nicht erreichbar waren. Eine weitere Aufgabe war, bei der Errichtung einer mobilen Klär­anlage mitzuhelfen, die das Rote Kreuz installierte; die einzelnen Bauteile wurden durch die Lkw-Fahrer angeliefert.

Körperlich und psychisch erschöpft kehrten Christoph Zogalla, Patrik Kevin-Mahr, Jonas Förtsch und Isabel Grüne nach sieben Tagen kräftezehrenden Einsatzes in die Heimat zurück. Christoph Zogalla spricht im Nachgang von „sehr bewegenden und emotionalen Eindrücken“ während des Einsatzes. „Das ist nur ganz schwer in Worte zu fassen.“ Er und seine Kollegin und Kollegen seien mit direkt von der Katastrophe Betroffenen öfters ins Gespräch gekommen und hätten dabei aus erster Hand von unvorstellbaren Szenen und Leid erfahren, das durch das Hochwasser plötzlich über die Menschen hereingebrochen ist. „Die Leute haben das Gespräch mit uns gesucht, sie wollten über ihre Erlebnisse und ihr Schicksal reden“, sagt Zogalla. „Wir haben zugehört und waren von den Schilderungen sehr betroffen.“

Sehr positiv ist ihm die Dankbarkeit der Menschen im Ahrtal in Erinnerung geblieben. Trotz größter Not hätten sie den Helfern immer wieder für deren unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz gedankt. „Die Leute waren alle sehr herzlich, zum Abschied hat mich sogar jemand als Zeichen des Dankes umarmt“, so Zogalla. „Das hat mich sehr bewegt.“

PM 076 / 2021. Text: Michael Will / BRK. Fotos: Christoph Zogalla / BRK.

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news-794 Wed, 01 Sep 2021 10:24:46 +0200 780 Mitbürger spendeten Blut, darunter 42 Erstspender /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/780-mitbuerger-spendeten-blut-darunter-42-erstspender.html HASSFURT – Im Monat Juni konnte das BRK bei insgesamt sieben  Blutspendeterminen im Landkreis Haßberge 780 Spender begrüßen. Darunter befanden sich auch 42 Erstspender. Die neu eingeführte Möglichkeit für Blutspender, sich einen Spendetermin zu reservieren, wurde von den meisten Spenderinnen und Spendern sehr gut angekommen. Dies führte auch dazu, dass lange Wartezeiten bei den einzelnen Terminen wegfallen.

Die Termine im Einzelnen:

Haßfurt, 8. Juni: 

An diesem Termin sind 127 Spender erschienen, 113 konnten tatsächlich Blut spenden. Darunter befanden sich drei Erstspender. Die bereits 150. Blutspende hat Werner Eller geleistet. Zum 75. Mal spendete Franz Boehner. Die 50. Spende gaben  Manuela Renate Schramm, René Wohner und Antje Strätz. 25-mal spendete Matthias Lutz, das zehnte Mal Jürgen Fuchsberger, Marcel Brand und Cynthia Wohlfarth. Ihre dritte Spende gaben Jessica Bayer, Gina Dotterweich und Melissa Krämer.

Zeil, 9. Juni: 

Hier sind 94 Blutspender erschienen, 90 durften letztendlich spenden, darunter fünf Erstspender. Bereits zum 75. Mal spendete Brunhilde Kitzinger. Die 50. Blutspende erreichte Andreas Uber. Zum zehnten Mal spendeten Rainer Rottmann und Hanne Bauer. Zur dritten Spende kamen Rainer Ruß, Nele Moritz und Anette Berger.

Ebelsbach, 10. Juni:

119 Blutspender fanden sich ein, 108 von ihnen durften Blut spenden. Erfreulich: Es kamen auch neun Erstspender.

Zum 50. Mal spendeten Matthias Moser, Johannes Kohlmann, Sonja Förtsch und Peter Frankenstein. Die 25. Spende leistete Reiner Schöpf. Zehnmal ging Wolfgang Koeck zum Blutspenden. Die dritte Spende gaben Andreas Karl, Marcus Landgraf, Waltraud Lediger und Andreas Bruchmann ab.

Hofheim, 14. Juni:

Zu diesem Termin sind 126 Blutspender erschienen, 108 tatsächliche Spenden wurden entnommen. Bereits zum 150. Mal spendete Rudolf Schweinfest. Die 125. Blutspende kam von Rudolf Flachsenberger. 75-mal ging Max Woerner Blutspenden. Zum 25. Mal spendete Georg Metzger, je dreimal spendeten Fabian Handwerker und Tamara Kast.

Eltmann, 16. Juni:

Zu diesem Blutspendetermin sind104 Spenderinnen und Spender erschienen, 99 konnten tatsächlich Blut spenden, darunter  neun Erstspender. Zum 50. Mal spendete Angelika Beständig. Die 25. Spende leisteten Petra Münch, Daniel Jäger, Anna Luise Kämmerer und Stefan Kraft. Zum dritten Mal spendeten Laura Bendner, Carsten Kaufhold, Marco Oppelt, Martina Kobzan und Petra Reichert-Wittke.

Ebern, 17. Juini:

Hier sind 151 Blutspenderinnen und Blutspender erschienen, davon konnten 138 Blut spenden, unter ihnen auch zehn Erstspender. 25-mal spendeten Sven Kuhn und Lukas Müller. Das zehnte Mal spendete Anke Jeschek Blut. Ihre dritte Spende gaben Sina-Marie Gerlich, Linda May, Simone Lippert, Emelie Frey und Kaja Maria Steffan ab.

Obertheres, 30. Juni:

Zu diesem Termin sind 59 Blutspenderinnen und Blutspender erschienen, 58 von ihnen konnten spenden. Sechs Erstspender leisteten ihre erste Blutspende. Bereits zum 75. Mal spendete Dieter Ebner, die 50. Spende kam von Thomas Dünninger. Das dritte Mal spendeten Dominik Hartling und Andreas Manuel Gerike.

 

PM 075 / 2021. Text u. Foto: Michael Will / BRK.

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news-793 Wed, 01 Sep 2021 10:02:34 +0200 Zuverlässigkeit bereichert /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/zuverlaessigkeit-bereichert.html Arbeitsjubilare für 25 und 40 Jahre Dienst geehrt HASSFURT - Sieben Mitarbeiterinnen und Mit­arbei­ter des BRK-Kreisverbandes Haßberge sind bei einer Feierstunde für 25 bzw. 40 Dienstjahre beim Roten Kreuz geehrt worden. BRK-Kreisvorsitzender Wilhelm Schneider und Kreisgeschäftsführer Dieter Greger gratulierten ihnen und dankten für das jahrzehntelange Engagement.

„Nicht unsere Arbeit macht uns zu dem, was wir sind, sondern das, was wir aus unserer Arbeit machen“, zitierte Schneider den Autor Walter Böckmann. Die Arbeitsjubilare bilden nach seinen Worten zusammen mit allen haupt­amt­lich Beschäftigten, Bundesfreiwilligen, Auszu­bil­denden und Praktikanten die Säulen des Kreisverbandes. Zudem würden sich viele von ihnen in ihrer Freizeit ehrenamtlich beim Roten Kreuz engagieren. „Ohne sie alle wäre unsere vielfältige Arbeit nicht möglich“, sagte der Vorsitzende und dankte den Arbeitsjubila­ren ebenso im Namen der Vorstandschaft.

Für 25 Jahre Dienstjahre wurden Jürgen Bäuerlein, Jürgen Geisel, Christoph Grimmer, Marcus Leonhardt, Christiane Raab und Martin Schmitt geehrt. Seit 40 Jahren ist Klaus Schindler beim BRK beschäftigt. 

Vier Jahrzehnte arbeitet Klaus Schindler (Haßfurt) bereits beim Bayerischen Roten Kreuz. Er absolvierte eine Lehre zum kaufmännischen Angestellten bei der Firma Wolfschmidt in Haßfurt und ist seit September 1974 ehrenamtliches Mitglied der Bereitschaft Haßfurt 1. Am 1. Mai 1975 absolvierte er seinen ersten ehrenamtlichen Dienst im Rettungsdienst.

Zum Juli 1979 wurde Schindler als hauptamtlicher Rettungssanitäter eingestellt. Zuerst begann er seinen Dienst an der Rettungswache in Haßfurt, nach nur zwei Monaten wechselte er an die Rettungswache nach Hofheim, dort war er bis 1980 primär eingesetzt. 

Seit Oktober 1990 hat er die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung Rettungs­assistent. Von 1992 bis 1999 war Klaus Schindler Wachleiter der Rettungswache Haßfurt, anschließend war er bis Ende 2003 Wachleiter der Rettungswache Eltmann, woraufhin er wieder als Rettungsassistent zurück an die Rettungswache nach Haßfurt wechselte. 

Er engagiert sich in vielen Bereichen ehrenamtlich, vor allem lag ihm das Kreis­auskunfts­büro (KAB) am Herzen. Er war Leiter des KAB von 2009 bis 2017 und absolvierte Fach­lehr­gänge in den Jahren 2005 und 2011. Als Ausbilder für den Helferführerschein konnte er schon viele ehrenamtliche Helfer und ehrenamtliche Mitarbeiter im Rettungs­dienst ausbilden.

Klaus Schindler war viele Jahre Einsatzleiter Rettungsdienst und Organisatorischer Leiter. In seiner Zeit als Katastrophenschutzbeauftragter nahm er in beratender Funktion an Vorstandsitzungen teil. Außerdem engagiert er sich ehrenamtlich stark im Bereich der Breitenausbildung, hier sind vor allem Erste-Hilfe-Kurse sein großes Steckenpferd. 

„Während seiner langen Dienstzeit hat er sehr viele Mitarbeiter im Rettungsdienst begleitet und war ihnen mit Rat und Tat zur Seite gestanden“, machte der Kreisvorsitzende deutlich. Klaus Schindler wird auch über die Abteilung Rettungsdienst hinaus von allen Mitarbeitern sehr geschätzt und ist immer sehr hilfsbereit. In wenigen Wochen tritt Klaus Schindler seinen wohlverdienten Ruhestand an. 

Jürgen Bäuerlein (Unterschleichach), heute Leiter der Rettungswache Eltmann, ist gelernter Schreiner. Nach seiner Ausbildung zum Rettungsassistenten beim ASB in Schweinfurt bewarb er sich um eine Stelle im BRK-Kreisverband Haßberge und wurde am 1. Juni 1995 als Rettungsassistent auf der Rettungswache Eltmann eingestellt. Seit März 2015 ist er Leiter der Rettungswache, war bereits zuvor viele Jahre Stellvertreter.

Im Herbst 2016 war Jürgen Bäuerlein einer der ersten Rettungsassistenten, die den Ergänzungslehrgang zum Notfallsanitäter absolviert haben; seit Anfang April 2017 darf er die Berufsbezeichnung Notfallsanitäter führen.

Des Weiteren ist Bäuerlein MPG-Beauftragter und damit zuständig für die Überwachung der medizin-technischen Ausrüstung im Hinblick auf das Medizinprodukte-Gesetz. Er engagiert sich ehrenamtlich als Erste-Hilfe-Ausbilder und geht in seiner Freizeit gerne seiner früheren Tätigkeit als Schreiner nach und baut mit großer Leidenschaft exklusive kleine Möbelstücke.

Jürgen Geisel (Stettfeld) begann bereits im Alter von neun Jahren mit dem Eintritt ins Jugendrotkreuz die klassische BRK-Karriere. Er schloss eine Ausbildung zum Zerspanungs­mechaniker mit der Fachrichtung Automatendrehtechnik bei der Firma Grieshaber in Zeil ab, trat 1989 als ehrenamtliches Mitglied in die BRK-Bereitschaft Stettfeld ein und wechselte 2000 in die Bereitschaft Ebern. 

Im Mai 1991 begann er seine ehrenamtliche Arbeit als Rettungsdiensthelfer auf den Rettungswachen Haßfurt und Hofheim, absolvierte seine Ausbildung zum Rettungssanitäter und trat im April 1995 als hauptamtlicher Rettungssanitäter in den Kreisverband ein, absolvierte die Ausbildung zum Rettungsassistenten und war seit März 1996 als solcher tätig. Von 2000 bis 2004 wechselte Geisel zur Rettungsleitstelle Bamberg als Disponent und kehrte 2005 als Wachleiter an die Rettungswache Ebern zurück, wo er bis heute in dieser Position tätig ist. Ende 2017 schloss er die Ergänzungsprüfung zum Notfallsanitäter mit Erfolg ab.

Neben seiner Tätigkeit als Wachleiter kümmert sich Jürgen Geisel um die Koordinie­rungs­aufgaben rund um den Linienfahrdienst für den Bereich Ebern und engagiert sich ebenfalls für die Blutspendetermine und die Organisation von Altkleidersammlungen. Auch in seiner Freizeit ist Geisel ehrenamtlich mit dem BRK verbunden, ist beispielsweise stellvertretender Katastrophenschutzbeauftragter, Einsatzleiter Rettungsdienst und Organisatorischer Leiter. „Unter den Kollegen im Kreisverband gilt er als freundlicher, zuverlässiger und hilfsbereiter Kollege“, sagte Kreisvorsitzender Wilhelm Schneider.

Ebenfalls 25 Jahre arbeitet Christoph Grimmer (Unfinden) beim BRK. Nach dem Abitur absolvierte er 1994 und 1995 seinen Zivildienst im Krankenhaus Hofheim. Seit Juli 1995 ist er ehrenamtliches Mitglied in der Bereitschaft Hofheim, wurde im November 1995 als hauptamtlicher Rettungsdiensthelfer eingestellt, absolvierte in der Folge die Ausbildung zum Rettungssanitäter und anschließend zum Rettungsassistenten. Also solcher wurde er seit Februar 2000 auf der Rettungswache Eltmann beschäftigt und übernahm dort 2004 die Leitung der Rettungswache.

Als Qualitätsmanagementbeauftragter ist er seit vielen Jahren mit Engagement tätig und hat in diesem Bereich im Kreisverband sehr viel aufgebaut, sagte der Vorsitzende. Zum 1. März 2015 übernahm Grimmer die Aufgabe als Leiter Rettungsdienst und absolvierte 2017 die Ergänzungsprüfung zum Notfallsanitäter. 

Neben seiner hauptamtlichen Tätigkeit engagiert sich Christoph Grimmer in vielen ehren­amt­lichen Bereichen, unter anderem in der Erste-Hilfe-Ausbildung, der Sanitätsausbil­dung und ist bis heute Einsatzleiter Rettungsdienst und Organisatorischer Leiter. „Herr Grimmer zeichnet sich vor allem durch seine Kompetenz und Zuverlässigkeit, sein Wissen um das Rote Kreuz und seine Hilfsbereitschaft aus“, lobte Schneider. Er habe immer ein offenes Ohr und unterstütze Kollegen auch über seinen Bereich hinaus und finde schnell Lösungsansätze.

Ein Vierteljahrhundert arbeitet ebenso Marcus Leonhardt (Gereuth) beim BRK-Kreisverband Haßberge. Er absolvierte 1991 eine Lehre zum Elektroinstallateur bei der Firma Keil in Maroldsweisach, leisteten 1993 und 1994 seinen Zivildienst im Rettungsdienst beim BRK, bewarb sich anschließend als Fahrer im Rettungsdienst und wurde im Januar 1995 als Ret­tungs­diensthelfer eingestellt. Von 1995 bis 1997 absolvierte Leonhardt die Ausbildung zum Rettungsassistenten und legte im Dezember 2018 die Prüfung zum Notfallsanitäter ab. 

Ende 2016 wurde er zum Beauftragten für die CO-Warngeräte im Kreisverband bestellt. Viele Jahr bis Anfang 2021 war Marcus Leonhardt als stellvertretender Leiter der Rettungs­wache Ebern tätig, bis er auf eigenen Wunsch aus dieser Position ausschied. Während dieser Zeit übernahm er auch Koordinierungsaufgaben rund um den Linienfahrdienst für den Bereich Ebern. Unter den Kollegen gilt er nach Worten des Kreisvorsitzenden als ruhiger, ausgeglichener, zuverlässiger und stets freundlicher Mitarbeiter. Seit Mai 2007 ist er ehrenamtliches Mitglied der BRK-Bereitschaft Ebern.

Als „Frau der Zahlen“ gilt Christiane Raab (Oberaurach), ebenfalls 25 Jahre dabei. Sie absol­vierte eine Ausbildung zur Bankkauffrau und beendete diese nach erfolgreich bestan­de­ner Bankgehilfenprüfung im Jahr 1979 bei der Raiffeisen-Volksbank in Holzhausen-Mechen­ried. Seit Dezember 1995 ist sie im BRK-Kreisverband als Büroangestellte im Bereich der Buchhaltung, Fördermitgliederverwaltung und Barkasse tätig.

Christiane Raab zeichnet sich vor allem durch ihre Kompetenz und Zuverlässigkeit, ihr Durchsetzungsvermögen, aber auch durch ihr Wissen um das Rote Kreuz aus, bescheinigte Wilhelm Schneider in seiner Laudatio. Ihr Wissen gebe sie gerne an Auszubildende und Kollegen weiter. Zudem engagiert sie sich ehrenamtlich im Kreisverband, vor allem als stellvertretende Leiterin des Kreisauskunftsbüros von 2009 bis 2021. Auch bei Sonder­aktionen außerhalb der Dienstzeit wie zum Beispiel dem „Tag der offenen Tür“, Mitglie­der­versammlungen und Wahlen, Feste zur Feier des Weltrotkreuztages am 8. Mai oder Einweihungsfeste war sie als tatkräftige Helferin immer mit dabei. Ihr Wissen und ihr Einsatz sowie der Zusammenhalt für das Rote Kreuz werde von allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern geschätzt.

Martin Schmitt (Rügheim) war schon während seiner Zeit bei der Bundeswehr im Sanitätsdienst oder als Betriebssanitäter bei FAG Kugelfischer in Schweinfurt nah an seiner jetzigen Tätigkeit. Nebenbei war er bereits ehrenamtlich auf der Rettungswache in Haßfurt aktiv, zu dieser Zeit war Klaus Schindler sein „Lehrmeister“. 

Im November 1995 führte ihn sein Weg als hauptamtlicher Rettungsassistent in den BRK-Kreisverband Haßberge, wo er mittlerweile seit über 25 Jahren tätig ist. Er engagierte sich sehr in der Mittelbeschaffung und beim Bau der Rettungswache in Hofheim. Unter den Kollegen gilt er als ruhiger, ausgeglichener und zuverlässiger Mitarbeiter, der jederzeit Bereitschaft zeigt einzuspringen, auch wenn dies kurzfristig notwendig ist. 

Vor allem in den letzten beiden Jahren hat Schmitt bei der Durchführung und Organisation der Altkleidersammlung am Standort Hofheim unterstützt und war als Ansprechpartner vor Ort. Seit Juni 1975 ist er aktives ehrenamtliches Mitglied der Bereitschaft Hofheim. Auch unterstützt er die Blutspendetermine stets durch seine Mitarbeit.

Ebenfalls seit 25 Jahren sind Christine Heusel (Westheim), Joachim Lahl (Wohnau) und André Zoeller (Wülflingen) beim Roten Kreuz angestellt. Sie nahmen an der Jubilarehrung nicht teil. Alle drei sind als Notfallsanitäter an den Rettungswachen Haßfurt, Eltmann und Ebern tätig.

Wilhelm Schneider beglückwünschte die Rotkreuzmitarbeiter zu ihren Arbeitsjubiläen, ebenso wie Kreisgeschäftsführer Dieter Greger. Beide überreichte Urkunden und Präsente an die Geehrten. Glückwünsche sprach ebenfalls Daniel Schirmer als Mitglied des Personalrates aus.

Wilhelm Schneider zeigte sich auch in seiner Funktion als Landrat erfreut darüber, wie gut beim BRK die Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamt funktioniere und lobte ebenfalls die gute Zusammenarbeit zwischen BRK und Landratsamt. Dies habe sich nicht zuletzt vergangenes Jahr und heuer in vielen Bereichen und Dienstleistungen rund um die Corona-Pandemie gezeigt, ebenso 2015 im Zuge der Flüchtlings­bewe­gungen, als hunderte Flüchtlinge im Landkreis betreut werden mussten.

 

PM 074 / 2021. Text & Foto: Michael Will / BRK.

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news-792 Thu, 26 Aug 2021 17:12:00 +0200 Testzentren Haßfurt und Ebern ändern Öffnungszeiten /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/testzentren-hassfurt-und-ebern-aendern-oeffnungszeiten.html HASSFURT / EBERN - Aufgrund notwendiger Erfordernisse passt das Bayerische Rote Kreuz die Öffnungszeiten in den beiden Corona-Antigenschnelltest-Zentren in Haßfurt und Ebern an. Damit reagiert der Kreisverband, der im Auftrag des Landkreises Haßberge insgesamt fünf Testzentren in Haßfurt, Ebern, Hofheim, Eltmann und Maroldsweisach betreibt, wie schon in den letzten Monaten sehr flexibel auf die aus dem Infektionsgeschehen resultierenden Erfordernisse.

 

So werden die Öffnungszeiten am Testzentrum in Haßfurt (Industriestraße 16) ab sofort erweitert. Zusätzlich besteht nunmehr auch freitags von 9.00 bis 12.00 Uhr und samstags von 9.00 bis 12.00 Uhr sowie von 14.00 bis 17.00 Uhr die Möglichkeit, sich testen zu lassen. 

Das Testzentrum Haßfurt hat demnach ab Samstag, 28. August, wie folgt geöffnet (letzter Einlass: 15 Minuten vor Schließung):

Montag: 14.00 bis 18.00 Uhr 
Dienstag: 14.00 bis 18.00 Uhr
Mittwoch: 9:00 bis 12:00 Uhr und 15:00 bis 18:00 Uhr
Donnerstag: 14.00 bis 18.00 Uhr
Freitag: 9.00 bis 12.00 Uhr und 14:00 bis 18:00 Uhr
Samstag:  9.00 bis 12.00 Uhr und 14.00 bis 17.00 Uhr
Sonntag: 10.00 bis 15.00 Uhr

Auch beim Testzentrum Ebern gibt es eine Anpassung, die ab Samstag, 4. September, wirksam wird: So wird mittwochs die Öffnung am Vormittag gestrichen. Dafür wird zusätzlich dann am Samstag geöffnet und zwar von 10.00 bis 13.00 Uhr.

Das Testzentrum Ebern hat demnach ab Samstag, 4. September, wie folgt geöffnet (letzter Einlass: 15 Minuten vor Schließung):

Montag: 15.00 bis 18.00 Uhr 
Dienstag: geschlossen
Mittwoch: 15.00 bis 18.00 Uhr
Donnerstag: geschlossen
Freitag: 15.00 bis 18.00 Uhr
Samstag: 10.00 bis 13.00 Uhr
Sonntag: 10.00 bis 15.00 Uhr

Testwillige können sich vorab für die digitale Ergebnisübermittlung einmalig unter https://meintest.brk.de registrieren und erhalten dann einen persönlichen QR-Code für ihr Smartphone, an das das Testergebnis später übermittelt werden kann. So entfallen die Wartezeiten vor Ort. Wer möchte, erhält das Testergebnis aber auch in analoger Form, muss dafür aber die Mindestwartezeit von 15 Minuten nach Durchführung des Tests warten.

Download Öffnungszeiten (PDF)

 

PM 071 / 2021. Michael Will / BRK.

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news-791 Sat, 14 Aug 2021 00:07:00 +0200 BRK mit vorübergehender Versorgung von Bewohnern einer Pflegeeinrichtung beauftragt /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/brk-mit-voruebergehender-versorgung-von-bewohnern-einer-pflegeeinrichtung-beauftragt.html Einheiten des BRK-Kreisverbandes Haßberge waren von Dienstagabend bis Donnerstagabend (10. bis 12. August) im Rahmen eines Amtshilfeersuchens des Landratsamtes Haßberge im Großeinsatz. GLEUSDORF. In einer Pflegeeinrichtung in Gleusdorf war es nach Angaben des Landratsamtes zu einem akuten Pflegenotstand gekommen, so dass die Versorgung und Pflege der insgesamt 42 Bewohnerinnen und Bewohner nicht mehr gewährleistet war. Das Bayerische Rote Kreuz sprang ein und übernahm die Pflege und Versorgung der Bewohner mit Fach- und Hilfskräften und zahlreichem ehrenamtlichen Personal.

Das BRK war am Dienstag vom Landratsamt um Hilfe gebeten worden, um die Versorgung der Bewohner sicherstellen zu können. Um 17.45 Uhr übernahm das BRK den Einsatz. Einsatzleiter Jürgen Geisel und Carina Küfner, Pflegedienstleiterin der BRK-Sozialstation, die als Fachberaterin hinzugezogen wurde, alarmierten in der Folge die Helfer.

Von diesem Zeitpunkt an bis einschließlich Donnerstagabend stellten die BRK-Einsatzkräfte die Versorgung und Betreuung der Bewohner im Schloss Gleusdorf sicher. Weshalb es zu dem akuten Pflegenotstand gekommen ist, war zunächst nicht eindeutig klar. Offenbar waren nahezu alle Bediensteten nicht mehr zur Arbeit erschienen. Nach Angaben des Landratsamtes Haßberge kamen von den insgesamt 15 Vollzeitkräften der Pflege nur noch drei zum Dienst. Weshalb die Mitarbeiter ihren Dienst nicht mehr angetreten haben, wird derzeit untersucht. Medienberichten zufolge könnte dafür ein Wechsel in der Geschäfts­führung der Einrichtung zu Wochenbeginn ausschlaggebend sein.

Das Landratsamt hatte der Pflegeeinrichtung eine Frist bis Mittwoch gesetzt, ausreichend eigene Pflegekräfte zur Versorgung der Bewohner bereit zu stellen. Da dies nicht gelungen ist und die Pflege unter diesen Umständen nicht über einen längeren Zeitraum zu gewährleisten war, ordnete das Landratsamt mit seiner zuständigen Fachbehörde FQA (Fachstelle für Pflege- und Behinderteneinrichtungen - Qualitätsentwicklung und Aufsicht) die Verlegung der Bewohner in andere Einrichtungen an. Von der Behörde mit FQA-Leiter Peter Friedrich an der Spitze wurden entsprechende Heimplätze in Einrichtungen in Nordbayern akquiriert. 

Das BRK begann dann am Donnerstag um die Mittagszeit mit der Verlegung der Frauen und Männer in andere Einrichtungen. Die Transporte der meist gehfähigen Bewohnerinnen und Bewohner erfolgte mit Fahrzeugen des BRK-Patientenfahrdienstes sowie Kranken­transport­wagen.

Neben den Kräften der BRK-Sozialstation und der BRK-Einsatzleitung, die sich abwechselnd Jürgen Geisel und Ingo Stöhlein teilten, kamen zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des Roten Kreuzes zum Einsatz, unter anderem Einsatzkräfte der Schnell­einsatz­gruppe (SEG) Information und Kommunikation (Bereitschaft Eltmann), der SEG Transport 1 (Knetzgau und Zeil) und Transport 2 (Bereitschaft Ebern), der SEG Betreuung (Bereitschaften Haßfurt und Untermerzbach), der SEG Verpflegung (Hofheim) und der SEG Technik und Sicherheit (Bereitschaft Memmelsdorf). Ebenfalls war mit Hans-Peter Bendner eine Fachkraft der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) des BRK vor Ort. Christopher Gratza, Leiter Soziale Dienste beim BRK-Kreisverband Haßberge und zuständig für den Patientenfahrdienst, koordinierte die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fahrdienstes. Insgesamt hatte das Rote Kreuz während der gesamten Einsatzdauer über 70 Helferinnen und Helfer mit insgesamt rund 20 Einsatzfahrzeugen.

Auf Ersuchen des Landratsamtes waren während der Räumung der Einrichtung  sicherheitshalber auch mehrere Streifenbesatzungen der Polizeiinspektion Ebern und benachbarter Dienststellen unter Leitung des Eberner Dienststellenleiters Detlef Hauck vor Ort. Insgesamt ging die Verlegung der Damen und Herren reibungslos und ohne Zwischenfälle über die Bühne. Bis zum frühen Abend waren alle Bewohner an ihren neuen Unterkünften angekommen. Vor Ort hatten sich im Laufe des Tages auch Untermerzbachs Bürgermeister Helmut Dietz und stellvertretender Landrat Michael Ziegler ein Bild der Lage gemacht.

Für das Bayerische Rote Kreuz endete der Einsatz gegen 20.30 Uhr mit dem Rückbau sämtlicher Einsatzinfrastruktur in Gleusdorf. 

 

PM 2021-08-13. Text u. Fotos: Michael Will / BRK

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news-790 Thu, 05 Aug 2021 09:41:00 +0200 „Tod und Verlust – das ist emotional extrem belastend“ /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/tod-und-verlust-das-ist-emotional-extrem-belastend.html Ehrenamtliche PSNV-Helfer des BRK leisten psychische Erste Hilfe im Ahrtal HASSFURT - Die Menschen in den Hochwasser-Gebieten in Rheinland-Pfalz sind auf umfassende Hilfe angewiesen. Auf Helferinnen und Helfer, die bei der Bewältigung der Katastrophe mitwirken, die Dreck und Müll mit wegräumen, die sie mit Trinkwasser, Lebensmitteln und Strom versorgen und die medizinische Hilfe leisten. Viele von ihnen benötigen aber auch psychische Erste Hilfe. Das Ehepaar Kerstin und Sven Skaberna sowie Hans-Peter Bendner, ehrenamtliche Mitarbeiter des Teams der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) des BRK-Kreisverbandes Haßberge, waren mehrere Tage im Ahrtal im Einsatz. Sie berichten über die Situation von Betroffenen und Helfern, deren belastende Erlebnisse, über tragische Schicksale und von ganz persönlichen Emotionen. Das Gespräch führte BRK-Pressesprecher Michael Will.

 

Sven, haben Sie schon mal Zerstörungen solchen Ausmaßes gesehen?

Sven Skaberna: So etwas habe ich noch nicht mal ansatzweise gesehen. Es ist extrem bedrückend, wenn man durch die Ortschaften im Ahrtal geht und die riesigen Müllberge sieht. Auf diesen Müllbergen sind ganze menschliche Existenzen aufgetürmt. Das Wasser hat ganze Häuser förmlich entkernt oder sie einfach komplett weggespült.

 

Wie geht es Ihnen nach diesem Einsatz, benötigt man als PSNV-Fachmann gar selbst psychische Hilfe?

Solche Einsätze machen natürlich auch mit einem selbst etwas, sie sind sehr belastend. Der erste Schritt zur Verarbeitung ist, dass ich mit meiner Frau darüber reden kann und dass ich etwas Gutes für mich mache. Das wird auch schon in der Ausbildung großgeschrieben, auf die eigene Psycho-Hygiene zu achten. Es ist ganz normal, dass einen schlimme Bilder und extrem aufwühlende Situationen nach dem Einsatz noch eine ganze Zeit verfolgen. Wenn das aber länger als vier Wochen dauert, sollte man sich selbst Hilfe holen. Hier bietet auch der BRK-Kreisverband Unterstützung an, sofern das notwendig würde.

 

Mit wie vielen Helfern waren Sie in Rheinland-Pfalz im Einsatz?

Gemeinsam mit rund 180 PSNV-Kräften aus ganz Deutschland. Wir waren am Nürburgring stationiert, hier war auch unsere Einsatzleitung. Von dort aus erhielten wir unsere Aufträge im gesamten Ahrtal.

 

Was bedeutet PSNV eigentlich?

Die Abkürzung steht für Psychosoziale Notfallversorgung. Das ist, kurz gesagt, nichts Anderes als psychische Erste Hilfe.

 

Richtet sich diese Hilfe an Betroffene oder Helfer?

An beide. Man unterscheidet PSNV(B) für Betroffene und PSNV(E) für Einsatzkräfte.

 

Wie wird man ehrenamtlicher PSNV-Helfer?

Da gibt es zwei Ausbildungsschienen: die PSNV für Betroffene und die für Einsatzkräfte. An die Grundausbildung schließen sich mehrere Wochen Fachausbildung an.

 

Kerstin, wie sind Sie mit den Betroffenen im Ahrtal in Kontakt gekommen?

Kerstin Skaberna: Unterschiedlich, wir hatten verschiedene Aufträge. Einer davon war die Erkundung, beispielsweise in Harscheid, das Nachbardorf des stark betroffenen Ortes Schuld. Dort sind wir einfach durch das Dorf gelaufen und haben Menschen angesprochen, ob sie jemanden kennen, der eventuell Familienangehörige oder Bekannte bei der Katastrophe verloren hat und der psychische Hilfe braucht. So haben wir Hinweise bekommen.

 

Wie waren die Reaktionen der Bewohner, sind sie auch direkt auf Sie zugekommen?

Die Menschen in Harscheid waren erstmal verwundert, dass sich PSNV-Kräfte um sie kümmern wollen, sie kannten das gar nicht. Aber sie waren sehr dankbar. In einem Gemeindehaus gab es einen Sammelpunkt für Betroffene. Da sind wir hin, konnten mit Bewohnern ins Gespräch kommen und sehr gute Hilfe leisten.

 

Sie hatten auch Kontakt zu Betreuern der Lebenshilfe, in deren Unterkunft zwölf Menschen ertrunken sind...

Ja, das war am zweiten Tag. Da sind wir nach Sinzig alarmiert worden, die Anforderung kam von einer Mitarbeiterin der Einrichtung. Das war für mich ein sehr bewegender Einsatz. Als wir ankamen, ist die Frau, die uns angefordert hat, in Tränen ausgebrochen und ist zusammengesackt. Sie war am Ende ihrer Kräfte und hat sich über unsere Hilfe sehr gefreut und sich bedankt, dass wir da sind. Der Tod der zwölf Lebenshilfe-Bewohner hat die Mitarbeiter in tiefer Trauer hilflos zurückgelassen.

 

Manche Menschen im Ahrtal haben durch das Hochwasser Angehörige, Freunde oder Nachbarn verloren, andere ihr gesamtes Hab und Gut. Was belastet die Menschen im Katastrophengebiet besonders, was geht in ihnen vor? 

Es herrschte das reine Chaos. Jeder versucht sich zu sortieren und zu engagieren. Die Menschen helfen sich gegenseitig, sind aber extrem hilflos. Sie machen irgendetwas, damit sie überhaupt etwas tun. Da zeigt sich die gesamte Verzweiflung in ihrem Tun. Sie haben teilweise schlimmste Bilder gesehen. Ihr Handeln hängt natürlich auch davon ab, wie stark sie selbst betroffen sind: Manche haben zugesehen, wie ihr Vater weggeschwemmt wurde und konnten ihm nicht mehr helfen. Andere haben durch die Fluten ihr Haus verloren. Tod oder der Verlust seines Zuhauses – das alles ist emotional extrem belastend.

 

Wie können Sie als PSNV-Team den Menschen in so einem Moment überhaupt helfen, ist das nicht furchtbar schwer?

Ganz wichtig ist, dass man mit den Leuten ins Gespräch kommt. Wir haben uns vorgestellt, haben gesagt, dass wir aus Bayern gekommen sind, um zu helfen und wir haben ihnen Zeit zum Zuhören geschenkt. Für die Leute war es wichtig, dass sie als Menschen gesehen werden, die dringend Hilfe benötigen. Wir konnten zwar nicht Dreck und Schlamm mit wegschaufeln, auch wenn man das bei dem Anblick am liebsten gemacht hätte…

 

…aber Sie haben doch Zeit geschenkt, ein ebenso wertvolles Gut.

Genau. Wir haben angeboten, uns Zeit für sie zu nehmen, sich gemeinsam an einem ruhigeren Plätzchen zurück zu ziehen und miteinander zu reden. Das haben viele in Anspruch genommen, das hat ihnen sichtlich gutgetan. Und immer wieder war da eine enorme Dankbarkeit uns gegenüber zu spüren.

 

Es gibt im Katastrophengebiet betroffene Einwohner und betroffene Helfer. Worin unterscheiden sich deren seelische Belastungen?

Emotional stecken die Menschen vor Ort, die Angehörige oder Hab und Gut verloren haben, natürlich viel tiefer in der Situation. Aber auch die Helfer sind belastet, und da gab es zum Teil ganz simple Fragen an uns. Wir haben eine Studentengruppe kennengelernt, die privat ins Krisengebiet gereist ist und ihre Hilfe angeboten hat. Die haben uns gefragt, ob wir Zigaretten und Kaugummis dabeihaben. Auch da konnten wir helfen mit einem offenen Ohr und mit Kaugummis und Bonbons. Sowas hat ein PSNV-ler eben auch dabei, darüber waren die ganz erstaunt.

 

Dann sind PSNV-ler so etwas wie „Mädchen für alles?“

Das kann man in so einer extremen Lage sicher sagen. Wir haben mitunter auch mal als Rotkreuzler Pflaster geklebt oder einen Verband angelegt. Man hilft, wo es notwendig ist – bei körperlichen Beschwerden und bei seelischen. 

 

Die PSNV muss das Einsatzgebiet nach wenigen Tagen wieder verlassen. Wer hilft den Menschen danach, wenn ihre Seele weiterhin leidet?

Da hatten wir gute Informationen vom Land Rheinland-Pfalz bekommen. Auf einem Infoblatt waren wichtige Ansprechpartner wie Apotheken und Ärzte mit Telefonnummern aufgeführt. Und eben auch eine Kontaktnummer zur PSNV und Notfallseelsorge. Es wird natürlich auch in den nächsten Wochen und Monaten notwendig sein, dass die Betroffenen hier Ansprechpartner haben. Die seelischen Belastungen verschwinden leider nicht so schnell wie das Hochwasser.

 

Welche Eindrücke und Bilder haben Sie ganz persönlich als Einsatzkraft für sich mit nach Hause genommen?

Ich war schon 2002 beim Hochwasser in Dresden im Einsatz. Da hat man auch bedrückende Erlebnisse mit nach Hause genommen. Dennoch kann man das mit der Situation jetzt in Rheinland-Pfalz nicht vergleichen, dieses Mal war es um ein Vielfaches schlimmer. Man muss auf seine eigene Psycho-Hygiene achten, da geht jeder anders damit um. Man sollte zum Beispiel etwas machen, was einem guttut, wenn man aus dem Einsatz zurückkommt. 

 

Was haben Sie sich Gutes getan als Allererstes?

Ich habe meine Einsatzkleidung ausgezogen, die war voller Dreck und Schlamm, habe mir das Erlebte sozusagen also erstmal abgestreift. Dann haben mein Mann und ich mit unseren Hunden geknuddelt. Wir haben einfach durchgeatmet und waren froh, wieder gesund zuhause zu sein.

 

Hans-Peter, Sie waren mit Kerstin und Sven gemeinsam im PSNV-Einsatz. Welche Eindrücke haben Sie persönlich bewegt?

Hans-Peter Bendner: Mich hat erschüttert, wie extrem schwierig die Lage für die Betroffenen ist, die in dem Katastrophengebiet wohnen, aber ebenso die Situation für die Helfer. 

 

Man kann sich kaum vorstellen, wie belastend das sein mag…

Ja, da steht man dort, muss selbst tief durchschnaufen, seine Eindrücke sortieren und braucht erstmal zehn Minuten Zeit, um mit sich selbst klarzukommen.

 

Was hat Sie am meisten emotional berührt?

Menschen zu sehen, die vor ihrem völlig zerstörten Haus stehen und irgendetwas machen, was in dem Moment total sinnlos ist. Da hat beispielsweise ein Mann in seiner komplett zerstörten Autowerkstatt eine vom Schlamm zerstörte Bohrmaschine saubergemacht. Aber die war kaputt und nicht mehr zu retten, er hätte sie einfach wegwerfen müssen.

 

Sind das Taten der Verzweiflung?

Absolut. Die Menschen wollen irgendwas machen, auch wenn es noch so sinnlos ist. Dort muss alles entsorgt werden. Und es fehlt am Allernötigsten. Es gibt kein Trinkwasser, keine Toiletten, die Menschen müssen sehen, wo sie etwas zu essen herbekommen. Das ist sehr schlimm, ich möchte so etwas selbst nicht erleben.

 

Die Helfer sind mit dem festen Willen im Einsatz, den Betroffenen so gut es geht Hilfe zu leisten. Fühlen sich die Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW, Polizei, Bundeswehr, des Roten Kreuzes und den anderen Hilfsorganisationen angesichts der massiven Zerstörungen und des Leids nicht selbst hilflos und verzweifelt?

Viele sind mir vorgekommen, als wären sie ferngesteuert. Sie wollen einfach helfen, wollen anpacken, ganz direkte Hilfe leisten, für die Betroffenen da sein. Und alle haben persönlich nur ganz begrenzte Möglichkeiten dazu. Das belastet.

 

Wie können Einsatzkräfte das Erlebte, Bilder, Eindrücke und Gerüche selbst verarbeiten?

Man sollte viel über das Erlebte reden - mit Kollegen, Familienangehörigen und Freunden. Am besten jeden Tag, eine ganze Zeit lang. Das mache ich selbst so. Ich spreche mit meiner Frau und meinen Kindern darüber, was ich gesehen und erlebt habe. Das tut gut und hilft mir.

 

Wie lange kann so ein Verarbeitungsprozess für den einzelnen Helfer dauern?

Das ist unterschiedlich. Im Normalfall dauert das zwischen einer Woche und vier Wochen. Manche Helfer sind aber intensiver belastet und tragen das Erlebte länger mit sich herum und können es nicht verarbeiten.

 

…dann brauchen die Helfer selbst professionelle Hilfe?

Das kann passieren. Wer diese Erlebnisse nicht verarbeiten kann und bei dem sie noch nach mehreren Wochen präsent sind und den Alltag beeinflussen, der braucht professionelle Hilfe und kann sich ans Team der PSNV wenden. Wenn auch das nicht hilft, sollte man Unterstützung von Psychologen oder Psychiatern in Anspruch nehmen. 

 

Die Nachsorge spielt für Einsatzkräfte eine wichtige Rolle. Sind Sie als PSNV-Team nach dem akuten Einsatzgeschehen also auch zuhause noch Ansprechpartner für Helferinnen und Helfer?

Wenn jemand auf mich zukommt und ein Gespräch oder Hilfe benötigt, würde ich das natürlich machen. Jederzeit und sehr gerne, das ist selbstverständlich.

 

Wie kann der BRK-Kreisverband Haßberge seine haupt- und ehrenamtlichen Helfer in solchen Fällen unterstützen?

Das Rote Kreuz hält speziell für Einsatzkräfte eine 24-Stunden-Rufbereitschaft der PSNV vor. Nicht nur jetzt nach dem Einsatz im Katastrophenfall, sondern das ganze Jahr über, wenn jemand zum Beispiel im Rettungsdienst einen dramatischen Einsatz hatte und seelische Hilfe benötigt. Der kann dann eine Telefonnummer anrufen und ist direkt mit einem unserer diensthabenden PSNV-Mitarbeiter verbunden. Wir können dann besprechen, was akut notwendig ist und bei Bedarf auch sofort ein persönliches Vier-Augen-Gespräch anbieten. Die Telefonnummer sollten alle Einsatzkräfte kennen; wer sie nicht weiß, kann sie sich von seinem Abteilungsleiter für den Fall der Fälle geben lassen oder einen Kollegen danach fragen.

 

Würden Sie bei Bedarf als PSNV-Fachkraft nochmal mit ins Katastrophengebiet gehen?

Auf jeden Fall, auch wenn meine Frau schimpft. Sie hatte große Sorge um mich, als wir zum ersten Mal dorthin gegangen sind. Dennoch ist ganz klar: Man muss anderen Menschen helfen! Also wäre ich wieder dabei. Und wenn man so ein gutes Team ist, wie Kerstin, Sven und ich, dann sowieso.

 

 

PM 066 / 2021. Text: Michael Will / BRK, Fotos: Michael Will / BRK, Kerstin Skaberna / BRK.

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news-789 Wed, 04 Aug 2021 11:25:00 +0200 BRK-Helfer unterstützen erneut im Katastrophengebiet /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/brk-helfer-unterstuetzen-erneut-im-katastrophengebiet.html KNETZGAU / EBERN - Nach dem Wasserrettungszug, dem Hilfeleistungskontingent Standard und dem Hilfeleistungskontingent Betreuung folgt nun das Hilfeleistungskontingent Transport Unterfranken der Anforderung aus dem Hochwasser-Katastrophengebiet in Rheinland-Pfalz. Am Mittwochmorgen (4. August) ist das Kontingent von Hösbach im Landkreis Aschaffenburg aus in das Schadensgebiet aufgebrochen.

Mit dabei sind auch zwei Fahrzeuge und vier ehrenamtliche Helfer aus dem BRK-Kreisverband Haßberge. Die beiden Bereitschaften aus Knetzgau und Ebern stellen im Rahmen des Katastrophenschutzes im eigenen Landkreis die Schnelleinsatzgruppen Transport 1 und Transport 2; aus diesen Bereitschaften rekrutieren sich die vier Helfer. Sie sind mit zwei Krankentransportwagen zum Einsatz nach Rheinland-Pfalz aufgebrochen.

Das Kontingent aus Unterfranken verfügt über 28 Krankentransport- und Rettungswagen und wird zur Sicherstellung der sanitätsdienstlichen bzw. rettungsdienstlichen Versorgung im Einsatzgebiet eingesetzt werden. Basis für die Einheiten wird erneut die Landesblindenschule in Neuwied sein. 

Insgesamt nehmen an diesem Einsatz 62 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer teil. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte kommen aus den unterfränkischen BRK-Kreisverbänden Aschaffenburg, Haßberge, Bad Kissingen Kitzingen, Miltenberg, Main-Spessart, Rhön-Grabfeld und Würzburg sowie von den Johannitern und den Maltesern. Voraussichtlich bis zum Samstag, 7. August, sollen die Fahrzeuge und Einsatzkräfte den Rettungsdienst in der Flutregion unterstützen. Mit dieser Einheit werden dann insgesamt knapp 350 Einsatzkräfte der unterfränkischen Hilfsorganisationen ASB, BRK, Johanniter und Malteser im Katastrophengebiet vor Ort gewesen sein.

 

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PM 065 / 2021. Text: Michael Will / BRK, Foto: BRK.

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news-788 Mon, 02 Aug 2021 09:58:00 +0200 BRK stellt digitales Covid-Zertifikat der EU aus /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/brk-stellt-digitales-covid-zertifikat-der-eu-aus.html HASSFURT – Ab sofort bietet das Bayerische Rote Kreuz in den fünf Testzentren in Haßfurt, Ebern, Hofheim, Eltmann und Maroldsweisach, die es im Auftrag des Landkreises Haßberge betreibt, die Ausstellung des Digital Green Certificate oder auch digitales Covid-Zertifikat der EU genannt, an. Das teilt der BRK-Kreisverband mit. Das Zertifikat ist in der gesamten EU gültig.

Voraussetzung dafür ist, dass Testwillige an der digitalen Ergebnisübermittlung teilnehmen und diese Mitteilung auch an ihre Corona-Warn-App übermitteln lassen. Dafür muss bei der digitalen Registrierung ein entsprechendes Häkchen gesetzt werden, damit das Ergebnis vom BRK an die Corona-Warn-App gesendet werden kann. Über die Homepage meintest.brk.de können sich Bürger bereits vorab für die Durchführung von Tests beim BRK registrieren. Dabei wird ein persönlicher QR-Code erstellt, der künftig für alle Tests beim BRK bayernweit genutzt werden kann.

Das Zertifikat ist nach Angaben der Europäischen Union ein digitaler Nachweis dafür, dass man entweder gegen Covid-19 geimpft wurde, negativ auf Corona getestet wurde oder von Corona genesen ist. Die digitale Version kann auf einem mobilen Gerät gespeichert werden. Man kann auch eine Papierfassung anfordern. Beide Versionen weisen einen QR-Code mit zentralen Informationen sowie eine digitale Unterschrift auf, um die Echtheit des Zertifikats zu bestätigen.

Die EU-Mitgliedstaaten haben sich auf ein gemeinsames Muster geeinigt, das sowohl elektronisch als auch auf Papier die Erkennung erleichtert. Das digitale Covid-Zertifikat der EU wird in allen Mitgliedstaaten anerkannt. „Es wird dafür sorgen, dass derzeit geltende Beschränkungen abgestimmt aufgehoben werden können“, heißt es dazu von der EU.

Wie funktioniert das Digital Green Certificate? Es enthält einen QR-Code mit elektronischer Signatur zum Schutz vor Fälschung. Bei einer Kontrolle werden QR-Code und Signatur überprüft. Jede ausstellende Stelle (zum Beispiel Testzentren oder Gesundheitsbehörden) hat ihren eigenen digitalen Signaturschlüssel. Sämtliche Schlüssel sind EU-weit in einer Datenbank gespeichert.

Die EU-Kommission hat nach eigenen Angaben eine Schnittstelle eingerichtet, über die alle Zertifikat-Signaturen EU-weit überprüft werden können. Hierbei werden keine personenbezogenen Daten des Zertifikat-Inhabers übermittelt, da dies für die Überprüfung der elektronischen Signatur nicht erforderlich ist. Das Zertifikat enthält notwendige zentrale Informationen wie Name, Geburts- und Ausstellungsdatum sowie Angaben zu Impfstoff/Test/Genesung und ein individuelles Erkennungsmerkmal. 

 

PM 063 / 2021. Text u. Foto: Michael Will / BRK.

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news-787 Mon, 02 Aug 2021 09:08:00 +0200 Erste Hilfe – eigentlich kinderleicht /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/erste-hilfe-eigentlich-kinderleicht.html Mädchen und Jungen des Jugendrotkreuzes zeigen ihren Eltern, was sie alles gelernt haben KNETZGAU - Mia Markfelder aus Knetzgau ist seit knapp einem Monat beim Jugendrotkreuz Haßberge. Die Zwölfjährige hat von ihrer Freundin Annalena vom Angebot des Jugendrotkreuzes erfahren und spontan eine Schnupperstunde besucht. „Ist ganz cool“, fasst sie ihre bisherigen Eindrücke zusammen. Das bestätigt auch Annalena Krämer (12): „Es ist immer lustig und macht Spaß und man lernt etwas Neues kennen.“

An diesem sommerlichen Nachmittag wuseln die beiden Mädchen gemeinsam mit anderen Kindern und Jugendlichen auf dem Gelände der BRK-Bereitschaft in Knetzgau umher. Eingeladen sind alle Eltern der Kinder, die in einem Parcours zeigen, was sie schon alles rund um Erste Hilfe gelernt haben. Und was Kinder können, das können Erwachsene doch erst Recht, oder? Das zumindest sollen die Mamas und Papas an verschiedenen Stationen unter Beweis stellen – und merken dabei schnell, dass zwar aus dem ein oder anderen vor vielen Jahren absolvierten Erste-Hilfe-Kurs noch irgendwas hängen geblieben ist, aber so ganz genau wissen sie es dann doch nicht mehr.

Beispielsweise bei der Reanimation. Wie oft muss man da jetzt drücken und wie oft beatmen? Kinderleicht, zeigt eine junge Jugendrotkreuzlerin, kniet sich neben die Übungspuppe und beginnt, etwa in der Mitte des Brustkorbes 30-mal auf das Brustbein zu drücken, anschließend folgen in der Realität zwei Atemspenden als Mund-zu-Mund- oder Mund-zu-Nase-Beatmung. So kann es gelingen, den Kreislauf eines nicht mehr atmenden Patienten so lange aufrecht zu erhalten, bis der Rettungsdienst eintrifft und die Reanimation fortführt.

„Wir wollen den Eltern zeigen, was ihre Kinder bei uns im Jugendrotkreuz eigentlich so machen und was sie alles lernen“, bringt Elena Krämer, Leiterin des Jugendrotkreuzes im BRK-Kreisverband Haßberge, die Absicht des Familiennachmittags auf den Punkt.

Den Mamas und Papas steht mitunter die Freude darüber ins Gesicht geschrieben, wenn sie sehen, wie fit ihre Jüngsten in Erster Hilfe sind und wissen, was im Notfall zu tun ist. Neben dem Absetzen eines Notrufs unter 112 ist die Erste Hilfe ein ganz entscheidender Faktor, um mögliche gesundheitliche Folgen einer Erkrankung oder einer Verletzung zu lindern. Zum Beispiel bei einer spritzenden Blutung nach einem tiefen Schnitt in den Unterarm. Auch hier ist Erste Hilfe sprichwörtlich kinderleicht, man muss eben nur wissen, was man im Falle des Falles tun muss: den Arm hochhalten und einen Druckverband anlegen. Wie das geht, demonstrieren die Mädchen und Jungen an einer weiteren Station und fordern ihre Eltern eifrig auf, es nachzumachen.

Bei manchen Erwachsenen ist der letzte Erste-Hilfe-Kurs so alt wie der Führerschein. Da tut Auffrischung gut, noch dazu, wenn sie erfrischend und mit viel Spaß durch die eigenen Kinder demonstriert wird. „Wir wollen die Eltern ermuntern, vielleicht auch wieder mal einen Erste-Hilfe-Kurs beim Roten Kreuz zu besuchen“, sagt Elena Krämer. Denn bei Erster Hilfe ist es in etwa so wie beim Kochen: Wer einen leckeren Schweinsbraten zubereiten will, weiß ungefähr welche Zutaten er braucht; wenn man ihn aber erst ein- oder zweimal vor ein paar Jahren gekocht hat, braucht es fürs Gelingen gewiss einen Blick aufs Rezept. Bei der Ersten Hilfe ist es nicht viel anders: Vom Erste-Hilfe-Kurs von vor 15 Jahren ist noch das ein oder andere im Gedächtnis geblieben, um es aber richtig zu machen, wenn es drauf ankommt und damit einem Betroffenen wirkungsvoll helfen zu können, tut eine Auffrischung des Wissens gut.

Und so erfahren die Eltern der Kinder und Jugendlichen an diesem Nachmittag nicht nur, wie man einen bewusstlosen und nicht mehr atmenden Menschen reanimiert und dabei (sofern zur Hand) auch einen automatisierten externen Defibrillator einsetzen kann oder wie ein Druckverband richtig angelegt wird, sondern auch, wie man einen Bewusstlosen, der noch atmet, mit wenigen Handgriffen in die stabile Seitenlage bringt, wie man einen Fingerkuppen-Verband anlegt oder wie man mithilfe eines Dreiecktuchs einen gebrochenen Unterarm ruhigstellen kann.

Aktuell gibt es im Landkreis zwei Gruppen innerhalb des Jugendrotkreuzes, in Knetzgau und in Eltmann. Insgesamt sind hier rund 30 Kinder und Jugendliche aktiv. Bereits ab sechs Jahren kann man die Gruppenstunden besuchen. Die jüngste Teilnehmerin ist derzeit sieben Jahre alt, die älteste 18 Jahre, informiert Krämer. In Knetzgau wird die Jugendgruppe von Elena Krämer geleitet, in Eltmann von Julia Funck.

Nachdem seit Beginn der Corona-Pandemie die Gruppenstunden nicht mehr stattfinden konnten, startet das Jugendrotkreuz nach der Sommerpause im September wieder mit diesem Angebot. Eltern, die Interesse haben, ihr Kind beim Jugendrotkreuz anzumelden, sollten sich an den BRK-Kreisverband Haßberge in Haßfurt, Tel. 09521/9550-0, wenden. Dort gibt es alle notwendigen Informationen und Kontaktpersonen.

Die Erfahrungen aus den letzten Jahren zeigen laut Elena Krämer, dass die Kinder viel Spaß beim Jugendrotkreuz haben und so auch mit dem Rotkreuzgedanken vertraut werden. Wer sich nach dem Jugendrotkreuz weiter beim BRK engagieren will, kann in eine Bereitschaft vor Ort wechseln und hier ehrenamtlich tätig sein. Zu den Aufgaben der Bereitschaften gehören unter anderem sanitätsdienstliche Absicherungen bei Fest- und Sport­veran­stal­tun­gen, die Mithilfe bei Blutspende-Terminen und das Engagement im Katastrophenschutz in verschiedenen Schnelleinsatzgruppen.

In diesem Herbst soll laut Elena Krämer nach jetzigem Stand auch wieder mit einer Rotkreuz-Grundausbildung begonnen werden, unter anderem mit einem Rotkreuz-Einführungsseminar, bei dem Interessierte alles Wichtige rund um das Rote Kreuz, die Idee dahinter und die Arbeit vor Ort erfahren. Zudem soll es speziell für Jugendliche das Angebot eines Kurses für „Notfalldarstellung“ geben; dabei lernt man beispielsweise, Teilnehmer für Einsatzübungen, Ausbildungen oder Wettbewerben mit real aussehenden Verletzungen zu schminken.

Kinder und Eltern hatten beim kürzlich stattgefundenen Familientag des Jugendrotkreuzes viel Spaß und es gab einige neue Einblicke. Dafür sorgte unter anderem auch die BRK-Bereitschaft Knetzgau, die ein Einsatzfahrzeug ausstellte. So durften die Mädchen und Jungen auch mal auf der fahrbaren Rettungstrage des Krankentransportwagens Platz nehmen und sich unter Anleitung von Rettungsassistent Franz Männling von ihren Eltern in den Behandlungsraum des Fahrzeugs manövrieren lassen. Die Verpflegung hatten an dem Nachmittag Mitglieder der Schnelleinsatzgruppe Verpflegung von der BRK-Bereitschaft Hofheim-Königsberg übernommen.

 

PM 062 / 2021. Text u. Fotos: Michael Will / BRK

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news-786 Fri, 30 Jul 2021 09:38:00 +0200 Feldküchen mit Strom und Licht versorgt /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/feldkuechen-mit-strom-und-licht-versorgt.html BRK-Einsatzkräfte aus Memmelsdorf halfen im Ahrtal MEMMELSDORF - Fünf ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Schnelleinsatzgruppe „Technik und Sicherheit“ (TuS) von der BRK-Bereitschaft Memmelsdorf kehren sind am Donnerstag (29. Juli) nach ihrem Einsatz im Hochwasser-Katastrophengebiet in Rheinland-Pfalz nach Hause zurückgekehrt. Seit Montag waren sie dort im Einsatz und haben Betroffenen durch ihre Fachkenntnis wertvolle Hilfe geleistet.

Alex Toni, Leiter der BRK-Bereitschaft Memmelsdorf, berichtet über die Aufgaben, die die SEG TuS vor Ort durchgeführt hat. So stand zunächst die Erschließung einer Interims-Unterkunft, einem noch nicht vollends fertig gestellten Hotel, im Mittelpunkt. Dort wurde der 1. Stock durch entsprechende Verkabelungen mit Strom und Licht versorgt.

Des Weiteren haben die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer die vor Ort befindlichen Feldküchen des Roten Kreuzes, in denen täglich rund 6000 Mahlzeiten für Betroffene und Helfer zubereitet werden, mit Strom und Licht versorgt, ebenso wie die Versorgungszelte und den gesamten Versorgungsplatz in Ahrweiler. Dabei kam unter anderem ein leistungsfähiges Stromaggregat der Schnelleinsatzgruppe zum Einsatz.

Ein weiteres Aufgabenspektrum bestand darin, den Transport von Essen und Getränken zum Marktplatz nach Ahrweiler zu unterstützen. „Wir haben hier insbesondere Dienst- und Logistikfahrten für die Feldküchen übernommen“, so Toni.

Am Donnerstag sind die fünf Helfer - Bastian Döhler, Benedikt Reubel, Madeleine Aßfalg, Dieter Kirstner und Alex Toni - nach anstrengenden Tagen wieder in der Heimat eingetroffen. Für Kirstner und Toni war es bereits der zweite Einsatz im Hochwasser-Katastrophengebiet. Sie waren bereits vor knapp zwei Wochen zusammen mit dem Hilfeleistungskontingent Standard aus Unterfranken in Rheinland-Pfalz unterwegs.

Der BRK-Kreisverband Haßberge dankt der Bereitschaft Memmelsdorf für ihren ehrenamtlichen Einsatz im Zuge dieser körperlich und psychisch anstrengenden Herausforderungen, ebenso allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern aus dem Kreisverband, die in den zurückliegenden Wochen ebenfalls im Katastrophengebiet im Einsatz gewesen sind. Für ihren Einsatz spricht BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger allen Helferinnen und Helfern seinen Dank aus. Sie hätten sich in ihrer Freizeit und ehrenamtlich dieser körperlich und psychisch fordernden Situation gestellt, um Mitmenschen in Not selbstlos zu helfen. 

 

PM 061 / 2021. Text: Michael Will / BRK, Fotos: BRK.

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news-784 Thu, 22 Jul 2021 17:13:00 +0200 „Das alles ist schwer zu verarbeiten“ /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/das-alles-ist-schwer-zu-verarbeiten.html BRK-Helfer sind aus dem Katastrophengebiet zurückgekehrt. Die Bilder werden sie nie mehr vergessen.

HASSFURT / ALTENAHR -  Die Autobahn endet hier abrupt. Wo Reisende sonst auf zwei Fahrspuren ihren Weg zurücklegen, hat die Erde sämtliche Infrastruktur verschluckt. Vor den Helfern im rheinland-pfälzischen Hochwasser-Katastrophengebiet tut sich auf einer Breite von zirka 15 Metern ein mehr als fünf Meter tiefer Krater auf. An anderer Stelle hängen Leitplanken in der Luft und lassen grob erahnen, wo noch vor Tagen eine Gemeindestraße verlaufen ist. Jetzt ist sie vollends weggespült. Und auch auf den Eisenbahnschienen werden nie mehr Züge fahren. Wie Mikado-Stäbchen sind die Schienen ineinander verschlungen, verbogen und ragen wie meterhoch in den blauen Himmel.

Thomas Behr aus Römershofen beschreibt sichtlich erschüttert seine Eindrücke aus dem Katastrophengebiet bei Altenahr, die sich tief in sein Gedächtnis einbrennen werden und für die er einen Tag nach der Rückkehr teilweise noch immer keine Worte findet. „Wir haben ein Bild unbeschreiblicher Zerstörung gesehen. Wo letzte Woche noch Ortschaften standen, ist jetzt nichts weiter als brauner Schlamm und Reste von Wassermassen.“ Behr ist einer von 15 Helferinnen und Helfern aus dem BRK-Kreisverband Haßberge, die als Teil des Hilfeleistungskontingents Unterfranken von Samstag bis Dienstag rund 72 Stunden im Katastrophengebiet im Westen Deutschlands Hilfe geleistet haben.

Als Mitglied der Schnelleinsatzgruppe „Information und Kommunikation“ (IuK) hat der 55-Jährige Unterstützung im Einsatzstab vor Ort geleistet, hat zur Lageerkundung beigetragen, Informationen an die zuständigen Einheiten weitergegeben, Einsatzverläufe dokumentiert und bei der Aufrechterhaltung von Funkkommunikation unterstützt. Er beschreibt eine Fahrt zur Lageerkundung zu einer kleinen Ortschaft, über Serpentinen hinunter in ein Tal und durch einen völlig dunklen Tunnel. „Da hat kein Strom funktioniert, keine Abluftanlage, die Luft war schlecht. Eine gespenstische Szene wie in einem Katastrophenfilm – eben nur real.“ Die verbliebenen Straßen sind staubig, mit Schlamm bedeckt, eine Zufahrt nur mit viel Vorsicht und fahrerischem Können möglich. Von einer Brücke aus erkennt das Team ein „extremes Ausmaß der Zerstörung“. Meterhoch liegt Treibgut in der Landschaft, ganze Häuser und Brücken – von einem reißenden Strom einfach weggeschwemmt. „Dass hier noch vor wenigen Tagen Menschen friedlich in ihren Dörfern gelebt haben, so wie man selbst zuhause lebt, kann man kaum glauben. Ganze Ortschaften existieren nicht mehr, man sieht nur noch einen braunen Strich in der Landschaft.“

Im Einsatzstab wertet Thomas Behr unter anderem Satellitenbilder aus, die den Einsatzkräften helfen sollen, die Situation im Einsatzgebiet besser einschätzen zu können. „Ich habe Satellitenaufnahmen gesehen, vor der Flut und danach“, beschreibt Behr, „da ist jetzt einfach nichts mehr, unfassbar.“ Er und seine Kolleginnen und Kollegen der SEG IuK unterstützen ebenfalls dabei, Stück für Stück und so gut es geht, Kommunikation via Einsatzfunk aufrecht zu erhalten oder wieder möglich zu machen.

Erzählungen von Kollegen des DRK, die bereits wenige Stunden nach der Flutkatastrophe vor Ort waren, gehen Thomas Behr unter die Haut, schildern sie doch die Dramatik der Minuten und Stunden, in denen die Flut sich ihren Weg durch die Region gefressen hat. „Da geht dir durch den Kopf: Was hättest du und deine Familie selbst in so einer Situation gemacht?“ Das Wasser kam in der Nacht, innerhalb kürzester Zeit ist aus einem sonst 60 Zentimeter Wasser führenden Flüsschen ein Monster geworden, dass sich bis zu acht Metern Höhe auftürmt und alles verschluckt, was sich ihm in den Weg stellt. „Ich habe von einer Familie erfahren, die in ihrem Haus eingeschlossen wurde, die sich in den 2. Stock geflüchtet und dort mitsamt zwei Kleinkindern auf einen Tisch gestellt hat, als das Wasser fast bis unter die Decke anstieg. Die haben ihre Kinder hochgehalten und hatten zwischen Decke und dem Wasserspiegel nur noch 30 Zentimeter Luft zum Atmen.“ Der 55-Jährige pausiert in seiner Erzählung, die Betroffenheit macht ihn sprachlos. Tage nach der Flut lässt sich dieses Drama nur noch erahnen, eine schmierige braune Linie markiert an der Außenfassade des Wohnhauses den Wasserstand in Höhe des zweiten Stockwerks.

Neben der Unterstützung bei der Aufrechterhaltung der Kommunikation haben die Einsatzkräfte aus den Haßbergen zusammen mit rund weiteren 150 Einsatzkräften des unterfränkischen Hilfeleistungskontingents sanitätsdienstliche Betreuung von Betroffenen und Helfern übernommen, die sich bei Aufräumarbeiten Verletzungen zugezogen haben. Des Weiteren wurden von der SEG Transport Einheiten der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) ins Einsatzgebiet gebracht, um Bewohner und Helfer zu betreuen. Nicht zuletzt wurde vom Kontingent die Verpflegung von Helfern und Betroffenen durch eine Feldküche sichergestellt. Anstatt der sonst für die Feldküche üblichen 500 Essen wurde 6000 am Tag zubereitet.

„Die Bilder sind real viel krasser als man sie aus den Fernseh-Nachrichten einschätzt“, sagt Rudi Hauck, stellvertretender Kreisbereitschaftsleiter aus Memmelsdorf. Das Leid vieler Menschen sei unfassbar, sie hätten Familienmitglieder durch die Flut verloren, Nachbarn seien vermisst, Bekannte tot aufgefunden worden. Surreale Bilder haben sich den Helfern aus den Haßbergen geboten, beschreibt der 29-Jährige. „Da hängt Kleidung einfach ein paar Meter hoch in Bäumen.“ Andernorts ragt ein Auto aus meterhohem Geäst. „So stellt man sich ein Kriegsgebiet vor“, sagt Hauck.

Nach ihrer Ankunft am Samstag im Bereitstellungsraum am Nürburgring ging es für die Haßbergler weiter nach Neuwied, wo sie für die restlichen zwei Tage ihre Basis in einer Blindenschule bezogen und vor dort aus ihre Aufträge abarbeiteten. Rudi Hauck und seine Kollegen von der SEG Transport haben mit ihren Fahrzeugen Kräfte der PSNV zu Akuteinsätzen gefahren, beispielsweise als die Leiche einer Feuerwehrfrau aufgefunden wurde.

„Da fährt man dann durch extrem unübersichtliches Gelände, in Dörfer hinein, in denen der Einsatzfunk kaum noch funktioniert, geschweige denn ein Handynetz. Und überall stehen Menschen in kurzen Hosen und Gummistiefeln, die Unrat aus Häusern räumen oder mit Schaufeln Dreck zur Seite befördern. An die Hausfassaden sind große farbige Nummern gesprüht, die anzeigen, wie viele Menschen hier leben oder wie viele vermisst sind.“ Zu begreifen, was man gesehen hat, fällt einen Tag nach der Rückkehr aus dem Katastrophengebiet schwer. „Man möchte am liebsten direkt zurück und selbst eine Schaufel in die Hand nehmen und einfach mitschaufeln“, sagt Hauck.

Doch das war nicht die Aufgabe der Helfer aus den Haßbergen. Sie haben Anwohnern und Betroffenen ebenso ganz praktische Hilfe geleistet, Verletzungen medizinisch versorgt und die Menschen beraten, wo es die nächste hausärztliche Notversorgung gibt oder Not-Apotheken erreichbar sind. „Wir haben geholfen, wo es geht“, beschreibt der 29-Jährige seine Eindrücke. Angesichts der Erlebnisse werde man selbst dankbarer und noch hilfsbereiter. 

Es ist ein Wechselbad der Gefühle, zwischen Momenten von Zuversicht und Freude auf der einen Seite und des blanken Entsetzens und Verzweiflung auf der anderen. Positiv empfindet Rudi Hauck den Zusammenhalt Tausender Retter aus ganz Deutschland; ebenso das alte Ehepaar, das gemeinsam die Wirren des Weltkriegs überlebt hat und Zuversicht verbreitet, dass man auch diese Katastrophe meistern werde. Entsetzen herrscht über die hohe Zahl an Toten, die die Naturkatastrophe in Deutschland gefordert hat und Verzweiflung kommt beim Anblick des alleinerziehenden Vaters mit drei kleinen Kindern auf, dem alles genommen wurde und der nur noch die Kleidung am Körper und 100 Euro in der Hosentasche besitzt.

„Das ist alles sehr schwer zu verarbeiten“, sagt Anita Stretz, Helferin bei der IuK. „Chaos in einem bislang noch nie erlebten Ausmaß“, fasst die 42-Jährige aus der Gemeinde Rauhenebrach ihre Eindrücke zusammen. Der Einsatz sei für alle Beteiligten sehr anstrengend und psychisch fordernd gewesen. Die Helfer seien mit Adrenalin bis an die Haarspitzen gefüllt gewesen. „Man will einfach nur helfen.“ Sogar Hunger und Durst habe man kaum gespürt.

Wo vorher Häuser standen, sei jetzt nichts mehr außer Lehmboden. „Die Leute haben kein Wasser, keine Toilette, keinen Strom, einfach nichts“, beschreibt Anita Stretz. „Aber sie leben, das ist das Wichtigste.“ Die große Solidarität und Hilfsbereitschaft unter Betroffenen und Helfern hat sie nachhaltig beeindruckt. Und vor allem auch die Anerkennung Fremder, die sich bei den Helfern für deren Einsatz mit besonderen Gesten bedankt haben. Stretz: „Auf der Fahrt in Einsatzgebiete standen plötzlich Menschen am Straßenrand und haben uns applaudiert und den Daumen in die Höhe gereckt.“ Die Helfer hätten die Dankbarkeit der Menschen für ihren Einsatz und ihre Anreise aus Bayern gespürt. Andere haben den Helfern einfach Dutzende Pizzas zum Essen vorbeigebracht. „Das hat mich sehr berührt, dass wir von Außenstehenden so viel Anerkennung bekommen haben.“

Von der Hilfsbereitschaft völliger Fremder war auch Alex Toni von der Bereitschaft Memmelsdorf und Helfer in der SEG „Technik und Sicherheit“ beeindruckt. „Da sind Hunderte Leute aus ganz Deutschland angereist, hatten Schaufel, Schubkarre und Gummistiefel dabei und haben bei Wildfremden den Dreck aus deren Häusern geschaufelt.“ Für Toni war es keine Fragen, selbst mit dem Hilfeleistungskontingent nach Rheinland-Pfalz zu fahren. „Für so etwas trainiert man jahrelang, jetzt kann man helfen.“ Dafür hat er sogar zuhause seine eigene Baustelle – einen Wohnhausbau – verlassen. „Ich habe einfach alles liegen lassen und bin zum Einsatz“, sagt der Memmelsdorfer und lässt keinen Zweifel: „Falls wir nochmal angefordert werden, bin ich wieder dabei.“

Maximilian Wüstenberg, Mitglied bei der BRK-Bereitschaft Ebern und Helfer in der SEG Transport spricht das Hochwasser vor zwei Wochen in Ebern an, bei dem Teile der Innenstadt überflutet wurden. „Wenn man dann im Katastrophengebiet steht und die massive Zerstörung sieht, fragt man sich: Kann einen so etwas auch selbst mal treffen?“ Das sei angsteinflößend, meint der Eberner. „Solche Bilder kann man sich in Deutschland einfach nicht vorstellen. Ganze Dörfer sind ausgelöscht. So stelle ich mir ein Kriegsgebiet vor.“

Jetzt nach der Rückkehr aus dem Katastrophengebiet versucht jeder für sich, das Erlebte zu verarbeiten. Die meisten gehen schon wieder wie selbstverständlich ihrem Beruf nach, reden mit Familie oder Freunden über das Erlebte oder betrachten Fotos aus dem Katastrophengebiet, um dadurch nach und nach realisieren zu können, was sie nur kurz zuvor live gesehen, aber womöglich nicht verstanden haben. Diese Bilder werden sie ein Leben lang begleiten und sich tief in ihr Gedächtnis graben, so wie die reißende Flut in den rheinland-pfälzischen Boden.

 

Dank von BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger:

Für ihren Einsatz spricht BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger allen Helferinnen und Helfern seinen Dank aus. Sie hätten sich in ihrer Freizeit und ehrenamtlich dieser körperlich und psychisch fordernden Situation gestellt, um Mitmenschen in Not selbstlos zu helfen.

Gerade bei außergewöhnlichen Einsatzlagen, sei es auf lokaler Ebene im Landkreis oder überregional in anderen Bundesländern und dem Ausland, bewähre sich das Aufwuchssystem des BRK. Innerhalb kürzester Zeit könne so durch das ehrenamtliche Engagement vieler Helferinnen und Helfer im Katastrophenschutz schnelle und zum Teil hochspezialisierte Hilfe geleistet werden. „Für solche Einsatzlagen bilden sich unsere Ehrenamtlichen stetig fort“, sagt Greger. „Nicht nur Einsätze fordern die Ehrenamtlichen, sie investieren jedes Jahr viel Freizeit in Aus- und Fortbildung. Dafür sage ich allen meinen persönlichen Dank."

 

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PM 058 / 2021. Text: Michael Will / BRK. Fotos: Bayerisches Rotes Kreuz

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news-783 Sun, 18 Jul 2021 07:12:35 +0200 Hilfeleistungskontingent in Rheinland-Pfalz im Einsatz /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/hilfeleistungskontingent-in-rheinland-pfalz-im-einsatz.html

15 Helfer vom BRK Haßberge mit Kollegen aus ganz Unterfranken im Katastrophengebiet unterwegs

HASSFURT / HÖSBACH -  Aus dem Landkreis Haßberge ist Hilfe in das von der Hochwasser-Katastrophe betroffene Westdeutschland gestartet. Im Rahmen des Standard-Hilfeleistungs­kontingents Unterfranken sind seit Samstagvormittag (17. Juli) 15 Helferinnen und Helfer mit sieben Fahrzeugen im Einsatz. Sie werden in den nächsten Tagen körperlich kräftezehrende und emotional fordernde Stunden erleben, wenn es darum geht, Menschen im Katastrophengebiet zu helfen und Verletzte mit zu versorgen.

Am Samstag, gegen 8.15 Uhr, wurden die Einheiten des Katastrophenschutzes alarmiert. Helfer wurden unterrichtet und innerhalb kürzester Zeit wurde die Einsatzbereitschaft hergestellt und die Hilfsmannschaft aus den Haßbergen stand bereit. Sie setzt sich für das unterfränkische Hilfeleistungs­kontingent zusammen aus Helferinnen und Helfern der Schnelleinsatzgruppen (SEG) „Information und Kommunikation“, „Technik und Sicherheit“ sowie „Transport“. Alle Einsatzkräfte sind ehrenamtlich tätig und rekrutieren sich aus den Bereitschaften Eltmann, Zeil, Knetzgau, Memmelsdorf und Ebern.

Am Sammelpunkt beim BRK-Kreisverband in Haßfurt herrscht kurz vor der Abfahrt nach Hösbach (Landkreis Aschaffenburg) eine Stimmung gemischt aus Aufregung, dem Willen helfen zu wollen und der Erwartung dramatischer Bilder im Hochwassergebiet. Was genau auf die Helferinnen und Helfer zukommt, weiß zu diesem Zeitpunkt noch niemand. Ihre Einsatzaufträge werden sie erst in Rheinland-Pfalz von den dortigen Einsatzstäben erhalten.

Stefan Funck, Kreisbereitschaftsleiter des BRK in den Haßbergen, spricht von erschreckenden Bildern, die er seit Tagen im Fernsehen gesehen hat. Man könne nur erahnen, welches Leid damit für die direkt Betroffenen verbunden sei. Die Aufgabe des Kontingents werde es höchstwahrscheinlich sein, Behandlungsplätze aufzubauen und Verletzte zu versorgen, womöglich auch bei Evakuierungsmaßnahmen zu unterstützen. „Wir müssen das auf uns zukommen lassen“, sagt Funck. „Wir helfen dort, wo wir gebraucht werden.“

Er und ebenso Rudi Hauck, stellvertretender BRK-Kreisbereitschaftsleiter, danken den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die sich zu dem Einsatz gemeldet haben, um so Mitmenschen in Not in einer ihrer schwersten Krisen zu unterstützen. „Ich bin gespannt, was uns im Katastrophengebiet erwartet“, sagt Hauck. Ist sich zugleich aber sicher: „Wir werden das gemeinsam stemmen.“

„Es ist ein gutes Gefühl, Hilfe leisten zu können“, blickt Anita Strätz, Helferin der SEG Information und Kommunikation, voraus. Auf der Fahrt ins Einsatzgebiet, berichtet sie später, hätten Autofahrer beim Passieren des Konvois gehupt und den Helfern mit dem Signal „Daumen nach oben“ ihren Respekt ausgedrückt. „So etwas berührt einen, es ist ein tolles Gefühl, Zeichen der Dankbarkeit zu erleben.“

So sehen es auch die Ehrenamtlichen Sarah Derwanz und Lukas Zeller. Beide hoffen, durch ihren Einsatz Hilfe für Betroffene in den Hochwassergebieten leisten zu können. „Diese Bilder der totalen Zerstörung, die man im Fernsehen sieht – das ist unglaublich“, sagt Derwanz sichtlich bewegt. „Ich will dort einfach nur helfen.“

Fast den gleichen Satz sagt Thomas Behr von der Bereitschaft Eltmann: „Ich bin froh, einfach helfen zu können.“ Er berichtet vor der Abfahrt von einer gewissen Aufregung, dass es jetzt losgeht und ist gespannt, welche Einsatzaufträge die Helfer bekommen werden und auf welche Bilder der Zerstörung sie treffen. Für Behr ist der Einsatz im Zuge des Hilfeleistungs­kontingents bereits der zweite dieser Art. Schon 2002 war er beim Elbe-Hochwasser in Dresden mit im Einsatz.

Christian Krämer, ebenfalls von der Bereitschaft Eltmann und zugleich Abschnittsleiter, geht davon aus, dass es eine Aufgabe des Kontingents sein wird, Unterstützung bei der medizinischen Versorgung zu leisten. „Es wurden im Katastrophengebiet ja auch Krankenhäuser evakuiert“, so Krämer. „Ich kann mir vorstellen, dass wir den Auftrag erhalten, Behandlungsplätze aufzubauen und zusammen mit Ärzten und medizinischem Personal Verletzte versorgen müssen.“

„Es entspricht unserem Selbstverständnis, dort zu helfen, wo die Not am größten ist“, beschreibt BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger die Aufgabe des Roten Kreuzes und lobt die Ehrenamtler, auf die stets Verlass sei. „Ich bin auf unsere Ehrenamtlichen sehr stolz, die ihre Freizeit und ihren Urlaub dort einbringen, wo uns die Menschen brauchen.“ In Haßfurt wurden die Helfer von Jürgen Geisel, stellvertretender Katastrophenschutzbeauftragter des Kreisverbandes, verabschiedet. Er wünschte ihnen gutes Gelingen im Einsatz und verband damit die Hoffnung, dass alle wieder gesund zurückkommen.

Von Haßfurt aus ging es am späten Samstagvormittag schließlich im Konvoi nach Hösbach im Landkreis Aschaffenburg. Dort sammelte sich das unterfränkische Hilfeleistungs­kontingent auf dem Gelände der Autobahnmeisterei, um schließlich in zwei Blöcken die rund 230 Kilometer lange Fahrt nach Rheinland-Pfalz anzutreten. Dort war zunächst die Ankunft am Nürburgring vorgesehen, von wo aus die ersten Einsatzaufträge von der dortigen Einsatzleitung an die Helfer erwartet wurden.

In dem Hilfeleistungskontingent sind neben den Einheiten aus dem Kreisverband Haßberge weitere Helfer aus den BRK-Kreisverbänden Aschaffenburg, Bad Kissingen, Kitzingen, Main-Spessart, Miltenberg, Rhön-Grabfeld und Würzburg sowie Einheiten des Arbeiter-Samariter-Bundes aus Schweinfurt und der Malteser aus Würzburg und Aschaffenburg zusammen­geführt. Sie sind mit 42 Fahrzeugen ausgerückt.

An der Autobahnmeisterei wurden die rund 150 Helfer von Aschaffenburgs Landrat Dr. Alexander Legler und Hösbachs Bürgermeister Michael Baumann in den Einsatz verabschiedet. Beide dankten den Einsatzkräften für ihre Unterstützung und lobten das ehrenamtliche Engagement, das Rückgrat des Katastrophenschutzes in Bayern und beim Bayerischen Roten Kreuz sei. Seinen Dank sprach auch BRK-Bezirksgeschäftsführer Harald Erhard allen Einsatzkräften in Hösbach aus. Er lobte die organisationsübergreifende Zusammenarbeit, so dass von Unterfranken aus Hilfe für die Betroffenen in Rheinland-Pfalz möglich sei.

Welche beeindruckende Unterstützung aus Unterfranken geleistet werden kann, macht Uwe Kippnich, einer der Kontingentführer, deutlich. Unter anderem können die Einheiten mobile Behandlungsplätze – im Volksmund: Feldlazarette – aufbauen. Pro Behandlungsplatz können dort bis zu 50 Verletzte versorgt werden; ebenfalls sind Ärzte mit im Kontingent sowie weiteres medizinisches Personal. Des Weiteren eine Vielfalt an technischem Gerät, um unter schwierigsten Einsatzbedingungen arbeiten zu können. Beispielsweise kommt ein achträdriges Amphibienfahrzeug zum Einsatz, das durch unwegsames Gelände und auch im Wasser fahren kann. Mit dabei sind ebenso Kradmelder mit ihren Motorrädern, die vor Ort zur Lageerkundung eingesetzt werden können.

Neben dem Aufbau und Betrieb von Behandlungsplätzen könnte nach Kippnichs Worten eine weitere Aufgabe sein, vor Ort die Kommunikation sicherzustellen. Zusätzlich zum Hilfeleistungskontingent seien nämlich noch fünf separate Funk-Einsatzleitwagen dorthin unterwegs. Mit deren Hilfe sei die Aufrechterhaltung der Kommunikation via Satelliten möglich.

Das gesamte Kontingent mit den rund 150 Helfern kann bis zu 72 Stunden völlig autark arbeiten. Entsprechend werden Verpflegung und Getränke mitgeführt, denn dies vor Ort in einem Katastrophengebiet zu organisieren, stelle eine zusätzliche Herausforderung dar. Wie lange der Einsatz konkret dauern wird, war am Wochenende noch nicht abzusehen. Es wird damit gerechnet, dass die Einheiten bis Anfang/Mitte der Woche unterwegs sein werden.

Kippnich, der selbst seit über 35 Jahren beim BRK aktiv, in leitender Position tätig ist und schon oft außergewöhnliche Einsatzlagen begleitet hat, beschreibt die Situation aufgrund der bereits im Fernsehen zu sehenden Bilder als dramatisch. Er kennt ähnliche Bilder aus dem Jahr 2002 bereits vom Hochwassereinsatz in Dresden: „So etwas zu sehen und hautnah mitzuerleben, macht einen nachdenklich.“

Oberstes Ziel sei nun beim Einsatz in Rheinland-Pfalz, den von der Katastrophe betroffenen Menschen so gut wie möglich helfen zu können, besonnen zu handeln und dass alle Helfer wieder gesund nach Hause zurückkehren. „Helfen zu können, ist ein schönes Gefühl“, sagt Kippnich, der sich über den Zusammenhalt und das Leistungsvermögen innerhalb der „Blaulichtfamilie“ freut.

 

Weitere Infos und Links:

Fotostrecke auf Facebook (BRK KV Haßberge)

Youtube Video (BRK KV Haßberge)

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PM 055 / 2021. Text & Fotos: Michael Will / BRK

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news-782 Tue, 13 Jul 2021 16:47:00 +0200 „Käptn“ findet vermissten Senior /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/kaeptn-findet-vermissten-senior.html KIRCHAICH – Einen glücklichen Ausgang hat in der Nacht zum Dienstag (13. Juli) eine Vermisstensuche im Landkreis Haßberge genommen. Ein Senior war am Vorabend nicht nach Hause zurückgekehrt. Rund 13 Stunden später wurde er von Rettungs­hund „Käptn“ von der BRK-Rettungshundestaffel Haßberge aufgespürt - unverletzt.

Der 83-Jährige aus Kirchaich (Gemeinde Oberaurach) war am Montag, gegen 17 Uhr, zuhause aufgebrochen, um Pilze zu sammeln. Als der demenzkranke Senior am Abend um 21 Uhr immer noch nicht zurückgekehrt war, meldete seine besorget Ehefrau ihn bei der Polizei als vermisst.

Unmittelbar begann die Polizei mit ersten Suchmaßnahmen in der näheren Umgebung. Dabei kam auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz. Doch die Bemühungen scheiterten, so dass sich die Polizei dazu entschloss, weitere Unterstützungskräfte von Feuerwehr und Bayerischem Roten Kreuz zu Hilfe zu rufen.

Kurz nach 2 Uhr wurde schließlich von der Integrierten Leitstelle (ILS) Schweinfurt Alarm für zahlreiche Einheiten ausgelöst. So wurden neben den Feuerwehren aus Kirchaich und Dankenfeld mit rund 70 Helfern auch ein Rettungswagen des BRK aus Eltmann, der Einsatzleiter Rettungsdienst sowie mehrere Rettungshundestaffeln aus dem Landkreis Haßberge und der Region Main-Rhön und die BRK-Schnelleinsatzgruppe „Information und Kommunikation“ alarmiert.

Insgesamt kamen nach Worten von Bianca Herz, Leiterin der BRK-Rettungshundestaffel Haßberge, sieben Flächensuchhunde sowie drei Mantrailer mit ihren Hundeführern zum Einsatz. Neben der BRK-Rettungshundestaffel Haßberge waren die Hundestaffeln des Arbeiter-Samariter-Bundes und der Johanniter-Unfallhilfe aus Schweinfurt sowie die der Feuerwehr Sömmersdorf vor Ort.

Von ihnen wurde das Gebiet rund um Kirchaich großflächig abgesucht. Insgesamt 18 Suchtrupps mit Hundeführern und Helfern der Feuerwehr waren unterwegs.

Kurz nach 6 Uhr kam dann die erlösende Nachricht: Der fünf Jahre alte Flächensuchhund „Käptn“ mit seiner Hundeführerin Bianca Herz und zwei Feuerwehrleuten entdeckten den 83-Jährigen in einem Waldgebiet bei Kirchaich unter einem Jägerstand. Der Senior war augenscheinlich unverletzt und konnte nach einer Untersuchung durch den Rettungsdienst in die Obhut seiner Frau übergeben werden. Bei den Helferinnen und Helfern herrschte große Erleichterung, den Mann nach über zwölf Stunden seines Verschwindens gefunden zu haben. Für seinen professionellen Spürsinn und seine erfolgreiche Suche bekam „Käptn“ natürlich ein paar Streicheleinheiten extra und jede Menge Lob.

 
 

PM 051 / 2021. Text: Michael Will / BRK, Foto: Holger Hauck / BRK.

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news-781 Thu, 01 Jul 2021 17:19:00 +0200 KVB-Fahrdienst: Fast 400.000 Kilometer im Einsatz für Patienten /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/kvb-fahrdienst-fast-400000-kilometer-im-einsatz-fuer-patienten.html HASSFURT - In der Nacht zum Donnerstag, 1. Juli 2021, ist mit der letzten Schicht der KVB-Fahrdienst beim BRK-Kreisverband Haßberge zu Ende gegangen. Nach nunmehr drei Jahren wird der Dienst eingestellt, nachdem im Zuge einer Neuausschreibung nicht mehr das Bayerische Rote Kreuz, sondern ein privater Anbieter den Zuschlag für diese Leistung durch die Kassenärztliche Vereinigung Bayern (KVB) erhalten hat.

Bei den zuletzt insgesamt 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern herrscht Wehmut, haben sie ihren Dienst doch gerne versehen. So dankte Christopher Gratza, Leiter Soziale Dienste beim BRK-Kreisverband Haßberge, auch im Namen von Kreisgeschäftsführer Dieter Greger den Frauen und Männern für ihren Einsatz in den vergangenen drei Jahren, der oftmals zeitintensiv und aufgrund der Corona-Pandemie auch mit vielen Herausforderungen versehen war. „Ihr ward immer zur Stelle und habt immer wieder auch Zusatz-Dienste übernommen, danke für euer Engagement“, sagte Gratza nun zum Ende.

Der BRK-Kreisverband Haßberge hatte im Rahmen einer Ausschreibung von der KVB den Auftrag erhalten, Personal und Fahrzeuge für den Fahrdienst zu stellen. Gestartet wurde am 28. Juni 2018. Der Vertrag hatte eine reguläre Laufzeit von zwei Jahren, wäre also im Juli 2020 regulär zu Ende gegangen. Aufgrund des Pandemiegeschehens wurde er von der KVB seitdem noch jeweils zwei Mal für je sechs Monate verlängert. Der BRK-Kreisverband Haßberge hatte für den KVB-Fahrdienst zwei Fahrzeuge in Dienst gestellt. Sie sind in den vergangenen drei Jahren zusammen rund 400.000 Kilometer gefahren.

Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in unterschiedlichen Arbeitsverhältnissen beim BRK beschäftigt waren, geht nunmehr eine spannende Zeit zu Ende. Im KVB-Fahrdienst waren zuletzt Daniel Brunnhuber, Alexander Wittig, Moritz Burger, Christian Klier, Christian Krämer, Elena Krämer, Helmut Trautner, Lukas Schneider, Nadine Hauck, Stefanie Koch, Petra Erickson, Sandra Krampe und Klaus Günther eingesetzt.

Was ist der KVB-Bereitschaftsdienst? Im Auftrag der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern versehen Ärzte diesen Dienst nachts, an Wochenenden und an Feiertagen. Die Bereitschaftsärzte können von Bürgern außerhalb der gewöhnlichen Sprechzeiten des eigenen Hausarztes über eine Zentrale unter der Telefonnummer 116 117 kontaktiert werden. Sie kommen immer dann zum Einsatz, wenn die Erkrankung des Patienten kein Fall für den Rettungsdienst, also nicht lebensbedrohlich ist. Patienten können sich beispielweise bei Beschwerden wie Fieber, Bronchitis, Schmerzzuständen etc. an den KVB-Bereitschaftsdienst wenden. Die Vermittlungszentrale fragt dabei alle notwendigen Daten ab. Wird im Rahmen des Hilfeersuchens ein Hausbesuch für notwendig gehalten, informiert die Zentrale den diensthabenden Arzt. Dieser nimmt dann telefonisch Kontakt zu dem Patienten auf, führt ein Gespräch und entscheidet schließlich, ob ein Besuch durch den Fahrdienst notwendig ist oder ob der Patient bei nicht dringlichen Beschwerden am nächsten Tag zu seinem Hausarzt gehen soll.

Der KVB-Fahrdienst, für den der BRK-Kreisverband Personal und Fahrzeuge gestellt hat, ist für den Landkreis Haßberge sowie für Stadt und Landkreis Schweinfurt zuständig. Dieses Gebiet umfasst rund 267.000 Einwohner. Teilweise wurde auch zur Unterstützung in die benachbarten Landkreise Bamberg, Coburg, Rhön-Grabfeld oder Main-Spessart gefahren. Aufgrund des großen Einsatzgebietes und bei hohem Einsatzaufkommen wurden dabei in Spitzenzeiten in einer Nachtschicht von 22 bis 8 Uhr teilweise bis zu 500 Kilometer zurückgelegt.

Die Aufgabe der Fahrerinnen und Fahrer bestand darin, den diensthabenden Bereitschaftsarzt bei einem Einsatz von seinem Aufenthalts-/Wohnort zum Patienten und nach Abschluss der Versorgung wieder zurück zu bringen. Ebenso begleiteten sie die Ärzte auf deren Wunsch mit zu den Patienten, trugen die Einsatzausrüstung und unterstützten bei der Patientenversorgung, der Dokumentation sowie bei Leichenschauen. Falls notwendig, forderten sie in Absprache mit dem Bereitschaftsarzt bei der Integrierten Leitstelle (ILS) einen Rettungswagen und Notarzt an oder für Krankentransporte, falls eine stationäre Versorgung in einem Krankenhaus notwendig sein sollte, einen Krankentransportwagen.

Christopher Gratza, in dessen Zuständigkeit als Leiter Soziale Dienste der KVB-Fahrdienst fiel, dankt den Bereitschaftsärzten für die gute Zusammenarbeit. „Gerade mit den Fahrerinnen und Fahrerin sind da im Laufe der Zeit einige Freundschaften entstanden.“ Auf die Fahrerinnen und Fahrer sei jederzeit Verlass gewesen. Gerade in der Corona-Pandemie - und hier vor allem zu Beginn ab März 2020 – hätten die Fahrerinnen und Fahrer erstaunliches geleistet. Gratza ist der Überzeugung, dass sie damit ihren Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie geleistet haben. Sein Dank gilt ebenso dem BRK-Kreisverband Schweinfurt, mit dem man im Zuge des KVB-Fahrdienstes stets eng und vertrauensvoll zusammengearbeitet hat. Den Fahrerinnen und Fahrern, die als Dankeschön ein kleines Präsent im Namen des BRK-Kreisverbandes erhielten, wünschte Gratza alles Gute für ihren weiteren Weg.

 

2021-06-30. Text & Fotos: Michael Will / BRK

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news-780 Wed, 30 Jun 2021 16:39:00 +0200 Testzentren Ebern und Eltmann künftig an neuem Standort /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/testzentren-ebern-und-eltmann-kuenftig-an-neuem-standort.html EBERN / ELTMANN - Die beiden Corona-Antigen-Schnelltestzentren in Ebern und Eltmann, die das Bayerische Rote Kreuz im Auftrag des Landkreises Haßberge betreibt, sind demnächst an neuen Standorten zu finden. An den gewohnten Öffnungszeiten ändert sich indes nichts.

Wie der BRK-Kreisverband Haßberge mitteilt, muss in Ebern der bisherige Standort in der Grundschulturnhalle aufgegeben werden. Dort fand der reguläre Testbetrieb letztmals am Mittwoch, 30. Juni, von 10.00 bis 18.00 Uhr statt. Ab Freitag, 2. Juli, ist das Testzentrum dann im Gewerbepark „Alte Kaserne“ direkt am Rotkreuzhaus (Im Frauengrund 12) zu finden.

Aufgrund der inzwischen möglich gewordenen digitalen Ergebnisübermittlung und damit dem Wegfall einer Wartezeit von ca. 20 Minuten vor Ort, bietet das Rote Kreuz am neuen Standort ein zusätzliches Angebot an: einen Test-Drive-in. Sozusagen im Vorbeifahren können Probanden direkt in ihrem Auto sitzend getestet werden, müssen dafür nicht einmal mehr aussteigen. Der Nasenabstrich selbst dauert nur knapp 15 Sekunden, danach können die Getesteten direkt wieder weiterfahren. Der Test erfolgt, geschützt vor Regen und Wind, unter einem Pavillon, durch den man mit einem normalen Pkw hindurchfahren kann.

Möglich wird dies durch eine vom Bayerischen Roten Kreuz eigens entwickelte Software. So können sich Testwillige bereits schon vorab zuhause im Internet unter https://meintest.brk.de registrieren. Dabei wird ein persönlicher QR-Code erstellt. Diesen QR-Code kann man sich durch Setzen eines Hackens während der Registrierung direkt an seine Corona Warn-App übermitteln lassen. Dann wird nach erfolgtem Test das Ergebnis automatisch auch an die Corona Warn-App übersendet.

Der Vorteil: Der Proband kann nach der Testabnahme die Teststation sofort wieder verlassen und erhält nach zirka 15 bis 20 Minuten sein Ergebnis per E-Mail/SMS oder optional zusätzlich an die Corona Warn-App. Eine vorherige Terminvereinbarung für einen Test ist nicht notwendig. Mit dem einmal für sich persönlich erzeugten QR-Code können sich Testwillige in ganz Bayern an sämtlichen Testzentren des BRK testen lassen.

Natürlich ist es auch künftig möglich, den „Test-Drive-In“ nicht nur per Auto, Motorrad oder Fahrrad zu besuchen, sondern auch zu Fuß am Rotkreuzhaus vorbeizukommen und sich testen zu lassen. Wer die digitale Ergebnisübermittlung nicht nutzen kann oder mag, erhält selbstverständlich die wie bislang gewohnte Bestätigung seines Testergebnisses in Papierform. Hier ist dann allerdings auch die Wartezeit von 15 bis 20 Minuten bis zur Auswertung des Tests zu beachten.

Auch das Testzentrum in Eltmann wird künftig an einem neuen Standort zu finden sein. Bisher war es in der Stadthalle untergebracht, wo der letzte Betrieb am Sonntag, 4. Juli, stattfindet. Ab Dienstag, 6. Juli, befindet es sich dann im Sportheim in Eltmann (Bamberger Straße 21).

An den Öffnungszeiten der beiden Schnelltestzentren in Ebern und Eltmann ändert sich unterdessen nichts. Sie sind nach wie vor zu den gewohnten Zeiten geöffnet, der Einlass endet je 15 Minuten vor der Schließung:

Ebern, Rotkreuzhaus:
Montag von 14.00 bis 18.00 Uhr 
Mittwoch von 10.00 bis 18.00 Uhr
Freitag von 14.00 bis 18.00 Uhr 
Sonntag von 10.00 bis 15.00 Uhr 

Eltmann, Sportheim:
Dienstag von 14.00 bis 18.00 Uhr
Donnerstag von 14.00 bis 18.00 Uhr
Sonntag von 14.00 bis 18.00 Uhr 

Neben den beiden genannten Testzentren betreibt das BRK drei weitere im Auftrag des Landkreises und zwar in Haßfurt (Eishalle), Hofheim (Haus des Gastes) und Maroldsweisach (Sportheim). Diese Örtlichkeiten bleiben bis auf Weiteres bestehen.

Download Öffnungszeiten [ PDF ]

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PM 050 / 2021. Text und Foto: Michael Will / BRK.

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news-779 Thu, 24 Jun 2021 12:00:00 +0200 Prüfen, rufen, drücken: Reanimation leicht gemacht /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/pruefen-rufen-druecken-reanimation-leicht-gemacht.html Erste Hilfe: BRK bietet ein neues, 90-minütiges Trainingsmodul für alle interessierten Bürger an

HASSFURT -  Schock-Moment beim EM-Spiel zwischen Dänemark und Finnland am Samstag, 12. Juni: Der dänische Fußballspieler Christian Eriksen (29) bricht gegen Ende der ersten Halbzeit plötzlich auf dem Platz zusammen. Es spielen sich dramatische Szenen ab. Eriksens Leben hängt am seidenen Faden, erst ist er bewusstlos, dann erleidet er einen Herzstillstand. Nach einer kurzen Reanimation schlägt sein Herz wieder, der Fußballer überlebt.

Millionen von Menschen haben diesen tragischen Moment bei der Fernsehübertragung live gesehen, reagierten geschockt und fassungslos. Das Leben des jungen Mannes konnte nur gerettet werden, weil Mannschaftskollegen und ein Ärzteteam unmittelbar eingriffen und lebensrettende Maßnahmen einleiteten. Die erschütternden Szenen haben einmal mehr in besonderer Art und Weise vor Augen geführt, wie wichtig Erste Hilfe ist und gerade bei einem Herzstillstand umgehend mit einer Herz-Lungen-Wiederbelebung zu beginnen.

Gestern war es Christian Eriksen, morgen ist es vielleicht ein Arbeitskollege, ein Verwandter, ein guter Freund, Mutter oder Vater. Ein Herzstillstand kann jeden Menschen treffen, egal welchen Alters, jederzeit und ohne Vorwarnung. So wie jeder von uns Betroffener sein kann, so kann ebenso jeder von uns zum Lebensretter werden. „Wer Erste Hilfe beherrscht und bei einem Herzstillstand sofort mit der Reanimation beginnt, kann mitunter ein Menschenleben retten“, sagt Simone Gilley, Erste-Hilfe-Ausbilderin beim BRK-Kreisverband Haßberge und Ideengeberin für ein neues Angebot des Roten Kreuzes in der Breitenausbildung. Ab sofort bietet das BRK ein neues Modul an: ein Training der Herz-Lungen-Wiederbelebung.

„Aus gegebenen Anlass durch die Fußball-Europameisterschaft ist dieses Thema in aller Munde“, sagt Gilley. „Wir wollen diese Chance nutzen, die Bevölkerung sensibilisieren und zum Helfen bewegen.“ Denn helfen kann jeder, man muss es sich nur trauen und mit den gängigsten Handgriffen der Reanimation vertraut sein. „Das ist leichter als viel glauben“, bestätigt Ann-Kristin Schleelein, Sachbearbeiterin für die Breitenausbildung beim BRK-Kreisverband und ebenfalls Erste-Hilfe-Ausbilderin. „Wir wollen den Menschen die Scheu nehmen, damit sie im Ernstfall helfen.“

Das neue Ausbildungsmodul „Training der Herz-Lungen-Wiederbelebung“, dessen Schwerpunkt in der Praxis liegt, umfasst 90 Minuten und ist gedacht für alle Interessierten, für Sportvereine, für Gemeinden, für alle Menschen, deren Erste-Hilfe-Kurs schon länger zurückliegt und die sich wieder einmal mit den Handgriffen im Zuge einer Reanimation vertraut machen wollen. Themen sind unter anderem das Absichern einer möglichen Unfallstelle, das Auffinden und Ansprechen einer Person, das Absetzen eines Notrufs und die Herz-Lungen-Wiederbelebung mit und ohne einen sogenannten automatisierten externen Defibrillator (AED).

AEDs sind kleine Geräte, die bei lebensbedrohlichem Herzkammerflimmern bei Bedarf automatisch einen Stromstoß abgeben und so das Herz eines Menschen wieder zum Schlagen bringen können und den Ersthelfer durch exakte sprachliche Anweisungen in seinem Handeln unterstützen. AEDs gibt es heute inzwischen vielerorts im öffentlichen Raum. Sie hängen beispielsweise in Kaufhäusern, an Bahnhöfen, in Schwimmbädern, Sporthallen und in vielen Ortschaften an Gemeinde- oder Feuerwehrhäusern.

„Gerade bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand kommt es sprichwörtlich auf jede Minute an“, verdeutlichen Gilley und Schleelein. Nur wenn sofort durch Ersthelfer mit einer Reanimation begonnen und diese bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes ununterbrochen fortgeführt wird, stiegen die Chancen eines Betroffenen, einen akuten Kreislaufstillstand zu überleben. Denn: Mit jeder Minute, in der nach einem Stillstand nicht mit der Wiederbelebung begonnen wird, sinken die Überlebenschancen um zehn Prozent. So bestehe zum Beispiel nach acht Minuten nur noch eine 20-prozentige Überlebenschance.   

„Wir hoffen, dass wir mit diesem Angebot viele Bürgerinnen und Bürger ansprechen können“, sagt Simone Gilley. Denn schon morgen kann jeder in eine Situation kommen, bei der durch Erste Hilfe ein Menschenleben gerettet werden kann. „Im Ernstfall zu wissen, was man tun muss, hilft nicht nur einem Menschen mit Herzstillstand, sondern ist auch für den Laienhelfer ein beruhigendes Gefühl.“

Zunächst bietet das Rote Kreuz Reanimationstrainings an folgenden Terminen an:

Sonntag, 27. Juni, Rotkreuzhaus Haßfurt
Freitag, 2. Juli, Rotkreuzhaus Eltmann
Samstag, 24. Juli, Rotkreuzhaus Eltmann
Sonntag, 25. Juli, Rotkreuzhaus Haßfurt

Die Trainings finden jeweils in der Zeit von 9:00 bis 10:30 Uhr statt. Pro Teilnehmer wird ein Unkostenbeitrag in Höhe von zehn Euro erhoben. Anmeldungen nimmt ab sofort Ann-Kristin Schleelein unter der Nummer 09521/9550-197 (montags bis freitags von 8:00 bis 13:00 Uhr) telefonisch entgegen oder per E-Mail unter: schleelein(at)kvhassberge.brk.de

Des Weiteren weist das BRK auf zwei weitere Angebote hin: einen Kurs „Erste Hilfe 50+“ und einen Kurs „Erste Hilfe am Kind“. Der Kurs „Erste Hilfe am Kind“ startet am Samstag, 10. Juli, im Rotkreuzhaus Haßfurt (8:00 bis 16:00 Uhr). Der Kurs „EH 50+“ findet am Freitag, 30. Juli, im  Rotkreuzhaus Haßfurt (9:00 bis 13:00 Uhr) statt. Anmeldungen ebenfalls wie oben angegeben.

 

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PM 048 / 2021. Text und Foto: Michael Will / BRK.

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news-778 Wed, 23 Jun 2021 09:29:11 +0200 Testergebnis flächendeckend digital übermittelbar /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/testergebnis-flaechendeckend-digital-uebermittelbar.html BRK bietet Software-Lösung für Testzentren an – Wartezeiten vor Ort entfallen dadurch

HASSFURT - Die fünf vom Bayerischen Roten Kreuz im Auftrag des Landkreises Haßberge betriebenen Corona-Antigen-Schnelltestzentren sind nunmehr mit einer Software versehen, die die Übermittlung des Testergebnisses an die Probanden in digitaler Form möglich macht. Damit entfällt für Testwillige, die das digitale Angebot nutzen möchten, nach dem Antigen-Schnelltest die Wartezeit vor Ort.

Das Bayerische Rote Kreuz hat eine eigene Software erstellt, die diesen Prozess möglich macht. Sie kann an allen vom BRK in Bayern betriebenen Testzentren genutzt werden und bietet einen zusätzlichen Service für die Bürgerinnen und Bürger. Seit Freitag, 18. Juni, sind nun auch alle fünf Testzentren im Landkreis Haßberge – Haßfurt, Ebern, Hofheim, Eltmann und Maroldsweisach – an die Software angebunden. Erste Erfahrungen zeigen, dass das Angebot von den Bürgerinnen und Bürgern gerne angenommen wird. Vor allem wird der Wegfall der bislang vor Ort notwendigen Wartezeit von zirka 15 Minuten bis zur Auswertung des Testergebnisses nach dem Abstrich als positiv empfunden. Zudem freuen sich die Testwilligen, das Ergebnis ab sofort digital auf ihrem Smartphone bei sich zu haben und es bei Bedarf vorzeigen zu können. Das Mitführen eines Papierausdrucks samt Bestätigung ist damit hinfällig.

In den Testzentren kann man sich für die Durchführung eines Tests nun digital registrieren lassen. Eine Vorab-Registrierung, beispielsweise schon zuhause, ist auf jeden Fall sinnvoll, da damit die Wartezeit im Testzentrum für den einzelnen nochmal verringert werden kann und die benötigten Daten wie Name, Anschrift, Geburtsdatum, E-Mail-Adresse und Handynummer etc. bereits vorab ausgefüllt werden können. Das dauert nicht mal eine Minute. Eine weiter vorherige Terminvereinbarung für die Testzentren im Landkreis ist ausdrücklich nicht notwendig!

Die Registrierung erfolgt über die Homepage meintest.brk.de. „Dabei wird ein persönlicher QR-Code erstellt“, sagt Wolfgang Zweverink, beim BRK-Kreisverband Haßberge für die Organisation der Testzentren zuständig. Diesen QR-Code kann man sich durch Setzen eines Hackens während der Registrierung direkt an seine Corona Warn-App übermitteln lassen. Dann wird nach erfolgtem Test das Ergebnis automatisch an die Corona Warn-App übersendet.

Vorteil: „Der Proband kann nach der Testabnahme die Teststation sofort wieder verlassen und erhält nach zirka 15 bis 20 Minuten sein Ergebnis per E-Mail/SMS oder optional zusätzlich an die Corona Warn-App“, beschreibt Zweverink den Vorgang. Ebenfalls sieht man über die Seite meintest.brk.de bayernweit, welche Testzentren mit dem System arbeiten und wie die Öffnungszeiten sind.

Natürlich ist auch die bisherige Ergebnismitteilung mittels eines Papierausdrucks direkt vor Ort im Testzentrum möglich. Alle Personen, die die digitale Übermittlung nicht nutzen möchten oder keine Möglichkeit dazu haben, erhalten ihr Ergebnis nach wie vor im vom Team im Testzentrum direkt. Dazu müssen sie aber, wie bislang, die zirka 15 Minuten nach Entnahme des Abstrichs warten, bis das Ergebnis auf dem Testträger abgelesen werden kann.

Immer wieder wurden seit der Übernahme der Testzentren durch das BRK Mitte Mai vereinzelt Personen herausgefiltert, die positiv auf das Corona-Virus getestet wurden. „Das zeigt, wie sinnvoll und wichtig die Teststrategie ist, um potentiell Infizierte frühzeitig ausfindig und somit eine Unterbrechung von Infektionsketten möglich zu machen“, sagt Wolfgang Zweverink, der beim BRK-Kreisverband ebenso das Amt des Katastrophenschutz­beauf­tragten innehat und in dieser Funktion eng mit dem Landratsamt Haßberge zusammenarbeitet.

Aufgrund der erfreulichen Entwicklung im Landkreis mit sinkenden Inzidenzen und der Tatsache, dass für viele Bereiche – beispielsweise Besuche im Biergarten oder in Geschäften – aktuell keine negativen Schnelltests mehr erforderlich sind, hat das BRK die Öffnungszeiten für die Testzentren verringert und dem Bedarf entsprechend angepasst.

Sie sind an folgenden Tagen geöffnet (letzter Einlass ist jeweils 15 Minuten vor Schließung):

Haßfurt, Eishalle:
Montag von 14.00 bis 18.00 Uhr
Dienstag von 14.00 bis 18.00 Uhr
Mittwoch von 10.00 bis 18.00 Uhr
Donnerstag von 14.00 bis 18.00 Uhr
Freitag von 14.00 bis 18.00 Uhr
Sonntag von 10.00 bis 15.00 Uhr

Ebern, Rotkreuzhaus:
Montag von 14.00 bis 18.00 Uhr
Mittwoch von 10.00 bis 18.00 Uhr
Freitag von 14.00 bis 18.00 Uhr
Sonntag von 10.00 bis 15.00 Uhr

Hofheim, Haus des Gastes:
Montag von 14.00 bis 18.00 Uhr
Mittwoch von 10.00 bis 18.00 Uhr
Freitag von 14.00 bis 18.00 Uhr
Sonntag von 15.00 bis 19.00 Uhr

Maroldsweisach, Sportheim:
Dienstag von 9.00 bis 12.30 Uhr
Donnerstag von 15.00 bis 18.30 Uhr
Sonntag von 9.00 bis 12.30 Uhr

Eltmann, Sportheim:
Dienstag von 14.00 bis 18.00 Uhr
Donnerstag von 14.00 bis 18.00 Uhr
Sonntag von 14.00 bis 18.00 Uhr

Sollten die Inzidenzwerte deutlich ansteigen und damit auch der Bedarf an Antigen-Schnelltests wird das Rote Kreuz die Öffnungszeiten wieder erweitern. Mit Sorge beobachtet man aktuell die Entwicklung der Delta-Variante des Corona-Virus, das seinen Ursprung in Indien hat, und sich derzeit beispielsweise in Großbritannien, Portugal und Russland rasant ausbreitet. Die Delta-Variante gilt als hochansteckend.

Virologen warnen vor dieser Gefahr und sind sich sicher, dass die Delta-Variante in den kommenden Wochen und Monaten auch in Deutschland die dominierende Variante des Corona-Virus sein wird. Wie sich das auf das Infektionsgeschehen insgesamt auswirken wird, darüber herrscht derzeit Unklarheit. Wichtiger Bestandteil im Kampf gegen die Pandemie bleibt deshalb die Impfung einer möglichst hohen Anzahl der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland.

„Ich habe die digitale Lösung noch nicht genutzt, finde sie aber super, weil die Wartezeit damit entfällt“, freut sich Doris Mahr. Die Ebernerin hat das Testangebot des BRK in den letzten Wochen mehrmals in Anspruch genommen. Bekannte, die die digitale Registrierung und Ergebnisübermittlung schon genutzt haben, hätten ihr davon berichtet – und „sie finden es super: Testen und gleich weitergehen.“

Von dem neuen Angebot ist auch Helmut Dietz, Bürgermeister der Gemeinde Untermerzbach, überzeugt, der sich ebenfalls bereits mehrfach hat testen lassen. Dietz: „Ich finde die Lösung gut. Für diejenigen, die regelmäßig einen Schnelltest vorlegen müssen, ist das eine große Vereinfachung.“

 

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PM 047 / 2021. Text und Foto: Michael Will / BRK.

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news-777 Thu, 17 Jun 2021 08:56:00 +0200 Licht der Hoffnung symbolisiert Hilfe für Jedermann /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/licht-der-hoffnung-symbolisiert-hilfe-fuer-jedermann.html Erinnerung an Ursprünge des Roten Kreuzes – Fackellauf nach Solferino

LIMBACH / SOLFERINO - Eine kleine, unscheinbare Flamme brennt an der Spitze der knapp 1,2 Meter großen, silberfarbenen Aluminiumfackel, deren Vorderseite ein Rotes Kreuz trägt. Jede Bewegung und jeder Windstoß unter freiem Himmel lässt die Flamme tanzen - sie windet sich, zügelt aber unaufhörlich weiter. Ihr Schein erlischt nicht und trägt das „Licht der Hoffnung“ in diesen Wochen und Tagen quer durch Deutschland, Österreich und Italien und die Herzen tausender Rotkreuzler. Dieses kleine Licht ist Symbol für die Arbeit der Rotkreuzler: Es brennt unablässig, ebenso wie das Engagement der Helferinnen und Helfer nie erlischt, wenn es darum geht, Mitmenschen in Not zur Seite zu stehen.

Getreu dem Motto: „Unsere Mission + Menschen helfen“. 

Am Sonntagnachmittag, bei sommerlichen Temperaturen und blauem Himmel, durchquerte das „Licht der Hoffnung“ im Rahmen der Fiaccolata (= italienisch für Fackelzug) auch den Landkreis Haßberge und wurde von ehrenamtlichen Mitglieder der BRK-Bereitschaften, der Wasserwacht und des Jugendrotkreuzes in Empfang genommen und am Fuße der prächtigen Kulisse der Wallfahrtskirche Maria Limbach schließlich an die Kollegen des BRK-Kreisverbandes Bamberg übergeben. Die wiederum übergaben sie am Abend an die Kollegen des Bayerischen Roten Kreuzes in der Oberpfalz. Schließlich wechselte das „Licht der Hoffnung“ am Dienstag die Landesgrenze und ging in die Hände des österreichischen Roten Kreuzes über.

Seit 1992 erinnern tausende von Menschen aus der ganzen Welt alljährlich am 24. Juni bei einem Fackelzug, der Fiaccolata, des Italienischen Roten Kreuzes von Solferino nach Castiglione delle Stiviere an die Anfänge der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung. Wegen der Corona-Pandemie muss die Fiaccolata in diesem Jahr zum zweiten Mal in Folge ausfallen.

Doch Not macht bekanntlich erfinderisch! Deshalb hat sich der DRK-Landesverband Westfalen-Lippe etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Unter dem Motto „Licht der Hoffnung“ wurde am 8. Mai eine Fackel von Münster Richtung Solferino auf den Weg gebracht. Zu Land, zu Wasser und in der Luft wird die Fackel quer durch Deutschland, Österreich und Italien transportiert, bis sie schließlich in wenigen Tagen in Solferino, südlich des Gardasees, ankommt. Dann wird sie rund 1100 Kilometer Luftlinie zurückgelegt haben und durch die Hände von mehr als 1000 Rotkreuzlern gegangen sein.

Doch was ist der historische Hintergrund? Jedes Jahr findet im Juni in Solferino in Oberitalien am Geburtsort der Rotkreuz-Idee die Fiaccolata statt, bei der tausende  Rotkreuzler aus der ganzen Welt zusammenkommen und bei Einbruch der Dämmerung symbolisch die Flammen der Rotkreuzidee als Fackeln entzünden. 

Nach 2020 ist dies auch in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie leider nicht möglich.

Die Schlacht von Solferino war die Entscheidungsschlacht im Sardinischen Krieg zwischen dem Kaisertum Österreich und dem Königreich Piemont-Sardinien sowie dessen Verbündetem Frankreich unter Napoleon III. Am Morgen des 24. Juni 1859 standen sich jeweils 150.000 Soldaten gegenüber. Am Abend lagen 40.000 Tote und Verwundete auf dem Feld. Der junge Schweizer Geschäftsmann Henry Dunant, der sich auf Durchreise befand, vergaß angesichts dieser schrecklichen Bilder und des unsagbaren Leids seine ursprüngliche Mission und kümmerte sich stattdessen um die Soldaten. Er setzte sich dafür ein, dass alle Verwundeten unabhängig von ihrer Nationalität gleichbehandelt wurden. Die Rotkreuz-Idee, in Friedenszeiten Hilfsorganisationen zu gründen, deren Ziel es sein soll, die Verwundeten in Kriegszeiten durch Freiwillige als Zeichen der Menschlichkeit pflegen zu lassen, war geboren. 

Der Rotkreuzgedanke lebt in den Helferinnen und Helfern des BRK-Kreisverbandes Haßberge weiter, die am Sonntagnachmittag bei Maria Limbach auf die Ankunft der Fackel warten. Rund 40 Ehrenamtliche haben sich eingefunden, um Spalier zu stehen, als die Fackel eintrifft, die von den Kollegen aus dem BRK-Kreisverband Würzburg an die Haßbergler überbracht wurde und nun von der BRK-Bereitschaft Knetzgau kurz nach 15 Uhr empfangen wird. Mit dabei ist Bezirksbereitschaftsleiter Michael Behringer, der an diesem Tag die Fackel quer durch ganz Unterfranken auf rund 450 Kilometern durch die Gebiete der verschiedenen Kreisverbände begleitet.

Auf dem Parkplatz der Wallfahrtskirche wandert die Fackel dann von Hand zu Hand. Die Übergabe von einem Rotkreuzler zum anderen versinnbildlicht, dass alle Rotkreuzler, egal wo in Deutschland oder auf Welt, sich den Grundsätzen des Roten Kreuzes verpflichtet fühlen und tagtäglich Hand in Hand gemeinsam für Mitmenschen in Not arbeiten und ihnen helfen.

Für den fünf Jahre alten „Rettungszwerg“ Konrad vom Jugendrotkreuz Haßberge ist es ein großer Moment, auch wenn er die Bedeutung dieses ganz besonderen Augenblicks so genau natürlich noch nicht einordnen kann: Er bekommt die Fackel und einen Rotkreuz-Teddy von den Kollegen BRK-Bereitschaft Knetzgau überreicht, übergibt sie schließlich weiter an Johanna Schnös von der BRK-Bereitschaft Zeil, die symbolisch auf einer Rettungsfahrtrage Platz genommen hat. Die Trage samt der jungen Rotkreuzhelferin wird schließlich von Mitgliedern der Schnelleinsatzgruppe CBRNE in Chemiekalienschutzanzügen quer durch ein Einsatzzelt geschoben. Dort überreicht Johanna die Fackel an Kreisbereitschaftsleiter Stefan Funck, der sie wiederum an die bereits wartenden Kollegen Christopher Gratza und Christopher Gillitzer von der BRK-Bereitschaft Bamberg 3 weiterreicht. Mit ihnen wandert die Fackel an diesem Tag schließlich weiter durch Oberfranken bis in die Oberpfalz.

„Eine großartige Aktion, die Hoffnung und Zusammenhalt symbolisiert“, freut sich angesichts des Fackellaufs durch die Haßberge BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger. „Das ist ein tolles Beispiel dafür, wie gut das weltumspannende Netzwerk des Roten Kreuzes auch in herausfordernden Zeiten funktioniert.“

„Der Fackellauf hat mich stark berührt“, sagt Kreisbereitschaftsleiter Stefan Funck. „Es war sehr beeindruckend mitzuerleben, wie sich unser Rotes Kreuz an den verschiedenen Stationen in Unterfranken präsentieren konnte.“ Die föderale Struktur des Verbandes biete eine unglaubliche Vielfalt; es sei einfach bemerkenswert, wie die verschiedensten Gemeinschaften und Einheiten harmonisch vernetzt zusammenarbeiten.

Funck erlebt das nicht nur bei öffentlichkeitswirksamen Aktionen, „sondern auch bei meiner täglichen Rotkreuzarbeit auf allen Verbandsebenen - im örtlichen Bereich ebenso wie auf Kreis-, Bezirks-, Landes- oder Bundesebene. Trotz dieser Vielfalt sind wir beim Zusammenarbeiten immer EIN Rotes Kreuz“.

Das Motto des Fackellaufs, „Licht der Hoffnung“, könnte in der aktuellen Pandemiesituation nicht treffender gewählt werden. Auch im Landkreis Haßberge sehen sich die Rotkreuzler nach seinen Worten seit über einem Jahr mit stetig neuen Herausforderungen konfrontiert. „Mit einem überwältigenden Engagement jedes einzelnen Rotkreuz-Helfers und mit Teamgeist konnten wir bislang alle Aufgaben in dieser Ausnahmesituation mit Bravour meistern“, sagt Funck: „Ich bin stolz, ein Mitglied der Rotkreuzfamilie zu sein!“

Auch bei Ingrid Böllner hat der Fackellauf einen bleibenden Eindruck hinterlassen. „Für mich als ehrenamtliche Helferin und als hauptamtliche Mitarbeiterin war der Tag mit der Ankunft des ,Lichts der Hoffnung‘ ein Höhepunkt in meinem Rotkreuzleben.“

Viele Rotkreuzler fahren nach ihren Worten einmal in ihrem Leben nach Solferino, um an diesem Fackellauf teilzunehmen. Aufgrund der Pandemie war dies nun zum zweiten Mal in Folge nicht möglich und „umso glücklicher sind wir, dass das Licht zu uns gekommen ist“. 

Während die Fackel bei Maria Limbach in Empfang genommen wurde, waren Böllners Gedanken bei der Geschichte, bei der Entstehung des Roten Kreuzes: „Der Gedanke Henry Dunants wird zu uns getragen - zu den Menschen, die diesen Gedanken weiterleben lassen.“ 

Ingrid Böllner kommt ein wenig ins Schwärmen: „Ich sah strahlende Kinderaugen, ich sah stolze Erwachsene, die alle Teil dieser Geschichte sind. Ich sehe es als Kraftgeber für die Arbeit im Bereich des Ehrenamtes. Denn aufgrund der Pandemie und der dadurch entstandenen sozialen Distanz wurde mir einmal mehr bewusst, dass unsere Gesellschaft ohne die große Gemeinschaft der Ehrenamtlichen nicht existieren kann.“ Hier seien alle gefragt, dies zu unterstützen und nach der Pandemie ihre Arbeit in den vielen Bereichen wieder aufzunehmen.

Auch für Lukas Krapf, Leiter der BRK-Bereitschaft Zeil, spiegelt die Fackel als Symbol der Hoffnung die aktuelle Zeit der Lockerungen und der sich bildenden Gemeinschaft wider. „Es zeigt uns auch über den eigenen Tellerrand hinaus, wie viele Menschen Teil des Roten Kreuzes sind, wie wir alle die gleichen Ziele der Halbmondbewegung noch heute vertreten und dies zu Ehren Henry Dunants mit einer Fackel auch deutlich machen können.“ Dadurch werde für „jedes Mitglied sichtbar, ein Teil des Ganzen sein zu können und wie weitreichend unsere Gemeinschaft und unsere gemeinsamen Werte und Normen sind“.

 

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PM 047 / 2021. Text und Fotos: Michael Will / BRK.

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news-776 Wed, 09 Jun 2021 20:42:12 +0200 Neue Öffnungszeiten in Testzentren des BRK /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/neue-oeffnungszeiten-in-testzentren-des-brk.html Digitale Ergebnis-Übermittlung in Kürze flächendeckend möglich

LANDKREIS HASSBERGE - Aufgrund der aktuell erfreulichen Entwicklung bei den Inzidenzen im Zuge der Corona-Neuinfektionen im Landkreis Haßberge passt das Bayerische Rote Kreuz die Öffnungszeiten für die von ihm im Auftrag des Landratsamtes Haßberge betriebenen fünf Testzentren an. Somit ergeben sich für die Testzentren in Haßfurt, Ebern, Hofheim, Eltmann und Maroldsweisach ab Montag, 14. Juni, neue Öffnungszeiten. 

Durch die niedrigen Inzidenzwerte und den daraus resultierend geringeren Erfordernissen an Schnelltests werden die Öffnungszeiten insgesamt verkürzt, wie Wolfgang Zweverink, Katastrophenschutzbeauftragter beim BRK-Kreisverband Haßberge und organisatorischer Leiter für die Testzentren, mitteilt. Dennoch bietet das BRK an insgesamt 90 Stunden in der Woche Möglichkeiten für Corona-Antigenschnelltests an. „Sollte es wieder zu einem höheren Testbedarf kommen, werden wir die Zeiten wieder nach oben korrigieren“, bestätigt Zweverink.

Weiterhin ist es möglich, jeweils ohne Voranmeldung zu den Öffnungszeiten vorbei zu kommen. Testwillige müssen sich vor Ort mit einem Lichtbildausweis (Personalausweis oder Führerschein) zu ihrer Person ausweisen; auch für Kinder besteht eine Ausweispflicht. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, die ohne Begleitung eines Erziehungsberechtigten zum Testen kommen, müssen eine unterschriebene Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten für den Test mitbringen.

Ab Montag, 14. Juni, gelten folgende Öffnungszeiten
in den BRK-Schnelltestzentren:

Haßfurt, Eishalle: Montag von 14.00 bis 18.00 Uhr (letzter Einlass 17.45 Uhr)
Dienstag von 14.00 bis 18.00 Uhr (letzter Einlass 17.45 Uhr)
Mittwoch von 10.00 bis 18.00 Uhr (letzter Einlass 17.45 Uhr)
Donnerstag von 14.00 bis 18.00 Uhr (letzter Einlass 17.45 Uhr)
Freitag von 14.00 bis 18.00 Uhr (letzter Einlass 17.45 Uhr)
Sonntag von 10.00 bis 15.00 Uhr (letzter Einlass 14.45 Uhr)

Ebern, Rotkreuzhaus:
Montag von 14.00 bis 18.00 Uhr (letzter Einlass 17.45 Uhr)
Mittwoch von 10.00 bis 18.00 Uhr (letzter Einlass 17.45)
Freitag von 14.00 bis 18.00 Uhr (letzter Einlass 17.45 Uhr)
Sonntag von 10.00 bis 15.00 Uhr (letzter Einlass 14.45 Uhr)

Hofheim, Haus des Gastes:
Montag von 14.00 bis 18.00 Uhr (letzter Einlass 17.45 Uhr)
Mittwoch von 10.00 bis 18.00 Uhr (letzter Einlass 17.45 Uhr)
Freitag von 14.00 bis 18.00 Uhr (letzter Einlass 17.45 Uhr)
Sonntag von 15.00 bis 19.00 Uhr (letzter Einlass 18.45 Uhr)
Achtung: Der Termin am Montag, 14. Juni, in Hofheim entfällt einmalig!

Maroldsweisach, Sportheim:
Dienstag von 9.00 bis 12.30 Uhr (letzter Einlass 12.15 Uhr)
Donnerstag von 15.00 bis 18.30 Uhr (letzter Einlass 18.15 Uhr)
Sonntag von 9.00 bis 12.30 Uhr (letzter Einlass 12.15 Uhr)

Eltmann, Sportheim:
Dienstag von 14.00 bis 18.00 Uhr (letzter Einlass 17.45 Uhr)
Donnerstag von 14.00 bis 18.00 Uhr (letzter Einlass 17.45 Uhr)
Sonntag von 14.00 bis 18.00 Uhr (letzter Einlass 17.45 Uhr)

Download Öffnungszeiten [ PDF ]

Aktuell arbeitet das BRK an der Einführung einer Software, mit deren Hilfe sich Testwillige mittels eines vorher erzeugten QR-Codes für den Test registrieren lassen können. Der QR-Code wird dann an der Anmeldung ausgelesen. Nach Durchführung des Antigen-Schnelltests via Nasenabstrich kann dem Testwilligen das Ergebnis zirka nach 15 bis 20 Minuten per E-Mail oder SMS mitgeteilt werden. Damit müssen die getesteten Personen künftig nicht mehr vor Ort bis zu 15 Minuten auf das Ergebnis warten, sondern können direkt nach dem Abstrich gehen und erhalten das Ergebnis anschließend digital übermittelt.

Es besteht ferner die Möglichkeit, das Ergebnis direkt in die Corona-Warn-App zu implementieren. Die bei Bedarf daran anschließende Kontaktnachverfolgung im Falle eines positiven Testergebnisses übernimmt dann die Corona-Warn-App der Bundesregierung. Bei einem positiven Test wäre die Ergebnisanzeige signalrot. Für diesen Fall wird das Ergebnis automatisch an das Gesundheitsamt gemeldet, und man erhält Informationen zur weiteren Verfahrensweise.

Für alle, die kein Smartphone oder E-Mail-Konto haben oder dieses nicht nutzen möchten, ist die Ergebnisübermittelung weiterhin auf Papier möglich. Die Teilnahme am digital einheitlichen Prozess ermöglicht in diesem Fall ein aufgeklebter QR-Code.

Die Software ist bereits im Testzentrum Haßfurt eingeführt. Sobald auch die anderen vier Testzentren in Ebern, Hofheim, Eltmann und Maroldsweisach an die digitale Lösung angebunden sind und dort die digitale Datenübermittlung erfolgen kann, wird das BRK die Bevölkerung entsprechend informieren. Das BRK rechnet damit, dass dies im Laufe der kommenden Wochen flächendeckend funktionieren wird.

 

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PM 037 / 2021. Text und Foto: Michael Will / BRK.

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news-775 Sun, 06 Jun 2021 07:29:39 +0200 Jetzt mit einem Klick zum Lebensretter werden /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/jetzt-mit-einem-klick-zum-lebensretter-werden.html BRK: Termine fürs Blutspenden online buchen

HASSFURT - Zur Vermeidung längerer Wartezeiten, vor allem unter Einhaltung der gebotenen Abstandsregelung auch im Außenbereich sowie einer effizienteren Planung auf beiden Seiten, testet der BRK-Kreisverband Haßberge gemeinsam mit dem BRK-Blutspendedienst die mobile Blutspende mit verbindlicher Terminreservierung. Aktuell sind für die Termine im Juni noch Kapazitäten frei und können ganz einfach direkt reserviert werden.

„Die Versorgung muss unter allen Umständen, gerade jetzt vor dem Hintergrund weiterer Lockerungen der Pandemie-Maßnahmen sowie der anstehenden Sommerzeit, unbedingt weiter gewährleistet werden“, sagt Martina Kern, zuständige Gebietsreferentin beim Blutspendedienst für den Landkreis Haßberge.

Unter dem Link www.blutspendedienst.com gelangen Spender auf die Termine und geben in die Terminsuche ihren gewünschten Ort ein. Unter „Termin reservieren“ buchen Interessenten unter Angabe ihres Namens und ihrer Spendernummer oder mit dem Login des Spenderservice-Accounts einen Wunschtermin. Dank der individuellen Terminreservierung können die Spenderinnen und Spender beim Termin zur gewünschten Zeit mit Blutspendeausweis und einem gültigen, amtlichen Lichtbildausweis erscheinen.

Eine Online-Reservierung ist auch für Kurzentschlossene möglich. Weitere Infos erhalten Spenderinnen und Spender unter der kostenfreien Telefonnummer 0800/11 949 11. Auch hier können Sie sich einen Termin buchen lassen oder per Mail an info(at)blutspendedienst.com

Aktuell gibt es noch buchbare freie Blutspende-Liegen bei folgenden Terminen: Haßfurt (8. Juni), Zeil (9. Juni), Ebelsbach (10. Juni), Hofheim (14. Juni, mit Überraschung zum Weltblutspendertag), Eltmann (16. Juni) und Ebern (17. Juni).

 

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PM 035 / 2021. Text: Michael Will / BRK. Foto: BRK-Blutspendedienst

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news-774 Thu, 27 May 2021 19:33:40 +0200 Umfangreiches Testangebot an 157 Stunden in der Woche /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/umfangreiches-testangebot-an-157-stunden-in-der-woche.html Das BRK übernimmt den Betrieb aller fünf Schnelltestzentren des Landkreises 

LANDKREIS HASSBERGE - Seit dem 15. Mai hat das Bayerische Rote Kreuz den Betrieb aller fünf Schnelltestzentren des Landkreises Haßberge übernommen. Damit wird die Möglichkeit für die Bevölkerung fortgeführt, sich schnell und unkompliziert auf das SARS-CoV-2-Virus testen zu lassen. In vielen Bereichen ist ein negativer Antigenschnelltest Voraussetzung für noch nicht Geimpfte, bestimmte Angebote des öffentlichen Lebens wahrnehmen zu können. Die Testzentren befinden sich in Haßfurt, Ebern, Hofheim, Maroldsweisach und Eltmann.

Insgesamt wird in den fünf Testzentren an mehreren Tagen in der Woche das Angebot für die Bevölkerung aufrechterhalten. Insgesamt 157 Stunden pro Woche besteht die Möglichkeit, sich testen zu lassen. „Das ist ein sehr umfassendes Angebot und erfordert einen erheblichen logistischen Aufwand“, sagt Wolfgang Zweverink, Katastrophenschutzbeauftragter beim BRK-Kreisverband Haßberge und zuständiger Organisator beim BRK für die Testzentren.

Pro Schicht sind in den Testzentren zwischen drei und fünf Mitarbeiter gleichzeitig tätig, insgesamt durchschnittlich elf pro Testtag. Diesen hohen Personalaufwand kann das BRK nur durch die Mithilfe vieler Ehrenamtlicher aus den Gemeinschaften schultern. „Dafür danken wir unseren ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern in besonderem Maße“, sagt BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger. „Sie haben seit Beginn der Pandemie im März 2020 gezeigt, dass wir auf sie bauen können und sie verlässliche Stützen des Katastrophenschutzes im Landkreis sind.“

Ab Montag, 14. Juni, ändern sich in den BRK-Schnelltestzentren die Zeiten:

Haßfurt, Eishalle:
Montag von 14.00 bis 18.00 Uhr
  (letzter Einlass 17.45 Uhr)
Dienstag von 14.00 bis 18.00 Uhr
  (letzter Einlass 17.45 Uhr)
Mittwoch von 10.00 bis 18.00 Uhr
  (letzter Einlass 17.45 Uhr)
Donnerstag von 14.00 bis 18.00 Uhr
  (letzter Einlass 17.45 Uhr)
Freitag von 14.00 bis 18.00 Uhr
  (letzter Einlass 17.45 Uhr)
Sonntag von 10.00 bis 15.00 Uhr
  (letzter Einlass 14.45 Uhr)

Ebern, Turnhalle an der Grundschule:
Montag von 14.00 bis 18.00 Uhr
  (letzter Einlass 17.45 Uhr)
Mittwoch von 10.00 bis 18.00 Uhr
  (letzter Einlass 17.45)
Freitag von 14.00 bis 18.00 Uhr
  (letzter Einlass 17.45 Uhr)
Sonntag von 10.00 bis 15.00 Uhr
  (letzter Einlass 14.45 Uhr)

Hofheim, Haus des Gastes:
Montag von 14.00 bis 18.00 Uhr
  (letzter Einlass 17.45 Uhr)
Achtung: entfällt am Montag, 14. Juni einmalig wegen des Blutspendetermins in Hofheim!!!
Mittwoch von 10.00 bis 18.00 Uhr
  (letzter Einlass 17.45 Uhr)
Freitag von 14.00 bis 18.00 Uhr
  (letzter Einlass 17.45 Uhr)
Sonntag von 15.00 bis 19.00 Uhr
  (letzter Einlass 18.45 Uhr)

Maroldsweisach, Sportheim:
Dienstag von 9.00 bis 12.30 Uhr
  (letzter Einlass 12.15 Uhr)
Donnerstag von 15.00 bis 18.30 Uhr
  (letzter Einlass 18.15 Uhr)
Sonntag von 9.00 bis 12.30 Uhr
  (letzter Einlass 12.15 Uhr)

Eltmann, Stadthalle:
Dienstag von 14.00 bis 18.00 Uhr
  (letzter Einlass 17.45 Uhr)
Donnerstag von 14.00 bis 18.00 Uhr
  (letzter Einlass 17.45 Uhr)
Sonntag von 14.00 bis 18.00 Uhr
  (letzter Einlass 17.45 Uhr)

Download Öffnungszeiten:
bis 13.06.2021 [ PDF ]

ab 14.06.2021  [ PDF ]

Die von der Heimaufsicht des Landkreises organisierten Schnelltestzentren wurden be­reits seit Weihnachten vergangenen Jahres in Zusam­men­arbeit mit dem BRK-Kreis­verband betrieben. Gerade rund um Weihnachten und den Jahreswechsel waren die Schnelltest­zentren für viele Bürgerinnen und Bürger die einzige Möglichkeit, dass beispielsweise Besuche bei ihren Ange­höri­gen in Senioreneinrichtungen oder anderen beschützenden Einrichtungen möglich waren. Aufgrund der Vorgaben war für einen Besuch ein aktuell gültiger negativer Covid-Schnelltest Voraussetzung.

Durch den Einsatz der BRK-Helfer konnte dies gewährleistet werden; so wurde auch an den Weihnachtsfeiertagen in den Rotkreuz­häusern Haßfurt und Ebern die Möglichkeit für Tests geboten. „Das haben viele Bürgerinnen und Bürger dankbar angenommen“, erinnert sich Rudi Hauck, stellvertretender BRK-Kreisbereitschaftsleiter. „Dafür haben die Helferinnen und Helfer auf ihr eigenes Weihnachtsfest verzichtet, aber sie haben das gerne getan.“ Schließlich sei das BRK immer dann zur Stelle, wenn Hilfe gebraucht werde.

Da aufgrund der Pandemie und der dritten Virus-Welle die Testmöglichkeiten über lange Zeit aufrechterhalten und zum Teil ausgebaut werden mussten, hatte das Landratsamt die Bundeswehr um Amtshilfe gebeten, die seit dem 25. Januar beim Testbetrieb im Landkreis mit neun Soldaten des Logistikbataillons 467 aus Volkach unterstütze und an sechs Tagen pro Woche Schnelltestungen für Mitarbei­ter*innen und Besucher*innen von stationären, teilstationären oder ambulanten Einrichtungen der Pflege- oder Behindertenhilfe übernahm.

Nachdem Anfang März durch die neue Corona-Verordnung allen symptomfreien Bürger*innen mindestens einmal wöchentlich ein kostenloser Schnelltest ermöglicht werden sollte, hat der Landkreis dies in den vorhandenen Schnelltestzentren umsetzen und mit der weiteren Inbetriebnahme von Testzentren sogar deutlich ausbauen können. Inzwischen hat sich die Bundeswehr aus den Testzentren zurückgezogen.

Seit dem 15. Mai hat das BRK die Schnelltestzentren des Landkreises Haßberge übernommen und führt diese weiter fort. Bereits ab dem ersten Testtag am 16. Mai hat das BRK das Testangebot weiter ausgebaut und testet nun auch sonntags zusätzlich in Eltmann. „Mit dem BRK konnte ein krisenerprobter und zuverlässiger Partner gefunden werden, der die fünf Schnelltestzentren weiterführt“, sagt Landrat Wilhelm Schneider. „Der Landkreis freut sich auf einen gewohnt reibungslosen Ablauf.“ Durch die vielen gemeindlichen Teststationen und die fünf Testzentren könne somit weiterhin jedem Bürger ein einfaches und unkompliziertes Testangebot im Landkreis angeboten werden.

Für die Bürgerinnen und Bürger ändert sich beim Besuch einer der fünf Schnelltestzentren nichts. Sie können zu den Öffnungszeiten einfach vorbeikommen ohne sich vorher anmelden zu müssen. „Die Wartezeiten sind in aller Regel äußerst gering“, sagt Wolfgang Zweverink. „Meist kommen die Testwilligen sofort dran, zu Stoßzeiten können vielleicht mal fünf bis zehn Minuten Wartezeit entstehen.“

Wichtig ist, dass sich die Testwilligen vor Ort zu ihrer Person ausweisen können. Deshalb empfiehlt das BRK, dass die Bürger*innen einen amtlichen Lichtbildausweis mitbringen, beispielsweise einen Personalausweis, einen Reisepass oder einen Führerschein. Zumindest aber muss es ein Dokument sein, dass eine eindeutige Identifikation der Person möglich macht. Getestet werden können Erwachsene und Kinder.

Nach einer kurzen Anmeldung vor Ort und dem Ausfüllen des Testbogens geht es dann bereits zum Schnelltest. Dabei wird ein kleines Teststäbchen mit einem Wattebausch an der Spitze einige wenige Zentimeter in den vorderen Bereich in beide Nasenlöcher eingeführt. Dieser Vorgang dauert nur wenige Sekunden und wird von den Testwilligen problemlos vertragen. „Es kitzelt ein wenig in der Nase, mehr merkt man davon nicht“, weiß Wolfgang Zweverink aus Erfahrung. Durch die neuen Schnelltests, die im vorderen Bereich der Nase Anwendung finden, wird ein sogenannter tiefer Nasenabstrich unnötig, der sich deutlich unangenehmer anfühlt.

Der mit dem Röhrchen gewonnene Abstrich wird dann in einer Testflüssigkeit gelöst. Anschließend werden wenige Tropfen davon auf einem Testträger getropft. Dann ist ein wenig Geduld gefragt: Bis das korrekte Ergebnis angezeigt wird, dauert es zirka 15 Minuten. So lange können die Testwilligen in einem Wartebereich Platz nehmen. Anschließend bekommen sie ihr Ergebnis mit der Aushändigung ihres persönlichen Testbogens mitgeteilt.

Bei einem negativen Schnelltest können die Bürger*innen nun viele Angebote des öffentlichen Lebens nutzen, je nachdem wie es nach der jeweils aktuellen Sieben-Tages-Inzidenz und den sich daraus resultierenden gesetzlichen Vorgaben möglich ist. Ein Antigenschnelltest ist aktuell mindestens 24 Stunden gültig; allerdings empfiehlt das BRK Testwilligen, sich vor Ort bei Einrichtungen etc. vorab zu informieren, wie alt ein Schnelltest für den Besuch bzw. die Teilnahme bestimmter Angebote maximal sein darf. Hier gibt es aktuell rechtlich Unterschiede.

Sollte bei einem Test ein positives Ergebnis herauskommen, also der Verdacht auf eine Infektion mit dem Erreger SARS-CoV-2 bestehen, muss sich der Betreffende zuhause isolieren und umgehend Kontakt mit dem Gesundheitsamt aufnehmen. Dann wird über das weitere Vorgehen entschieden. Zur Absicherung des Schnelltestes ist dann ein sogenannter PCR-Test, ein Rachenabstrich, notwendig.

PCR-Tests sind der „Goldstandardstandard“ unter den Corona-Tests. Die Proben werden anschließend in einem Labor ausgewertet. PCR-Tests werden weiterhin eingesetzt, um zum Beispiel bei einer Person mit Symptomen abzuklären, ob eine Infektion mit SARS-CoV-2 vorliegt oder um einen positiven Schnell- oder Selbsttest zu verifizieren. Bis zum Bestätigungstest muss man zuhause bleiben und sich an die AHA+L-Regel halt

 

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PM 034 / 2021. Text und Fotos: Michael Will / BRK.

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news-773 Thu, 27 May 2021 13:38:46 +0200 Anstrengendes Arbeiten in Schutzanzügen /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/anstrengendes-arbeiten-in-schutzanzuegen.html CBRN(E)-Einheiten des BRK: Die medizinische Task Force nicht nur bei Chemieunfällen

HASSFURT – Sie gehen dorthin, wo alle anderen weglaufen und sind sozusagen die Task Force des Bayerischen Roten Kreuzes, wenn es um die Versorgung von Verletzen geht, die mit chemischen, biologischen, radioaktiven, nuklearen oder explosiven Stoffen in Kontakt gekommen sind: die Schnelleinsatzgruppen CBRN(E). Um auf diese spezielle und nicht ungefährliche Aufgabe vorbereitet zu sein, ist eine fundierte Ausbildung unerlässlich. Deshalb hat vor wenigen Tagen beim BRK-Kreisverband Haßberge ein Fachlehrgang für CBRN(E)-Schnelleinsatzgruppen aus ganz Bayern stattgefunden.

An vier Tagen und in 32 Unterrichtseinheiten sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf mögliche Einsatzszenarien vorbereitet worden, lernten Grundlagen, Gefahrenlagen und den Umgang mit Desinfektion und Dekontamination kennen. Auch die Praxis und Übungen kamen dabei nicht zu kurz. So mussten die Teilnehmer beispielsweise die Versorgung und Dekontamination von Verletzten in Gebläseschutzanzügen und Chemieschutzanzügen vom Typ 3b üben. Das sind Anzüge, in denen die Einsatzkräfte von der Umgebungsluft geschützt sind und so nicht selbst mit gefährlichen Stoffen in Berührung kommen können.

Überhaupt nimmt der Umgang mit der PSA (persönliche Schutzausrüstung) einen wichtigen Stellenwert in der Ausbildung der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer für ihren Dienst bei den Schnelleinsatzgruppen ein. Denn wird hier ein Fehler gemacht und es kommt zu undichten Stellen, wird der Helfer womöglich selbst ganz schnell zum Patienten. Das gilt es unter allen Umständen zu verhindern.

Die fünf Ausbilder Wolfgang Zweverink, Dr. Barbara Geisel, Philipp Heller (alle BRK-Kreisverband Haßberge), Dr. Anna Bludau (KV Straubing-Bogen) und Christoph Biersbach aus Bayreuth vermittelten den 17 Teilnehmer*innen alle notwendigen Grundlagen. Unterrichtsinhalte waren beispielsweise die korrekte Desinfektion bei biologischen Lagen sowie die Dekontamination bei chemischen Lagen. Des Weiteren stand als Themenschwerpunkt die Informationsgewinnung bei Einsatzlagen in Verbindung mit Fallbeispielen auf dem Programm. 

Unter Beachtung aller geltenden Corona-Regeln bildeten sich die Frauen und Männer vier Tage lang auf dem Areal des BRK-Kreisverbandes in Haßfurt weiter; als Voraussetzung für die Teilnahme am Fachlehrgang gilt die Teilnahme am Grundlehrgang CBRN(E), der ein Wochenende lang dauert. Die ehrenamtlichen BRK-Helfer*innen kamen aus den BRK-Kreisverbänden Weilheim-Schongau, Straubing-Bogen, Main-Spessart, Fürth, Ostallgäu und Haßberge.

Doch was sind eigentlichen die konkreten Aufgaben der CBRN(E)-Schnelleinsatzgruppen? Sie kommen in Zusammenarbeit mit Feuerwehr und Technischem Hilfswerk immer dann zum Einsatz, wenn Verletzte mit gefährlichen Stoffen in Berührung gekommen sind und vor einer Behandlung durch den Rettungsdienst dekontaminiert werden müssen. Der Fachdienst CBRN(E) ist an Einsatzstellen mit gefährlichen Stoffen und Gütern sozusagen das Bindeglied zwischen Feuerwehr und dem Rettungsdienst oder wie es Ausbilderin Dr. Anna Bludau formuliert: „Wir sind die medizinische Komponente an der Front.“ 

Während die Feuerwehr beispielsweise nach einem Chemieunfall in einem Industriebetrieb Verletzte aus dem Gefahrenbereich rettet und nach draußen bringt, übernehmen anschließend die Schnelleinsatzgruppen CBRN(E) eine erste Versorgung der Patienten mit lebensrettenden Sofortmaßnahmen, führen mit Spezialausrüstung eine Dekontamination durch und übergeben Betroffene dann zur weiteren Versorgung und Behandlung an den Rettungsdienst. Durch den Einsatz der Spezialkräfte wird sichergestellt, dass im Rahmen der weiteren medizinischen Versorgung der Verletzten keine gefährlichen Stoffe auf die Rettungskräfte übertragen werden.

Eigenschutz hat bei all diesen Maßnahmen oberste Priorität, erklärt Christoph Biersbach, Landesfachdienstleiter Betreuungsdienst und einer der Ausbilder. Das wird auch immer wieder bei den Fallbeispielen deutlich, für die die Teilnehmer Strategien zur Versorgung von Patienten entwickeln und anschließend in der Gruppe diskutieren. So gilt es beispielsweise zu besprechen, welche Maßnahmen bei Freisetzung einer Chemikalie in einem Unternehmen und der anschließenden Dekontamination von Patienten zu beachten sind. In einem anderen Fall muss einem eigenen Kollegen zu Hilfe geeilt werden, der eine Trinkwasseraufbereitungsanlage desinfiziert und es dabei zur Freisetzung des Desinfektionsmittels kommt.

Insgesamt gibt es in Bayern elf solcher Schnelleinsatzgruppen beim Bayerischen Roten Kreuz und zwar in den Kreisverbänden Weilheim-Schongau, Straubing-Bogen, Fürth, Ostallgäu, Main-Spessart (Lohr), Tirschenreuth, Cham, Landshut, Freyung-Grafenau, Garmisch-Partenkirchen und Haßberge. Rund 300 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer engagieren sich in diesen Einheiten.

Beim BRK-Kreisverband Haßberge gibt es die Schnelleinsatzgruppe CBRN(E) bereits seit dem 1. Januar 2004, sagt Wolfgang Zweverink, Katastrophenschutzbeauftragter des BRK in den Haßbergen und stellvertretender Fachdienstleiter CBRN(E) auf Landesebene. Hier sind rund 20 Helfer*innen tätig. Über diese schlagkräftige Truppe mit dem besonderen Fachwissen freut sich auch BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger: „Ich bin stolz auf dieses Engagement!“

Der Fachdienst auf Landesebene wurde 2006 anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft gegründet. Damals sorgten sich die Bundesregierung und das Land um mögliche Terroranschläge mit gefährlichen Substanzen im Zusammenhang mit der WM. Das Bayerische Rote Kreuz als verlässlicher Partner des Katastrophenschutzes stellte somit die CBRN(E)-Einheiten in Dienst und schloss nach Worten von Wolfgang Zweverink dadurch die medizinische Lücke zwischen bereits bestehenden Dekontaminationseinheiten der Feuerwehren und dem sanitätsdienstlichen Personal. Die BRK-Einheiten sind so ausgestattet, dass sie an bestehende Dekon-Einheiten anderer Organisationen andocken können und so wertvolle Synergien in der Zusammenarbeit entstehen. An den elf Standorten stehen speziell ausgerüstete Gerätewagen für den Einsatz bereit.

Die CBRN(E)-Einheiten beim BRK nehmen eine Sonderstellung ein. Sie gibt es nur in Bayern, sonst in keinem weiteren Bundesland. Vorranging kommen die Einheiten beim Umgang mit Patienten zum Einsatz, die der Infektionsschutzkategorie 4 zugeordnet werden müssen. Laut der Biostoffverordnung fallen darunter Biostoffe, die eine schwere Krankheit beim Menschen hervorrufen und eine ernste Gefahr für Beschäftigte darstellen. Die Gefahr einer Verbreitung in der Bevölkerung ist unter Umständen groß; normalerweise ist bei diesen Stoffen eine wirksame Vorbeugung oder Behandlung nicht möglich.

Unter der Kategorie 4 finden sich biologische Arbeitsstoffe, die als Krankheitserreger gelten und bei denen die verursachte Infektionskrankheit bis hin zu tödlichen Folgen reicht. In der Risikogruppe 4 sind ausschließlich Viren aufgeführt. Beispiele sind Erreger von hämorrhagischem Fieber, wie Ebola und Lassa, das Marburg-Virus sowie Pocken-Erreger und Milzbrand.

Dr. Anna Bludau berichtet von einem Einsatz, zu dem ihre Einheit in Straubing im letzten Jahr alarmiert wurde. In einem privaten Briefkasten wurde ein weißes Pulver gefunden. Zunächst gingen die Behörden von einem potentiell gefährlichen Stoff aus; der Anfangsverdacht bestätigte sich zum Glück nicht. Letztlich stellte sich die Substanz als ungefährliches Mittel zur Pflanzenbehandlung heraus.

In der Covid-Pandemie haben die CBRN(E)-Einheiten im vergangenen Jahr zudem an Teststationen an der Landesgrenze geholfen. Dort mussten Reiserückkehrer auf eine mögliche Infektion mit dem SARS-CoV-2-Erreger getestet werden.

An dem Fachlehrgang in Haßfurt haben folgende ehrenamtliche BRK-Helfer*innen teilgenommen: Julia Abraham, Daniel Hosse, Sascha Hosse, Robin Süskind (alle Kreisverband Weilheim-Schongau), Simon Brandl, Aaron Schwarz (KV Straubing-Bogen), Katja Dülk, Theresa Endrich, Jonas Pröschel (KV Main-Spessart), Jan Habermann, Sebastian Heubaum, Timo Häusinger, Harald Kirst (KV Fürth), Tom Schamberger, Alexander Janta (KV Ostallgäu) sowie Lukas Krapf und Moritz Miederhoff (KV Haßberge).

 

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PM 032 / 2021 . Text: Michael Will / BRK, Fotos: Jonas Pröschel / BRK.

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news-772 Mon, 10 May 2021 18:56:00 +0200 Rettungsdienst rückt jährlich rund 7800-mal aus /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/rettungsdienst-rueckt-jaehrlich-rund-7800-mal-aus.html

HASSFURT/EBERN - In den Jahren 2017 bis 2020 hat der Rettungsdienst des BRK-Kreisverbandes Haßberge insgesamt 31.204 Einsätze absolviert. Das sind im Durchschnitt 7801 Einsätze im Jahr, wie der neue Chefarzt des BRK-Kreisverbandes Haßberge, Dr. Ingo Schmidt-Hammer (Untermerzbach), bei der Online-Mitgliederversammlung des BRK-Kreisverbandes Haßberge deutlich machte. Sie wurde von der Eberner Frauengrundhalle aus zu den Mitgliedern nach Hause an die Bildschirme übertragen. 

So gab es in den vier Jahren insgesamt 11.319 Notarzteinsätze. Diese sind im Berichtszeitraum von 2855 auf 2817 geringfügig zurückgegangen. Zu Notfalleinsätzen mussten die Retter 6184-mal ausrücken, wobei es hier ebenfalls sehr geringe Schwankungen in den vier Jahren gegeben hat. Die Zahl der Krankentransporte ist in der Spitze von 6203 auf 4933 rückläufig gewesen. Hingegen gab es bei den „sonstigen Einsätzen“ – beispielsweise Gebietsabsicherungen, Hilfeleistungen und Fehleinsätze – eine deutliche Steigerung: von 5487 im Jahr 2017 auf 7004 im Jahr 2020.

Gestiegen ist nach Schmidt-Hammers Worten die Anzahl der genehmigten Stellen im Rettungsdienst von 65 auf 68. Davon waren 2020 55,76 Stellen hauptamtlich besetzt, 12,07 nicht hauptamtlich. Das zeigt, wie hoch das ehrenamtliche Engagement ist, wie zuvor auch Vorsitzender Wilhelm Schneider verdeutlichte. Die Ehrenamtlichen-Quote liege derzeit im Rettungsdienst bei über 19 Prozent. „Dieses hohe ehrenamtliche Engagement liegt in Bayern im oberen Viertel“, sagte Schneider. Diese Spitzenleistung sei in erster Linie dem Leiter Rettungsdienst und seinen Wachleitern sowie den Gemeinschaftsleitern im Ehrenamt zu verdanken. Insgesamt seien im Rettungsdienst 69 Hauptamtliche, acht Auszubildende und fünf Bundesfreiwillige beschäftigt sowie rund 72 Ehrenamtliche aktiv.

 

Knapp 14.000 Bürger lernen in 902 Kursen Erste Hilfe

HASSFURT / EBERN - BRK-Chefarzt Dr. Ingo Schmidt-Hammer warf ebenso einen Blick auf die Breitenausbildung, die das BRK für die Bevölkerung leistet. So wurden in den vergangenen vier Jahren 481 Erste-Hilfe-Kurse mit 7661 Teilnehmer*innen abgehalten, 145 Erste-Hilfe-Fortbildungen mit 2216 Teilnehmer*innen sowie 19 Kurse „Erste Hilfe 50+“ für die Bevölkerungsgruppe ab dem 50. Lebensjahr mit 344 Frauen und Männern.

Des Weiteren gab es 78 Kurse „Erste Hilfe am Kind“ mit Bildungs- und Betreuungseinrichtungen mit 1175 Teilnehmer*innen. Für Schulsanitäter wurden 26 Kurse angeboten, die 409 Mädchen und Jungen besuchten. In Arztpraxen absolvierte das BRK 15 Notfalltrainings für Personal mit insgesamt 210 Teilnehmern. Speziell für die Angestellten in Altenwohnheimen gab es 30 Kurse mit 483 Besuchern.

Um schon Kinder an das Thema „Erste Hilfe“ heranzuführen, veranstaltet das Rote Kreuz auch hierfür spezielle Kurse. So gab es fünf Kurse „Juniorhelfer an Grundschulen“ mit 79 Schüler*innen und 83 „Trau dich“-Kurse mit 953 Kindern im Kindergartenalter.

Um eigenes Personal für die BRK-Bereitschaften zu gewinnen, die beispielsweise Feste und Sportveranstaltungen sanitätsdienstlich absichern, wurden sieben Sanitätsausbildungen abgehalten; 115 Frauen und Männer nahmen daran teil. Sie engagieren sich ehrenamtlich. 

Somit konnte Dr. Ingo Schmidt-Hammer eine erstaunliche Bilanz aus den letzten vier Jahren vorlegen. So führte das Rote Kreuz insgesamt 902 Kurse mit 13.823 Teilnehmer*innen durch.

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PM 031 / 2021 . Text u. Fotos: Michael Will / BRK.

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news-771 Thu, 06 May 2021 11:39:00 +0200 Bevölkerung steht hinter dem BRK /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/bevoelkerung-steht-hinter-dem-brk.html Landrat lobt hohen Einsatz von Haupt- und Ehrenamtlichen

HASSFURT / EBERN - Es waren bewegte vier Jahre mit vielen herausragenden Meilensteinen und einer ganz gehörigen Portion Arbeit, auf die Kreisvorsitzender Wilhelm Schneider bei der Mitgliederversammlung des BRK-Kreisverbandes Haßberge zurückblickte. Wegen der Corona-Pandemie und des damit einhergehenden Infektionsschutzes fand sie online statt. Via Livestream wurde die Versammlung aus der Frauengrundhalle in Ebern nach Hause an die Bildschirme der Mitglieder übertragen. Nur wenige Vertreter der Kreisvorstandschaft waren in Präsenz vor Ort, um ihre Berichte vorzutragen.

Hinter den Kulissen sorgte Thomas Behr von der BRK-Bereitschaft Eltmann für einen reibungslosen technischen Ablauf. Er hatte mehrere Kameras und Mikrofone in der Halle aufgebaut und steuerte mithilfe eines Mischpultes und eines Videoschnittprogrammes das Geschehen, so dass die BRK-Mitglieder zuhause ein abwechslungsreiches Bild geboten bekamen.

Vorsitzender und Landrat Wilhelm Schneider erinnerte in seinem Rückblick an zahlreiche Ereignisse in den Jahren 2017 bis 2021, die den BRK-Kreisverband geprägt hatten. So wurde das 40-jähirge Bestehen der Sozialstation gefeiert; der Medizinische Dienst der Krankenkassen attestierte bei der jährlichen Qualitätsprüfung die Note 1,0.

Seit September 2018 gibt es einen weiteren Standort der Mittagsbetreuung an der Grundschule Nassachtal in Haßfurt. Die Wasserwacht-Ortsgruppe Sand/Zeil beging ihr 50-jähriges Jubiläum, die Wasserwacht-Ortsgruppe Ebern ihr 70-jähriges und die BRK-Bereitschaft Memmelsdorf ihr 50-jähriges Bestehen. 

Im April 2019 zogen die Abteilungen Sozialstation und Fahrdienst in die neu umgebauten Räumlichkeiten in das ehemalige Telekom-Gebäude in der Industriestraße 16 in Haßfurt. Im Januar 2020 erfolgte der Umzug der Servicezentrale, Hausnotruf und „Essen auf Rädern“ in die umgebauten Räume in das Gebäude der Industriestraße 16. 

Im September 2018 feierte das Mehrgenerationenhaus (MGH) Haßfurt sein zehnjähriges Bestehen. Im Februar 2019 wurde das MGH offizielle Familienbildungsstätte und mit dem 2. Preis beim Wettbewerb „Einsam? Zweisam? Gemeinsam!“ mit dem Projekt „Gemeinsam statt Einsam – Patenschaften für und von Älteren und Hochbetagten“ im Mai 2019 ausgezeichnet. Seit Februar 2020 ist das MGH offizielle Freiwilligenagentur. 

Seit August 2019 ist der neu ausgeschriebene Rettungsdienststellplatz in Schweinshaupten in Betrieb. Dort steht im Landkreis seitdem zusätzlich ein Rettungswagen an sieben Tagen in der Woche von 8 bis 20 Uhr bereit.

Im September fand gemeinsam mit Feuerwehr, BRK, THW und der Integrierten Leitstelle Schweinfurt eine Großübung am Bahnübergang „Hetschingsmühle“ bei Ebern statt. Es wurde ein Unfall zwischen einem Personenzug und mehreren Autos realitätsnah simuliert, erinnerte Schneider. 35 Verletztendarsteller,100 Einsatzkräfte des BRK sowie 150 Einsatzkräfte anderer Organisationen waren beteiligt.

Wegen der Corona-Krise nahm im März 2020 der Koordinierungsstab des BRK-Kreisverbandes seine Arbeit auf. Kurz darauf setzte Landrat Wilhelm Schneider nach Maßgabe des Katastrophenschutzgesetzes seitens des Landratsamtes einen Örtlichen Einsatzleiter (ÖEL) ein. Die Führungsstelle nahm am 23. März in der Stadthalle Haßfurt ihre Arbeit auf. Die Sanitätseinsatzleitung (SanEL; Leitender Notarzt und Organisatorischer Leiter) und die die Unterstützungsgruppe SanEL des Roten Kreuzes wurden vom Landkreis in den Führungsstab berufen.

Im April 2020 wurde auf dem Gelände des Kreisverbandes die europaweit einzigartige Plasmasterilisationsanlage in Betrieb genommen. „An ihr bestand hohes mediales Interesse“, sagte der Landrat. Mit der Anlage konnten – aufgrund damals vorherrschender bundesweiter Knappheit an Schutzausrüstung für den Rettungsdienst - Atemschutzmasken und Schutzkleidung nach dem Einsatz sterilisiert und wiederverwendet werden. 

Erfolge auch im Patientenfahrdienst: Er durchlief die Rezertifizierung im Bereich „Sicherheit in der Personenbeförderung“ erfolgreich. Mehrere europaweite Ausschreibungen im Schülerfahrdienst für Förderzentren konnten zudem gewonnen werden. 

Im November 2020 wurde die neu gestalteten und umgebauten Räumlichkeiten der Rettungswache Haßfurt fertiggestellt. Im Dezember nahm das 1. Impfzentrum des Landkreises in Hofheim seinen Betrieb im Rotkreuzhaus auf. Das 2. Impfzentrum in Zeil folgte nach Ausschreibung Ende Januar 2021. Beide Impfzentren werden vom BRK-Kreisverband Haßberge betrieben. 

Ab Mitte Dezember wurden wöchentlich an drei Tagen an den Standorten Ebern und Haßfurt Schnelltestungen auf Covid19 für Besucher von Pflegeeinrichtungen durchgeführt. 

„Seit nunmehr 38 Jahren ist der Kreisverband ununterbrochener Spitzenreiter im Blutspende-Aufkommen in Bayern“, freute sich der Landrat und dankte dafür den treuen Blutspendern sowie allen ehrenamtlichen Helfer*innen der BRK-Bereitschaften für deren Unterstützung. Die Bereitschaft, Blut zu spenden, sei in der Bevölkerung im Landkreis ziemlich genau doppelt so hoch wie im bayerischen Landesdurchschnitt. 

Beim Blick auf all die Ergebnisse der vielfältigen Arbeit des BRK-Kreisverbandes Haßberge machte der Vorsitzende deutlich, wie groß die Kraftanstrengungen gewesen sein müssen, um diese Ziele zu erreichen. „Wenn man dann noch bedenkt, dass 12.936 Einwohner dieses Landkreises Mitglieder unseres Kreisverbandes, davon 10.971 Förderer des Roten Kreuzes sind, können wir mit Genugtuung feststellen, dass die Einwohner unseres Landkreises hinter ihrem Roten Kreuz stehen“, sagte Wilhelm Schneider.

Solche Leistungen seien aber nur durch ein enormes Engagement ehrenamtlicher Mitglieder möglich. Sie stellten sich selbstlos und geduldig tagtäglich den vielfältigen Aufgaben zum Nutzen der Allgemeinheit. Ebenso dankte er den Hauptamtlichen; sie seien die Stütze des Kreisverbandes nicht nur in den hauptamtlich geprägten Aufgabenfeldern, sondern engagieren sich oft auch außerordentlich im ehrenamtlichen Bereich.

 

Investitionen in die Sicherheit der Bevölkerung

HASSFURT / EBERN - Die Aufgaben des BRK-Kreisverbandes umfassen nicht nur die meist nach außen am deutlichsten sichtbaren Tätigkeiten wie Rettungsdienst und Sozialstation, sondern eine Vielzahl anderer Bereiche. So galt es für die Vorstandschaft in Zusammenarbeit mit Kreisgeschäftsführer Dieter Greger in insgesamt elf Sitzungen in der letzten Amtsperiode sich der strategischen Ausrichtung neuer und bestehender Aufgaben bzw. Geschäftsfelder zu widmen, wie Kreisvorsitzender Wilhelm Schneider bei der Mitgliederversammlung des BRK-Kreisverbandes deutlich machte.

Der Bereich des Wohlfahrtswesens, Soziales und Pflege ist demnach mit einem Gesamtertragsvolumen von 8,1 Millionen Euro der größte Arbeitsbereich des Kreisverbandes. Hier werden die Bereiche Soziale Arbeit und Soziale Dienstleistungen unterschieden. Zu den Sozialen Dienstleistungen gehören „Essen auf Rädern“, Fahrdienste (Individual-, Schüler- und KVB-Fahrdienst), Hausnotruf und Sozialstation. Insgesamt sind hier 215 Mitarbeiter*innen, zwei Auszubildende und Bundesfreiwillige beschäftigt. Der Bereich Soziale Arbeit besteht aus dem Mehrgenerationenhaus, der Jugendsozialarbeit an 17 Schulen, offene und gebundene Ganztagsschulen, Mittagsbetreuungen, Kindertagesstätte mit Krippe, Schulkind-Begleitung/Integrationshilfe, Beratungsstelle für Kur- und Erholung, Suchdienst und Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer. Hier arbeiten derzeit 133 Beschäftigten sowie Praktikanten und Bundesfreiwillige.

Die Arbeit des Roten Kreuzes im Landkreis ist von einem Großteil ehrenamtlichen Engagements getragen, wie Vorsitzender Wilhelm Schneider deutlich machte: „In den letzten vier Jahren wurden durch unsere derzeit 1466 ehrenamtlichen Helfer*innen in den Bereitschaften, der Wasserwacht, dem Jugendrotkreuz und der Gemeinschaft Wohlfahrt und Sozialarbeit insgesamt 478.872 Einsatzstunden zum Wohle der Allgemeinheit geleistet.“ Müsste diese ehrenamtliche Leistung hauptamtlich erbracht werden und als bedarfsnotwendig anerkannt sein, müssten über 300 Vollzeitstellen durch die öffentliche Hand finanziert werden. „Wirklich beeindruckend“, staunte der Landrat.

Damit die Helfer*innen ihre satzungsgemäßen Aufgaben erfüllen können, sind auch hohe Eigenmittel des Kreisverbandes notwendig. Persönliche Helfer-Schutzausrüstung, Ausstattung, Material und Digitalfunk sowie die Aus- und Fortbildung schlugen in den vergangen vier Jahren mit knapp 1,4 Millionen Euro zu buche.

Für die geleistete Arbeit und das persönliche Engagement sagte Schneider allen ehrenamtlich Aktiven, haupt- und nebenamtlichen Mitarbeitern, der Vorstandschaft und Führungskräften sowie Fördermitgliedern und Freunden des Roten Kreuzes ein herzliches Dankeschön. In diesem Zusammenhang hob er auch die gute Zusammenarbeit mit dem Landratsamt und den anderen Hilfsorganisationen (Feuerwehr, THW und Polizei) im Landkreis Haßberge hervor. „Diese gute Zusammenarbeit hat sich besonders jetzt in der über einjährigen Pandemiebewältigung bewährt“, so der Vorsitzende. „Besonders stolz bin ich dabei auf die außerordentliche Leistungsfähigkeit unseres BRK-Kreisverbandes.“ 

Die vielfältige Arbeit des Bayerischen Roten Kreuzes, die im Landkreis fast wie selbstverständlich läuft, wird nach Worten von Wilhelm Schneider von der Bevölkerung dankbar angenommen. „Sie hat in unserer modernen Gesellschaftsordnung Bestand!“ Dass das BRK im Landkreis einen guten Namen hat, dazu würden alle Mitarbeiter*innen und Helfer*innen beitragen.

Schatzmeister Peter Schleich berichtete von einer wirtschaftlich geordneten Lage des Kreisverbandes. Steigerungen der Ertragslage kann der Kreisverband nach seinen Worten in nahezu allen Tätigkeitsfeldern im Berichtszeitraum seit 2017 verzeichnen, so beispielsweise beim Rettungsdienst um 27,9 Prozent auf 4,57 Millionen Euro. Einen deutlichen Rückgang musste man bei der Mittelbeschaffung hinnehmen. Hier machen sich unter anderem die Auswirkungen der Corona-Pandemie und die damit verbundenen Beschränkungen deutlich. 

Beim Blick auf die Aufwendungen im Berichtszeitraum ab 2017 fallen vor allem Ausgaben für die Rotkreuz-Gemeinschaften (Bereitschaften, Wasserwacht, Jugendrotkreuz, Wohlfahrt- und Sozialarbeit) mit 1,4 Millionen Euro ins Auge, beim Katastrophenschutz in Höhe von 652.000 Euro, für sonstige Rotkreuzaufgaben mit 435.000 Euro und für Bildungsmaßnahmen mit 389.000 Euro. Gesteigert haben sich die Personalkosten um 20,5 Prozent auf 9,88 Millionen Euro.

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PM 030 / 2021 . Text u. Fotos: Michael Will / BRK.

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news-770 Mon, 03 May 2021 14:41:31 +0200 Dr. Behdjati-Lindner verstärkt BRK-Kreisvorstand /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/dr-behdjati-lindner-verstaerkt-brk-kreisvorstand.html Wahlen beim Roten Kreuz per Urnen-Gang

HASSFURT - Wilhelm Schneider bleibt auch in den nächsten vier Jahren Vorsitzender des Kreisverbandes Haßberge des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK). Der Landrat wurde im Rahmen einer Mitgliederversammlung kürzlich wiedergewählt. Pandemiebedingt fand die Versammlung nicht in Präsenz statt, sondern wurde online via Livestream nach Hause zu den Mitgliedern an ihren Bildschirmen übertragen. Die Wahl von Vorstandschaft, Kreisbereitschaftsleitung und erstmals der Gemeinschaft „Wohlfahrt- und Sozialarbeit“ fand als Urnenwahl am Hauptsitz des Kreisverbandes in Haßfurt statt. Insgesamt 134 stimmberechtigte Mitglieder hatten von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht.

Schneider, der nunmehr seine zweite Amtsperiode als BRK-Kreisvorsitzender antritt, dankte den Mitgliedern für seine Wiederwahl und versicherte, auch in den kommenden vier Jahren gemeinsam mit der Vorstandschaft an der erfolgreichen Entwicklung des Rotkreuz-Kreisverbandes mitarbeiten zu wollen.

Allen haupt- und ehrenamtlichen Helfer*innen sagte er ein aufrichtiges Dankeschön für deren engagierte Arbeit, die sie seit Beginn der Pandemie im März 2020 zusätzlich zu ihren wie sonst gewohnten Aufgaben geleistet haben. Die Corona-Pandemie verlange von der Hilfsorganisation und ihren Mitarbeiter*innen seit über einem Jahr viel ab und mache der Gesellschaft und jedem einzelnen Bürger durch Einschränkungen und Beschränkungen schwer zu schaffen. Dennoch zeigte sich der Vorsitzende zuversichtlich, die Pandemie in absehbarer Zeit überwinden zu können – dank der Disziplin der allermeisten Bürger*innen und der Impfkampagne, die inzwischen deutlich an Fahrt aufgenommen habe. „Ich hoffe, dass wir uns alle bald wieder gemeinsam treffen können und auch wieder gemeinsam mal ein Fest feiern können“, blickte der Landrat mit Zuversicht voraus.

Neuer 1. stellvertretender Vorsitzende wurde Dr. Arman Behdjati-Lindner aus Haßfurt, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin und zudem Leiter des vom BRK betriebenen Impfzentrums in Zeil. Er löst in dieser Position Reinhold Nastvogel ab, der nicht mehr zur Wahl angetreten war.

Als 2. stellvertretender Vorsitzender ist der Hofheimer Bürgermeister Wolfgang Borst in seinem Amt wiedergewählt worden, ebenso wie Justiziar Steffen Vogel (MdL), Schatzmeister Peter Schleich und stellvertretender Schatzmeister Norbert Bendel. Zum Chefarzt des Kreisverbandes wurde Dr. Ingo Schmidt-Hammer (Untermerzbach) gewählt und Alexander Zolp (Haßfurt) zum stellvertretenden Chefarzt; beide haben damit im Vergleich zur vorherigen Amtsperiode eine Ämter-Rochade vollzogen.

Auch der Haushaltsausschuss wurde mit sieben Mitgliedern gewählt. Ihm gehören Thomas Finzel, Thomas Weith, Thomas Behr, Ines Heiduk, Dr. Brigitte Lutz, Marco Depner und Fabian Weber an. Zu stellvertretenden Mitgliedern sind Dominik Wohlleben, Manfred Biertempfel und Alexander Toni gewählt worden.

In die Bezirksversammlung werden fünf Personen entsandt: Wolfgang Zweverink, Anne Grimmer, Stefan Funck, Dr. Brigitte Lutz und Dieter Greger. Als Ersatzdelegierte fungieren Ingrid Böllner, Christoph Grimmer, Dieter Kirstner, Petra Schmitt und Thomas Behr.

Anne Grimmer, Wolfgang Zweverink und Dieter Greger werden als Delegierte in die Landesversammlung entsandt. Ersatzdelegierte sind hier Dieter Kirstner, Dr. Brigitte Lutz und Stefan Funck.

Gewählt wurde im Zuge der Mitgliederversammlung ebenso die Kreisbereitschaftsleitung. An dieser Wahl beteiligten sich beim Urnengang 94 stimmberechtigte Mitglieder aus den Bereitschaften. Auf den bisherigen Kreisbereitschaftsleiter Stefan Funck (Eltmann) entfielen 82 gültige Stimmen; er übt dieses Amt damit auch in den kommenden vier Jahren aus. Um das Amt des stellvertretenden Kreisbereitschaftsleiters hatten sich mit Rudi Hauck (Memmelsdorf), Kai Niedermeyer (Zell a.E.), Matthias Popp (Ebelsbach) und Dirk Finzel (Sand) gleich vier Interessenten beworben. Das Ergebnis fiel eindeutig aus, so dass eine vermutete Stichwahl nicht notwendig war. Rudi Hauck erhielt mit 47 Stimmen die absolute Mehrheit und ist somit neuer stellvertretender Kreisbereitschaftsleiter. Auf Dirk Finzel entfielen 20 Stimmen, auf Kai Niedermeyer und Matthias Popp je elf. 

Die Gemeinschaft „Wohlfahrts- und Sozialarbeit“ hat in diesem Jahr zum ersten Mal gewählt. 19 Stimmberechtigte erschienen zur Stimmabgabe. Gewählt wurden mit Roswitha und Wilhelm Stuhlfelder (Haßfurt) zwei gleichberechtigte ehrenamtliche Beauftragte. Als Abwesenheitsvertreterin fungiert Katharina Volk (Dampfach).

Die Ergebnisse der Wahlen wurden ebenfalls via Online-Live-Stream an die Mitglieder übertragen. Sie wurden von Brigitte Körpert, Martin Schrauder und Ingrid Böllner als Mitglieder des Wahlausschusses bekannt gegeben.

 

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PM 029 / 2021 . Text u. Foto: Michael Will / BRK.

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news-769 Wed, 17 Mar 2021 16:42:56 +0100 BRK sagt Altkleidersammlung ab! /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/brk-sagt-altkleidersammlung-ab.html

LANDKREIS HASSBERGE - Der Kreisverband Haßberge des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) sagt seine für Samstag, 20. März, im gesamten Landkreis Haßberge geplante Altkleidersammlung ab! Die Bevölkerung wird um Beachtung gebeten.

Grund für die Absage sind die neuerlich steigenden Inzidenzwerte in Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Waren diese Werte in jüngster Vergangenheit stark gesunken, steigen sie nach Mitteilung des Gesundheitsamtes nun wieder in Besorgnis erregendem Maße an. So lag die Sieben-Tages-Inzidenz laut Robert-Koch-Institut am Mittwoch, 17. März (Stand: 0.00 Uhr) bei 71,1. Ebenso nähmen die nachgewiesenen Virus-Mutationen auch im Landkreis Haßberge deutlich zu.

Vor dem Hintergrund dieser bedauerlichen Entwicklung hat BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger am Mittwochnachmittag entschieden, die Altkleidersammlung abzusagen, um jegliches Risiko für die haupt- und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer auszuschließen. Die Bevölkerung wird um Verständnis gebeten.

Wann die nächste Altkleidersammlung stattfindet, ist unklar. Das BRK informiert darüber rechtzeitig.

Bürgerinnen und Bürger, die Altkleidersäcke haben, können diese jederzeit an den vielen in den Haßbergen aufgestellten BRK-Altkleidercontainern abwerfen – das ganze Jahr über.

 

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PM 014 / 2021 . Text u. Foto: Michael Will / BRK.

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news-766 Mon, 08 Mar 2021 14:19:00 +0100 770 Blutspender, darunter 49 Erstspender /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/770-blutspender-darunter-49-erstspender.html BRK zufrieden: Hohe Beteiligung beim Blutspenden im Februar

LANDKREIS HASSBERGE – Insgesamt sechs Blutspendetermine hat das Bayerische Rote Kreuz im Februar im Landkreis Haßberge durchgeführt. 

Noch immer sind die Blutspendetermine anders als vor der Corona-Pandemie, jedoch sind die SpenderInnen sowie die ehren­amtlichen HelferInnen sehr geduldig bei den Terminen, so dass trotz Abstand, Hygieneregeln und teils geringen Wartezeiten alles reibungslos abläuft.

„Insgesamt konnten wir an den Terminen auch 49 Erstspender begrüßen“, freut sich Simone Gilley von der Servicestelle Ehrenamt beim BRK-Kreisverband Haßberge. „Insgesamt kamen 770 BlutspenderInnen.“

Aufgrund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen hohen hygienischen Standards werden weiterhin alle Hygiene- und Schutzmaßnahmen umgesetzt, um eine mögliche Ansteckung und Verbreitung mit dem Corona-Virus für Spender und Personal so gering wie möglich zu halten. Gilley: „Ein herzliches Dankeschön an all unsere treuen BlutspenderInnen im Landkreis Haßberge, die diese Maßnahmen mit uns zusammen tragen und umsetzen.“

Die Bevölkerung im Landkreis habe bewiesen, dass auch eine Pandemie sie nicht davon abhalten kann, anderen Menschen mit einer Blutspende zu helfen. Die Anzahl der Erstspender im Landkreis zeuge auch davon, dass immer mehr Menschen bereit sind, mit ihrem Blut anderen zu helfen. „Gemeinsam gegen Gleichgültigkeit“ ist nach Gilleys Worten ein ungebrochenes Motto der Spender. Das macht Sie alle zusammen zum „Lebensretter“ und zum Vorbild in der Gesellschaft.

Die Ergebniss der Spendetermine im Einzelnen:

Hofheim:

107 Blutspender wurden registriert, darunter sechs Erstspender. 

Ihre dritte Spende gaben Kristin Hack, Franco Firenze, Franziska, Elfriede, Kilian und Leon Kilian sowie Kerstin Langguth ab. Die zehnte Spende leisteten Katja Gerner und Jana Seeber. Zum 25. Mal hat Anna Firenze gespendet. 50-mal spendete Ruth Schüssler, bereits 125-mal Günther Kraus.

Haßfurt:

144 Blutspender kamen, davon 10 Erstspender.

Zum dritten Mal spendeten Denise Röhner und Tina Zimmermann. Die 25. Spende gab Michael Nowak und die 75. Joachim Pakosch.

Untermerzbach:

Insgesamt 77 Blutspender wurden registriert, darunter drei Erstspender. 

Die dritte Spende leisteten Konstanze Steinfurth und Elisa Adam. Bereits zum 50. Mal spendeten Stefan Grams und Udo-Jürgen Scharpf.

Obertheres:

Hier kamen 103 Frauen und Männer, darunter acht Erstspender. 

Ihre dritte Spende gaben Franziska Dingler, Fabian Haupt, Nick Ertl, Vanessa Sackwitz, Jana v. Marklowski, Patrick Kobzan, Janne Maike Kozlowski und Bettina Mäuser ab. Die 50. Spende leistetet Johannes Grasser, bereits zum 75. Mal spendeten Hans-Peter Reis und Barbara Schlotter.

Ebern:

Hier konnten 236 Spender registriert werden, davon waren elf Erstspender.

Die dritte Spende gaben Frank Geuß, Elina Rosche, Rebecca Heyer, Theresa Maria Bühler, Winfried Geuß, Lena Lurz, Sonja Gromhaus, Volker Mergner, Tim Steger, Christian Neundorf, Regina Steinert, Antonia Müller, Leo Ruppert, Michael Paul und Helena Schner ab. Ihre zehnte Spende leisteten Christina Schneider, Marcel Leibold, Katja Enzmann, Petra Büchner, Lena Wahl und Oliver Kröner. Das 25. Mal spendete Doris Klehr, zum 75. Mal Rosemarie Günther. Bereits 100-mal spendete Paul Marks und 150-mal Ruth Metter.

Knetzgau:

Den Weg zur Blutspende fanden 103 Spender, darunter elf Erstspender.

Lea Wittig, Tabea Schmitt, Johannes Klauer, Alexander Mohr und Irmgard Weickert spendete zum dritten Mal, Ralf-Peter Johannes zum zehnten Mal.

Der BRK-Kreisverband Haßberge bedankt sich bei allen Blutspenderinnen und Blutspendern für ihre Bereitschaft, freiwillig und unentgeltlich Blut für Menschen in Not zu spenden. Ein großer Dank gilt auch den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die in dieser etwas anderen Zeit weiterhin ihren Dienst am Menschen verrichten und bei den Blutspendeterminen unterstützen.

 

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PM 011 / 2021 . Text: Michael Will / BRK. Foto: Bayerisches Rotes Kreuz

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news-767 Sun, 07 Mar 2021 15:25:00 +0100 Wasserwacht Ebern wählt neue Leitung /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/wasserwacht-ebern-waehlt-neue-leitung.html

EBERN - Die Ortsgruppe Ebern der BRK-Wasserwacht führt am Sonntag, 28. März, ihre Neuwahl der Ortsgruppenleitung durch. Aufgrund der Pandemie-Beschränkungen finden das nicht wie üblich im Rahmen einer Jahresversammlung statt, sondern durch Urnenwahl in der Zeit von 11:00 bis 15:00 Uhr im großen Lehrsaal des Rotkreuzhauses in Ebern.

Folgende Ämter sind zu besetzen: der/die Vorsitzende der Ortsgruppe, der/die stellvertretende/r Vorsitzende/r, der/die technische Leiter/in, der/die stellvertretende technische Leiter/in, der/die Jugendleiter/in, der/die stellvertretende Jugendleiter/in sowie als weitere Mitglieder der Ortsgruppenleitung der/die Kassierer/in und der/die stellvertretende Kassierer/in. Gemäß der BRK-Satzung besitzen Mitglieder mit Vollendung des 16. Lebensjahres das aktive Wahlrecht, mit Vollendung des 18. Lebensjahres das passive Wahlrecht.

Wahlvorschläge können bis zum 20. März schriftlich (oder unterschrieben vom Vorschlagenden als Datei-Anhang per E-Mail) beim Wahlvorbereitungsausschuss der Wasserwacht-Ortsgruppe Ebern eingereicht werden. Dem Wahlvorbereitungsausschuss gehören Patrick Hanus, Herbert Stäber, Jürgen Käßer, Ramona Schrapel und Tina Kandler an. Wahlvorschläge können an die postalische Adresse: Wasserwacht Ebern, Wahl 2021, Im Frauengrund 12, 96106 Ebern gesendet werden oder per E-Mail an: wwebern@googlemail.com

Gleichzeitig findet am 28. März die Wahl des/der Jugendleiters/Jugendleiterin sowie ggf. des/der stellvertretenden Jugendleiters/Jugendleiterin statt. Sie werden gemäß der Wahlordnung von den Wasserwacht-Jungmitgliedern vom vollendeten zehnten bis zum vollendeten 16. Lebensjahr, den Gruppenleitern sowie deren Stellvertretern und dem amtierenden Jugendleiter und dessen Stellvertretern gewählt. Vorschlagsberechtigt sind die Wahlberechtigten.

Die Verantwortlichen der Wasserwacht weisen darauf hin, dass am Wahltag im Rotkreuzhaus das ausliegende Hygienekonzept gilt und ab Betreten des Rotkreuzhauses das Tragen einer FFP2-Maske Pflicht ist.

 

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news-765 Wed, 24 Feb 2021 13:31:00 +0100 Gemeinsam Spaß - trotz Distanz /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/gemeinsam-spass-trotz-distanz.html Das Team des Jugendrotkreuzes im BRK-Kreisverband Haßberge hat sich für die Mädchen und Jungen zum Fasching etwas besonderes einfallen lassen. Aufgrund der Corona-Pandemie sind Gruppentreffen nicht möglich. Deshalb haben JRK-Leiterin Elena Krämer und ihr Team Post an die Kinder und Jugendlichen verschickt.

"Jeder Jugendrotkreuzler hat zu Fasching eine Faschingspost bekommen in der Naschereien, Knicklichter und Material für eine Konfetti­kanone waren", berichtet Elena Krämer. Verbunden war das ganze mit der Bitte, sich zu verkleiden und ein Foto davon zu machen. Das haben die JRK'ler gemacht und Anna-Lena hat davon eine Foto-Collage erstellt. "Auch wenn wir momentan nicht in Präsenz zusammen sein können, dann eben auf diese Art und Weise", sagt Elena Krämer. Denn: "Spaß wird im JRK ganz groß geschrieben!"

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news-764 Wed, 17 Feb 2021 08:52:01 +0100 Blutspenden jetzt immer donnerstags /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/blutspenden-jetzt-immer-donnerstags.html Das Bayerische Rote Kreuz kann in Ebern in diesem Jahr die Frauengrundhalle der Stadt nutzen.

EBERN -  Die Blutspendetermine des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) in Ebern finden in diesem Jahr ausschließlich in der Frauengrundhalle (Graf-Stauffenberg-Straße 1) der Stadt Ebern im Gewerbegebiet „Alte Kaserne“ statt. Zudem sind die Termine künftig immer donnerstags und nicht mehr am Freitag wie bislang.

Über diese beiden Neuerungen informiert das BRK in einer Pressemitteilung. Seit April 2020 und damit kurz nach Beginn der Corona-Pandemie und den damit erhöhten Hygiene- und Abstandsregeln war der BRK-Kreisverband gezwungen, für die Blutspendetermine ein Ausweichquartier zu finden. Bis dahin hatten die Termine immer im Rotkreuzhaus stattgefunden.

Aufgrund von Abstandsregeln und Zugangsbeschränkungen musste mit Beginn der Pandemie überlegt werden, wohin man die Blutspendetermine verlegen könnte, da einerseits im Rotkreuzhaus die Platzkapazitäten begrenzt sind und zudem aufgrund der kritischen Infrastruktur so wenig wie möglich externe Besucher Zutritt zum Haus erhalten sollten. So wurde in Zusammenarbeit zwischen dem BRK-Kreisverband Haßberge und dem BRK-Blutspendedienst aus Wiesentheid nach Alternativen gesucht.

„Dabei kam schnell die Idee, die Termine in die Frauengrundhalle auszulagern“, sagt Michael Will, Pressesprecher des BRK-Kreisverbandes Haßberge. „Das hat mehrere Vorteile: Einerseits befindet sich die Halle in unmittelbarer Nachbarschaft zum Rotkreuzhaus, wodurch Auf- und Abbau und die damit verbundene Logistik gut zu bewältigen sind.“ Zum anderen sei die Halle aufgrund ihrer Größe ideal, um auch in Zeiten der Pandemie den gängigen Hygiene- und Abstandsregeln vorbildlich Rechnung tragen zu können.

Die Stadt Ebern mit Bürgermeister Jürgen Hennemann signalisierte auf eine erste Anfrage hin „grünes Licht“, so dass die Blutspendetermine auch in Pandemie-Zeiten weiterhin stattfinden konnten und nicht abgesagt werden mussten. Denn diese Termine sind von der Ausgangsbeschränkung und dem Kontaktverbot ausgenommen, zählt die Staatsregierung Blutspenden auch in Krisenzeiten zu einer notwendigen Maßnahme, um die Bevölkerung in Bayern ausreichend mit Blutkonserven versorgen zu können. Immerhin werden in bayerischen Kliniken pro Tag nach Angaben des Blutspendedienstes rund 2000 Konserven Blut benötigt, um Verletzten und schwer Erkrankten ausreichend Blutpräparte bereitstellen zu können. Rein rechnerisch können von einer Blutspende bis zu drei Patienten profitieren.

„Wir sind der Stadt Ebern dankbar, dass sie unserer Anfrage positiv gegenüberstand, so dass wir ab April bis Jahresende 2020 insgesamt fünf Blutspendetermine in der Frauengrundhalle durchführen konnten“, sagt Martina Kern, zuständige Gebietsreferentin beim Blutspendedienst Wiesentheid. Sie ist von der Frauengrundhalle begeistert: „Sie ist groß, alle Abstandsregeln können von Anfang bis Ende eingehalten werden und die Blutspender können von der Anmeldung über die Spende bis hin zur Geschenkausgabe in einer Einbahnstraßenregelung durch die Halle geführt werden.“

Martina Kern lobt dabei auch das Engagement der Helferinnen und Helfer der BRK-Bereitschaft Ebern, die das Blutspende-Team aus Wiesentheid bei der Vorbereitung und Durchführung bestens unterstützen. „Unsere Blutspendetermine in Ebern laufen dank ihrer Mithilfe reibungslos.“ Von den Blutspenderinnen und Blutspendern gebe es dazu nach Worten von Ingrid Böllner, Beauftragte für das Blutspendewesen beim BRK-Kreisverband Haßberge, immer wieder positive Rückmeldungen. „Wir haben nicht nur sehr treue Spender*innen, sondern auch sehr zufriedene“, bilanziert Böllner. Auch in Zeiten von Corona, in denen aufgrund einer maximalen Personenzahl in der Halle kurzzeitig immer mal wieder ein paar Minuten Wartezeiten für die Spender*innen entstehen können, seien diese geduldig. „Schließlich kommen die Blutspender*innen, um mit ihrer Blutspende etwas Gutes zu tun und Mitmenschen in schwierigen gesundheitlichen Belangen zu unterstützen.“

Ab Februar und im gesamten Jahr 2021 finden die Blutspendetermine des Roten Kreuzes weiterhin in der Frauengrundhalle statt. Zwischen Blutspendedienst und der Stadt wurde dazu ein Vertrag geschlossen. Nicht nur die anhaltende Pandemielage macht dies erforderlich, sondern auch eine strukturelle Änderung im Rotkreuzhaus.

Dort war im Obergeschoss bis dato das Jugendhaus des Roten Kreuzes untergebracht, und es wurde bei den Blutspendeterminen mit genutzt. Da der Bedarf für ein Jugendhaus in den letzten Jahren mehr und mehr zurückgegangen ist, machten sich BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger und Jürgen Geisel, Leiter der Rettungswache Ebern, Gedanken um mögliche alternative Nutzungskonzepte. So kam man mit der Caritas-Schulen gGmbH mit Sitz in Würzburg als Träger der Frühförderstelle ins Gespräch, da sie ihre Frühförderstelle in der ehemaligen Berufsschule (sie soll heuer abgerissen werden) in der Mozartstraße aufgeben musste und nach neuen Räumlichkeiten suchte. Die Caritas zeigte sich von den Räumlichkeiten im Rotkreuzhaus begeistert, so dass zum 1. September 2020 die Frühförderstelle dort eingezogen ist.

Mit dem neuen Quartier für die Blutspenden in der Frauengrundhalle geht noch eine Neuerung einher: Die Termine finden ab sofort immer donnerstags und nicht mehr am Freitag statt. Das hat damit zu tun, dass die Halle in normalen Zeiten am Wochenende oft für Privatveranstaltungen gebucht ist und dafür bereits freitags der Aufbau stattfindet. Durch die Spendentermine am Donnerstag kommt es somit zu keinen terminlichen Überschneidungen.

Die Blutspendetermine finden in der Zeit von 15:30 bis 20:15 Uhr statt. Der nächste am kommenden Donnerstag, 18. Februar. Insgesamt bietet das BRK in Ebern sechs Blutspendetermine im Jahr an. Die weiteren Termine sind am 15. April, 17. Juni, 26. August, 21. Oktober und 16. Dezember. Im Durchschnitt kommen zu jedem Termin rund 160 Spender*innen, vergangenes Jahr wurde bei einem Termin eine Rekordbeteiligung von über 220 Spenderinnen und Spendern registriert.

 

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PM 007 / 2021 . Text u. Foto: Michael Will / BRK

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news-763 Tue, 09 Feb 2021 13:33:06 +0100 1040 Menschen kamen in zwei Monaten zum Blutspenden /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/1040-menschen-kamen-in-zwei-monaten-zum-blutspenden.html BRK gibt Ergebnisse für Dezember und Januar bekannt. Insgesamt auch 72 Erstspender registriert.

LANDKREIS HASSBERGE -  Der Kreisverband Haßberge des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) gibt die Ergebnisse der Blutspendetermine für Dezember 2020 und Januar 2021 bekannt. „Wir danken allen Spenderinnen und Spendern für ihre Bereitschaft, auch in Zeiten der Pandemie Blut zu spenden“, heißt es dazu in einer Presse­mitteilung des BRK.

Bereits im Monat Dezember 2020 spendeten bei den Blutspendeterminen in Haßfurt, Hofheim, Zeil und Ebelsbach 533 Spender Blut. Darunter waren auch 38 Erstspender. Im Januar 2021 sind an den Blutspendeterminen in Eltmann, Hofheim, Haßfurt und Sand am Main 507 Blutspender erschienen, darunter 34 Erstspender.

„Die Bereitschaft Blut zu spenden, ist im Landkreis Haßberge schon immer groß gewesen, auch unter Pandemie-Bedingungen hat diese nicht abgenommen“, freut sich Simone Gilley von der BRK-Servicestelle Ehrenamt. Die Anzahl der Erstspender ist Monat für Monat sehr groß. Die Erstspender von heute seien die Blutspender von morgen. „Es ist immer wieder schön zu sehen, dass sich junge Menschen für das Blutspenden begeistern lassen.“ Im Landkreis Haßberge könne das BRK eine hohe Anzahl an treuen Spendern verzeichnen, sie seien eine Stütze in der Gesellschaft.

Die Ergebnisse der Spendetermine im Einzelnen:

Haßfurt, 8. Dezember:

Zu diesem Termin sind 162 Spender erschienen, 152 konnten tatsächlich Blut spenden, darunter acht Erstspender. Seine 125. Spende gab Josef Schramm ab, zum 75. Mal spendete Sonja Schnitzer Blut. Die 50. Spende gaben Monika Kunde und Florian Zobel-Fetean ab. Zur zehnten Blutspende ist Elke Hartenfels-Geus erschienen. Die dritte Spende gaben Julian Albert, Nina May und Arkadiusz Patalas ab.

Hofheim, 14. Dezember:

Hier sind 99 Blutspender zum Termin erschienen, 90 durften spenden. Darunter befanden sich sechs Erstspender. Die 125. Blutspende erreichte Birgit Unger. Zum 25. Mal haben Simon Lang und Peter Hauck gespendet. Das zehnte Mal Blutspenden war Stefan Haßfurter, und die dritte Spende gab Jaqueline Rose ab.

Zeil, 16. Dezember:

Zum Termin in Zeil fanden sich 103 Blutspender ein, 98 von ihnen durften spenden, darunter neun Erstspender. Die 50. Spende erreichte Dietmar Walter Herklotz. Zum 25. Mal spendete Aneta Zdrojek Blut, zum zehnten Mal Tobias Reßmann und zum dritten Mal Stephanie Kühlmann.

Ebelsbach, 28. Dezember:

Am Blutspendetermin sind 169 Blutspender erschienen, 160 tatsächliche Spenden wurden entnommen; 15 Erstspender wurden gezählt. Das 50. Mal Blut gespendet hat David Großkunze, zum 25. Mal spendete Ruth Schmitt. Die zehnte Blutspende erreichten Julia Benkert, Markus Dietz, Matthias Grün, Ramona Hauck und Caroline Haas. Ihre dritte Blutspende gaben Marek Eisenacher, Jacqueline Bäuerlein und Theresa-Gerda Fuchs.

Eltmann, 4. Januar:

Gleich zu Beginn des neuen Jahres sind am Blutspendetermin 179 Spenderinnen und Spender erschienen, 172 konnten tatsächlich Blut spenden. Unter ihnen befanden sich zehn Erstspender. Die 125. Blutspende leistete Reinhard Hetterich. Zur 100. Spende erschienen Inge Pflaum und Carmen Ullrich. Zum 75. Mal spendeten Matthias Geuss und Bernhard Denner und zum 25. Mal Martine Kundmüller. Die zehnte Spende kam von Susanne Heilmann, Doris Schmitt und Jule Zehner. Das dritte Mal gingen Ines Grehl, Leonie Sauer, Helena Rosemarie Krause und Jörg Wittig zur Blutspende.

Hofheim, 11. Januar:

Hier sind 120 Blutspenderinnen und Blutspender erschienen, davon konnten 117 Blut spenden, unter ihnen sechs Erstspender. 100-mal spendete Theresia Precht Blut,  50-mal Matthias Wörner. Die 25. Blutspende leistete Britta Lutz, die zehnte Johanna Fuchs und Monika Pötzl. Das dritte Mal Blutspenden waren Romy Gerner und Christian Müller.

Haßfurt, 12. Januar:

Zu diesem Termin sind 131 Blutspenderinnen und Blutspender erschienen, 124 von ihnen konnten letztendlich Blut spenden, darunter befanden sich auch neun  Erstspender. Zum 175. Mal ist Peter Zoth zur Blutspende gegangen, die 100. Blutspende erreichte Wolfgang Thein. 75-mal spendete Thomas Müller,m 50-mal Caroline Krines. Zum zehnten Mal spendeten Luis Dorn und Christian Brenndörfer, die dritte Spende gaben Dominik Bedacht, Elisabeth Beuchert, Heike Appel und Silea Zwerger.

Sand, 22. Januar:

Bei diesem Termin fanden sich 77 Blutspenderinnen und Blutspender ein, daraus resultierten 71 tatsächliche Spenden, darunter neun Erstspender. 75-mal spendete Jürgen Hofmann, zehnmal Jonas Oppelt und dreimal Susanne Kistner.

 

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PM 006 / 2021 . Text u. Foto: Michael Will / BRK

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news-762 Thu, 04 Feb 2021 11:37:25 +0100 Zweites Impfzentrum hat Betrieb aufgenommen /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/zweites-impfzentrum-hat-betrieb-aufgenommen.html

Landkreis und BRK bauen Kapazität deutlich aus und hoffen bald auf ausreichend Impfstoff. 

ZEIL / HOFHEIM - In Zeil hat der Landkreis Haßberge ein zweites Impfzentrum in der Sporthalle am Tuchanger eingerichtet. Es ist ab sofort betriebsbereit, am Mittwoch (3. Februar) haben dort die ersten 78 Impfungen stattgefunden. Mit dem zweiten Zentrum als Ergänzung zum Impf­zentrum 1 in Hofheim werden die Kapazitäten im Landkreis deutlich ausgebaut, wie Landrat Wilhelm Schneider deutlich macht. So könne man der Nachfrage aus der Bevölkerung schnellst­möglich gerecht werden. Voraussetzung ist freilich, dass vonseiten des Bundes demnächst aus­reichend Impfstoff zur Verfügung gestellt wird.

„Sobald der Impfstoff in größeren Mengen verfügbar sein wird, stehen wir bereit, unsere beiden Impfzentren voll in Betrieb zu nehmen“, betont der Landrat. „Wir streben an, dass alle, die das möchten und in der ersten Priorisierungsstufe vorgesehen sind, auch schnellstmöglich geimpft werden.“ Als Betreiber für das Impfzentrum in Zeil konnte erneut der BRK-Kreisverband gewonnen werden. Das Bayerische Rote Kreuz, Kreisverband Haß­berge, betreibt bereits seit Dezember das Impfzentrum in Hofheim, das im dortigen Rotkreuzhaus untergebracht ist.

Mit dem zweiten Impfzentrum können die bislang im Landkreis vorhandenen Kapazitäten fast verdreifacht werden. Insgesamt sind in beiden Impfzentren dann täglich bis zu 330 Impfungen möglich – 100 in Hofheim und 230 in Zeil. Hinzu kommen Impfkapazitäten für die mobilen Teams, die beispielsweise in Senioren-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen unterwegs sind und Bewohner an Ort und Stelle mit dem Impfstoff versorgen. Bislang lag der Fokus der Impfungen im Landkreis aufgrund der geringen Verfügbarkeit von Impfstoff überwiegend auf der Arbeit der mobilen Teams in den stationären Einrichtungen, um dort die Hochrisikogruppen zügig impfen zu können.

Über die Inbetriebnahme des zweiten Impfzentrums in Zeil freuen sich auch BRK-Kreis­geschäfts­führer Dieter Greger und Dr. Arman Behdjati-Lindner, 1. Vorstand des Ärzte­vereins Haßberge e.V., der die ärztliche Leitung übernommen hat. Anders als im Impf­zen­trum Hofheim, in dem die Ärztegestellung durch die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) organisiert wird, ist in Zeil der Ärzteverein federführend und kümmert sich um die Besetzung mit Ärzten.

In den letzten zwei Wochen wurde an der Sporthalle am Tuchanger in Zeil eifrig gehämmert, gesägt und geschraubt: Mit Unterstützung des Technischen Hilfswerkes (THW) Haßfurt sind in der geräumigen Sporthalle zwei Impfstraßen aufgebaut worden. So können nach Worten von Daniel Schirmer, der gemeinsam mit Daniel Imhof als Leiter beider Impfzentren fun­giert, unter Vollbetrieb alle 20 Minuten zehn Personen geimpft werden. Dafür stehen pro Tag zehn BRK-Mitarbeiter bereit, zusätzlich zwei Ärzte und ein Sicherheitsdienst. Für die Bürger sollen unter Vollbetrieb an sieben Tagen in der Woche Impftermine zwischen 8:30 bis 12:30 und 13:30 bis 18:00 Uhr angeboten werden. Dank sagt das BRK auch der Stadt Zeil mit seinen Mitarbeitern, die ebenfalls beim Aufbau unterstützt haben.

Analog zum Impfzentrum in Hofheim wird es ebenso in Zeil für die angemeldeten Impflinge eine „Einbahnstraßenregelung“ geben. Nach einer Anmeldung im Foyer der Turnhalle geht es in einen Wartebereich; dort können letzte Formulare ausgefüllt werden. Anschließend erfolgt für die Bürgerinnen und Bürger eine Aufklärung sowie ein individuelles Arztgespräch, bevor es zur eigentlichen Impfung an der nächsten Station geht. Nach dem Pieks schließt sich ein Wartebereich an; dort sollen die Impflinge rund 15 Minuten unter medizinischer Aufsicht verweilen, bevor sie ihren Impfpass ausgehändigt bekommen und den Heimweg antreten. Nach 21 Tagen erfolgt dann die zweite Impfung – dieser Termin wird bereits bei der Bestätigung des ersten Impftermins reserviert. 

„Die Impfbereitschaft im Landkreis ist erfreulich hoch“, freut sich Landrat Wilhelm Schnei­der. Rund 6000 Bürgerinnen und Bürger haben sich bereits für die Impfung regis­triert und stehen auf der Warteliste. „Bitte haben Sie Geduld, was die Terminvergabe betrifft“, so der Appell des Landrats an die Bevölkerung. Je nach Verfügbarkeit des Impf­stof­fes werden alle berechtigten Personen nach und nach einen Termin erhalten.

Die Corona-Schutzimpfungen sind laut Schneider ein „Licht am Ende des Tunnels“. Die Bevölkerung müsse aber auch in den kommenden Wochen und Monaten realistische Erwartungen haben. Denn bis genügend Personen geimpft sind, damit wieder ein Leben mit weniger Einschränkungen möglich sei, werde es noch etwas dauern. „Ich bitte Sie sehr herzlich, sich impfen zu lassen“, appelliert Landrat Wilhelm Schneider an alle Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Haßberge. „Corona können wir nur gemeinsam und solidarisch überwinden. Ich selbst lasse mich impfen, wenn ich an der Reihe bin.“

Froh und dankbar ist der Landrat, dass der Landkreis Haßberge mit dem BRK-Kreisverband, der beide Impfzentren betreibt, einen starken und verlässlichen Partner gefunden habe. Ebenso gilt sein Dank der Stadt Zeil für die Bereitstellung der Immobilie sowie den fleißigen Helferinnen und Helfern des Technischen Hilfswerks (THW), die beim Aufbau tatkräftig mit­ge­wirkt haben.

Über die enge Kooperation zwischen Landkreis, Bayerischem Roten Kreuz und dem Ärzte­verein Haßberge freut sich Dr. Arman Behdjati-Lindner, 1. Vorstand des Ärztevereins und ärzt­licher Leiter des Impfzentrums Zeil. Der Ärzteverein sei an den Entscheidungsprozessen beteiligt worden und es sei gelungen, die Ärzte vor Ort aktiv in den Impfprozess ein­zu­bin­den. „Von dieser Kooperation und Beratung durch den Ärzteverein haben sowohl die Kreis­ver­wal­tungs­be­hör­de als auch das BRK profitiert und es gab einen gelungenen Start im Impf­zen­trum in Hofheim“, zieht der Facharzt eine erste Bilanz. Der Ärzteverein bringt nach Wor­ten von Dr. Behdjati-Lindner dem BRK-Kreisverband Haßberge sein vollstes Vertrauen in Be­zug auf den Betrieb der beiden Impfzentren entgegen. 

„Der Aufbau des ersten Impfzentrums durch landkreiseigene Organisationen und Akteure erfolgte für die Bevölkerung im eigenen Landkreis schnell und kompetent“, schreibt der ärztliche Leiter in einer Stellungnahme. Diese Expertise und Handlungsstärke sei folglich ein entscheidender Vorteil für den schnellen Aufbau des zweiten Impfzentrums gewesen. So könne mit Verfügbarkeit von ausreichend Impfstoff in naher Zukunft die Impfkampagne deutlich beschleunigt werden. Neben Dr. Arman Behdjati-Lindner als ärztlicher Leiter des Impfzentrums Zeil, fungieren seitens des Ärztevereins Dr. Christina Bendig als ärztliche Leiterin des Impfzentrums Hofheim und Dr. Martin Luckhardt als ärztlicher Koordinator im Landkreis.

Das Bayerische Rote Kreuz als Betreiber der beiden Impfzentren bedankt sich beim Land­kreis und dem Ärzteverein für das entgegengebrachte Vertrauen, wie BRK-Kreis­geschäfts­führer Dieter Greger unterstreicht. Als lokaler Partner mit einer breitgefächerten Struktur des Roten Kreuzes als Hilfsorganisation werde es gelingen, jeden Landkreisbürger zu imp­fen, der dies möchte. Deshalb hofft auch das BRK darauf, dass es den Verantwortlichen von Bund und Land gelingen wird, in den nächsten Wochen nach und nach mehr Impfstoff be­reit­stellen zu können.

Dieter Greger lobt in diesem Zusammenhang die engagierte Arbeit aller Beteiligten rund um die Etablierung beider Impfzentren. Dem Bayerischen Roten Kreuz sei es durch seine Expertise gelungen, innerhalb kürzester Zeit für beide Impfzentren Betriebsbereitschaft zu melden. Es wurden für beide Impfzentren inzwischen über 60 Mitarbeiterinnen angestellt. Für das Impfzentrum in Zeil sind bislang zusätzlich 44 Arzthonorarverträge geschlossen worden. 

Durch die mobilen Teams in den Senioren-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen sowie im Impfzentrum Hofheim selbst wurden nach Angaben des Landratsamtes bislang insgesamt 1982 Erstimpfungen und 880 Zweitimpfungen durchgeführt. 

In Deutschland sind aktuell die Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca zugelassen. Bislang steht in beiden Impfzentren ausschließlich der Impfstoff von Biontech/ Pfizer zur Verfügung. Für die Bürger ist nach Auskunft des Landratsamtes grundsätzlich keine freie Wahl des Impfzentrums möglich. Die Zuordnung erfolgt anhand von Post­leit­zahlen. Folgende Aufteilung ist dazu nach jetzigem Stand vorgesehen:

Impfzentrum Zeil:

Breitbrunn, Ebelsbach, Ebern, Eltmann, Gädheim, Haßfurt, Kirchlauter, Knetzgau, Ober­aurach, Rauhenebrach, Rentweinsdorf, Sand, Stettfeld, Theres, Untermerzbach, Wonfurt und Zeil.

Impfzentrum Hofheim:

Aidhausen, Bundorf, Burgpreppach, Ermershausen, Hofheim, Königsberg, Maroldsweisach, Pfarrweisach und Riedbach.

Aktuell sind aufgrund der Priorisierung des Bundes beim Impfen in der ersten Phase die Bewohner von Senioren-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen, die über 80-Jährigen sowie MitarbeiterInnen aus verschiedenen medizinischen Berufsfeldern an der Reihe. „Weil noch nicht ausreichend Impfstoffe für alle impfwilligen Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung stehen, wird darauf hingewiesen, dass Personen, die noch nicht über 80 Jahre alt sind, sich mit der Impfung und der telefonischen Registrierung leider noch etwas gedulden müssen“, betont Landrat Wilhelm Schneider. Das Landratsamt wird fortlaufend darüber informieren, wenn weitere Bevölkerungsgruppen an der Reihe sind.

Zwei Wege führen für Personen, die über 80 Jahre alt sind, zum persönlichen Impftermin: Eine telefonische Anmeldung über die Impf-Hotline des Landratsamtes Haßberge unter der Rufnummer 09521/27-600 (Montag bis Donnerstag 8:00 bis 16:00 Uhr, Freitag, 8:00 Uhr bis 12:30 Uhr) oder eine Onlineanmeldung über www.impfzentren.bayern.de. Termine werden dann nach Verfügbarkeit des Impfstoffs vergeben. Jeder erhält dabei immer gleich zwei Impftermine, weil erst mit der Zweitimpfung die volle Schutzwirkung der Impfung erreicht wird. 

Informationen rund ums Corona-Impfzentrum gibt es auf der Internetseite des Landkreises unter: www.hassberge.de/buergerservice/gesundheit/corona-virus/impfzentrum.html. Unter anderem sind dort die Antworten auf die häufigsten Fragen rund ums Impfen eingestellt.

Auch Zeils Bürgermeister Thomas Stadelmann hält die Impfungen für einen Schritt auf dem Weg raus aus der Pandemie und ruft die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises dazu auf, sich impfen zu lassen. „Auch ich werde mich impfen lassen, wenn ich an der Reihe bin“, sag­te er am Mittwochnachmittag. Für ihn als Bürgermeister sei es selbstverständlich gewesen, die Sporthalle am Tuchanger für ein zweites Impfzentrum bereit zu stellen, als eine ent­spre­chen­de Anfrage an die Stadt gerichtet wurde. „Wenn wir helfen können und es der Sache dient, machen wir das gerne.“ Die Sporthalle biete sich aufgrund ihrer Größe für ein Impf­zen­trum an, zudem seien davor eine Vielzahl von Parkplätzen vorhanden.

Aktuell dürften wegen der Pandemie sowieso keine Sportveranstaltungen stattfinden. Und wenn das in ein paar Wochen unter Umständen wieder möglich sei, müssten Schule und Vereine vielleicht noch wenige Wochen überbrücken, bis sie ihren Sport sowieso im Freien ausüben könnten. Stadelmann ist sicher, dass dies bei den Verantwortlichen auf Ver­ständ­nis stößt. Das zweite Impfzentrum habe im Zuge der Pandemiebekämpfung jedenfalls Priorität.

Thomas Stadelmann wünscht sich ganz persönlich, dass bald ausreichend Impfstoff vorhanden sein werde und dass dann beide Impfzentren in Zeil und Hofheim ihren Be­trieb reibungslos versehen können. Er spricht von Glück, dass es bereits zugelassene Impfstoffe auf dem Markt gibt und hofft, dass bis zum Sommer ein Großteil der Men­schen, die geimpft werden wollen, auch geimpft werden können.

 

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PM 003 / 2021. Text u. Fotos: Michael Will / BRK. 

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news-761 Wed, 30 Dec 2020 17:58:27 +0100 „Alles prima gelaufen!“ /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/alles-prima-gelaufen.html

Im Impfzentrum des Landkreises haben die ersten Senioren am Mittwoch ihre Schutzimpfung erhalten

HOFHEIM - Noch vor dem Jahreswechsel sind die ersten über 80-Jähirgen im Impfzentrum des Landkreises Haßberge im Rotkreuzhaus in Hofheim geimpft worden. Horst Voss (92 Jahre) aus Oberschleichach war am Mittwochmorgen um 9.30 Uhr der erste, der das Vakzin dort gegen das Corona-Virus erhalten hat. Ein kleiner Pieks, keine fünf Sekunden später war auch schon alles vorbei. „Alles prima gelaufen“, freut sich der rüstige Senior anschließend. 

Es sei für ihn schon etwas Besonderes, der erste zu sein, der im Impfzentrum die Impfung erhalten hat. Damit steht er an diesem Morgen bei Medienvertretern und natürlich auch allen HelferInnen im Mittelpunkt. Horst Voss freut sich und verbindet mit der Impfung die Hoffnung, künftig vor einer Erkrankung mit Covid-19 geschützt zu sein und das Ziel, irgendwann wieder zur Normalität im Alltag zurückkehren zu können. „Wenn sich viele Leute impfen lassen, kann man sich ja auch gegenseitig wahrscheinlich nicht mehr anstecken.“

Mit dem Beginn der Impfungen in Deutschland erhoffen sich alle Fachleute nach und nach eine schrittweise Rückkehr zur Normalität. Bis es aber soweit ist, werden noch Monate vergehen. Denn: Um im Kampf gegen das Corona-Virus die Oberhand zu gewinnen, ist es notwendig, dass sich ein Großteil der Bevölkerung impfen lässt. Darauf machte Landrat Wilhelm Scheider am Mittwoch beim offiziellen Start des Impfbetriebs im Impfzentrum aufmerksam. Nur so werde es gelingen, einen Gemeinschaftsschutz mit einer hohen Immunität zu erreichen. „Ich kann deshalb nur alle impfberechtigten Bürgerinnen und Bürger dazu aufrufen, von diesem Angebot Gebrauch zu machen.“

Sowohl der Landrat als auch BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger zeigten sich bei der Begrüßung der ersten Impfwilligen zuversichtlich, dass dies mit gemeinsamer Anstrengung, Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung und letztlich einer ausreichend großen Zahl an Impfdosen möglich sein wird. Damit die Impfungen im Landkreis reibungslos beginnen konnten und in den nächsten Monaten fester Bestandteil des Alltags sein werden, arbeiten der Landkreis als zuständige Behörde und das Bayerische Rote Kreuz als Betreiber des Impfzentrums sowie Vertreter der Ärzteschaft Hand in Hand zusammen.

Von dem logistischen Aufwand, der seit Wochen im Hintergrund mit vielen Herausfor­de­rungen notwendig war, und ebensolchen Umbau- und Umgestaltungsmaßnahmen im Rotkreuzhaus in Hofheim merkt an diesem Morgen Gerhard Langer (84 Jahre) aus Haßfurt nichts, als er pünktlich zum Impftermin kommt. Er ist selbst noch mobil, ist mit dem Auto nach Hofheim gefahren. Für den Termin hat er sich über das Bürgertelefon des Landratsamtes selbst angemeldet. „Das hat reibungslos funktioniert, die Dame am Telefon war sehr hilfsbereit und zuvorkommend“, lobt der 84-Jährige, der einmal Leiter der Polizeiinspektion Haßfurt gewesen ist.

Rotkreuz-Mitarbeiterin Johanna Wildanger führt die Impfung durch, setzt die Nadel mit einem kleinen Ruck gezielt in den Muskel. Den Pieks am Oberarm hat Gerhard Langer kaum gespürt. „Da hätte ich mir mehr erwartet“, scherzt der 84-Jährige. Sich impfen zu lassen sei „vernünftig“ und ein Beitrag, dem Corona-Virus seinen Schrecken zu nehmen. „Diese Impfung dient nicht nur einem selbst, sondern der Gesellschaft“, sagt Langer und macht sich 15 Minuten später zufrieden auf den Heimweg. In 21 Tagen kommt er wieder, dann gibt es die zweite Impfung.

Um ein möglichst großes Impfangebot zu machen, setzt der Landkreis auf eine kombinierte Strategie: Neben den stationären Impfungen im Impfzentrum, für die eine vorherige Terminvereinbarung Voraussetzung ist, sind mobile Teams in Senioren-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen unterwegs, um die entsprechenden Zielgruppen vor Ort in den Heimen zu impfen. „Damit können wir jedem Bürger im Landkreis, der sich impfen lassen möchte, dieses Angebot unterbreiten“, sagt Landrat Wilhelm Schneider. 

Am Mittwoch haben im Impfzentrum die ersten 55 Senioren ihre Impfung erhalten. Den ersten Teil wohlgemerkt; damit der Impfschutz gewährleistet werden kann, ist nach 21 Tagen eine zweite Impfung notwendig. „Das fordert bereits bei der Terminvergabe durch das Landratsamt eine exakte Planung und bei den Impfwilligen die Disziplin, diesen Termin auch punktgenau einzuhalten“, sagt die Hofheimer Allgemeinmedizinerin Dr. Christina Bendig, Ärztliche Leiterin des Impfzentrums Haßberge. Sie und ihre Kolleginnen und Kollegen vom Ärzteverein Haßberge haben in den letzten Wochen bei der Planung des Impfzentrums und der Umsetzung vor Ort ihre ärztliche und fachliche Expertise mit eingebracht.

Für die einzelnen Bereiche gibt es indes unterschiedliche Zuständigkeiten. Für das gesamte Terminmanagement, die Vergabe von Terminen für das Impfzentrum sowie den Einsatz der mobilen Teams und die Zulieferung der Impfdosen zeichnet das Landratsamt Haßberge verantwortlich. Das alles bedeutet für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen hohen logistischen Aufwand.

Eine Terminvereinbarung für das Impfzentrum für die Zielgruppen der Impfpriorisierung wird nach Worten von Landrat Wilhelm Schneider erst im Laufe des Januars zunehmend Bedeutung erhalten. Dennoch können sich Bürgerinnen und Bürger, die in der ersten Phase impfberechtigt sind, ab sofort beim Bürgertelefon des Landratsamtes unter der Rufnummer 09521/27-600 melden (Montag bis Donnerstag 8:00 bis 16:00 Uhr, Freitag, 8:00 Uhr bis 12:30 Uhr). Von Silvester, 31. Dezember, bis 3. Januar ist das Bürgertelefon nicht besetzt.

Eine Anmeldung für das Impfzentrum kann ab sofort auch online erfolgen über das Kontaktformular auf der Homepage des Landkreises unter: www.hassberge.de/buergerservice/gesundheit/corona-virus/impfzentrum.html. Sobald der Zugang zum Impfangebot für eine nachfolgende Prioritätengruppe erweitert wird, wird seitens des Landratsamtes rechtzeitig informiert. Weitergehende Informationen zum Thema „Impfen gegen das Corona-Virus“ gibt es auf der Homepage des Bayerischen Gesundheitsministeriums unter: www.stmgp.bayern.de/coronavirus/impfung/. Hier finden sich auch Informationen zur Priorisierung.

Das Bayerische Rote Kreuz führt als Betreiber des Impfzentrums im Rotkreuzhaus Hofheim die Impfungen der mobilen Landkreisbewohner durch. Dafür wurde das barrierefrei zugängliche Rotkreuzhaus in den letzten Wochen umgebaut, so dass eine Impfstraße zur Verfügung steht. Nach einer Zugangskontrolle durch einen Sicherheitsdienst am Eingang werden die Bürger mithilfe von farblichen Bodenmarkierungen durch das Zentrum geleitet. Nach einer Anmeldung geht es kurz in einen Wartebereich, anschließend erfolgt an einer weiteren Station eine Aufklärung durch einen Arzt, bevor schließlich an der nächsten Station die eigentliche Impfung verabreicht wird.

Danach müssen die Impflinge unter Aufsicht mindestens 15 Minuten warten, bevor sie letztlich mit Aushändigung ihres Impfpasses das Impfzentrum verlassen dürfen. Für mögliche medizinische Notfälle aller Art steht neben einer medizinischen Fachkraft auch ein Erste-Hilfe-Raum zur Verfügung. „Wir gehen zwar davon aus, dass es bei den Impfungen zu keinen Komplikationen kommen wird“, sagt Daniel Imhof, Leiter des Impfzentrums, „aber wir wollen auf alle Eventualitäten vorbereitet sein.“

Die ersten Impfungen mit dem Impfstoff der Mainzer Firma Biontech und seines Partnerunternehmens Pfizer sind im Landkreis am Sonntag, 27. Dezember, angelaufen. Hier waren zwei mobile Teams in Pflegeeinrichtungen unterwegs. So wurden die ersten Impfungen im AWO-Seniorenheim Knetzgau sowie in der Hausgemeinschaft St. Anna der Caritas in Hofheim durchgeführt. Mit der ersten Auslieferung des Impfstoffes wurden dem Landkreis 100 Impfdosen zur Verfügung gestellt.

Am 29. Dezember sind 320 Dosen geliefert worden und an Silvester werden weitere 320 Dosen erwartet. Damit diese Anzahl schnellstmöglich verimpft werden kann, haben sich Landratsamt und BRK entschieden, neben den mobilen Teams auch erste Personen ins Impfzentrum einzubestellen. Mit welcher Anzahl von Impfdosen ab Januar gerechnet werden kann, ist aktuell noch nicht klar. Momentan geht man anfangs von rund 300 Impfdosen wöchentlich aus. „Ich bin mir aber sicher, dass die Zahl der uns zur Verfügung stehenden Dosen ab Mitte Januar stetig zunehmen wird“, zeigt sich Landrat Wilhelm Schneider zuversichtlich.

Helmut Grüb (83) aus Hofheim freut sich jedenfalls, am Mittwoch unter den ersten Besuchern des Impfzentrums gewesen zu sein und den ersehnten Impfstoff erhalten zu haben. Er sei von der Impfung und der Notwendigkeit überzeugt. Schließlich könne dadurch hoffentlich „das Tal dieser Pandemie durchschritten werden“. In Situationen wie einer weltweiten Pandemie ist es nach seinen Worten wichtig, dass die Menschen zusammenstehen, aufeinander achten und durch ihr eigenes Tun versuchen, sich und andere zu schützen.

Der 83-Jährige sehnt sich Normalität im Alltag herbei. Durch die Impfung könne man diesem Wunsch näherkommen. Und vor allem hofft Helmut Grüb, dass „die Zahl der an Covid-19 Erkrankten und die Zahl der daran Verstorbenen bald deutlich zurückgeht“. Würde er anderen Menschen raten, sich ebenfalls impfen zu lassen? Daran lässt der 83-Jährige keinen Zweifel: „Auf jeden Fall!“

Sobald der Vollbetrieb im Impfzentrum anläuft, wird dieses sieben Tage in der Woche geöffnet sein. Und zwar sollen dann am Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag von 9:00 bis 16:30 Uhr sowie am Mittwoch von 11:00 bis 18:30 Uhr Termine an Impflinge vergeben werden. Pro Tag sind zunächst bis zu 100 Impfungen möglich. Bei Bedarf kann die Kapazität erhöht werden.

Das BRK hat für den Betrieb des Impfzentrums ein Bewerbermanagement durchgeführt und Personal eingestellt. „Das Interesse war groß“, berichtet Daniel Schirmer, Leiter des Impfzentrums. Tagelang wurden Bewerbungsgespräche geführt.  „Es gab eine Vielzahl von Bewerbern, die bei diesem wichtigen Prozess mitarbeiten und somit ihren Beitrag im Kampf gegen das Corona-Virus leisten wollen“, ergänzt BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger.

Zu den Aufgaben der neuen MitarbeiterInnen gehören unter anderem die Aufnahme der Personalien, Dokumentation, Eintragung ins Impfregister, Aufklärung und Information der Impfwilligen, die Einweisung in den Ablauf im Impfzentrum, Vorbereitung und Impfdurchführung auf Delegation sowie Desinfektionsmaßnahmen. Es sind pro Schicht im Impfzentrum neun MitarbeiterInnen vor Ort, zusätzlich ein Arzt. Für den Betrieb des Impfzentrums werden insgesamt rund 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig sein.

In den Heimen engagieren sich nach Worten von Dr. Christina Bendig, Vorstandsmitglied des Ärztevereins Haßberge, ausschließlich Hausärzt*innen aus dem Landkreis mit ihren medizinischen Fachangestellten als mobile Teams. Die ärztliche Besetzung des Impfzentrums rekrutiert sich ebenfalls aus niedergelassenen Ärzten, ergänzt durch Poolärzte der Kassenärztlichen Vereinigung. Für dieses hohe Engagement ihrer Kolleginnen und Kollegen ist Dr. Bendig sehr dankbar: „Eine Organisation mit vornehmlich lokalen Kräften erfordert sowohl von der Kreisverwaltungsbehörde als auch vom BRK und der Ärzteschaft ein enormes Maß an Koordinationsbereitschaft und Kooperationswillen, den man nicht hoch genug schätzen kann. Aus meiner Sicht leistet der Landkreis Haßberge hier Beeindruckendes, wenn weitestgehend aus ,Bordmitteln‘ diese unglaubliche Impfkampagne auf die Beine gestellt wird.“

Zunächst ist nach einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission und des Gesundheitsministeriums vorgesehen, über 80-Jährige zu impfen, ebenso Bewohner von Pflege- und Seniorenheimen, Behinderteneinrichtungen sowie besonders gefährdete "Berufsgruppen". Der Bund hat dazu eine Priorisierung nach bestimmten Kriterien vorgenommen (siehe dazu die Coronavirus-Impfverordnung). Hohe Priorität sollen ebenso Personen haben, die in ambulanten Pflegediensten Ältere oder Pflegebedürftige betreuen, die auf Intensivstationen, in Notaufnahmen, in Rettungsdiensten und in den Impfzentren arbeiten.

Nach den ersten Durchgängen mit 15 Impflingen zeigte sich BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger am Mittwoch zufrieden: „Es ist schön zu sehen, wie gut alles klappt.“ Er lobt dabei auch Daniel Schirmer und Daniel Imhof, die beiden Leiter des Impfzentrums. Sie hätten in den letzten Wochen mit ihrem Team einen enormen Kraftakt und gute Arbeit geleistet. Die Erleichterung steht den beiden sichtlich ins Gesicht geschrieben. „Jetzt hier zu stehen und die ersten Impflinge begrüßen zu können, macht mich zufrieden und ich bin erleichtert“, sagt Imhof. Dem pflichtet sein Kollege Schirmer bei: „Der heutige Tag erfüllt mich mit Zuversicht und auch mit Stolz.“

 

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PM 082 / 2020 . Text u: Michael Will / BRK. Fotos: Michael Will/BRK u. René Ruprecht

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news-760 Wed, 23 Dec 2020 18:17:32 +0100 Zeit – ein ganz besonders wertvolles Geschenk /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/zeit-ein-ganz-besonders-wertvolles-geschenk.html BRK hilft Angehörigen durch Corona-Schnelltests, ihre Liebsten an Weihnachten in Heimen besuchen zu können

HASSFURT / EBERN - Es ist eine Frage, die viele Menschen in diesen Tagen besonders umtreibt und die für sie und ihre Angehörigen darüber entscheidet, ob sie sich am Weihnachtsfest in diesem so besonderen Jahr wenigstens für eine Stunde sehen und gemeinsame Zeit miteinander verbringen können: Bin ich mit dem Corona-Virus infiziert oder nicht? Nur wer einen negativen Schnelltest vorweisen kann, darf seine Angehörigen in Pflege- und Seniorenheimen oder Behinderteneinrichtungen über die Weihnachtstage besuchen.

Kein Wunder also, dass das Serviceangebot des Bayerischen Roten Kreuzes, Kreisverband Haßberge, von Angehörigen dankbar angenommen wird. Dutzende Ehrenamtliche aus den Gemeinschaften des BRK unterstützen mit ihrem ganz persönlichen Einsatz bei der Durchführung der Schnelltests und verzichten damit selbst auf ein Stück ihrer Freizeit mit ihren Familien, Ehepartnern und Lebensgefährten. Sie leben damit den Gedanken von Mitmenschlichkeit in ganz besonderer Weise, schenken Mitmenschen ihre Zeit und machen so die Durchführung der Schnelltests erst möglich.

Spricht man mit den ehrenamtlichen Rotkreuzlern ist das für sie selbstverständlich, sich im Rahmen der BRK-Aktion und besonders auch an den Weihnachtstagen und die Zeit rund um den Jahreswechsel zu engagieren. Sie wollen damit Angehörigen den Besuch ihrer Liebsten in den Heimen ermöglichen. „Dafür opfere ich meine Freizeit gerne“, sagt beispielsweise Tina Rennebohm, ehrenamtliche Helferin der BRK-Bereitschaft Ebern. So wie ihr geht es auch ihren Kolleginnen und Kollegen. „Dasein für Mitmenschen, wenn sie Hilfe brauchen“, dieser Maxime hat sich auch Yvonne Fuchs von der BRK-Bereitschaft Haßfurt verschrieben. Nicht nur an Weihnachten, nicht nur für die Schnelltests – dieses Engagement gilt für die Ehrenamtlichen an 365 Tagen im Jahr. Viele von ihnen engagieren sich bei Blutspendeterminen, bei Sanitätsabsicherungen, in der Breitenausbildung der Bevölkerung und sind ebenso in Schnelleinsatzgruppen tätig, die im Rahmen von Großschadensereignissen oder bei Katastrophenlagen alarmiert werden. 

Über 35 Helferinnen und Helfer des BRK sind bereits für die Durchführung der Schnelltests geschult und entsprechend eingewiesen. Das Angebot haben bei den zurückliegenden Terminen bereits über 50 Personen angenommen.

Karin Rügheimer aus dem Königsberger Ortsteil Bühl ist froh darüber, dass ihr durch das Angebot der Antigen-Schnelltests der Besuch ihrer 82 Jahre alten Mutter im Seniorenheim ermöglicht wird, in dem die Seniorin seit 15 Monaten lebt. „Wenn man seine Mutter besuchen möchte und darf nun wegen der Corona-Pandemie ohne einen negativen Test nicht mehr ins Heim, ist das schlimm“, sagt die Bühlerin. „Sich nicht sehen zu dürfen, keine Zeit gemeinsam verbringen zu können, macht traurig“, schildert sie mit Tränen in den Augen. 

Umso schöner, dass ihr Schnelltest, den sie an diesem Abend bei der Testaktion im Rotkreuzhaus in Ebern hat durchführen lassen, negativ ist. Mit einer entsprechenden Bestätigung des Roten Kreuzes darf sie nun gegen Vorlage beim Seniorenheim einen Besuchstermin bei ihrer Mutter vereinbaren. Dass das Rote Kreuz in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Schnelltests anbietet, dafür ist Karin Rügheimer dankbar.

So geht es auch einer Mitfünfzigerin aus Haßfurt, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen mag. Die Lehrerin will ihre Mutter in einer stationären Einrichtung besuchen. „Ohne negativen Schnelltest ist das aktuell ja nicht mehr möglich“, sagt sie. „Für uns Angehörigen bleibt damit ja nur die Möglichkeit, sich testen zu lassen. „Genial, dass das Rote Kreuz das hier bei uns im Landkreis anbietet.“

Rudolf Koch aus Ebern besucht seine Frau regelmäßig, die in der Seniorenresidenz Schloss Gleusdorf lebt. Das Corona-Virus erschwert in vielen Fällen das alltägliche Leben und die Gefahr einer Ansteckung mit anschließender Erkrankung ist allgegenwärtig. Dennoch fühlt sich der 75-Jährige persönlich nicht allzu sehr eingeschränkt („Unsere Generation hat schon so manche schwierige Zeit erlebt“) und hat Verständnis für die Vorsichts- und Schutzmaßnahmen im Hinblick auf die Besuchsregelungen der stationären Einrichtungen.

Er hat sich beim Roten Kreuz schon mehrmals testen lassen und freut sich über dieses Angebot und die Unterstützung der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. „Ein toller Service“, sagt er. So ist es ihm möglich, seine Frau regelmäßig sehen zu können. Es sei wichtig in der Gesellschaft, dass sich Menschen füreinander einsetzen, ehrenamtliches Engagement schätzt er sehr. Auch Rudolf Koch selbst hat sich in seinem Leben schon vielfach für Mitmenschen eingesetzt und mitunter Leben gerettet: Bis zum Ausscheiden aus Altersgründen hat er seit dem Jahr 1963 Blut beim Roten Kreuz gespendet. „91-mal“, weiß er die Zahl seiner Spenden noch heute.

Derweil sitzt Karin Rügheimer im großen Lehrsaal des Rotkreuzhauses in Ebern auf einem Stuhl und kann nun getestet werden. Fabian Weber von der BRK-Bereitschaft Ebern ist gerüstet: Ausgestattet mit blauem Schutzkittel, FFP2-Maske, Gesichtsvisier und Handschuhen entnimmt er ein Teststäbchen aus der Verpackung. „Den Kopf leicht zurücklehnen“, bittet er Karin Rügheimer und führt das dünne Stäbchen rund fünf bis sechs Zentimeter tief in die Nase ein. Ein paar kurze Drehbewegungen und schon ist die leicht unangenehme Prozedur beendet. „Gar nicht so schlimm“, bestätigt Rügheimer.

Der Abstrich durch die Nase wird von den Testpersonen generell als leicht unangenehm empfunden. Vor allem weil das Einführen des Stäbchens etwas kitzelt oder mitunter auch ein wenig drücken kann. „Aber es ist auszuhalten, man überlebt es“, lacht ein anderer Proband. Schließlich dauert der Prozess nur zwei bis drei Sekunden.

Fabian Weber reicht das Teststäbchen an seine Kollegin Tina Rennebohm weiter. Sie taucht es in eine Flüssigkeit, so dass der Abstrich aus der Nase darin gelöst werden kann. Anschließend müssen davon ein paar Tropfen auf einen Testträger gegeben werden. Jetzt heißt es bis zu 30 Minuten warten. Dann ist auf dem Testträger das Ergebnis zu sehen. Ähnlich wie bei einem Schwangerschaftstest kann anhand von Strichmarkierungen ein Ergebnis abgelesen werden.

Auch in dieser Woche, an Heiligabend und Weihnachten sowie zum Jahreswechsel und Anfang Januar 2021 bietet der Kreisverband Haßberge des Bayerischen Roten Kreuzes für Angehörige von Bewohnern stationärer Einrichtungen im Landkreis Haßberge so genannte POC-Antigen-Schnelltests an. Das Rote Kreuz hat in Absprache mit der FQA (Heimaufsicht) des Landratsamtes Haßberge kurzfristig Möglichkeiten geschaffen, die Heime bei der Durchführung von Antigen-Schnelltests zu unterstützen, um so die personellen Strukturen in den Heimen zu entlasten. Grundsätzlich muss der Besucher ein negatives Testergebnis vorweisen können. Eine Verpflichtung zur Durchführung der nötigen Testungen besteht für die Einrichtungen nicht, auch fehlt ihnen häufig die nötige personelle Kapazität.

Nach dem Test erhalten die Getesteten eine Bescheinigung des Roten Kreuzes mit ihrem Ergebnis zur Vorlage bei den Heimen. Ein POC-Antigen-Schnelltest ist lediglich 48 Stunden gültig. Für die Angehörigen ist es daher wichtig, dass sie dies bei ihrer individuellen Besuchsplanung berücksichtigen und entsprechende Abstimmungen im Vorfeld mit der jeweiligen stationären Einrichtung durchführen. Um ein berechtigtes Interesse für eine Schnelltestung nachweisen zu können, benötigen Testwillige eine entsprechende Bestätigung des Senioren- oder Pflegeheimes. Nur wenn diese dem BRK vorgelegt wird, kann eine Testung stattfinden. Personen ohne Bestätigung werden beim Roten Kreuz nicht getestet. 

Folgende Termine bietet das Rote Kreuz für die Schnelltests an:

  • Donnerstag, 24. Dezember: 9:30 bis 11:30 Uhr.
  • Freitag, 25. Dezember: 9:30 bis 11:30 Uhr.
  • Samstag, 26. Dezember: 9:30 bis 11:30 Uhr.
  • Montag, 28. Dezember: 17:30 bis 19:30 Uhr. 
  • Mittwoch, 30. Dezember: 17:30 bis 19:30 Uhr. 
  • Samstag, 2. Januar: 9:30 bis 11:30 Uhr.
  • Montag, 4. Januar: 17:30 bis 19:30 Uhr. 
  • Mittwoch, 6. Januar: 9:00 bis 12:00 Uhr.
  • Freitag, 8. Januar: 17:00 bis 20:00 Uhr.

Die Termine finden an den genannten Tagen zeitgleich an den Rotkreuzhäusern in Haßfurt (Industriestraße 20) und Ebern (Im Frauengrund 12) statt. Ab dem Zeitpunkt des Betretens der BRK-Häuser ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verpflichtend. Das Bayerische Rote Kreuz weist Testwillige ausdrücklich darauf hin, dass eine telefonische Anmeldung zum Testen beim BRK nicht notwendig ist; Berechtigte kommen zu den angegebenen Zeiten einfach mit ihrem Berechtigungsschein vorbei. Aufgrund hoher Nachfrage und der bis zur Ergebnisermittlung vom Hersteller der Schnelltests benötigten Zeit, muss mit entsprechenden Wartezeiten gerechnet werden.

Stimmen von ehrenamtlichen BRK-HelferInnen:

Fabian Weber, BRK-Bereitschaft Ebern:

„Die Bewohnerinnen und Bewohnern der Pflegeeinrichtungen und auch deren Angehörige sind die großen Leidtragenden der momentanen Situation. Daher ist es für mich eine richtig gute Sache, dass das Rote Kreuz im Landkreis diese Möglichkeit bietet und dadurch für etwas mehr Normalität für unsere älteren und hilfsbedürftigen Mitmenschen sorgt. Schon alleine aus diesem Grund ist es für mich Ehrensache, als Ehrenamtlicher bei den Testungen mitzuhelfen und meinen Teil beizutragen. Mein Wunsch für das Jahr 2021 ist, dass sich die Situation in Sachen Pandemie - auch durch die jetzt anlaufende Impfung der Bevölkerung - stetig verbessert und wir alle möglichst bald weniger Einschränkungen in Kauf nehmen müssen, was unseren Alltag angeht.“

Tina Rennebohm, BRK-Bereitschaft Ebern:

„Es ist eine super Sache, dass das BRK durch die Tests Angehörigen ermöglicht, ihre Familienangehörigen in den Heimen besuchen zu können; sonst wäre ja über Weihnachten gar kein persönlicher Kontakt möglich. Ich unterstütze bei den Schnelltests und opfere dafür gerne meine Freizeit, denn ich könnte es mir selbst nicht vorstellen, so lange von meinen Familienangehörigen getrennt zu sein. Ich habe Spaß an meiner ehrenamtlichen Tätigkeit beim Roten Kreuz und möchte in dieser Hinsicht einfach etwas Gutes tun. Meine Hoffnung, die wahrscheinlich jeder von uns hat, ist es, dass wir die Pandemie bald in den Griff bekommen und so wieder ein halbwegs normaler Alltag möglich ist.“

Yvonne Fuchs, BRK-Bereitschaft Haßfurt:

„Ich finde die Schnelltests eine super Sache! Es ist so wichtig, dass unsere älteren Angehörigen weiterhin Kontakt zu ihren Lieben haben, gerade in dieser schweren Zeit. Da war es für mich klar, dass ich meine Freizeit gerne dafür opfere. Ich wünsche mir, dass wir im Jahr 2021 die Pandemie so gut es geht besiegen und wieder zur Normalität übergehen können.“

Lisa Gollbach, BRK-Bereitschaft Haßfurt:

„Es ist toll und unglaublich wichtig, dass den Angehörigen und damit auch den Heimbewohnern durch die Schnelltests gerade zu Weihnachten diese wertvolle Zeit miteinander ermöglicht wird. Mit diesem Hintergedanken nehme ich gerne meine Freizeit her und helfe wo ich kann. Für 2021 wünsche ich mir, dass wir hoffentlich möglichst schnell - aber trotzdem sicher - wieder in Richtung Normalität zurückkehren und somit auch wieder uneingeschränkt unserer ehrenamtlichen Arbeit und den damit verbundenen sozialen Kontakten nachgehen können.“

 

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PM 081 / 2020 . Text u. Fotos: Michael Will / BRK.

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news-758 Tue, 22 Dec 2020 19:29:45 +0100 Impfzentrum im Landkreis ist einsatzbereit /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/impfzentrum-im-landkreis-ist-einsatzbereit.html

HOFHEIM - Das Impfzentrum im Landkreis Haßberge ist einsatzbereit. Am Montagnachmittag wurde innerhalb der EU ein Impfstoff zugelassen. Sobald er ausgeliefert ist, kann mit den ersten Impfungen von Bürgern begonnen werden. Der Landkreis Haßberge hat in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Roten Kreuz, Kreisverband Haßberge, ein Impfzentrum für alle mobilen Landkreisbewohner eingerichtet. Es befindet sich im Rotkreuzhaus in Hofheim (Eichelsdorfer Straße 11).

Während der Landkreis für die verwaltungstechnischen Aufgaben, Terminvereinbarungen und die Fragen der Impfstrategie zuständig ist, ist das BRK Betreiber des Zentrums. Es hat dafür MitarbeiterInnen angestellt und in den letzten Wochen eine Reihe von Umbaumaßnahmen vorgenommen. Bei einem gemeinsamen Pressetermin am Dienstagmittag haben Landrat Wilhelm Schneider und BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger gemeinsam mit ihren Mitarbeitern und Vertretern der Ärzteschaft das Impfzentrum bei einem Rundgang vorgestellt.

Am Montag ist auf europäischer Ebene die Zulassung für den Impfstoffs des deutschen Herstellers Biontech und seines Partnerunternehmens Pfizer gegen das Corona-Virus erfolgt, so dass demnächst von einem Impfstart in Deutschland ausgegangen werden kann. „Wir sind bereit und können nach einer Auslieferung des Impfstoffes mit den ersten Impfungen beginnen“, sagt Landrat Wilhelm Schneider. 

Dabei kommen auch mobile Teams zum Einsatz, die Bewohner von Pflege- und Seniorenheimen sowie in Behinderteneinrichtungen auf deren Wunsch impfen werden. „Mit dem Impfzentrum und durch die mobilen Teams wird allen Bürgern nach und nach das Angebot gemacht, sich impfen zu lassen und sich so vor einer Erkrankung mit COVID-19 zu schützen“, so Schneider. „Dieser und noch folgende Impfstoffe können uns dabei helfen, Stück für Stück wieder zu einer Normalität im Alltag zurückzukehren.“ Auch wenn dies noch ein längerer Weg sein wird, bis ausreichend Impfdosen zur Verfügung stehen und alle Impfwilligen geimpft werden können, so ruhen auf der Impfkampagne große Hoffnungen.

Landrat Wilhelm Schneider ruft die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises dazu auf, von dem Impfangebot Gebrauch zu machen. Denn nur wenn sich auch ausreichend viele Mitmenschen impfen lassen, werde es gelingen, einen Gemeinschaftsschutz mit einer hohen Immunität zu erreichen.

Grundsätzlich ist das Landratsamt für das komplette Terminmanagement rund um das Impfzentrum verantwortlich, informiert und vereinbart Termine. Zu berücksichtigen ist dabei, dass zwei Impfungen notwendig sind; nach der ersten Impfung muss im Zeitraum von 21 Tagen eine zweite erfolgen, dies muss bei der Koordination ebenso berücksichtigt werden. Die Vorbereitungen für diesen enormen logistischen Aufwand laufen beim Landratsamt dazu auf Hochtouren. Die MitarbeiterInnen des Landratsamtes rund um André Kuhn, Leiter der Verwaltungsgruppe Impfzentrum, haben in den vergangenen Wochen engagierte Arbeit geleistet.

Terminvereinbarungen für die betroffenen priorisierten Bevölkerungsgruppen sind ab Montag, 28. Dezember, unter der Telefonnummer 09521/27-600 beim Bürgertelefon des Landkreises Haßberge möglich. Das Telefon ist Montag bis Donnerstag von 8:00 bis 16:00 Uhr besetzt, am Freitag von 8:00 bis 12:30 Uhr. 

Der Dank von Wilhelm Schneider gilt dem Bayerischen Roten Kreuz, Kreisverband Haßberge, für die Übernahme der Betreiberschaft für das Impfzentrum und der Bereitstellung einer Immobilie. „Das Rote Kreuz ist ein starker Partner und unterstützt mit seinen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern immer dort, wo schnelle und akute Hilfe für Mitmenschen notwendig ist“, so der Landrat. „Das war in der Vergangenheit so und zeigt sich nunmehr wieder aufs Neue.“

Der Landkreis war am 23. November mit der Frage an das BRK herangetreten, ob der Kreisverband eine Liegenschaft als Impfzentrum ertüchtigen und die Betreiberschaft übernehmen könne. „Innerhalb nur weniger Stunden haben wir in engstem Kreis Prüfungen vorgenommen, schnell gehandelt und dies bereits tags darauf zugesagt und erste Pläne ans Landratsamt dazu übermittelt“, beschreibt BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger.

In den letzten Wochen haben nunmehr umfangreiche Anstrengungen stattgefunden, das Erdgeschoss des Rotkreuzhauses Hofheim in ein Impfzentrum umzuwandeln. Vor dem Gebäude, auf dem Areal, auf dem bislang Altkleidercontainer standen, wurden durch ein Bauunternehmen acht zusätzliche Parkplätze angelegt. Das Büro der Sozialstation wurde ausgegliedert und bis auf Weiteres in den Betriebsräumen einer Hofheimer Firma angesiedelt. Blutspendetermine finden bis auf Weiteres ab Januar nicht mehr im Rotkreuzhaus, sondern im „Haus des Gastes“ in Hofheim statt.

Das Impfzentrum wird sieben Tage in der Woche geöffnet sein. Es ist am Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag von 9:00 bis 16:30 Uhr sowie am Mittwoch von 11:00 bis 18:30 Uhr geöffnet. Pro Tag sind in der Anfangszeit bis zu 100 Impfungen möglich. Bei Bedarf kann die Kapazität erhöht werden.

Es gibt eine "Impfstraße" im Sinne einer Einbahnstraßenregelung - beginnend von einer Zugangskontrolle über die Anmeldung, einen Wartebereich, einen Bereich für die ärztliche Aufklärung der Impflinge, den eigentlichen Impfvorgang selbst, einen anschließenden Wartebereich (Impflinge müssen bis zu 30 Minuten nach der Impfung unter medizinischer Aufsicht sein) und einen letzten Checkout.

Das BRK hat für den Betrieb des Impfzentrums Stellen ausgesucht und bis vor wenigen Tagen ein Bewerbermanagement durchgeführt. Gesucht wurden beispielsweise medizinische Fachangestellte, ArzthelferInnen, KrankenpflegerInnen sowie Rettungs- und NotfallsanitäterInnen. Zu den Aufgaben der neuen MitarbeiterInnen, die in Vollzeit und Teilzeit angestellt sind, gehören unter anderem die Aufnahme der Personalien, Dokumentation, Eintragung ins Impfregister, Aufklärung und Information der Impfwilligen, die Einweisung in den Ablauf im Impfzentrum, Vorbereitung und Impfdurchführung auf Delegation sowie Desinfektionsmaßnahmen.

Es sind pro Schicht im Impfzentrum neun MitarbeiterInnen vor Ort, zusätzlich ein Arzt. Für den Betrieb des Impfzentrums werden insgesamt rund 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig sein.

Die ärztliche Leitung des Impfzentrums hat der Ärzteverein Haßberge, der koordiniert und unterstützt. Hier arbeitet das Rote Kreuz eng mit Vorsitzender Dr. Christina Bendig aus Hofheim zusammen. Die Gestellung der Ärzte erfolgt über die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) unter Federführung des Landkreises. Für Vier-Augen-Gespräche zwischen Impfling und Arzt wurde ein separater Container ans Rotkreuzhaus angeschlossen.

Zunächst ist nach einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission und des Gesundheitsministeriums vorgesehen, über 80-Jährige zu impfen, ebenso Bewohner von Pflege- und Seniorenheimen, Behinderteneinrichtungen sowie besonders gefährdete "Berufsgruppen". Der Bund hat dazu eine Priorisierung nach bestimmten Kriterien vorgenommen (siehe dazu die Coronavirus-Impfverordnung). Hohe Priorität sollen ebenso Personen haben, die in ambulanten Pflegediensten Ältere oder Pflegebedürftige betreuen, die auf Intensivstationen, in Notaufnahmen, in Rettungsdiensten und in den Impfzentren arbeiten. 

Die Terminvergabe für das Impfzentrum und die mobilen Teams übernimmt das Landratsamt. Es wird ein logistisch aufwändiges Terminmanagement geben, so dass konkrete Einzeltermine vergeben werden. Entsprechende Informationen dazu wird es demnächst seitens des Landratsamtes geben. 

Impfwillige können nicht "einfach so" im Impfzentrum vorbeikommen. Lediglich nach vorheriger Terminvereinbarung und mit Vorlage entsprechender Unterlagen und Berechtigungsnachweisen durch das Landratsamt ist eine Impfung möglich. Alle anderen Personen können nicht zur Impfung zugelassen werden und erhalten keinen Zutritt. Die Eingangskontrolle findet mithilfe eines Sicherheitsdienstes statt. Der Zutritt ins Impfzentrum ist zudem nur mit einem Mund-Nasen-Schutz zulässig. Personen mit Krankheitssymptomen können nicht eingelassen und geimpft werden. Ältere Bürger, die Unterstützung benötigen, können eine Begleitperson mitbringen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat zuletzt davon gesprochen, dass ein Impfstart zum 27. Dezember möglich sein könnte. Wann es im Impfzentrum Haßberge dann tatsächlich mit den ersten Impfungen losgeht, ist nach jetzigem Kenntnisstand noch unklar. Die Bevölkerung wird rechtzeitig informiert.

Als Verantwortliche vor Ort sind die BRK-Mitarbeiter Daniel Schirmer und Daniel Imhof mit der Leitung des Impfzentrums betraut worden. Der Betrieb des Impfzentrums ist zunächst bis zum 30. Juni 2021 vorgesehen. Ob eine Verlängerung erfolgen muss, wird sich in den nächsten Monaten zeigen.

PM 080 / 2020 . Text u. Fotos: Michael Will / BRK.

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news-757 Fri, 18 Dec 2020 13:56:44 +0100 BRK unterstützt bei Schnelltests /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/brk-unterstuetzt-bei-schnelltests.html Wertvolle Hilfe für Angehörige von Heimbewohnern

HASSFURT / EBERN - Auch in der kommenden Weihnachtswoche bis zum Jahresende sowie Anfang 2021 bietet der Kreisverband Haßberge des Bayerischen Roten Kreuzes für Angehörige von Bewohnern stationärer Einrichtungen im Landkreis Haßberge so genannte POC-Antigen-Schnelltests an. Ein negativer COVID-19-Test ist aufgrund der Pandemie-Situation aktuell Voraussetzung dafür, dass die Senioren- und Pflegeheime sowie Behinderteneinrichtungen Angehörigen Besuche erlauben können.

Das Rote Kreuz hat in Absprache mit der FQA (Heimaufsicht) des Landratsamtes Haßberge kurzfristig Möglichkeiten geschaffen, die Heime bei der Durchführung von Antigen-Schnelltests zu unterstützen, um so die personellen Strukturen in den Heimen zu entlasten. Grund­sätzlich muss der Besucher ein negatives Testergebnis vorweisen können. Eine Verpflich­tung zur Durchführung der nötigen Testungen besteht für die Einrichtungen nicht, auch fehlt ihnen häufig die nötige personelle Kapazität. Hier sind die Besucher auf Unterstützung und ein erweitertes Testangebot angewiesen. „Wir wollen mit unserem Angebot schnell und unbürokratisch zu einer Entlastung beitragen und den Angehörigen erweiterte Möglich­kei­ten zum Testen anbieten“, sagt Wolfgang Zweverink, Katastrophen­schutz­beauf­tragter beim BRK-Kreisverband Haßberge.

Die Tests sind zeitaufwändig: Nach einem Nasenabstrich dauert es 15 bis 30 Minuten, bis ein Ergebnis auf einem Testträger angezeigt wird. Am Ende erhalten die Getesteten eine Bescheinigung des Roten Kreuzes mit ihrem Ergebnis zur Vorlage bei den Heimen.

Mithilfe dutzender Ehrenamtlicher aus den Gemeinschaften des BRK-Kreisverbandes können auch über die Weihnachtstage und zum Jahresende Testkapazitäten geschaffen werden. Zur Durchführung dieser Tests müssen die Helferinnen und Helfer vorab geschult und in die korrekte Handhabung eingewiesen werden. Entsprechende Schulungen finden aktuell weiterhin mit zusätzlichen Ehrenamtlichen statt.

„Das BRK hilft satzungsgemäß immer dort, wo Hilfe für Mitmenschen notwendig ist“, sagt BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger. „Unsere Ehrenamtlichen aus den Bereitschaften und der Wasserwacht unterstützen die Maßnahmen gerne, alle haben sich freiwillig dafür gemeldet und freuen sich, einen ganz persönlichen Beitrag zur Unterstützung in dieser Pandemie leisten zu können.“ Dafür ist das BRK jedem einzelnen sehr dankbar. Greger: „Wir und die Gesellschaft insgesamt wissen: Auf unsere Helferinnen und Helfer ist zu jeder Zeit Verlass!“

Ein POC-Antigen-Schnelltest ist lediglich 48 Stunden gültig. Für die Angehörigen von Seniorenheim-Bewohnern ist es daher wichtig, dass sie dies bei ihrer individuellen Besuchsplanung berücksichtigen und entsprechende Abstimmungen im Vorfeld mit der jeweiligen stationären Einrichtung durchführen. Für das Besuchsmanagement innerhalb der Heime und der Ausgabe der Berechtigungsscheine sind die Einrichtungen selbst verantwortlich. Um ein berechtigtes Interesse für eine Schnelltestung nachweisen zu können, benötigen die Testwilligen eine entsprechende Bestätigung des Senioren- oder Pflegeheimes. Nur wenn diese dem BRK vorgelegt wird, kann eine Testung stattfinden. Personen ohne Bestätigung werden beim Roten Kreuz nicht getestet.

Über die Unterstützung bei den Schnelltests durch das BRK freut sich auch Landrat Wilhelm Schneider. „Unsere Heime sind dringend auf Unterstützung bei der Durchführung der Schnelltests angewiesen. Damit geplante Besuche insbesondere an den Feiertagen nicht gefährdet werden, haben wir nach einer Lösung gesucht“, so Schneider. Gerade für demente und ältere Menschen sei es enorm wichtig, ihre gewohnten Bezugspersonen regelmäßig zu sehen. Dies dürfe nicht an einem fehlenden negativen Corona-Test scheitern. Schneider: „Mit dem Bayerischen Roten Kreuz hat der Landkreis einen starken Partner gefunden, der die Testungen dankenswerter Weise organisiert und vornimmt.“

Folgende Termine bietet das Rote Kreuz ab dem 21. Dezember für die Antigen-Schnelltests an:

  • Montag, 21. Dezember: 17:30 bis 19:30 Uhr.
  • Mittwoch, 23. Dezember: 17:30 bis 19:30 Uhr.
  • Donnerstag, 24. Dezember: 9:30 bis 11:30 Uhr.
  • Freitag, 25. Dezember: 9:30 bis 11:30 Uhr.
  • Samstag, 26. Dezember: 9:30 bis 11:30 Uhr.
  • Montag, 28. Dezember: 17:30 bis 19:30 Uhr.
  • Mittwoch, 30. Dezember: 17:30 bis 19:30 Uhr.
  • Samstag, 2. Januar: 9:30 bis 11:30 Uhr.
  • Montag, 4. Januar: 17:30 bis 19:30 Uhr.

Die Termine finden an den genannten Tagen zeitgleich an den Rotkreuzhäusern in Haßfurt (Industriestraße 20) und Ebern (Im Frauengrund 12) statt. Es wird darauf hingewiesen, dass ab dem Zeitpunkt des Betretens der BRK-Häuser das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verpflichtend ist.

Das Bayerische Rote Kreuz weist Testwillige ausdrücklich darauf hin, dass eine telefonische Anmeldung zum Testen beim BRK nicht notwendig ist; Berechtigte kommen zu den angegebenen Zeiten einfach mit ihrem Berechtigungsschein vorbei. Aufgrund hoher Nachfrage und der bis zur Ergebnisermittlung vom Hersteller der Schnelltests benötigten Zeit, muss mit entsprechenden Wartezeiten gerechnet werden.

PM 077 / 2020 . Text u. Foto: Michael Will / BRK.

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news-754 Sun, 06 Dec 2020 10:55:00 +0100 Weihnachtsgruß – kontaktlos, aber von ganzem Herzen /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/weihnachtsgruss-kontaktlos-aber-von-ganzem-herzen.html

MEMMELSDORF - Mit einem Weihnachtspräsent haben dieser Tage die Mitglieder der BRK-Bereitschaft Memmelsdorf die Seniorinnen und Senioren aus den Ortschaften Memmelsdorf und Setzelsdorf überrascht. Weil die sonst am 1. Advent übliche Seniorenweihnachtsfeier in der Alten Schule wegen der Corona-Pandemie heuer nicht stattfinden konnte, haben die BRK-Mitglieder quasi Christkind gespielt und den ab 65-Jährigen ein Präsent zukommen lassen. Insgesamt wurden 97 Geschenke verteilt.

„Wir wollen damit gerade in diesen schwierigen Zeiten ein Signal setzen, dass wir unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger nicht vergessen und trotz Kontaktbeschränkungen und Mindestabstandsregelungen zumindest in Gedanken ganz nah bei ihnen sind“, sagt Alex Toni, stellvertretender Leiter der BRK-Bereitschaft Memmelsdorf.

Für ihren ganz besonderen Weihnachtsgruß hat sich die BRK-Bereitschaft richtig viel Mühe gemacht. Die Idee dazu hatte Tonis Schwester Linda Hauck. Sie hat ein Weihnachtsgedicht und ein Wort-Such-Rätsel entworfen, zudem ein selbst gebasteltes Teelicht aus Ton hergestellt. Des Weiteren wurden Plätzchen gebacken, so dass jede Seniorin und jeder Senior auch ein Päckchen der süßen Leckereien erhalten hat.

In den vergangenen Tagen wurde jedem Mitbürger ab 65. Jahren das Geschenk vor die Tür gestellt. „Wir haben extra nicht geklingelt, um den Weihnachtsgruß kontaktlos überreichen zu können, schließlich zählen die älteren Menschen zur Risikogruppe“, sagt Linda Hauck. „Und ein Risiko wollten wir auf alle Fälle vermeiden.“ Das alleine gebiete schon der Schutz für die Mitmenschen. 

Erste Rückmeldungen zeigen, dass sich die Beschenkten über diesen besonderen und unerwarteten Gruß sehr gefreut haben. Der ein oder andere ältere Mitbürger lebt nach Haucks Worten alleine, mitunter sei die Einsamkeit aufgrund von Kontaktbeschränkungen aktuell noch ein Stück größer als sonst. „Wenn wir den Seniorinnen und Senioren mit unserem Weihnachtsgruß eine kleine Freude machen und dazu vielleicht noch ein Lächeln ins Gesicht zaubern konnten, dann haben wir unser Ziel erreicht“, sagen Linda Hauck und Alex Toni übereinstimmend. Natürlich hofft man bei der BRK-Bereitschaft Memmelsdorf, dass man sich im kommenden Jahr wieder, wie gewohnt, in froher Runde am 1. Advent zur gemeinsamen Seniorenweihnachtsfeier versammeln kann.

PM 074 / 2020 . Text: Michael Will / BRK; Fotos: Rudi Hauck / BRK

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news-753 Mon, 30 Nov 2020 09:30:56 +0100 „So viel mehr als nur ein Dankeschön“ /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/so-viel-mehr-als-nur-ein-dankeschoen.html Die siebenjährige Mia bedankt sich mit einem Bild bei ihren ehrenamtlichen BRK-Helfern

HASSFURT - „Liebe Nicole, danke, dass du mir geholfen hast.“ Diese Worte in krakeliger Schrift auf einem bunten Bild mit einem farbenfrohen Regenbogen sind wohl das schönste Dankeschön, dass Nicole Riegler in ihrer bisherigen Tätigkeit als Mitglied der ehrenamtlichen Schnelleinsatzgruppe „Transport 1“ beim Kreisverband Haßberge des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) bekommen hat. Als sie am Freitag die Post öffnet und das selbst gemalte Bild in Händen hält, stehen der 27-Jährigen vor Freude und Rührung die Tränen in den Augen. „Vielleicht sind auch ein bis zwei über mein Wangen gekullert“, seufzt die Rettungssanitäterin.

Mia, sieben Jahre alt, aus dem Stadtgebiet Hofheim, hat zusammen mit ihrer Mama ein kleines Päckchen an Nicole geschickt – als Zeichen des Dankes dafür, dass die junge Rettungssanitäterin zusammen mit ihrem Kollegen Manuel Wambach nach einem schweren Verkehrsunfall zwischen einem Sattelzug und einem Schulbus am Montagmittag (23. November) nahe Hofheim das kleine Mädchen nach einer ersten notärztlichen Versorgung mit einem Kranken­trans­port­wagen ins Krankenhaus gebracht hat. „Ein solch wundervolles Dankeschön tut unglaublich gut, und es hat mich sehr gerührt“, sagt Nicole Riegler.

Dass sich die Wege von Mia und Nicole an diesem Montag nahe Hofheim kreuzen, ist Schicksal. Bei der Kollision eines Sattelzuges mit einem mit 20 Kindern besetzten Schulbus werden acht Kinder verletzt, eines davon schwer, drei mittelschwer und vier leicht. Nach ersten Notrufen alarmiert die Integrierte Leitstelle (ILS) Schweinfurt mit dem Schlagwort „Massenanfall von Verletzten“ die Rettungskräfte und setzt damit ein Großaufgebot von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei in Bewegung. Zunächst muss vom Schlimmsten ausgegangen werden.

Nicole arbeitet seit 2018 als Rettungssanitäterin in Teilzeit beim Bayerischen Roten Kreuz an der Rettungswache in Eltmann und betreibt nebenbei eine Goldschmiede in Oberschwappach. Des Weiteren engagiert sie sich ehren­amtlich in der BRK-Bereitschaft Knetzgau, die im Zuge des Katastro­phen­schut­zes die Schnelleinsatzgruppe (SEG) „Transport 1“ zusammen mit der BRK-Bereitschaft Zeil stellt. Schnelleinsatzgruppen werden von der ILS immer dann zum Einsatz gerufen, wenn eine große Zahl von Patienten zu versorgen und/oder in Krankenhäuser zu transportieren ist; sie unterstützen damit den öffentlich-rechtlichen Rettungsdienst bei Großschadenslagen.

In dieser Funktion als ehrenamtliche Einsatzkraft war Nicole am Montag gemeinsam mit ihrem Kollegen Manuel Wambach mit einem Kranken­trans­port­wagen zu dem Schul­bus­unglück alarmiert worden. „Das war kein Einsatz wie jeder andere“, erinnert sich die 27-Jährige. „Einsätze dieser Art hat man nicht jeden Tag.“ Alleine die erste Einsatzmeldung - „Schwerer Verkehrsunfall mit Lkw und Schulbus, mehr als 25 Verletzte“ – ließ das Schlimmste vermuten. Schon auf der Anfahrt von Knetzgau aus ist Nicole vieles durch den Kopf gegangen, als über Funk die Bestätigung kam, dass ein Schulbus mit Grundschulkindern in den Unfall verwickelt ist. „Ruhig bleiben, nicht den Kopf verlieren“, waren ihre ersten Gedanken.

Als sie mit ihrem Krankentransportwagen rund 15 Minuten später am Unglücksort eintraf, waren bereits mehrere Rettungswagen, zwei Notärzte und der Einsatzleiter Rettungsdienst vor Ort. Sie hatten sich bereits einen groben Überblick verschafft, mit der Sichtung der verletzten Kinder begonnen und sie anschließend medizinisch erstversorgt. Schnell wurde klar, dass sich die schlimmsten Befürchtungen nicht bestätigen würden. Zwar waren 20 Kinder im Bus, aber zum Glück nicht alle verletzt. Die unverletzten kamen schließlich zur weiteren Betreuung ins Rotkreuzhaus nach Hofheim, wo sich BRK-Mitarbeiter und ein Kriseninterventionsteam um die Mädchen und Jungen sowie deren Eltern kümmerten.

Nicole und Manuel bekamen eine Mia als kleine Patientin zugewiesen, um die sie sich sorgen und sie danach ins Krankenhaus transportieren mussten. Beide kümmerten sich um die Siebenjährige, versuchten ihr die Angst zu nehmen und ihr zu helfen, den ersten Schreck zu verarbeiten. Dabei half auch ein kleiner grüner Drache: Das Kuscheltier hatte Mia kurz zuvor von der Feuerwehr geschenkt bekommen und ließ es nicht mehr aus den Händen. Kurzerhand taufte die Rettungssanitäterin den Drachen auf den Namen ihres Kollegen Manuel.

Nach einer weiteren Untersuchung und Behandlung im Krankenhaus geht es Mia körperlich wieder gut. Sie ist zuhause, der Schreck sitzt vermutlich aber noch in den Knochen. „Wir konnten dem Mädchen helfen“, freut sich Nicole Riegler, „das ist für mich persönlich immer ein ganz wichtiger Aspekt.“ Dennoch sind Einsätze mit Kindern für Rettungskräfte immer eine besondere Herausforderung. „Sie sind zum Glück nicht alltäglich, so ein Szenario schon gleich gar nicht“, berichtet die 27-Jährige. Sie ist froh, dass der Schulbusunfall trotz aller Tragik unter dem Strich noch einigermaßen glimpflich ausgegangen ist. „Man denkt sich, was wäre gewesen, wenn…“, überlegt Riegler. Wenn der Bus beispielsweise die mehrere Meter tiefe Böschung neben der Straße hinabgestürzt wäre. Oder wenn er voll besetzt gewesen wäre. Nach so einem Einsatz spreche man mit seinen Kollegen und tausche sich aus. Das helfe, die eigenen Eindrücke und mitunter belastende Momente zu verarbeiten.

Dass Mia und ihre Mama sich nun bei Nicole mit so einer netten Geste bedankt haben, darüber freut sich die 27-Jährige riesig. Schließlich ist das keine Selbstverständlichkeit und angesichts eines solchen Einsatzes auch eine ganz besonders wohltuende Geste. „Ich war in der Werkstatt meiner Goldschmiede“, beschreibst die Oberschwappacherin den Moment, als am Freitag mit der Post einige Pakete kamen – eines davon mit einem ganz besonderen Absender. „Das Paket war von meiner kleinen Patientin von dem Busunglück.“ Den Namen und den Wohnort des Mädchens hatte Nicole natürlich noch im Kopf.

„Ich war richtig aufgeregt, habe alle anderen Pakete zur Seite gelegt und das von Mia geöffnet.“ Dabei fiel der Rettungssanitäterin als erstes der Brief mit dem Gemälde in die Hand, auf dem mehrmals „Danke für die Hilfe“ steht und die Sätze: „Liebe Nicole, danke, dass du mir geholfen hast. Gruß an den großen Manuel. Mia aus…“ Ein bunter Regenbogen, zwei strahlende Gesichter, Blumen, zwei Schmetterlinge und ein kleines Herz schmücken das Bild. Am oberen und unteren Ende ist es mit weiteren Tiermotiven verziert.

„Mir standen vor Rührung die Tränen in den Augen“, beschreibt Nicole den Moment, als sie das Bild in ihren Händen hält. „Ich habe mich riesig gefreut, zudem war auch noch eine meiner Lieblingsschokoladen in dem kleinen Paket mit dabei.“ Für das Bild will Nicole zuhause bei sich einen Ehrenplatz reservieren.

Stichwort Ehrenamt:

Beim BRK-Kreisverband Haßberge engagieren sich in den verschiedensten Bereich insgesamt rund 1400 Helferinnen und Helfer in den vier Gemeinschaften Bereitschaft, Wasserwacht, Jugendrotkreuz sowie Wohlfahrt- und Sozialarbeit. 

Alleine bei den neun Bereitschaften Haßfurt 1 und 2, Eltmann, Ebern, Hofheim-Königsberg, Knetzgau, Memmelsdorf, Untermerzbach und Zeil sind es rund 450. Die Bereitschaften haben im Rahmen des Katastrophenschutzkonzeptes verschiedene Aufgaben und stellen unterschiedliche Schnelleinsatzgruppen (SEG). Davon gibt es insgesamt zehn beim BRK:

  • SEG Behandlung (Bereitschaften Hofheim und Knetzgau)
  • SEG Transport 1 (Knetzgau und Zeil)
  • SEG Transport 2 (Ebern)
  • SEG Betreuung (Haßfurt und Untermerzbach)
  • SEG Verpflegung (Hofheim)
  • SEG Technik und Sicherheit (Memmelsdorf)
  • SEG Gefährliche Stoffe und Güter (Haßfurt und Zeil)
  • SEG Information und Kommunikation (Eltmann)
  • EG Wasserrettung (Wasserwachten Haßfurt, Sand, Eltmann)
  • SEG Rettungshundestaffel

So ein Dankeschön tut nach Rieglers Worten unglaublich gut. Viel zu oft wird nach ihrer Einschätzung vor allem die ehrenamtliche Arbeit von Rettungs­kräften nicht geschätzt oder sie als selbstverständlich angesehen. „Das ist sie aber nicht“, sagt die 27-Jährige, die sich gerne und leidenschaftlich für ihr Ehrenamt beim Roten Kreuz einsetzt und dafür Freizeit opfert. Gerade der­artige Einsätze wie der beim Schul­bus­unfall würden zeigen, wie wichtig ehrenamtliches Engagement für die Gesellschaft sei. Egal ob beim Roten Kreuz in einer Schnelleinsatzgruppe oder bei Feuerwehren und anderen Hilfsorganisationen. „Alle Helferinnen und Helfer tun das freiwillig, lassen für andere Menschen in Notsituationen alles stehen und liegen, setzen sich selbst Gefahren aus, bilden sich weiter und ernten dafür oft nicht mal ein Lächeln, stoßen manchmal sogar noch auf Unverständnis“, sagt Nicole. Umso mehr sei „ein solch wundervolles, ehr­liches und persönliches Dankeschön wie das von Mia so viel mehr als ,nur‘ ein Dankeschön“.

Wenn Nicole Riegler von ihren ganz persönlichen Erfahrungen beim Roten Kreuz und im Ehrenamt erzählt, klingt das wie ein Plädoyer an andere, sich ebenfalls ehrenamtlich zu engagieren. 2016 ist sie durch ihren besten Freund über die BRK-Bereitschaft Knetzgau noch zusätzlich in den Rettungsdienst „gerutscht“, ist ehrenamtlich mitgefahren, hat in der Folge die Ausbildung zur Rettungsdiensthelferin und anschließend zur Rettungssanitäterin absolviert. „Die Abwechslung, die Gemeinschaft, neue Freunde, Menschen helfen zu können, auch an die eigenen Grenzen zu gehen, persönlich über sich hinaus zu wachsen und viele neue Erfahrungen“ machen für Nicole ihr Ehrenamt zu etwas ganz Besonderem. „Ich habe noch keine einzige Minute lang bereut, dass ich diesen Weg gegangen bin.“

PM 072 / 2020 . Text: Michael Will / BRK; Fotos: Nicole Riegler / Patrick Riegler.

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news-752 Thu, 26 Nov 2020 21:16:56 +0100 BRK wird Betreiber des Impfzentrums im Landkreis Haßberge /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/brk-wird-betreiber-des-impfzentrums-im-landkreis-hassberge.html

HASSFURT/HOFHEIM - Die Planungen für ein Corona-Impfzentrum im Landkreis Haßberge laufen auf Hochtouren. „Wir stellen uns dieser großen Aufgabe und haben die Hoffnung, dass eine zeitnahe Impfung die Pandemie wirksam eindämmen kann“, sagt Landrat Wilhelm Schneider laut einer am Donnerstagnachmittag (26. November) verbreiteten Pressemitteilung des Landratsamtes Haßberge. Als Standort für das Impfzentrum wurde in Zusammenarbeit mit dem BRK-Kreisverband Haßberge das Rotkreuzhaus in Hofheim festgelegt.  

Um die nötige Infrastruktur bis zum 15. Dezember zu schaffen, wurde nach Mitteilung des Landratsamtes eine Arbeitsgruppe gegründet, die sich aus Mitarbeitern des Landratsamtes und des Gesundheitsamtes zusammensetzt. Mit im Boot sind außerdem Dr. Johannes Luckhardt (Verbindungsarzt der Kassenärztlichen Vereinigung) sowie das Technische Hilfswerk Haßfurt und der BRK-Kreisverband Haßberge. „Abhängig von der Größe der zu impfenden Personenzahl ist das Impfzentrum, ergänzt durch mobile Impfteams, eine große logistische Herausforderung“, so Landrat Wilhelm Schneider. 

Der Standort für das Impfzentrum ist nach Worten des Landrats ideal. Das Rotkreuzhaus in Hofheim soll in den kommenden Wochen in ein Impfzentrum umfunktioniert werden. Der Standort sei unter anderem gewählt worden, weil er wesentliche Kriterien, wie zum Beispiel eine gute Erreichbarkeit, barrierefreie Zugänge und Eignung für Sommer- und Winter­betrieb, aufweise. 

Auch die Frage nach dem Betreiber der Impfstation ist geklärt: Der BRK-Kreisverband wird diese Aufgabe übernehmen, hierfür Personal stellen und sich später um den Ablauf kümmern. Der Ärzteverein Haßberge wird die ärztliche Leitung des Impfzentrums übernehmen; zusätzlich sollen laut Landratsamt auch mobile Teams organisiert werden.

Nun geht es für Landrat Wilhelm Schneider und die Arbeitsgruppe in die Feinplanung: Zu organisieren sind Ausstattung sowie die personelle Besetzung des Impfzentrums und die Mitwirkung von Ärzten.

Nach Angaben der Staatsregierung wird in den nächsten Wochen mit der Zulassung eines oder mehrerer Impfstoffe gegen das Virus SARS-CoV-2 gerechnet. Um der Bevölkerung eine möglichst zeitnahe Impfung zu ermöglichen, sollen alleine in den bayerischen Landkreisen 96 Impfzentren eingerichtet werden. Eines davon auch im Landkreis Haßberge.

„Wir freuen uns darüber, dass uns seitens des Landratsamtes und des Gesundheitsamtes das Vertrauen zur Errichtung und zum Betrieb des Impfzentrums im Landkreis ausgesprochen worden ist“, sagt BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger. „Das beweist, dass wir als BRK und Hilfsorganisation Teil der unverzichtbaren Struktur sind, wenn es darum geht, mit Fachwissen und logistischen Möglichkeiten zur Hilfe und zum Schutz der Bevölkerung, gemäß unseren satzungsgemäßen Aufgaben, beizutragen.“

Nachdem das BRK am Montag, 23. November, durch das Landratsamt angefragt wurde, ob es ein Impfzentrum betreiben und dafür auch eine Liegenschaft zur Verfügung stellen könnte, hat man beim BRK schnell reagiert und notwendige Schritte in die Wege geleitet.

„Bereits am Montagnachmittag haben wir uns in einer kleinen Gruppe von Fachleuten aus dem Haupt- und Ehrenamt Gedanken gemacht, in welcher unserer Liegenschaften wir ein solches Impfzentrum einrichten können“, so Greger. Ergebnis dieser Überlegungen und Planungen war es, das Rotkreuzhaus Hofheim für den Betrieb eines Impfzentrums zu ertüchtigen, wobei die staatlichen Vorgaben maßgeblich sind.

Gemeinsam mit dem Ingenieurbüro Kitzinger hat man sich sehr kurzfristig Gedanken gemacht, wie im Rotkreuzhaus Hofheim das Impfzentrum aufgebaut und betrieben werden kann. Dazu wurde ein Plan erstellt und am Dienstag dem Landratsamt Haßberge vorgestellt. Dabei kam man überein, dieser weiter zu verfolgen. Das Impfzentrun wird demnach barrierefrei im Erdgeschoss des Rotkreuzhauses eingerichtet. 

Natürlich hat die Errichtung des Impfzentrums Auswirkungen auf die Nutzung des Rotkreuzhauses. „Gemeinsam wird aktuell mit den Verantwortlichen aus dem Haupt- und Ehrenamt diesbezüglich an Lösungen gearbeitet“, berichtet der BRK-Kreisgeschäftsführer. Die in einem separaten Gebäudeabschnitt untergebrachte Rettungswache ist von den Maßnahmen nicht betroffen.

Sobald die Feinplanungen abgeschlossen sind, sollen weitere Informationen für die Bevölkerung folgen.

Der BRK-Kreisverband Haßberge sucht zum Betrieb des Impfzentrums ab 15. Dezember 2020 vorerst befristet bis 30. Juni 2021 Mitarbeitende mit der Qualifikation/Berufsausbildung med. Fachangestellte, Arzthelfer, Krankenpflegehelfer, Krankenpfleger, Rettungssanitäter, Notfallsanitäter (w/m/d). Deren Aufgaben im Impfzentrum werden sein:

  • Aufnahme der Personalien
  • Dokumentation
  • Eintragung Impfregister
  • Aufklärung und Information der Patienten
  • Einweisung in den Impfablauf
  • Vorbereitung und Impfdurchführung auf Delegation
  • Durchführen von Desinfektionsmaßnahmen

Interessenten bewerben sich bitte schriftlich:

Bayerisches Rotes Kreuz,
Körperschaft des öffentlichen Rechts,
Kreisverband Haßberge,
Industriestraße 20,
97437 Haßfurt

Für Rückfragen steht beim BRK Frau Endres telefonisch unter 09521/9550-215 zur Verfügung.

PM / 2020 . Text: Michael Will / BRK; Foto: Daniel Imhof /BRK.

 

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news-751 Thu, 05 Nov 2020 10:21:49 +0100 Einsatzfahrzeug in 1150 Stunden Eigenleistung ausgebaut /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/einsatzfahrzeug-in-1150-stunden-eigenleistung-ausgebaut.html Beim BRK wird bei der Bereitschaft Eltmann das neue Mehrzweckfahrzeug IuK in Dienst gestellt.

ELTMANN - Es ist das erste Mehrzweckfahrzeug „Information und Kommunikation“ (MZF IuK) mit einer derartigen Ausstattung beim BRK in Bayern, und einzigartig ist auch die Arbeitsleistung, die überwiegend fünf Mitglieder der BRK-Bereitschaft Eltmann in den Ausbau des Ford Transit gesteckt haben. Am Sonntagabend wurde das Fahrzeug offiziell in Dienst gestellt.

1150 Stunden haben Stefan Funck, Christian Krämer, Thomas Behr, Michael Schwab und Michael Lindner dafür investiert. Dass sie auf ihr neues Einsatzfahrzeug mit dem Funkrufnamen „Rotkreuz Bayern 16/1“ stolz sind, ist ihnen anzumerken, steckt doch jede Menge Arbeit und viel Liebe zum Detail darin.

Der Ford Transit mit Allrad und Hochdach ersetzt den 25 Jahre alten Ford Explorer der Bereitschaft, der zusammen mit dem Einsatzleitwagen das Fahrzeug-Duo der Schnelleinsatzgruppe IuK bildet. Sie wird unter anderem zur Unterstützung des Einsatzleiters Rettungsdienst alarmiert, vor allem bei länger andauernden Einsätzen oder solchen mit einem erhöhten Organisations- und Kommunikationsaufwand. Ebenso ist sie im Rahmen von so genannten Sanitätseinsatzlagen (SanEL), bei der Leitender Notarzt und Organisatorischer Leiter alarmiert werden, als Unterstützungsgruppe UG SanEL im Einsatz.

Das neue Mehrzweckfahrzeug soll als Ergänzung zum Einsatzleitwagen (ELW) dienen, wie Kreisbereitschaftsleiter Stefan Funck deutlich machte. Es verfügt beispielsweise über einen Besprechungsraum, Funk-/PC-Arbeitsplätze und es kann auf einer Innenwand auf etwa zwei Quadratmeter eine Lagedarstellung vorgenommen werden. Nicht zuletzt dient es dem Materialtransport, und auf ihm befindet sich auch eine Drohne für Übersichtsaufnahmen von Einsatzgebieten. „Das MZF IuK ist als sinnvolle Ergänzung zum Einsatzleitwagen der Schnelleinsatzgruppe zu sehen“, machte Funck deutlich. 

Universell einsetzbar sollte das Fahrzeug nach Funcks Worten sein. Das war die Grundidee, als die Anschaffung vor vier Jahren im Rahmen eines Ersatzbeschaffungskonzepts für die ehrenamtlichen Bereitschaften des Roten Kreuzes zusammen mit Kreisgeschäftsführer Dieter Greger besprochen wurde. Drei Fahrzeuge standen dabei im Fokus: Ein Einsatzfahrzeug für die Rettungshundestaffel (es wurde bereits im Februar 2019 in Dienst gestellt), das jetzt verfügbare der Schnelleinsatzgruppe IuK, das bei der BRK-Bereitschaft Eltmann stationiert ist, und ein Mehrzweckfahrzeug, das 2021 für die Schnelleinsatzgruppe „Technik und Sicherheit“ für die BRK-Bereitschaft Memmelsdorf neu beschafft wird.

Der Vorteil des neuen Fahrzeuges ist, dass es auch unabhängig vom ELW eingesetzt werden kann. Das kann zum Beispiel gerade im Sommer notwendig sein, wenn im Rahmen von Sanitätsabsicherungen bei Festen der Einsatzleitwagen gebunden ist, zeitgleich aber beispielsweise bei größeren Verkehrsunfällen, Bränden oder Vermisstensuchen die Unterstützung der SEG Information und Kommunikation für den Einsatzleiter vor Ort notwendig wird. Nicht zuletzt kann das Mehrzweckfahrzeug auch dazu verwendet werden, um bei Großschadenslagen einen so genannten Bereitstellungsraum für eine Vielzahl von Rettungsfahrzeugen zu führen.

Der Ford Transit wurde nach Auslieferung durch das Werk bei einem Aufbau-Hersteller für die Zwecke der SEG IuK vorbereitet und teilweise umgebaut. Dafür waren zahlreiche Änderungen notwendig. Die anschießende Ausstattung mit Technik und Material hat die Bereitschaft Eltmann in Eigenregie übernommen. Mit den ersten Arbeiten hatten die Bereitschaftsmitglieder im September 2019 begonnen. Wegen Corona verzögerten sich diese, so dass bis zur Fertigstellung im September 2020 eine reine Bauzeit von etwa neun Monaten notwendig war.

„Das ist phänomenal“, lobte Kreisgeschäftsführer Dieter Greger bei der Vorstellung des Einsatzfahrzeuges die Mitglieder der Bereitschaft. „Immer wenn ihr ans Werk geht, kommt etwas Besonderes dabei heraus.“ Mit ihrem hohen technischen und Spezialwissen leisteten die Fachleute immer wieder einen enormen Beitrag dazu, die Anschaffungskosten für derartige Fahrzeuge deutlich zu senken.

Das Mehrzweckfahrzeug in seiner endgültigen Ausbaustufe würde werkseitig rund 135.000 Euro kosten, sagte Greger. Durch die Eigenleistung der fleißigen ehrenamtlichen Bereitschaftsmitglieder mit 1150 Stunden konnten die Aufwendungen deutlich gesenkt werden. Insgesamt musste der BRK-Kreisverband für das Auto rund 65.000 Euro investieren. Unterstützung gab es von Unternehmen und aus der Bevölkerung: Durch Spenden-Akquise im Rahmen eines Weihnachtsmailings des Kreisverbandes kamen dafür 18.500 Euro zusammen. „Dafür sagen wir allen Spendern und Unterstützen unseren ausdrücklichen Dank“, sagte Greger. „Diese Unterstützung zeigt, dass wir als BRK im Landkreis anerkannt sind und einen sehr guten Ruf haben.“

Der Kreisgeschäftsführer sprach von hohem Engagement der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer aus der Bereitschaft Eltmann, lobte deren Zielstrebigkeit und Fachwissen. Das alles komme der Bevölkerung bei Einsätzen zugute. Das Rote Kreuz sei von seinem Verständnis her auf die Mitarbeit von Ehrenamtlichen ausgelegt, sei damit quasi mitten in der Gesellschaft beheimatet. Für diese Unterstützung gelte es immer wieder danke zu sagen.

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PM 067 / 2020 . Text: Michael Will/BRK; Foto: Helmut Will.

 

 

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news-750 Fri, 23 Oct 2020 15:07:50 +0200 Die Fachkräfte von morgen /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/die-fachkraefte-von-morgen.html Beim BRK starten zwölf junge Menschen in die Ausbildung, 14 engagieren sich als „Bufdis“

HASSFURT - Junge Menschen auszubilden und ihnen den Start ins Berufsleben zu ermöglichen, darauf legt das Bayerischen Rote Kreuz seit jeher sein Augenmerk. Denn gut ausgebildete Frauen und Männer sind die tragenden Säulen im Hauptamt der größten Hilfsorganisation in Bayern. Beim BRK-Kreisverband Haßberge haben in diesem Herbst insgesamt zwölf Berufsstarter ihre Ausbildung im Rettungsdienst, in der Verwaltung, als Erzieher und in der Kinderbetreuung begonnen. Hinzu kommen 14 Bundesfreiwilligendienstleistende, die die Arbeit des Roten Kreuzes im Rahmen einer freiwilligen Tätigkeit unterstützen und dabei wertvolle Erfahrungen rund um soziale Aufgaben gewinnen.

Über das Engagement und die Begeisterung der jungen Menschen für die Aufgaben und Ziele des Roten Kreuzes freut sich BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger, der den Auszubildenden, Bundesfreiwilligendienstleistenden und Praktikanten viel Erfolg und Freude bei ihrer Tätigkeit innerhalb des Roten Kreuzes wünscht. Sie selbst könnten das BRK dabei als einen Dienstleister kennen lernen, der die vielfältigsten Aufgaben im sozialen Sektor ausübt.

Derzeit arbeiten im BRK-Kreisverband 429 Mitarbeiter im Haupt- und Nebenamt, darunter 22 Auszubildende/Praktikanten sowie 14 Bundesfreiwilligendienstleistende. Das BRK zählt damit in den Haßbergen zu einem der größeren Arbeitgeber. Ehrenamtlich engagieren sich zudem etwa 1300 Personen und 11.100 sind Fördermitglieder.

Dass auf die Ausbildung junger Menschen und deren Förderung für soziales Engagement beim Roten Kreuz im Landkreis Haßberge viel Wert gelegt wird, zeigt ein Blick in die Statistik. So wurden seit 2003 insgesamt rund 175 Frauen und Männer in verschiedenen Berufsfeldern ausgebildet oder waren als Berufspraktikanten tätig. Weitere knapp 185 junge Leute haben in den Jahren 2009 bis einschließlich 2020 ihren Zivildienst beim BRK geleistet oder waren als Bundesfreiwillige tätig, wie Dieter Greger verdeutlicht. „Wir bieten als Wohlfahrtsverband damit jungen Menschen berufliche Perspektiven an und sind ein gefragter Arbeitgeber in den Haßbergen.“ 

Zum Ausbildungsbeginn in diesem Herbst haben folgende Frauen und Männer beim BRK-Kreisverband Haßberge eine Ausbildung begonnen bzw. sind als Bundesfreiwilligendienstleistende tätig:

Notfallsanitäter:

Niklas Hertlein, Yannick Hansul, Franziska Kufner

Technischer Rettungssanitäter:

Matthias Schuhmann

Kauffrau im Gesundheitswesen:

Jennifer Kessler

Kauffrau für Büromanagement:

Silvia Memmel

Vorpraktikum SPS 2 (im Rahmen der Ausbildung zur Erzieherin):

Lara Säger, Kiara Franzel, Selina Biermann, Maja Möhring, Katharina Weigand, Isabel Raithel

Bundesfreiwilligendienstleistende:

Daniel Geuß, Philipp Hauck, Katharina Rau, Noelle Koop, ab Februar 2021 Faris Hassanein (Rettungsdienst); Leon Reuter (Offene Ganztagsschule Hofheim); Maya Dütsch, Julia Fuchs, Luis Pentón Bombalier (Mittagsbetreuung Haßfurt); Anna Gleichmann (Offene Ganztagsschule Theres); Jana Schmelzer (Mehrgenerationenhaus); Diana Hien (Second-Hand-Laden); Lukas Kolb, Philipp Langenberg (Fahrdienst).

Stichwort: BRK-Kreisverband Haßberge

Die meisten Menschen wissen, dass das BRK den Rettungsdienst in den Haßbergen betreibt. In der öffentlichen Wahrnehmung fallen die Einsatzfahrzeuge auf, wenn sie mit Blaulicht und Martinshorn zu Notfällen unterwegs sind. Andere Betätigungsfelder sind auf den ersten Blick weniger auffällig.

Der Kreisverband leistet in vielen weiteren Bereichen wertvolle Unterstützung für die Menschen vor Ort, beispielsweise mit der Sozialstation, dem Menüdienst „Essen auf Rädern“, dem Hausnotruf-Service, dem Behinderten- und Individualfahrdienst, dem Mehrgenerationenhaus, der Jugendsozialarbeit an Schulen, der Mittagsbetreuung von Schülern, der Kindertagesstätte in Königsberg, der Migrationsberatung sowie in den von Ehrenamtlichen getragenen BRK-Gemeinschaften Wasserwacht, Jugendrotkreuz, Bereitschaften, Wohlfahrts- und Sozialarbeit und ebenso im Katastrophenschutz. 

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PM 063. Text u. Fotos: Michael Will / BRK.

 

 

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news-749 Tue, 20 Oct 2020 11:49:41 +0200 159 Blutkonserven abgezapft /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/159-blutkonserven-abgezapft.html

EBERN – 166 Frauen und Männer sind zum jüngsten Blutspendetermin des Bayerischen Roten Kreuzes nach Ebern in die Frauen­grund­halle gekommen. 159 von ihnen durften Blut spenden.

Besonders erfreulich ist nach Mitteilung des BRK, dass 14 Erstspender begrüßt werden konnten. „Das ist ein sehr erfreuliches Ergebnis, gerade in Zeiten von Corona“, so das BRK.

Bei der Organisation und Durchführung des Termins wurde das Team des Blutspendedienstes aus Wiesentheid von vier ehrenamtlichen Helfern der BRK-Bereitschaft Ebern unterstützt.

Seine 125. Blutspende gab Klaus Müller aus Ebern ab, zum 100. Mal hat Bernd Schleicher aus Rentweinsdorf gespendet. Jeweils 75-mal haben Veronika Müller (Ebern), Hugo Lorz (Salmsdorf) und Jürgen Arneth (Ebern) gespendet und zum 50. Mal Harald Bornkessel (Bischwind).

Ihre jeweils dritte Blutspende gaben Matthias Zimmermann (Ebern), Elke Zimmermann (Mürsbach), Fabian Wiendl (Itzgrund), Niklas Jahn (Itzgrund), Stefan Lurz (Ebern) und Stefanie Söllner (Reckendorf) ab.

Der nächste und dann letzte Blutspendetermin des Jahres 2020 in Ebern findet am Freitag, 11. Dezember, in der Frauengrundhalle statt.

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PM 065. Text: Michael Will/BRK. Artikelbild "Blutspende": Andre Zelck / DRK

 

 

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news-748 Thu, 08 Oct 2020 15:30:00 +0200 Müll gehört nicht in Altkleidersäcke und -container /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/muell-gehoert-nicht-in-altkleidersaecke-und-container.html Am Samstag, 17. Oktober, findet die Herbst-Altkleidersammlung des BRK statt.

HASSFURT – „Altkleidercontainer sind keine Mülleimer“, schüttelt BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger beim Anblick manchen Inhalts verständnislos den Kopf. Immer wieder werden die Sammelcontainer missbraucht und allerhand Unrat hineingeworfen. „Das ist nicht nur un­appetitlich, sondern kostet unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter viel Zeit zum Aussortieren und dem Kreisverband letztlich auch noch Geld für die Entsorgung.“

Der Großteil der Spender, die dem Roten Kreuz ihre Altkleider zur Verfügung stellen, tun dies in der Gewissheit, mit ihrer Spende zur Mittelbeschaffung des BRK beizutragen und so vor allem für Ausrüstung und Aufgaben der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in den einzelnen Gemeinschaften einen unverzichtbaren Beitrag zu leisten. „Und die allermeisten Spender gehen äußerst verantwortungsvoll vor, wenn sie ihre Altkleider in Säcke verpacken, diese sorgsam verschnüren und dann in einen unserer bereitgestellten Container werfen, die regelmäßig durch BRK-Mitarbeiter geleert werden“, verdeutlicht Greger. Die Bevölkerung im Landkreis Haßberge unterstütze das Rote Kreuz Jahr für Jahr mit Altkleiderspenden. „Für diese große Spendenbereitschaft sagen wir ein ausdrückliches Dankeschön“, lobt der Kreisgeschäftsführer.

Wenn sich aber beispielsweise Hausmüll, gebrauchte Babywindeln, Sperrmüll, Bauschutt, Holz- und Plastikreste, total verschlissene und verschmutzte Kleider und Schuhe sowie anderer Unrat in den Containern wiederfinden, ist das Zeugnis gedankenloser Sorglosigkeit oder gar boshaften, vorsätzlichen Handelns. „Muss sowas sein“, fragt sich auch Karina Hauck, beim BRK-Kreisverband mit zuständig für den Second-Hand-Laden und lässt an der Antwort keinen Zweifel.

Die BRK-Altkleidercontainer an den Rotkreuzhäusern in Haßfurt, Hofheim, Ebern und Eltmann werden täglich geleert, alle anderen im Landkreis aufgestellten BRK-Container wöchentlich. In Haßfurt am Kreisverband wird ein Großteil der angelieferten Säcke geöffnet, gut erhaltene Ware aussortiert, aufbereitet und im Second-Hand-Laden zu einem geringen Preis verkauft. Das dient im Sinne der Wiederverwertung nicht nur der Nachhaltigkeit, sondern kommt insbesondere der Landkreisbevölkerung und Familien mit geringem Einkommen zugute. Nicht mehr zu verwendende Kleidung wird im Zuge der Altkleider­sammlungen über Entsorgungsfachbetriebe der Wiederverwertung zugeführt.

Vor wenigen Tagen beispielsweise hatte ein Unbekannter auf dem Gelände des Roten Kreuzes in der Industriestraße in Haßfurt vermutlich nachts einen alten Röhren-Fernseher sowie zwei Sessel entsorgt und den Sperrmüll direkt neben die Altkleidercontainer gestellt. Ein solches Verhalten ärgert die Rotkreuz-Verantwortlichen. Schließlich muss Sperrmüll oder Elektronikschrott fachgerecht entsorgt werden. „Unsere Mitarbeiter müssen das dann zum Wertstoffhof bringen“, sagt Karina Hauck. „Handelt es sich dabei zum Beispiel um Bauschutt werden mitunter auch noch Entsorgungskosten fällig.“

Das Rote Kreuz appelliert deshalb an die Vernunft der Bürger, in die Altkleidercontainer tatsächlich nur gut tragbare Altkleiderspenden in zugeschnürten Säcken zu werfen und gibt zu bedenken, dass durch den Einwurf von Unrat und Müll in die Container womöglich die bereits darin befindlichen Altkleider allesamt unbrauchbar werden. „Wir überlegen derzeit, ob wir die an den Rotkreuzhäusern aufgestellten Altkleidercontainer künftig mit Kameras überwachen“, sagt Kreisgeschäftsführer Dieter Greger, „und im schlimmsten Fall bei widerrechtlichen Müllablagerungen schließlich eine Anzeige bei der Polizei erstatten.“

Die nächste Altkleidersammlung des Bayerischen Roten Kreuzes im Landkreis Haßberge findet übrigens am Samstag, 17. Oktober, statt. Ehrenamtliche Helfer holen die aussortierten Altkleider frei Haus ab. Aufgrund der beginnenden Corona-Pandemie im Frühjahr wurde die Sammlung im März abgesagt. "Wir freuen uns, wenn uns die Bürger ihre Altkleider auch bei dieser Sammlung wieder zur Verfügung stellen", sagt BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger. Schließlich sind die Sammlungen ein wichtiger Beitrag dafür, den BRK-Kreisverband finanziell in seinen vielfältigen sozialen Arbeiten zu unterstützen.

Gesammelt wird vom Roten Kreuz folgendes:

  •  Damen-, Herren- und Kinderbekleidung aller Art (trocken und sauber)
  • Leder-Mäntel, Jacken, Gürtel, Hüte
  • Haushaltswäsche (Tischtücher, Badetücher usw.)
  • Vorhänge, Stores, Bettwäsche
  • Federbetten mit Inlett (zur Sicherheit bitte in einen separaten Plastiksack verpacken)
  • saubere Herren-, Damen- und Kinderschuhe (Straßenschuhe); wichtig: paarweise zusammengebunden!

Die Ware muss grundsätzlich trocken, sauber und in Sammeltüten verpackt sein. Dazu bitte die BRK-Altkleidersäcke verwenden. Wer mehr Ware hat, kann diese gerne auch in neutrale Plastiksäcke (blaue, grüne, etc.) verpacken.

Die Altkleidersäcke sollen am 17. Oktober ab 8:00 Uhr gut sichtbar am Straßenrand stehen, informiert das BRK. Die Sammelteams sind bis in den Mittag hinein unterwegs. Mehr als 200 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer werden sich an der Sammlung beteiligen.

Mit den Lkws und Transportern wird die Fracht zu Verladestellen gebracht und auf Sattel­züge verladen. Danach werden sie zu Sortierbetrieben gebracht. Ein Großteil der Klei­dung wird vom Roten Kreuz verkauft, die Altkleidersammlungen sind ein wichtiger Teil der Mittel­be­schaf­fung für die Hilfsorganisation. Der Erlös kommt der Rotkreuzarbeit vor Ort zugute, beispielsweise den von Ehrenamtlichen getragenen Bereitschaften, der Wasser­wacht, dem Jugend­rotkreuz, der Rettungshundestaffel oder den Schnelleinsatzgruppen.

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PM 059. Text und Archivfoto: Michael Will/BRK.

 

 

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news-747 Tue, 06 Oct 2020 13:55:31 +0200 1003 Blutspender gaben 501,5 Liter Blut /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/1003-blutspender-gaben-5015-liter-blut.html

BRK zufrieden: Hohe Beteiligung beim Blutspenden im September

HASSFURT - Insgesamt zehn Blutspendetermine hat das Bayerische Rote Kreuz (BRK) im September in den Haßbergen durchgeführt. Noch immer sind die Termine aufgrund der wegen Corona eingeführten Abstandsregeln anders als vor der Pandemie. „Dennoch sind die Blutspender geduldig und nehmen auch einmal Wartezeiten in Kauf“, berichtet Ingrid Böllner, Beauftragte für das Blutspendewesen im BRK-Kreisverband Haßberge. Besonders erfreulich ist nach Mitteilung des BRK, dass 57 Erstspender begrüßt werden konnten.

Aufgrund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen hohen hygienischen Standards werden nach wie vor weitere Vorsichtsmaßnahmen durchgeführt, um eine mögliche Ansteckung mit dem Virus für Spender und Personal so gering wie möglich zu halten. Vor der Registrierung müssen die Spender ihre Hände desinfizieren. An der Registratur erhalten sie einen eigenen Kugelschreiber zum Ausfüllen des Gesundheitsfragebogens. Stets wird auf den Mindestabstand von 1,5 Meter geachtet. „Wir danken den Spenderinnen und Spendern, die sich sehr diszipliniert und verantwortungsbewusst verhalten haben“, sagt Böllner. Alle hätten die Vorgaben und die Anweisungen der Helfer befolgt.

In den Spendelokalen sind die Liegen zum Blutspenden ebenfalls mit größerem Abstand als sonst aufgestellt, und nach dem Spenden gibt es keine Brotzeit, sondern das bereits bekannte und durch die ehrenamtlichen Helfer vorbereitete Lunchpaket zum Mitnehmen. So wird der Aufenthalt der Spender auf ein Minimum und der Kontakt zu anderen Mitmenschen auf ein Mindestmaß begrenzt. Die Schutzmaßnahmen werden von vielen Blutspendern gelobt.

Die Ergebnisse der Spendetermine im Einzelnen:

Eltmann:

154 Blutspender wurden registriert, darunter neun Erstspender. Seine dritte Spende gab Thomas Gob und seine zehnte Spende Leon Teichmann ab.

Haßfurt:

156 erschienene Blutspender, davon sieben Erstspender.

Zum dritten Mal spendeten: Heidi Krauser, Mirko Persch, Alexander Stumpf, Marie Appel, Tamara Heller und Melina Korn. Stefan Achtziger kam zum 10. Mal zur Blutspende. Bereits 25-mal haben Angelika Rother und Lena Gößmann gespendet. Ihre 50. Spende leistete Karin Dürbeck.

Ebelsbach:

Insgesamt 150 Blutspender wurden registriert, davon 14 Erstspender.

Hier kamen Petra Müller, Gianluca Antogiovanni, Lea Ankenbrand, Kilian Bühl, Theresa Kunzelmann und Jakob Sauer zum dritten Mal zur Blutspende. Zum 10. Mal spendeten Benedikt Schwind und Katrin Rebhan. Zum 25-mal war Andrea Hauck Blut spenden. Robert Janson stellte mit 125 Blutspenden hier den Spitzenreiter dar.

Hofheim:

Hier kamen 130 Frauen und Männer, darunter sechs Erstspender. 

Ihre dritte Spende gab Vanessa Kesner und ihre zehnte Spende Laura Buchner.

Aidhausen:

Es konnten 85 Spender registriert werden, davon waren drei Erstspender.

Zum dritten Mal gespendet haben Melissa Hofmann, Markus Simon und Kevin Buhlheller. Seine 75. Spende gab Christian Lindner ab und zum 125. Mal spendete freiwillig und unentgeltlich Elmar Bulheller.

Königsberg:

In den neuen Spenderraum kamen 105 Frauen und Männer, unter ihnen drei Erstspender.

Zum dritten Mal spendeten Oliver Schmitt, Elena Schmitt, Eva Wagner, Vanessa Pfister und Florian Wolf. Zum 10. Mal spendeten Julia Kaspar, Gerd Stubenrauch, Julia Korn und Inge König. Zum 50. Mal spendete Gertrud Arnold.

Zeil:

Den Weg zur Blutspende fanden hier 96 Spender und zehn Erstspender.

Nicoe Williams-Zösch spendete zum dritten Mal, Selina Brändlein zum zehnten Mal und Elisabeth Schöpf zum 25. Mal.

Sand:

Es kamen 54 Blutspenderinnen und Blutspender, darunter fünf Erstspender.

Karin Kimmel, Marlene Hinrichs und Lia Hinrichs spendeten zum dritten Mal. Bereits zehn Blutspenden gab Klaus Holland ab.

Obertheres:

In das neue Spendelokal kamen 73 Blutspender, darunter neun Erstspender.

Zum 10. Mal spendeten Svenja Etzel, Dominik Häusler, Gianna Lutz und Thomas Kübler.

„Der BRK-Kreisverband Haßberge bedankt sich bei allen Blutspenderinnen und Blutspendern für ihre Bereitschaft, freiwillig und unentgeltlich Blut für Menschen in Not zu spenden“, lobt Ingrid Böllner das Engagement der Mitbürger. Ein großer Dank gelte ebenso allen Rotkreuzhelferinnen und –helfern, die in dieser etwas anderen Zeit weiterhin ihren Dienst am Menschen verrichten und bei den Blutspendeterminen unterstützen.

Auch im Oktober finden wieder sechs Blutspendetermine im Landkreis Haßberge statt:

Montag, 12. Oktober, von 15:45 bis 20:30 Uhr in Hofheim (Rotkreuzhaus). 

Dienstag, 13. Oktober, von 14:30 bis 20:30 Uhr in Haßfurt (Rotkreuzhaus).

Donnerstag, 15.Oktober, von 15:30 bis 20:15 Uhr in Ebern (Frauengrundhalle).

Mittwoch, 21. Oktober, von 16:30 bis 20:30 Uhr in Burgpreppach (Sportheim).

Freitag, 23. Oktober, von 17:00 bis 20:00 Uhr in Knetzgau (Turnhalle an der Schule).

Montag, 26. Oktober, von 17:00 Uhr bis 21:00 Uhr in Untermerzbach (Feuerwehrhaus).

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PM 058. Text: Michael Will/BRK. Symbolfoto: Bayerisches Rotes Kreuz

 

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news-746 Wed, 30 Sep 2020 11:43:24 +0200 Frühzeitige Schutzmaßnahmen haben Wirkung gezeigt /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/fruehzeitige-schutzmassnahmen-haben-wirkung-gezeigt.html Covid-19: Bislang kein Rotkreuz-Mitarbeiter infiziert, aber einige mussten in Quarantäne.

HASSFURT - Das Corona-Virus macht keine Ferien! Deshalb ist nach wie vor Vorsicht geboten, um eine potentielle Verbreitung so gut es geht zu verhindern. Auch die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bayerischen Roten Kreuzes hat die Pandemie vor ganz besondere Herausforderungen gestellt.

„Dank frühzeitig sensibel getroffener Schutzmaßnahmen ist es im BRK-Kreisverband Haßberge gelungen, dass sich keine Mitarbeiter im Rettungsdienst und in der Sozialstation mit dem Virus angesteckt haben“, bestätigt Michael Will, Pressesprecher des BRK-Kreisverbandes Haßberge. „Gerade diese beiden Berufsgruppen stehen tagtäglich in engem Kontakt mit Patienten und deren Angehörigen.“

Drei Monate lang galt in Bayern von Mitte März bis Mitte Juni wegen der Pandemie der Katastrophenfall. Der hatte nicht nur auf Rettungsdienst, Sozialstation und KVB-Fahrdienst Auswirkungen, auch alle anderen Abteilungen des BRK-Kreisverbandes waren betroffen. „Alles in allem haben wir die Herausforderungen gut gemeistert“, freut sich Kreisgeschäftsführer Dieter Greger. Gleichzeitig warnt er vor Gelassenheit im Umgang mit dem Corona-Virus. „Als Hilfsorganisation sind wir Teil der kritischen Infrastruktur und müssen alles dafür tun, unsere Einsatz- und Leistungsfähigkeit zum Schutze der Bevölkerung zu erhalten.“

Zur Folge hat dies, dass sich sämtliche Abteilugen den sowieso notwendigen Hygiene- und Schutzmaßnahmen noch stärker unterwerfen müssen, als vor der Pandemie. In vielen Abteilungen mussten Arbeitsweisen angepasst werden, gerade dort, wo ansonsten täglich viel Publikumsverkehr herrscht, beispielsweise im Mehrgenerationenhaus und bei der Migrationsberatung. Mehrere Wochen lang wurden persönliche Begegnungen komplett eingestellt, um den Kontakt unter Kollegen und Kunden zu vermeiden, Beratungsangebote wurden via Telefon und E-Mail durchgeführt. „Das ersetzt natürlich nicht den persönlichen Kontakt“, weiß Dieter Greger. „Aber so konnten wir unsere Dienstleistungen für die Bevölkerung zumindest in eingeschränktem Maße aufrechterhalten.“

Gerade die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rettungsdienst sind tagtäglich bei ihrem Dienst in der Notfallrettung oder im Krankentransport einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt. Das gilt seit jeher, denn neben Corona gibt es viele weitere Infektionskrankheiten, die besondere Schutz-, Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen erfordern. Im Hinblick auf den Umgang mit (potentiellen) Corona-Patienten gab und gibt es bestimmte Maßnahmen, die eine Ansteckung des Personals während der Dienstzeit wirkungsvoll verhindern sollen.

„Glücklicherweise haben wir bislang in unserem Rettungsdienstpersonal keine bestätigten Erkrankungen bei Kolleginnen und Kollegen feststellen müssen“, bestätigt Christoph Grimmer, Leiter Rettungsdienst. Seit Anfang März musste nach entsprechenden Kontakten mit Corona-Verdachtsfällen knapp ein Dutzend Rettungsdienstmitarbeiter in Quarantäne, für eine Zeit zwischen einem und 18 Tagen. Das wurde jeweils im Einzelfall mit dem Gesundheitsamt Haßberge in enger Abstimmung festgelegt.

Wie viele Patienten transportiert wurden, die tatsächlich bestätigt an Corona erkrankt waren, entzieht sich dem Kenntnisstand des Roten Kreuzes. „Wir können nur die Zahl der Patienten mit Verdacht auf eine entsprechende Infektion angeben“, sagt Christoph Grimmer. Das waren bislang 66 von 238. Das entspricht rund 30 Prozent aller Infektionsfahrten, die mit Fahrzeugen des Rettungsdienstes des Roten Kreuzes in den Haßbergen seit Jahresbeginn 2020 durchgeführt wurden.

Auch wenn anfangs beim ein oder anderen Mitarbeiter aufgrund der unbekannten Viruserkrankung Sorge vor eigener Ansteckung bestand, ist der Umgang mit potentiellen Corona-Erkrankten inzwischen mehr oder weniger zur Routine geworden. Denn die Schutzmaßnahmen, die für entsprechende Einsätze im Krankentransport oder in der Notfallrettung getroffen werden müssen, kennen die Rettungsdienstler von anderen Infektionskrankheiten. So werden beim Umgang mit Corona-Verdachtsfällen Schutzkittel, Handschuhe, FFP2-Maske und Schutzbrille getragen. „So ist ein wirkungsvoller Schutz vor einer Ansteckung möglich“, sagt Wolfgang Zweverink, Leiter der Rettungswache Haßfurt und Beauftragter für den Katastrophenschutz im BRK-Kreisverband Haßberge.

Schon frühzeitig nach Aufkommen der Pandemie hat man im Rettungsdienst reagiert. So wurde von Rettungsdienstleiter Christoph Grimmer eine Dienstanweisung erlassen, dass alle Rettungsdienstmitarbeiter beim direkten Kontakt mit sämtlichen Patienten, egal ob Verdachtsfall oder nicht, eine FFP2-Maske tragen müssen. Da sich das Virus durch Tröpfchen und Aerosole in der Luft ausbreitet und FFP2-Masken sowohl den Träger als auch das Gegenüber wirkungsvoll davor schützen, konnten potentielle Gefahren verringert werden. 

Hauptsächlich erschweren des Öfteren fehlende Informationen durch die Patienten den Mitarbeitern des Rettungsdienstes ihre Arbeit, weiß Grimmer. Da würden mögliche Symptome mitunter zum Teil wissentlich verschwiegen oder die Gefahr der Pandemie und eine mögliche Verbreitung nicht allzu ernst genommen. „Wir würden uns diesbezüglich mehr Ehrlichkeit wünschen“, sagt der Rettungsdienstleiter. „Es muss niemand Angst haben, wegen möglicher Corona-Symptome nicht von uns behandelt oder transportiert zu werden.“

In der Hochphase der Pandemie von März bis Juni wurde im BRK-Kreisverband für potentielle Covid-19-Transporte sogar ein eigener Krankentransportwagen vorgehalten. Mit ihm sollten nach Möglichkeit alle Patienten mit Verdachtsfällen transportiert werden. Hintergedanke war, so mögliche Ausfallzeiten anderer Rettungsfahrzeuge durch notwendige und länger dauernde Desinfektionsmaßnahmen zu vermeiden und auch so wenig wie möglich Rettungsdienstpersonal einem erhöhten Infektionsrisiko auszusetzen.

„Bis heute ist diese Strategie aufgegangen“, betont BRK-Pressesprecher Michael Will. Das sei dem besonnenen und frühzeitigen Reagieren von Kreisgeschäftsführer Dieter Greger, Rettungsdienstleiter Christoph Grimmer und allen weiteren Verantwortlichen im Kreisverband zu verdanken. So wurde für alle Bereiche innerhalb des BRK, in denen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Arbeitsalltag den Mindestabstand nicht einhalten können, unter anderem eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Maske erlassen. Dankeschön sagt das Rote Kreuz in diesem Zusammenhang an zahlreiche Bürger aus dem Landkreis, die in Eigeninitiative Mund-Nasen-Bedeckungen genäht und diese ans BRK gespendet haben. Auch eigene haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter haben sich diesbezüglich engagiert.

Für verschiedene Abteilungen, in denen keine zwingende Präsenz am Arbeitsplatz nötig war, wurde Arbeit im Homeoffice ermöglicht. „Umfangreiche Vorsichtsmaßnahmen wurden alles in allem so gut wie möglich umgesetzt und somit potentielle Gefahren für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter minimiert“, so Will. Zudem rief Kreisgeschäftsführer Dieter Greger Anfang März einen internen Koordinierungsstab ins Leben, in dem Verantwortliche aus allen BRK-Abteilungen saßen, ebenso waren die ehrenamtlichen Gemeinschaften von Bereitschaften und Wasserwacht darin vertreten. „Bedarfsorientiert wurden von dem Stab alle notwendigen Maßnahmen besprochen und umgesetzt.“ Aufgrund dynamischer lokaler und überregionaler Entwicklungen musste immer wieder rasch auf sich ändernde Lageänderungen reagiert werden.

„Seit der Corona-Pandemie hat sich einiges für die Arbeit im Rettungsdienst verändert“, bilanziert Notfallsanitäterin Wiebke Göhringer, stellvertretende Leiterin der Rettungswache Haßfurt. „Die Sensibilität vor potentiellen Infektionsquellen ist deutlich gestiegen.“ Dass jeder Patient potentiell infektiös ist, sei im Rettungsdienst nichts Neues, aber das Bewusstsein dafür sei mit Covid-19 ein ganz anderes geworden. „Ebenso die Tatsache, dass man selbst oder der eigene Kollege eine Gefahr darstellen könnte.“

Durch Corona habe die Zahl der Infektionsfahrten im Rettungsdienst zugenommen und damit auch der zusätzliche Hygieneaufwand, der nach einem Einsatz zur Wiederherstellung der Einsatztauglichkeit erforderlich sei. „An das ständige Tragen einer FFP2-Maske im Einsatz hat man sich jedoch mittlerweile gewöhnt“, sagt sie.

Festgestellt hat die Notfallsanitäterin gerade zu Beginn der Pandemie, dass Patienten viel Angst vor einem Krankenhausaufenthalt und einem damit verbundenen Ansteckungsrisiko gehabt hätten. „Wir Rettungsdienstmitarbeiter mussten deshalb zusätzliches Einfühlungsvermögen beweisen.“ 

Und die Angst, sich selbst anzustecken? Das sieht Wiebke Göhringer ein stückweit gelassen: „Da ich selbst nicht zu einer Risikogruppe gehöre, habe ich wenig Angst vor einer möglichen Ansteckung. Allerdings sehr wohl davor, dass ich das Virus womöglich an Menschen weitertragen könnte, die zu einer Risikogruppe zählen.“

Rettungssanitäterin Milena Perez Viera aus Eltmann zieht aus ihren beruflichen Erlebnissen eine persönliche Bilanz: „Durch die Corona-Krise haben sich die Einsätze stark verändert, da die Leute trotz medizinischer Notwendigkeit nicht mehr unbedingt ins Krankenhaus wollen.“ Einsätze seien seit Krisenbeginn damit oft herausfordernder geworden, es müsse ebenso mehr Überzeugungsarbeit geleistet werden. Rettungsdienstleiter Christoph Grimmer weist darauf hin, dass seitens des Rettungsdienstes aufgrund der Schutzmaßnahmen für Patienten kein erhöhtes Ansteckungsrisiko besteht. Er rät dazu, den Notruf 112 anzurufen, sobald etwas nicht stimmt und Menschen eine ernsthafte Erkrankung vermuten. „Beispielsweise bei Herzinfarkten und Schlaganfällen müssen Patienten schnell medizinisch behandelt werden, um dauerhafte Gesundheitsschäden oder gar den Tod zu vermeiden.“

Corona habe auch den Umgang mit Schutzbekleidung in ein neues Bild gerückt. „Man ist noch sensibler geworden“, fasst Perez Viera zusammen. Zum Ankleiden mit Schutzkittel, Handschuhen, Schutzbrille und FFP2-Maske brauche man länger als normal, „schließlich möchte man alles gründlich machen“. Und stets sei dabei immer im Vordergrund, eine mögliche Verschleppung von Keimen zu vermeiden. 

Natürlich arbeitet man im Rettungsdienst professionell und der Umgang mit Infektionen gehört zum Alltag. Dennoch gesteht Rettungssanitäter Markus Hahn aus Burgpreppach: „Die Sorge, eine Covid-19-Infektion mit nach Hause zu schleppen, ist natürlich da.“ Er denkt dabei zum Beispiel auch an die Großeltern, die zur Risikogruppe zählen. Zudem ist seine Ehefrau in einem Kindergarten tätig, gilt damit ebenso wie er selbst in beiden Berufen als „systemrelevant“. Markus Hahn: „Da kann man ja nicht einfach zu Hause bleiben.“

Von der Tätigkeit ihrer Kolleginnen und Kollegen berichtet Carina Küfner, Leiterin der BRK-Sozialstation mit fünf Stützpunkten in den Haßbergen. „Bei unserer Kerntätigkeit der Grund- und Behandlungspflege hat sich an und für sich wenig geändert.“ Seit Beginn der Corona-Pandemie wurde die Versorgung der Patienten uneingeschränkt weitergeführt. „Die einzige Änderung ist, dass die Pflegekräfte jetzt zusätzlich einen Mundschutz tragen.“ Hygienische Arbeitsweise hatte auch schon vor der Pandemie hohe Priorität. Neu sei, dass das Bewusstsein für Hygienemaßnahmen bei den Patienten selbst gestiegen sei aufgrund von Unsicherheiten bzw. der Angst vor Ansteckung. 

In den anderen Bereichen der Sozialstation, beispielsweise bei der Hauswirtschaft, Betreuungs- und Beratungseinsätzen, gab es laut Carina Küfner durch die Pandemie zeitweise Einschränkungen, mittlerweile sei aber auch hier wieder Normalität eingekehrt. „Hauswirtschaft und Betreuung wurden durch viele Kunden zu Beginn der Pandemie abgesagt, da sie Angst vor Ansteckung hatten und dies Tätigkeiten sind, die für eine gewisse Zeit mal nicht zwingend notwendig sind.“ Nach einigen Wochen sei die Versorgung dann allerdings wieder gewünscht worden. Küfner: „Mittlerweile finden wieder alle Einsätze statt.“ 

Beim Roten Kreuz in den Haßbergen fühlt man sich in allen Abteilungen den künftigen Anforderungen im Hinblick auf Corona gewachsen. Inzwischen gebe es weitere wissenschaftliche Erkenntnisse und Schutzmaßnahmen könnten jederzeit angewendet und bei Bedarf weiter verstärkt werden, sagt Pressesprecher Michael Will. Insofern sehe man den Herbst- und Wintermonaten zwar gelassen, dennoch nicht sorgenfrei entgegen. „Wichtig ist nach wie vor, dass jeder einzelne Bürger sich potentieller Gefahren durch Corona bewusst ist, persönliche Hygiene sowie vorgeschriebene Schutzmaßnahmen im Hinblick auf Mund-Nasen-Masken sowie Abstandsregeln zum eigenen Schutz und zum Schutz seiner Mitbürger einhält“, sagt Michael Will.                                                         

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PM 047. Text und Fotos: Michael Will/BRK

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news-745 Mon, 07 Sep 2020 17:34:00 +0200 Ausbildung mit Erfolg abgeschlossen /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/ausbildung-mit-erfolg-abgeschlossen.html HASSFURT: Mit Erfolg haben Anna Schäflein und Verena Maisch beim BRK-Kreisverband Haßberge in der Sozialstation ihre Ausbildung zur examinierten Altenpflegerin abgeschlossen. Beide werden nun vom Roten Kreuz übernommen und unterstützen mit ihrer Arbeit insgesamt drei von fünf Stützpunkten der Sozialstation, wie Pflegedienstleiterin Carina Küfner mitteilt. Die frisch gebackene Altenpflegerin Anna ist in Haßfurt und Eltmann eingesetzt. Verena wird die Teams in Haßfurt und Ebern mit voller Tatkraft bereichern.

 

Die einjährige Ausbildung zur Pflegefachhelferin konnte Kerstin Schäfer erfolgreich abschließen. Für sie hat das Lernen noch kein Ende - Kerstin setzt nun ihre Ausbildung im Stützpunkt Ebern fort und strebt den Abschluss zur examinierten Altenpflegerin an. Pflegedienstleiterin Carina Küfner freut sich sehr über die erfolgreichen Abschlüsse und gratulierte den drei glücklichen Absolventinnen. Die komplette Sozialstation ist sehr stolz auf ihre Kolleginnen und heißt alle drei nochmal herzlich im Team der Sozialstation willkommen.

 

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PM 056/2020. Text: Michael Will / BRK. Foto: Jessica Ott / BRK

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news-743 Tue, 18 Aug 2020 20:41:53 +0200 Ein digitaler Helfer im Notfalleinsatz /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/ein-digitaler-helfer-im-notfalleinsatz.html Das NIDA-Pad dient der Erfassung von Patientendaten, der Anamnese und der Vorverständigung von Kliniken.

HASSFURT - Technisierung und Digitalisierung im Rettungsdienst haben in den vergangenen Jahren deutlich an Stellenwert gewonnen und spielen heute bei jedem Einsatz eine wichtige Rolle. Mithilfe eines kleinen tragbaren Computers, vergleichbar mit einem Tablet, werden Patientendaten erfasst, wichtige Informationen in Echtzeit an Kliniken übertragen, Vitalparameter gespeichert und nicht zuletzt jeder Einsatz nach den rechtlichen Vorschriften dokumentiert.

„Was früher alles von Hand mithilfe eines Notfallprotokolls schriftlich erfasst werden musste, kann man heutzutage komplett digital erledigen und verwalten“, sagt Michael Will, Pressesprecher des BRK-Kreisverbandes Haßberge. Der kleine Helfer nennt sich abgekürzt NIDA und trägt den etwas sperrigen Namen „Notfall-, Informations- und Dokumentations-Assistent“. „Noch während eines laufenden Einsatzes können damit wichtige Parameter eines Notfallpatienten an die aufnehmende Klinik gesendet werden“, beschreibt Wolfgang Zweverink, Leiter der Rettungswache Haßfurt, die Möglichkeiten. Dort können sich Ärzte und Schwestern, beispielsweise in einem Schockraum, somit auf die Ankunft des Patienten und seine weitere Versorgung vorbereiten.

Bei dem so genannten NIDA-Pad handelt es sich um ein im Rettungsdienst Bayern vollständig digitalisiertes Bearbeitungstool, das dem Personal auf dem Rettungswagen, dem Krankentransportwagen oder dem Notarzteinsatzfahrzeug zahlreiche Möglichkeiten in der Einsatzbearbeitung bietet.

Zum einen können damit beispielsweise sämtliche Patientendaten erfasst werden. Mit dem Gerät kann auch die Versicherungskarte eingelesen werden, so dass sämtliche relevanten Patientendaten (Name, Wohnort, Geburtsdatum, Versichertennummer etc.) direkt übernommen werden. Nach dem Einsatz können diese Daten als Grundlage für eine spätere Kostenabrechnung mit der Krankenkasse an die Zentrale Abrechnungsstelle für den Rettungsdienst Bayern (ZAST) übermittelt werden. Die Zentralstelle rechnet sämtliche Einsätze der Rettungsdienstorganisationen Bayerns mit den Krankenkassen ab.

Während des Einsatzes hilft das NIDA-Pad der Rettungsbesatzung alle wichtigen Informationen abzufragen und zu erfassen. Der Anwender wird dabei mithilfe einer Klickstruktur durch sämtliche Menüs geführt. Alle Pflichtfelder, die beispielsweise bei einem Notarzt- oder Notfalleinsatz ausgefüllt werden müssen, sind rot gekennzeichnet; sind die ausgefüllt, wechselt der Bearbeitungsmodus zu grün und das Protokoll kann weiterbearbeitet werden. „Zugegebenermaßen erfordert die Erfassung und Dokumentation eine gewisse Einarbeitung und nimmt auch einiges an Zeit in Anspruch“, sagt Will, „aber dank der täglichen Anwendung des Pads ist es für die meisten Kolleginnen und Kollegen inzwischen zur Routine geworden.

In der modernen und hoch spezialisierten Rettungsdienstarbeit wird heute in der Patientenversorgung nach bestimmten Algorithmen und so genannten SOPs (Standard Operating Procedures) gearbeitet, also nach standardisierten Vorgehensweisen. Das erleichtert zum einen die Versorgung des Patienten am Einsatzort, da alle im Team die gleiche Sprache sprechen, und sorgt auch für größtmögliche Sicherheit dafür, dass keine für eine mögliche Erkrankung oder Verletzung wichtigen Informationen übersehen werden. Für den Patienten hat das eine optimale Versorgung vor Ort und beim anschließenden Transport in die Klinik zur Folge.

In der Dokumentation des Einsatzes sind im NIDA im Zuge des Abfrageschemas diese SOPs abgebildet. So kann der Patientenzustand beispielsweise nach einem Schema beurteilt werden, das kritische Blutungen berücksichtigt, den Zustand der Atemwege, die Belüftung der Lunge, die Kreislaufsituation, die Neurologie sowie Vorerkrankungen, Risikofaktoren, Art und Intensität von Schmerzen und die Situation kurz vor Eintritt des Notfalls.

Zudem können mit dem NIDA-Pad wichtige Vitalparameter – beispielsweise Blutdruck, Sauerstoffsättigung, Atemfrequenz, Herzfrequenz, Temperatur, Blutzuckerwert etc. – erfasst werden. Es ist sogar möglich, Daten vom tragbaren EKG-Gerät inklusive Defibrillator, via Bluetooh-Verbindung an das NIDA zu überspielen. Des Weiteren ist eine digitale Erfassung der Anamnese, also möglicher Vorerkrankungen, des Patienten möglich, die je nach Zustand des Notfallpatienten entweder von ihm oder von Angehörigen erfragt werden kann. Auch die Erfassung eingenommener Medikamente und ihre Dosierung kann festgehalten werden, ebenso mögliche Allergien.

„Alles in allem kann aus vielen Mosaiksteinen so ein recht umfassendes Bild des Patienten, möglicher Vorerkrankungen und Symptome gezeichnet werden“, sagt Michael Will. Dieses umfassende Bild ermöglicht dem Rettungsfachpersonal eine bessere Einschätzung der Situation“, verdeutlicht Notfallsanitäter Wolfgang Zweverink und macht eine gezielte und angepasste Versorgung an Ort und Stelle leichter.

Die erfassten Daten können schließlich während des Transports des Notfallpatienten via NIDA-Pad an die Notaufnahme des Zielkrankenhauses übermittelt werden. Das erfolgt mithilfe des Mobilfunknetzes. Im Krankenhaus erscheint beim Empfang einer Voranmeldung eines Patienten auf einem Empfangsmodul ein Alarm; gleichzeitig wird die voraussichtliche Ankunftszeit des Rettungswagens übermittelt, so dass sich das Team in der Notaufnahme entsprechend vorbereiten und Kapazitäten planen kann. Das ist vor allem dann ein zeitlicher Vorteil, wenn ein Patient mit einer lebensbedrohlichen Verletzung nach einem Trauma oder einer schwerwiegenden internistischen Erkrankung in den Schockraum eingeliefert werden muss; dort sind dann mehrere Ärzte und Schwestern der unterschiedlichsten Fachrichtungen gefordert – vom Anästhesisten und Internisten über den Kardiologen und Neurologen bis hin zum Unfallchirurgen.

Abschließend kann an die Klinik auch das gesamte Notfallprotokoll übermittelt werden, auf dem neben den Patientendaten und -parametern auch der Funkrufname des beteiligten Rettungsfahrzeuges sowie die Daten des Rettungsdienstpersonals bzw. des Notarztes einzusehen sind. Eventuelle Rückfragen sind so leichter möglich.

In das Pad ist eine Digitalkamera integriert. Mit ihr können beispielsweise bei Verkehrsunfällen die Beschädigungen von Fahrzeugen fotografiert und die Bilder an die Klinik übermittelt werden. So können sich Ärzte, die nicht vor Ort waren, sprichwörtlich ein Bild von dem Zerstörungsgrad machen. Damit sind nicht zuletzt Rückschlüsse darauf möglich, welche physikalischen Kräfte auf einen Körper eingewirkt haben und welche inneren Verletzungen daraus resultieren könnten.

In der Region sind inzwischen die allermeisten Kliniken an das System angeschlossen. Darunter beispielsweise die Häuser Haßfurt und Ebern der Haßberg-Kliniken, die Kliniken in Bamberg, Coburg, Schweinfurt, Bad Neustadt sowie die Uniklinik Würzburg.

Nicht zuletzt dient das NIDA-Pad auch der internen Dokumentation. So werden Alarmierungszeit und Einsatzende, gefahrene Kilometer, eine Betankung etc. digital erfasst.

„Bei aller Digitalisierung im Rettungsdienst ist und bleibt der Patient stets im Mittelpunkt allen Handelns, seine Versorgung und sein Wohl haben oberste Priorität“, betont Pressesprecher Michael Will. Digitale Hilfsmittel wie das NIDA-Pad können allenfalls nützliche Helfer sein, die dem Rettungsfachpersonal im Zuge der Datenerfassung und Dokumentation die Arbeit ein stückweit erleichtern.

 

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PM 046/2020. Text u. Fotos: Michael Will / BRK.

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news-742 Thu, 13 Aug 2020 11:32:38 +0200 Flugdienst holt Patienten aus dem Ausland zurück /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/flugdienst-holt-patienten-aus-dem-ausland-zurueck.html

HASSFURT - Im Zuge der sich lockernden Maßnahmen in der Corona-Beschränkung drängt es viele wieder auf Reisen. Dabei sind nicht nur innerdeutsche Ziele im Fokus, auch das Ausland lockt wieder durch sich öffnende Grenzen.

Hinsichtlich Reisen vor allem in Risikogebiete in der aktuellen Zeit ist eine gesunde Skepsis mehr als angebracht, gibt der BRK-Kreisverband Haßberge zu bedenken. Daher stellen sich viele jetzt die Frage: Was ist, wenn im Urlaub etwas passiert und ich nicht mehr nach Hause reisen kann? Was, wenn ich erkranke und nicht weiß, wie diese Erkrankung am besten zu behandeln ist? Was, wenn ich die Sprache meines Reise­landes nicht spreche und mich deswegen im Krankheitsfall nicht richtig verständigen kann?

Bei all diesen Fragen steht das Bayerische Rote Kreuz (BRK) als sicherer Partner an der Seite. Denn durch eine Mitgliedschaft im BRK, sei es als Fördermitglied, ehrenamtlicher Helfer oder Jugendrotkreuz-Mitglied, genießt man den Rückholschutz weltweit, den das BRK in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) anbietet.

Wer nähere Informationen zum Rückholschutz benötigt oder gerne Fördermitglied beim BRK werden möchte, um diese Dienstleistung nutzen zu können, kann sich beim BRK-Kreisverband Haßberge melden. Ansprechpartnerin ist Isabell Polster, Tel.  09521/9550-190 oder E-Mail: polster@kvhassberge.brk.de 

 

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PM 048/2020. Text: Michael Will / BRK. Foto: DRK Flugdienst GmbH

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news-741 Thu, 06 Aug 2020 10:12:43 +0200 Vor den Spendelokalen bildeten sich kaum Warteschlangen /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/vor-den-spendelokalen-bildeten-sich-kaum-warteschlangen.html HASSFURT - Vier Blutspendetermine hat das Bayerische Rote Kreuz im Juli in den Haßbergen durchgeführt. Dabei kamen in Haßfurt, Hofheim, Burgpreppach und Untersteinbach wieder die geplante Anzahl an Spendern. 

Noch immer sind auch die Blutspendetermine aufgrund der wegen Corona eingeführten Abstandsregeln anders als vor der Pandemie. Dennoch sind die Blutspender geduldig und nehmen auch einmal Wartezeiten in Kauf, berichtet Ingrid Böllner, beim BRK-Kreisverband Haßberge Beauftragte für das Blutspenden. Besonders erfreulich ist nach Mitteilung des BRK, dass 29 Erstspender begrüßt werden konnten.

Aufgrund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen hohen hygienischen Standards werden nach wie vor weitere Vorsichtsmaßnahmen durchgeführt, um eine mögliche Ansteckung mit dem Virus für Spender und Personal so gering wie möglich zu halten.

Vor der Registrierung mussten die Spender ihre Hände desinfizieren. An der Registratur erhielt jeder seinen eigenen Kugelschreiber zum Ausfüllen des Gesundheitsfragebogens. Stets wurde auf den Mindestabstand von 1,5 Meter geachtet. „Wir danken den Spenderinnen und Spendern, die sich sehr diszipliniert und verantwortungsbewusst verhalten haben“, sagt Michael Will, Pressesprecher des BRK-Kreisverbandes Haßberge. Alle hätten die Vorgaben und die Anweisungen der Helfer befolgt, bestätigt Ingrid Böllner.

In den Spendelokalen waren die Liegen zum Blutspenden ebenfalls mit größerem Abstand als sonst aufgestellt, und nach dem Spenden gab es keine Brotzeit, sondern ein vorbereitetes Lunchpaket zum Mitnehmen. So wurde der Aufenthalt der Spender auf ein Minimum und der Kontakt zu anderen Mitmenschen auf ein Mindestmaß begrenzt. Die Schutzmaßnahmen seien von vielen Blutspendern gelobt worden.

Am stärksten besucht war der Termin in Haßfurt am 14. Juli. 134 Blutspender wurden registriert, darunter zwölf Erstspender. Seine 200. Spende gab Waldemar Kolodziej aus Schonungen ab. Zum 100. Mal spendeten Werner Kaupert und Gabriele Hofmann. Andreas Bäuerlein und Paulina Hofmann spendeten zum 75. Mal und Nadja Michels zum 25. Mal. Zehnmal haben Egon Vogt, Andrey Tscherepanow und Michael Bausewein Blut gespendet. Ihre dritte Spende gab Karolina Patalas ab.

Zum Blutspendetermin in Hofheim kamen 106 Frauen und Männer, darunter fünf Erstspender. Die dritte Spende gaben Andreas Geyer, Luca Spiegel und Cornelius Garsky, die 50. Blutspende Ronny Voigt, Susanne Hahm und Jürgen Schüßler. Zum 75. Mal spendete Brigitte Wagenhäuser und zum 100. Mal Ruth Menninger und Werner Kaffer.

89 Spender kamen zum Blutspendetermin nach Burgpreppach, darunter neun Erstspender. Zum dritten Mal haben Patrick Rädlein, Judith Hennig und Eva Hennig gespendet. 25 Blutspenden waren es bei Reinhold Klein und Nicole Frey. Zum 125. Mal spendete Erich Schwab.

Der letzte Blutspendetermin im Juli fand in Untersteinbach statt. Hier kamen 75 Frauen und Männer, darunter drei Erstspender. Die dritte Spende gaben Laura Hirt und Carolin Zimmermann, die zehnte Blutspende Fabian Hirt und Alexander Kook und Helmut Bühl spendete zum 75. Mal freiwillig und unentgeltlich Blut.

Im August finden ebenfalls vier Blutspendetermine im Landkreis Haßberge statt. Und zwar am Montag, 10. August, von 15:45 bis 20:30 Uhr in Hofheim (Rotkreuzhaus), ebenfalls am Montag, 10. August, von 17:00 bis 21:00 Uhr in Untermerzbach (Feuerwehrhaus), am Dienstag, 11. August, von 14:30 bis 20:30 Uhr in Haßfurt (Rotkreuzhaus) und am Freitag, 14. August, von 14:30 bis 20:15 Uhr in Ebern (Frauengrundhalle).

 

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PM 045/2020. Text: Michael Will / BRK. Abb.: BRK Blutspendedienst

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news-740 Wed, 05 Aug 2020 02:46:57 +0200 Ehrenamtliche engagieren sich bei der Badeaufsicht /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/ehrenamtliche-engagieren-sich-bei-der-badeaufsicht.html

ALTENSTEIN - Für die Badeaufsicht im Freibad Altenstein gibt es künftig ehrenamtliche Unter­stützung durch die Ortsgruppe Ebern der BRK-Wasserwacht. Ramona Schrapel aus Geroldswind und Anja Heinrich aus Maroldsweisach haben sich als Rettungsschwimmerinnen ausbilden lassen und werden ab sofort bei der Badeaufsicht unter­stüt­zen. Sie leisten damit einen Beitrag dazu, dass das Freibad Altenstein weiterhin für Gäste als ein attraktives Freizeitvergnügen von der Gemeinde aufrechterhalten werden kann.

Über die gelungene Kooperation zwischen dem Markt Maroldsweisach und der Wasserwacht Ebern freuten sich bei der Vorstellung der bei­den ehrenamtlichen Helferinnen Bürgermeister Wolf­ram Thein und René Oelke, kommis­sa­ri­scher Technischer Leiter der Wasserwacht Ebern. Er hatte auch die Ausbildung der beiden Frauen übernommen.

Ramona Schrapel, selbst 3. Bürgermeisterin des Marktes, und Anja Heinrich unterstützen die Gemeinde Maroldsweisach künftig bei der Aufrechterhaltung des herrlichen Freibades, das hoch über dem Baunach- und Weisachgrund gelegen ist, durch ihre freiwillige Bade­aufsicht. Sie sind neben Bademeister Mathias Schamberger damit eine von drei ausgebildeten Aufsichtspersonen, die für mögliche Notfälle im Wasser und im gesamten Freibadareal bereitstehen.

Zwischen der Marktgemeinde und der Wasserwacht wurde im Zuge der Kooperation ein Vertrag im Rahmen von sogenannten Not- und Hilfsdiensten geschlossen, wie Bürger­meister Wolfram Thein erklärt. Somit ist alles auf rechtlich sichere Füße gestellt. Er dankte den beiden Frauen für ihr Engagement zum Wohle der Gemeinde. Sie nähmen damit eine besondere Vorbildfunktion ein, in dem sie sich für andere und für die Bürgerinnen und Bürger des Marktes Maroldsweisach engagieren. Gleichzeitig warb Thein darum, weitere Ehrenamtliche zu finden, die sich im Zuge der Badeaufsicht engagieren und sich von der Wasserwacht ausbilden lassen wollen. Interessierte können dies auf privater Basis tun oder der Wasserwacht Ebern als Mitglied beitreten. Ebenso galt sein Dankeschön der BRK-Wasserwacht für die Ausbildung und Kooperation.

Wolfram Thein resümierte, dass es gar nicht so einfach gewesen sei, einen neuen „Bademeister“ – Fachkraft für Bäderbetriebe – zu finden, nachdem der Vorgänger in den Ruhestand gegangen war. Das habe einiger Anstrengungen bedurft. Mit Mathias Scham­berger konnte aber eine versierte Fachkraft gefunden werden, um die Badeaufsicht im Freibad zu übernehmen.

Dass der Bürgermeister vom Altensteiner Freibad begeistert ist, ist bei seinen Erzählungen unschwer zu erkennen. Er lobt nach der Sanierung den top Zustand des Bades, schön gelegen am Berg mit herrlichem Blick ins Baunach- und Weisachtal sowie ausgestattet mit ausreichend Liegeflächen und einem großzügigen Schwimmer- und Kinderbecken. Das Bad wurde nach 2010 aufwändig saniert, Beckenkopf und Technik wurden erneuert. Rund eineinhalb Jahre dauerten die Arbeiten, die Gemeinde investierte dafür rund 800.000 Euro. Als nächster Schritt werde die Sanierung der Umkleiden in Angriff genommen werden. All diese Bemühungen sollen dem Erhalt des Freibades dienen.

Je nach Witterung wird das Freibad im Mai/Juni geöffnet und ist bis Ende des Spätsommers ein beliebtes Ziel für Badegäste und Erholungssuchende. Um die 20.000 zahlende Gäste werden pro Jahr im Durchschnitt gezählt, sagt der Bürgermeister.

Die Wasserwacht-Ortsgruppe Ebern freut sich nach Worten von René Oelke über die Kooperation mit dem Markt Maroldsweisach. Einerseits könne man so weitere Ret­tungs­schwim­mer ausbilden und gleichzeitig einen Beitrag dazu leisten, den Badebetrieb im Freibad Altenstein sicherzustellen. In der heutigen Zeit, in der immer wieder kommunale Bäder aufgrund von mangelnder Finanzierung schließen müssen, ein ganz wesentlicher Aspekt. Nicht zuletzt seien Hallen- und Freibäder extrem wichtig, damit Kinder schwimmen lernen können. Andererseits natürlich auch für die vielen Ehrenamtlichen der Wasserrettungsorganisationen, die in den Bädern trainieren und sich so für mögliche Ernstfälle im Rahmen der Wasserrettung in Gewässern, Seen und Flüssen bereithalten. 

Insgesamt gibt es im Landkreis Haßberge fünf Wasserwacht-Ortsgruppen, und zwar in Ebern, Eltmann, Haßfurt, Hofheim und Sand-Zeil. Bei der Wasserwacht werden jedes Jahr in mehreren Schwimmkursen Dutzende Kinder mit dem Element Wasser vertraut gemacht und lernen schwimmen. Kurse sind oft bis zu zwei Jahre im Voraus ausgebucht. Zudem stellen mehrere Ortsgruppen im Zuge des Katastrophenschutzes die Wasserrettung sicher und sind in Schnelleinsatzgruppen (SEG) für den Ernstfall engagiert. Das alles geschieht rein ehrenamtlich.

Die Ausbildung zum Rettungsschwimmer, wie sie Ramona Schrapel und Anja Heinrich absolviert haben, ist wie die Erste-Hilfe-Ausbildung eine Breitenausbildung innerhalb des Bayerischen Roten Kreuzes. Das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen gibt es in Bronze, Silber und Gold, wie René Oelke verdeutlicht. „Silber ist dabei der Standard, den in der Regel auch jedes aktive Wasserwacht-Mitglied hat.“ Eine gewisse Grundkondition reicht meist aus, um die 16 Schulstunden umfassende Ausbildung zu absolvieren. Ein voran gegangener Erste-Hilfe-Kurs (nicht älter als drei Jahre) ist dabei Voraussetzung.

Um das Rettungsschwimmerabzeichen in Silber zu bestehen, ist unter anderem notwendig, 400 Meter in höchstens 15 Minuten zu schwimmen, 300 Meter in Kleidung in höchstens zwölf Minuten zu absolvieren, einen Sprung ins Wasser aus drei Meter Höhe zu meistern und 25 Meter Strecke zu tauchen. Zahlreiche weitere Übungen müssen absolviert und gemeistert werden.

Wer Interesse hat, eine Ausbildung zum Rettungsschwimmer zu absolvieren oder sich für die Badeaufsicht im Altensteiner Freibad interessiert, kann sich an René Oelke von der Wasserwacht-Ortsgruppe Ebern (rene.oelke@wasserwacht.bayern) oder an Marolds­weisachs Bürgermeister Wolfram Thein (thein@maroldsweisach.de) wenden. Sie geben gerne Auskunft.

 

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PM 043/2020. Text u. Foto: Michael Will / BRK.

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news-738 Tue, 07 Jul 2020 13:38:18 +0200 Mit Sicherheit: BRK startet wieder Erste-Hilfe-Kurse /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/mit-sicherheit-brk-startet-wieder-erste-hilfe-kurse.html

LANDKREIS HASSBERGE - Nach den Lockerungen der Kontaktbeschränkungen bietet der Kreis­verband Haßberge des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) als größter Ausbilder jetzt wieder Erste-Hilfe-Kurse an, die wegen der Corona-Pandemie seit Mitte März ausgesetzt werden mussten. „Um das Risiko einer Ansteckung mit Covid-19 zu mindern, wird dabei ein strenges Hygienekonzept gewahrt“, sagt Simone Gilley, Sachbearbeiterin für Erste Hilfe und Breitenausbildung. 

„Auf den Wiederbeginn der Kurse haben viele Führerscheinbewerber sehnsüchtig gewartet“, bestätigt Michael Will, Pressesprecher des BRK-Kreisverbandes Haßberge. Für sie sei ein Erste-Hilfe-Kurs verpflichtend. „In den letzten Wochen haben uns immer wieder Anfragen per Telefon, E-Mail, über unsere Social-Media-Kanäle und im persönlichen Gespräch erreicht, wann die Erste-Hilfe-Kurse wieder starten. Jetzt ist es soweit.“ Natürlich sollten auch alle anderen Bürger ihre Kenntnisse regelmäßig auffrischen, empfiehlt Ingrid Böllner, Leiterin der Service­stelle Ehrenamt, die im Team mit Simone Gilley für die Organisation der Breitenausbildung verantwortlich zeichnet.

Damit die Erste-Hilfe-Kurse unter den Begeben­heiten der Corona-Pandemie wieder angeboten werden können, hat das Bayerische Rote Kreuz ein entsprechendes Hygienekonzept für die Schulungen ausgearbeitet. Damit gehen auch einige Änderungen bei der Durchführung einher. „Das alles dient dem Schutz unserer Teilnehmer und unserer Ausbilder vor einer möglichen Ansteckung“, sagt Michael Will. Auch wenn die Zahlen bestätigter Covid-19-Infektionen im Landkreis bislang gering seien, müsse der Situation mit Vorsichts- und Schutzmaßnahmen Rechnung getragen werden, damit dies nach Möglichkeit auch so bleibe.

Das Hygienekonzept für die Erste-Hilfe-Kurse umfasst eine verringerte Teilnehmerzahl, damit der Sicherheitsabstand eingehalten werden kann. Aus diesem Grund finden die Kurse bis auf Weiteres ausschließlich an den Rotkreuzhäusern in Haßfurt und Hofheim statt, wo entsprechend große Lehrsäle zur Verfügung stehen. In Ebern und Eltmann gibt es vorerst keine Kurse aufgrund räumlicher Einschränkungen. Derzeit lotet der BRK-Kreisverband Möglichkeiten aus, ob auch hier mittelfristig Lösungen gefunden werden können. Pro Lehrgang können 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausgebildet werden.

Das Rote Kreuz stellt den Kursteilnehmern Einmalhandschuhe, Mund-Nasen-Schutz und Händedesinfektionsmittel zur Verfügung. Die Sitzplätze mit den Tischen sind jeweils so angeordnet, dass der vorgeschriebene Sicherheitsabstand gewährleistet ist. Zwischen den Teilnehmern bleiben deshalb auch Plätze frei.

Alle Teilnehmer müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen, regelmäßig die Hände waschen bzw. desinfizieren und die Husten-Nieß-Etikette beachten. Kontaktintensive praktische Übungen an anderen Teilnehmern, wie beispielsweise das Anlegen eines Druckverbandes, sind aufgrund der Hygieneregeln nicht möglich. Ein Druck- oder Wundverband wird im Do-it-your-self-Verfahren geübt. Es kommen neben theoretischen Inhalten vermehrt Lehrfilme und Übungspuppen zum Einsatz. Ebenso wird beispielsweise bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung nicht zu zweit an der Puppe geübt, sondern alleine.

„Natürlich hoffen wir, dass die Durchführung der Kurse bald wieder ohne Einschränkungen möglich ist“, sagt der BRK-Pressesprecher. Wann dies der Fall ist, sei aktuell aber noch nicht abzuschätzen und abhängig von der weiteren Entwicklung des Infektionsgeschehens und den entsprechenden Vorgaben der Regierung im Hinblick auf die Infektionsschutz­ver­ord­nun­gen. „Dennoch ist es gut und wichtig, dass das lebensrettende Wissen wieder vermittelt werden kann und die Teilnehmer lernen, wie sie auch in Zeiten der Corona-Pandemie sicher helfen können.“

Denn auch ohne direkten Körperkontakt sei Hilfe möglich. „Jeder Mensch ist verpflichtet, Erste Hilfe zu leisten, sofern dies zumutbar ist und keine erhebliche eigene Gefahr besteht“, beschreibt Will die Gesetzeslage. Zumindest einen Notruf unter der Telefonnummer 112 zu veranlassen und die verletzte oder akut erkrankte Person zu beruhigen, sei im Rahmen der Möglichkeiten der allermeisten Menschen.

Jeder kann auch selbst Vorkehrungen treffen, um sich bei Erster Hilfe im Alltag vor Infektionen zu schützen. Zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus ist eine Erweiterung der Erste-Hilfe-Ausstattung im Fahrzeug, im Haushalt oder auch bei Freizeit und Sport sinnvoll. Neben Einmalhandschuhen, die schon seit langem Standard sind, sollten ebenso zwei Mund-Nasen-Schutzmasken und Hautdesinfektionsmittel in jedem Verbandskasten zu finden sein. Mit diesem zusätzlichem Schutzmaterial sinkt das Risiko für Retterinnen und Retter, aber auch für Verletzte, sich mit dem Virus anzustecken.

Die Dauer der BRK-Erste-Hilfe-Kurse hat sich indes nicht geändert. Sie dauern jeweils neun Unterrichtseinheiten (á 45 Minuten) und finden von 8:00 bis 16:00 Uhr statt. Die Kosten je Teilnehmer betragen 50 Euro bzw. für betriebliche Ersthelfer erfolgt eine kostenfreie Abrechnung über die Berufsgenossenschaft mit einem entsprechenden Anmeldeformular, das auf der Homepage heruntergeladen werden kann. Betriebliche Ersthelfer müssen dieses Formular ausgefüllt und im Original am Kurstag mitbringen.

Mit Beginn der Corona-Pandemie wurde die Erste-Hilfe-Ausbildung Mitte März komplett eingestellt. Für den BRK-Kreisverband Haßberge hatte dies zur Folge, dass bereits 110 geplante Kurse für Führerscheinbewerber sowie betriebliche Ersthelfer abgesagt werden mussten, weitere wurden aufgrund der aktuellen Entwicklung erst gar nicht geplant. Nunmehr hat der „Neustart“ begonnen; Mitte Juni wurden die ersten Kurse unter Berücksichtigung des Hygienekonzepts durchgeführt, berichtet Ingrid Böllner: „Aktuell sind wir dabei, weitere Kurse zu planen.“

Auf der Homepage des BRK-Kreisverbandes Haßberge sind unter der Rubrik „Kurse“ die aktuell stattfindenden Termine aufgeführt, bei denen noch freie Plätze vorhanden sind. Eine frühzeitige Anmeldung ist empfehlenswert und kann direkt online erfolgen. Werden keine weiteren Termine angezeigt, dann sind alle momentan geplanten Kurse ausgebucht. Weitere sind fortlaufend in Planung.

Bei der Durchführung der Erste-Hilfe-Kurse kann der Kreisverband auf die Unterstützung von aktuell 40 Ausbilderinnen und Ausbildern zählen, die diese Aufgabe ehrenamtlich ausführen und damit eine wichtige Stütze des Roten Kreuzes in der Breitenausbildung der Bevölkerung sind. „Wir danken all unseren Ehrenamtlichen für ihre engagierte Mitarbeit“, lobt deshalb auch BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger. Die Ehrenamtlichen in den verschiedenen Gemeinschaften hätten nicht nur während des von der Staatsregierung festgestellten, dreimonatigen Katastrophenfalls für den Ernstfall bereitgestanden. „Sie sind auch sonst das ganze Jahr über verlässliche Stützen in unserer Rotkreuzarbeit im Landkreis Haßberge zum Wohle der Bürger.“

 

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PM 040/2020. Text u. Foto: Michael Will / BRK.

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news-737 Sat, 02 May 2020 13:48:00 +0200 Mit Sommer-Kollektion Start in den Mai /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/mit-sommer-kollektion-start-in-den-mai.html Das BRK öffnet seinen Second-Hand-Laden ab Montag wieder.

HASSFURT - Die Zeit der Schließung und des Wartens ist vorbei: Ab Montag, 4. Mai, öffnet der Second-Hand-Shop „Der Kleiderladen“ des BRK-Kreisverbandes Haßberge wieder. Aufgrund der Corona-Pandemie werden allerdings besondere Hygiene- und Schutzmaßnahmen umgesetzt.

„Wir freuen uns, wieder öffnen zu dürfen“, sagt Karina Hauck, Teamleiterin und für den Second-Hand-Laden verantwortlich. Immer wieder hatte es in den letzten Wochen Rückfragen von Kunden gegeben, wann wieder eröffnet wird. „Der Kleiderladen“ hat zu den bisher üblichen Öffnungszeiten (Montag, Dienstag, Donnerstag, 10:00 bis 17:00 Uhr, sowie Freitag und Samstag von 10:00 bis 15:00 Uhr) geöffnet. Mittwochs ist der Laden geschlossen.

Auch während der Schließung und der anhaltenden Corona-Krise hat die Bevölkerung das Rote Kreuz mit Kleiderspenden tatkräftig unterstützt. „Dafür sind wir sehr dankbar“, sagt Karina Hauck. So wurden am Kreisverband in der Haßfurter Industriestraße 20 Hunderte Säcke mit Altkleider angeliefert. Das Team hat die Waren begutachtet, gut erhaltene aussortiert und in den Ladenbestand aufgenommen. Nicht mehr brauchbare Kleidung geht an einen Sortierbetrieb und dient somit der Mittelbeschaffung für das BRK.

Ab Montag ist im Kleiderladen eine neue Kollektion zu finden; die Bekleidung wurde auf Sommer-Ware umgestellt. Mit einer Fragebogenaktion will das Ladenteam bei seinen Kunden die Zufriedenheit und Wünsche abfragen. Um die Kunden stets über Neuigkeiten auf dem Laufenden zu halten, wurde jetzt ein Instagram-Account unter dem Namen „secondhandbrk“ angelegt.

Aufgrund von Corona müssen alle Kunden ab 4. Mai beim Betreten des Kleiderladens eine Mund-Nasen-Maske tragen und einen Mindestabstand von 1,50 Meter zueinander einhalten. Maximal sechs bis sieben Personen können gleichzeitig eingelassen werden. Karina Hauck bittet um Verständnis für diese Maßnahmen, die dem Schutz der Kunden und des Personals dienen.

Mit dem Kleiderladen, der früher Teil der Produktionsschule Haßberge war, setzt das Rote Kreuz auch ein Zeichen für Nachhaltigkeit. Denn die Lebenszeit eines Kleidungsstücks muss nicht bei seinem ersten Käufer enden. Den Kleidungsstücken wird im Second-Hand-Laden ein zweites Leben geschenkt und so dem Konsumzwang und der Wegwerfmentalität entgegengewirkt. Durchschnittlich kaufen rund 100 Kunden in der Woche in dem etwa 140 Quadratmeter großen Laden ein.

 

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PM 031 / 2020. Text und Fotos: Michael Will / BRK

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news-736 Thu, 30 Apr 2020 17:34:31 +0200 FFP2-Masken wichtiger Teil der Schutzausrüstung /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/ffp2-masken-wichtiger-teil-der-schutzausruestung.html Unternehmer Christoph Göttel übergibt dem BRK eine weitere Spende.

PFARRWEISACH. Mit einer weiteren Spende von FFP2-Masken unterstützt der Pfarrweisacher Online-Unternehmer Christoph Göttel in der aktuellen Corona-Krise das Bayerische Rote Kreuz im Landkreis Haßberge. Er hat am Dienstag 240 dieser Schutzmasken an den BRK-Kreisverband überreicht. Die Masken hat Göttel über gute Geschäftsbeziehungen aus dem Ausland beziehen können, er hat dafür 860 Euro ausgegeben.

„Ich freue mich, wenn ich mit dieser Geste etwas Gutes tun und diejenigen unterstützen kann, die in der Ausübung ihres Berufes täglich der Gefahr einer Ansteckung mit dem Virus ausgesetzt sind“, sagt Göttel. Der Pfarrweisacher hat weitere rund 760 FFP2-Masken gespendet, unter anderem an Feuerwehren in der Umgebung sowie das Sozialpsychiatrische Zentrum in Ebern.

Erst zu Ostern hatte Christoph Göttel dem BRK in einer ersten Aktion 260 FFP2-Masken gespendet, die er damals auf dem Weltmarkt für rund 1700 Euro erstanden hat. Die Masken sind wichtiger Teil der persönlichen Schutzausrüstung von Rettungsdiensten und dem Personal in Krankenhäusern und Altenheimen, die mit Hilfsbedürftigen in Kontakt kommen, bei denen eine Infektion mit dem Corona-Virus nachgewiesen wurde bzw. nicht ausgeschlossen werden kann. Aufgrund der weltweit hohen Nachfrage an diesen Masken, waren zuletzt etablierte Lieferketten zusammengebrochen und Schutzausrüstung nur unter erschwerten Bedingungen und nicht in der benötigten Anzahl zu erhalten. Inzwischen zeichnet sich diesbezüglich in Deutschland nach und nach eine Entspannung der Lage ab. 

 

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PM 032 / 2020. Text: Michael Will / BRK

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news-735 Mon, 27 Apr 2020 14:45:00 +0200 Vor den Spendelokalen bildeten sich Warteschlangen /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/vor-den-spendelokalen-bildeten-sich-warteschlangen.html BRK zufrieden: Hohe Beteiligung beim Blutspenden im April

HASSFURT / EBERN / HOFHEIM - Drei Blutspendetermine hat das Bayerische Rote Kreuz im April in den Haßbergen durchgeführt. Dabei kamen in Haßfurt, Ebern und Hofheim mehr Frauen und Männer als sonst zum Spenden, teilweise bildete sich vor den Spendelokalen aufgrund der wegen Corona eingeführten Abstandsregeln eine lange Schlange. Besonders erfreulich ist nach Mitteilung des BRK, dass 58 Erstspender begrüßt werden konnten.

Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Anzahl der Spendetermine auf drei reduziert. Dabei gab es neben den sowieso hohen hygienischen Standards weitere Vorsichtsmaßnahmen, um eine mögliche Ansteckung mit dem Virus für Spender und Personal so gering wie möglich zu halten. So gab es noch vor Betreten des Spendelokals eine Temperaturmessung, nur wer weniger als 37,5 Grad Celsius Körpertemperatur hatte, wurde eingelassen.

Vor der Registrierung mussten die Spender ihre Hände mit Seife waschen, anschließend desinfizieren. An der Registratur erhielt jeder seinen eigenen Kugelschreiber zum Ausfüllen des Gesundheitsfragebogens. Stets wurde auf den Mindestabstand von 1,5 Meter geachtet. „Wir danken den Spenderinnen und Spendern, die sich sehr diszipliniert und verantwortungsbewusst verhalten haben“, sagt Michael Will, Pressesprecher des BRK-Kreisverbandes Haßberge. Alle hätten die Vorgaben und die Anweisungen der Helfer befolgt.

In den Spendelokalen waren die Liegen zum Blutspenden ebenfalls mit größerem Abstand als sonst aufgestellt, und nach dem Spenden gab es keine Brotzeit, sondern ein vorbereitetes Lunchpaket zum Mitnehmen. So wurde der Aufenthalt der Spender auf ein Minimum und der Kontakt zu anderen Mitmenschen auf ein Mindestmaß begrenzt. Die Schutzmaßnahmen wurden von vielen Blutspendern gelobt. So schrieb beispielsweise Eberns 3. Bürgermeister Harald Pascher in einem Facebook-Post: „Heute mit vielen Sicherheitsvorkehrungen, wie z. B. Temperaturmessung vor dem Eintritt, Kugelschreiber für jede Person, Mund- und Nasenschutz usw. Ich hatte immer das Gefühl, sicher zu sein. Dank an all die vielen ehrenamtlichen Helfer und auch an alle Spender. Sehr gute Organisation und großes Lob.“

Am stärksten besucht war der Termin in Ebern am 17. April. 232 Blutspender wurden registriert, darunter 26 Erstspender. Der Andrang war so groß, dass am Abend sogar rund 15 Spenderinnen und Spender aus Zeitgründen abgewiesen werden mussten, weitere rund 15 traten beim Anblick der Warteschlange wieder den Heimweg an.

Seine 125. Spende gab Erich Grell aus Treinfeld ab. 100-mal spendeten Heribert Valtin aus Weißenbrunn und Reinhold Prediger aus Herbelsdorf. Armin Bogendörfer aus Gerach spendete zum 75. Mal und Julia Welsch aus Unterpreppach zum 50. Mal. Zehnmal haben Sandra Welsch aus Siegelfeld und Steffen Vogel aus Obertheres gespendet. Ihre jeweils dritte Spende gaben Theresa Hau (Unterpreppach), Fabian Valtin (Weißenbrunn), Marius Thomas (Untermerzbach), Markus Fausten (Jesserndorf) und Frank Kettler (Rabelsdorf).

Zum Blutspendetermin in Haßfurt kamen 170 Frauen und Männer, darunter 21 Erstspender. Die dritte Spende gaben Madleen Maier (Augsfeld), Tina Vo (Rügheim), Julika Schoppelrey (Abersfeld) ab, die zehnte Eva-Maria Endres (Oberhohenried), die 25. Blutspende Georg Stumpf (Wonfurt) und Sebastian Pollach (Haßfurt). Zum 50. Mal haben Stephan Mix (Haßfurt) und Thomas Griebel (Unterhohenried) gespendet und zum 100. Mal Franz Kuhn (Oberschleichach).

140 Spender kamen zum Blutspendetermin nach Hofheim, darunter elf Erstspender. Zum dritten Mal haben Sophia Grimmer, Ramon Putsch, Thomas Kaiser, Anna-Lena Winzig, Benjamin Hofmann und Anna Hempel gespendet. Ihre zehnte Blutspende gaben Dominik Klopf, Dominik Hüttner, Peter Wagner, Larissa Zimmermann und Daniela Selig. Zum 125. Mal spendete Leonhard Mahr. 

Im Mai finden ebenfalls drei Blutspendetermine im Landkreis Haßberge statt. Und zwar am Montag, 11. Mai, von 16:00 bis 20:30 Uhr in Hofheim (Rotkreuzhaus), am Dienstag, 12. Mai, von 15:00 bis 20:30 Uhr in Haßfurt (Rotkreuzhaus) und am Freitag, 15. Mai, von 17:00 bis 20:30 Uhr in Sand (Pfarrheim St. Franziskus, Pfarrgasse 12). 

 

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PM 030/2020. Text u. Foto: Michael Will / BRK.

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news-734 Fri, 17 Apr 2020 10:50:13 +0200 Austausch auch in Krisenzeiten unerlässlich /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/austausch-auch-in-krisenzeiten-unerlaesslich.html Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk zu Gast im BRK-Kreisverband Haßberge

HASSFURT - Über hohen Besuch durfte sich dieser Tage der BRK-Kreisverband Haßberge freuen: Leonhard Stärk, Landes­geschäfts­führer des Bayerischen Roten Kreuzes, war zu einem wichtigen Austausch über die Bewältigung der Corona-Krise und verschiedene Projekte im BRK nach Haßfurt gekommen.

Auch in diesen anspruchsvollen Zeiten der Krise und des landesweiten Katastrophenfalles dürfe ein Landesgeschäftsführer den Kontakt zu den Kreisverbänden nicht verlieren. Stärk lobte BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger und das gesamte Team: „Der Kreisverband Haßberge entwickelt sich in diesen Tagen zu einer Keimzelle für Innovation. Pragmatische und kreative Lösungen werden erarbeitet und auf den Weg gebracht, um der Krise Herr zu werden.“

Bei dem fachlichen Austausch ging es um Projekte im Zuge der Corona-Krise, die das BRK bayernweit vor ganz besondere Herausforderungen stellt, die aber dank Expertise und Engagement aller im BRK Beschäftigten bewältigt würden. Leonhard Stärk berichtete unter anderem über die Arbeit des BRK-Krisenstabes in München, der als übergeordnete Institution für alle fünf Bezirks- und 73 Kreisverbände entscheidende Weichen zur Bewältigung der aktuellen Krise stellt und der im engen Kontakt mit den Stäben der Bezirks- und Kreisverbände steht. Wesentlicher Punkt sei immer wieder die Beschaffung von ausreichend Schutzausrüstung, vor allem für die Mitarbeiter im Rettungsdienst, Altenpflegeeinrichtungen und der ambulanten Pflege.

BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger berichtete Stärk von den Herausforderungen, denen man sich aktuell im Zuge der Corona-Krise in allen Abteilungen des Kreisverbandes gegenüber sehe. So sei sehr frühzeitig bereits Anfang März ein interner Koordinierungsstab ins Leben gerufen worden, der sich aus Verantwortlichen verschiedener Abteilungen, den Katastrophenschutzbeauftragten des Kreisverbandes, den BRK-Chefärzten sowie den Leitungen der Kreisbereitschaft und der Kreiswasserwacht zusammensetzt. Gemeinsame Aufgabe sei es, die sich sehr dynamisch entwickelnde Lage zu beobachten, zu bewerten und daraus für den Kreisverband und die Arbeit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Handlungsanweisungen zu entwickeln.

Ebenso sei das BRK auf Anforderung des Landratsamtes als oberste Katastrophenschutzbehörde des Landkreises mit der Sanitätseinsatzleitung (SanEL) unterstützend für die Führungsgruppe Katastrophenschutz der Behörde tätig. Die SanEL besteht aus einem Leitenden Notarzt (LNA) und dem Organisatorischen Leiter (OrgL).

 

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PM 025/2020. Text u. Foto: Michael Will / BRK.

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news-733 Wed, 15 Apr 2020 13:54:45 +0200 Gemeinsam statt einsam /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/gemeinsam-statt-einsam.html Das Team des BRK-Mehrgenerationenhauses hält Kontakt nach außen und beweist dabei Kreativität.

HASSFURT - Das Mehrgenerationenhaus (MGH) Haßfurt unter Trägerschaft des Bayerischen Roten Kreuzes, Kreisverband Haßberge, unterstützt die Bürgerinnen und Bürger auch während der Corona-Pandemie, um die vorübergehenden Ein­schrän­kungen des Alltagslebens gut bewältigen zu können. Wer Unterstützung benötigt oder sich nach Austausch sehnt, kann sich ebenso an das Mehr­genera­tionen­haus wenden wie Menschen, die gerne helfen wollen. Im Zuge der Ausgangs­beschrän­kung ist das MGH nach heutigem Stand bis einschließlich Montag, 20. April, geschlossen. 

Das Team um Leiterin Gudrun Greger arbeitet aber hinter „verschlossenen Türen“ eifrig weiter, um Kontakt nach außen zu halten und beweist dabei viel Kreativität. Es ist zu den üblichen Geschäftszeiten telefonisch erreichbar. „In täglichen Telefonaten nehmen wir Kontakt zu Seniorinnen und Senioren und zu Familien mit und ohne Migrationshintergrund auf, unterhalten uns mit ihnen und nehmen Bedarfe auf, bei denen wir sie unterstützen können (z.B. Einkaufsdienst, Botengänge etc.)“, fasst Gudrun Greger zusammen. Auch werden regelmäßig die freiwillig Engagierten aller Generationen kontaktiert, um mit ihnen in Kontakt zu bleiben und gegebenenfalls freiwillige Hilfe an Risikopersonen weiterzuvermitteln. Somit werde das erfolgreiche Projekt „Gemeinsam statt Einsam – Patenschaften für und von Älteren und Hochbetagten“ auch ohne persönliche Begegnung weitergeführt, um dem Gefühl der Einsamkeit entgegen zu wirken. 

Via Skype haben die Mitarbeiterinnen die Möglichkeit, mit den Bürgern und freiwillig Engagierten zu telefonieren. „Dies schafft eine noch persönlichere Verbindung zu den Menschen und gibt Kraft für die Zeit Zuhause“, beschreibt stellvertretende Leiterin Lisa Geyer.

Mit persönlichen Briefbotschaften schickt das MGH-Team aufmunternde und wertschätzende Worte an die freiwillig Engagierten und bietet unterstützende Hilfen an. Kreuzworträtsel, Rezepte, Bilder vom Engagement, Strick- und Bastelanleitungen, kreative Beschäftigungsideen etc. werden in Briefe verpackt und zugesendet, teilt Simone Hümmer, Projektmitarbeiterin „Betreuungsnetzwerk für alle Generationen“, mit.

Natürlich sind die MGH-Mitarbeiterinnen jederzeit über E-Mail zu erreichen und nehmen so regelmäßig Kontakt zu den freiwillig Engagierten oder auch Kooperationspartnern auf und beantworten Fragen von Bürgern oder vermitteln an Netzwerkpartner weiter. Über E-Mail-Kontakt werden Informationen und neue Handlungsanweisungen von übergeordneten Stellen, wie z.B. vom BRK-Krisenstab, vom Bayerischen Sozialministerium, vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend oder von den MGH-Moderationskreisen aufgenommen und wichtige Informationen weitergegeben.

„Ob per Telefon, Skype oder E-Mail – das qualifizierte pädagogische Personal steht Bürgern jederzeit für Beratungen in persönlichen Lebenslagen zur Verfügung“, sagt Mitarbeiterin Theresa Greß. Die Mitarbeiterin des Projektes „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“, Angelika Kessler, nimmt persönlichen Kontakt zu zugewanderten Familien auf und lässt pädagogisches, auf die Zielgruppe angepasstes und sprachlich übersetztes Material, per Post zukommen und unterstützt im telefonischen Kontakt.   

Auch über die sozialen Medien (z.B. Instagram und Facebook) nimmt das Mehrgenerationenhaus Haßfurt Kontakt nach außen auf und präsentiert täglich verschiedene Ausschnitte aus den Angeboten des MGH, um so den Menschen aller Generationen das MGH ein stückweit nach Hause zu bringen. Bei all den Bemühungen beweist das MGH-Team, zu dem auch Hannah Baunacher als Bundes­freiwilligen­dienst­leisten­de gehört, viel Kreativität. So gibt es Videos mit Kinderliedern aus dem wöchentlich stattfindenden Baby- und Kleinkindtreff, ausgewogene Rezeptideen aus dem Projekt „Gesund und lecker unterwegs“ zum Nachkochen und aus dem Angebot „Lichtstube – gemeinsam HANDarbeiten“ gibt es verschiedene Strick- und Häkelideen mit Anleitungen zum Nachmachen.

Bastelideen aus den verschiedenen Themennachmittagen des „Kreativ-Samstags“ lassen bei Schulkindern keine Langeweile aufkommen, es werden Kreuzworträtsel als Download auf der MGH-Homepage zur Verfügung gestellt. Bewegungseinheiten aus dem Projekt „Mit und Fit – Begegnung durch Bewegung“ sowie Yoga-Übungen kann man problemlos zuhause nachmachen.

Die Mitarbeiterinnen des MGH und freiwillig Engagierte, die nicht zur Risikogruppe gehören, bieten für Bürger, die zur Risikogruppe gehören (z.B. Senioren und Erkrankte etc.) oder für Personen, die sich in Quarantäne befinden, Unterstützungen wie z. B. Hilfe bei Einkäufen von Lebensmitteln, Botengänge, Besorgung von Medikamenten oder auch den Hund spazieren führen an. Per Telefon oder E-Mail kann diese Hilfe beantragt werden. Telefon: 09521/9528250 oder E-Mail: mghhassfurt@kvhassberge.brk.de

„Derzeit testen wir verschiedene Anbieter von Konferenzsoftware, um unsere Angebote wie beispielsweise das wöchentlich stattfindende MGH-Sprachcafé in unserem Offenen Treff oder unsere Baby- und Kleinkindtreffs auch virtuell stattfinden zu lassen“, sagt Gudrun Greger. Damit möchte das Team auf eine vermutlich anstehende Verlängerung der Ausgangsbeschränkung über den 20. April hinaus reagieren. Zudem seien selbst gedrehte Erklärvideos für Senioren im Umgang mit den Angeboten im Internet und sozialen Medien in Planung.

Das Mehrgenerationenhaus Haßfurt des BRK ist im Internet unter anderem über folgende Plattformen zu finden: 

 

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PM 023/2020. Text: Michael Will / BRK. Fotos: Theresa Greß/BRK, Simone Hümmer/BRK.

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news-732 Tue, 14 Apr 2020 15:11:46 +0200 Ein Zeichen der Wertschätzung /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/ein-zeichen-der-wertschaetzung.html Unternehmer Christoph Göttel spendet dem BRK 260 FFP2-Masken

EBERN / PFARRWEISACH - „Ich will einfach helfen!“ Mit diesem Satz umschreibt der Pfarrweisacher Unternehmer Christoph Göttel sein persönliches Engagement zur Anschaffung von sogenannten FFP2-Masken, die er nun an den Rettungsdienst des BRK-Kreisverbandes Haßberge gespendet hat. Am Ostersamstag überreichte er zusammen mit seiner Schwester Jördis 260 dieser Masken an das Rote Kreuz.

Göttel, der in Pfarrweisach wohnt und als Selbstständiger einen Online-Shop für Lederwaren betreibt, engagiert sich regelmäßig für soziale und caritative Zwecke in der Region, hatte das auch schon in den letzten Jahren immer wieder getan. „Ich habe das Glück, dass es mir und meiner Firma gut geht. Deshalb will ich etwas an die Gesellschaft zurückgeben“, beschreibt er sein Engagement.

In der aktuellen Corona-Krise ist Schutzausrüstung überall knapp, sei es in Krankenhäusern, Altenheimen oder bei Rettungsdiensten. Weil diese Schutzausrüstung wie Atemmasken, Schutzkittel oder Einweghandschuhe oft im Ausland produziert werden, ist es in der Pandemie nun schwer, ausreichende Mengen davon immer rechtzeitig nachgeliefert zu bekommen. Einerseits sind Lieferketten zusammengebrochen, andererseits sind die Preise aufgrund der weltweiten Nachfrage teilweise um das Zehn- bis 15-fache gestiegen.

„Beim Bayerischen Roten Kreuz ist aktuell noch Schutzausrüstung vorhanden“, sagt Michael Will, Pressesprecher des BRK-Kreisverbandes Haßberge, an den Göttel die Masken überreicht hat. „Aber die Bestände langen natürlich nicht ewig. Es wird seitens der BRK-Landesgeschäftsstelle und auch der Staatsregierung mit Hochdruck daran gearbeitet, ausreichend Schutzausrüstung nachliefern zu können.“

Da es sich bei der Schutzausrüstung um Einmal-Produkte handelt, müssen sie nach Kontakt mit einem an Covid-19 Infizierten oder einer Person, bei der der Verdacht auf die Erkrankung besteht, natürlich entsorgt werden. Deshalb besteht naturgemäß erhöhter Bedarf an Material.

Täglich werden im Rettungsdienst des BRK-Kreisverbandes Haßberge zahlreiche FFP2-Masken, Schutzkittel und Schutzbrillen im Einsatz benötigt. „Nur wenn unsere Rettungskräfte gut geschützt sind, können wir sie auch in den Einsatz schicken“, sagt BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger. Umso wichtiger sei es, ausreichend Nachschub an Schutzkleidung zu bekommen. Daran arbeiten die Verantwortlichen des BRK rund um die Uhr. „Wir sind Herrn Göttel für seine Spende sehr dankbar“, betont Greger.  „Ein solch persönliches Engagement ist nicht selbstverständlich.“

Zumal der Pfarrweisacher, der selbst ehrenamtliches Mitglied in der BRK-Wasserwacht, Ortsgruppe Ebern, ist und im vergangenen Jahr als ehrenamtlicher Helfer zudem eine Sanitätsausbildung im Eberner Rotkreuzhaus absolvierte, für den Kauf der Masken ordentlich Geld investiert hat. 400 Stück hat er bei einem deutschen Vertriebspartner erstanden und dafür 6,55 Euro pro Stück ausgegeben – ein Vielfaches dessen, was eine solche Maske noch vor der Corona-Pandemie gekostet hat. Seine Spende der 260 Masken für das BRK im Landkreis hat also einen Wert von über 1700 Euro.

„Ihr leistet tolle Arbeit“, lobte Christoph Göttel bei der Spendenübergabe die Arbeit von Rettungsdienst, Sozialstation und allen anderen BRK-Abteilungen. „Wenn ich mit den Masken dazu einen kleinen Teil beitragen kann, freut mich das sehr.“ Göttel war es wegen seines persönlichen Bezugs zu Ebern wichtig, die FFP2-Masken direkt am Rotkreuzhaus Ebern zu übergeben, wo sie BRK-Pressesprecher Michael Will im Auftrag von Kreisgeschäftsführer Dieter Greger und Rettungsdienstleiter Christoph Grimmer entgegennahm und sich im Namen aller BRK-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter für diese großzügige Geste bedankte. Über dieses Zeichen der Wertschätzung freue man sich beim Roten Kreuz ganz besonders.

Weitere Masken hat Göttel, der sich in Pfarrweisach ebenfalls ehrenamtlich bei der Feuerwehr engagiert, an verschiedene Freiwillige Feuerwehren übergeben.

 

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PM 024/2020. Text: Michael Will / BRK. Foto: Nadine Stretz / BRK

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news-731 Tue, 07 Apr 2020 15:45:04 +0200 BRK in Forderung bestätigt: /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/brk-in-forderung-bestaetigt.html Rettungsdienste erhalten Bonus vom Freistaat Bayern

MÜNCHEN / HASSBERGE - Am Sonntag (5. April) kündigte der bayerische Minister­präsident an, Pflegekräften einen Bonus in Höhe von 500 Euro zu zahlen. Rettungskräfte waren dabei noch nicht einbezogen.

Nunmehr wurde auch für die Mitarbeiter von Rettungsdiensten der Bonus angekündigt, wie es dazu in einer Presse­mitteilung der BRK-Landesgeschäftsstelle von Dienstagnachmittag (7. April) heißt.

Präsident Theo Zellner wandte sich mit einem dringenden Schreiben an den Ministerpräsidenten Markus Söder: „Es sind aber eben genau diese Kräfte, die täglich mit Covid-19 Patienten in Kontakt kommen und damit dem höchsten Infektionsrisiko ausgesetzt sind, meist noch lange, bevor die Patienten in den Kliniken ankommen. Darüber hinaus wird die tatsächliche Infektion von Patienten im Rahmen des Notrufes immer häufiger verschwiegen. Dadurch besteht eine nicht zu unterschätzende, zusätzliche Gefahr für Rettungskräfte, sich selbst mit Covid-19 zu infizieren.“

Präsident Theo Zellner dankt dem bayerischen Ministerpräsidenten und der bayerischen Staatsregierung dafür, dass nun sowohl Rettungs- als auch Pflegekräfte diesen Bonus erhalten: „Das ist ein starkes Signal für Rettungs- und Pflegekräfte. Wir sind dankbar für die Anerkennung der besonders betroffenen Berufsgruppen.“

Beim Bayerischen Roten Kreuz sind 6.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rettungsdienst und über 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 314 Einrichtungen der ambulanten und stationären Altenhilfe tätig. Jährlich fährt das BRK zu rund 1,9 Millionen Einsätzen und legt dabei über 57 Millionen Kilometer zurück.

 

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Text: Michael Will, BRK. Symbolfoto: Bayerisches Rotes Kreuz

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news-730 Sun, 05 Apr 2020 18:18:23 +0200 Söders Bonus für die Pflege: Erweiterung um den Rettungsdienst notwendig /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/soeders-bonus-fuer-die-pflege-erweiterung-um-den-rettungsdienst-notwendig.html Das Bayerische Rote Kreuz begrüßt den Vorstoß des bayerischen Ministerpräsidenten, Pflegekräften einen einmaligen und steuerfreien Bonus in Höhe von 500,00 € auszuzahlen.

„Die Mitarbeitenden in der Pflege halten das System am Laufen. Dank ihres übermenschlichen Einsatzes wird ein Systemkollaps verhindert“, so Präsident Theo Zellner.

Das BRK fordert diese Anerkennung und Wertschätzung auch für alle Mitarbeitenden des Rettungsdienstes aller Hilfsorganisationen, sie dürften nicht außer Acht gelassen werden: „Sie arbeiten an Belastungsgrenzen, haben tagtäglich mit infizierten Patienten zu tun, machen Überstunden für ihre Kollegen, die in Quarantäne sind und  viele von ihnen haben sich bereits infiziert“, so Zellner. „Das ist eine zusätzliche Belastung, die es zu würdigen gilt. Ich hoffe, dass dieser Appell beim Ministerpräsidenten Berücksichtigung findet.“

Beim Bayerischen Roten Kreuz sind 6.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rettungsdienst tätig. Jährlich fährt das BRK zu rd. 1,9 Millionen Einsätzen und legt dabei über 57 Millionen Kilometer zurück. 

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Artikel-Quelle und Foto: BRK

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news-729 Wed, 25 Mar 2020 10:48:26 +0100 Solidarität für Kranke jetzt wichtiger denn je /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/solidaritaet-fuer-kranke-jetzt-wichtiger-denn-je.html BRK ruft zum Blutspenden auf: Täglich werden in Bayern rund 2000 Blutspenden in Kliniken benötigt.

UNTERSTEINBACH – „Warum sollte ich denn kein Blut spenden?“ Armin Weigel antwortet auf die Frage nach seiner Motivation beinahe ein wenig mit Unverständnis, lächelt dabei aber. Der 60-Jährige ist einer von 72 Frauen und Männern, die am Montagabend zum BRK-Blutspendetermin in die Schulaula nach Untersteinbach kommen. Trotz oder gerade wegen der Krise rund um das Corona-Virus. „Kranke und Verletzte sind jetzt doch genauso auf Blut angewiesen wie zuvor.“

Damit bringt es der Senior aus Geusfeld auf den Punkt und spricht den Rotkreuz-Verantwortlichen des Blutspendedienstes aus Wiesentheid aus der Seele. „Blut kann nicht künstlich hergestellt werden“, macht Martina Kern, Gebietsreferentin beim BRK-Blutspendedienst, deutlich. Zusammen mit Ingrid Böllner, Beauftragte für das Blutspenden beim BRK-Kreisverband Haßberge, sorgt sie gemeinsam mit dem Ehepaar Elisabeth und Günther Schneider aus Eltmann dafür, dass der Blutspendetermin reibungslos läuft. Alle vier sind ehrenamtlich hier und freuen sich darüber, dass zu dem Termin viele treue Blutspender kommen.

Durchwegs ist bei den Bürgerinnen und Bürgern eine deutliche Bereitschaft zu spüren, durch ihren ganz persönlichen Einsatz mit der Blutspende Mitmenschen in Not zu helfen. Überhaupt ist an diesem Abend in der weitläufigen Schulaula so etwas wie ein ganz besonderer Geist unter den Anwesenden zu spüren: „Man muss doch jetzt zusammenhalten“, sagt eine Besucherin. „Nicht nur in Zeiten von Corona“, ergänzt ihr Begleiter. Und immer wieder ist die Rede davon, wie bewegend es doch sei, die Menschen in Italien, Frankreich oder Deutschland zu sehen, die auf ihren Balkonen stehen, singen, musizieren, Applaus spenden, sich gegenseitig Mut machen und davon tausendfach Videos in den Sozialen Medien posten, da sie aufgrund von Ausgangsbeschränkungen ihre Wohnungen nicht oder nur sehr eingeschränkt verlassen dürfen.

Für die Frauen und Männer am Montagabend in Untersteinbach ist der Gang zum Blutspendetermin quasi ein Stück Normalität in dieser so außergewöhnlichen Zeit. Und ihr ganz persönlicher Beitrag, in Krisenzeiten zusammen zu stehen, Herz und Mitgefühl zu zeigen und sich für die Gesellschaft stark zu machen. Das machen alle Blutspender während des Jahres sowieso schon, in diesen Zeiten aber ganz besonders. Und sie posten es nicht in den sozialen Netzwerken, für sie ist ihr Tun selbstverständlich und ein ausgesprochenes Dankeschön durch die BRK-Mitarbeiter schon fast ein stückweit überflüssig. „Kein Problem, ist doch klar“, sagt ein junger Mann und macht sich nach seiner Blutspende wieder auf den Heimweg. „Bis zum nächsten Mal!“

Derweil liegt Armin Weigel auf einer der acht Spenderliegen, die mit Abstand zueinander in der Aula stehen. Nach und nach fließen 500 Milliliter Blut aus seinen Adern in den Spendenbeutel, so wie schon über 60-mal zuvor. Sein Blut wird helfen, einem anderen Menschen womöglich das Leben zu retten. Rein rechnerisch könnten es vielleicht sogar drei sein, denn jede Blutspende kann in ihre Bestandteile zerlegt werden und so bis zu drei Menschen helfen.

Der 60-Jährige hat keine Bedenken, in Zeiten von Corona zum Blutspenden zu gehen und empfiehlt das auch allen anderen gesunden Menschen. „Ich gehe ja auch zur Arbeit, da habe ich ebenfalls Kontakt zu anderen Menschen.“ Und hier beim Blutspenden werde sowieso Sicherheit und Hygiene großgeschrieben, nicht nur in der aktuellen Lage.

Das kann Martina Kern vom Blutspendedienst nur bestätigen. „Beim Blutspenden gelten immer hohe Hygiene- und Sicherheitsstandards.“ In der aktuellen Situation wurden weitere Maßnahmen bei den Spende-Terminen eingeführt, die der Sicherheit von Spendern und Personal dienen.

Schon am Eingang zum Spendenlokal hängen große Hinweistafeln, auf denen auf die aktuelle Situation rund um das Corona-Virus hingewiesen wird und die Verhaltens- und Handlungsempfehlungen geben. Auf einem Plakat heißt es: „Herzlich willkommen! Wir freuen uns, dass Sie da sind! Rein vorsorglich möchten wir Sie bitten, das Spendelokal nur zu  betreten, wenn Sie die folgenden Aussagen bestätigen können:

▶ Ich fühle mich gesund und fit für die Blutspende.

▶ Ich hatte in den letzten vier Wochen keinen Kontakt zu einer mit CoViD-19 (Coronavirus) infizierten Person.

▶ Ich war nicht in einem Coronavirus-Risikogebiet.

Herzlichen Dank für Ihr Verständnis und Ihr Mitwirken!“

Am Montagnachmittag muss keiner der Besucher eine dieser Aussagen verneinen. Beim Betreten des Spendelokals folgt eine weitere Sicherheitshürde: Bei jedem wird mit einem Fieberthermometer die Temperatur an der Stirn gemessen. Hätte einer mehr als 37,5 Grad Körpertemperatur, müsste er jetzt wieder nach Hause und dürfte nicht spenden. Aber auch hier: Fehlanzeige. „Alle unter diesem Wert“, bestätigt BRK-Helfer Günther Schneider, der die Messung gewissenhaft durchführt.

Dann geht es weiter. Jeder Spender muss auf den Toiletten zunächst die Hände gründlich mit Seife waschen, anschließend erfolgt zusätzlich eine Händedesinfektion. Erst dann werden die üblichen Gesundheitsfragebögen ausgefüllt, bevor jeder Spender in einem persönlichen Arztgespräch weitere Fragen beantworten muss. Erst dann geht es zur Blutspende. Hier tragen die Mitarbeiter des Blutspendedienstes Schutzhandschuhe und Atemmasken. Sicherheit wird großgeschrieben, sowohl für die Spender als auch für die BRK-Mitarbeiter.

Blutspendetermine fallen nicht unter das in Bayern geltende Versammlungsverbot und die Ausgangsbeschränkung und sind von der Staatsregierung ausdrücklich genehmigt. Blut ist wichtig und wird auch in Krisenzeiten kontinuierlich benötigt. Alleine in Bayern werden nach Worten von Martina Kern täglich rund 2000 Blutspenden für chronisch Kranke und Verletzte in den Kliniken benötigt. Gerade unter dem Aspekt, dass eine Blutspende maximal 42 Tage haltbar ist, wird deutlich, wie wichtig jede einzelne Spende ist.

Ein Ansteckungsrisiko für Empfänger ist nicht gegeben. „Es gibt keine Hinweise darauf, dass das Corona-Virus durch Blut übertragen werden kann“, bestätigt die Fachfrau die wissenschaftlichen Erkenntnisse. Das kann nur durch Tröpfcheninfektion geschehen, beispielsweise beim Husten und Niesen. Deshalb werden alle erdenklichen Vorsorgemaßnahmen getroffen, dies zu verhindern. Die Spender sollen einen Abstand von rund zwei Metern zueinander einhalten. Daran halten sich alle, stehen auch mal bei einer kurzen Wartezeit entsprechend weit auseinander. Ebenso sind die Spendeliegen mit Abstand zueinander aufgebaut.

Ein weiterer Aspekt hilft, den Kontakt zu anderen Menschen auf ein Mindestmaß zu beschränken: Es gibt nach der Blutspende nicht die sonst übliche Brotzeit, bei der man gemütlich zusammensitzt und sich austauscht. In Zeiten von Corona entfällt die Verpflegung. Mit leeren Händen müssen die Spender dennoch nicht nach Hause gehen: Neben einem kleinen Präsent gibt es ein Lunchpaket zum Mitnehmen. Am Montag in Untersteinbach ist das ein 400-Gramm-Einmachglas mit Wurst einer Haßfurter Metzgerei sowie Brötchen.

Der Blutspendetermin in Untersteinbach bestätigt einen Trend, den die Fachleute des Blutspendedienstes auch bei anderen Terminen in den letzten beiden Wochen beobachtet haben. „Die Blutspender halten uns die Treue“, sagt Martina Kern. „Dafür sind wir sehr dankbar, im Namen aller potentiellen Empfänger.“ Es gibt sogar Fotos aus Bayern, wo Menschen auch Wartezeiten in Kauf nehmen, vor dem Spendelokal mehr als 100 Meter in ausreichendem Abstand in der Schlange stehen und Blut spenden wollen. „Das ist toll, das zeigt wie solidarisch die Menschen gerade auch in Krisenzeiten sind“, bringt es die Gebietsreferentin des Blutspendedienstes auf den Punkt.

Den Trend bestätigen auch die Zahlen in Untersteinbach. Durchschnittlich besuchen hier 76 Frauen und Männer den Spendetermin; am Montag waren es 72, unter ihnen sogar fünf Erstspender. „Alles also völlig normal gelaufen“, freut sich Martina Kern zusammen mit Ingrid Böllner und dem gesamten Team am Ende des Abends. Corona ist bei allen ein Thema und man macht sich Gedanken. Durch die Sicherheits- und Hygienemaßnahmen fühlen sich die Spender aber bestmöglich geschützt. Nicht zuletzt liegt der effektivste Schutz bei den Menschen selbst: Regelmäßiges und gründliches Händewaschen mit Seife hilft, um eine bestmögliche Händehygiene zu gewährleisten. 

INFO:
Die nächsten Blutspendetermine auf einen Blick:

Mittwoch, 25. März:
Zeil, 16:30 bis 20:30 Uhr, Mittelschule, Schulring 1

Donnerstag, 26. März:
Ebelsbach, 15:30 bis 19:30 Uhr, Bürgersaal, Georg-Schäfer-Straße 30

Dienstag, 14. April: 
Haßfurt, 15:00 bis 20:30 Uhr, Rotkreuzhaus, Industriestraße 20

Freitag, 17. April:
Ebern, 16:00 bis 20:30 Uhr, Rotkreuzhaus, Im Frauengrund 12

Montag, 20. April:
Hofheim, 16:00 bis 20:30 Uhr, Rotkreuzhaus, Eichelsdorfer Straße 11

 

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PM 018 / 2020. Text u. Fotos: Michael Will / BRK.

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news-728 Sat, 14 Mar 2020 15:11:39 +0100 BRK sagt öffentliche Veranstaltungen ab /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/brk-sagt-oeffentliche-veranstaltungen-ab.html Der Kreisverband reagiert damit auf die aktuelle Situation rund um das Corona-Virus

HASSFURT - Aufgrund der aktuellen Situation rund um eine mögliche Verbreitung des Co­ro­na-Virus sagt der BRK-Kreisverband Haßberge alle öffentlichen Veranstaltungen und Ter­mi­ne bis Montag, 20. April, ab. Darüber hat am Freitagmorgen BRK-Kreis­geschäfts­führer Dieter Greger alle haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kenntnis gesetzt.

Betroffen davon sind neben internen Belangen unter anderem auch das Mehr­gene­ra­tio­nen­haus in Haßfurt sowie die BRK-Kinder­tages­stätte in Kö­nigs­berg.

Im Mehrgenerationenhaus finden keine Veranstaltungen, Gruppentreffen oder Kurse statt, es ist aber weiterhin unter der Telefonnummer 09521/952825-0 und per E-Mail:  mghhassfurt@kvhassberge.brk.de erreichbar. Abgesagt werden ebenso alle vom MGH veranstalteten Kinderferienprogramme, die für die Zeit der Osterferien geplant worden waren.  Geschlossen wird auf behördliche Anordnung die Kindertagesstätte „Unter der Burg“ bis einschließlich Sonntag, 19. April. Ebenfalls entfallen alle Erste-Hilfe-Kurse sowie die Kursprogramme „Trau Dich“ und „Juniorhelfer“ ab Dienstag, 17. März.

„Wir reagieren damit verantwortungsbewusst auf die aktuelle Situation“, sagt Kreisgeschäftsführer Dieter Greger und bittet um Verständnis für diese zur Prävention durchgeführten Schritte. „Das Wohl und die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und das unserer Kunden und Partner liegt uns ganz besonders am Herzen.“

Verschoben wird in diesem Zusammenhang auch die für Samstag, 21. März, landkreisweit geplante Altkleidersammlung des Roten Kreuzes. Sie wird zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden, der genaue Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben. 

Die Bürgerinnen und Bürger werden zwischenzeitlich gebeten, ihre Altkleidersäcke in die örtlich aufgestellten Altkleidercontainer des Bayerischen Roten Kreuzes zu werfen. Diese werden in regelmäßigen Abständen geleert. Zudem besteht die Möglichkeit, Altkleidersäcke an den jeweiligen Rotkreuzhäusern in Haßfurt, Ebern, Hofheim und Eltmann abzugeben.

Blutspendetermine werden nicht abgesagt, sie finden weiterhin wie geplant statt. Ebenso werden alle Beratungs- und Dienstleistungsangebote des BRK-Kreisverbandes Haßberge nach Worten von Kreisgeschäftsführer Dieter Greger aufrechterhalten.

  

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PM 017 / 2020. Text und Fotos: Michael Will / BRK

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news-727 Thu, 12 Mar 2020 20:10:26 +0100 Fit in Erster Hilfe keine Frage des Alters /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/fit-in-erster-hilfe-keine-frage-des-alters.html Zwei Kurse in Erster Hilfe speziell für Menschen ab dem 50. Lebensjahr bietet der BRK-Kreisverband Haßberge im März an, und zwar jeweils einen in den Rotkreuzhäusern Haßfurt und in Eltmann. Anmeldungen sind umgehend erbeten, es sind noch einige Plätze frei. 

Der nächste Kurs „EH Fit 50+“ findet am Donnerstag, 19. März, im Rotkreuzhaus Haßfurt von 10:00 bis 13:30 Uhr statt, ein weiterer folgt am Montag, 23. März, im BRK-Haus in Eltmann von 8:00 bis 11:30 Uhr.

Für alle Kurse können sich Interessiert direkt über die Homepage des BRK-Kreisverbandes (www.kvhassberge.brk.de) unter der Rubrik „Kurse“ anmelden. Wer nicht die Möglichkeit eines Internetzugangs hat, kann sich auch unter Tel. 09521/9550-227 (vormittags) telefonisch anmelden. Auf der Homepage gibt es ebenso einen kurzen Überblick über die Inhalte der Kurse.

Mit „Fit in Erster Hilfe 50+“ reagiert der BRK-Kreisverband Haßberge speziell auf die Bedürfnisse von Menschen, deren Erste-Hilfe-Kurs oft Jahre zurück liegt, mitunter gar so alt ist wie ihr Führerschein selbst. Mit dem Modul gibt das BRK Menschen die Möglichkeit, Erste-Hilfe-Maßnahmen einzelner Themenbereiche zu erlernen, bereits Gelerntes zu wiederholen bzw. zu trainieren. Durch praktisches und lebensnahes Üben möchte das Rote Kreuz älteren Mitbürgern die Angst vor Notfallsituationen nehmen und zeigen wie sie nach ihren Möglichkeiten helfen können.

Der Kurs „Fit in Erster Hilfe 50+“ dauert vier Unterrichtseinheiten (3,5 Stunden). Die die Teilnahmegebühr beträgt 15 Euro. Inhalte sind unter anderem die Themen Schlaganfall, Atemnot, Herzinfarkt, stabile Seitenlage, Absetzen eines Notrufes sowie die Herz-Lungen-Wiederbelebung (Reanimation).

 

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PM 011 / 2020. Text: Michael Will / BRK.

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news-726 Tue, 10 Mar 2020 12:06:00 +0100 2300 Stunden im Ehrenamt engagiert /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/2300-stunden-im-ehrenamt-engagiert.html Auf die Frauen der BRK-Bereitschaft Haßfurt II ist immer Verlass

HASSFURT - Ehrungen und Rückblick auf das Jahr 2019 standen im Mittelpunkt der Jahresversammlung der BRK-Frauen­bereit­schaft Haßfurt II. Dabei sprach Bereit­schafts­leite­rin Gisela Kreh ebenso einige Ver­ände­run­gen an, die es ab heuer geben wird.

Brigitte Kaufmann und Marianne Koczian sind beide seit zehn Jahren in der Frauenbereitschaft, der einzigen ihrer Art im BRK-Kreisverband Haßberge, aktiv. Dafür wurden sie von der Bereitschaftsleiterin und von Ingrid Böllner, Beauftragte für die Gemeinschaften im BRK-Kreisverband, geehrt. Sie erhielten Präsente, verbunden mit dem Dank für das jahrelange Engagement in ihrem Ehrenamt.

Aktuell besteht die Frauenbereitschaft aus nur noch 18 Personen, wie Gisela Kreh bilanzierte. Das mache die Verpflichtungen und die Arbeit für jedes einzelne Bereitschaftsmitglied nicht weniger und stelle ab und an Herausforderungen dar. Dennoch habe man es geschafft, die an die Bereitschaft gestellten Aufgaben erfüllen zu können.

Im vergangenen Jahr haben die Frauen insgesamt 2300 Arbeitsstunden für ihre ehrenamtliche Tätigkeit geleistet, wofür Ingrid Böllner als Beauftragte der Gemeinschaften und im Namen von BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger und der Kreisbereitschaftsleitung Lob und Anerkennung aussprach. So war die Frauenbereitschaft bei zwölf Blutspende-Terminen im Rotkreuzhaus Haßfurt im Einsatz, bei denen insgesamt 1732 Blutspender mit Mahlzeiten versorgt wurden. Auch bei drei Altkleidersammlungen half sie tatkräftig mit. Des Weiteren fand eine Adventsveranstaltung in der Stadthalle statt, die Frauen übernahmen bei zahlreichen Lehrgangsveranstaltungen im Rotkreuzhaus die Verpflegung der Teilnehmer und sie organisierten acht Seniorennachmittage.

Künftig wird es die Seniorennachmittage in der bisherigen Form nicht mehr geben, kündigte Bereitschaftsleiterin Kreh an. Der enorme Aufwand und schwindende Besucherzahlen hätten zu einem Umdenken gezwungen. Allerdings ist sich die Bereitschaftsleiterin sicher, dank der Unterstützung von Ingrid Böllner eine gute Lösung gefunden zu haben: Die Seniorennachmittage sollen künftig ins Programm des Mehrgenerationenhauses aufgenommen werden.

Neben viel Arbeit stand natürlich auch die Gemeinschaft im Mittelpunkt. So bereitete den Frauen die traditionelle „Fahrt ins Blaue“ großes Vergnügen, sie führte 2019 in die Residenzstadt Würzburg, wo es viel Neues zu entdecken gab. Der Dank der Bereitschaftsleiterin galt in diesem Zusammenhang dem Ehepaar Renate und Helmut Schuhmann, die diese Ausflüge viele Jahre lang organisiert haben und sich nun zurückziehen. Dennoch soll die Ausflug-Tradition nicht sterben; künftig will die Frauenbereitschaft entsprechende Städtereisen mit einem Busunternehmen zusammen organisieren.

Zu den geselligen Aktivitäten zählen auch die Stammtische. Letztes Jahr trafen sich die Frauen zu fünf solcher kurzweiligen Abende.

  

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PM 014 / 2020. Text: Michael Will / BRK. Foto: Renate Schuhmann / BRK.

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news-725 Thu, 05 Mar 2020 17:33:00 +0100 Zahl der Ehrenamtlichen auf 63 gestiegen /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/zahl-der-ehrenamtlichen-auf-63-gestiegen.html BRK-Wasserwacht Haßfurt zieht positive Bilanz

HASSFURT - Das Jahr 2019 war für die Ortsgruppe der BRK-Wasserwacht Haßfurt in vielerlei Hinsicht positiv. So warfen die Mitglieder jüngst bei der Jahreshauptversammlung im Rotkreuzhaus einen zufriedenen Blick auf das vergangene Jahr.

Mit einer Terminübersicht verschaffte Ortsgruppenleiter Dominik Wohlleben zu Beginn der Veranstaltung allen Anwesenden einen Überblick darüber, was im 2019 alles anstand. In diesem Zuge bedankte er sich bei allen Mitgliedern für ihren Einsatz und ihr Engagement. So war die Wasserwacht an zahlreichen Veranstaltungen der Kreisstadt vertreten, wie beispielsweise den Büttensitzungen, dem Straßenfest oder im letzten Jahr auch dem Volksmusikfest.

Darüber hinaus leisteten die Mitglieder viele ehrenamtliche Stunden für Ausbildungen, die Badeaufsicht im Haßfurter Freibad, Altkleidersammlungen, Jugendarbeit oder den Schwimmkurs ab. Insgesamt waren es knapp über 9000 Stunden, wie Sebastian Jäger, Technischer Leiter, in seinem Bericht aufführte.

Auch über die Anzahl der aktiven Mitglieder freute sich Jäger, denn diese ist seit dem Jahr 2018 auf insgesamt 63 Ehrenamtliche gestiegen. 216 Personen unterstützen die Ortsgruppe mit einer passiven Mitgliedschaft.

Besonders erfreulich sei außerdem der hohe Ausbildungsstand der Ortsgruppe. So konnte die Wasserwach Haßfurt im Jahr 2019 drei neue Rettungstaucher, drei Mitglieder mit erfolgreich absolvierter Sanitätsausbildung, einen neuen Einsatzleiter Wasserrettung und einen neuen AED-Instruktor gewinnen. Weiterhin hat die Ortsgruppe mit Stephan Schneider nun auch einen Qualitätsmanager im Ehrenamt.

Kassenwartin Marina Jäger sowie die Jugendabteilung zogen in ihren Berichten ebenfalls eine positive Bilanz. So konnte die Vorstandschaft nach der Schließung des Zeiler Hallenbades ein neues Schwimmbad für das Jugendtraining finden, sodass für die insgesamt 47 Jugendlichen auch nach den Sommerferien weiterhin wöchentlich ein Training abgehalten werden konnte. Demnach findet das Training nun für alle Altersstufen in der Welle in Haßfurt statt.

Dominik Wohlleben nutzte die Veranstaltung, um ein langjähriges Mitglied der Ortsgruppe zu ehren. Nicole Fleckenstein erhielt eine Urkunde für 25 Jahre Mitgliedschaft.

  

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PM 012 / 2020. Text: Michael Will / BRK. Foto: Wasserwacht / BRK.

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news-724 Tue, 11 Feb 2020 16:51:20 +0100 Weshalb die „13“ am 14. Februar so wichtig ist /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/weshalb-die-13-am-14-februar-so-wichtig-ist.html Angesichts des Blutspendetermins in Ebern haben das BRK und die Stadt Ebern eine Wette abgeschlossen.

EBERN - Topp, die Wette gilt! Schafft es Eberns Bürgermeister Jürgen Hennemann, zum Blutspendetermin in Ebern am kommenden Freitag (14. Februar) 13 Mitglieder des Stadtratsgremiums sowie 13 Angestellte aus der Verwaltung zum Blutspenden beim Bayerischen Roten Kreuz zu motivieren? Diese Herausforderung hat ihm das BRK gestellt, Hennemann ist die Wette eingegangen. Die Spannung steigt.

Kürzlich hat in der Frauengrundhalle in Ebern ein Ehrenabend der BRK-Kreisverbandes Haßberge für Frauen und Männer aus der Stadt Ebern sowie den Gemeinden Rentweinsdorf, Pfarrweisach, Untermerzbach, Maroldsweisach, Breitbrunn, Kirchlauter und Itzgrund stattgefunden, die bereits 25- bzw. 50-mal Blut gespendet hatten (wir berichteten). Dabei hatte Michael Will, Pressesprecher des BRK-Kreisverbandes, im Rahmen der Begrüßung der Gäste und der Erläuterung einiger wissenswerter Daten über das Blutspenden in den Haßbergen, dem Bürgermeister diese Wette spontan vorgeschlagen.

Aber wieso ausgerechnet jeweils 13 Mitglieder des Stadtrates und der Verwaltung? Das hat einen aktuellen Hintergrund: „Im Landkreis Haßberge ist die Bevölkerung besonders engagiert, was das Blutspenden angeht“, sagt Michael Will. Das mache natürlich auch den BRK-Kreisverband Haßberge stolz. So lag der Kreisverband im Jahr 2019 bereits zum 37. Mal in Folge an der Spitze in Bayern, was das Blutspende-Aufkommen im Hinblick auf den prozentualen Anteil der spendefähigen Bevölkerung angeht.

Damit sei der Kreisverband nicht nur geografisch ziemlich weit oben auf der bayerischen Landkarte, sondern tatsächlich Spitzenreiter. „Dafür sagen wir allen Blutspendern unseren ausdrücklichen Dank!“ So beteiligen sich von rund 60.860 potentiellen Spendern im Landkreis Haßberge rund 7836 Frauen und Männern aktiv am Blutspenden. „Das ergibt nahezu 13 Prozent der spendefähigen Bevölkerung“, rechnet Will vor. Und eben aus dieser Zahl 13 heraus, sei die Idee für die Wette entstanden, die Jürgen Hennemann unter dem Applaus der rund 120 Gäste am Ehrungsabend spontan angenommen hat. „Jetzt sind wir natürlich gespannt darauf, ob es dem Bürgermeister gelingt, jeweils 13 Blutspenderinnen und Blutspender aus den benannten Reihen zusammen zu bekommen“, sagt der BRK-Pressesprecher.

Wobei man seitens des BRK durchaus die Daumen drücke, dass dies gelingt, auch wenn das Rote Kreuz die Wette dann verloren hätte. „Im Sinne der guten Sache, wären wir selbstverständlich gerne Verlierer.“ Denn dann seien immerhin 26 zusätzliche Blutspender zu dem Termin am Freitagabend gekommen. Daraus errechnen sich 26 Blutkonserven, und mit jeder einzelnen könne rein rechnerisch bis zu drei Menschen geholfen werden, wenn das Blut in seine Bestandteile zerlegt wird. Es könnte damit also insgesamt 78 Mitmenschen zusätzlich geholfen werden. Und das sei doch aller Anstrengungen wert, unterstreicht das Rote Kreuz.

Ganz sicher ist sich Bürgermeister Jürgen Hennemann seiner Sache allerdings bei Weitem noch nicht, wie er vor wenigen Tagen gegenüber dem BRK andeutete. Immerhin sei die Erfüllung der Wette an dem Termin für das Blutspenden am Freitag aus seiner Sicht schon eine Herausforderung. Denn am Freitag finden ebenfalls die „Bunten Abende“ statt, Eberns Faschingsveranstaltung Nr. 1, bei der einige Stadträte auch im Elferrat sitzen und viele Helfer zudem in die Vorbereitungen eingebunden sind. Und wer weiß, ob sie davor dann auch zum Blutspenden gehen?

Verliert das BRK seine Wette und es kommen tatsächlich 13 Stadtratsmitglieder und 13 Angestellte der Verwaltung, dann führt das BRK für das Stadtratsgremium kostenlos einen Kurs in Erster Hilfe durch und zwar einen Kurs „EH fit 50plus“; das ist ein spezieller Kurs für Menschen ab dem 50. Lebensjahr mit allen wichtigen Erste-Hilfe-Maßnahmen. Selbstverständlich können daran aber dann auch alle Gremiumsmitglieder teilnehmen, die noch keine „5“ vor dem Lebensalter stehen haben.

Verliert der Bürgermeister die Wette, wird er bei der nächsten Altkleidersammlung Mitte März mit mindestens vier weiteren Mitgliedern aus dem Stadtratsgremium das BRK bei dem Sammeltermin an einem Samstag in Ebern und Umgebung tatkräftig unterstützen und so für das BRK zur Mittelbeschaffung beitragen. „Egal wer die Wette verliert, vom Ergebnis her ist es für alle Beteiligten am Ende ein Gewinn“, sagt Michael Will.

Um das Blutspenden nicht nur den Stadträten und Verwaltungsangestellten ein bisschen zu „versüßen“, wartet auf alle Blutspenderinnen und -spender eine kleine Überraschung. „Wir werden jeden Spender sprichwörtlich ganz ,herzlich‘ begrüßen, schließlich ist am 14. Februar auch Valentinstag“, freut sich Ingrid Böllner, die diesmal ebenfalls mit von der Partie sein wird. Sie leitet beim BRK-Kreisverband Haßberge die Servicezentrale Ehrenamt und ist auch Beauftragte für das Blutspenden in den Haßbergen.

Der Blutspendetermin findet am Freitag, 14. Februar, von 16:00 bis 20:30 Uhr im Rotkreuzhaus (Im Frauengrund 12) statt. Mitzubringen sind neben dem Blutspendeausweis auch ein Lichtbildausweis (z.B. Personalausweis); das ist aus gesetzlichen Gründen vorgeschrieben. Blut spenden kann jeder gesunde Mensch ab dem 18. Geburtstag bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag. Bei Mehrfachspendern über 68 Jahren erfolgt die Zulassung jedoch nach individueller ärztlicher Beurteilung. Alle Spender erhalten nach dem Blutspenden zur Stärkung eine Brotzeit und, wie immer, als kleines Dankeschön ein Präsent.

 

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PM 007 / 2020. Text: Michael Will / BRK. Foto: BRK

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news-723 Fri, 07 Feb 2020 11:29:35 +0100 An Bayerns Spitze durch Spitzen-Spender /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/an-bayerns-spitze-durch-spitzen-spender.html Der BRK-Kreisverband Haßberge ist top beim Blutspende-Aufkommen. Das Rote Kreuz zeichnet engagierte Frauen und Männer für 25- bzw. 50-maliges Blutspenden aus. Sie haben damit tausendfach Leben gerettet.

Ebern - 88 Frauen und Männer aus Ebern sowie den Gemeinden Pfarrweisach, Rentweinsdorf, Untermerzbach, Maroldsweisach, Breitbrunn, Kirchlauter und Itzgrund sind kürzlich bei einer großen Blutspender-Ehrung des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) ausgezeichnet worden. Sie alle haben jeweils 25- bzw. 50-mal Blut gespendet. Für das hohe soziale Engagement für den Nächsten wurden die Spender vom BRK mit Urkunden, Ehrennadeln, Präsenten und einem gemeinsamen Abendessen geehrt.

Blutspender sind Lebensretter! Das klingt oft ein wenig abgedroschen, dennoch ist es richtig. Verdeutlicht man sich angesichts des Ehrenabends ein paar Zahlen, wird das umso deutlicher, wie Michael Will, Pressesprecher des BRK-Kreisverbandes und zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, anlässlich der Begrüßung der rund 120 Gäste in der Frauengrundhalle deutlich machte, die dem BRK für diese Veranstaltung seitens der Stadt Ebern kostenfrei überlassen wurde.

Mit jeder Blutspende kann bis zu drei Menschen geholfen werden, sei es bei Operationen, bei der Behandlung von schwerwiegenden Erkrankungen oder nach Verkehrs- und Arbeitsunfällen. Alleine in Bayern würden täglich in den Krankenhäusern rund 2000 Blutkonserven benötigt. Diesen Bedarf sicherzustellen, sei nur durch die fleißigen und zum Teil jahrzehntelangen Blutspender möglich, die mit großer Selbstverständlichkeit, dafür aber mit umso weniger Aufhebens sich ganz persönlich und direkt für Mitmenschen engagieren, sagte Will.

Im Landkreis Haßberge sei die Bevölkerung besonders engagiert, was das Blutspenden angeht. Das mache natürlich auch den BRK-Kreisverband Haßberge stolz. So lag der Kreisverband im Jahr 2019 bereits zum 37. Mal in Folge an der Spitze in Bayern, was das Blutspende-Aufkommen im Hinblick auf den prozentualen Anteil der spendefähigen Bevölkerung angeht. Damit sei der Kreisverband nicht nur geografisch ziemlich weit oben auf der bayerischen Landkarte, sondern tatsächlich Spitzenreiter. „Dafür sagen wir allen Blutspendern unseren ausdrücklichen Dank!“ So beteiligen sich von rund 60.860 potentiellen Spendern im Landkreis Haßberge rund 7836 Frauen und Männern aktiv durch Blutspenden. „Das ergibt nahezu 13 Prozent der spendefähigen Bevölkerung“, rechnete Michael Will vor.

Ein weiteres Zahlenspiel ist beeindruckend: Rechnet man von den 88 Frauen und Männern, die an diesem Abend geehrt wurden, alle Blutspenden – 31 Personen für 25-maliges Spenden und 57 Personen für 50-maliges Spenden – zusammen, ergibt das 3625 einzelne Blutspenden.

Mit modernen Verarbeitungstechniken kann jede Blutspende nach Wills Worten in ihre Bestandteile zerlegt werden und so bis zu drei Patienten helfen. Somit ergibt sich aus den 3625 Blutspenden rein rechnerisch,  multipliziert mit drei, die Zahl 10.875. So viele Menschenleben haben die Blutspender aus Ebern und den umliegenden Gemeinden also mit ihrem Engagement retten können.

Die Geehrten sind Mitglieder der größten Bürgerinitiative Bayerns, dem Blutspendedienst, sagte stellvertretender Kreisbereitschaftsleiter Dieter Kirstner in seiner Laudatio. „Sich freiwillig für die Gesellschaft und für Mitmenschen zu engagieren, ist keine Selbstverständlichkeit.“ Die Frauen und Männer würden durch ihre Blutspenden eine lebenswichtige und unbezahlbare Aufgabe übernehmen: Leben von anderen zu retten. „Sie sind deshalb für mich echte Helden des Alltags“, freute sich Kirstner.

Blutspender helfen Menschen in Not, Menschen, die sie nicht kennen. Sie spenden ihr Blut, ohne dafür eine Gegenleistung oder Entschädigung zu erwarten und stellen keine Bedingungen. „Sie sind deshalb ein Vorbild für andere“, verdeutlichte Kirstner, „sie geben einen Teil von sich, um anderen zu helfen.“ Er rief die Anwesenden auf, mit ihren guten Taten möglichst viele Mitmenschen zu motivieren, ebenfalls Blut zu spenden.

Der Dank des stellvertretenden Bereitschaftsleiters galt zudem auch den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des Bayerischen Roten Kreuzes aus den verschiedenen örtlichen Bereitschaften. Ohne sie gäbe es die Blutspendetermine in diesem Format nicht, sie würden bei der Vorbereitung und während der Termine helfen und seien beispielsweise für die Registratur, die Geschenkeausgabe und auch für die Brotzeiten zur anschließenden Stärkung nach dem Blutspenden zuständig. Rotkreuzarbeit ohne Ehrenamtliche ist nach Kirstners Worten undenkbar.

Die letzte Blutspender-Ehrung für Ebern und die umliegenden Gemeinden hatte im Jahr 2012 stattgefunden. Unter anderem durch den Um- und Neubau der Rettungswache Ebern sowie zahlreichen anderen Belangen, habe sich die Ehrung verzögert. Sie soll künftig wieder in regelmäßigen Abständen alle ein bis zwei Jahre stattfinden.

Stellvertretend für seine Bürgermeisterkollegen aus den umliegenden Gemeinden (Wolfram Thein, Maroldsweisach; Gertrud Bühl, Breitbrunn; Karl-Heinz Kandler, Kirchlauter; Helmut Dietz, Untermerzbach; Altbürgermeister Hermann Martin, Pfarrweisach) richtete Eberns Bürgermeister Jürgen Hennemann ein Grußwort an die Blutspender und lobte deren Einsatz für die Gesellschaft: „Machen Sie weiter so, anderen zu helfen!“ Ehrenamtliches Engagement für die Gesellschaft sei generell anerkennenswert, es sei wichtig, nicht in der Anonymität zu versinken, sondern auch auf seinen Nachbarn zu schauen. Die Blutspender seien nicht anonym. „Sie denken nicht nur an sich, sondern auch an ihre Mitmenschen“, lobte der Bürgermeister.

Anschließend wurden die 88 Blutspenderinnen und Blutspender durch stellvertretenden Kreisbereitschaftsleiter Dieter Kirstner, Ingrid Böllner und Simone Gilley (Beauftragte für das Blutspenden im BRK-Kreisverband Haßberge und Mitarbeiterinnen der Servicestelle Ehrenamt), die jeweiligen Bürgermeister der Kommunen sowie durch die drei BRK-Bereitschaftsleiter Rudi Hauck (Ebern), Anita Köhler (Untermerzbach) und Johanna Muckelbauer (Kirchlauter) geehrt. Sie erhielten als Dankeschön Urkunden, Ehrennadeln sowie Präsente und wurden anschließend zu einem gemeinsamen Abendessen in geselliger Runde eingeladen.

Folgende Blutspender wurden geehrt:

Stadt Ebern (mit Ortsteilen):
Silke Barth, Klaus Barthelmann, Christa Hennig, Yvonne Ressel, Elisabeth Schneider, Daniela Schramm (alle für 25-maliges Blutspenden) sowie Norbert Arndt, Jürgen Arneth, Steffen Barth, Irmgard Barthelmann, Gerd Bogendörfer, Klaus Böswillibald, Franziska Glock, Dietmar Hau, Frank Klehr, Klaus Kollmer, Brigitte Lerche, Stefan Mildenberger, Hermann Müller, Erika Sauerteig, Martina Scheller, Hubert Schineller, Inge Schleicher, Birgit Schmitt, Andreas Schmitz, Markus Schneider, Rainer Schor, Andreas Schor, Harald Steinke, Marco Steppert, Martina Steppert, Gerhard Thein, Reinhard Zimmerer (alle 50x).

Gemeinde Pfarrweisach:
Carolin Heusinger, Michaela Rügheimer (beide 25x) sowie Thomas Appel, Sonja Appel, Rainer Posekardt, Karl Heinz Zahner (alle 50x).

Gemeinde Rentweinsdorf:
Simone Albrecht, Frank Braun, Elfriede Hauck, Hans Dieter Hofmann (alle 25x) sowie Frank Buerdek, Hannedore Goeller (beide 50x).

Gemeinde Untermerzbach:
Michael Bauer, Karin Koehler, Christine Lieb, Carolin Schulz, Ute Sembach (alle 25x) sowie Steffen Albrecht, Gabi Grams, Gerald Karl, Barbara Morgenroth, Elke Schulz, Alexander Toni (alle 50x).

Gemeinde Maroldsweisach:
Tanja Anding, Dieter Hepp, Stefan Kamleiter, Albrecht Krell, Martin Schramm, Hilmar Treiber, Nadine Treiber (alle 25x) sowie Robert Grübel, Heidi Keil, Beate Milutzki-Fischer, Marianne Präcklein, Karin Schirmer, Mike Schirmer, Sonja Treiber (alle 50x).

Gemeinde Kirchlauter:
Anni Geruschke, Erwin Kandler, Steffen Kandler, Robert Muckelbauer, Michael Stussig (alle 25x) sowie Markus Gehring, Arnold Konhäuser, Magda Stöhr, Gerhard Vogler, Stefan von der Linden (alle 50x).

Gemeinde Breitbrunn:
Martin Zettelmeier (25x) sowie Magdalena Künnell und Silke Zettelmeier (beide 50x).

Gemeinde Itzgrund:
Heike Güthlein (25x) sowie Karl-Heinz Degel, Walter Kremer, Renate Luther (50x).

Stadt Seßlach:
Martina Bach (50x).

  

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PM 006 / 2020. Text und Fotos: Michael Will / BRK

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news-722 Wed, 29 Jan 2020 13:07:07 +0100 Schulabschluss 2020 - und dann? /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/schulabschluss-2020-und-dann.html (PDF downloaden)

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news-718 Mon, 13 Jan 2020 19:41:45 +0100 Junge Helfer mit viel Begeisterung /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/junge-helfer-mit-viel-begeisterung.html Projekttag von Haßberg-Kliniken und BRK: Schulsanitäter erhalten besondere Einblicke

Haßfurt - Immer wenn es an ihrer Schule zu einem medizinischen Notfall kommt, erkrankte und verletzte Schüler oder Lehrer versorgt werden müssen, dann sind sie zur Stelle, um Erste Hilfe zu leisten: An mittlerweile 14 Schulen im Landkreis stehen rund 170 Schulsanitäter zur Verfügung. Vom Roten Kreuz ausgebildet, sind sie erste Ansprechpartner, wenn es um die Versorgung und Betreuung von Mitschülern bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes geht.

Um für den Alltag und die Erste Hilfe fit zu sein, finden in Zusammenarbeit mit dem BRK immer wieder Fortbildungen statt, die von engagierten Betreuungslehrerinnen und -lehrern des Schulsanitätsdienstes begleitet werden. Mit Erster Hilfe ist es in etwa so wie mit dem Lernen in der Schule: Was man regelmäßig übt und wiederholt, beherrscht man und kann es sicher anwenden.

Im zweiten Halbjahr 2019 legten Ingrid Böllner und Simone Gilley, beim BRK-Kreisverband zuständig für die Aus- und Fortbildung der Schulsanitäter, ihr Augenmerk darauf, die Mädchen und Jungen nicht nur im Umgang mit Erster Hilfe zu schulen, sondern ihnen auch einmal zu zeigen, was eigentlich passiert, nachdem der Rettungsdienst einen verletzten oder erkrankten Mitschüler aus der Schule abgeholt hat. In Zusammenarbeit mit dem Haus Haßfurt der Haßberg-Kliniken fand deshalb kürzlich ein Aktionstag statt, bei dem die Schulsanis einen Blick hinter die Kulissen eines Krankenhauses erhielten. Von der Einlieferung eines Patienten mit dem Rettungswagen am Krankenhaus bis hin zur weiteren Versorgung in der Notaufnahme konnten die Schüler dabei interessante Einblicke gewinnen.

Die Haßberg-Kliniken und das Bayerische Rote Kreuz erhoffen sich von derartigen Aktionstagen, bei den Mädchen und Jungen das Interesse an Berufen im medizinischen und pflegerischen Sektor zu wecken. Denn der Fachkräftemangel in sozialen Berufen macht auch nicht vor den Krankenhäusern halt, weiß Karin Kramer, Referentin Öffentlichkeitsarbeit bei den Haßberg-Kliniken. „Wir haben in unseren Kliniken viele interessante Berufe zu bieten“, sagt sie. „Wenn es uns gelingt, durch solche Aktionstage das Interesse bei jungen Menschen für Berufe in Medizin und Pflege zu wecken und sie sich für eine Ausbildung bei uns bewerben, ist das ein Gewinn.“

Nicht anders ist die Situation beim BRK. Auch hier macht sich der Fachkräftemangel bemerkbar, sagt Michael Will, Pressesprecher des Kreisverbandes. „Wir bemühen uns stets darum, Nachwuchskräfte für eine Ausbildung bei uns zu gewinnen.“ So bietet das Rote Kreuz unter anderem Ausbildungen zum Notfallsanitäter, zur Altenpflegerin und in Verwaltungsberufen an, auch angehende Erzieher können ihr Vor- bzw. Berufspraktikum ableisten. „Die Schüler von heute sind unsere Einsatzkräfte von morgen“, umschreibt Will die Situation bildlich. Denn vor allem auch auf dem ehrenamtlichen Sektor im Katastrophenschutz, in den Bereitschaften, bei der Wasserwacht, dem Jugendrotkreuz und in der Wohlfahrt- und Sozialarbeit sind neue Helfer immer gerne gesehen und notwendig. „Ohne Ehrenamtliche wäre das BRK nur halb so stark.“ Die Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamt mache das BRK zu einer leistungsstarken Hilfs- und Wohlfahrtsorganisation.

Die Schulsanitäter erleben bei dem Aktionstag abwechslungsreiche Stunden. Für viele ein Höhepunkt: die Besichtigung der Notaufnahme inklusive des Schockraums, in dem Schwerverletzte von einem Team aus Ärzten, Schwestern und Pflegern nach ihrer Einlieferung durch den Rettungsdienst versorgt werden. Oberärztin Dr. Kathrin Gumprecht-Fleck, ebenso als Notärztin im Rettungsdienst tätig, erklärt den Schülern die Ausstattung, medizinische Geräte und informiert, wie es gelingen kann, Atmung, Kreislauf und Bewusstsein eines Patienten zu stabilisieren, um ihn anschließend auf Station weiterbehandeln und weitere Diagnostik erstellen zu können.

Vor der Klinik steht derweil ein Krankentransportwagen der BRK-Rettungswache Haßfurt. Julian Vetter, Auszubildender zum Notfallsanitäter, zeigt den Schulsanis dessen Ausstattung. Dann geht es auch gleich ans Üben: Blutdruckmessen steht auf dem Lehrplan. Die Mädchen und Jungen üben den Umgang mit Blutdruckmanschette und Stethoskop. Gerade fertig, kommt Jenny Ploner, Praxisanleiterin in den Haßberg-Kliniken, um die Ecke gelaufen und ruft um Hilfe: Sie ist gestürzt, hat sich offenbar den Unterarm gebrochen. Natürlich nur ein Übungsszenario, dennoch sollen die Schulsanitäter nun ihr Wissen in die Tat umsetzen. Zusammen mit Julian Vetter versuchen sie, den Arm mit einer speziellen Schiene und elastischen Binden ruhig zu stellen.

Ein paar Meter weiter in der Klinik geht es sprichwörtlich um Leben und Tod: Die Mädchen und Jungen üben die Herz-Lungen-Wiederbelebung. Anästhesiepfleger Ralf Hirschlach und Simone Gilley, Erste-Hilfe-Ausbilderin beim BRK, frischen zusammen mit den Schülern deren Reanimationskenntnisse auf. 30-mal drücken, zweimal beatmen – immer abwechselnd, solange bis der Rettungsdienst eintrifft. Die Übung kostet Kraft und strengt an, die Schulsanis lassen sich davon aber nicht abhalten, üben fleißig und befolgen die Tipps der Profis. Bei vielen sieht die Reanimation an den Phantomen richtig professionell aus. Im Falle des Falles können die Schulsanitäter bei einem Herzstillstand mit ihren Erste-Hilfe-Maßnahmen so sprichwörtlich zum Lebensretter werden.

Einen Raum weiter geht es „blutig“ zu. Erste-Hilfe-Ausbilder Günther Schleelein, Fachmann in realistischer Unfalldarstellung, hat nicht mit Kunstblut und Silikonpaste gespart und Krankenschwester Eva Hückmann eine echt aussehende Wunde an die Stirn geschminkt. Die Schüler müssen diese nun mit Verbänden versorgen. Dass das mitunter gar nicht so leicht ist, zeigt Krankenschwester Manuela Hörhager. Mit ein paar Tricks lässt sich aber beispielsweise auch ein Verband am Kopf oder am Knie so anlegen, dass er nicht verrutscht.

Fast vier Stunden lang haben die rund 30 Schulsanitäter aus den Realschulen Eltmann, Ebern, Haßfurt und Hofheim sowie den Mittelschulen Zeil und Hofheim während des Aktionstages viel Neues und Wissenswertes erfahren und bereits erworbenes Wissen vertieft. Den Schülern hat es gefallen. „Voll cool“, „ganz schön spannend“, „das hat mir super gefallen“ und „viel besser als Mathe“ sind einige Kommentare der Schulsanis.

Besonders die Notaufnahme hat es ihnen angetan, so wie den beiden 14-jährigen Neuntklässlerinnen der Dr.-Ernst-Schmidt-Realschule Ebern, Marie Wissendheit und Mia Staudenmayer. Marie hat die Notaufnahme gut gefallen, sie kann sich vorstellen, in den Haßberg-Kliniken ein Praktikum zu machen, um noch mehr Einblick in die Arbeit im Krankenhaus gewinnen zu können. Auch Mia hat dieser besondere Einblick beeindruckt, „das habe ich davor noch nie gesehen“.

Die beiden Mädchen empfehlen auch anderen Schülern, sich im Schulsanitätsdienst ihrer Schule zu engagieren. „Das macht echt Spaß!“, sagt Mia. Beide wurden bereits des Öfteren zu Mitschülern in Not gerufen, so richtig schlimm war es zum Glück aber noch nie. Bei der Versorgung von Platzwunden oder der Betreuung eines verletzten Schülers beim Sportfest bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes haben sie schon mitgewirkt.

Lehrerin Nicole Hojer, die beim Aktionstag die Eberner Realschüler begleitet, berichtet von der Begeisterung, mit der die Schulsanitäter dabei sind. Der Dienst mache ihnen nicht nur Spaß, sondern sei durchaus sehr wichtig. Mehrmals die Woche würden die Schulsanis vom Sekretariat aus zum Einsatz gerufen, um sich um erkrankte oder verletzte Mitschüler zu kümmern. An der Eberner Realschule hat man für den Schulsanitätsdienst sogar Funkgeräte angeschafft, um die diensthabenden Schulsanis stets schnell zu erreichen.

Ingrid Böllner und Simone Gilley von der BRK-Servicestelle Ehrenamt freuen sich über die durchweg positive Resonanz der Schülerinnen und Schüler auf diesen ersten Projekttag seiner Art. Insgesamt habe das Interesse am Schulsanitätsdienst in diesem und im vergangenen Jahr massiv zugenommen, wie Gilley sagt. Das zeige die Beteiligung von aktuell insgesamt 14 Schulen im Landkreis Haßberge. Den Mädchen und Jungen des Schulsanitätsdienstes spricht sie besonderes Lob aus: Es sei schön zu sehen, wie sich die Jugendlichen für die Hilfe am Nächsten engagieren, wie wissbegierig sie bei der Sache sind. Der ein oder andere von ihnen werde sich als Erwachsener somit sicher weiterhin ehrenamtlich beim BRK engagieren, um Mitmenschen in Not zu helfen.

Bereits im Juli hatte in den Rotkreuzhäusern in Ebern, Eltmann und Haßfurt ein Tag zur Fortbildung der Schulsanitäter stattgefunden. Dabei standen praktische Übungen, unter anderem in Reanimation, der Versorgung von Knochenbrüchen, Blutstillung sowie das Anlegen von Verbänden im Vordergrund.

Natürlich durften die Schüler dabei in den Rettungswachen auch mal einen Blick in den Rettungswagen oder das Notarzteinsatzfahrzeug werfen. Wer weiß, vielleicht sitzt der ein oder andere später selbst einmal als Notfallsanitäter oder Rettungssanitäter in einem der Einsatzfahrzeuge, um Menschen in Not zur Hilfe zu eilen.              

Von dem Projekttag gibt es übrigens auch ein Video unter: www.youtube.com/watch?v=G1eMj3wtJZI&t=4s

  

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PM 102 / 2019. Text und Fotos: Michael Will / BRK

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news-712 Tue, 15 Oct 2019 12:25:28 +0200 Ausbildung beim BRK für junge Menschen attraktiv /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/ausbildung-beim-brk-fuer-junge-menschen-attraktiv.html 14 Frauen und Männer starten beim Kreisverband Haßberge jetzt ins Berufsleben. Ebenfalls 14 engagieren sich zudem als Bundesfreiwilligendienstleistende. 

HASSFURT / FÜRTH - Junge Menschen aus­zu­bil­den und ihnen den Start ins Berufsleben zu ermöglichen, darauf legt das Bayerischen Rote Kreuz seit jeher sein Augenmerk. Denn gut ausgebildete Frauen und Männer sind die tragenden Säulen im Hauptamt der größten Hilfsorganisation in Bayern. Beim BRK-Kreisverband Haßberge haben in diesem Herbst insgesamt 14 Berufsstarter ihre Ausbildung als Notfallsanitäter, Altenpfleger und Erzieher begonnen. Hinzu kommen 14 Bundesfreiwilligendienstleistende, die die Arbeit des Roten Kreuzes im Rahmen einer freiwilligen Tätigkeit unterstützen und dabei wertvolle Erfahrungen rund um soziale Aufgaben gewinnen.

Über das Engagement und die Begeisterung der jungen Menschen für die Aufgaben und Ziele des Roten Kreuzes freut sich BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger, der den Auszubildenden, Bundesfreiwilligendienstleistenden und Praktikanten viel Erfolg und Freude bei ihrer Tätigkeit innerhalb des Roten Kreuzes wünscht. Sie selbst könnten das BRK dabei als einen Dienstleister kennen lernen, der die vielfältigsten Aufgaben im sozialen Sektor ausübt.

Die meisten Menschen wissen, dass das BRK den Rettungsdienst in den Haßbergen betreibt. In der öffentlichen Wahrnehmung fallen die Einsatzfahrzeuge auf, wenn sie mit Blaulicht und Martinshorn zu Notfällen unterwegs sind. Andere Betätigungsfelder sind auf den ersten Blick weniger auffällig. Der Kreisverband leistet in vielen weiteren Bereichen wertvolle Unterstützung für die Menschen vor Ort, beispielsweise mit der Sozialstation, dem Menüdienst „Essen auf Rädern“, dem Hausnotruf-Service, dem Behinderten- und Indivi­dual­fahr­dienst, dem Mehrgenerationenhaus, der Jugendsozialarbeit an Schulen, der Mittags­betreu­ung von Schülern, der Kindertagesstätte in Königsberg, der Migrationsberatung sowie in den von Ehrenamtlichen getragenen BRK-Gemeinschaften Wasserwacht, Jugendrotkreuz, Bereitschaften, Wohlfahrts- und Sozialarbeit und ebenso im Katastrophenschutz.

Derzeit arbeiten im BRK-Kreisverband 425 Mitarbeiter im Haupt- und Nebenamt, darunter 27 Auszubildende/Praktikanten sowie 15 Bundesfreiwilligendienstleistende. Das BRK zählt damit in den Haßbergen zu einem der größeren Arbeitgeber. Ehrenamtlich engagieren sich zudem etwa 1300 Personen und 11.400 sind Fördermitglieder.

Dass auf die Ausbildung junger Menschen und deren Förderung für soziales Engagement beim Roten Kreuz im Landkreis Haßberge viel Wert gelegt wird, zeigt ein Blick in die Statistik. So wurden seit 2003 insgesamt rund 160 Frauen und Männer in verschiedenen Berufs­feldern ausgebildet oder waren als Berufspraktikanten tätig. Weitere knapp 170 junge Leute haben in den Jahren 2009 bis einschließlich 2019 ihren Zivildienst beim BRK geleistet oder waren als Bundesfreiwillige tätig, wie Dieter Greger verdeutlicht. „Wir bieten als Wohl­fahrts­ver­band damit jungen Menschen berufliche Perspektiven an und sind ein gefragter Arbeitgeber in den Haßbergen.“

„Ausbildung hat im Kreisverband Haßberge einen hohen Stellenwert“, verdeutlicht auch Wolfgang Brühl in seiner Funktion als fachlicher Leiter Ausbildung. Mit 14 Azubis biete das BRK im Landkreis als ein größerer Ausbildungsbetrieb viele Sektoren an: Notfallsanitäter, Pflege, Kauffrau/Kaufmann im Gesundheitswesen, Erzieher, Mittagsbetreuung. „Meine Erfahrung ist, dass hier der Bildungsauftrag und die Vorbereitung für das Berufsleben, aber auch das Leben allgemein sehr gut ausgeführt werden.“ Die Fachkompetenz in jedem der einzelnen Bereiche spreche für sich. „Als fachlicher Leiter Ausbildung bin ich mit den Rahmenbedingungen sehr zufrieden“, freut sich Brühl.

Seit inzwischen zehn Jahren gibt es für alle BRK-Auszubildenden in Bayern Anfang Oktober einen gemeinsamen „Starttag Ausbildung“ in der Stadthalle in Fürth. Dort lernen sich die jungen Menschen gegenseitig kennen, vor allem erfahren sie aus erster Hand Wissens­wertes und Interessantes über das Rote Kreuz und dessen Aufgaben. Gemeinsam mit Wolfgang Brühl, Ausbildungsleiter beim BRK-Kreisverband Haßberge, nahmen heuer neun Berufsstarter aus den Haßbergen daran teil.

Insgesamt 1246 Auszubildende und Bundesfreiwilligendienstleistende haben heuer mit BRK-Verantwortlichen diesen Tag verbracht, der mit interessanten Ständen und Infotischen, spannenden Gesprächen mit Gästen, wie zum Beispiel der Generaloberin Dürr, der Rede von BRK-Präsident Theo Zellner und der Teilnahme des Landesgeschäftsführers Leonhard Stärk sowie lustigen als auch bewegenden musikalischen Darbietungen von Robeat, Epi und der Bayerischen Philharmonie gespickt war. Im Vorjahr hatte das BRK 885 Azubis begrüßt. Die Zahl steigt also, das zeigt, dass die Nachfrage nach einer Ausbildung beim BRK groß ist. In seinem Projekt „BRK der Zukunft“ strebt der Wohlfahrtsverband an, zu einem der attraktivsten Arbeitgeber in Bayern zu werden. 

Zum Ausbildungsbeginn in diesem Herbst haben folgende Frauen und Männer beim BRK-Kreisverband Haßberge eine Ausbildung begonnen bzw. sind als Bundes­frei­willi­gen­dienst­leis­ten­de tätig.

Notfallsanitäter:
Nadine Stretz und Jannik Scheller

Altenpfleger:
Elias Foegelle

Erzieher (Berufspraktikant):
Marie-Claire Ott, Jessica Scheplitz, Kevin Beller, Daniel Kopf

Erzieher (Vorpraktikant):
Maike Herbst, Gioia Kestler, Aaron Krapf, Jule Witha, Julia Köhler, Rene Kielmeyer, Emily Stahl

Bundesfreiwilligendienstleistende:
Yannick Hansul, Paul Friedrich, Luisa Dukorn, Juana Demmelbauer, Milena Doppstadt, Franziska Kufner (alle Rettungsdienst); Norbert Voit, Sebastian Kühlmann (beide Individual-Fahrdienst); Hannah Baunacher (Mehr­gene­ratio­nen­haus); Diana Dragomerecki, Janina Tebart, Andrijana Pendic, Leon Schirmer, Ann-Katrin Heusinger (alle Mittagsbetreuung).

Als den schönsten Termin im Jahr bezeichnet Präsident Theo Zellner den „Starttag Aus­bil­dung“. Dabei legt das Bayerische Rote Kreuz besonderes Augenmerk auf die Idee des Roten Kreuzes: „Wer Rotkreuzler werden will, muss wissen, was Rotes Kreuz bedeutet“, so Präsident Zellner. „Und zwar: Menschen helfen, wie eine große Familie zusam­men­stehen und Teil eines weltumspannenden Verbandes sein – kurz:  in jeder Hinsicht eine gute Sache!“

Zellner zeigte sich besonders stolz darauf, dass die Teilnehmerzahlen am BRK-Starttag jährlich steigen. Mit einer über­durch­schnitt­lich guten tariflichen Vergütung, acht bezahlten Lerntagen, Jahressonderzahlung, einer zusätzlichen arbeitgeberfinanzierten Altersversorgung und einer Erfolgsprämie bei bestandener Abschlussprüfung von 400 Euro lege das BRK Wert auf die Zufriedenheit der Azubis und eine hochwertige Ausbildung.

Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn grüßte die jungen Menschen anlässlich des „Starttages Ausbildung“ im BRK: „Ihr geht bewusst nicht in die Wirtschaft, sondern steigt in eine der größten wohltätigen Orga­nisationen in Deutschland, in Europa und auf der Welt ein. Das ehrt euch und das bedeutet eben auch viel Verantwortung. Danke, dass ihre euch für eine Ausbildung beim Bayeri­schen Roten Kreuz entschieden habt!“

Die Berufsstarterinnen und Berufsstarter kommen aus dem Freiwilligen Sozialen Jahr, dem Bundesfreiwilligendienst und aus den folgenden Ausbildungsberufen: Notfallsanitäter; Technischer Rettungssanitäter; Erzieher; Heilerziehungspfleger; Kinderpfleger; Kaufleute für Büromanagement; für Dialogmarketing; für E-Commerce; für Gesundheitswesen; Altenpfleger, Altenpflegefachhelfer; Gesundheits- und Krankenpfleger; Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger; Kinderpfleger; Duales Studium für Gesundheitsmanagement; Koch; Fachinformatiker Anwendungsentwicklung; Fachkraft für Möbel-/Küchen- und Umzugsservice.

 

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PM 092 / 2019. Text und Foto: Michael Will / BRK

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news-711 Fri, 11 Oct 2019 09:14:00 +0200 Vielzahl von Patienten: Einsatz für die SEG Behandlung /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/vielzahl-von-patienten-einsatz-fuer-die-seg-behandlung.html Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer der BRK-Schnelleinsatzgruppe bilden sich am Spitzingsee weiter.

HOFHEIM/KNETZGAU - Für Realeinsätze müssen die ehrenamtlichen Mitglieder der Schnelleinsatzgruppe (SEG) Behandlung fit sein. Sie kommen beispielsweise bei größeren Rettungsdienstlagen oder im Katastrophenfall zum Einsatz. Stetiges Üben ist deshalb unerlässlich, um im Fall der Fälle die richtigen Handgriffe in der Behandlung von Notfallpatienten zu beherrschen. 

Kürzlich hat die Schnelleinsatzgruppe unter Federführung der beiden SEG-Leiter Holger Eiter und seiner Stellvertreterin Kerstin Skaberna ein Trainingswochenende am Spitzingsee im Landkreis Miesbach in Oberbayern durchgeführt. Dabei standen Fortbildung und Teambildungsmaßnahmen im Vordergrund.

Während des Trainings standen wichtige Aspekte im Mittelpunkt, für die die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der SEG Behandlung bei Einsätzen zuständig sind. So beispielsweise der Aufbau einer strukturierten Patientenablage. Das ist eine Art Behandlungsplatz, zu dem beispielsweise bei einem Massenanfall von Verletzten Patienten gebracht werden und dort von einem Rettungsteam samt Notarzt bis zum schnellstmöglichen Abtransport in ein geeignetes Krankenhaus medizinisch versorgt werden. An einer solchen Patientenablage steht ausreichend Personal und Ausrüstung zur Verfügung, um Dutzende Verletzte zu versorgen. Dafür bedarf es einer bestimmten Struktur und Aufbau dieses Platzes, um effizient arbeiten zu können.

Weitere Aspekte der Fortbildung waren die Raumordnung in einem Behandlungszelt, die nichtärztliche Sichtung von Patienten bei einem Massenanfall (MAN) von Verletzten sowie das richtige Ausfüllen der so genannten Patientenanhängekarten. Jeder Patient erhält bei einem MAN-Einsatz eine solche Karte, auf der neben der Schwere seiner Verletzung und der daraus resultierenden Transport-Priorität, weitere Daten erhoben werden, um später nachvollziehen zu können, in welches Krankenhaus die Person transportiert wurde. Bei einer Vielzahl von Verletzten mit zum Teil bis zu 50 oder mehr Betroffenen ist das letztlich eine logistische Herausforderung.

Die Psychosoziale Notfallversorgung und der Umgang mit Angehörigen waren ebenfalls Thema an dem Wochenende. Denn Großeinsätze mit einer Vielzahl von Betroffenen, Schwerstverletzten oder gar Toten sind nicht nur für Angehörige der Opfer belastend, sondern auch für die Einsatzkräfte. Zur Unterstützung dieser Eindrücke stehen den BRK-Einsatzkräften speziell ausgebildete Mitarbeiter der Psychosozialen Notfallversorgung zur Verfügung.

Stichwort: SEG Behandlung

Die SEG Behandlung besteht aus ehrenamtlichen Mitgliedern der beiden BRK-Bereitschaften Hofheim und Knetzgau und hat aktuell 18 Mitglieder. Sie wird beispielsweise bei einem Massenanfall von Verletzten zur Unterstützung des öffentlich-rechtlichen Rettungsdienstes alarmiert, ebenso im Rahmen des Katastrophenschutzes. Der Gerätewagen Sanität, der Ausrüstung zur Behandlung von bis zu 25 Verletzten an Bord hat, ist an der Rettungswache in Hofheim stationiert. Bei einem Alarm durch die Integrierte Leitstelle Schweinfurt ist die Schnelleinsatzgruppe in aller Regel bereits nach zirka 15 bis 20 Minuten einsatzklar und kann zum Unglücksort ausrücken. Die Ehrenamtlichen verlassen dafür, ebenso wie beispielsweise Feuerwehrleute, ihren Arbeitsplatz, um für die Sicherheit und Versorgung der Bürger zu sorgen.

Im Kreisverband Haßberge gibt es neben der SEG Behandlung noch weitere sieben Schnelleinsatzgruppen, die alle spezielle Aufgabengebiete haben. Auch hier engagieren sich die Rotkreuzhelfer ausschließlich ehrenamtlich.

Wer Interesse hat, bei der SEG Behandlung oder einer anderen SEG mitzuarbeiten, wendet sich bitte beim BRK-Kreisverband Haßberge an Ingrid Böllner, Leiterin der Servicestelle Ehrenamt (Tel. 09521 / 9550-228). Die Einheiten sind jederzeit für neue Helfer dankbar. Die entsprechende Ausbildung wird vom BRK übernommen.

Intensiv besprochen und nachbereitet wurde ebenso die kürzlich bei Ebern stattgefundene Katastro­phen­schutz­übung an der Het­schings­mühle, bei der die SEG Behandlung mit im Einsatz war. Ein Zug, so das Szenario, hatte mehrere Autos an einem Bahnübergang gerammt. 40 Verletzte, davon mehrere in Fahrzeugen eingeklemmt und in Lebens­gefahr, mussten gesichtet, versorgt und abtransportiert werden.

Am Spitzingsee weckte die Schnell­einsatz­gruppe mit ihrem Spezial­fahr­zeug, dem Geräte­wagen Sanität (GW San), auch bei Kindern großes Interesse. Die Kleinen beobachteten die Helfer bei ihren Übungen und wollten natürlich ganz genau wissen, was da los ist, wie Holger Eiter berichtet. Natürlich waren die ehrenamtlichen Helfer aus den Haßbergen gerne bereit, den Kindern Rede und Antwort zu stehen und ihnen den Ge­rä­te­wagen und die Ausrüstung zu erklären. Ebenso durften sie mal in dem Spezial­fahr­zeug Platz nehmen und auch ihr Wunsch wurde erfüllt, das Blaulicht sehen und das Martinshorn hören zu dürfen.

Besonderen Dank richten Holger Eiter und Kerstin Skaberna an Dirk Finzel, stell­vertre­ten­der Fachdienstleiter Sanität beim BRK-Kreisverband Haßberge, der das Team am Wochenende begleitete und an Christian Krämer (stellvertretender Fachdienstleiter „Information und Kommunikation“ sowie Örtlicher Einsatzleiter, ÖEL), der extra für einen Tag angereist war, um eine Schulung durchzuführen. Lob sprechen die SEG-Verantwortliche auch Katastrophenschutz-Beauftragten Wolfgang Zweverink aus, der das Wochenende ermöglicht hatte.

  

  

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PM 092 / 2019. Text: Michael Will / BRK, Foto: Christian Krämer / BRK

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news-709 Mon, 07 Oct 2019 10:19:22 +0200 Mit Altkleiderspenden Rotkreuz-Arbeit vor Ort unterstützen /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/mit-altkleiderspenden-rotkreuz-arbeit-vor-ort-unterstuetzen.html BRK führt Herbst-Sammlung am Samstag, 12. Oktober, durch

HASSFURT - Der Kreisverband Haßberge des Bayerischen Roten Kreuzes führt am Samstag, 12. Oktober, eine Altkleidersammlung durch. Ehrenamtliche Helfer holen die aussortierten Altkleider frei Haus ab.

"Wir freuen uns, wenn uns die Bürger ihre Altkleider zur Verfügung stellen", sagt BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger. Schließlich sind die Sammlungen ein wichtiger Beitrag dafür, den BRK-Kreisverband finanziell in seinen vielfältigen sozialen Arbeiten zu unterstützen. 

Die Altkleidersäcke sollen am Samstag ab 8:00 Uhr gut sichtbar am Straßenrand stehen, informiert das BRK. Die Sammelteams sind bis in den Nachmittag hinein unterwegs. Mehr als 200 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer beteiligen sich an der Sammlung.

Mit den Lkws und Transportern wird die Fracht zu Verladestellen gebracht und auf Sattelzüge verladen. Danach werden sie zu Sortierbetrieben gebracht. Ein Großteil der Kleidung wird vom Roten Kreuz verkauft, die Altkleidersammlungen sind ein wichtiger Teil der Mittelbeschaffung für die Hilfsorganisation. Der Erlös kommt der Rotkreuzarbeit vor Ort zugute, beispielsweise den von Ehrenamtlichen getragenen Bereitschaften, der Wasserwacht, dem Jugendrotkreuz, der Rettungshundestaffel oder den Schnelleinsatzgruppen.

 

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PM 090 / 2019. Text: Michael Will / BRK, Foto: Ingrid Böllner / BRK

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news-706 Tue, 01 Oct 2019 13:27:44 +0200 Unbezahlbarer Dienst am Nächsten /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/unbezahlbarer-dienst-am-naechsten.html Blutspende: Bayerisches Rotes Kreuz ehrt Mitbürger für ganz besonderes Engagement

HASSFURT - Blutspender sind Lebensretter. Das ist nicht nur so daher gesagt, es entspricht den Tatsachen. Deshalb war Stefan Funck, Kreisbereitschaftsleiter des Bayerischen Roten Kreuzes im Landkreis Haßberge, voll des Lobes, als kürzlich Frauen und Männer für 25- und 50-maliges Blutspenden geehrt worden sind.

Die langjährigen Blutspender aus der Stadt Haßfurt, den Gemeinden Knetzgau, Gädheim, Theres und Wonfurt wurden vom Roten Kreuz zu der Ehrung eingeladen. Sie sind nach Funcks Worten Mitglieder in einer der größten Bürgerinitiative Bayerns, dem Blutspendedienst. Sich freiwillig für die Gesellschaft und seine Mitmenschen einzusetzen, sei keine Selbstverständlichkeit. Blutspenden sei eine lebenswichtige und unbezahlbare Aufgabe, Leben von Mitmenschen zu retten.

Jeder könne schnell in die Situation kommen, Spenderblut zu benötigen. „Dennoch sind es zu wenige, die dafür auch einen persönlichen Beitrag leisten“, sagte Funck. Die zu Ehrenden würden hier eine löbliche Ausnahme bilden, sie seien Helden des Alltags und Vorbild für andere. „Sie geben einen Teil von sich, um anderen zu helfen.“ Mit dieser guten Tat dürften die Geehrten ruhig ein wenig angeben: „Erzählen Sie in Ihrem Umfeld, wie Sie zum Blutspenden kamen und motivieren Sie so möglichst viele Menschen, auch Blut zu spenden.“ Das sei echter Dienst am Nächsten.

Mit einer kleinen Feierstunde wolle das Rote Kreuz für dieses Engagement deshalb Dank sagen und seine Hochachtung zum Ausdruck bringen. Zwar sei laut Funck der Dank „nur ein bescheidener Händedruck, eine Urkunde und eine Ehrennadel“, jedem Einzelnen gebühre aber der Dank aller Mitbürgerinnen und Mitbürger. „Ihr Einsatz ist unbezahlbar.“

Seinen Dank sprach der Kreisbereitschaftsleiter ebenso allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des Roten Kreuzes aus, die sich bei den Blutspendeterminen engagieren. Ohne sie seien die Spendetermine im bekannten Format nicht möglich.

Mit einem kleinen Pikser, der Leben rettet, erweisen die Blutspender ihren Mitbürgern einen großen Dienst, sagte Stadtrat Jürgen Baum, der seitens der Stadt Haßfurt Anerkennung an die Blutspender aussprach. Täglich werden in Bayern in den Kliniken rund 2000 Blutkonserven benötigt, um kranken und verletzten Menschen zu helfen. Insgesamt würden bayernweit lediglich drei Prozent der Einwohner Blut spenden, in den Haßbergen seien es sechs Prozent und damit deutlich über dem Durchschnitt. Die Ehrung nahm Baum zum Anlass, auch selbst nachzudenken: „Ich muss ehrlich gestehen, ich habe noch nie Blut gespendet. Ich werde demnächst aber mal zu einem Termin kommen.“

Die Blutspenderinnen und Blutspender in den Haßbergen sind nach Worten von Ingrid Böllner, Leiterin der Servicestelle Ehrenamt und Beauftragte für das Blutspenden beim BRK-Kreisverband Haßberge, ganz besonders engagiert. Inzwischen seit 38 Jahren in Folge liegt der Landkreis Haßberge, umgerechnet auf die Einwohnerzahl, beim Blutspendeaufkommen an der Spitze im Freistaat. Das sei nur durch die langjährigen und treuen Blutspender möglich.

Die Ehrungen führte Kreisbereitschaftsleiter Stefan Funck gemeinsam mit Ingrid Böllner und ihrer Kollegin Simone Gilley sowie den jeweiligen Vertretern der Stadt und den Gemeinden durch. Folgende Frauen und Männer wurden geehrt:

Stadt Haßfurt: Marco Sennefelder (25-maliges Blutspenden), Christoph Thaumüller (25), Markus Wolf (25), Helga Fuchs (Sailershausen, 50).

Gemeinde Knetzgau: Jan Hellmuth (25), Gerhard Buhlheller (Hainert, 25), Christine Anna Dirschbacher (50).

Gemeinde Gädheim: Heike Warmuth (50) und Peter Kraus (50).

Gemeinde Wonfurt: Herbert Wirth (Dampfach, 25), Felix Thein (Steinsfeld, 25), Corina Dietrich (25), Wolfgang Voit (50).

Gemeinde Theres: Die drei zu Ehrenden waren terminlich verindert.

 

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PM 089 / 2019. Text und Foto: Michael Will / BRK

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news-705 Tue, 24 Sep 2019 00:23:00 +0200 Unfall mit Zug fordert 40 zum Teil Schwerverletzte /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/unfall-mit-zug-fordert-40-zum-teil-schwerverletzte.html Katastrophenschutzübung: Feuerwehr, THW, Rotes Kreuz und agilis üben Massenanfall von Verletzten

EBERN -  Mit rund 260 Einsatzkräften waren Feuerwehr, Bayerisches Rotes Kreuz und Technisches Hilfswerk am Freitag in den Nachtstunden im Großeinsatz. Am Bahnübergang an der Hetschingsmühle zwischen Ebern und Lind fand eine mehrstündige Katastrophenschutz-Übung statt.

Ziel der Übung war einerseits das Zusammenspiel von Feuerwehr, Bayerischem Roten Kreuz, Technischem Hilfswerk und der Integrierten Leitstelle Schweinfurt unter möglichst realen Bedingungen praktisch zu erproben. Andererseits wurde ein Augenmerk auf die zeitlichen Abläufe sowie die an der Einsatzstelle besonderen logistischen Herausforderungen gelegt. 

Das Szenario war spektakulär und alle Beteiligten hoffen, dass es zu einem solchen Unglück niemals wirklich kommt. „Dennoch wollen wir auf so ein Ereignis vorbereitet sein“, sagte der stellvertretende Katastrophenschutzbeauftragte des BRK im Landkreis Haßberge, Jürgen Geisel, der seitens des Roten Kreuzes gemeinsam mit Kreisbereitschaftsleiter Stefan Funck die Vorbereitungen getroffen hat. Zusammenstöße zwischen Fahrzeugen und Zügen auf der Strecke Bamberg-Ebern hat es in den letzten Jahren an Bahnübergängen immer wieder gegeben, glücklicherweise meist mit glimpflichen Ausgang. „Für alle Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW und Rotem Kreuz war diese Übung eine ganz besondere Herausforderung“, zeigte Kreisbrandinspektor Thomas Habermann sicher, der seitens der Feuerwehr zusammen mit Kreisbrandmeister Ralph Morgenroth Übungsleiter war und im Vorfeld einen Großteil der Organisation übernommen hat.

Es ist Freitag, kurz vor 20.30 Uhr, als ein Zug des privaten Eisenbahnunternehmens agilis den beschrankten Bahnübergang an der Hetschingsmühle passiert. Dabei kommt es zu einem folgenschweren Zusammenstoß mit einem Pkw, dessen Fahrer die geschlossenen Halbschranken bei Rotlicht noch schnell passieren will. Umgehend leitet der Zugführer eine Notbremsung ein, kann die Kollision mit dem Auto aber nicht mehr verhindern.

Das Auto, in dem sich vier Personen befinden, wird auf den Gleisen vor dem Zug hergeschoben, der rund 150 Meter nach dem Bahnübergang zum Stehen kommt. Zwei weitere Autos werden erfasst und zur Seite geschleudert. Eines kommt auf der Seite im Graben zum Liegen, das andere wird eine Böschung hinunter geschleudert und beginnt zu brennen. Der Fahrer eines vierten Pkw, der sich gerade dem Bahnübergang nähert, erschrickt und fährt in die Böschung.

Während in dem brennenden Fahrzeug ein Insasse eingeklemmt ist und das Unglück nicht überlebt, sind in den anderen Fahrzeugen insgesamt sieben Personen eingeklemmt und zum Teil lebensgefährlich verletzt. Auch im Zug, der zu diesem Zeitpunkt mit Dutzenden Personen besetzt ist, werden zwölf Fahrgäste schwer und zehn leicht verletzt. Das brennende Auto setzt zudem Teile des Bahndamms in Brand, Flammen lodern weithin sichtbar in den Nachthimmel.

Bereits eine Minute nach dem Unglück erreicht ein erster Notruf eines Zugfahrgastes über Handy die Integrierte Leitstelle (ILS) in Schweinfurt. Es ist von ein „paar Verletzten“ die Rede. Parallel dazu setzt der Zugführer über ein internes System einen Notruf bei der Bahnleitstelle ab. Sofort alarmiert die ILS nach einem festgelegten Alarmierungsplan mit dem Stichwort „Verkehrsunfall, Zug gegen Pkw“ zwei  Rettungswagen, ein Krankentransportwagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug und den Einsatzleiter Rettungsdienst sowie die Feuerwehren aus der Umgebung.

Knapp fünf Minuten nach dem Alarm trifft ein Rettungswagen der rund vier Kilometer entfernten BRK-Rettungswache Ebern am Unglücksort ein. Die Besatzung erkennt sofort, dass es eine größere Anzahl Verletzter gibt und lässt über die ILS weitere Rettungskräfte nachalarmieren. Unter dem Einsatzstichwort „Massenanfall von Verletzten“ werden weitere Einheiten alarmiert – ein Großeinsatz für zahlreiche Einheiten aus der gesamten Region, auch benachbarter Landkreise, nimmt seinen Anfang.

Auch die Feuerwehren aus Ebern, Rentweinsdorf, Treinfeld und Untermerzbach sind wenige Minuten nach dem Alarm am Einsatzort, verschaffen sich einen ersten Überblick, beginnen mit der Brandbekämpfung sowie der technischen Rettung der in den Fahrzeugen eingeklemmten Personen, wobei mit mehreren Rettungsscheren und -spreizern gleichzeitig gearbeitet wird. Zudem werden von den Feuerwehrleuten Verletzte betreut und aus dem Gefahrenbereich gebracht. Weitere Feuerwehren werden nachalarmiert.

Nach und nach treffen an der Einsatzstelle rund 260 Rettungskräfte von Feuerwehren, Rotem Kreuz und Technischem Hilfswerk ein. BRK-Rettungsdienst und BRK-Schnelleinsatzgruppen sind mit 42 Fahrzeugen vor Ort, darunter auch Rettungs- und Krankentransportwagen aus den Landkreisen Coburg, Bamberg und Schweinfurt. Die Feuerwehr hat 25 Fahrzeuge im Einsatz, auch das THW ist mit mehreren Spezialfahrzeugen und einem so genannten „Bahnrettungssatz“, inklusive zwei auf den Gleisen fahrbaren Draisinen, dabei. Alarmiert wird ebenfalls ein Notfallmanager der Deutschen Bahn.

Sie alle üben nun gemeinsam die Bewältigung eines Massenanfalls von Verletzten. Neben der Zeit ist die Logistik bei einer solchen Rettungsdienstlage eine besondere Herausforderung. Verletzte müssen erfasst, kategorisiert, medizinisch versorgt und registriert werden, ebenso müssen von der ILS geeignete Krankenhäuser gefunden und deren Aufnahmekapazität abgefragt werden. Schließlich beginnt der Transport in die Kliniken der Region.

Das Team des als erstes an der Unfallstelle eintreffenden Rettungswagen kann sich bei einem Massenanfall von Verletzten nicht um die Versorgung von Patienten kümmern, das ist die Aufgabe der anschließend ankommenden Rettungsteams. Denn zunächst gilt es, sich einen Überblick über die Gesamtsituation zu verschaffen, die Lage zu erkunden und eine Rückmeldung an die Integrierte Leitstelle zu geben. Ebenfalls muss der Raum geordnet werden, wobei für nachrückende Einheiten beispielsweise ein Bereitstellungsraum festgelegt wird. Dort sammelt sich ein Großteil der Rettungsfahrzeuge, um an der Einsatzstelle nicht für verstopfte Straßen zu sorgen. Ebenfalls werden verschiedene Einsatzabschnitte gebildet, um so Struktur in ein anfänglich naturgemäß vorhandenes Chaos zu bringen.

Während Feuerwehr und THW sich um die Befreiung von Eingeklemmten kümmern und gemeinsam mit dem Rettungsdienst nicht gehfähige Patienten aus dem Zug retten, ist es Aufgabe des ersten Rotkreuzteams eine gemeinsame Einsatzleitung mit allen anderen Rettungsorganisationen zu bilden, während das zweite Team gemeinsam mit einem Notarzt mit der so genannten Sichtung der Verletzten beginnt. Dabei werden die Patienten nach einem festgelegten Schema innerhalb kürzester Zeit untersucht und so ermittelt, welcher Sichtungskategorie sie zuzuordnen sind.  Anhand dieser Kategorie werden die Verletzten anschließend nach Dringlichkeit und der Schwere ihrer Verletzungen medizinisch behandelt und abtransportiert.

„Gerade für die erste Rettungswagen-Besatzung ist ein solcher Massenanfall von Verletzten eine besondere Herausforderung und Belastung“, sagt Michael Will, Pressesprecher des BRK-Kreisverbandes Haßberge. „Denn im Alltag ist das Team gewohnt, sich in aller Regel nur um einen Patienten zu kümmern, beispielsweise wenn jemand mit einem Herzinfarkt versorgt werden muss – Individualmedizin also.“ Bei einem solchen Massenanfall kann aber genau das nicht geleistet werden. „Hier gilt es, sich einen Überblick zu verschaffen, Rückmeldung an die Leitstelle zu geben, weitere Einheiten nachzufordern sowie logistische und taktische Strukturen aufzubauen.“

Das erste Team muss also die logistische und keine medizinische Komponente übernehmen, damit der Gesamteinsatz funktioniert. „Für die Rettungsdienstmitarbeiter ist das belastend, da sie sich nicht um Schwerverletzte kümmern können und dürfen.“ Aber nur so kann gewährleistet werden, dass durch wichtige Entscheidungen am Anfang anschließend möglichst viele Verletzte adäquat gerettet und vor allem die wirklich Schwerverletzten frühzeitig identifiziert, versorgt und abtransportiert werden können.“

„Einfach gesagt geht es bei einem Massenanfall von Verletzten nicht darum, jeden einzelnen Patienten möglichst schnell und optimal zu versorgen, sondern zu versuchen, möglichst viele Patienten zu retten und deren Überleben zu sichern“, beschreibt Michael Will die Vorgehensweise. So wird in Bayern anhand der so genannten MAN-Richtlinie, einem erprobten Konzept zur Rettung und Versorgung einer hohen Anzahl von Patienten, gehandelt, beispielsweise bei großen Unglücken (Zugunglück in Bad Aibling, Explosion im Schaeffler-Werk Eltmann, Massenunfall auf der Autobahn bei Knetzgau, Terroranschläge etc.). „So gelingt es, die wirklich lebensgefährlich Verletzten schnell zu identifizieren und zur Weiterbehandlung in Kliniken zu transportieren, wobei ein Patient beispielsweise mit einer zwar schmerzhaften aber nicht lebensbedrohlichen Armfraktur mitunter länger auf seinen Transport in eine Klinik warten muss.“

BETEILIGTE EINHEITEN:

Feuerwehren:

Ebern, Untermerzbach, Rentweinsdorf, Treinfeld, Rabelsdorf, Kraisdorf, Wüstenwelsberg, Weißenbrunn Einsatzleiter: KBM Jonas Ludewig (Rentweinsdorf) Übungsleitung: KBI Thomas Habermann, KBM Ralph Morgenroth UG ÖEL (Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung)

THW:

THW Haßfurt mit technischem Zug

BRK:

9 Rettungswagen (RTW)
14 Krankentransportwagen (KTW)
4 Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF)
5 Notärzte
1 GW San25 (Gerätewagen Sanität mit Material zur Behandlung von 25 Verletzten)
1 GW T+S (Gerätewagen Technik und Sicherheit)
4 Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV)

SanEL (Sanitätseinsatzleitung, bestehend aus Leitendem Notarzt (LNA) Dr. Ingo Schmidt-Hammer und Organisatorischem Leiter (OrgL) Wolfgang Zweverink)

UG SanEL (Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung)

Einsatzleiter Rettungsdienst (ELRD), Ingo Stöhlein

Schnelleinsatzgruppen (SEG):

+ SEG Technik & Sicherheit (Bereitschaft Memmelsdorf)
+ SEG Betreuung (Bereitschaften Haßfurt und Untermerzbach)
+ SEG Behandlung (Bereitschaften Hofheim und Knetzgau)
+ SEG Transport 1 (Bereitschaften Knetzgau und Zeil) und 2 (Bereitschaft Ebern)
+ SEG Verpflegung (Bereitschaft Hofheim)
+ SEG CBRNE (Schnelleinsatzgruppe für gefährliche Stoffe und Güter: chemische, biologische, radioaktive, nukleare, explosive Stoffe) (Bereitschaft Haßfurt)

benachbarte Einheiten des BRK aus den Landkreisen Bamberg, Coburg und Schweinfurt

An der Einsatzstelle wurden bei der Kata­stro­phen­schutzübung zwei so genannte strukturierte Patienten­ablagen eingerichtet; dorthin wurden die Schwer- und Leichtverletzten aus dem Gefahrenbereich gebracht und versorgt, bevor anschließend der Abtransport mit Rettungsfahrzeugen in Kliniken (hier: Rotkreuzhaus Ebern) erfolgte.

Insgesamt waren bei der Übung 40 Verletzte zu versorgen. Sie wurden von Mimen gespielt, die zuvor vom BRK-Team der Unfall­dar­stel­lung unter Leitung von Melanie Popp mit realistisch aussehenden Verletzungen geschminkt wurden.

Für die Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW waren nach Worten von FFW-Übungsleiter Thomas Habermann die Weitläufigkeit der Unfallstelle, unwegsames Gelände, die Dun­kel­heit und das Zubringen der technischen Geräte die größten Heraus­for­de­run­gen, ebenso die Ausleuchtung der rund 200 Meter langen Einsatzstelle. Für die Feuerwehr bil­de­te die Übung den Abschluss des Feuerwehr-Schulungskonzeptes „Gruppen­führer und Abschnittsleiter“ in der Praxis.

Die Einsatzübung wurde unter anderem von Landrat Wilhelm Schneider, BRK-Kreis­geschäfts­führer Dieter Greger, Bürger­meistern, Vertretern der Feuer­wehr­dienst­auf­sicht, des Landratsamtes, agilis, der Polizei und weiteren Ehrengästen verfolgt.

Das private Eisenbahnunternehmen agilis hatte großen Anteil an der erfolgreichen Durchführung der Katastrophenschutzübung. Eigens hierfür wurde ein Streckenabschnitt sowie ein Zug zu Übungszwecken bereit­gestellt. „Der Austausch und die Zusam­men­arbeit mit den Feuer­wehren und Einsatz­kräften ist uns sehr wichtig, da auch wir im Ernstfall darauf angewiesen sind, gut ge­schulte Einsatzkräfte vor Ort zur Verfügung zu haben. Wir möchten uns an dieser Stelle für den ehrenamtlichen Einsatz bedanken und unterstützen gern“, betonte Dr. Axel Hennighausen, Geschäftsführer von agilis.

Nach der Übung gab es an der Rettungswache in Ebern einen Imbiss für alle Teilnehmer. Dazu hat die Schnelleinsatzgruppe Verpflegung der BRK-Bereitschaft Hofheim mit Köchin Christina Ulbrich eine deftige Gulaschsuppe und eine rustikale Gemüse-Kartoffel-Suppe mit Bauernbrot aus der BRK-Feldküche vorbereitet.

 

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PM 086 / 2019. Text und Fotos: Michael Will / BRK

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news-704 Tue, 17 Sep 2019 11:09:00 +0200 „Manchmal braucht man einen Tritt in den Hintern“ /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/manchmal-braucht-man-einen-tritt-in-den-hintern.html Aktionstag des BRK: Erste Hilfe ist ganz leicht. Man muss sie nur mal wieder üben, sind sich Besucher einig 

HOFHEIM - „Erste Hilfe ist wichtig. Und sie kann Leben retten.“ Das sagt Stefan Helmer aus Hofheim nicht nur, weil es sich gut anhört, sondern weil er es selbst schon erlebt hat. Knapp fünf Monate ist es her, als er einem Arbeitskollegen bei einem medizinischen Notfall helfen musste. Am vergangenen Samstag besucht er zusammen mit seiner Ehefrau in Hofheim einen Stand des Roten Kreuzes, das im Rahmen des Internationalen Tages der Ersten Hilfe die Besucher der Kirchweih- und Werbewoche für dieses für jeden Einzelnen so wichtige Thema sensibilisieren will. Helmer empfiehlt jedem, sich mit den wichtigsten Maßnahmen der Ersten Hilfe vertraut zu machen.

Situationen, in denen man plötzlich Augenzeuge eines medizinischen Notfalls wird, sind nicht planbar. Sie treten von einer Sekunde auf die andere auf, plötzlich und unerwartet. Und in aller Regel sind es nicht die von vielen Menschen gefürchteten schweren Verkehrsunfälle, zu denen mal als Verkehrsteilnehmer als Ersthelfer dazu kommt. Notfälle passieren weitaus häufiger in der Freizeit, in der eigenen Familie, im Freundeskreis oder am Arbeitsplatz. So wie bei Stefan Helmer. 

Er ist in einem Schweinfurter Logistikbetrieb gerade mit seiner täglichen Arbeit beschäftigt, als es einem Arbeitskollegen plötzlich sehr schlecht geht. Dieser klagt über Schmerzen in der Brust, Atembeschwerden, ist blass und kaltschweißig. Stefan Helmer, der als betrieblicher Ersthelfer genau für solche Situationen ausgebildet ist, muss nicht lange überlegen, weiß was zu tun ist: Er kümmert sich so gut es geht um seinen Kollegen, vermutet einen Herzinfarkt als Ursache für dessen Beschwerden. Während unter der 112 sofort ein Notruf abgesetzt und damit Rettungsdienst und Notarzt alarmiert werden, kümmert sich Helmer um den Erkrankten. Er setzt ihn hin, öffnet seine Arbeitskleidung am Oberkörper, um dem Engegefühl und der Luftnot entgegenzuwirken. Keinen Moment lässt er seinen Kollegen aus den Augen, spricht mit ihm, versucht ihn so gut es geht zu beruhigen und das Gefühl zu vermitteln, dass er nicht alleine ist und Hilfe auf dem Weg. Solange überwacht der Ersthelfer den Kreislauf und die Atmung des Mannes.

Rettungsdienst und Notarzt treffen wenige Minuten später ein, übernehmen die medizinische Versorgung. Wie sich nach einer ersten Untersuchung herausstellt, hat er tatsächlichen einen schweren Herzinfarkt erlitten. Auf dem Weg in die Klinik bleibt das Herz des Mannes stehen. Das Rettungsteam beginnt mit der Reanimation, Medikamente werden verabreicht. Es gelingt, sein Herz wieder zum Schlagen zu bringen. Im Herzkathederlabor und anschließend auf der Intensivstation wird der Patient intensivmedizinisch weiterbehandelt. 

Heute geht es dem Mann wieder gut. Er hat überlebt, arbeitet wieder. „Es ist ein gutes Gefühl“, sagt Stefan Helmer, „mit Erste-Hilfe-Maßnahmen ein stückweit dazu beigetragen zu haben, dass letztendlich alles gut ausgegangen ist.“

Genau darum geht es dem Team des Roten Kreuzes vom BRK-Kreisverband Haßberge, das zusammen mit Erste-Hilfe-Ausbilderin Simone Gilley und Bernadette Philipp, Sachbearbeiterin in der Breitenausbildung, während des Aktionstages Tipps rund um die Erste Hilfe gibt: Helfen, nicht wegschauen, handeln! „Man kann bei Erster Hilfe zwar nichts falsch machen, aber zu wissen, wie es richtig geht, ist ein beruhigendes Gefühl“, sagt Simone Gilley. Gerade bei wirklich ernsten Notfällen wie Bewusstlosigkeit, Herz-Kreislauf-Stillstand, Herzinfarkt, Schlaganfall oder starken Blutungen.

Doch wie geht das nochmal mit der Wiederbelebung? Das überlegt gerade auch Nicole Albert aus Reckertshausen, die neben einem Übungsphantom am Boden kniet und eine Reanimation üben will. Erste-Hilfe-Ausbilder Günther Schleelein steht ihr zur Seite, gibt Tipps: Ansprechen, Bewusstsein und Atmung prüfen und wenn der Mensch nicht mehr atmet, sofort mit der Wiederbelebung beginnen. 30-mal den Brustkorb drücken und anschließend zweimal beatmen. Und so lange weitermachen, bis der Rettungsdienst eintrifft.

Nicole Albert legt los, kniet sich neben den Brustkorb der Puppe, legt ihre Hände übereinander, setzt sie in der Mitte des Brustkorbes auf und beginnt zu drücken. Zunächst etwas zaghaft und unsicher. „Tiefer“, sagt Günther Schleelein, „und etwas schneller.“ Denn rund 100-mal muss pro Minute auf den Brustkorb gedrückt werden und um die fünf bis sechs Zentimeter tief, damit so der Kreislauf durch die Herz-Druck-Massage manuell einigermaßen überbrückt werden kann. Frau Albert macht weiter, übt ein paar Minuten, jetzt klappt alles perfekt.

Abschließend erstmal durchschnaufen, denn so eine Reanimation ist körperlich ziemlich anstrengend. „Gut gemacht“, lobt der Fachmann des Roten Kreuzes. „Ich hätte nicht gedacht, dass man so tief drücken muss“, sagt Nicole Albert und ist froh, das wieder einmal geübt zu haben. Denn ihr letzter und einziger Erste-Hilfe-Kurs liegt bereits ein paar Tage zurück. 22 Jahre, um genau zu sein. Beim Erwerb des Führerscheins hat sie einen besucht. Eigentlich wird es mal wieder Zeit, gibt die Reckertshäuserin zu. Sie findet Aktionstage des Roten Kreuzes wie am Samstag deshalb gut und wichtig. „Da wird man wieder einmal daran erinnert, wie wichtig Erste Hilfe ist.“ Weshalb sie schon über zwei Jahrzehnte keinen Kurs mehr besucht hat? „Man weiß, dass man es wieder mal tun sollte, aber man rafft sich eben doch nicht auf. Manchmal braucht man vielleicht einen Tritt in den Hintern.“

Den benötigen Leon Werner (9. Klasse) und Jonathan Marek (8. Klasse) nicht. Die beiden Jungen engagieren sich im Schulsanitätsdienst, den es an der Mittel- und Realschule in Hofheim gibt. „Erste Hilfe macht Schule“, heißt auch das Motto des Aktionstages des BRK. „Einerseits soll damit verdeutlicht werden, dass Erste Hilfe kinderleicht ist, andererseits wollen wir auf den Schulsanitätsdienst und das Engagement von Schülern und Lehrern hinweisen“, informiert Bernadette Philipp. Insgesamt 14 Schulen im Landkreis beteiligen sich aktuell in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz am Schulsanitätsdienst.

Für Leon und Marek ist es das Interesse daran, Mitschülern und anderen Menschen helfen zu können, wenn es darauf ankommt. Deshalb sind sie Mitglied im Schulsanitätsdienst und haben dafür eine Ausbildung absolviert. „Das ist spannend“, sagt Leon. „Es ist toll zu wissen, was man tun muss, wenn jemand bei einem Notfall Hilfe braucht“, ergänzt Jonathan. Sie unterstützen das Rot-Kreuz-Team deshalb am Samstagmorgen auch eifrig beim Aktionstag, ebenso wie fünf weitere Schulsanitäter und zahlreiche ehrenamtliche Rotkreuz-Helferinnen und -Helfer. 

Neben Tipps zur Ersten Hilfe können sich die Besucher einen Krankentransportwagen und dessen Ausrüstung anschauen. Sven Skaberna von der BRK-Bereitschaft Hofheim steht Besuchern Rede und Antwort. Melanie Popp von der BRK-Bereitschaft Zeil ist mit dem Team der Realistischen Unfalldarstellung vor Ort; sie schminkt Kindern und Erwachsenen täuschend echt aussehende Wunden auf Arme, Hände und ins Gesicht. Des Weiteren gibt es von Ann-Kristin Schleelein Informationen zum Hausnotruf und zur Rotkreuzdose. 

Wer einen Erste-Hilfe-Kurs beim Roten Kreuz besuchen möchte, kann sich auf der Website unter www.kvhassberge.brk.de informieren. Unter der Rubrik „Kurse“ gibt es Termine und Informationen auf einen Blick. Dort kann man sich direkt auch online anmelden. Wer Interesse hat, sich ehrenamtlich beim BRK zu engagieren, wendet sich an Ingrid Böllner, Leiterin Servicestelle Ehrenamt, unter Tel. 09521/9550-228.

 

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PM 080 / 2019. Text und Fotos: Michael Will / BRK

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news-703 Thu, 08 Aug 2019 11:31:00 +0200 1850 Menschen bilden die Säulen des BRK im Landkreis /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/1850-menschen-bilden-die-saeulen-des-brk-im-landkreis.html Vorsitzender Wilhelm Schneider zieht Bilanz. Abteilungen nehmen Arbeit in neuem Domizil auf.

HOFHEIM - Ehrungen, Verabschiedungen und ein Rückblick des Vorsitzenden standen im Mittelpunkt des Sommerfestes des BRK-Kreisverband Haßberge, zu dem mehrere Hundert Haupt- und Ehrenamtliche des Roten Kreuzes zum Rotkreuzhaus nach Hofheim gekommen waren. Rund 1850 Menschen beschäftigen sich nach Worten von Landrat Wilhelm Schneider mit den Aufgaben, die ans BRK als Hilfsorganisation und Wohlfahrtsverband gestellt werden.

Die Ehrenamtlichen bilden nach Worten des BRK-Kreisvorsitzenden gemeinsam mit 400 hauptamtlich Beschäftigten, 15 Bundesfreiwilligen sowie 29 Auszubildenden und Praktikanten die Säulen des Roten Kreuzes im Landkreis. „Ohne sie alle, wäre unsere vielfältige Arbeit nicht möglich, und ich danke ihnen auch besonders im Namen der gesamten Vorstandschaft dafür“, sagte Schneider.

Das Rote Kreuz als anerkannter Wohlfahrtsverband und die führende Hilfsorganisation in Bayern, nehme die Interessen derjenigen wahr, die der Hilfe und Unterstützung bedürfen, um soziale Benachteiligung, Not und menschenunwürdige Situationen zu beseitigen sowie auf die Verbesserung der individuellen, familiären und sozialen Lebensbedingungen hinzuwirken. „Als Wohlfahrtsverband kümmern wir uns um alle Menschen, angefangen beim Kleinkind über die Jugend bis hin zum Hochbetagten“, fasste der Landrat die Arbeit in einem Satz zusammen. Dabei bilden die vier Gemeinschaften Bereitschaft, Wasserwacht, Jugendrotkreuz und Wohlfahrts- und Sozialarbeit mit derzeit 1400 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern das Rückgrat im Kreisverband.

In einer kurzen Zusammenfassung hob Wilhelm Schneider ein paar wesentliche Ereignisse dieses Jahres hervor. So sind die Abteilungen Sozialstation und Fahrdienst im April in ihre neuen, umgebauten Räume in das Gebäude der Industriestraße 16 (ehemaliges Telekom-Gebäude) umgezogen. Im Herbst folgen die Bereiche Servicezentrale mit „Essen auf Rädern“ und Hausnotruf sowie der Pflegestützpunkt Haßfurt. Für das freiwillige Engagement während des Umbaus dankte der Vorsitzende den Helfern.

Einen neuen Anstrich habe die Migrationsberatung erhalten, deren Räumlichkeiten im Hauptgebäude komplett entkernt und neu aufgeteilt wurden. Sie schimmern jetzt an alter Stelle in neuem Glanz. Überhaupt stehen in diesem Jahr im Kreisverband die Zeichen auf „Umbau“: So wird noch heuer mit dem Umbau der Rettungswache in Haßfurt begonnen, die an neue Herausforderungen angepasst werden muss.

Seit April sei das Mehrgenerationenhaus unter Trägerschaft des Roten Kreuzes Mitglied in der Landesarbeitsgemeinschaft Bayerischer Familienbildungsstätten e.V. und darf sich somit offiziell Familienbildungsstätte nennen. Eine Auszeichnung heimste das MGH im Mai beim Projekt „Gemeinsam statt Einsam – Partnerschaft für und von Älteren und Hochbetagten“ ein und erreichte den 2. Platz beim Wettbewerb „Einsam? Zweisam? Gemeinsam!“.

Seit 1. August ist in Schweinshaupten ein neuer Stellplatz für die Notfallrettung in Betrieb, informierte Schneider. Täglich von 8 bis 20 Uhr steht dort nun ein weiterer Rettungswagen des BRK zur Verfügung.

Um die Information innerhalb der zahlreichen Abteilungen des Roten Kreuzes weiter zu verbessern, sei im Juni die erste Ausgabe der neuen Mitarbeiterzeitung „Flurfunk“ veröffentlicht worden. Die Mitarbeiterzeitung soll künftig drei Mal im Jahr erscheinen.

Nicht zuletzt blickte Wilhelm Schneider auf das 50-jährige Bestehen der Bereitschaft Memmelsdorf zurück, das mit einem dreitägigen Fest, Ehrungen, Musikveranstaltungen und einem Festzug Ende Juni gefeiert wurde. „Wieder einmal hat die Bereitschaft Memmelsdorf gezeigt, dass sie große Feste organisieren und vor allem feiern kann“, lobte der Vorsitzende.

 

 

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Schicksalsschlag reißt jungen Kollegen aus dem Berufsleben

Stefan Karg hat sich aber ins Leben zurück gekämpft. Er wurde beim BRK-Sommerfest zusammen mit zwei weiteren Kollegen geehrt bzw. verabschiedet.

HOFHEIM – Früher Autos repariert, später Menschenleben gerettet: Dieter Schüler ist beim Sommerfest des BRK-Kreisverbandes Haßberge anlässlich seines 40-jährigen Dienstjubiläums geehrt worden. Seit Jahrzehnten war Schüler an der Rettungswache in Hofheim tätig, zuletzt als Rettungsassistent.

Seit Februar 1973 ist der gelernte Automechaniker aus Ermershausen aktives Mitglied der BRK-Bereitschaft Hofheim, im Dezember 1978 wurde er hauptamtlicher Rettungssanitäter an der Rettungswache Hofheim. Im November 1990 wurde er Rettungsassistent und übte die Funktion bis März 2018 aus, bevor er aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten musste.

Nach Worten von BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger war Schüler für die Instandhaltung der Katastrophenschutz- und Fahrdienst-Fahrzeuge sowie die Fahrzeuge des Rettungsdienstes zuständig und ließ dabei äußerste Sorgfalt und Leidenschaft walten. Auch unterstützte er die Organisation und Durchführung von Blutspendeterminen. „Unter den Kollegen der Rettungswache Hofheim gilt er als ruhiger, ausgeglichener und zuverlässiger Mitarbeiter“, sagte Greger.

Des Weiteren verabschiedete der Kreisgeschäftsführer zwei Mitarbeiter in den Ruhestand und in die unbefristete Erwerbsunfähigkeitsrente. So wurde Doris Fößel aus dem BRK-Kindergarten „Unter der Burg“ in Königsberg verabschiedet. Seit der Geburtsstunde des Kindergartens im September 1995 war die Königsbergerin dort als Erzieherin und Gruppenleiterin beschäftigt. Sechs Jahre lang habe sie in Abwesenheit der Kindergartenleiterin verantwortungsbewusst deren Stellvertretung übernommen. 

Von Kolleginnen als Blumenfee benannt, pflegte sie die Blumen im Kindergarten und kümmerte sich um die Gestaltung der jahreszeitlichen Dekoration im Eingangsbereich. „Frau Fößel zeichnete sich besonders durch ihren liebevollen Umgang mit den Kindern sowie ihrem riesigen Repertoire an Liedern und Spielen für den Kindergartenalltag aus“, sagte Dieter Greger. Bei Eltern und Kindern sei sie stets beliebt gewesen. Während ihrer mehr als 20-jährigen Tätigkeit im BRK-Kindergarten konnte Doris Fößel viele Kinder begleiten; viele von ihnen bringen mittlerweile ihre eigenen Kinder in die Einrichtung.

Menschen in Not zu helfen – diese Leidenschaft entdeckte Stefan Karg Ende der 1990er-Jahre als Zivildienstleistender im Rettungsdienst. Diese machte der gelernte Elektriker schließlich zu seinem Beruf, als er im Juni 2000 hauptamtlich zum Roten Kreuz kam, wo er zuletzt als Rettungsassistent an der Rettungswache in Haßfurt arbeitete.

Ein schwerer Schicksalsschlag ereilte den 41-jährigen Familienvater im Jahr 2016 und zwang ihn in der Folge in den Rollstuhl. Stefan Karg hat den Mut jedoch nicht verloren und sich ins Leben zurückgekämpft, wie der Kreisgeschäftsführer unter dem Applaus der Anwesenden sagte. Im Alltag ist der Haßfurter wieder angekommen, aber leider nicht mehr im Berufsleben, weshalb er nunmehr in die unbefristete Erwerbsunfähigkeitsrente verabschiedet wurde.

Stefan Karg war für den Kreisverband nicht nur als Hauptamtlicher tätig. Auch ehrenamtlich engagierte er sich in hohem Maße. In der BRK-Bereitschaft Haßfurt 1 hatte er seine Laufbahn begonnen und die Bereitschaft im Jahr 2000 neu formiert. Die Aus- und Weiterbildung im Ehrenamt war ihm stets ein Anliegen. Maßgeblich beteiligt war Karg am Aufbau der Schnelleinsatzgruppe (SEG) „Soziale Betreuung“ – eine Gruppe, die sich vor allem um Unverletzte nach Unfällen oder um Personen nach einem traumatischen Erlebnis kümmert. Der Betreuungsdienst insgesamt war eines seiner großen Steckenpferde.

2009 wählten ihn die Mitglieder Bereitschaft Haßfurt 1 zum stellvertretenden Bereitschaftsleiter, im Mai 2015 übernahm er schließlich die kommissarische Leitung. Er setzte sich für die Beschaffung von Spenden für die neue Mobile Sanitätswache des Kreisverbandes ein. Als Verantwortlicher zeichnete er auch für die Schulungen der Haupt- und Ehrenamtlichen bei der Einführung des Digitalfunks 2013 verantwortlich.

Nicht zuletzt erwarb Stefan Karg die Qualifikation als Einsatzleiter Rettungsdienst und zum Organisatorischen Leiter, beides Funktionen, die Führungskräfte des BRK-Kreisverbandes bei bestimmten Einsatzlagen ehrenamtlich übernehmen. „Lieber Stefan, ich kann gar nicht alles aufzählen, was du für den Kreisverband geleistet hast“, fasste Dieter Greger zusammen. So wäre neben vielem anderen noch zu erwähnen, dass er auf unzähligen Baustellen das BRK als Elektriker immer tatkräftig unterstützt hat.

 

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PM 069 / 2019. Text und Foto: Michael Will / BRK.

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news-702 Fri, 02 Aug 2019 10:44:00 +0200 Schwimmbäder in Not: Wasserwacht hat Sorgen /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/schwimmbaeder-in-not-wasserwacht-hat-sorgen.html ZDFzoom befasst sich mit Bäderschließungen und hat auch Zeil besucht.

ZEIL -  Sommerhitze in Deutschland – und alle wollen baden gehen! Doch viele Schwimmbäder sind marode, Frei- und Hallenbädern werden geschlossen. Der Grund: Schwimmbäder sind fast immer ein Verlustgeschäft. Viele müssten saniert werden, doch vielerorts fehlen das Geld oder der Wille zur Investition.

Die Bäderschließungen haben Auswirkungen auf den Schwimmunterricht, der oft ausfällt, und verärgern die Bürger. „ZDFzoom“-Reporter Norman Laryea begibt sich auf Spurensuche und will herausfinden, welche Konsequenzen es hat, wenn immer mehr Schwimmbäder schließen. In Zeil am Main hat das Hallenbad in dieser Woche geschlossen. Die technische Anlage unter dem Wasserbecken bereitet große Probleme. Rohre sind marode, die Filteranlage droht, den Geist aufzugeben. Eine teure Sanierung kann sich die Kommune nicht leisten.

Untersuchungen zeigen: Fast 60 Prozent der Zehnjährigen sind keine sicheren Schwimmer mehr, Schulschwimmen findet vielfach nicht mehr statt. Etwa 25 Prozent der Grundschulen in Deutschland haben keinen Zugang mehr zu einem Schwimmbad. Schwimmbäder erfüllen dazu eine wichtige soziale Aufgabe in unserer Gesellschaft: In Frankfurt am Main erklärt Soziologin Claudia Neu: „Was an diesen öffentlichen Orten wichtig ist, ist, dass auch Menschen zusammenkommen, die nur wenig miteinander zu tun haben.“ Deshalb sei es wichtig, sich nicht nur zu fragen, was es kostet, sondern auch, was es uns wert ist, einen sozialen Ort wie ein Schwimmbad zu erhalten.

Denn ob jung oder alt, arm oder reich, Arbeiter oder Akademiker, sie alle treffen im Schwimmbad aufeinander. Vielerorts versuchen Bürger, diesen Treffpunkt zu retten. Sie übernehmen die Schwimmbäder und betreiben diese als sogenanntes Bürgerbad. Ehrenamtliche Helfer engagieren sich, mähen Rasen, sitzen an der Kasse, reparieren die Technik und reinigen die Becken. Neben dem Eintrittsgeld wird der Betrieb über Spenden und Mitgliedschaften finanziert. Laut des Netzwerkes Bürgerbad gibt es in Deutschland rund 500 Bäder, die sich in Bürger- oder Vereinshand befinden. Doch kann das allein wirklich die Lösung für Deutschlands Schwimmbadkrise sein?

Was bedeutet es für Kinder vor Ort, wenn Schwimmbäder geschlossen werden müssen, was sagt dazu das Bayerische Rote Kreuz und die BRK-Wasserwacht als Anbieter von Schwimmkursen. Dazu hat Norman Laryea auch beim Roten Kreuz nachgefragt und im Zeiler Hallenbad Michael Will, Pressesprecher des BRK-Kreisverbandes Haßberge, interviewt. Das BRK bedauert die Schließung des Zeiler Hallenbades, geht damit doch die Möglichkeit verloren, vor Ort für Kinder Schwimmkurse anzubieten. Ebenso können die ehrenamtlichen Wasserretter nicht mehr in ihrem bisherigen Hallenbad trainieren. Die Bestrebungen zur Errichtung eines so genannten Allianz-Hallenbades in Zusammenarbeit mehrerer Kommunen sehe der BRK-Kreisverband Haßberge positiv. Die tatsächlichen Entwicklungen dahingehend blieben abzuwarten.

Für die Wasserwacht-Ortsgruppe Sand/Zeil um Johannes Rennert, Technischer Leiter im Wasserwacht-Bezirk Unterfranken, ist die Schließung des Zeiler Hallenbades eine bedauerliche Entwicklung. Kinderschwimmkurse können hier nicht mehr stattfinden. Andere Hallenbäder seien eine halbe Stunde Fahrzeit entfernt und natürlich auch voll ausgelastet. „Wir haben pro Jahr zwei Kinderschwimmkurse mit je rund 25 Mädchen und Jungen durchgeführt und waren immer zwei Jahre im Voraus ausgebucht“, fasst Rennert die Situation zusammen.

Die Ortsgruppe Sand/Zeil weiß aktuell noch nicht, wo sie mit ihrer Jugend zum Hallenbadtraining unterkommt. „Falls wir überhaupt etwas finden“, fügt er hinzu. Zur Folge hat dies, dass man künftig weniger Kinder in der Wasserwacht haben werde und somit irgendwann auch die Einsatzkräfte wegbrechen. „Unsere Jugendlichen sind die Einsatzkräfte von Morgen, die sich ehrenamtlich für die Gesellschaft engagieren können.“ Ohne Nachwuchs werde es auf lange Sicht keine Einsatzkräfte mehr geben, die entsprechend in den Freibädern und Hallenbädern im Landkreis Badeaufsicht übernehmen. Ebenso bestehe die Gefahr, dass Wachstationen wie beispielsweise am Sander Baggersee irgendwann nicht mehr besetzt werden könnten.

Hier sieht Rennert insgesamt Auswirkungen und Gefahren auf die Bevölkerung zukommen. Im Landkreis Haßberge habe man sowieso schon wenige Hallenbäder und die wenigen würden noch weniger. Um vernünftig schwimmen zu lernen trainieren zu können, sei eine Beckenlänge von 25 Metern notwendig. Für die rund 85.000 Einwohner der Haßberge stünden gerade noch drei öffentliche Hallenbäder in Ebern, Hofheim und Knetzgau zur Verfügung.

Die Reportage von Norman Laryea ist am Mittwoch, 24. Juli, im ZDF ausgestrahlt worden. Der Beitrag ist bis auf Weiteres in der ZDF-Mediathek zu sehen: https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoom/zdfzoom-schwimmbaeder-in-not-100.html

 

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PM 063 / 2019. Text: Michael Will / BRK, Fotos: Johannes Rennert / BRK-Wasserwacht, Nikolai Trawinski  / ZDF.

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news-701 Fri, 02 Aug 2019 10:34:00 +0200 Sicherheit für die Bevölkerung wird weiter erhöht /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/sicherheit-fuer-die-bevoelkerung-wird-weiter-erhoeht.html

Rotes Kreuz nimmt zum 1. August in Schweinshaupten einen Stellplatz in Betrieb.  

HASSFURT / SCHWEINSHAUPTEN - Die rettungsdienstliche Versorgung für die Bevölkerung im Landkreis Haßberge wird ausgebaut: Seit dem 1. August betreibt der Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes Haßberge in Schweinshaupten einen zusätzlichen Stellplatz. Dieser ist täglich von 8:00 bis 20:00 Uhr besetzt, so dass in dieser Zeit im nordöstlichen Landkreis ein weiterer Rettungswagen zur Verfügung steht.

In regelmäßigen Abständen wird im Auftrag des Innenministeriums alle paar Jahre vom Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement (INM) der Universität München eine so genannte „Trend- und Strukturanalyse des Rettungsdienstes in Bayern“ (TRUST-Studie) erstellt. Darin wird aufgrund der in den Vorjahren erhobenen Daten die Struktur und der Bedarf der Rettungsdienstleistungen überprüft; bei Bedarf werden neue Empfehlungen ausgesprochen, die schließlich die einzelnen Zweckverbände für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF)  umsetzen müssen.

Im Rahmen der jüngsten TRUST-Studie wurden verschiedene Änderungen für den Rettungsdienstbereich Schweinfurt vorgeschlagen, zu dem auch der Landkreis Haßberge gehört. Unter anderem wurde darin die Errichtung eines so genannten Stellplatzes in Schweinshaupten (Gemeinde Bundorf) genannt. Dadurch sollen Hilfsfristen noch besser eingehalten werden können. Die nächstgelegenen Rettungswachen befinden sich hier in Hofheim, Ebern, Bad Königshofen und Westhausen (Südthüringen). 

Mögliche Betreiber von Leistungen des öffentlich-rechtlichen Rettungsdienstes konnten sich im Rahmen einer Ausschreibung, die europaweit durchgeführt werden musste, für den Stellplatz bewerben. Diese Ausschreibung ist kürzlich zu Ende gegangen, wobei der BRK-Kreisverband Haßberge als bisher alleiniger Betreiber des Rettungsdienstes in den Haßbergen mit seinem Konzept und der Kostenstruktur überzeugen konnte. Der ZRF Schweinfurt erteilte dem Roten Kreuz deshalb vor wenigen Wochen den Zuschlag.

Der Stellplatz ist nach Vorgabe des ZRF zum 1. August in Betrieb gegangen. Auch wenn aufgrund des erst kürzlich erteilten Zuschlages die Reaktionszeit für das BRK sehr kurz gewesen ist, wie Rettungsdienstleiter Christoph Grimmer mitteilt, konnte das BRK den kurzfristigen Zeitplan aufgrund langjähriger Erfahrung und entsprechender Vorplanungen fristgerecht erfüllen. „Wir freuen uns, dass wir im Zuge der Ausschreibung mit unserem Angebot für den neuen Stellplatz Schweinshaupten überzeugen konnten“, sagt BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger. 

Nicht zuletzt stellt das Rote Kreuz im Landkreis Haßberge zudem als einziger Anbieter den Katastrophenschutz mit zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und Schnelleinsatzgruppen sicher. Bei größeren Einsatzlagen unterstützen diese ehrenamtlichen Einheiten den öffentlich-rechtlichen Rettungsdienst, dessen Ressourcen naturgegebener Maßen nicht unendlich sind. Das ist zum Beispiel bei Großeinsätzen mit einem Massenanfall von Verletzten notwendig oder bei Katastrophenfällen.

Das Rote Kreuz hat kurzfristig ein Gebäude sowie ein angrenzendes Gartengrundstück im Südosten des Dorfes erworben, in dem die Besatzung des Rettungswagens während ihrer Dienstzeit ihr Domizil haben wird. Als vorrübergehende Unterstellmöglichkeit für den Rettungswagen wurde mit der Gemeinde Bundorf und Bürgermeister Hubert Endres eine Lösung im Feuerwehrhaus bis Herbst gefunden. Die Planungen sehen vor, dass auf den neu erworbenen Grundstücken neben dem Feuerwehrhaus eine neue Garage gebaut wird.

Bei einem so genannten Stellplatz handelt es sich nicht um eine rund um die Uhr besetzte Rettungswache; ein Stellplatz ist nur zu bestimmten Zeiten besetzt, für die im Rahmen des TRUST-Gutachtens eine Notwendigkeit ermittelt wurde. Der Stellplatz in Schweinshaupten ist ab sofort von Montag bis Sonntag, jeweils von 8:00 bis 20:00 Uhr, besetzt.

In dieser Zeit ist dort ein Rettungswagen für die Notfallrettung stationiert. Die Alarmierung und Disposition des Rettungswagens erfolgt, wie in allen anderen Fällen auch, durch die zuständige Integrierte Leitstelle (ILS) Schweinfurt. Alle Notrufe unter 112 laufen dort auf.

Der Rettungswagen ist immer mit zwei Rettungsdienstmitarbeitern besetzt. Für den  Stellplatz wurden fünf zusätzliche Planstellen geschaffen.

Insgesamt betreibt das Bayerische Rote Kreuz im Landkreis Haßberge nunmehr vier Rettungswachen in Haßfurt, Ebern, Eltmann und Hofheim und den Stellplatz in Schweinshaupten. Somit stehen tagsüber insgesamt fünf Rettungswagen, drei Krankentransportwagen und drei Notarzteinsatzfahrzeuge zur Verfügung. Im Rettungsdienst arbeiten aktuell 65 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie neun Auszubildende. Pro Jahr absolviert das Rote Kreuz in den Haßbergen fast 17.000 Einsätze. Der Stellplatz Schweinshaupten wird logistisch und organisatorisch der sieben Kilometer entfernten Rettungswache Hofheim zugeordnet, die von Wachleiter Daniel Schirmer und seinem Stellvertreter Daniel Imhof geführt wird.

 

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PM 065 / 2019. Text und Foto: Michael Will / BRK.

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news-686 Tue, 25 Jun 2019 12:35:04 +0200 Wichtige Säule im Katastrophenschutz /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/wichtige-saeule-im-katastrophenschutz.html Die BRK-Bereitschaft Memmelsdorf feiert ihr 50-jähirges Bestehen. Mit der SEG „Technik und Sicherheit“ übernimmt sie Spezialaufgaben.

MEMMELSDORF - Fünf Jahrzehnte ist es her, als 43 Frauen und Männer in Memmelsdorf nach einer Sanitätsausbildung den Grundstein für das Jubiläum gelegt haben, das die BRK-Bereitschaft Memmelsdorf am kommenden Wochenende feiert: Drei Tage lang gibt es beim 50-jährigen Bestehen vom 28. bis 30. Juni ein kurzweiliges Festprogramm. 

Die Bereitschaft kann mit Stolz auf eine gut ausgebildete und leistungsfähige aktive Mannschaft und Ausrüstung blicken. „Eine wichtige Voraussetzung für die zukünftige Arbeit im Katastrophenschutz im Landkreis Haßberge und darüber hinaus“, wie Bereitschaftsleiter Dieter Kirstner sagt.

Mit ihrer Schnelleinsatzgruppe (SEG) „Technik und Sicherheit“ und zwei Einsatzfahrzeugen ist sie eine wichtige Stütze im Katastrophenschutzkonzept des Bayerischen Roten Kreuzes. Noch heute ist ein Geländewagen Mercedes G-Klasse, auch als „Wolf“ bezeichnet, im Dienst der Bereitschaft. 1994 wurde über die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs nachgedacht, um den schweren Katastrophenschutz-Anhänger ziehen zu können. Durch gute Kontakte von Dieter Kirstner zum Schirrmeister des Fuhrparks beim ehemaligen Bundesgrenzschutz in Coburg, ergab sich eine Gelegenheit, das Geländefahrzeug für 2900 D-Mark zu erwerben, das beim BGS als Kommandowagen der Stabshundertschaft für Grenzstreifenfahrten entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze genutzt wurde.

Stichwort: Der Festausschuss

Im Jubiläumsjahr stehen der Bereitschaft Dieter Kirstner und seine beiden Stellvertreter Alex Toni und Christian Toni vor. Die Grundsteine für die Feier des 50-jährigen Jubiläums wurden 2017 mit der Gründung des Festausschusses gelegt. Dem Ausschuss gehören Dieter Kirstner, Christian Toni, Alexander Toni, Linda Hauck, Benedikt Reubel, Simon Kremer, Katrin Kremer, Manuel Müller, Hedwig Absmann und Carolin Schulz an. In insgesamt 21 Sitzungen wurde das Festwochenende vorbereitet, an dem 250 Personen im Einsatz sind und 320 unterschiedliche Dienste übernehmen. Das Festzelt wird an der Alster gegenüber des Sportplatzes errichtet und bietet 1700 Sitzplätze. Parkplätze stehen bei der Firma Rösler und am Hartplatz des Sportvereins zur Verfügung.

Es wurde vornehmlich in Eigenleistung wieder auf Vordermann gebracht, zerlegt, entrostet, gespachtelt und in die BRK-Farben umlackiert, Gewehrhalterungen wurden entfernt. Nach nur drei Monaten Umbauzeit und aus Eigenmitteln der Bereitschaft finanziert, konnte es zum 1. Mai 1995 eingeweiht werden. Noch heute ist das 39 Jahre alte Auto im Dienst.

Ein zweites Sonderfahrzeug ist bei der BRK-Bereitschaft Memmelsdorf beheimatet: der Steyr. Aufgrund wachsender Ausrüstung musste im Laufe der Jahre ein größeres Fahrzeug her, ein Lkw, der 2008 nach aufwändigen Umbauarbeiten und rund 1800 Stunden Eigenleistung offiziell in Dienst gestellt wurde. Durch einen Zufall entdeckte damals Stefan Funk von der Bereitschaft Eltmann bei ebay-Kleinanzeigen einen Steyr, den ein österreichischer Landwirt verkaufen wollte. Den Zuschlag bekamen die Memmelsdorfer zwar nicht, aber nach unzähligen Telefonaten mit dem österreichischen Bundesheer, konnte ein baugleiches Fahrzeug bei einer Versteigerung im Oktober 2006 in Graz erworben werden. Der Lkw wurde 1987 vom Bundesheer beschafft und war vor seiner Aussonderung im Rahmen eines UN-Einsatzes im Nahen Osten, vermutlich auf den Golanhöhen zwischen Syrien und Israel, im Einsatz.

Das Fahrgestell wurde durch einen anderen Aufbau ergänzt, zahlreiche weitere Umbau- und Erweiterungsarbeiten ehrenamtlich vorgenommen. Der Gerätewagen  ist mit Ausrüstung beladen, die heute im Rahmen von Katastrophenschutz-Einsätzen im Bereich Technik und Sicherheit benötigt wird. Insgesamt wurden in das Projekt (ohne Beladung und Ausrüstung) 22.200 Euro investiert; die Bereitschaft übernahm ein Drittel und der BRK-Kreisverband zwei Drittel der Kosten. „Es wurde ein Fahrzeug geschaffen, das seines Gleichen sucht“, freut sich stellvertretender Bereitschaftsleiter Alex Toni. „Ein Fahrzeug, das durch extreme Geländegängigkeit, Wendigkeit, Flexibilität und Stauraum besticht. Überall wo wir mit dem Steyr auftauchen, ist er ein Blickfang und wird bestaunt.“

Stichwort: Das Festprogramm

Freitag, 28. Juni:
20:00 Uhr (Einlass 19:00 Uhr): Original Prinz Albert Blasmusik

Samstag, 29. Juni:
21:00 Uhr (Einlass 19:00 Uhr): Troglauer

Sonntag, 30. Juni:
09:00 Uhr Festgottesdienst
10:00 Uhr Grußworte und Ehrungen
11:00 Uhr Frühschoppen mit der Baunacher Vielharmonie
14:00 Uhr Festumzug
15:00 Uhr Festausklang mit der Blaskapelle Gereuth
nachmittags: Ausstellung Fachdienste BRK

Die Anfänge der BRK-Bereitschaft Memmelsdorf reichen bis zum 28. März 1969 zurück, als nach dem Ende eines Sanitätslehrgans der örtliche Sanitätszug ins Leben gerufen wurde. Zum 1. Zugführer wurde Dieter Schwierzke gewählt, zum 2. Günter Jakelski; Schriftführer wurde Hans Schleicher und sein Stellvertreter Klaus Heider. Zur 1. Führerin der Frauengruppe wurde Sophie Jahn gewählt, zu ihrer Stellvertreterin Evi Hollitzer. Als Erstausstattung gab es eine Krankentrage, zwei Sanitätstaschen, einen Übungskoffer sowie sieben weibliche Uniformen und drei für Männer.

Eine erste Schulungsübung fand im Mai mit 15 Verletzten statt. Ab Oktober 1969 übernahmen Harald Jahn und Hans Schleicher die Erste-Hilfe-Kurse und bildeten innerhalb von drei Monaten 145 Ersthelfer aus. Kolonnenarzt war Dr. Karl-Peter Liebich aus Untermerzbach, den 2005 Dr. Ingo Schmidt-Hammer, ebenfalls aus Untermerzbach, ablöste.

Schon zu Anfang engagierte sich die Bereitschaft bei der Mittelbeschaffung des Roten Kreuzes. So wurden Altkleider- und Altpapiersammlungen durchgeführt, ebenso standen viele gesellige Veranstaltungen wie Preisschafkopf, Kappenabende, Heimatabende und der Altennachmittag in der Weihnachtszeit auf dem Programm.

1971 stellten sich erstmals Mitglieder einem Leistungsvergleich, 1972 erfolgte die Übergabe des ersten Einsatzanhängers mit Material zur Ausleuchtung von Einsatzstellen und eine tragbare Zeltheizung. Ab 1975 fanden Volkswanderungen in der Gemeinde statt, die die Bereitschaft sanitätsdienstlich absicherte, ebenso die Heimspiele des Sportvereins. Eifrig war die Bereitschaft von Anbeginn in Sachen Erste-Hilfe-Ausbildung der Bevölkerung; bis 1978 hatte Ausbilder Harald Jahn alleine 570 Personen in Erste Hilfe ausgebildet.

1993 wurde Dieter Kirstner zum Leiter der Bereitschaft gewählt; er hat dieses Amt bis heute inne. Eine seiner ersten großen Herausforderungen war bereits ein Jahr später das 25-jährige Bestehen der Rotkreuzbereitschaft; das Fest wurde zusammen mit der Feuerwehr Memmelsdorf gefeiert, die 125 Jahre alt wurde.  

Im Frühjahr 1995 konnte das erste eigene Fahrzeug angeschafft werden, außerdem wurden die Frauenbereitschaften und Sanitätskolonnen bzw. Sanitätszüge zu Bereitschaften zusammengeschlossen. „Dieter Kirstner verstand es sehr gut, die Bereitschaft weiter zu führen und hat bis heute den Draht zur Jugend nicht verloren“, heißt es in der aktuellen, 128 Seiten starken Jubiläumsfestschrift, die Alex Toni in aufwändiger Arbeit informativ gestaltet hat. So wurde 1995 erstmals ein Zeltlager mit Kindern und Jugendlichen abgehalten, bei dem der Nachwuchs im Rahmen von Nachtwanderungen, Spielen und Erklärungen über die Geräte und Einrichtungen des BRK informiert wurde. Auch das Maifest ist bis heute eines der jährlichen Höhepunkte geblieben. Als herausragendes Ereignis hat sich in der Amtsperiode Kirstners auch die in Zusammenarbeit von BRK und Dorfjugend stattfindende Tanz-Veranstaltung „Ängerla“ etabliert, die im Laufe der Zeit über 1000 Besucher am Kirchweihsamstag nach Memmelsdorf lockte. Aus den Erlösen wurde immer wieder für gemeinnützige Zwecke gespendet.

Ein besonderer Einsatz ist der Bereitschaft bis heute in Erinnerung geblieben. 2009 kam es zu Jahresbeginn bei winterlichen Temperaturen in einem „Messi-Haus“ in Untermerzbach zu einem Brand, bei dem Dutzende Atemschutzgeräteträger stundenlang im Einsatz waren. Gemeinsam mit der BRK-Bereitschaft Untermerzbach wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehren mit Verpflegung versorgt und an den Einsatzort transferiert. Alarmiert wurde die SEG zudem in den letzten beiden Jahren nach Eltmann zu einer Explosion im Schaeffler-Werk mit mehreren Schwerstverletzten sowie zu einem Einsatz bei ZF Sachs in Schweinfurt.

Stichwort: SEG „Technik und Sicherheit“

1998 wurden in den Haßbergen die ersten Schnelleinsatzgruppen (SEG) ins Leben gerufen, die sich aus ehrenamtlichen Einsatzkräften zusammensetzen. Die Bereitschaft Memmelsdorf bildete damals zusammen mit der Bereitschaft Eltmann die SEG „Technik und Sicherheit“; heute stellt Memmelsdorf diese SEG alleine, Eltmann wurde zur SEG „Information und Kommunikation“. Schnelleinsatzgruppen sind taktische Einheiten zur Bewältigung besonderer Einsatzsituationen bei Unglücksfällen, öffentlichen Notständen oder Katastrophen mit einer Vielzahl von Verletzten oder Erkrankten.

Die SEG „Technik und Sicherheit“ unterstützt bei größeren Einsatzlagen die sonstigen Einheiten mit ihren handwerklich technischen Kenntnissen. Der Bereich Technik und Sicherheit ist eine Querschnittsaufgabe. Zum Aufbau und Betrieb von Einsatzabschnitten ist eine technische und logistische Unterstützung notwendig. Die Aufgabe der SEG T+S besteht darin, die Infrastruktur dieser Einsatzabschnitte aufzubauen und den technischen Betrieb zu gewährleisten und logistische Aufgaben zu übernehmen. Dieser Einheit obliegt auch die engmaschige Beratung der Führungskräfte in allen Belangen der Unfallverhütung und Arbeitssicherheit.

Gefordert waren die Ehrenamtlichen beim zweiten Anbau am Gerätehaus zur Unterstellung der Mannschaftwagen von BRK und Feuerwehr, der überwiegend in Eigenleistung der Helfer beider Organisationen erfolgte und im Oktober 2010 eingeweiht wurde. Mit dem neuen Fahrzeug, dem Steyr, wurde man ins Hilfeleistungskontingent Standard des Bezirks Unterfranken integriert.

Zu einer der schönsten Erinnerungen zählte für Dieter Kirstner, Dominik Allert, Alexander Toni und Christian Toni die Teilnahme an der Wasserrettungsübung Deutschland bei Ingolstadt 2011. Auch eine Großübung bei der Fa. Rösler, die Tunnel-Übung „Schwarzer Berg“ auf der A70 bei Eltmann und die Übung „Frankentornado“ in Bad Neustadt sind der Bereitschaft in Erinnerung geblieben. Im Zuge des Flüchtlingsstroms 2015 wurde der Landkreis durch das BRK und die Bereitschaft Memmelsdorf bei der Unterbringung und beim Transfer von Flüchtlingen unterstützt.

Vergangenes Jahr nahm die Bereitschaft an der Katastrophenschutzübung „Schlettach“ in Haßfurt teil, bei der 50 Verletzte versorgt werden mussten. Zudem wurde eine SEG G.I.L.T. (Gelände, Infrastruktur, Logistik, Transport) auf Bezirksebene ins Leben gerufen, in der die Memmelsdorfer mit dem Gerätewagen Technik und Sicherheit integriert wurden. Im August wurde die SEG T+S zu einem Waldbrand bei Eyrichshof gerufen, um die Versorgung der Einsatzkräfte gemeinsam mit der SEG Betreuung sicherzustellen. Ein lang ersehnter Wunsch ging Ende des Jahres in Erfüllung, als der Kreisverband von den Bayernwerken einen ausgemusterten Stromerzeuger mit einer Leistung von 68 kVA erwerben konnte, der in Memmelsdorf stationiert wurde.

Bei der Vorbereitung zum Festwochenende waren nach Worten des stellvertretenden Bereitschaftsleiters Alex Toni mehrere Herausforderungen zu stemmen. So bemühte man sich lange um die beiden gewünschten Bands „OPA“ und „Troglauer“. Die Sicherstellung der Stromversorgung war ebenso herausfordernd, wie für den Festbetrieb einen Metzger zu finden, der eine eigene Bratwurstbude vor Ort stellt. Die gesamten Vorbereitungen des Jubiläums sind, bis auf wenige Ausnahmen, allesamt vom Festausschuss alleine durchgeführt worden. 

Dank sagen die Verantwortlichen der ganzen Dorfgemeinschaft für die Unterstützung, unter anderem für Kuchenspenden, BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger, der Servicestelle Ehrenamt beim BRK-Kreisverband Haßberge, der Firma Rösler als Hauptsponsor und der Firma Fränkische für Sponsoring der Leinwand für „OPA“.

 

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PM 050 / 2019. Text: Michael Will / BRK.

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news-685 Wed, 29 May 2019 10:45:00 +0200 50 Jahre – allen Grund zum Feiern /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/50-jahre-allen-grund-zum-feiern-1.html Die BRK-Bereitschaft Memmelsdorf lädt zu zwei besonderen Musik-Events ein. Der Kartenvorverkauf hat begonnen.

MEMMELSDORF -  Der BRK-Bereitschaft Memmelsdorf steht im Juni ein großes Jubiläum ins Haus: Vom 28. bis 30. Juni wird das 50-jährige Jubiläum gefeiert. Dafür zünden die Verantwortlichen ein musikalisches Feuerwerk, das auf große Resonanz stoßen dürfte.

Startschuss ist am Freitag, 28. Juni, wenn die Gruppe „OPA-Blasmusik“ aus dem Raum Coburg im Festzelt auf dem Festplatz in Memmelsdorf einheizt. Einlass ist um 19:00 Uhr, Beginn um 20:00 Uhr. 1650 Sitzplätze stehen zur Verfügung. Die ehemaligen Schüler und Schülerinnen des musischen Gymnasiums Albertinum in Coburg sorgen mit ihren Instrumenten für eine Stimmung die ihres Gleichen sucht. Wer sie nicht von ihrer bereits legendären Veranstaltung oktOPAfest kennt, sollte nach Memmelsdorf kommen, um zu einer gelungenen Mischung aus Pop und klassischer Blasmusik einen stimmungsvollen Abend zu genießen.

Am Samstag, 29. Juni, heißt es mit den Troglauer „Mach ma Party miteinand“. Um 21:00 Uhr geht’s los, Einlass ist um 19:00 Uhr. An dem Abend wird es neben Stehplätze zudem auch 800 Sitzplätze geben. Die sechs Jungs sorgen mit ihrer Mischung aus Heavy Metal und Volksmusik für eine exzellente Stimmung. Eine ausgewogene Mischung aus eigenen Hits wie zum Beispiel "Haberfeldtreiber" oder "Rasenmäher" sowie "Alles klar an der Bar" und bekannten Songs wie "TNT", "Bobfahrerlied" oder "Resi i hol die mit meim Traktor ab" sorgen für einen unvergesslichen Abende mit stimmungsgeladener Atmosphäre.

Für beide Abende gibt es Karten zum Preis von 10€ im Vorverkauf und für 12€ an der Abendkasse. Vorverkaufsstellen sind das „KOMM“ in Untermerzbach, die Buchhandlung „Leseinsel“ in Ebern, das Autohaus Ernst in Coburg sowie im BRK-Kreisverband Haßberge (Industriestraße 20 in Haßfurt).

Der Sonntag, 30. Juni, beginnt um 9:00 Uhr mit einem Festgottesdienst im Festzelt. Um 10:00 Uhr folgen Grußworte und Ehrungen und um 11:00 Uhr gibt es einen Frühschoppen mit der Baunacher Vielharmonie. Ein großer Festzug wird sich um 14:00 Uhr durch das Alster-Dorf schlängeln, Aufstellung dazu ist um 13:30 Uhr. Nach dem Festzug unterhält die Blaskapelle Gereuth im Festzelt. Am Nachmittag steht für die Besucher eine Fahrzeugschau bereit, bei der Einsatzfahrzeuge aus dem BRK-Kreisverband Haßberge zu sehen sein werden.

Weitere Infos gibt es unter www.50-jahre-brk-memmelsdorf.de

 

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PM 046 / 2019. Text und Foto: Michael Will / BRK.

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news-684 Thu, 23 May 2019 09:41:00 +0200 „Die Menschen bedanken sich für die Hilfe, das ist schön.“ /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/die-menschen-bedanken-sich-fuer-die-hilfe-das-ist-schoen.html Jonas Weissenseel arbeitet als Bundes­frei­wil­li­gen­dienst­leis­ten­der im Fahrdienst des BRK. Er spricht von positiven Erfahrungen und hat viel Spaß dabei.

HASSFURT - „Die Aufgabe macht mir Spaß, weil ich gerne mit Menschen zu tun habe. Die Leute freuen sich, wenn ihnen geholfen wird.“ Noch bis zum Sommer, dann geht für Jonas Weissenseel seine Zeit als Bundes­frei­wil­li­gen­dienst­leis­ten­der (Bufdi) im Fahrdienst beim BRK-Kreisverband Haßberge zu Ende. Hier als Bufdi zu arbeiten, das kann der 26-Jährige aus Traustadt (Lkr. Schweinfurt) jedem jungen Menschen empfehlen.

Natascha Endres, Leiterin Personal, und damit auch mitverantwortlich für die Bundes­frei­wil­li­gen­dienst­leis­ten­den beim Roten Kreuz, freut sich darüber, dass Jonas Weissenseel seine Zeit beim BRK positiv in Erinnerung behalten wird. Gleichzeitig hofft sie darauf, dass sich noch junge Menschen für den Bundes­frei­wil­li­gen­dienst entscheiden, denn der Fahrdienst ist derzeit noch auf der Suche.

Es besteht die Möglichkeit für Interessierte, in diesem Freiwilligendienst tätig zu werden. Denn der Fahrdienst, der körperbehinderte oder geistig behinderte Menschen fährt oder Mitmenschen, die durch besondere Umstände keine öffentlichen Verkehrsmittel oder Taxis benutzen können, arbeitet nicht nur mit hauptamtlich Angestellten. Sondern er bietet jungen Menschen die Möglichkeit, sich als Bundes­frei­wil­li­gen­dienst­leis­ten­de zu engagieren, um beispielsweise nach dem Schulabschluss und vor dem Beginn einer Ausbildung oder eines Studiums die Zeit als Orientierungsphase zu nutzen. Der Bundes­frei­wil­li­gen­dienst kann für einen Zeitraum von sechs bis 18 Monaten getätigt werden.

Mit dem Fahrdienst will der BRK-Kreisverband Haßberge Menschen mit einer vorübergehenden oder dauerhaften Behinderung die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben erleichtern und den Alltag so angenehm wie möglich machen. „Unsere speziell ausgebildeten Fahrerinnen und Fahrer kennen die besonderen Bedürfnisse behinderter Menschen“, betont Lukas Heinl, Disponent im Fahrdienst. Und die modern ausgestatteten Spezialfahrzeuge ermöglichen beispielsweise Rollstuhlfahrern bequemes Fahren – ohne mühsames Umsetzen und ohne Unterbringungsprobleme für den Rollstuhl.

Seine Aufgabe und der Umgang mit den Mitmenschen macht Bufdi Jonas viel Freude, blickt er auf seine Erfahrung seit Januar 2019 zurück: „Es ist immer wieder schön, die Dankbarkeit der Patienten für den geleisteten Dienst zu erfahren.“ Eine große Herausforderung ist natürlich die tagtägliche Tatsache, dass man durch das Fahren mit Patienten eine enorme Verantwortung für sie besitzt.

Nach seinem Abitur hat Jonas Weissenseel ein Studium der Nanotechnologie begonnen, stellte aber schon bald fest, dass er viel lieber in einem sozialen Bereich arbeiten würde. Er brach das Studium ab und arbeitet befristet bei SKF in Schweinfurt, um Geld zu verdienen. Im Sommer dieses Jahres will er eine Ausbildung zum Physiotherapeuten beginnen.

Die Zeit bis dahin wollte Jonas sinnvoll überbrücken und machte sich auf die Suche nach einer Stelle als Bundes­frei­wil­li­gen­dienst­leis­ten­der. Durch seine Mutter, die zeitweise beim Bayerischen Roten Kreuz in der ambulanten Pflege arbeitete, erfuhr er von der Möglichkeit, sich beim BRK bewerben zu können. Gesagt, getan: Jonas hatte Interesse an einer Stelle im Fahrdienst und bekam einen Platz.

Seine hauptsächliche Arbeit im Fahrdienst besteht darin, kranke, behinderte oder pflegebedürftige Menschen, die keiner medizinischen Betreuung benötigen, aus dem Krankenhaus abzuholen, zum Arzt und wieder nach Hause zu fahren oder sie zur Dialyse und wieder nach Hause zu bringen. Gearbeitet wird im Fahrdienst in drei Schichten im Zeitraum zwischen 5:45 und 20:30 Uhr.

Die Reaktionen der Hilfebedürftigen auf die Bufdis im Fahrdienst seien eigentlich durchwegs positiv, da den meisten bekannt sei, dass vor allem im sozialen Sektor jede helfende Hand gebraucht wird. Für Jonas Weissenseel geht seine Zeit als Bufdi in wenigen Monaten zu Ende. Als Bundes­frei­wil­li­ger beim Fahrdienst des BRK-Kreisverbandes Haßberge zu arbeiten, empfiehlt er jungen Leuten, die noch nicht wissen, was sie später beruflich genau machen möchten. Vor allem eine neue Sichtweise auf das Leben, hat er für sich selbst festgestellt. Gerade was die eigene Gesundheit betrifft. Wenn man selbst gesund ist, ist das fast wie selbstverständlich. Aber wenn man täglich mit behinderten oder erkrankten Menschen zu tun hat, weiß man die eigene Gesundheit umso mehr zu schätzen. 

Für Jonas bleiben positive Erfahrungen im Hinblick auf seine Bufdi-Zeit beim BRK, wie er sagt. Der Umgang mit Menschen macht ihm sehr viel Spaß. Bislang war er durch sein Studium und der Arbeit bei SKF eher auf der „technischen Schiene unterwegs“, umso mehr gefällt ihm der tägliche Umgang mit Menschen. „Gerade viele ältere Damen bedanken sich, wenn man ihnen geholfen hat“, sagt Jonas. „Die Leute freuen sich, das ist schön und gibt einem viel zurück.“

Wer sich für eine Aufgabe als Bufdi beim Fahrdienst interessiert (Voraussetzung: Führerschein Klasse B und Fahrpraxis), wendet sich an Natascha Endres, Leiterin Personal, Tel. 09521/9550-215.

Der BRK-Kreisverband Haßberge bietet Budfi-Stellen in vielen Bereichen an, neben dem Fahrdienst auch im Rettungsdienst, in der Mittags- und Ganztagsbetreuung an der Grundschule in Haßfurt, in der Ganztagsbetreuung Hofheim und Theres, in der Offenen Ganztagsschule Oberaurach, im BRK-Kindergarten „Unter der Burg“ in Königsberg, im Mehrgenerationenhaus Haßfurt (MGH) und im ambulanten Pflegedienst der BRK-Sozialstation. Natürlich besteht auch die Möglichkeit sich an einem Probearbeitstag ein Bild von den Aufgaben zu machen.


Insgesamt sind beim Fahrdienst des BRK-Kreisverbands Haßberge rund 70 Fahrzeuge im Einsatz. Rund 110 Mitarbeiter, inklusive der Linienfahrer, arbeiten hier. Jährlich legen die Fahrzeuge rund 1,5 Millionen Kilometer zurück, wobei rund 10.000 Behindertenfahrten absolviert werden. Täglich ist der BRK-Fahrdienst auf 140 Linien unterwegs; hier werden beispielsweise behinderte Kinder in die Lebenshilfe oder zu Förderzentren gefahren.

Mögliche Fahrten mit dem Fahrdienst sind beispielsweise: zur Arbeit oder zur Ausbildungsstätte; Krankenfahrten zum Arzt oder zum Krankenhaus; zu Kur-, Erholungs- und Rehabilitationseinrichtungen; zu Veranstaltungen jeglicher Art; zu Ausflügen, Einkaufsfahrten, Privatbesuchen oder Freizeitaktivitäten.

In bestimmten Fällen werden die Kosten für eine begrenzte Anzahl von Fahrten von den Krankenkassen übernommen. Ansonsten wird kilometergenau abgerechnet.

 

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PM 044 / 2019. Text und Foto: Michael Will / BRK.

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news-683 Mon, 06 May 2019 15:30:45 +0200 Kleine Dose im Notfall eine große Hilfe /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/kleine-dose-im-notfall-eine-grosse-hilfe.html Die Rotkreuzdose kann dem Rettungsdienst wichtige Informationen liefern. Sie wird im Kühlschrank aufbewahrt.

LANDKREIS HASSBERGE - Eine kleine rote Dose kann in Notsituationen eine große Hilfe sein: Zuhause im Kühlschrank aufbewahrt, liefert sie dem Rettungsdienst bei einem medizinischen Notfall womöglich wichtige Informationen. Die sogenannte Rotkreuzdose ist nun beim Kreisverband Haßberge des Bayerischen Roten Kreuzes zu erhalten.

Rita und Günther Hofmann aus Ebern sind seit wenigen Tagen Besitzer der Rotkreuzdose und haben sie bereits mit den notwendigen Daten versehen und in den Kühlschrank gestellt. „Das ist eine gute Idee“, sagt Rita Hofmann. „Im Notfall hat man so die wichtigsten Daten und Informationen mit einem Griff in der Hand.“

Genau das ist der Sinn hinter der Rotkreuzdose. Dabei handelt es sich um eine zirka zwölf Zentimeter hohe Plastikdose in signalroter Farbe mit dem Rotkreuz-Logo. Unkompliziert sollen Helfer in Notsituationen so Informationen über einen Menschen zur Verfügung gestellt werden. Sie wird im Kühlschrank aufbewahrt – ein Ort, der in beinahe jedem Haushalt einfach zu finden ist.

„Die Idee, welche ursprünglich aus Großbritannien stammt und dort tausendfach Anwendung findet, ist so einfach und doch genial“, sagt Simone Gilley, Mitarbeiterin der Servicestelle Ehrenamt beim BRK-Kreisverband Haßberge. Das Bayerische Rote Kreuz hat die Idee aufgegriffen, um die Bürgerinnen und Bürger in der Notfallvorsorge zu unterstützen.

Wie das funktioniert? Ganz simpel! Die Dose beinhaltet ein Datenblatt sowie zwei Aufkleber für die Innenseite der Wohnungstür und den Kühlschrank.

In vielen Notsituationen können Menschen, gerade Alleinstehende, die Frage der Rettungskräfte nicht mehr beantworten. Sind keine Kontaktpersonen vor Ort, wird es oftmals schwierig, an teils lebenswichtige Informationen zu gelangen. Die Rotkreuzdose soll hier Abhilfe schaffen. Durch Hinweisaufkleber an der Wohnungstür sowie am Kühlschrank wird den Helfern signalisiert, dass wichtige Informationen schon im Vorfeld zusammengetragen wurden.

Da der Kühlschrank in nahezu jeder Wohneinheit problemlos zu finden ist, soll die Rotkreuzdose dort aufbewahrt werden. Der Rettungsdienst gelangt also unbürokratisch und schnell an Gesundheitsdaten der betroffenen Person, erfährt, wer der Hausarzt ist, ob es eine Patientenverfügung gibt oder wer im Notfall verständigt werden soll.

„Natürlich ist die Rotkreuzdose kein Garant dafür, dass bei einem Notfall immer und sofort alles notwendigen Daten vorhanden sind“, sagt Michael Will, Pressesprecher des BRK-Kreisverbandes Haßberge. „Doch ist es das Ziel, mit der Rotkreuzdose in Notsituationen sinnvolle Unterstützung der Helfer zum Wohle des Patienten zu leisten.“ Verantwortlich für die hinterlegten Daten und deren Aktualität, deren Umfang, Vollständigkeit und Richtigkeit, ist freilich ausschließlich der Besitzer der Dose.

Dass die Rotkreuzdose für den Notfall alle wichtigen Daten enthält, finden Rita und Günther Hofmann eine prima Sache. Beide haben selbst die ein oder andere Erkrankungen und nehmen Medikamente ein. Diese Daten in der Rotkreuzdose im Kühlschrank zu sammeln und mit einem Griff parat zu haben, begeistert das Ehepaar. Sie haben zwei Dosen in ihrem Kühlschrank, für jeden seine eigene.

Das beigefügte Datenblatt kann man mit einem Passbild versehen, so ist es unverwechselbar. Neben persönlichen Daten wie Name, Adresse, Krankenkasse etc. kann man dort angeben, welche Vorerkrankungen der Besitzer hat, welche Medikamente er einnimmt und wer der Hausarzt ist oder welchen Pflegedienst man mit Dienstleistungen beauftragt hat. Ebenso findet sich Platz, um Namen, Wohnort und Telefonnummern von zwei Kontaktpersonen einzutragen. Des Weiteren kann man in einem freien Feld eigene Hinweise notieren sowie zusätzlich angeben, ob eine Patientenverfügung, ein Organspende-Ausweis und eine Vorsorgevollmacht vorhanden sind und wenn ja, wo sie sich befinden. Ebenso wird, für den Rettungsdienst besonders wichtig, nach Allergien gefragt.

Der Kreisverband Haßberge des Bayerischen Roten Kreuzes hat aktuell 1000 dieser Rotkreuzdosen geordert und bietet sie für ein Entgelt von drei Euro zum Kauf an. Die Dose ist sowohl in Haßfurt beim Kreisverband (Industriestraße 20) als auch an den Rettungswachen in Ebern (Im Frauengrund 12), in Hofheim (Eichelsdorfer Straße 11) und in Eltmann (Bamberger Straße 38) erhältlich. „Ob zum Geburtstag, als Mitbringsel zum Kaffeenachmittag oder als Aufmerksamkeit zu einem Feiertag – die Rotkreuzdose ist ein kleines Geschenk mit großer Wirkung“, sagt Simone Gilley.

Der BRK-Kreisverband Haßberge ist mit fast 13.500 Mitgliedern die größte Hilfsorganisation im Landkreis Haßberge. 1270 Bürgerinnen und Bürger engagieren sich ehrenamtlich in den vier Gemeinschaften (Bereitschaften, Wasserwacht, Jugendrotkreuz und Wohlfahrts- und Sozialarbeit). Über 70 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind im Rettungsdienst beschäftigt und rund um die Uhr bereit, im Notfall schnelle und professionelle Hilfe zu leisten.

 

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PM 040 / 2019. Text und Fotos: Michael Will / BRK.

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news-676 Mon, 25 Mar 2019 07:54:00 +0100 Sack für Sack für einen guten Zweck /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/sack-fuer-sack-fuer-einen-guten-zweck.html Wette gewonnen, aber Wetteinsatz trotzdem erfüllt: Bürgermeister Stadelmann hilft bei BRK-Altkleidersammlung mit

ZEIL - Auf die Säcke, fertig, los! Bei seiner Frühjahrsaltkleidersammlung am vorletzten  Samstag (16. März) hatte das Bayerische Rote Kreuz einen besonderer Helfer mit an Bord: Zeils Bürgermeister Thomas Stadelmann tauschte Anzug und Krawatte gegen Arbeitshose und Regenjacke und ging mit Mitgliedern der BRK-Bereitschaft Zeil auf Tour.

Hintergrund für diesen außergewöhnlichen Arbeitseinsatz des Bürgermeisters war eine Wette, die vergangenes Jahr im Rahmen der 1000-Jahr-Feier der Stadt Zeil stattfand. Der BRK-Kreisverband Haßberge hatte mit Bürgermeister Stadelmann gewettet, dass er es nicht schaffen werde, bei der Altkleidersammlung im Herbst die Bürger dazu zu bringen, am Sammelplatz am Tuchanger eigenständig 1000 Altkleidersäcke anzuliefern.  Der Bürgermeister gewann die Wette mit tatkräftiger Unterstützung der Zeiler Bürger: Es wurden 1890 Säcke mit Altkleider angeliefert. Wette gewonnen, mit Abstand!

Der Bürgermeister hatte als Wetteinsatz angeboten, bei der nächsten Altkleidersammlung persönlich mitzuhelfen und Säcke einzusammeln, sollte er die Wette verlieren. Das BRK stellte seinerseits als Wetteinsatz einen kostenlosen Erste-Hilfe-Kurs für den Bürgermeister und den gesamten Zeiler Stadtrat in Aussicht gestellt. 

Obwohl er die Wette gewonnen hat, ließ es sich Thomas Stadelmann nun nicht nehmen, dennoch bei der Altkleidersammlung in diesem Frühjahr mitzuhelfen. Er wollte diese Geste auch als Dank an die vielen ehrenamtlichen Frauen und Männer des Roten Kreuzes verstanden wissen, die dreimal im Jahr bei den Sammlungen das Rote Kreuz kräftig unterstützen und mit anpacken sowie das ganze Jahr über in vielfältiger Weise durch ihren Dienst für die Bevölkerung da sind. Denn ohne Ehrenamtliche wären viele Aufgaben des Wohlfahrtsverbandes für die Bevölkerung nicht zu leisten. Das Rote Kreuz setzt in der Durchführung seiner Aufgaben bewusste auf das Zusammenspiel von Haupt- und Ehrenamt. Ehrenamtliche sind eine der tragenden Säulen der Rotkreuzarbeit vor Ort.

Gewonnen haben unter dem Strich beide: Zeil und das BRK. Die Stadt Zeil und ihre Einwohner hatten bei der Wette einmal mehr bewiesen, dass sie zusammenstehen für eine gute Sache und das BRK freute sich über die tolle Beteiligung und die vielen Säcke. Der Erlös aus dem Verkauf kommt schließlich der Rotkreuz-Arbeit im Landkreis und damit wieder den Bürgern zugute.

„Die Idee war absolut super und es hat wirklich richtig Spaß gemacht“, bilanziert Stadelmann im Herbst während der Wette. „Gewonnen habe nicht ich die Wette, sondern die Zeiler Bevölkerung, die super unterstützt hat.“ Es kamen auch Mitbürger mit dem Fahrrad, dem Rollator und einer sogar mit dem Kinderwagen. „Es war echt der Wahnsinn“, zeigte sich der Bürgermeister sichtlich erfreut. Für alle Spender von Altkleidern war der Bürgermeister im Oktober voll des Lobes. „Ob jung oder alt, alle haben hervorragend mitgezogen. „Die Aktion war ein tolles Gemeinschaftserlebnis in unserem Jubiläumsjahr, genau das, was unser Ziel war“, beschrieb  Stadelmann.

„Das war eine super Aktion“, freuen sich noch heute Simone Gilley und Ingrid Böllner, die beiden Ideengeberinnen des BRK für die Wette. 1890 abgegebene Altkleidersäcke sprachen nach Gilleys Worten für sich: „Auf die Zeiler ist Verlass!“ Nie hätte Simone Gilley damit gerechnet, was für ein Ausmaß diese Aktion bekommen würde: „Aus einer kleinen Idee wurde mit vielen helfenden Händen und großem Einsatz eine super Aktion und ein Erlebnis, über das wir sicherlich noch lange sprechen werden.“

Bei der Frühjahrssammlung nun war Bürgermeister Stadelmann mit nicht weniger Eifer bei der Sache, als er das Sammelteam der BRK-Bereitschaft Zeil auf der Tour begleitete. Trotz Regens ließen sich die Helferinnen und Helfer die Stimmung nicht vermiesen und packten tatkräftig mit an. Wer weiß, vielleicht hat die BRK-Bereitschaft in Thomas Stadelmann, der bereits Mitglied in der Vorstandschaft des BRK-Kreisverbandes ist, nunmehr sogar einen weiteren ehrenamtlichen Helfer für ihre Aufgaben gewonnen. Die nächste BRK-Altkleidersammlung findet am Samstag, 22. Juni, statt. 

 

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PM 028 / 2019. Text: Michael Will / BRK. Fotos: Simone Gilley / BRK, Michael Will / BRK.

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news-674 Sun, 24 Mar 2019 09:02:00 +0100 Notärztin und Rettungsteam rücken für Dreharbeiten aus /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/notaerztin-und-rettungsteam-ruecken-fuer-dreharbeiten-aus.html Bayerisches Fernsehen strahlt Beitrag über Hausarztpraxis von Dr. Leonore Jahn und die mobile Praxisassistenz aus.

MAROLDSWEISACH - Ein Team des BRK-Rettungsdienstes Haßberge hat kürzlich Dreharbeiten des Bayerischen Fernsehens (BR) unterstützt und beim Nachstellen eines vor einiger Zeit realen Notarzteinsatzes mit Notärztin Dr. Leonore Jahn aus Maroldsweisach geholfen. Der Beitrag ist nach Angaben des BR am Dienstag, 26. März, um 19:00 Uhr in der Sendung "Gesundheit" im Bayerischen Fernsehen zu sehen. 

In der Sendung wird im Hauptaugenmerk über die Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis (VERAH) und ebenso Notarzttätigkeit von Dr. Leonore Jahn berichtet. Der Bayerische Rundfunk war im Zuge von Recherchen auf die Landarztpraxis von Frau Dr. Jahn aufmerksam geworden, die in einer ländlichen und strukturschwachen Region mit dem Einsatz einer Versorgungsassistentin neue Wege geht. 

Die Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis ist eine zusätzliche Qualifizierung für erfahrene medizinische Fachangestellte (MFA). Mit dieser Weiterbildung wird der Hausarzt vom eigenen Praxisteam inner- und außerhalb der Praxis auch bei hochqualifizierten Tätigkeiten unterstützt und entlastet und der Patient vom vertrauten Praxispersonal betreut und versorgt, das oft schon über Jahre seine Kranken- und Lebensgeschichte kennt. Zudem soll durch die Weiterbildung die Berufszufriedenheit der medizinischen Fachangestellten gesteigert und nicht zuletzt die Hausarztpraxis als zentraler Ort der Versorgung gestärkt werden.

Die Fortbildung zur VERAH ist eine kompakte und praxisnahe Fortbildung für medizinische Fachangestellte, Arzthelferinnen und Krankenschwestern in Hausarztpraxen. In der 

Arztpraxis Jahn ist Beatrice Hofmann als Versorgungsassistentin tätig, die inzwischen auch die Ausbildung zur nichtärztlichen Praxisassistentin (Näpa), der nächst höheren Qualifikation erworben hat. Ihr und ihrer Kollegin Romy Höhn, ebenfalls VERAH, hat das Fernsehteam des Bayerischen Fernsehens zwei Tage lang über die Schulter geschaut und sie bei ihrer Arbeit in der Praxis und bei Patienten begleitet. Die Versorgungsassistentin sucht im Auftrag des Hausarztes Patienten auf, die nicht mehr selbst in die Arztpraxis kommen können. Sie ist direkt an das Hausarztpraxisteam angebunden und führt das aus, was der Hausarzt vorher angeordnet hat. Sie beurteilt und kontrolliert im Auftrag des Arztes eigenständig den Gesundheitszustand des Patienten oder den Verlauf chronischer Krankheiten. Sie setzt den erstellten Behandlungsplan um und besucht in den vom Arzt vorgegebenen Intervallen die Patienten.

Zu den Aufgaben der Versorgungsassistentin im häuslichen Bereich gehören Blutabnahme, Blutdruck- und Blutzuckermessung, Injektionsgabe, Prüfung der Medikamentenverträglichkeit, Ausstellung von Folgerezepten nach ärztlicher Vorgabe, Maßnahmen der Prävention wie zum Beispiel eine Ernährungsberatung, Sturzprophylaxe, Kontrolle des Impfpasses, soziale Beratung, Unterstützung der Angehörigen und Überwachung der Leistungen der häuslichen Krankenpflege. Ärztliche Tätigkeiten werden nach wie vor vom behandelnden Arzt durchgeführt. Bei unklaren oder auffälligen Befunden erfolgt durch die Versorgungsassistentin während des Hausbesuchs eine sofortige telefonische Rücksprache mit dem Hausarzt.

Im Rahmen der Dreharbeiten wurde für das Fernsehteam auch ein Notarzteinsatz nachgestellt, der sich vor einigen Monaten tatsächlich ereignet hat. Damit wollte der BR ebenfalls die Tätigkeit von Dr. Leonore Jahn als Notärztin darstellen, die parallel zu ihrer Praxis einen sogenannten Außennotarzt-Standort in Maroldsweisach betreibt. Dr. Jahn hat einen dieser wenigen Außennotarztstandorte in Bayern. Er dient nach ihren Angaben der schnellen notärztlichen Versorgung im Radius von zirka zehn bis 15 Kilometern. Nach einem Notruf unter 112 erfolgt durch die Integrierte Leitstelle (ILS) Schweinfurt die Alarmierung und Disposition des Rettungsdienstes und der Notärzte.

 

Für den BR-Beitrag rückten jetzt nochmal Notärztin Dr. Jahn, ihre Versorgungsassistentin Beatrice Hofmann sowie Notfallsanitäterin Julia Neubauer, Rettungssanitäter Michael Will und Patrick Stretz, Auszubildender zum Technischen Rettungssanitäter, von der BRK-Rettungswache Ebern mit einem Rettungswagen in Wasmuthhausen, einem Ortsteil des Marktes Maroldsweisach, an. Im Spätsommer letzten Jahres hatte Marion Schneider, eine Patientin von Dr. Jahn, den Notruf 112 gewählt. Bei einer unglücklichen Bewegung war ihr daheim die Kniescheibe aus ihrer normalen Position gesprungen und verursachte starke Schmerzen.

Als wenig später Notärztin Leonore Jahn und das Team eines Rettungswagens in Wasmuthhausen ankamen, hätte man der Patientin normalerweise so geholfen, dass ihr ein Venenzugang gelegt und ein potentes Schmerzmittel verabreicht worden wäre, um dann noch vor Ort die Kniescheibe wieder in ihre Normalposition bringen zu können. Das kam bei Marion Schneider allerdings nicht in Frage: Sie war schwanger und hat zudem extreme Angst vor Spritzen. Sie bat die Ärztin deshalb darum, die Kniescheibe ohne Schmerz- und Betäubungsmittel wieder in Position zu bringen. Notärztin Jahn entsprach dem Wunsch ihrer Patientin - ein geübter Griff und die Kniescheibe war reponiert. Notärztin und das BRK-Rettungsteam konnten anschließend wieder abrücken, die Patientin dankte für den schnellen und hilfreichen Einsatz.

Nach Ausstrahlung der Sendung am 26. März wird die Sendung nach Angaben des Bayerischen Fernsehens anschließend ein Jahr lang in der Mediathek des BR abrufbar sein.

 

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PM 027 / 2019. Text: Michael Will / BRK. Foto: Emilio Schneider / privat.

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news-675 Fri, 22 Mar 2019 11:38:00 +0100 Blutspender gehen in die Luft /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/blutspender-gehen-in-die-luft.html BRK führte Umfrage bei Spendeterminen durch. Gutes tun ist immer ein Gewinn.

HASSFURT - Jedes Jahr das Gleiche: Für den Jahresbeginn nimmt man sich Dinge für das anstehende neue Jahr vor. Laut einer Forsa-Umfrage haben sich 60 Prozent der Befragten vorgenommen, Stress abzubauen, 55 Prozent wollen mehr Sport treiben und ebenso viele wollen mehr Zeit mit der Familie und Freunden verbringen. Weitere Vorsätze sind eine gesündere Ernährung, abnehmen, mehr sparen und Gutes tun. Was am Ende dabei rauskommt?

Auch der BRK-Kreisverband Haßberge hat sich für das Jahr 2019 einiges vorgenommen - im Besonderen im Arbeitsbereich Blutspende. So fand in den letzten drei Monaten des Jahres 2018 bei den Blutspende-Terminen eine Umfrage unter den Blutspendern statt. Es ging um Fragen, die den Verantwortlichen des BRK-Kreisverbandes im Hinblick auf Verpflegung, ehrenamtliches Personal, Werbung und das Dankeschön-Präsent wichtig waren.

Wichtig war die Meinung der Blutspender. Über 1100 Fragebögen galt es dann im Januar auszuwerten. Sehr viele Blutspender nutzen die Chance, ihre Meinung zu äußern, Kritik und Lob anzubringen und am damit verbundenen Gewinnspiel teilzunehmen.

Jetzt war es so weit: „Rettungszwerg“ Konrad Krämer aus Knetzgau zog die Gewinner des Gewinnspieles. Im Rahmen einer Tagung des Arbeitskreises Blutspenden konnten den glücklichen Gewinnern die Preise überreicht werden.

3. bis 5. Preis: Je ein Gutschein über die Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs ging an Anja Engel und Markus Wolf (beide aus Haßfurt) und an Thomas Nicklaus aus Hofheim. Den 2. Platz, eine Heißluftballonfahrt für eine Person, erhielt Roland Kuhn aus Weisbrunn. Über den 1. Platz, eine Heißluftballonfahrt für zwei Personen, konnte sich Werner Krauße aus Augsfeld freuen.

 

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PM 026 / 2019. Text: Michael Will / BRK. Foto: Suzan Albert / BRK.

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news-673 Mon, 18 Mar 2019 10:50:00 +0100 Wohlfahrtsverbände bleiben mobil /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/wohlfahrtsverbaende-bleiben-mobil.html Caritas und Rotes Kreuz erhalten zwei Neufahrzeuge von der Raiffeisenbank-Volksbank Haßberge als Spende. 

HASSFURT - Über eine Spende der Raiffeisen-Volksbank Haßberge können sich die Caritas und das Bayerische Rote Kreuz im Landkreis Haßberge freuen. Für die Durchführung ihrer sozialen Aufgaben wurde den beiden Wohlfahrtsverbänden nun jeweils ein VW Move Up! im Wert von jeweils 12.000 Euro übergeben.

Die Bank verleiht damit ihrem Bemühen sichtbar Ausdruck, nicht nur als Wirtschaftsunternehmen für viele Kunden im Landkreis Haßberge regionaler Ansprechpartner zu sein, sondern sich ebenso ihrer daraus resultierenden sozialen Verantwortung zu stellen, heißt es dazu in einer Pressemitteilung des Bayerischen Roten Kreuzes.

Reinhold Nastvogel, Vorstand der Raiffeisen-Volksbank Haßberge, überreichte die beiden Neufahrzeuge nun an Georg Wagner, stellvertretender Geschäftsführer des Caritasverbandes Haßberge, und an BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger verbunden mit dem Wunsch, dass beide Wohlfahrtsverbände die Fahrzeuge zur Erfüllung ihrer sozialen Aufgaben einsetzen und diese so dem Wohl der Menschen im Landkreis zugutekommen.

Die beiden Geschäftsführer freuten sich sichtlich über diese Unterstützung, die von besonderer Wertschätzung gegenüber Caritas und Rotem Kreuz zeuge und Anerkennung für deren Arbeit sei. Georg Wagner gab bekannt, dass der VW Up! bei der Caritas künftig täglich für die Sozialstation eingesetzt und somit vom Personal der ambulanten Pflege für Fahrten zu Patienten genutzt werde.

Auch beim BRK-Kreisverband wird das Fahrzeug im Bereich der Sozialen Dienste eingesetzt werden, bestätigte Kreisgeschäftsführer Dieter Greger. Unter den Bereich Soziale Dienste fallen beim BRK beispielsweise die Sozialstation, der Menüservice „Essen auf Rädern“, der Hausnotruf-Dienst, offene Behindertenarbeit und Fahrdienste. Mobilität ist für beide Verbände in ihrer Arbeit eine wichtige Voraussetzung. Mit den beiden Fahrzeugen sei diese Mobilität auch weiterhin sichergestellt.

Beide Geschäftsführer bedankten sich bei der Raiffeisen-Volksbank Haßberge für deren Spende und nahmen die Fahrzeugschlüssel dankbar entgegen.

 

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PM 024 / 2019. Text: Michael Will / BRK. Foto: Suzan Albert / BRK.

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news-671 Thu, 14 Mar 2019 12:12:00 +0100 Kufen statt Schwimmflossen /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/kufen-statt-schwimmflossen.html

Wasserwacht-Ortsgruppe Ebern wagt sich aufs Eis

EBERN – Im Wasser fühlen sie sich so richtig wohl, die Kinder und Erwachsenen der Ortsgruppe Ebern der BRK-Wasserwacht. Dem Element sind sie treu geblieben, diesmal allerdings mit geändertem Aggregatszustand: Einen Nachmittag lang begaben sie sich aufs Eis und legten Schlittschuhe statt Schwimmflossen an. 

Neben dem Schwimmtraining und der Vorbereitung auf ihre Badeaufsicht im Eberner Hallen- und Freibad kommt bei den Jüngsten freilich auch der Spaß nicht zu kurz, weshalb im Rahmen der Jugendarbeit immer wieder verschiedene unterhaltsame Angebote gemacht werden, die den Zusammenhalt fördern und einer sinnvollen Freizeitgestaltung dienen.

Kürzlich hatte die Ortsgruppe Ebern Kinder und Erwachsene zu einem vergnüglichen Nachmittag ins Einssportstadion nach Haßfurt eingeladen. Mit zwei BRK-Bussen fuhr man nach Haßfurt, um Schlittschuh zu laufen und die Künste auf zwei Kufen zu testen. Für die Kleinsten, die noch nicht so standsicher auf dem rutschigen Untergrund sind, standen als „Fahrhilfen“ Eisbären und Pinguine bereit.  „Es war eine tolle Zeit, die Kinder hatten viel Spaß“, berichtet Jugendleiterin Marina Gegner. Insgesamt nahmen 24 Kinder und 16 Erwachsen an dem Ausflug teil.

Kinder, die Interesse haben, bei der Wasserwacht-Ortsgruppe mitzumachen, können sich jederzeit beim Kreisverband des Roten Kreuzes unter Tel. 09521/9550-0 melden, dann wird ein Kontakt vermittelt. Ebenso können sich Interessierte direkt an Jugendleiterin Marina Gegner oder Vorsitzende Michaela Hülbig wenden.

 

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PM 023 / 2019. Text: Michael Will / BRK. Foto: Marina Gegner / Wasserwacht Ebern

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news-670 Wed, 13 Mar 2019 15:37:00 +0100 Menschenleben retten kennt kein Wochenende /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/menschenleben-retten-kennt-kein-wochenende.html Erste-Hilfe-Ausbildung: Das Rote Kreuz erweitert sein Angebot und führt Kurse jetzt auch an Sonntagen durch.

HASSFURT - Der BRK-Kreisverband Haßberge registriert erfreulicherweise zunehmendes Interesse an Erste-Hilfe-Kursen. „Unsere Bemühungen, die Breitenausbildung der Bevölkerung in Erster Hilfe konstant hoch zu halten und zu erweitern, finden eine positive Resonanz im Landkreis“, sagt Michael Will, Pressesprecher des Roten Kreuzes Haßberge. Deshalb ist das BRK bestrebt, immer wieder neue Ansätze in die Erste-Hilfe-Ausbildung zu integrieren und im Hinblick auf unter­schied­liche Zielgruppen maßgeschneiderte Angebote zu unterbreiten.

Erstmals wird den Bürgerinnen und Bürgern nun die Möglichkeit geboten, auch sonntags  Erste-Hilfe-Kurse zu besuchen, wie Bernadette Philipp, Sachbearbeiterin Breitenausbildung, mitteilt. Immer wieder bekunden potentielle Teilnehmer, dass sie an einer Erste-Hilfe-Ausbildung interessiert sind, beklagen aber mangelnde Zeit oder Terminüberschneidungen im persönlichen Umfeld. Mit dem neuen Terminangebot soll gerade diesen Interessenten eine weitere Chance geboten werden, die so wichtigen Erste-Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen.

„Wir starten deshalb den Versuch, auch an Sonntagen Kurse anzubieten“, sagt Michael Will. Zunächst soll dies in unregelmäßigen Abständen geschehen und die Termine über die Tagespresse, die eigenen BRK-Kanäle wie Homepage, Facebook-Seite und natürlich auch auf telefonische Anfrage bekannt gegeben werden. Ein erster Kurs an einem Sonntag hat kürzlich bereits stattgefunden und stieß auf große Resonanz. „Allerdings“, schmunzelt Bernadette Philipp, „erreichten uns zuvor viele Nachfragen, ob der Termin an einem Sonntag kein Druckfehler sei.“ War er nicht und der Kurs schließlich mit ausreichend Teilnehmern besetzt.

Nun hat das Rote Kreuz kurzfristig einen zweiten Termin für einen Erste-Hilfe-Kurs festlegen können, der an einem Sonntag stattfindet. Und zwar am 17. März im Rotkreuzhaus in Haßfurt, in der Zeit von 8:00 bis 16:00 Uhr. Es gibt dafür schon acht Anmeldungen, weitere Teilnehmer können sich noch einen Platz reservieren, müssen sich aber schnellstmöglich bei Sachbearbeiterin Bernadette Philipp unter Tel. 09521/9550-197 (vormittags) anmelden oder sich online unter www.kvhassberge.brk.de (Rubrik „Kurse“) einen Platz reservieren.

Übersteigt das Interesse die Platzkapazitäten wird eine Warteliste für einen nächsten Sonntagstermin geführt. Ein weiterer Termin steht dazu bislang nicht fest.

Das Rote Kreuz freut sich über das Interesse der Bürgerinnen und Bürger an seinem Angebot im Rahmen der Breitenausbildung. Um möglichst viele Menschen mit dem sehr wichtigen Thema „Erste Hilfe“ vertraut zu machen, wurden vor wenigen Jahren die Unterrichtseinheiten für Erste-Hilfe-Kurse von 16 auf aktuell neun reduziert. Erstreckte sich ein Erste-Hilfe-Kurs zuvor über zwei Tage, dauert er jetzt nur noch einen Tag (neun UE á 45 Minuten). Die Inhalte wurden entsprechend angepasst und auf die wichtigsten und häufigsten Notfallsituationen reduziert. „Die Teilnehmer erhalten damit das wichtigste Rüstzeug, um im Ernstfall zuhause in der Familie, am Arbeitsplatz oder in der Freizeit Erste Hilfe leisten und so mitunter Leben retten zu können“, sagt BRK-Pressesprecher Michael Will.

Wie wichtig das ist, sei vor allem am Beispiel eines Herz-Kreislauf-Stillstandes festzumachen. Ersthelfern komme dabei eine der wichtigsten Aufgaben zu. Setzen sie keinen Notruf ab und beginnen nicht sofort mit der Wiederbelebung, könnten meist Rettungsdienst und Notarzt ebenfalls nichts mehr für den Patienten tun oder es blieben aufgrund einer gravierenden Unterversorgung mit Sauerstoff erhebliche Gehirnschäden zurück. Die Folge seien oftmals schwere Pflegebedürftigkeit und Lähmungen.

„Deshalb sind Ersthelfer das erste und wichtigste Glied in der Rettungskette“, verdeutlicht Will. „Denn jede Minute ohne Reanimation nach einem Herzkreislaufstillstand verringert die Überlebenschance um zehn Prozent. Schon nach fünf Minuten sinkt sie auf 50 Prozent.“ Bis Rettungsdienst und Notarzt nach einem Notruf eintreffen, dauert es – abhängig von der Lage des Einsatzortes – in aller Regel zwischen zwölf und 15 Minuten. „Wurden bis dahin keine Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen und ununterbrochen aufrechterhalten, sind die Überlebenschancen für einen Menschen äußerst gering.“

Bei den Erste-Hilfe-Kursen des Roten Kreuzes wird daher auf praktische Übungen viel Wert gelegt. So ist ein wichtiger Bestandteil die Reanimation und die stabile Seitenlage bei einem noch atmenden Bewusstlosen. Des Weiteren gibt es Informationen zu Eigenschutz und Absichern von Unfällen, Helfen bei Unfällen, Wundversorgung, Umgang mit Gelenk­ver­let­zun­gen und Knochenbrüchen, Verbrennungen, Hitze-/Kälteschäden, Verätzungen, Vergiftungen und lebensrettenden Sofortmaßnahmen. Zahlreiche praktische Übungsmöglichkeiten runden das Angebot ab.

„Richtig helfen können ist ein gutes Gefühl“, fasst Michael Will Erfahrungen von Teilnehmern zusammen, die einen Erste-Hilfe-Kurs besucht haben oder bei Notfällen gar schon aktiv Hilfe geleistet haben. „Dieser Lehrgang liefert Handlungssicherheit in Erster Hilfe bei nahezu jedem Notfall in Freizeit und Beruf.“

In der Breitenausbildung beim Roten Kreuz in den Haßbergen sind über 40 ehren­amt­liche Helferinnen und Helfer tätig und schulen die Bürger in Erster Hilfe. „Ohne dieses großartige Engagement unserer ehrenamtlichen Mitarbeiter wäre die Nachfrage nach Erste-Hilfe-Angeboten nicht zu bewältigen“, sagt Pressesprecher Michael Will. „Die Ehrenamtlichen sind hier wie auch in vielen anderen Bereichen unserer satzungsgemäßen Aufgaben wichtige Stützen des Roten Kreuzes.“

 

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PM 023 / 2019. Text: Michael Will / BRK

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news-669 Wed, 13 Mar 2019 12:47:00 +0100 Über 13.000 Stunden fürs Ehrenamt im Einsatz /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/ueber-13000-stunden-fuers-ehrenamt-im-einsatz.html Die Ortsgruppe Haßfurt der BRK-Wasserwacht zieht eine beeindruckende Bilanz und ehrt langjährige Mitglieder.

HASSFURT - Ein Rückblick und Ehrungen standen im Mittelpunkt der Jahres­versamm­lung der BRK-Wasserwacht-Ortsgruppe Haßfurt, die kürzlich im Haßfurter Rotkreuz­haus stattfand. Dabei wurde auf viele er­folg­reich abgeleistete Dienst-, Einsatz- und Helferstunden verwiesen.

Mehr als 13.000 Stunden waren es, die Ehren­amtliche der Wasserwacht im Jahr 2018 für die Gemeinschaft leisteten. Für ihren Einsatz und ihr Engagement bedankte sich Orts­gruppen­leiter Dominik Wohlleben bei den Mitgliedern.

An insgesamt drei Einsätzen, darunter eine Eisrettung und zwei Fahrzeugbergungen aus Gewässern, war die Wasserwacht im vergangenen Jahr beteiligt. Sebastian Jäger, Tech­nischer Leiter, skizzierte außerdem, dass vor allem die Durchführung von Schwimmkursen und Jugendtrainings sowie eine Vielzahl an Aus- und Fortbildungen das Stundenkonto der Wasserwacht füllten.

Jäger lobte den hohen Ausbildungsstand der Ortsgruppe Haßfurt. 2018 konnte der Verein neben vier neuen Rettungsschwimmern im Wasserrettungsdienst und einem neuen Wasserretter auch zwei erfolgreich abgeschlossene Sanitätsausbildungen sowie einen neuen Bootsführer verzeichnen. Die Aussichten für das laufende Jahr seien ebenso zufriedenstellend.

Ein besonderer Höhepunkt im zurückliegenden Jahr war die Einführung eines neuen Einsatzfahrzeuges, das beim BRK-Sommerfest im Juli seine geistliche Weihe erhielt. Der Einsatzbus wurde durch das Innenministerium aus Mitteln für das bayerische Rettungsdienstgesetz finanziert. Der Unterhalt und Teile der Ausstattung müssen jedoch von der Ortsgruppe bestritten werden, teilte Kassenwartin Marina Jäger mit. Insgesamt schrieb das Jahr 2018 auch finanziell eine positive Bilanz, so dass bereits ein Investitionsplan für 2019 vorgelegt werden konnte.

Jugendleiterin Desirée Weippert blickte in ihrem Bericht ebenfalls zufrieden zurück. Erfreulich sei vor allem die wachsende Anzahl an jungen Mitgliedern in der Wasserwacht. Insgesamt 42 Mädchen und Buben im Alter von sechs bis 15 Jahren kann der Verein zählen.

Neben den Jahresberichten der Vorstandschaft stand die Ehrung langjähriger Mitglieder auf der Tagesordnung. Ortsgruppenleiter Dominik Wohlleben und stellvertretende Ortsgruppenleiterin Inge Brand überreichten den Jubilaren zum Dank eine Urkunde. Geehrt wurden für 40 Jahre Mitgliedschaft Willi Müller und Reiner Schuster, für 30 Jahre Rosamunde Müller, Franz Oechsner, Rainer Kitzinger und Rainer Stahl sowie für 25 Jahre Bernhard Fleckenstein und Oliver Dirschbacher.

 

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PM 022 / 2019. Text: Michael Will / BRK. Foto: Matthias Feustel / BRK

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news-665 Wed, 27 Feb 2019 08:22:00 +0100 Rettungshunde rücken mit neuem Einsatzfahrzeug aus /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/rettungshunde-ruecken-mit-neuem-einsatzfahrzeug-aus.html BRK-Kreisverband Haßberge ist dankbar für 16.000 Euro Spendengelder zur Finanzierung. Spürnasen können Menschenleben retten.

ELTMANN – Die Rettungshundestaffel des BRK-Kreisverbandes Haßberge freut sich über ein neues Einsatzfahrzeug. Der Ford Transit löst ein altes Fahrzeug ab, das aus dem Baujahr 1997 stammt und über 300.000 Kilometer Laufleistung hatte. Karosserie und Motor hatten ausgedient, weitere Reparaturen wären nicht mehr wirtschaftlich gewesen. Bei der Übergabe des neuen Einsatzfahrzeuges wurde neben der guten Arbeit der Hundestaffel vor allem auch die hohe Eigenleistung ehrenamtlicher Bereitschaftsmitglieder beim Innenausbau des Neufahrzeuges hervorgehoben.

Kreisbereitschaftsleiter Stefan Funck war sichtlich stolz auf das neue Fahrzeug und vor allem darauf, dass der Innenausbau für die besonderen Zwecke von Mitgliedern der Bereitschaft Eltmann in mehreren hundert Stunden Eigenleistung erbracht worden sind. Er bezeichnete es als einmalig im Bezirk Unterfranken, dass Mitglieder einer Bereitschaft für eine andere ein Einsatzfahrzeug herrichten. So hatten Mitglieder der Eltmanner Bereitschaft, die auch der Schnelleinsatzgruppe „Information und Kommunikation“ (IuK) angehören, für die SEG-Rettungshundestaffel den Innenausbau fachkundig übernommen.

Funck machte deutlich, wie wichtig der neue Bus inzwischen geworden sei, da der alte aufgrund seines verbrauchten Zustandes bald nicht mehr hätte eingesetzt werden können. Bei ersten Überlegungen vor rund drei Jahren wurden die Kosten für ein Neufahrzeug mit entsprechender Ausrüstung für Rettungshunde und Einsatzkommunikation und -mittel auf rund 80.000 Euro geschätzt. Viel zu teuer, wie sich schnell herausstellte. So wurde also nach Alternativen seitens der Kreisgeschäftsführung gesucht und schließlich Einsparungen vorgenommen und ein eigener Ausbau durch ehrenamtliche Rotkreuzhelfer abgesprochen. 

Letztlich, machte BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger deutlich, hätten sich die Kosten für das Fahrzeug auf insgesamt 53.000 Euro belaufen, 16.000 Euro davon kamen als Spenden von Unternehmen und von Privatpersonen zusammen, wofür sich Greger sehr dankbar zeigte. Schließlich werden derartige Fahrzeuge nicht aus öffentlichen Mitteln beschafft, sondern müssen vom BRK selbst finanziert werden.

Seinen besonderen Dank richtete Kreisbereitschaftsleiter Stefan Funck an Michael Schwab, Thomas Bär und Michael Lindner von der SEG IuK aus Eltmann, die sich als versierte Fachleute dem Innenausbau des Fahrzeugs angenommen und rund 750 Stunden dafür investiert hatten. So wurde darauf geachtet, dass die Einrichtung funktional gestaltet wird; hinter der Fahrerkabine, in der drei Personen Platz finden, befindet sich ein Innenraum, der mit einem Tisch und Sitzbänken für Einsatzkräfte ausgestattet ist, zudem vier Boxen für insgesamt acht Hunde. Ebenso wurden die Funkanlage, eine Klimaanlage sowie die Sondersignaleinrichtungen in Eigenregie eingebaut.

Wolfgang Zweverink, Katastrophenschutzbeauftragter des BRK-Kreisverbandes Haßberge, freute sich, dass die Rettungshundestaffel mit dem neuen Einsatzfahrzeug nunmehr wieder ideal ausgestattet sei. Er dankte Kreisgeschäftsführer Dieter Greger für die Bewilligung der Mittel und der Bereitschaft Eltmann für deren Eigenleistungen beim Ausbau. Für die Hundestaffel habe das Fahrzeug einen sehr hohen Einsatzwert. Zweverink lobte die ehrenamtlichen Mitglieder der Staffel, die sich mit ihren Hunden einen guten Namen weit über den Landkreis hinaus erarbeitet hätten. Mit Flächensuchhunden, Trümmerhund und Mantrailern könne sie alle Aufgaben einer Rettungshundestaffel wahrnehmen.

Von einem spannenden Projekt im Hinblick auf Finanzierung und Ausbau des Fahrzeugs sprach Kreisgeschäftsführer Dieter Greger und wies darauf hin, dass der Ford Transit ohne Spenden von Unternehmen und Privatleuten nicht alleine aus Eigenmitteln des BRK hätte finanziert werden können. Insgesamt 16.000 Euro Spenden habe das Rote Kreuz zweckgebunden zur Anschaffung des Einsatzfahrzeugs erhalten, wofür Greger besonders dankte. 

Anerkennung sprach er den ehrenamtlichen Helfern für deren Eigenleistungen aus. Hier habe sich als Vorteil erwiesen, dass man in den eigenen Reihen eine Vielzahl von Spezialisten mit handwerklichen Berufen habe. „Das war eine tolle Gemeinschaftsleistung und verdient Respekt“, freute sich der Kreisgeschäftsführer. „Im Roten Kreuz helfen alle zusammen und unterstützen sich, das Ergebnis kann sich sehen lassen.“

Stichwort: Mantrailer, Flächenhund und Trümmerhund:

Mantrailer suchen eine bestimmte Person anhand eines Geruchsträgers. Sie sind in der Lage den Trail (gelaufenen Weg) auch noch nach mehreren Tagen und Wochen nachzulaufen.

Flächenhunde können großflächige Gebiete absuchen. Der Hundeführer durchquert das abzusuchende Gebiet und der Hund durchstreift in weiten spiralförmigen Bögen das Gelände. Dabei suchen die Hunde nach menschlichem Geruch. Diesen Duft können sie auf weite Entfernung wahrnehmen. Sie zeigen jeden Menschen an, der in ihr „Opferschema“ passt. Eine Gruppe Spaziergänger, die zusammen laufen und sich unterhalten, beachtet er nicht, aber zum Beispiel jede Person, die sich nicht rührt oder am Boden liegt. Oder auch wenn sie sich oben in einem Baum befindet.

Trümmerhunde spüren verschüttete Menschen in unwegsamen Gelände auf, beispielsweise nach dem Einsturz eines Wohnhauses oder einer Lagerhalle. Im Ausland werden Trümmerhunde unter anderem nach Erdbeben eingesetzt.  

Bianca Herz, Leiterin der BRK-Rettungs­hunde­staffel, freute sich sichtlich über das neue Fahrzeug und dankte Kreis­geschäfts­führer und Kreis­bereit­schafts­leiter für deren Unter­stüt­zung, allen voran aber den ehren­amt­lichen Helfern, die beim Aus- und Umbau des Fahrzeugs Enormes geleistet hätten. Als Anerkennung gab es Präsente für die „Handwerker“.

Nach ihren Worten zählt die Staffel aktuell 20 Mitglieder mit sechs geprüften Flächen­such­hunden, zwei Mantrailern und einem Trümmerhund. Vergangenes Jahr sei die Staffel mehr als 30-mal zum Einsatz gerufen worden, um nach vermissten Menschen zu suchen.

Wer Lust hat, sich mit seinem Hund eben­falls bei der Rettungshundestaffel zu engagieren, kann sich unverbindlich in­for­mie­ren oder an einem Training teilnehmen. Hunde sollten zu Beginn der Ausbildung maximal eineinhalb Jahr alt sein, eher jünger.

Nähere Informationen erteilen die beiden Staffelleiterinnen Bianca Herz aus Eltmann und Brigitte Lutz aus Haßfurt. Interessierte wenden sich bitte an die BRK-Servicestelle Ehrenamt in Haßfurt, Tel. 09521/9550-228.

 

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PM 018 / 2019. Text: Michael Will / BRK.

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news-664 Fri, 22 Feb 2019 11:18:00 +0100 Auch für Senioren ist Erste Hilfe kinderleicht /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/auch-fuer-senioren-ist-erste-hilfe-kinderleicht.html Das Rote Kreuz bietet neue Kurse für die „Generation 50+“ an. Die Scheu vor dem Fall der Fälle soll so abgebaut werden.

HASSFURT - Erste Hilfe ist kinderleicht. Das ist sprichwörtlich zu verstehen, denn schon Kinder lernen heutzutage, wie man Erste Hilfe leistet und dass man bei einem medizinischen Notfall die Notrufnummer 112 anrufen muss. So engagieren sich im Landkreis beispielsweise an vielen Schulen unter anderem Schulsanitäter verschiedenen Alters. Was Kinder und Jugendliche wissen, sollten Erwachsene ebenso gut können. Doch bei vielen herrscht Unsicherheit oder Sorge, etwas falsch zu machen. Mit einem speziellen Erste-Hilfe-Modul will das Rote Kreuz deshalb besonders die „Generation 50+“ ansprechen, Ängste abbauen und Handlungssicherheit vermitteln.

Mit „Fit in Erster Hilfe 50+“ reagiert der BRK-Kreisverband Haßberge speziell auf die Bedürfnisse von Menschen, deren Erste Hilfe Kurs oft Jahre zurück liegt, mitunter gar so alt ist wie ihr Führerschein selbst. Entstanden ist das Angebot als Ergebnis aus dem Aktionstag anlässlich des „Internationalen Tags der Ersten Hilfe“, der im September 2018 stattgefunden hatte und an dem sich das Rote Kreuz mit einem Erste-Hilfe-Parcours auf dem Marktplatz in Haßfurt beteiligte.

Dabei hatte das Rotkreuzteam gemerkt, dass gerade bei Menschen in der zweiten Lebenshälfte viele Unsicherheiten bestehen, wenn es darum geht, Erste Hilfe zu leisten „Deshalb haben wir schnell reagiert und bieten als Erkenntnis daraus spezielle Kurse an“, sagt Ingrid Böllner von der Servicestelle Ehrenamt beim BRK-Kreisverband Haßberge. 

„Mit dem Modul ,Fit in Erster Hilfe 50+‘ geben wir Menschen die Möglichkeit, Erste-Hilfe-Maßnahmen einzelner Themenbereiche zu erlernen, bereits Gelerntes zu wiederholen bzw. zu trainieren“, fasst Böllner die Idee zusammen. Durch praktisches und lebensnahes Üben möchte das Rote Kreuz älteren Mitbürgern die Angst vor Notfallsituationen nehmen und zeigen wie sie nach ihren Möglichkeiten helfen können.

Dabei geht es überhaupt nicht darum, alles perfekt zu machen. Vielmehr stehe im Vordergrund, Wissen über Erste Hilfe, lebensrettende Maßnahmen, stabile Seitenlage, Herz-Lungen-Wiederbelebung etc. aufzufrischen und gemeinsam zu üben. „Niemand muss Angst haben, wenn er etwas nicht so gut beherrscht“, sagt Böllner. Schließlich ist es ganz normal, dass man Dinge vergisst, die man lange Zeit nicht geübt hat und anwenden musste. Genau hier setzt der Kurs an und will Sicherheit vermitteln.

Viele Menschen haben die meiste Angst davor, dass sie im Straßenverkehr zu einem Unfall kommen, bei dem jemand verletzt wurde und sie nun Erste Hilfe leisten sollen, weiß BRK-Pressesprecher Michael Will aus Gesprächen mit Betroffenen. Schwere Verkehrsunfälle sind zum Glück nicht an der Tagesordnung, und dass man als Laienhelfer der Erste an einer Unfallstelle ist, komme im Leben jedes einzelnen noch viel seltener vor.

„Natürlich sollte man auf solche Situationen vorbereitet sein und sich einmal in aller Ruhe Gedanken darüber machen, wie man handeln würde“, so Will. Doch viel häufiger als im öffentlichen Straßenverkehr sind Notfälle und Unglücke im direkten Lebensumfeld – zuhause in der Familie, bei Bekannten, am Arbeitsplatz. „Genau hier kommt es auf schnelle und koordinierte Erste Hilfe an“, sagt Michal Will. Mehr als die Hälfte aller Unfälle ereigne sich im Haushalt, in der häuslichen Umgebung oder in der Freizeit, zum Beispiel bei Sport oder Spiel. Man spricht von so genannten Haus- und Freizeitunfällen. Besonders betroffen seien Kinder und alte Menschen. „Stürze sind dabei die häufigste Unfallursache.“ 

Aber auch außerhalb von Haus- und Freizeitunfällen kommt es häufig zu schwerwiegenden medizinischen Gesundheitsproblemen. Menschen erleiden beispielsweise Herzinfarkte, Schlaganfälle, Krampfanfälle und starke Blutungen. Dann ist schnelle Hilfe wichtig. Den Ersthelfern kommt dabei eine ganz entscheidende Bedeutung zu“, so der Pressesprecher. „Die Rettungskette funktioniert nur so gut, wie jedes einzelne Glied stark ist.“ Laienhelfer sind als Erste gefordert: Sie sind oft unmittelbar dabei, wenn der Partner, ein Angehöriger oder Arbeitskollege ein akutes medizinisches Problem bekommt und sind – sprichwörtlich – seine mitunter einzige Rettung.

Neben dem schnellen Absetzen eines Notrufes unter 112 ist Erste Hilfe immens wichtig. Besonders lässt sich das anhand eines Herz-Kreislauf-Stillstandes deutlich machen. Nur wenn Ersthelfer sofort mit einer Herzdruckmassage beginnen, steigen die Überlebenschancen eines Betroffenen. Denn: „Mit jeder Minute, in der nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand nicht mit der Reanimation begonnen wird, sinken die Überlebenschancen um zehn Prozent.“ Das heißt, nach nur fünf Minuten ohne Herzdruckmassage hat ein Mensch nur noch 50 Prozent Überlebenswahrscheinlichkeit, nach acht Minuten sind es nur noch 20 Prozent.

Genau um diese Aspekte deutlich zu machen, Ängste abzubauen und die wichtigsten Handgriffe der Ersten Hilfe zu schulen, dafür soll das neue Modul „Fit in Erster Hilfe 50+“ dienen. Der Kurs dauert vier Unterrichtseinheiten (3,5 Stunden), die Teilnahmegebühr beträgt 15 Euro. Ein Kurs speziell für die angesprochene Altersgruppe findet am Donnerstag, 28. Februar, von 8:00 bis 11:30 Uhr im Rotkreuzhaus in Haßfurt (Industriestraße 20) statt. Noch sind einige Plätze frei. Einen weiteren Kurs gibt es am Donnerstag, 25. April, ebenfalls im BRK-Haus Haßfurt von 8:00 bis 11:30 Uhr. Anmeldungen zu beiden Kursen nimmt Sachbearbeiterin Bernadett Philipp unter Tel. 09521/9550-197 (vormittags) oder E-Mail: philipp(at)kvhassberge.brk.de entgegen.

 

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PM 017 / 2019. Text: Michael Will / BRK.

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news-663 Wed, 06 Feb 2019 13:01:00 +0100 50 Jahre – allen Grund zum Feiern /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/50-jahre-allen-grund-zum-feiern.html Die BRK-Bereitschaft Memmelsdorf lädt zu zwei besonderen Musik-Events ein. Der Kartenvorverkauf hat begonnen.

MEMMELSDORF -  Der BRK-Bereitschaft Memmelsdorf steht im Juni ein großes Jubiläums ins Haus: Vom 28. Bis 30. Juni wird das 50-jährige Jubiläum gefeiert. Dafür zünden die Verantwortlichen ein musikalisches Feuerwerk, das auf große Resonanz stoßen dürfte.

Startschuss ist am Freitag, 28. Juni, wenn die Gruppe „OPA-Blasmusik“ aus dem Raum Coburg im Festzelt auf dem Festplatz in Memmelsdorf einheizt. Einlass ist um 19:00 Uhr, Beginn um 20:00 Uhr. 1650 Sitzplätze stehen zur Verfügung. Die ehemaligen Schüler und Schülerinnen des musischen Gymnasiums Albertinum in Coburg sorgen mit ihren Instrumenten für eine Stimmung die ihres Gleichen sucht. Wer sie nicht von ihrer bereits legendären Veranstaltung oktOPAfest kennt, sollte nach Memmelsdorf kommen, um zu einer gelungenen Mischung aus Pop und klassischer Blasmusik einen stimmungsvollen Abend zu genießen.

Am Samstag, 29. Juni, heißt es mit den Troglauer „Mach ma Party miteinand“. Um 21:00 Uhr geht’s los, Einlass ist um 19:00 Uhr. An dem Abend wird es neben Stehplätze zudem auch 800 Sitzplätze geben. Die sechs Jungs sorgen mit ihrer Mischung aus Heavy Metal und Volksmusik für eine exzellente Stimmung. Eine ausgewogene Mischung aus eigenen Hits wie zum Beispiel "Haberfeldtreiber" oder "Rasenmäher" sowie "Alles klar an der Bar" und bekannten Songs wie "TNT", "Bobfahrerlied" oder "Resi i hol die mit meim Traktor ab" sorgen für einen unvergesslichen Abende mit stimmungsgeladener Atmosphäre.

Für beide Abende gibt es Karten zum Preis vom 10€ im Vorverkauf und für 12€ an der Abendkasse. Vorverkaufsstellen sind das „KOMM“ in Untermerzbach, die Buchhandlung „Leseinsel“ in Ebern sowie das Autohaus Ernst in Coburg.

Der Sonntag, 30. Juni, beginnt um 9:00 Uhr mit einem Festgottesdienst im Festzelt. Um 10:00 Uhr folgen Grußworte und Ehrungen und um 11:00 Uhr gibt es einen Frühschoppen mit der Baunacher Vielharmonie. Ein großer Festzug wird sich um 14:00 Uhr durch das Alster-Dorf schlängeln, Aufstellung dazu ist um 13:30 Uhr. Nach dem Festzug unterhält die Blaskapelle Gereuth im Festzelt. Am Nachmittag steht für die Besucher eine Fahrzeugschau bereit, bei der neben Einsatzfahrzeugen aus dem BRK-Kreisverband Haßberge auch Fahrzeuge der Bundeswehr und des THW zu sehen sein werden.

Weitere Infos gibt es unter www.50-jahre-brk-memmelsdorf.de

 

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PM 013 / 2019. Text: Michael Will / BRK.

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news-662 Wed, 06 Feb 2019 09:01:00 +0100 An ihrer Schule Profis in Erster Hilfe /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/an-ihrer-schule-profis-in-erster-hilfe-1.html

Neue Schulsanitäter nehmen ihren Dienst an der Realschule Hofheim auf

HOFHEIM – Acht neue Schulsanitäter haben in diesen Tagen an der Jacob-Curio-Realschule in Hofheim ihren Dienst angetreten. Unter der Leitung von Anne Grimmer, ehrenamtliche Ausbilderin beim BRK-Kreisverband Haßberge, wurden die jungen Helfer in Erster Hilfe ausgebildet und stehen ab sofort für den Ernstfall bereit. Betreut werden die Schulsanitäter an der Schule von den beiden engagierten Lehrkräften Katharina Salg und Katrin Esch.

Robin Daschner, Jona Wagner, Jonathan Marek, Julia Schmidt, Nike Wolff, Lars Jochum, Paul Schamberger und Leon Werner sorgen nunmehr an ihrer Schule als Ersthelfer für Sicherheit. Von Rektor Stefan Wittmann wurden sie nun bei der Übergabe der Erste-Hilfe-Ausrüstung der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Schule sei stolz auf die Schüler, die sich im Schulsanitätsdienst engagieren, leisten sie doch einen wichtigen Beitrag für die Erstversorgung von Erkrankten oder Verletzten an ihrer Schule.

Das Rote Kreuz überreichte den Schulsanitätern einen Notfallrucksack und gelbe Warnwesten. Die Schule hatte die Mädchen und Jungen bereits mit eigenen Schulsanitäter-T-Shirts ausgerüstet. Ingrid Böllner, Leiterin der Servicestelle Ehrenamt beim BRK-Kreisverband Haßberge, machte bei der Vorstellung der neuen Schulsanitäter deutlich, wie wichtig es sei, sich mit ihrer Aufgabe zu identifizieren. Die Aufgabe der Schulsanitäter ist es beispielsweise, Schulfeste und Schulveranstaltungen sanitätsdienstlich abzusichern, aber auch während der Schulzeiten für medizinische Notfälle bereit zu stehen. Durch die Shirts seien die Schulsanitäter für jedermann zu erkennen. 

Vor allem bei kleineren Verletzungen können die Schüler nahezu selbstständig helfen, Mitschülern Erste Hilfe leisten und sie betreuen, bis sie beispielsweise von ihren Eltern aus der Schule abgeholt oder bei sofort behandlungsbedürftigen Verletzungen oder Erkrankungen durch den BRK-Rettungsdienst versorgt und ins Krankenhaus transportiert werden.

Der Schulsanitätsdienst bietet den Jugendlichen einen echten Mehrwert. Davon ist Ingrid Böllner überzeugt. Die Schüler lernen im Hinblick auf Erste Hilfe sprichwörtlich fürs Leben, denn dieses Wissen wird ihnen später im Beruf, in der Freizeit oder in der Familie in Notfallsituationen sehr nützlich sein. Noch dazu werden ihnen durch den Schulsanitätsdienst von der Schule wichtige Kompetenzen zusätzlich vermittelt, beispielsweise selbstständiges Arbeiten, Teambildung und -arbeit, Verantwortungsbewusstsein, Mitverantwortung und Zivilcourage. 

Natürlich macht sich ein derart soziales Engagement schon in der Schule auch in einem Bewerbungsschreiben für einen späteren Ausbildungsplatz bezahlt. Viele Arbeitgeber achten heute nicht mehr nur auf gute Schulnoten, sondern vor allem auch darauf, ob und wie sich junge Menschen in und für die Gesellschaft engagieren. Da sticht die Mitarbeit im Schulsanitätsdienst immer positiv ins Auge. 

Das Rote Kreuz unterstützt die Schulen in der Ausbildung von Schulsanitätern. Derzeit gibt es nach Worten von Ingrid Böllner an 13 Schulen im Landkreis einen Schulsanitätsdienst, der in Kooperation mit dem BRK entstanden ist. Weitere Schulen sollen in diesem Jahr dazukommen.

Die Rotkreuz-Mitarbeiterin wies ebenso auf die Möglichkeit hin, sich beim BRK in vielen Bereichen ehrenamtlich engagieren zu können, beispielsweise in den örtlichen Bereitschaften und so zum Beispiel bei sanitätsdienstlichen Absicherungen von Sportveranstaltungen und Festen mithelfen zu können. Die Qualifikationen dafür könne man sich im Rahmen einer Sanitätsausbildung erwerben, die sich über mehrere Wochenenden erstrecke und an deren Ende eine praktische und theoretische Prüfung stehe.

Medizinische Notfälle an Schulen treten immer wieder auf, weiß Ingrid Böllner aus Gesprächen mit ihren Kollegen aus dem Rettungsdienst. Das könne von harmlosen Schürf- und Schnittwunden in der Pause, über Verletzungen beim Sportunterricht, Stürzen, Blutungen und im schlimmsten Fall bis hin zu Krampfanfällen, Bewusstlosigkeit oder gar Herz-Kreislauf-Stillständen führen. „Da ist es gut zu wissen, wie man helfen kann.“ Den Schulsanitätern komme dabei als Ersthelfer eine wichtige Rolle zu, sie seien quasi die „Profis für Erste Hilfe“ an der Realschule. Mit ihren Maßnahmen könnten sie die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes qualifiziert überbrücken und den Rettungsdienst zum Unfallort lotsen.

 

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PM 012 / 2019. Text: Michael Will / BRK. Foto: Frank Ziegler / Realschule Hofheim.

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news-660 Tue, 05 Feb 2019 13:36:00 +0100 Hausbewohner aus akuter Lebensgefahr gerettet /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/hausbewohner-aus-akuter-lebensgefahr-gerettet.html Sieben Menschen mit Kohlenmonoxid-Vergiftung in Krankenhäuser eingeliefert. Vermuteter Defekt an einer Ölheizung sorgt für Großeinsatz des Rettungsdienstes.

UNTERSTEINBACH - Ein zunächst scheinbar normaler Einsatz hat am Freitagmittag in der Gemeinde Rauhenebrach (Landkreis Haßberge) einen Großeinsatz des Rettungsdienstes nach sich gezogen. Das Team eines BRK-Rettungswagens aus Eltmann war beim Betreten eines Wohnhauses auf das gefährliche Gas Kohlenstoffmonoxid (CO) aufmerksam geworden und hat daraufhin sofort die Evakuierung des Gebäudes in die Wege geleitet. Insgesamt wurden sieben Personen verletzt, drei mussten mit Rettungshubschraubern in Spezialkliniken geflogen werden.  

Gegen 12:00 Uhr war bei der Integrierten Leitstelle in Schweinfurt ein Notruf einer Frau aus Untersteinbach eingegangen. Sie klagte gemeinsam mit einem weiteren Bewohner über Schwindel und Unwohlsein, so dass ein Rettungswagen wegen des Verdachts eines neurologischen Geschehens entsandt wurde, um medizinische Hilfe zukommen zu lassen. Als wenig später der Rettungswagen von der BRK-Rettungswache Eltmann in der Hofäckerstraße eintraf und das Rettungsteam die Wohnung im Erdgeschoss betrat, klagte ein Ehepaar über Unwohlsein und Schwindel und teilte dem Rotkreuz-Team mit, dass sich im Obergeschoss zudem ein Mann und eine Frau befänden, die nicht mehr gehfähig seien. Auf dem Weg nach oben löste auf der Treppe ein mitgeführter CO-Warner Alarm aus. Sofort wies das Rettungsteam die Bewohner an, das Haus zu verlassen.

Gemeinsam mit einem Ersthelfer rettete Notfallsanitäter Jürgen Bäuerlein, gleichzeitig Leiter der Rettungswache Eltmann, die im Obergeschoss befindlichen beiden jungen Leute. Eine 19-Jährige lag im Bad am Boden, ein 25-Jähriger im Bett. Beide waren bedingt ansprechbar und mussten mit vereinten Kräften ins Freie geschleppt werden, berichtet Michael Will, Pressesprecher des BRK-Kreisverbandes Haßberge. Das Ehepaar aus dem Erdgeschoss habe das Haus selbst verlassen können.

Anschließend forderte Jürgen Bäuerlein mit seinem Kollegen weitere Rettungskräfte sowie die Feuerwehr zur Gefahrenabwehr nach. Da sich in dem Gebäude mehrere Personen aufgehalten hatten, wurde ein Großeinsatz ausgelöst, um die potentiell Verletzten umgehend medizinisch versorgen zu können. Die Koordinierung des Einsatzes vor Ort übernahm Wolfgang Brühl, Einsatzleiter Rettungsdienst.

Während das Team des zuerst eingetroffenen Rettungswagens alle Patienten in Augenschein nahm, um deren Gesundheitszustand zu beurteilen, trafen weitere Einheiten ein. Insgesamt wurden vier Rettungswagen aus Eltmann, Gerolzhofen, Bamberg und Schweinfurt sowie ein Rettungswagen der BRK-Bereitschaft Zeil am Main zum Einsatz gerufen, ebenso ein Notarzteinsatzfahrzeug aus Gerolzhofen. Zusätzlich forderte der Einsatzleiter ein spezielles CO-Messgerät der Schnelleinsatzgruppe GSG (Gefährliche Stoffe und Güter) des BRK-Kreisverbandes aus Haßfurt an. Mit dem Gerät kann die CO-Konzentration im Blut der Betroffenen gemessen und so beurteilt werden, ob eine medizinische Behandlung notwendig ist.

Bei drei Patienten war die Kohlenmonoxid-Belastung so groß, dass sie intensiv-medizinischer Betreuung bedurften. Die beiden Frauen im Alter von 19 und 68 Jahren sowie ein 25 Jahre alter Mann wurden mit drei Rettungshubschraubern aus Ochsenfurt, Bayreuth und Nürnberg in Spezialkliniken nach Ludwigsburg und Wiesbaden geflogen. Vier weitere Patienten kamen nach einer ersten notärztlichen Versorgung mit Rettungswagen in Kliniken nach Bamberg und Gerolzhofen. 

Während die Betroffenen vom Rettungsdienst versorgt wurden, kümmerten sich die Feuerwehren aus Untersteinbach und Eltmann um die Belüftung des Gebäudes. Die insgesamt rund 30 Feuerwehrleute gingen mit schwerem Atemschutz in das Wohnhaus, öffneten die Fenster und sorgten mit einem Speziallüfter für die Durchlüftung des Gebäudes, so dass das gefährliche Gas nach und nach aus dem Drei-Parteien-Wohnhaus entweichen konnte. Polizei und Kaminkehrermeister konnten das Haus längere Zeit nicht betreten, bis der CO-Wert bei laufenden Messungen der Feuerwehr unter einen unbedenklichen Wert gefallen war.

Weshalb es zu dem CO-Austritt gekommen ist, ist Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen, wie Norbert Mohr, Leiter der Polizeiinspektion Haßfurt, vor Ort auf Anfrage sagte. Vermutet wird, dass es an einer Ölheizung zu einem technischen Defekt gekommen ist und so das Kohlenmonoxid aus dem Heizsystem entweichen konnte.

Noch während der Einsatz lief, kam eine weitere junge Frau nach Hause und klagte über Kopfschmerzen. Sie hatte das Haus bereits am Morgen verlassen. Es ist deshalb anzunehmen, dass der vermutete Defekt bereits in der Nacht aufgetreten und das gefährliche Gas nach und nach entwichen ist.

„Die Hausbewohner haben sich allesamt in akuter Gefahr befunden“, bestätigt BRK-Pressesprecher Michael Will. „Ist die Konzentration an Kohlenmonoxid erhöht und atmet man das Gas über längere Zeit ein, kann dies zur Bewusstlosigkeit und zum Tod führen.“ Typische Symptome seien Kopfschmerzen, Luftnot und Übelkeit.  

Kohlenmonoxid entstehe bei Verbrennungsprozessen ohne ausreichende Sauerstoffzufuhr. Ursache sind nach Wills Worten daher vor allem defekte Öfen und Schornsteinanlagen oder Schwelbrände in abgeschlossenen Räumen. „Kohlenstoffmonoxid ist ein farb-, geruch- und geschmackloses giftiges Gas“, sagt der BRK-Pressesprecher. „Genau das macht es so tückisch und gefährlich.“ Medizinisch gesehen binde das Gas im Körper viel stärker an Hämoglobin als Sauerstoff und unterbinde so den Sauerstofftransport durch das Blut. „Abhängig von der Konzentration und der Zeit, die man das Gas einatmet, kann es rasch zum Tode führen. Erste Symptome können Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Erbrechen und Verwirrtheit sein.“ Die sogenannte Kohlenstoffmonoxid-Intoxikation sei häufig auch ein Teilvorgang der Rauchgasvergiftung bei Bränden.

CO-Gas ist durch seine geruch- und geschmacklose Eigenschaft auch für Rettungskräfte sehr gefährlich. Deshalb führen im BRK-Kreisverband Haßberge alle Rettungsteams mit ihrer Ausrüstung einen sogenannten CO-Warner mit sich. Das Gerät in etwa der Größe einer Zigarettenschachtel misst nach Wills Worten fortlaufend die CO-Konzentration in der Umgebungsluft. Werden erhöhte Werte gemessen, löst das Gerät optischen und akustischen Alarm aus. Für die Helfer ist das ein Zeichen, dass sie sich in Gefahr befinden und rasch den Rückzug antreten müssen. „Bei entsprechend hohen Konzentrationen ist eine Menschenrettung nur durch die Feuerwehr unter Einsatz von schwerem Atemschutz möglich“, sagt Michael Will, da sich die Rettungsteams sonst selbst in Lebensgefahr begeben würden. 

„Durch die gute medizin-technische Ausrüstung des BRK-Rettungsdienstes in Kombination mit dem professionellen und umsichtigen Handeln unserer Rettungswagen-Besatzung konnten sowohl für die betroffenen Hausbewohner als auch für die Retter weitere Gefahren abgewendet werden“, berichtet der Pressesprecher. Womöglich hätten die beiden im Obergeschoss befindlichen Personen ihr Leben dem beherzten Eingreifen des Rettungsteams und des Ersthelfers zu verdanken.

Die drei in Spezialkliniken nach Ludwigsburg und Wiesbaden geflogenen Patienten müssen sich dort einer weiteren Therapie unterziehen. Schon an der Einsatzstelle begann die rettungsdienstliche Therapie mit einer sofortigen Behandlung mit reinem Sauerstoff. Sie muss in bestimmten Fällen in Fachkliniken in Überdruckkammern fortgesetzt werden. Dort atmen die Patienten unter erhöhtem Umgebungsdruck Sauerstoff ein, wodurch das Kohlenmonoxid nach und nach aus dem Blut verdrängt wird. 

 

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PM 007 / 2019. Text u. Foto: Michael Will / BRK.

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news-661 Tue, 05 Feb 2019 13:35:00 +0100 Angehöriger spricht von Schicksal und dankt den BRK-Rettern /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/angehoeriger-spricht-von-schicksal-und-dankt-den-brk-rettern.html Nach Kohlenmonoxid-Unfall mit sieben Verletzten: Bruder einer Betroffenen schildert, wie dramatisch die Situation war

UNTERSTEINBACH - Die Umstände, die am Freitagnachmittag zur Rettung von mehreren Bewohnern eines Mehrparteienhauses in Untersteinbach geführt haben, sind nach Mitteilung des Bayerischen Roten Kreuzes mehr als glücklich. Demnach hatte nicht, wie zunächst von der Polizei mitgeteilt, eine im Haus befindliche Bewohnerin den Notruf verständigt, sondern die Mutter der 19-Jähirgen, die später zusammen mit ihrem 25 Jahre alten Freund sprichwörtlich in letzter Minute von Einsatzkräften und einem Ersthelfer gerettet werden konnten. In dem Wohnhaus in der Hofäckerstraße war es aus zunächst unbekannten Gründen zum Austritt von Kohlenmonoxid gekommen (wir berichteten). Die ersten, noch am Freitag von der Schweinfurter Kripo übernommenen Ermittlungen deuten nach Angaben der Polizei vom Samstag auf einen technischen Defekt an der Heizungsanlage hin. Vom Keller des Hauses aus habe sich das Gas demzufolge im gesamten Haus ausgebreitet. 

Dass die zur Mittagszeit im Haus befindlichen Personen allesamt noch rechtzeitig gerettet werden konnten, dürfte alles in allem glücklichen Umständen geschuldet sein. Darauf hat der Bruder der 19-Jährigen am Wochenende in einem Gespräch mit Michael Will, Pressesprecher des BRK-Kreisverbandes Haßberge, aufmerksam gemacht. Dem Mann sei es nach Mitteilung des Roten Kreuzes wichtig, darauf hinzuweisen, wie schicksalhaft die Ereignisse in den Mittagsstunden gewesen sind.

Nach seiner Darstellung hatte seine Mutter, die in einem Nachbarort lebt, einen Termin beim Hausarzt. Als sie kurz zuvor von ihrer Tochter via Handy eine schriftliche Nachricht mit dem Hinweis erhalten habe, dass es der jungen Frau nicht gut gehe und sie schlapp sei, habe die Mutter kurzerhand entschieden, bei ihrer Tochter persönlich nach dem Rechten zu sehen, um sie eventuell gleich mit zum Hausarzt zu nehmen. 

Als die 50 Jahre alte Mutter kurz darauf in Untersteinbach eintraf und an der Haustür in der Hofäckerstraße klingelte, war die 19-Jährige offenbar noch mit letzter Kraft in der Lage, die Haustür per Knopfdruck zu öffnen. Augenblicke später, als die Mutter die Treppe zum Obergeschoss nach oben gelaufen und in der Wohnung angekommen war, lag die junge Frau bereits im Hausflur und habe sich nicht mehr regen können. Ihr 25 Jahre alter Freund habe im Schlafzimmer gelegen, ebenfalls nicht in der Lage, selbstständig zu gehen.

Die 50-Jähirge habe daraufhin sofort den Notruf 112 gewählt und die Integrierte Leitstelle in Schweinfurt verständigt. Von dort wurde ein Rettungswagen zur medizinischen Hilfeleistung entsandt. „Es war also alles in allem sehr glücklich, dass meine Schwester mehr oder weniger von der Mutter aufgefordert wurde, mit zum Hausarzt zu kommen und sie dann abgeholt werden sollte“, sagt ihr Bruder. Die ganze Familie und auch die weiteren Bewohner des Mehrparteienhauses hätten einen Schutzengel gehabt, ist der junge Mann überzeugt.

Als wenig später das Team eines Rettungswagens von der BRK-Rettungswache Eltmann eintraf und zu den beiden Patienten ins Obergeschoss ging, schlug ein an der Rettungsdienstausrüstung mitgeführter CO-Warner plötzlich Alarm. Ein Hinweis darauf, dass in dem Gebäude eine über dem normalen Grenzwert befindliche Belastung mit Kohlenmonoxid (CO) vorlag. Zusammen mit einem Ersthelfer gelang es Notfallsanitäter Jürgen Bäuerlein und seinem ehrenamtlichen Kollegen Holger Eiter, alle Bewohner des Hauses aus der Gefahrenzone zu retten und ins Freie zu bringen.

Anschließend wurden von der Rettungswagenbesatzung weitere Rettungskräfte und die Feuerwehr nachgefordert. Insgesamt waren schließlich fünf Rettungswagen aus Eltmann, Gerolzhofen, Bamberg, Schlüsselfeld und Zeil, ein Notarzteinsatzfahrzeug aus Gerolzhofen sowie drei Rettungshubschrauber aus Ochsenfurt, Nürnberg und Bayreuth, insgesamt vier Notärzte, die Feuerwehren Untersteinbach und Eltmann sowie mehrere Polizeistreifen der Inspektion Haßfurt am Einsatzort.

Während die 19-Jähirge und ihr 25-jähriger Freund sowie eine 68 Jahre alte Frau mit den Rettungshubschraubern in Spezialkliniken nach Ludwigsburg und Wiesbaden geflogen wurden, kamen vier weitere Betroffene, darunter die Mutter der 19-Jährigen, in Kliniken nach Bamberg und Gerolzhofen. Wäre die Mutter nicht gewesen und hätte sie nicht kurzerhand nach dem Rechten gesehen, wer weiß, wie es den Hausbewohnern ergangen wäre. Sie hatten sich nach Angaben von BRK-Pressesprecher Michael Will allesamt in Lebensgefahr befunden, denn Kohlenmonoxid ist ein farb-, geruch- und geschmackloses giftiges Gas. Abhängig von der Konzentration könne es schon nach kurzer Zeit zur Bewusstlosigkeit und zum Tod führen. Erste Symptome seien Unwohlsein, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen.

Dem Bruder der 19-Jährigen, der namentlich nicht genannt werden möchte, ist es ein Anliegen, sich bei der BRK-Rettungswagenbesatzung aus Eltmann sowie allen anderen Helferinnen und Helfern öffentlich zu bedanken, wie er am Samstag gegenüber dem BRK mitteilte. „Vielen, vielen Dank für eure gute Arbeit und großen Respekt vor dem professionellen Vorgehen“, schreibt er. „Ich wünsche jedem, dass er im Ernstfall auf Leute wie euch trifft, die ihr Handwerk beherrschen und auf die absoluter Verlass ist. Ich spreche euch tiefen Dank aus.“ Der Mann ist froh darüber, dass seine Mutter zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle war und die Retter alarmieren konnte. So habe das Leben der im Haus befindlichen Bewohner gerettet werden können, „zusammen mit den vorbildlichen Rettungskräften. Alles in allem ein Dankeschön dem Schutzengel und für eure heldenhafte Arbeit!“.

 

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PM 010 / 2019. Text u. Foto: Michael Will / BRK.

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news-659 Tue, 05 Feb 2019 13:15:00 +0100 Auf ehrenamtliche Helfer ist stets Verlass /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/auf-ehrenamtliche-helfer-ist-stets-verlass.html BRK-Bereitschaft Ebern ehrt Frauen und Männer für vielfältige Unterstützung.

EBERN - Für ihre unermüdliche ehrenamtliche Hilfe im Zeichen der Menschlichkeit hat die BRK-Bereitschaft Ebern bei ihrem Jahresrückblick kürzlich sechs Frauen und Männer für deren Engagement geehrt. Allesamt setzen sie sich unentgeltlich für die Rotkreuzarbeit ein, sei es als Küchenteam bei Blutspendeterminen, bei der Mittelbeschaffung im Zuge der Altkleidersammlungen oder in der Erste-Hilfe-Ausbildung.

Die Ausübung eines Ehrenamtes sei in der heutigen, schnelllebigen Zeit keineswegs mehr selbstverständlich. Umso mehr schätze man seitens des BRK die Unterstützung und Hilfe der Ehrenamtlichen in vielen Bereichen der Rotkreuzarbeit. Bereitschaftsleiter Rudi Hauck, dessen Stellvertreter Daniel Brunnhuber und stellvertretender Kreisbereitschaftsleiter Dieter Kirstner dankten den Frauen und Männern für ihre sprichwörtliche Bereitschaft innerhalb der BRK-Bereitschaft Ebern. Oft auch kurzfristig stünden die Geehrten bei unvorhersehbaren Ereignissen mit Rat und Tat zur Seite.

Verlässliche Küchenprofis sind beispielsweise das Ehepaar Lazenta und Dietmar Hofmann. Bei Blutspendeterminen im Rotkreuzhaus sorgen sie mit weiteren Kolleginnen für die Verpflegung der Blutspender, oft bis zu 160 an der Zahl. Ebenso verpflegen sie am Ende von kräftezehrenden Altkleidersammlungen die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer mit einem leckeren Mittagessen. Auf die Hofmanns ist stets Verlass, war man sich in der Runde einig. Als leidenschaftlicher Pfadfinder lebe Dietmar Hofmann die Devise „Jeden Tag eine gute Tat“ meist mehr als einmal täglich.

Erwin Oppel, Harry Dorsch und Wolfgang Streng sind bei Altkleidersammlungen verlässliche Stützen in der Bereitschaft. In eingespielten Teams bringen sie ihre (Orts-)Kenntnisse ein. Auch außerhalb der dreimal jährlich stattfindenden landkreisweiten Sammlungen gilt ihr Augenmerk den Altkleidern. Regelmäßig sind sie mit Rotkreuzbussen unterwegs und leeren in Ebern und Umgebung die ganzjährig aufgestellten Altkleidercontainer des Roten Kreuzes, bringen die Ware zum Kreisverband nach Haßfurt, wo sie schließlich nach brauchbarer Kleidung durchforstest wird.

Peter Kachelmaier, der hauptamtlich im BRK-Rettungsdienst tätig war, unterstützt die BRK-Bereitschaft Ebern seit Jahrzehnten in der Breitenausbildung. In Ebern und Umgebung ist der Untermerzbacher vielen Menschen bekannt, mehrere Tausend hat er in Erste-Hilfe-Kursen den richtigen Umgang mit akut Erkrankten und Verletzten gelehrt.

Als Dankeschön überreichten die beiden Bereitschaftsleiter Rudi Hauck und Daniel Brunnhuber Präsente an die fleißigen Helfer. Stellvertretender Kreisbereitschaftsleiter Dieter Kirstner übermittelte den Dank des BRK-Kreisverbandes an die Frauen und Männer. Mit einem gemeinsamen Abendessen klang der Jahresrückblick aus.

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PM 007 / 2019. Text u. Foto: Michael Will / BRK.

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news-658 Mon, 28 Jan 2019 19:07:00 +0100 Seit sechseinhalb Jahrzehnten dem BRK treu verbunden /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/seit-sechseinhalb-jahrzehnten-dem-brk-treu-verbunden.html BRK-Bereitschaft Haßfurt 1 ehrt Mitglieder für ehrenamtliches Engagement. Otto Müller ein besonderes Vorbild.

HASSFURT – Über 11.200 Stunden haben die Frauen und Männer der BRK-Bereitschaft Haßfurt 1 im vergangenen Jahr ehrenamtlich geleistet. Diese beeindruckende Bilanz stellte die Bereitschaftsleitung beim Jahresrückblick 2018 vor.

Bei leckerem Essen und Getränken hatten sich kürzlich alle Helfer aus der Bereitschaft versammelt, um gemeinsam das Jahr 2018 Revue passieren zu lassen. Bereitschaftsleiter Dirk Finzel stellte zusammen mit der zuvor von Kreisbereitschaftsleiter Stefan Funck bestellten Stellvertreterin Lisa Gollbach die Jahresbilanz vor, die unter anderem 11241 Stunden Arbeit in der Bereitschaft und für die Bereitschaft beinhaltete.

Fester Bestandteil jedes Jahresrückblicks ist die Ehrung der Helferinnen und Helfer nach ihrer Dienstzeit in Jahren. Katja Wambach, Julianna Herrmann und Julian Kram wurden für fünf  Jahre Mitgliedschaft geehrt. Für zehn Jahre wurde Gerd Finzel, für 15 Jahre Stefan Mutter und für 20 Jahre Barbara Büttner geehrt. Eine besondere Ehrung bekam als langjähriges Mitglied Otto Müller, er wurde für insgesamt 65 Jahre Mitgliedschaft in der Bereitschaft Haßfurt geehrt.

Nachdem der offizielle Teil mit den Grußworten des Kreisbereitschaftsleiter abgeschlossen war, bekamen die Gäste noch einmal in Form einer Bilderpräsentation die geleisteten Dienste, Arbeit und Treffen visuell angeboten. Dann war es Zeit für Gespräche, sich auszutauschen und Erlebtes aus dem Jahr 2018 zu bereden. Die Bereitschaftsleitung dankte allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für deren Engagement im zu Ende gegangenen Jahr und lobte deren hohe Einsatzbereitschaft.

 

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PM 005 / 2019. Text: Michael Will / BRK. Foto: Nikolai Menna / BRK

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news-657 Thu, 24 Jan 2019 13:14:00 +0100 Mit wenigen Klicks zur Ersten Hilfe /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/mit-wenigen-klicks-zur-ersten-hilfe.html Das Rote Kreuz bietet ab sofort auch eine Online-Anmeldung für Kurse auf seiner Homepage an.

HASSFURT - Erste Hilfe ist und bleibt ein manueller Vorgang. Bei einer Reanimation beispielsweise muss der Ersthelfer selbst den Brustkorb eines Mitmenschen mit Muskel­kraft komprimieren, um den natürlichen Blutkreislauf durch Drücken künstlich auf­recht zu erhalten. Online-Drücken funk­tio­niert ab sofort allerdings bei den Anmel­dun­gen zu Kursen auf der Homepage des BRK-Kreisverbandes Haßberge unter www.kvhassberge.brk.de

Das Bayerische Rote Kreuz arbeitet stetig daran, in den täglichen Arbeitsprozess neue Möglichkeiten der Digitalisierung einzubinden. „Mit der neuen Möglichkeit, sich ab sofort direkt über die Homepage für Erste-Hilfe-Kurse anzumelden, verbessern wir unseren Service für unsere Kunden erneut“, sagt Ingrid Böllner, Leiterin der Servicestelle Ehrenamt. Mussten Anmeldungen bisher per E-Mail an den Kreisverband oder telefonisch bei der Sachbearbeiterin Bernadette Philipp erfolgen, können Interessenten nun mit ein paar wenigen Klicks auswählen, welcher Kurs für sie zeitlich und an welchem Veranstaltungsort infrage kommt und sich ganz einfach online anmelden.

Auf der Homepage ist unter der Rubrik „Kurse“ eine Übersicht aller bereits feststehenden Termine einzusehen. Interessenten können dort die Art des Erste-Hilfe-Kurses auswählen, beispielsweise ob sie einen kompletten Kurs mit neun Unterrichtseinheiten benötigen (z.B. Fahranfänger) oder ob sie ein spezielles Angebot nutzen wollen, zum Beispiel den dreieinhalbstündigen Kurs für die „Generation 50+“ oder einen Kurs, der Erste Hilfe beim Kind zum Inhalt hat.

Zu den einzelnen Kursen gibt es ausführliche Informationen zum Inhalt, dem Veranstaltungsort, der Uhrzeit und den Kosten. Bei der Anmeldung kann man zudem auswählen, ob man sich als Privatperson oder als Firma (Selbstzahler oder Kostenübernahme durch die Berufsgenossenschaft) anmelden möchte.

Mit nur wenigen Klicks also ist eine Anmeldung perfekt. Fehlt somit nur noch der Wille, an einem Kurs teilzunehmen und vor allem nach längerer Zeit sein Wissen wieder einmal aufzufrischen. Mit dem neuen Angebot ist es zumindest ein stückweit einfacher geworden, schließlich kann eine Anmeldung via PC, Tablet oder Handy jetzt 24 Stunden am Tag erfolgen. Selbstverständlich ist es nach wie vor möglich, sich auch telefonisch oder per E-Mail anzumelden. „Jeder kann selbst entscheiden, wie er mit uns in Kontakt treten möchte“, sagt Ingrid Böllner. „Wir sind auf vielen Kanälen erreichbar.“

 

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PM 004 / 2019. Text & Foto: Michael Will / BRK.

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news-655 Wed, 02 Jan 2019 15:07:00 +0100 Silvester: Arbeitsreiche Nacht mit kuriosen Einsätzen /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/silvester-arbeitsreiche-nacht-mit-kuriosen-einsaetzen.html Die Teams der vier Rettungswachen im Landkreis mussten zu insgesamt 27 Einsätzen ausrücken. Gewalt- und Alkoholdelikte gehörten ebenso dazu.

LANDKREIS HASSBERGE - Die Silvesternacht und der Neujahrsmorgen sind aus Sicht des BRK-Rettungsdienstes Haßberge verhält­nis­mäßig „normal“ verlaufen, was Einsätze im direkten Zusammenhang mit dem Jahres­wechsel betrifft. Glücklicherweise wurden keine Menschen durch Feuerwerkskörper ernsthafter verletzt, berichtete das Rote Kreuz am Neujahrstag. Dennoch gab es den ein oder anderen Einsatz mit weitreichenden Folgen, wobei meist Alkohol im Spiel war.

Insgesamt mussten die Einsatzkräfte des Rettungsdienstes von den vier Rettungswachen Haßfurt, Ebern, Hofheim und Eltmann aus zwischen 22:00 und 8:00 Uhr 27-mal ausrücken. Dabei waren die Besatzungen der Rettungswagen 23-mal gefordert, achtmal musste auch ein Notarzt alarmiert werden. Das meiste Einsatzaufkommen gab es zwischen 0:30 und 5.00 Uhr. Bei mehreren Einsätzen sei aber kein Transport der Betroffenen in eine Klinik notwendig gewesen.

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Neben dem wie auch sonst „normalen“ Rettungsdienstalltag mit überwiegend internistischen Notfällen, waren die Rotkreuz-Teams ebenso bei Einsätzen gefordert, in denen Alkohol oder sonstige berauschende Mittel eine Rolle spielten, ohne die es vermutlich nicht zu einem  Notruf gekommen wäre. In einem Fall wurde der Rettungswagen aus Ebern zu einer Familienauseinandersetzung nach Zeil gerufen, bei dem die Rettungskräfte die Polizei zur Unterstützung nachfordern mussten. Am Ende blieb die Lage aus rettungsdienstlicher Sicht glücklicherweise entspannt, keiner der Beteiligten musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Zu einem Fall von häuslicher Gewalt wurde das Rettungsteam aus Eltmann in den Steigerwald gerufen; dabei erlitt eine Frau eine Kopfverletzung und musste medizinisch behandelt werden.

Ebenfalls erlitt bei einem weiteren Einsatz der Eltmanner Besatzung eine ältere Dame nach einem Sturz erhebliche Verletzungen im Gesicht und am Kopf, die im Krankenhaus Haßfurt versorgt werden mussten.

Zu einem nicht ungefährlichen Einsatz wurde das Team des Rettungswagens am frühen Neujahrsmorgen in den benachbarten Landkreis Bamberg gerufen. In Gaustadt gab es im Zuge einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen einer Frau und zwei Männern zwei Verletzte. Zwei Rettungswagen, ein Notarzt aus Bamberg und ein Großaufgebot der Polizei waren dort im Einsatz. Bei der Tat war unter anderem ein Messer im Spiel. Ein versuchtes Tötungsdelikt konnte zunächst nicht ausgeschlossen werden.

Kurz vor 3:00 Uhr wurde das Rettungsteam der Wache Eltmann zu einem vermeintlichen Verkehrsunfall nach Ebelsbach gerufen. Ein junger Mann berichtete, er sei von einem Auto angefahren worden. Die Tatsachen stellten sich schließlich aber anders dar, wie die Polizei mitteilte. Der mit annähernd zwei Promille stark alkoholisierte Mann hatte sich demnach mitten auf der Fahrbahn der Ringstraße gestellt, um die Weiterfahrt eines Autos zu verhindern. Schließlich trat er sogar noch gegen den Pkw, so dass ein Sachschaden von mehreren hundert Euro entstand.

Nur knapp 30 Minuten später ereignete sich in Knetzgau der nächste kuriose Vorfall. Dort verletzte ein Autofahrer einen Fußgänger durch einen Faustschlag. Der Mann musste nach rettungsdienstlicher Versorgung im Krankenhaus Haßfurt weiter behandelt werden. Ein Fußgänger war nach Angaben der Polizei der Meinung, dass ein Autofahrer die Biegerstraße mit möglicherweise überhöhter Geschwindigkeit befährt und machte den Autofahrer  gestikulierend auf sein vermeintliches Fehlverhalten aufmerksam. Als Reaktion darauf stieg der Fahrzeugführer aus seinem Golf aus, schlug dem Fußgänger ins Gesicht und setzte seine Fahrt daraufhin fort. Die Polizei ermittelt nun wegen Körperverletzung.

„Zwar waren die Rettungskräfte die ganze Nacht hindurch unterwegs und erlebten auch den ein oder anderen kuriosen Fall“, sagt BRK-Pressesprecher Michael Will, „Einsätze in Bezug auf Feuerwerkskörpern blieben jedoch glücklicherweise aus.“ So hätten sich die Bürger im Landkreis offenbar die Mitteilungen von Polizei und Feuerwehr im Vorfeld des Jahreswechsels zu Herzen genommen und beim Hantieren mit Feuerwerkskörpern entsprechende Vorsicht walten lassen, so dass es insbesondere zu keinen schwerwiegenden Verletzungen oder Verbrennungen im Umgang mit Raketen und explosiven Böllern kam.

Die insgesamt 27 Einsätze verteilten sich nach Worten von Will auf die Teams der Rettungswachen Haßfurt (7), Ebern (5), Hofheim (8) und Eltmann (7). Während in Haßfurt der Notarzt zweimal alarmiert werden musste, wurden die Notärzte an den Standorten Ebern und Hofheim im besagten Zeitraum jeweils einmal zum Einsatz gerufen, ebenso einmal die Notärztin des Notarzt-Außenstandorts Maroldsweisach.

Einen zeitlich und logistisch fordernden Einsatz gab es für die Besatzung des Rettungswagens der Wache Haßfurt samt Notarzt sowie das „Helfer vor Ort“-Team der Feuerwehr Sand. „Für die Haßfurter Kollegen wurde das neue Jahr recht arbeitsintensiv eingeläutet“, sagt BRK-Sprecher Will. In Knetzgau war ein Mann vermutlich aufgrund einer internistischen Ursache bewusstlos geworden und musste nach einer ersten medizinischen Versorgung an Ort und Stelle liegend aus dem Dachgeschoss eines vierstöckigen Mehrfamilienhauses gerettet werden, wozu vom Rettungsteam eine Drehleiter nachgefordert wurde.

Die Integrierte Leitstelle Schweinfurt alarmierte daraufhin die Ortsfeuerwehr Knetzgau sowie die Feuerwehr Haßfurt mit ihrer Drehleiter zur Unterstützung des Rettungsdienstes. Gemeinsam gelang es den Helfern, den 48-Jährigen aus dem Gebäude zu retten. Er wurde anschließend zur weiteren Versorgung in eine Klinik nach Schweinfurt gebracht. Allein dieser Einsatz erstreckte sich von Beginn des Alarms bis Rückkunft des Rettungswagens an der Wache in Haßfurt von 1:20 bis 4:00 Uhr. Anhand dieses Einsatzes zeige sich nach Worten von Michael Will beispielhaft, wie gut das Rettungssystem funktioniert. „Rettungsdienst und Feuerwehr arbeiten in den Haßbergen Hand in Hand, wenn es um die Rettung von Menschen geht, das Zusammenspiel funktioniert reibungslos.“

Das Team des Rettungswagens aus Hofheim wurde gegen 0:45 Uhr nach Abersfeld an den Sportplatz gerufen. Dort hatte eine Jugendliche aufgrund des Silvesterfeuerwerks eine Art Panikattacke erlitten; glücklicherweise hatte sich die junge Frau beim Eintreffen des Rettungsdienstes im Beisein von Erwachsenen bereits beruhigt und musste nicht in eine Klinik gebracht werden.

Die Integrierte Leitstelle (ILS) Schweinfurt meldete am Neujahrsmorgen nach eigenen Angaben ein etwa ähnliches Einsatzaufkommen wie im Vorjahr. So habe es über 300 Notrufe und fast 160 Einsätze gegeben. Die ILS ist für die gesamte Region Main-Rhön mit den Landkreisen Haßberge, Rhön-Grabfeld, Bad Kissingen, Schweinfurt und die kreisfreie Stadt Schweinfurt zuständig.

In den Haßbergen stehen an den vier Rettungswachen im Landkreis in Haßfurt, Ebern, Hofheim und Eltmann an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr je ein Rettungswagen sowie in Haßfurt, Ebern und Hofheim auch je ein Notarzteinsatzfahrzeug des Bayerischen Roten Kreuzes für die Notfallrettung bereit. Hinzu kommen wochentags in Haßfurt zwei und in Ebern ein Krankentransportwagen zum Transport nicht kritischer Patienten. Pro Jahr werden von den Teams rund 16.000 Einsätze absolviert und dabei insgesamt rund 650.000 Kilometer gefahren. Unterstützt werden die hauptamtlichen Mitarbeiter im Rettungsdienst von ehrenamtlichen Helfern mit entsprechender Ausbildung; jährlich kommen so rund 15.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit alleine im Rettungsdienst zusammen.

 

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PM 001 / 2019. Text: Michael Will / BRK. Fotos: Lisa Gollbach / BRK, Michael Will / BRK.

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news-654 Thu, 27 Dec 2018 20:42:00 +0100 Wer schwimmen kann, lebt sicherer /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/wer-schwimmen-kann-lebt-sicherer.html Die BRK-Wasserwacht Ebern hat 19 Kindern das Schwimmen beigebracht. Nächster Schwimmkurs im Frühjahr.

EBERN – Immer weniger Menschen können richtig schwimmen. Schwimmbäder schließen oder werden durch Spaßbäder ersetzt. Schulen bieten manchmal keinen Schwimmunterricht mehr an. Jedes Jahr ertrinken in Deutschland mehrere hundert Menschen. Viele davon auch, weil sie nicht schwimmen konnten.

Die Wasserwacht des Bayerischen Roten Kreuzes hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, vor allem Kindern und Jugendlichen das Schwimmen beizubringen. Kinder sind ab fünf bis sechs Jahren in Schwimmkursen gut aufgehoben. Ein Schwimmkurs besteht aus zwölf Unterrichtsstunden und schließt mit dem Seepferdchen ab. Die Ortsgruppe Ebern der BRK-Wasserwacht hat in diesen Tagen den Herbstschwimmkurs für Kinder erfolgreich abgeschlossen, freut sich Vorsitzende Michaela Hülbig. 19 Kinder im Alter von fünf bis zwölf Jahren aus der Stadt Ebern, den Gemeinden Kirchlauter, Pfarrweisach, Burgpreppach und Untermerzbach haben daran teilgenommen.

Schwimmen lernen bedeutet intensives Training. Deshalb achtet Kursleiter James Pawlas mit besonderem Augenmerk darauf, dass die Mädchen und Jungen das Erlernte bei den Übungsstunden richtig in die Tat umsetzen. Und freilich kommt auch der Spaß nicht zu kurz, schließlich macht Planschen im Wasser im schönen Eberner Hallenbad viel Freude. Manche Eltern beobachten ihre Schützlinge beim Unterricht vom Eingang aus, zum Abschluss des Kurses dürfen sie dann gemeinsam mit ihren Kindern schwimmen.

Zu Beginn des Kurses steht die Gewöhnung ans Wasser im Vordergrund. Nach und nach geht es dann ans Üben. Brustschwimmen steht dabei ebenso auf dem Lehrplan wie Tauchen. Ebenso lernen die Kinder die Baderegeln – ein wichtiger Bestandteil von Schwimmkursen, schließlich sollen die Mädchen und Jungen später in Schwimmbädern oder Badeseen sicher sein.

Die Wasserwacht-Ortsgruppe Ebern bietet jährlich in der Regel zwei Schwimmkurse im Hallenbad an, einen im Frühjahr und einen im Herbst. Wer Interesse hat, seine Kinder für den Frühjahrsschwimmkurs 2019 vorzumerken, meldet sich bitte ab 7. Januar 2019 bei der Servicestelle Ehrenamt des BRK-Kreisverbandes unter Telefon 09521/9550-228.

 

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PM 082 / 2018. Text u. Foto: Michael Will / BRK.

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news-653 Thu, 27 Dec 2018 20:41:00 +0100 „Es macht mir Spaß, Menschen zu helfen“ /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/es-macht-mir-spass-menschen-zu-helfen.html 21 junge Menschen starten beim Roten Kreuz in ihre Ausbildung, elf engagieren sich als Bundesfreiwillige

HASSFURT - Das Hobby zum Beruf machen: Diesen Weg gehen im aktuellen Ausbil­dungs­jahr 2018 mehrere junge Frauen und Männer beim Kreisverband Haßberge des Bayeri­schen Roten Kreuzes. Unter ihnen Julian Vet­ter aus Rentweinsdorf, der im Spätherbst seine Ausbildung zum Notfallsanitäter be­gon­nen und zuvor als Bundesfreiwilliger im Ret­tungs­dienst des Roten Kreuzes mitgear­bei­tet hat. Auch Julianna Herrmann (Eltmann) und Lukas Conrad (Gerolzhofen), die bereits als Rettungssanitäter beim BRK ge­ar­bei­tet ha­ben, sind vom Rettungsdienst so be­geis­tert, dass sie sich zum Notfallsanitäter aus­bil­den lassen. Drei Jahre lang werden sie nun die Schulbank in einer Berufsfachschule drücken.

21 junge Frauen und Männer sind im Spätherbst beim Roten Kreuz in ihre Berufsausbildung gestartet, elf weitere leisten ihren Bundesfreiwilligendienst. Von Kreisgeschäftsführer Dieter Greger wurden sie nun offiziell beim BRK begrüßt. Er wünschte ihnen viel Freude und Erfolg bei der Ausbildung und den „Bufdis“ interessante Erfahrungen.

Die jungen Menschen gehören damit zur großen „Rotkreuz-Familie“ in den Haßbergen. Im BRK-Kreisverband arbeiten täglich rund 400 haupt- und nebenamtlich beschäftigte Mitarbeiter in nahezu allen 26 Städten und Gemeinden des Landkreises. Dazu kommen bis zu 1500 ehrenamtliche Helfer, die im Bedarfsfall schnell und effizient reagieren können, etwa bei einem Massenanfall von Verletzten oder besonderen Einsatzlagen. Die Mitarbeiter des BRK – ob haupt- oder ehrenamtlich – sind Menschen, die sich in den Dienst am Nächsten stellen und sich aus- und fortbilden, um qualifiziert Hilfe leisten zu können.

Das Rote Kreuz im Landkreis Haßberge entspricht von der Größe her einem mittelständischen Unternehmen und ist in vielen Bereichen als Wohlfahrtsverband und Hilfsorganisation tätig, wie Kreisgeschäftsführer Dieter Greger bei der Begrüßung der neuen Auszubildenden deutlich machte. Ausbildung nehme einen wichtigen Teil ein, um Fachkräfte für die verantwortungsvollen Tätigkeiten zu qualifizieren. „Unsere Bemühungen zur Nachwuchsgewinnung und Profilbildung wollen wir weiter stärken“, unterstreicht Dieter Greger. Junge Menschen sollten das BRK als einen attraktiven Arbeitgeber und Wohlfahrtsverband kennen lernen, der anspruchsvolle Herausforderungen ebenso bereithalte wie eine erfüllende berufliche Perspektive und die Möglichkeit, persönliche soziale Kompetenzen zu stärken und weiter zu entwickeln. Damit unterstützt der Kreisverband auch die ersten Schritte im neuen Konzept „BRK der Zukunft“.

„Ich habe mich für die Ausbildung zum Notfallsanitäter entschieden, da es mir viel Spaß macht, Menschen zu helfen, vor allem aus notfallmedizinischer Sicht“, sagt Julian Vetter. „Zudem bekommt man von vielen Patienten auch etwas dafür zurück. Medizin und Biologie haben mich schon immer sehr interessiert und der Beruf des Notfallsanitäters schien mir perfekt, um diese Interessen weiter zu verfolgen.“

Nur durch engagierten und gut ausgebildeten Nachwuchs ließen sich die vielfältigen Aufgaben des Roten Kreuzes auch zukünftig bewältigen, betont Kreisgeschäftsführer Dieter Greger. Gemeinsam müssten Konzepte entwickelt werden, um dem sich abzeichnenden Personalmangel beispielsweise im Rettungsdienst, der Sozialstation und dem Sozial- und Erziehungsdienst mit stetig wachsenden Anforderungen wirkungsvoll entgegen zu wirken. Auch im Ehrenamt müsse verstärkt um Nachwuchs geworben werden.

Umso mehr freut sich Dieter Greger über das Interesse junger Leute am Roten Kreuz und hieß die neuen Auszubildenden im Kreisverband willkommen. Drei von ihnen lernen den Beruf des Notfallsanitäters, einer wird Technischer Rettungssanitäter, eine wird Altenpflegerin, zwei Kaufmann/-frau im Gesundheitswesen und 14 erlernen den Beruf der Erzieherin bzw. des Erziehers.

Für Julianna Herrmann ist die Abwechslung im Alltag ein besonderer Reiz im Rettungsdienst. „Ich habe mich für die Ausbildung zur Notfallsanitäterin entschieden, weil ich noch nie den typischen Bürojob wollte“, sagt sie. „Bei jedem Einsatz wird man in eine neue und unbekannte Situation ,geworfen‘, was einen immer wieder aufs Neue vor Herausforderungen stellt und fordert.“ In den letzten zwei Jahren hat sie bereits auf der Rettungswache in Eltmann mitgearbeitet und durfte viel rund um den Rettungsdienst und die damit verbundenen Aufgaben kennen lernen. „Somit war ich mir zu Beginn der Ausbildung sicher, dass es das ist, was mir Spaß und Freude bereitet.“

Auch Lukas Conrad hat sich ganz bewusst für die Ausbildung entschieden, nachdem er bereits zuvor als Bundesfreiwilliger beim Roten Kreuz eingesetzt war und erlebt hat, wie  abwechslungsreich die Arbeit im Rettungsdienst ist. „Zudem gefällt mir sehr, dass kein Tag dem vorherigen gleicht“, sagt er. „Man weiß nicht, was auf einen zukommt und man wird immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt.“

Gemeinsam mit Christian Tyralla, Leiter Soziale Dienste beim Roten Kreuz, nahmen die Auszubildenden kürzlich auch am „9. BRK-Starttag Ausbildung“ in der Stadthalle Fürth teil, bei dem alle Azubis aus Bayern zusammengekommen sind. Präsident Theo Zellner lobte die über 1200 neuen Auszubildenden des BRK aus ganz Bayern beim „Starttag“: „Wer sich für so einen Beruf entscheidet, der verdient meinen ganz, ganz großen Respekt.“ In allen Berufsbildern, die das BRK ausbildet, spiele der Mensch eine ganz entscheidende Rolle. „Fachliche und menschliche Kompetenz sind die Grundlagen erfolgreicher Hilfeleistung. Daher ist Bildung unverzichtbarer Bestandteil der Rotkreuzarbeit.“

Die meisten Menschen wissen, dass das BRK den Rettungsdienst in den Haßbergen betreibt. In der öffentlichen Wahrnehmung fallen die Einsatzfahrzeuge auf, wenn sie mit Blaulicht und Martinshorn zu Notfällen unterwegs sind. Andere Betätigungsfelder sind auf den ersten Blick weniger auffällig. Der Kreisverband leistet in vielen weiteren Bereichen wertvolle Unterstützung für die Menschen vor Ort, beispielsweise mit der Sozialstation, dem Menüdienst „Essen auf Rädern“, dem Behinderten- und Individualfahrdienst, dem Mehrgenerationenhaus, der Jugendsozialarbeit an Schulen, der Mittagsbetreuung von Schülern, der Kindertagesstätte in Königsberg, der Migrationsberatung, dem Hausnotruf-Service sowie in den von Ehrenamtlichen getragenen BRK-Gemeinschaften Wasserwacht, Jugendrotkreuz, Bereitschaften, der Rettungshundestaffel, in der Wohlfahrts- und Sozialarbeit sowie im Katastrophenschutz.

Dass auf die Ausbildung junger Menschen und deren Förderung für soziales Engagement beim Roten Kreuz viel Wert gelegt wird, zeigt ein Blick in die Statistik. So wurden in den Jahren 2003 bis 2018 insgesamt 179 Frauen und Männer in verschiedenen Berufsfeldern ausgebildet oder waren als Berufspraktikanten tätig. Weitere rund 160 junge Leute haben in den Jahren 2009 bis einschließlich 2018 ihren Zivildienst beim BRK geleistet oder waren als Bundesfreiwillige tätig, wie Dieter Greger verdeutlicht. „Wir bieten als Wohlfahrtsverband und Hilfsorganisation damit jungen Menschen berufliche Perspektiven an und sind ein gefragter Arbeitgeber in den Haßbergen.“

Folgende Azubis haben ihre Ausbildung jetzt beim Roten Kreuz angetreten:

Notfallsanitäter/-in: Julianna Herrmann, Lukas Conrad, Julian Vetter

Technischer Rettungssanitäter: Patrick Stretz

Altenpflegerin: Leonie Kaufmann

Kaufmann/-frau im Gesundheitswesen: Jan Schneider, Diana Speckner

Erzieherin/Erzieher: Jamie Blackburn, Michelle Ott, Julia Köhler, Milena Popp, Melissa Simon, Yvonne Jäger, Wesam Alstiteh, Markus Düring, Kevin Heyn, Isabell Sander, Kathrina Schenk, Louisa Schneider, Miriam Schober, Anna Weppert

Ihren Dienst als Bundesfreiwillige haben angetreten:

Rettungsdienst: Rebecca Heyer, Yannick Scheller, Lea Spannheimer, Julia Then

Mittagsbetreuung: Andreas Geyer, Lisa Krug, Maike Rautner, Leonie Müller, Katharina Dreßel

Fahrdienst: Manuel Stottele

Mehrgenerationenhaus: Jakob Röder

 

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PM 081 / 2018. Text u. Foto: Michael Will / BRK.

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news-651 Wed, 19 Dec 2018 08:10:29 +0100 An ihrer Schule Profis in Erster Hilfe /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/an-ihrer-schule-profis-in-erster-hilfe.html Neue Schulsanitäter nehmen Dienst an der Mittelschule auf. Jetzt wurden sie mit Dienst-Shirts eingekleidet.

EBERN – Sieben neue Schulsanitäter haben in diesen Tagen an der Mittelschule in Ebern ihren Dienst angetreten. Unter der Leitung von Wolfgang Amend, Fachlehrer für Technik und Wirtschaft, werden die jungen Helfer in Erster Hilfe ausgebildet und stehen gemeinsam mit 14 weiteren Schülerinnen und Schülern, die diesen Dienst bereits seit vergangenem Jahr versehen, für den Ernstfall bereit.

Lukas Schmidt-Hammer, Nathanael Dinkel, Noah Braterschofsky, Paul Niedek, André Pfaffenberger, Sophie Meyer und Selina Urban (alle aus der 7. Jahrgangsstufe) sind neu in das Schulsanitätsteam aufgenommen worden. Von Rektor Philipp Arnold und Ausbilder Wolfgang Amend wurden sie nun der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Schule sei stolz auf die Schüler, die sich im Schulsanitätsdienst engagieren, leisten sie doch einen wichtigen Beitrag für die Erstversorgung von Erkrankten oder Verletzten an ihrer Schule.

In einer gemeinsamen Kooperation von Schule, Elternbeirat, dem BRK-Kreisverband Haßberge und der Firma Uniwell sind die „Schulsanis“ mit Sweatshirts, T-Shirts und vier Funkgeräten ausgestattet worden. Das Rote Kreuz übernahm die Anschaffung der Sweatshirts und stellte einen Notfallrucksack zur Verfügung, die Mittelschule finanzierte die T-Shirts, der Elternbeirat die Funkgeräte und die Firma Uniwell aus Eyrichshof spendete 600 Euro für den Aufdruck von Logo und Schriftzügen auf der Einsatzkleidung. Schulleiter Arnold und Fachlehrer Amend bedankten sich dafür bei den Sponsoren und begrüßten zur Einführung der neuen Schulsanitäter Bianka Suciu von der Firma Uniwell und Michael Will vom BRK-Kreisverband Haßberge.

Wolfgang Amend, der ehrenamtlich beim Bayerischen Roten Kreuz als Rettungsassistent, Mitglied in der Rettungshundestaffel Haßberge und als Erste-Hilfe-Ausbilder tätig ist, machte den Schülern deutlich, wie wichtig es sei, sich mit ihrer Aufgabe zu identifizieren. Die Aufgabe der Schulsanitäter ist es beispielsweise, Schulfeste und Theatervorstellungen sanitätsdienstlich abzusichern, aber auch während der Schulzeiten für medizinische Notfälle bereit zu stehen. Dafür gibt es an der Schule einen Dienstplan für die Schulsanitäter, die bei Bedarf über das Sekretariat und nun auch per Handfunkgeräten im Unterricht erreichbar sind. Zudem steht ein Team in den Pausen in der Aula als Ansprechpartner für Schüler und Lehrer bereit. Durch die Shirts seien die Schulsanitäter für jedermann zu erkennen. Amend rief dazu auf, deshalb diese Aufgabe verantwortungsvoll auszuführen und im täglichen Dienst das Symbol des Roten Kreuzes, das Schullogo und das der Firma Uniwell mit Stolz zu tragen.

Vor allem bei kleineren Verletzungen können die Schüler nahezu selbstständig helfen, Mitschülern Erste Hilfe leisten und sie betreuen, bis sie beispielsweise von ihren Eltern aus der Schule abgeholt oder bei sofort behandlungsbedürftigen Verletzungen oder Erkrankungen durch den BRK-Rettungsdienst ins Krankenhaus transportiert werden.

Der Schulsanitätsdienst bietet den Jugendlichen einen echten Mehrwert. Davon ist Amend überzeugt. Die Schüler lernen im Hinblick auf Erste Hilfe sprichwörtlich fürs Leben, denn dieses Wissen wird ihnen später im Beruf, in der Freizeit oder in der Familie in Notfallsituationen sehr nützlich sein. Noch dazu werden ihnen durch den Schulsanitätsdienst von der Schule wichtige Kompetenzen zusätzlich vermittelt, beispielsweise selbstständiges Arbeiten, Teambildung und -arbeit, Verantwortungsbewusstsein, Mitverantwortung und Zivilcourage. Direkt im Anschluss trafen sich die Schulsanitäter zu einem Schulungswochenende an der Mittelschule Ebern.

Natürlich macht sich ein derart soziales Engagement schon in der Schule auch in einem Bewerbungsschreiben für einen späteren Ausbildungsplatz bezahlt. Viele Arbeitgeber achten heute nicht mehr nur auf gute Schulnoten, sondern vor allem auch darauf, ob und wie sich junge Menschen in und für die Gesellschaft engagieren. Da sticht die Mitarbeit im Schulsanitätsdienst immer positiv ins Auge. So ist laut Wolfgang Amend in den Mittelschulen angedacht, den Mädchen und Jungen in der 8. Klasse eine entsprechende Bescheinigung über die Teilnahme am Schulsanitätsdienst auszustellen, die sie dann bei Bewerbungen ihren Unterlagen hinzufügen können. Zum Ende des Schulsanitätsdienstes sollen sie soweit ausgebildet sein, dass sie einen Erste-Hilfe-Ausweis bekommen. Die Schulsanis kommen aus den Jahrgangsstufen sieben bis zehn.

Dass ein Schulsanitätsdienst hilfreich sein kann, machte Schulleiter Philipp Arnold anhand von Beispielen deutlich, als heuer an zwei Tagen hintereinander der Rettungsdienst des BRK an die Schule gerufen worden war, um einen verletzten und in einem Fall einem bewusstlosen Schüler medizinisch zu helfen und anschließend mit Begleitung eines Notarztes in eine Klinik zu transportieren. Die Schüler konnten das Krankenhaus kurz darauf wieder verlassen.

Das Rote Kreuz unterstützt die Schulen in der Ausbildung von Schulsanitätern. Derzeit gibt es nach Worten von Michael Will, Pressesprecher beim BRK-Kreisverband Haßberge, an 13 Schulen im Landkreis einen Schulsanitätsdienst, der in Kooperation mit dem BRK entstanden ist. Weitere drei Schulen sollen nächstes Jahr dazukommen.

Der Rotkreuz-Mitarbeiter weist ebenso auf die Möglichkeit hin, sich beim BRK in vielen Bereichen ehrenamtlich engagieren zu können, beispielsweise in den örtlichen Bereitschaften und so zum Beispiel bei sanitätsdienstlichen Absicherungen von Sportveranstaltungen, Festen (z. B. Altstadtfest Ebern, Open-Air-Festival Eyrichshof) mithelfen zu können. Die Qualifikationen dafür könne man sich im Rahmen einer Sanitätsausbildung erwerben, die sich über mehrere Wochenenden erstrecke und an deren Ende eine praktische und theoretische Prüfung stehe.

Medizinische Notfälle an Schulen treten immer wieder auf, macht Michael Will aus der täglichen Praxis des Rettungsdienstes deutlich. Das könne von harmlosen Schürf- und Schnittwunden in der Pause, über Verletzungen beim Sportunterricht, Stürzen, Blutungen und im schlimmsten Fall bis hin zu Krampfanfällen, Bewusstlosigkeit oder gar Herz-Kreislauf-Stillständen führen. „Da ist es gut zu wissen, wie man helfen kann.“ Den Schulsanitätern komme dabei als Ersthelfer eine wichtige Rolle zu, sie seien quasi die „Profis für Erste Hilfe“ an der Mittelschule. Mit ihren Maßnahmen könnten sie die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes qualifiziert überbrücken und den Rettungsdienst zum Unfallort lotsen. 

 

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PM 080 / 2018. Text: Michael Will / BRK. Foto: Peter Neubauer / Mittelschule Ebern

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news-652 Tue, 18 Dec 2018 18:27:00 +0100 Dachstuhl in Flammen: Großeinsatz für Rettungskräfte /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/dachstuhl-in-flammen-grosseinsatz-fuer-rettungskraefte.html Hoher Sachschaden bei Brand am Sonntagabend. Über 160 Helfer bis in den frühen Morgen hinein bei eisiger Kälte zur Stelle.

SAILERSHAUSEN - Bei einem Dachstuhlbrand ist am Sonntagabend im Haßfurter Ortsteil Sailershausen hoher Sachschaden entstanden. Verletzt wurde niemand. Feuerwehr, Rotes Kreuz und THW waren mit über 160 Helfern vor Ort.

Das Feuer war nach Angaben der Polizei kurz nach 19:30 Uhr im Dachstuhl eines Wohnanwesens in der Ortsmitte ausgebrochen. Nachbarn hatten das Feuer entdeckt und setzten einen Notruf ab. Die beiden Bewohner retteten sich ins Freie, nachdem erste eigene Löschversuche erfolglos blieben. Die Ursache für das Feuer war zunächst unklar, die Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen.

Kurz nach dem Notruf trafen die ersten Einsatzkräfte von Feuerwehr und BRK-Rettungsdienst am Brandort ein. Die Feuerwehren begannen sofort mit dem Löschangriff, konnten aber nicht verhindern, dass die Flammen in der Folge auf das Wohnhaus übergriffen. Bei dem Brandort handelt es sich um mehrere aneinandergebaute Gebäudeteile.

Die Feuerwehr hatte unter anderem zwei Drehleitern im Einsatz. Das Technische Hilfswerk Haßfurt wurde im späteren Verlauf des Einsatzes zur Unterstützung nachalarmiert, ebenso die Werksfeuerwehr ZF Sachs aus Schweinfurt, die ein spezielles Teleskop-Löschgerät zur Einsatzstelle brachte. Die Helfer waren bis in den frühen Montagmorgen hinein an Ort und Stelle.

Zur Absicherung der Einsatzkräfte standen seitens des öffentlich-rechtlichen Rettungsdienstes zwei BRK-Rettungswagen aus Haßfurt und Hofheim, ein Notarzt aus Haßfurt sowie ein dritter Rettungswagen der BRK-Bereitschaft Zeil bereit. Die Leitung lag in Händen des Einsatzleiters Rettungsdienst, Ingo Stöhlein. Während die Feuerwehren unnachgiebig gegen den Brand kämpften, stellten die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt eine weitere Herausforderung für die Helfer dar. Ingo Stöhlein ließ deshalb die beiden BRK-Schnelleinsatzgruppen Betreuung aus Haßfurt und Verpflegung aus Hofheim nachalarmieren. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sorgten schließlich für die Verpflegung der Einsatzkräfte und kümmerten sich insbesondere medizinisch um die Atemschutzgeräteträger. Insgesamt waren rund 30 Frauen und Männer des BRK vor Ort.

„Für Feuerwehrleute ist der Einsatz unter schwerem Atemschutz körperlich extrem anstrengend“, sagt Michael Will, Pressesprecher des BRK-Kreisverbandes Haßberge. Sie müssten nicht nur bei starker Hitze und mitunter null Sicht in unbekanntem Terrain agieren, sondern würden physisch in besonderer Weise gefordert. Als Beispiele seien die Entfernung von Dachziegeln oder Dämmmaterialien genannt. Diese anstrengende Arbeit könne nur eine begrenzte Zeit durchgeführt werden, ohne dass es womöglich zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen komme.

Das Rote Kreuz Haßberge unterstützt deshalb mit seiner SEG Betreuung aus Haßfurt in einer Kooperation mit der Feuerwehr die medizinische Überwachung der Atemschutzgeräteträger. So werden diese nach ihrem Einsatz auf mögliche gesundheitliche Problem hin untersucht. Im Vordergrund steht dabei vor allem die Überwachung des Blutdrucks, der Herzfrequenz und der Sauerstoffsättigung im Blut. Gäbe es im Einzelfall bei einem der Kollegen gesundheitliche Probleme, könnte sofort mit weiteren medizinischen Maßnahmen geholfen werden. Glücklicherweise wurden bei dem Brand weder die beiden Bewohner – ein Mann mit seiner Lebensgefährtin -, noch Einsatzkräfte verletzt.

In direkter Nachbarschaft zum Brandobjekt hatten die Betreiber der „Wanderstube“ ihre Gasträume für die Helfer geöffnet. Diese konnten sich dort aufwärmen und wurden vom Roten Kreuz betreut. „Das war eine tolle Unterstützung“, lobt Will. Wären keine geeigneten Räumlichkeiten zur Verfügung gestanden, hätte die SEG Betreuung ein aufblasbares Zelt samt Heizung an Ort und Stelle aufgebaut.

Vor der „Wanderstube“ wurde von der SEG Verpflegung eine Verpflegungsstelle aufgebaut. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer gaben Kaffee und heißen Tee an die Einsatzkräfte aus. Ebenso wurden warme Wiener und Brot zur Stärkung gereicht.

Bei Nachbarn und Ortsbewohnern war die Betroffenheit angesichts des Brandes groß, ebenso deren Hilfsbereitschaft. So kochten Anwohner Kaffee und reichten diesen den Einsatzkräften und boten weitere Unterstützung an.

Seitens des BRK waren folgende Einheiten im Einsatz:
2 Rettungswagen aus Haßfurt und Hofheim
1 Notarzteinsatzfahrzeug (mit Notarzt) aus Haßfurt
1 Rettungswagen der BRK-Bereitschaft Zeil

SEG Betreuung Haßfurt

SEG Verpflegung Hofheim
Einsatzleiter Rettungsdienst
Anzahl der BRK-Kräfte: rund 30

Seitens der Feuerwehren waren im Einsatz:
FF Sailershausen
FF Haßfurt
FF Wonfurt

FF Zeil

FF Augsfeld

FF Obertheres
FF Untertheres
FF Sylbach

FF Prappach
Werksfeuerwehr ZF Sachs (Schweinfurt)

Zudem im Einsatz:

THW Haßfurt
Polizeiinspektion Haßfurt

Die Lage bei dem Wohnhausbrand hat sich in den frühen Stunden des Montagmorgens  nochmals verschärft, wie Einsatzleiter Rettungsdienst, Ingo Stöhlein, mitgeteilt hat. Gegen 4:00 Uhr ist der Brand offenbar auf der rückwärtigen Seite des Wohngebäudes nochmals aufgeflackert. Vermutlich ist das Feuer durch die starke Hitzeentwicklung in der Isolierung stückweise weitergewandert. Daraufhin wurden zur Unterstützung weitere Kräfte der Feuerwehr aus Sand nachalarmiert.

Ebenfalls hat sich dadurch zusätzlicher Bedarf an Verpflegung für die Einsatzkräfte ergeben. Durch den BRK-Einsatzleiter Rettungsdienst wurde nochmals die Schnelleinsatzgruppe (SEG) Verpflegung alarmiert, um Heißgetränke und eine Mahlzeit für weitere 60 Einsatzkräfte an Ort und Stelle bereit zu stellen. Bereits in der Nacht wurden über 150 Einsatzkräfte versorgt. Die Kollegen der BRK-SEG Betreuung aus Haßfurt, die die zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als zehn Stunden im Einsatz waren, wurden gegen 6:00 Uhr durch weitere ehrenamtliche Kräfte des Roten Kreuzes abgelöst.

"Für alle Helfer ist ein derartiges Einsatzgeschehen, noch dazu bei Minustemperaturen in der Nacht, eine enorme Belastung", sagt Michael Will, Pressesprecher des BRK-Kreisverbandes Haßberge. "Alleine aufgrund der langen Einsatzdauer ergeben sich in solchen Situationen zusätzliche personelle und logistische Herausforderungen." Dank seines komplexen Hilfeleistungssystems sei das Rote Kreuz in den Haßbergen jedoch in der Lage, auf derart dynamische Entwicklungen im Einsatzgeschehen schnell und adäquat zu reagieren.

"Das ist dank des reibungslosen Zusammenspiels von hauptamtlichem Personal und vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des Katastrophenschutzes möglich." Ohne dieses Engagement von im Landkreis über 1500 ehrenamtlichen Frauen und Männern in den einzelnen BRK-Gliederungen wäre diese Hilfe, ebenso wie bei den Freiwilligen Feuerwehren und dem THW, in dem Maße nicht möglich. "Dafür gilt es seitens des Roten Kreuzes an alle hoch motivierten Helferinnen und Helfer Dank zu sagen", so Will. "Unsere Mission, Menschen zu helfen, wird dadurch an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr erst möglich."

Der Einsatz in Sailershausen wird vermutlich bis in die Mittagsstunden am Montag andauern. 

 

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PM 079-1 / 2018. Text & Fotos: Michael Will / BRK.

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news-650 Tue, 18 Dec 2018 18:20:00 +0100 Menschen brauchen einander, keiner kann das Leben alleine bewältigen /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/menschen-brauchen-einander-keiner-kann-das-leben-alleine-bewaeltigen.html Seniorenweihnachtsfeier von Stadt und Rotem Kreuz: Soziale Kontakte sind das Bindeglied der Gesellschaft

EBERN – Die Vorweihnachtszeit bietet in besonderer Weise die Möglichkeit, dass Menschen zusammenkommen, miteinander reden, sich begegnen. So ist es auch Tradition, dass die Stadt Ebern gemeinsam mit dem Roten Kreuz eine Seniorenweihnachtsfeier ausrichtet, zu der Senioren ab dem 70. Lebensjahr aus der Stadt und verschiedenen Ortsteilen eingeladen werden. 

In der Frauengrundhalle in Ebern kamen am 2. Adventssonntag rund 120 Frauen und Männer zusammen, um ein paar gemütliche Stunden zu verbringen und nutzten die Zeit für Begegnungen und Gespräche. Bürgermeister Jürgen Hennemann, der durch den Nachmittag führte, dankte allen Mitwirkenden, die zur Gestaltung der Seniorenweihnacht der Stadt in der Vorweihnachtszeit beigetragen haben, besonders der BRK-Bereitschaft Ebern und der BRK-Wasserwacht-Ortsgruppe Ebern, die die Frauengrundhalle dekoriert, Auf- und Abbau, die Bewirtung sowie den Fahrdienst übernommen hatten.

Ist die Vorweihnachtszeit eine ruhige Zeit, fragte Bürgermeister Jürgen Hennemann bei seiner Begrüßung. Eher nicht, es gebe viele Weihnachtsfeiern und Veranstaltungen, aber dabei sei immer das Wichtigste, dass Menschen zusammenkommen, zum Beispiel bei Weihnachtsmärkten, Feiern oder Glühweintreffs. Eben das mache ein Miteinander aus: Menschen nehmen voneinander Notiz, reden, sitzen nicht alleine zu Hause. „Deswegen veranstaltet die Stadt auch diese Seniorenfeier“, sagte der Bürgermeister. Denn soziale Kontakte seien wichtig für Menschen, seien die Basis für unsere Gesellschaft. Hennemann: „Menschen brauchen einander. Keiner kann das Leben alleine bewältigen.“

Eben dafür bieten die 125 Vereine in der Stadt und ihren Ortsteilen mit ihren ehrenamtlichen Helfern viele Angebote über das ganze Jahr, nicht nur in der Weihnachtszeit. Ebern könne sich glücklich schätzen, dass es so viel ehrenamtliches Engagement gibt. Gerade auch für Senioren gebe es viele Angebote. Gruppenleiter organisieren Zusammenkünfte aus den Kirchengemeinden, Sozialverbänden oder freien Zusammenschlüssen. Dafür gelte es danke zu sagen.

Friede auf Erden sei die Weihnachtsbotschaft schlechthin. Ein lohnendes Ziel, wie Hennemann sagte, nicht nur angesichts der kriegerischen Auseinandersetzungen, die es immer noch auf der Welt gibt, wie in Syrien und im Jemen. Auch im Kleinen, im Miteinander, könne jeder dazu beitragen, dass die Welt etwas friedlicher wird. Dafür sei nur etwas guter Wille nötig.

Friede und Miteinander beginne vor der eigenen Haustür und erlange weltweite Bedeutung, wie der Bürgermeister am Beispiel von fair gehandelten Produkten deutlich machte. So wurde bei der Seniorenweihnachtsfeier beispielsweise fair gehandelter Kaffee ausgeschenkt. Das mache die Bemühungen der Stadt Ebern deutlich, Fairtrade-Stadt zu werden. Somit würden beispielsweise die Kaffeebauern unterstützt, damit sie einen fairen Anteil am Preis des Kaffees bekommen. Ebenso die Schokoladen-Nikoläuse, die jeder Senior an seinem Platz vorfand, stammten aus fairem Handel.

Hilfe für die Welt, aber Hilfe auch vor der eigenen Haustür: Die Stadt bemüht sich nach Hennemanns Worten, eine Bürgernetzgemeinschaft zur gegenseitigen Hilfe aufzubauen. So sollen vor allem haushaltsnahe Dienstleistungen wie Rasenmähen und Winterdienst erbracht werden. Im Gegenzug dafür könnte beispielsweise das Bügeln von Wäsche angeboten werden. Ab Januar werde es deshalb regelmäßige Treffen im Café Wagner in Ebern geben, die von Diana Claasen aus Rentweinsdorf organisiert werden. Angebot und Bedarf an entsprechenden Dienstleistungen sollen so ermittelt werden. Informationen und die genauen Termine wird es im Amtsblatt der VG Ebern geben, kündigte der Bürgermeister an. Auch die Schulen sollen für Aktionen gewonnen werden, um Hilfsangebote für Senioren zu erbringen. Jung und Alt gemeinsam – das sei Ziel der Bürgernetzgemeinschaft.

Musikalisch umrahmt wurde die Seniorenweihnachtsfeier von der Musikschule Ebern, die keine jungen Musiker auf die Bühne schickte, sondern jung gebliebene „Crazy Ladys“ (Leitung: Dr. Carin Meyer-Jungclaussen). Der Gesangverein Eyrichshof (Leitung: Werner Knoch) stimmte mit Weihnachtsliedern auf das Weihnachtsfest ein, wobei die Senioren selbst auch die ein oder andere Strophe mitsangen. Die beiden Pfarrer Rudolf Theiler und Bernd Grosser regten mit lustigen und besinnlichen Geschichten rund um Weihnachten zum Nachdenken an. Isabell Zimmer, Integrations- und Seniorenreferentin der Stadt Ebern, trug eine Adventsgeschichte vor und wünschte den Gästen eine schöne Weihnachtszeit, viel Gesundheit und Glück für das Jahr 2019.

Es sei gute Tradition, dass die Stadt Ebern mit der BRK-Bereitschaft und der Wasserwacht-Ortsgruppe Ebern in der Vorweihnachtszeit die älteren Mitbürger zu einer besinnlichen Feier einlädt, sagte Dieter Kirstner, stellvertretender BRK-Kreisbereitschaftsleiter. Senioren seien ein unverzichtbarer Teil unserer Gesellschaft, was auch durch eine solche Feier zum Ausdruck gebracht werden solle.

Die Gesellschaft unterstehe immer mehr dem Zeitalter der Technik und des Konsums, sagte Kirstner. Aber eines vergesse sie nicht: ihren Ursprung. „Wir, das Bayerische Rote Kreuz, machen hier keine Ausnahme“, sagte der stellvertretende Kreisbereitschaftsleiter. „Auch bei uns haben Technik und Fortschritt schon lange Einzug gehalten.“ Dennoch stehe das Symbol „Rotes Kreuz“ bei vielen für Hoffnung, Zuwendung, Hilfe und Unterstützung, es sei ein Symbol für Menschlichkeit. Diese Menschlichkeit sei in den Tätiigkeitsfeldern und Aufgaben des Roten Kreuzes jeden Tag in den Haßbergen zu sehen.

 

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PM 078 / 2018. Text: Michael Will / BRK. Fotos: Rudi Hauck / BRK, Jürgen Hennemann

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news-649 Wed, 28 Nov 2018 11:27:00 +0100 Mit der eigenen Blutspende gegen Gleichgültigkeit in der Gesellschaft /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/mit-der-eigenen-blutspende-gegen-gleichgueltigkeit-in-der-gesellschaft.html Das Rote Kreuz ehrt Frauen und Männer für 50- und 25-maliges Blutspenden. Sie haben dadurch viele Menschenleben gerettet.

HASSFURT - Sie setzen ein Zeichen gegen Gleichgültigkeit und sind Mitglieder in einer der größten Bürgerinitiativen Bayerns: Blutspender sind aktiv für die Gesellschaft tätig und retten mit ihrer Blutspende Menschenleben. Dafür wurden vom Bayerischen Roten Kreuz jetzt Frauen und Männer für 25- bzw. 50-maliges Spenden geehrt.

Blutspender sind der wichtigste Bestandteil einer Institution, durch die vielen Patienten überhaupt erst geholfen werden kann, sagte Brigitte Körpert, stellvertretende Bereitschaftsleiterin des BRK-Kreisverbandes Haßberge bei dem Ehrenabend in den Räumen des Roten Kreuzes in Haßfurt. Beispielsweise nach Unfällen, im Rahmen einer Krebstherapie, einer Operation oder Blutarmut seien Mitmenschen auf Blutspenden angewiesen. Alleine in Bayern würden täglich rund 2000 Blutkonserven benötigt, um schwerkranken Menschen zu helfen.

Obwohl 94 Prozent der in Deutschland lebenden Bevölkerung Blutspenden für wichtig hält, würden tatsächlich nur 3,5 Prozent Blut spenden. Warum ist das so, fragte sich Körpert? Die Angst vor der Nadel spiele sicher eine Rolle, vielleicht auch die Sorge, dass der Kreislauf nicht mitspielt. Eine Ursache für die geringe Beteiligung sei sicher auch eine gewisse Gleichgültigkeit in der Gesellschaft – ein Thema, das nicht nur die Blutspende betreffe.

Nach Worten der stellvertretenden Kreisbereitschaftsleiterin hat das BRK eine Kampagne mit dem Titel „Gegen Gleichgültigkeit! Schenke Leben – spende Blut“ gestartet. Die zu Ehrenden seien hier schon lange tätig. Sie gehörten zu den 3,5 Prozent der Deutschen, die Blut spenden.

Noch interessanter sind die Zahlen für den Landkreis Haßberge. Hier leben die spendenfreudigsten Blutspender Bayerns. „Seit 35 Jahren in ununterbrochener Reihenfolge belegen wir im Vergleich mit anderen Landkreisen den 1. Platz“, freute sich Brigitte Körpert. „Darauf sind wir vom Roten Kreuz sehr stolz, und es ist Ihr Verdienst, denn Sie gehen regelmäßig Blut spenden.“

Anhand der Geschichte von Felix Brunner führte Körpert die Wichtigkeit von Blutspenden vor Augen, ohne die er nicht mehr leben würde. Der junge, erfahrene Alpinkletterer und ausgebildeter Bergwachtler stürzte bei einer Eisklettertour 30 Meter in die Tiefe, erlitt lebensgefährliche Verletzungen und verlor vier Liter Blut. Es folgten 13 Monate Intensivstation, davon neun Monate im künstlichen Koma. In dieser Zeit benötigte er rund 800 Blutkonserven, um zu überleben. Heute führt Felix wieder ein ausgefülltes und glückliches Leben.

Folgende Blutspender wurden geehrt:

Stadt Haßfurt und Stadtteile: 50 Spenden: Doris Fischer, Marianne Hönig, Artur Riske, Andreas Müller, Andreas Vogt (alle Haßfurt), Gabriele Wehner (Prappach), Peter Ullrich, Manfred Zehe (beide Augsfeld). 25 Spenden: Julia Murken, Markus Derleder, Rosi Eck, Karl-Heinz Wudy (alle Haßfurt), Sven Schnös (Unter­hohen­ried), Ute Storch (Wülflingen), Birgit Zehe (Augsfeld).

Gemeinde Knetzgau:
50 Spenden: Gerhard Römmelt, Ruth Wölfel, Dieter Russ, Werner Friedrich, Heike Ruß (alle Knetzgau), Monika Matzat, Irmgard Stahl (beide Oberschwappach).
25 Spenden: Edith Russ, Herbert Beck, Waltraud Grübel, Christina Linzmayer (alle Knetzgau), Lorenz Niedermayer (Zell).

Gemeinde Theres:
50 Spenden: Uwe Stühler (Horhausen), Berthold Schlotter (Untertheres).
25 Spenden: Moritz Feustel (Untertheres).

Gemeinde Wonfurt:
50 Spenden: Thomas Aumüller (Wonfurt).
25 Spenden: Stefan Krotil (Wonfurt).

Gemeinde Gädheim:
50 Spenden: Rudolf Eck (Gädheim).
25 Spenden: Shawn Michael Erickson (Gädheim).

Die Geschichte von Felix Brunner mache nachdenklich, sagte Körpert. Ohne Blut­spender, so wie die vielen Menschen in den Haßbergen, könnte die Medizin Menschen wie Felix nicht helfen. Deshalb richtete sie einen Apell an die „alten Hasen“ unter den Blutspendern: „Motivieren sie ihre Kinder, Nachbarn, Arbeitskollegen, Freunde – übernehmen sie eine Patenschaft für einen Erstspender aus ihrer Familie oder den Freundeskreis, rühren sie die Werbetrommel.“

Blutspender, die für ihre guten Taten geehrt werden, seien meist sehr bescheiden, sähen ihr bürgerschaftliches Engagement als selbstverständlich an, weiß Brigitte Körpert aus Erfahrung. „Aber sie sind ein wahrhaftes Vorbild.“ Durch die Ehrung bekomme die anonyme Tätigkeit als Blutspender ein Gesicht. Danke sagte sie ebenfalls den vielen ehrenamtlichen Helfern des BRK, die sich bei Blutspendeterminen unentgeltlich in der Organisation und Durchführung engagieren.

Seinen Dank an alle Blutspender sprach im Namen der Stadt Haßfurt Stadtrat Berthold Albert (WG) aus. Die Frauen und Männer seien „Lebensretter ganz besonderer Art“. Sie hätten durch ihr Blut Menschen geholfen, die sie gar nicht kannten. Das zeuge von be­son­de­rem gesellschaftlichen Ver­ant­wor­tungs­ge­fühl. „Für Sie ist Blutspenden Herzenssache, Sie sind Vorbilder“, lobte Albert.

Gemeinsam mit Ingrid Böllner und Simone Gilley von der BRK-Servicestelle Ehrenamt nahm Brigitte Körpert die Ehrung vor. Die Blutspender aus der Stadt Haßfurt sowie den Gemeinden Knetzgau, Wonfurt, Theres und Gädheim bekamen eine Urkunde und die dazugehörige Ehrennadel verliehen, zudem gab es ein kleines Geschenk als Dankeschön. Vertreter der Stadt und Gemeinden gratulierten den Geehrten ebenfalls.

 

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PM 073 / 2018. Text & Fotos: Michael Will / BRK.

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news-648 Mon, 26 Nov 2018 16:49:00 +0100 Hilfe ist nach wenigen Minuten vor Ort /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/hilfe-ist-nach-wenigen-minuten-vor-ort.html Das Rote Kreuz stellte Kindern in Untermerzbach einen Rettungswagen vor.

UNTERMERZBACH – Rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr, stehen die Mitarbeiter des Rettungsdienstes des Bayerischen Roten Kreuzes an insgesamt vier Rettungswachen im Landkreis Haßberge bereit, um schwer verletzten oder akut erkrankten Menschen Hilfe zu leisten. „Da habt ihr aber wenig Freizeit“, staunte ein Junge, als das Rote Kreuz im Rahmen eines Ferienprogramms mit einem Rettungswagen nach Untermerzbach an den Sportplatz gekommen war, um einen Einblick in die Arbeit des Rettungsdienstes zu geben.

Die Rettungswache Ebern war der Einladung der BRK-Bereitschaften Memmelsdorf und Untermerzbach, die den Nachmittag für die rund 25 Kinder aus der Gemeinde Untermerzbach veranstalteten, zur Vorstellung eines Rettungswagens gerne nachgekommen. So durften die Mädchen und Jungen den Rettungswagen von Innen anschauen und bekamen von Rettungssanitäter Michael Will und Jana Mock von der BRK-Bereitschaft Ebern die medizinischen Geräte erklärt, durften einmal auf der Trage Platz nehmen und erfuhren Interessantes zur Tätigkeit des Rettungsdienstes.

Die beiden Rotkreuzler standen den Kindern Rede und Antwort. So wurde beispielsweise bei einem Jungen an Armen und Beinen ein EKG abgeleitet, so dass die Kinder sehen konnten, wie der Herzschlag funktioniert und dass der Puls beispielsweise schneller wird, wenn sich jemand schneller atmet und sich körperlich anstrengt. Die Kinder duften ebenso einmal selbst testen, wie warm es unter einer so genannten Rettungsdecke wird, die sich in jedem Verbandskasten befindet, und wie schnell das geht.

Des Weiteren wurde der Rucksack gezeigt, den die Rettungsdienstmitarbeiter beim Eintreffen an einem Notfallort beispielsweise immer mit in die Wohnung nehmen. Er wiegt rund 20 Kilogramm und in ihm befindet sich alles, was zur Versorgung eines Notfallpatienten notwendig sein kann: Beatmungshilfen, Verbandsmaterial, Medikamente und Infusionen. Die Kinder staunten nicht schlecht, wie schwer dieser Rucksack ist, denn alle wollten ihn einmal selbst hochheben und das ausprobieren. Zusätzlich zum Rucksack müssen die Rettungskräfte noch eine Tasche mit einer Sauerstoffflasche, ein EKG-Gerät und eine elektrische Absaugpumpe mit zum Patienten schleppen.

Natürlich durfte bei der Präsentation des Rettungswagens auch nicht fehlen, bei einem „Mutigen“ einen Verband am Knie anzulegen. Mock und Will machten den Kindern deutlich, dass jeder Hilfe leisten muss, wenn andere Menschen verunglücken. Auch Kinder können schon Erste Hilfe leisten, in dem sie beispielsweise andere Erwachsene um Unterstützung bitten, wenn etwas passiert ist. Und sie können selbst den Notruf unter 112 anrufen. Am anderen Ende der Leitung sitzen Disponenten in der Integrierten Leitstelle, die alles Notwendige erfragen und dann schnellstmöglich Hilfe schicken. Die meisten Kinder kannten die beiden Notrufnummern: 112 für den Rettungsdienst, Notarzt und die Feuerwehr und 110 für die Polizei. In aller Regel ist nach einem Notruf ein Rettungswagen des Roten Kreuzes nach zehn bis 15 Minuten an jedem Einsatzort.

Am Ende des Besuches wurde die fahrbare Rolltrage aus dem Rettungswagen gefahren, ein Freiwilliger durfte sich darauf legen, wurde angeschnallt und dann von den Mädchen und Jungen ein paar Meter gefahren. „Ganz schön bequem“, freute sich ein Junge. Allerdings waren die Kinder alle der Meinung, dass es wohl besser ist, wenn man nicht auf so einer Trage liegen muss, „denn dann geht es einem ja nicht so gut“.

Nach dem Kennenlernen des Rettungswagens konnten die Mädchen und Jungen selbst einen Rettungswagen basteln. Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer der BRK-Bereitschaften Memmelsdorf und Untermerzbach hatten Bastelmaterial bereit gestellt und unterstützten die Kinder dabei, ihren ganz eigenen Rettungswagen zu basteln und zu bemalen, um ihn dann mit nach Hause nehmen zu können.

Kinder, die Interesse haben, das Rote Kreuz näher kennen zu lernen, können sich jederzeit an eine der Bereitschaften in ihrer Nähe wenden, deren Mitglieder sich in vielfältiger Weise ehrenamtlich engagieren. Bei der BRK-Bereitschaft Memmelsdorf sind beispielsweise Bereitschaftsleiter Dieter Kirstner und sein Stellvertreter Alexander Toni Ansprechpartner, bei der Bereitschaft Untermerzbach Bereitschaftsleiterin Anita Köhler und ihr Stellvertreter Rainer Hülbig. Des Weiteren gibt es im Landkreis mehrere Jugendrotkreuz-Gruppen, bei denen Spiel, Spaß und Freizeitgestaltung im Vordergrund stehen. Kontakt zum Jugendrotkreuz kann man über den BRK-Kreisverband Haßberge, Telefon 09521/9550-0, aufnehmen.  

 

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PM 063 / 2018. Text & Fotos: Michael Will / BRK.

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news-647 Wed, 07 Nov 2018 02:05:00 +0100 Gemeinsame Aktion für alle ein Gewinn /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/gemeinsame-aktion-fuer-alle-ein-gewinn.html Nach Altkleider-Wette zwischen dem BRK und der Stadt Zeil: Bürgermeister Stadelmann übergibt Spende in Höhe von 300 Euro

ZEIL - Eine gute Tat gleich in mehrfacher Hinsicht: Im Zuge der Wettaktion zwischen Zeils Bürgermeister Thomas Stadelmann und dem BRK-Kreisverband Haßberge (wir berichteten), darf sich nun auch die BRK-Bereitschaft Zeil über eine Spende in Höhe von 300 Euro freuen. Diese überreichte Bürgermeister Thomas Stadelmann zusammen mit seiner Ehefrau Monika und Stadtrat Rainer Betz an die beiden Bereitschaftsleiter Matthias Popp und Harald Krumpholz.

Im Zuge der 1000-Jahr-Feier der Stadt Zeil hatte das Rote Kreuz den Bürgermeister zu einer besonderen Wette herausgefordert, die durch eine Idee der beiden Rotkreuzmitarbeiterinnen Ingrid Böllner und Simone Gilley zustande kam. Das BRK wettete, dass es der Bürgermeister nicht schaffen werde, im Rahmen der landkreisweit durchgeführten Altkleidersammlung Mitte Oktober die Zeiler Bürger dazu zu bewegen, 1000 Altkleidersäcke eigenhändig an der Sammelstelle am Tuchanger vorbei zu bringen. Thomas Stadelmann hielt dagegen: „Wir schaffen das!“

Er sollte Recht behalten. Die Aktion wurde von den Zeiler Bürgerinnen und Bürgern mit derart viel Engagement und Freude unterstützt, dass an der Sammelstelle an dem besagten Samstagmorgen im Oktober quasi im Minutentakt gefüllte Altkleidersäcke vorbeigebracht wurden. Bereits zwei Stunden nach Sammelbeginn, kurz nach 10:00 Uhr, war die 1000er-Grenze erreicht. Bis zum Mittag hin lieferten die Zeiler insgesamt 1890 Altkleidersäcke ab, die von den Rotkreuzhelfern unter tatkräftiger Mithilfe von Bürgermeister Stadelmann und seiner Ehefrau Monika auf einen Sattelzug verladen wurden.

Das Rote Kreuz verkauft die Altkleider an eine Verwertungsfirma. Mit dem Erlös wird in den Haßbergen die Rotkreuzarbeit im Katastrophenschutz und das soziale Engagement des Kreisverbandes unterstützt. Die dreimal im Jahr stattfindenden Altkleidersammlungen sind damit ein wesentlicher Teil der so genannten Mittelbeschaffung für den Sozial- und Wohlfahrtsverband, dessen Arbeit bei weitem nicht ausschließlich durch öffentliche Mittel refinanziert wird; der Kreisverband wendet dafür einen großen Anteil an Eigenmitteln auf.

Bürgermeister Thomas Stadelmann, selbst Mitglied in der BRK-Kreisvorstandschaft, war von der Wette von Anfang an angetan und machte bei den Zeiler Bürgern eifrig Werbung dafür. Mit Erfolg. Am Tag der Sammlung hatte er zudem noch eine Überraschung parat: Zusammen mit Ehefrau Monika hatte er Bratwürste, Brötchen und Getränke organisiert und wollte diese zum Selbstkostenpreis an der Sammelstelle verkaufen und den Erlös an die BRK-Bereitschaft Zeil spenden. Die Verpflegung wurde schließlich von örtlichen Geschäften dem Bürgermeister unentgeltlich zur Verfügung gestellt, so dass letztlich der volle Erlös in Höhe von 300 Euro zustande kam.

Die Spende überreichte Stadelmann zusammen mit seiner Ehefrau Monika und Stadtrat Rainer Betz nun an die BRK-Bereitschaft für deren ehrenamtliche Arbeit, worüber sich die beiden Bereitschaftsleiter Matthias Popp und Harald Krumpholz sehr freuten und ihren Dank aussprachen. Die BRK-Bereitschaft Zeil übernimmt in Zeil und Umgebung jährlich zahlreiche sanitätsdienstliche Absicherungen bei Fest- oder Sportveranstaltungen und unterstützt so das gesellschaftliche Leben. Eine der größten Sanitätsabsicherungen ist jährlich das Zeiler Weinfest, bei dem Dutzende Helfer mehrere Tage lang im Einsatz sind.

Für die verlorene Wette hält das Rote Kreuz übrigens für den gesamten Zeiler Stadtrat einen kostenlosen Erste-Hilfe-Kurs ab. Der Wetteinsatz von Bürgermeister Thomas Stadelmann: Hätte er die Wette verloren, hätte er bei der nächsten Altkleidersammlung des Roten Kreuzes im Frühjahr ein Sammelteam selbst unterstützt. Die Aktion hat ihm so viel Freude bereitet und er war von der Beteiligung der Zeiler Bürger so begeistert, dass sich der Bürgermeister dazu entschlossen hat, seinen Wetteinsatz trotzdem einzulösen. Er wird also im März nächsten Jahres bei der Altkleidersammlung dabei sein, zusammen mit den Rotkreuzhelfern gemeinsam durch die Straßen fahren und die am Straßenrand bereit gestellten Altkleidersäcke in einen Transporter laden und zur Sammelstelle am Tuchanger bringen, wo dann die Verladung auf einen Sattelzug stattfindet. BRK-Mitarbeiterin Simone Gilley, selbst aus Zeil, ist begeistert: „Das ist unser Bürgermeister. Einfach klasse!“ 

 

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PM 064 / 2018. Text & Fotos: Michael Will / BRK.

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news-646 Tue, 06 Nov 2018 03:47:50 +0100 Auf vier Pfoten quer durchs Trümmerfeld /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/auf-vier-pfoten-quer-durchs-truemmerfeld.html BRK-Rettungshundestaffel Haßberge richtet bayernweite Prüfungstage aus. Besondere Herausforderungen für Mensch und Tier.

Haßfurt / Kirchaich - Wo sich der Mensch zum Teil nur schwer fortbewegen kann, gelingt dies Hunden auf vier Pfoten mitunter spielend leicht. Bei der Suche nach Vermissten im unwegsamen Gelände haben die Rettungshundestaffeln des Bayerischen Roten Kreuzes deshalb besondere Bedeutung. Mit Geschick, jahrelanger Ausbildung und ihren „Supernasen“ können die Vierbeiner Menschen auch unter Trümmern aufspüren. Die Rettungshundestaffel des BRK-Kreisverbandes Haßberge hat kürzlich für Kollegen aus ganz Bayern in der Gemeinde Oberaurach eine sogenannte „Trümmerprüfung“ ausgerichtet.

Zwei Tage lang mussten sich dabei insgesamt 18 Teilnehmer mit ihren Rettungshunden theoretischen und praktischen Prüfungsaufgaben unterziehen, wobei das Zusammenspiel von Mensch und Tier besonders wichtig ist. So müssen bei einer Trümmerprüfung nicht nur die Rettungshunde ihr Können und ihren Gehorsam unter Beweis stellen, auch den Hundeführern wird theoretisches Wissen und praktische Einsatztaktik abverlangt. Dass so eine Prüfung hohe Herausforderungen bereithält, zeigt die Erfolgsquote: Von 18 Teilnehmern konnten zwölf, und damit nur zwei Drittel der Prüflinge, die Aufgaben bewältigen.

Bei den Mitgliedern der BRK-Rettungshundestaffeln handelt es sich übrigens nicht um hauptamtliche Rettungskräfte. Sie üben ihren Dienst allesamt ehrenamtlich aus und leisten damit einen wichtigen Teil innerhalb des Rettungs- und Hilfeleistungssystem des Bayerischen Roten Kreuzes, das dem Ehrenamt einen hohen Stellenwert beimisst.

Prüfungsleiter Wolfgang Amend, Mitglied der BRK-Rettungshundestaffel Haßberge, spricht den zwölf erfolgreichen Absolventen der Trümmerprüfung seine Glückwünsche aus. Sie hätten eindrucksvoll bewiesen, dass sie den hohen Herausforderungen für den Trümmersuchdienst in den Rettungshundestaffeln gewachsen sind. Für die Teilnehmer, die diesmal nicht erfolgreich sein konnten, ist das allerdings noch lange kein Grund, aufzugeben. Sie können erneut zur Trümmerprüfung antreten. Denn die für diese spezielle Aufgabe innerhalb einer Staffel vorgesehenen Rettungshunde, sind allesamt „Profis“ und bereits als sogenannte Flächensuchhunde im Einsatz, um vermisste Menschen im unwegsamen Gelände, in Wäldern, in freier Landschaft oder auch in Dörfern und Städten zu finden. Die Trümmersuche ist eine Zusatzqualifikation.

Im Rahmen der Trümmerprüfung müssen nach einem theoretischen Fragenteil für den Hundeführer anschließend Unterordnungsübungen von den Hunden bestanden werden, also Kommandos wie „Sitz!“, „Platz!“, „Steh!“ und „Fuß!“. Es schließt sich nach Worten von Wolfgang Amend eine Gewandtheitsprüfung an, bei der die Vierbeiner sich beim Überwinden verschiedener Geräte (Fassbrücke, Leiter, Wippe, Tunnel) beweisen müssen.

Der letzte Teil der Trümmerprüfung konzentriert sich schließlich auf die Suche nach Vermissten in schwer zugänglichem Gelände. Im Ernstfall kommen Trümmerhunde beispielsweise zum Einsatz, wenn nach Explosionen Menschen in eingestürzten Häusern oder Industrieanlagen gesucht werden müssen oder nach Naturkatastrophen wie Erdbeben.

Für die Prüfung diente in den Haßbergen als Gelände ein Steinbruch am Ortsrand von Kirchaich in der Gemeinde Oberaurach. Dort mussten die Hunde in dem weitläufigen Areal innerhalb von 20 Minuten drei unter Trümmern und Steinen versteckte Vermisste finden. Die Personen sind dabei so versteckt, dass für den Hund keine direkte Möglichkeit zur Kontaktaufnahme besteht. Lediglich durch seinen Geruchssinn kann er die Menschen aufspüren, sie unter den Trümmern aber nicht sehen. Durch lautes Bellen zeigt er an, wenn er jemanden gefunden hat. Der Hundeführer muss schließlich alles Weitere in die Wege leiten, um den aufgespürten Vermissten aus seiner misslichen Lage zu retten. Besonders knifflig: Die Rettungshunde dürfen sich bei ihrer Suche beispielsweise nicht von äußeren Einflussfaktoren ablenken lassen, wie zum Beispiel herumliegende Nahrung oder lose Kleidungsstücke, die menschlichen Geruch verströmen könnten.

Dankbar ist Prüfungsleiter Wolfgang Amend dem Streinbruchbesitzer, der das Gelände in Kirchaich für die Prüfungstage unentgeltlich zur Verfügung gestellt hat und auch der Spielvereinigung Unterschleichach für die bereit gestellte Unterkunft in deren Vereinsheim. An der Trümmerprüfung haben Mitglieder der BRK-Rettungshundestaffeln aus Würzburg, Aschaffenburg, Oberallgäu, Kitzingen, München, Miesbach, Coburg, Bad Windsheim, Neumarkt/Oberpfalz und Fürth teilgenommen. Die BRK-Rettungshundestaffel Haßberge hat derzeit 18 Mitglieder mit insgesamt 21 Rettungshunden, davon sechs geprüfte Flächensuchhunde, drei geprüfte Man-Trailer und ein Trümmersuchhund. Zwei Junghunde gehen nächstes Jahr den Eignungstest an. Pro Jahr werden die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Rettungshundestaffel im Landkreis Haßberge und in angrenzende Landkreise durchschnittlich 30- bis 40-mal zu Vermisstensuchen alarmiert. Die Rettungshundestaffel ist zudem auf der Suche nach neuen Interessenten, die sich in der ehrenamtlichen Arbeit des Roten Kreuzes engagieren möchten. Wer Interesse hat, meldet sich bei Fachdienstleiterin Bianca Herz oder stellvertretender Fachdienstleiterin Brigitte Lutz; beide sind erreichbar über die Servicestelle Ehrenamt des BRK-Kreisverbandes Haßberge unter Telefon 09521/9550-227.

 

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PM 062 / 2018. Text & Fotos: Michael Will / BRK.

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news-645 Fri, 02 Nov 2018 00:06:49 +0100 Herzlich willkommen beim Bayerischen Roten Kreuz! /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/herzlich-willkommen-beim-bayerischen-roten-kreuz.html HASSFURT/EBERN - Der BRK-Kreisverband Haßberge heißt alle neuen Bundes­frei­willi­gen­dienst­leisten­den willkommen, die im Herbst ihr freiwilliges Engagement bei uns angetreten haben und sich ein Jahr lang im sozialen Bereich engagieren. Respekt dafür!

Vier der insgesamt elf "Bufdis" unterstützen künftig die Kolleginnen und Kollegen im Rettungsdienst und wurden von Rettungs­dienst­leiter Christoph Grimmer nach ihrer Ausbildung zum Rettungshelfer und damit zum Start des Arbeitsalltags auf den Rettungswachen willkommen geheißen.

An der Rettungswache in Haßfurt sind Lea Spannheimer und Yannik Scheller im Einsatz, Rebecca Heyer und Julia Then leisten ihren Dienst an der Rettungswache in Ebern.

Wir heißen alle vier in unserem Team herzlich willkommen, wünschen ihnen viel Spaß im Bundesfreiwilligendienst beim Bayerischen Roten Kreuz und viele erfolgreiche Einsätze im Rettungsdienst.

Zudem sind bei uns im Kreisverband folgende Bufdis im Einsatz: Andreas Geyer (Mittags­betreuung Hofheim), Lisa Krug, Maike Rautner (beide Mittagsbetreuung Haßfurt), Leonie Müller, Katharina Dreßel (beide Mittagsbetreuung Theres) Manuel Stottele (Fahrdienst) und Jakob Röder (Mehrgenerationenhaus). Auch ihnen allen ein herzliches Willkommen!

 

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Text & Foto: Michael Will / BRK.

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news-644 Tue, 23 Oct 2018 10:35:05 +0200 Schwimmausbildung hat hohen Stellenwert /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/schwimmausbildung-hat-hohen-stellenwert.html Die BRK-Wasserwacht-Ortsgruppe Ebern feierte ihr 70-jähriges Bestehen. Hunderte Kinder lernten schwimmen.

EBERN - „70 Jahre Wasserrettung in Ebern bedeuten 70 Jahre Erfolgsgeschichte.“ Das sagte Landrat Wilhelm Schneider bei der 70-Jahr-Feier der BRK-Wasserwacht-Ortsgruppe Ebern am Sonntag. Mut, Zuverlässigkeit und ein Herz für Menschen – das zeichne die Ortsgruppe in ganz besonderer Weise aus. Bei der kleinen Feierstunde wurden Mitglieder geehrt, am Nachmittag demonstrierten Jugendliche im Hallenbad Rettungsübungen im Wasser.

Die Wasserwacht genießt nach Schneiders Worten großes Vertrauen und Wertschätzung in der Bevölkerung des Landkreises. Sieben Jahrzehnte Wasserwacht machten das Engagement vieler Generationen Jugendlicher deutlich, sich ehrenamtlich einer harten körperlichen Ausbildung zu unterziehen, im Ernstfall sei der ganze Mensch gefordert. Denn: Menschenleben zu retten, könne unter Umständen auch Gefahr für das eigene Leben bedeuten.

Die Führungskräfte der Wasserwacht seien sich ihrer Verantwortung bewusst, betonte Schneider, der auch Vorsitzender des BRK-Kreisverbandes Haßberge ist: „Sie legen großen Wert darauf, dass alle ehrenamtlichen Mitarbeiter optimal ausgebildet werden und sich ständig weiterbilden.“ So gelinge es dem Team immer wieder, Jugendliche für die verantwortungsvollen Aufgaben der Wasserwacht zu faszinieren und über Jahre bei der Stange zu halten.

Anfang des 20. Jahrhunderts gab es in Ebern noch kein Hallen- und Freibad. Begonnen habe alles im Jahr 1902 mit einem Badeverein. Zweck des Vereins sei die Errichtung und Erhaltung einer Schwimmbadeanstalt in der Baunach bei Ebern gewesen, hatte Landrat Wilhelm Schneider in historischen Unterlagen geblättert. Schon bald stellte sich aber heraus, dass in diesem kurzen Streckenabschnitt der Baunach kein richtiger Schwimmsport betrieben werden konnte. Erst 1933 konnte dann das erste Schwimmbad mit einer Wasserrutsche und einem drei Meter hohen Sprungturm in Betrieb genommen werden.

Der exakte Gründungstag der Wasserwacht Ebern ist nicht mehr nachzuvollziehen. Aus Erzählungen sei bekannt, dass es im Oktober 1948 war. Im Gründungsjahr wurde der erste Lehrschein für Rettungsschwimmen an Arnold Metter ausgegeben, der zusammen mit Dr. Heribert Keh zu den Gründungsmitgliedern zählte.

1970 war ein freudiges Jahr für die Eberner: Im April wurde die Schwimmhalle an der Realschule eingeweiht und im Juni das beheizte Freibad am Losberg. „In beiden neu geschaffenen Anlagen übernahmen die Frauen und Männer der Wasserwacht die Badeaufsicht“, sagte der Landrat.

Neben der Aus- und Fortbildung der eigenen Einsatzkräfte habe besonders die Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung der Bevölkerung – vor allem der Kinder und Jugendlichen – einen hohen Stellenwert in der Ortsgruppe. So konnte die Wasserwacht in den vergangenen 70 Jahren unzähligen Kindern und Jugendlichen im Schwimmkurs „Frühschwimmer“ eine erfolgreiche Teilnahme bestätigen.

Aber nicht nur Schwimmen lehren gehört nach Schneiders Worten zu den Aufgaben der Wasserwacht-Ortsgruppe. Sie arbeite im Katastrophenschutz mit, in der Wasserrettung innerhalb des Rettungsdienstes sowie beim Schutz der Bevölkerung. Des Weiteren seien die Mitglieder aktiv beim Natur- und Umweltschutz, in der Mittelbeschaffung zur Finanzierung der Arbeit des Roten Kreuzes und in der Mitgliederwerbung.

„Sehr dankbar bin ich vor allem für die hervorragende Jugendarbeit, die die Wasserwacht Ebern leistet“, lobte der BRK-Kreisvorsitzende. Aus fast allen Schwimmkursen blieben Kinder und Jugendliche als Mitglied bei der Wasserwacht. Von derzeit insgesamt 220 Mitgliedern sind 71 junge Schwimmerinnen und Schwimmer. „Das ist super!“ Denn in der heutigen Zeit sei es nicht mehr selbstverständlich, dass sich die Jugend für die Arbeit einer Hilfsorganisation oder die Mitgliedschaft in einem Verein interessiert und aktiv mitarbeitet. Stellvertretend für das ganze Team dankte der Landrat Vorsitzender Michaela Hülbig und Jugendleiterin Marina Gegner für das besondere Engagement in der Jugendarbeit.

Eberns Bürgermeister Jürgen Hennemann dankte den Wasserwachtlern besonders für ihre Hilfe bei der Badeaufsicht in Hallen- und Freibad. Durch diese Mithilfe der Ehrenamtlichen sei es möglich, die Personalstunden für hauptamtliches Personal zu begrenzen und damit auch die Öffnungszeiten attraktiv zu halten. Vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass kommunale Bäder niemals kostendeckend seien, sei dies von Bedeutung.

Lobende Worte fand Hennemann ebenso für die Schwimmausbildung, die von der Wasserwacht durchgeführt wird. Mit Stolz stellte er fest, dass Ebern im Landkreis eine der wenigen Städte sei, in der fast alle Kinder schwimmen lernen. Das sei mit das Verdienst von Wasserwacht, DLRG und der Schwimmabteilung des TV Ebern. Damit werde dem allgemeinen Trend entgegengewirkt, dass immer weniger Kinder schwimmen könnten. Durch diese Fürsorge und die Badeaufsicht könne man sich glücklich schätzen, dass es in der Stadt sehr selten und Badeunfällen mit schwerwiegenden Folgen komme.

Mit Hallen- und Freibad könnten Stadt und Landkreis einen guten Beitrag für ein attraktives Freizeitangebot machen. „Ich bin froh, dass wir heute nicht mehr auf die Baunach als Schwimmbad angewiesen sind“, schmunzelte der Bürgermeister mit Blick auf die Historie. Aktuell hoffe man seitens der Stadt auf staatliche Förderprogramme, um so notwendige und teure Sanierungsarbeiten am Freibad am Losberg schultern zu können.

Besonders hob Jürgen Hennemann die Arbeit der Ehrenamtlichen der Wasserwacht-Ortsgruppe hervor, sie sei unbezahlbar für das Gemeinwesen. Der Führungsspitze, allen Helfern, Übungsleitern und den Eltern der jungen Schwimmer dankte er für deren Engagement. Engagement, wie es schon die Gründungsväter der Wasserwacht eingebracht hätten. Hennemann erinnerte an Dr. Heribert Keh und Arnold Metter. Metter sei Heimatvertriebener gewesen, später Stadtrat und habe sich vielfältig ins Stadtleben eingebracht. Menschen wie Keh und Metter seien es gewesen, unter denen in der Stadt eine vielfältige Vereinsstruktur über Jahrzehnte gewachsen sei; heute gebe es in Ebern und den Ortsteilen 125 aktive Vereine.

Den 70. Geburtstag der Wasserwacht Ebern nutzten Vorsitzende Michaela Hülbig, Kreiswasserwacht-Vorsitzende Petra Schmitt und Landrat Wilhelm Schneider dazu, verdiente Mitglieder zu ehren:

So ist Herbert Stäber seit 45 Jahren Mitglied in der Wasserwacht, Stefan Lutter ist seit 30 Jahren dabei und Andreas Platzer seit 20 Jahren. Für 15-jährige Mitgliedschaft wurden Nadja Säger, Jonas Werner, Kristin Müller und Dominik Hepp geehrt. Zehn Jahre sind Laura Klee, Emil Platzer, Frances Lutter und Philip Steppert dabei, Heinz Zürl seit fünf Jahren. Petra Schmitt sprach der Wasserwacht-Ortsgruppe Ebern ihr Kompliment für eine tolle Jugendarbeit aus und den Kindern und Jugendlichen selbst für deren aktive Mitarbeit. Beachtlich sei, dass in der Geschichte der Ortsgruppe um die 70 Lehrscheine für Rettungsschwimmer ausgestellt werden konnten. Schmitt machte deutlich, dass die Arbeit der Wasserwacht im Hinblick auf Schwimmausbildung von Kindern auch künftig unerlässlich sei. Glückwünsche zum Jubiläum überbrachte Sebastian Schmitt, Vorsitzender der Wasserwacht-Ortsgruppe Baunach. Sie war ehemals aus der Eberner Wasserwacht hervorgegangen und feierte 2016 ihr 50-jähriges Bestehen.

 

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PM 061 / 2018. Text & Foto: Michael Will / BRK.

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news-643 Thu, 18 Oct 2018 10:15:46 +0200 Die Schwimmausbildung der Bevölkerung stets im Blick /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/die-schwimmausbildung-der-bevoelkerung-stets-im-blick.html Die BRK-Wasserwacht-Ortsgruppe Ebern feiert am Sonntag ihr 70-jähriges Bestehen. Im Hallenbad findet ein Aktionstag statt. 

EBERN - Wenn es um die Sicherheit der Badegäste geht, sind die Mitglieder der BRK-Wasserwacht-Ortsgruppe Ebern aus dem Hallen- und Freibad nicht mehr wegzudenken. In unzähligen Stunden übernehmen sie jährlich die Badeaufsicht und stehen für den Fall der Fälle bereit – unentgeltlich und ehrenamtlich. Die Mitglieder haben sich nicht nur ihrem Sport verschrieben, sondern leisten ihren Beitrag dazu, Ertrinkungsunfällen aktiv vorzubeugen. Am Sonntag feiert die Ortsgruppe im Eberner Hallenbad ihr 70-jähriges Jubiläum.

Die Anfänge der Wasserwacht reichen ins Jahr 1936 zurück. Zehn Jahre später, 1948, wurde unter der Leitung von Dr. Heribert Keh und Arnold Metter die Kreiswasserwacht Ebern aus der Taufe gehoben, die seit der Gebietsreform als Ortsgruppe Ebern innerhalb der BRK-Kreiswasserwacht Haßberge firmiert. Von Anfang an ging es den jeweiligen Verantwortlichen darum, nicht nur die Gesundheit durch den Schwimmsport zu fördern, sondern die Bevölkerung auch im Schwimmen auszubilden. Der Gedanke dabei: Wer schwimmen kann, läuft weniger Gefahr, in einem Gewässer am Ertrinkungstod zu sterben.

Dieses Ziel ist heute noch genauso aktuell wie in den Gründungsjahren. Hunderte Kinder haben im Laufe der Jahre bei der BRK-Wasserwacht Ebern das Schwimmen gelernt. Jährlich finden ein bis zwei Schwimmkurse statt, neuerdings hat die Ortsgruppe ihr Angebot um Schwimmkurse für Erwachsene erweitert. Denn auch hier besteht Bedarf. Im neu erbauten Hallenbad an der Coburger Straße stehen den Aktiven ideale Trainingsmöglichkeiten zur Verfügung und der Bevölkerung ein attraktives Ambiente für sportliche Aktivitäten.

Stichwort: Wasserwacht

Die Wasserwacht-Bayern ist nicht nur die größte Gemeinschaft des Bayerischen Roten Kreuzes, sondern auch der größte Wasserwacht-Landesverband in Deutschland. Über 130.000 Mitglieder, davon gut 70.000 Aktive, organisieren sich in 556 Ortsgruppen mit über 600 Wach­stationen, 256 Schnell­einsatz­gruppen und fünf Hochwasserzügen.

Die Wasserwacht-Bayern ist Teil des öffentlich-rechtlichen Rettungsdienstes und stellt ehrenamtlich den Wasser­ret­tungs­dienst im Freistaat sicher. Rund 7.000 Einsätze werden jedes Jahr geleistet. Dazu lernen über 10.000 Kinder und Jugendliche bei der Wasserwacht jedes Jahr schwimmen. Über 6.000 Menschen haben allein 2016 ein Rettungsschwimmabzeichen bei der Wasserwacht-Bayern erworben. Das Engagement reicht dabei vom Einsatz­dienst über die Jugendarbeit bis zum Gewässer-, Natur- und Umweltschutz.

Im Landkreis Haßberge gibt es fünf Wasserwacht-Ortsgruppen in Ebern, Haßfurt, Zeil/Sand, Eltmann und Hofheim. Insgesamt 507 Frauen und Männer sind aktive Mitglieder, weitere 593 passive. Im Jahr 2017 absolvierten die Mitglieder 28.543 Einsatzstunden und 94 Erste-Hilfe-Einsätze.

Aktuell zählt die Wasserwacht-Ortsgruppe Ebern 229 Mitglieder, ein Großteil davon sind Kinder und Jugendliche. Die Jugendarbeit nimmt damit einen hohen Stellenwert ein, und die Wasserwacht leistet im vielfältigen Reigen von Vereinen und Verbänden in der Stadt ihren Beitrag dazu, Kinder und Ju­gendlichen ein sinnvolles Freizeitangebot zu machen. Dass Interesse an der Arbeit der Wasserwacht besteht, zeigt die erfreuliche Mitgliederentwicklung: Alleine seit Ende letzten Jahres gab es 30 Neuanmeldungen, worüber sich die Aktiven um Vorsitzende Michaela Hülbig sehr freuen. Ihr steht als 2. Vorsitzender Andreas Einwag zur Seite. Technischer Leiter ist Jochen Zürl, sein Stellvertreter Sven Faber. Marina Gegner bekleidet das Amt der Ju­gend­leiterin und ihre Schwester Evamaria ist stellvertretende Ju­gend­leiterin und auf Kreisebene als Ju­gend­leiterin der Wasserwacht tätig. Kassierer ist Waldemar Lutter.

Die Wasserwacht ist heute ein selbst­ver­ständ­licher Begriff für Sicherheit im Umgang mit dem Wasser. Die ehrenamtlichen Mitglieder erbringen hohen persönlichen Einsatz zur Verwirklichung der Ziele. Kontinuierliches Training und Leistungsbereitschaft, auch bei Wettkämpfen, zeugen von Freude am Wasser­sport. Nicht zuletzt trägt der Ortsverband durch gesellige Veranstaltungen dazu bei, das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Gemeinschaft zu stärken.

„Die Wasserwacht ist ein fester, nicht mehr wegzudenkender Bestandteil unseres Staates und unserer Gesellschaft“, hatte Altlandrat Rudolf Handwerker, damals gleichzeitig auch BRK-Kreisvorsitzender, beim 40-jährigen Jubiläum 1988 gesagt. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Die Aufgaben der Wasserwacht erstrecken sich über die Mitarbeit im Katastrophenschutz, in der Wasserrettung und beim Schutz der Bevölkerung bei der Freizeitgestaltung. Die Wasserwacht-Ortsgruppe Ebern mit ihrem ehemaligen und langjährigen Vorsitzenden Harry Bohl - er bekam vor wenigen Tagen von Landrat Wilhelm Schneider das staatliche Ehrenzeichen am Bande für 40 Jahre ehrenamtliches Wirken in der Wasserwacht sowie vom BRK-Kreisverband die Ehrennadel in Gold verliehen - ist dieser Aufgabenstellung stets gerecht geworden.

Immer wieder helfen die Ehrenamtlichen beispielsweise auch bei der Mittelbeschaffung für den BRK-Kreisverband Haßberge mit, wie bei Altkleidersammlungen oder Spendensammlungen, um so die vielfältigen Aufgaben des Roten Kreuzes finanzieren zu können. Tatkräftig mitgeholfen haben sie zudem beim Umbau des ehemaligen Rotkreuz-Hauses in der Coburger Straße und dem Bau einer Halle für Einsatzfahrzeuge.

Schon Ende des 19. Jahrhunderts gab es in der Stadt erste Bestrebungen, ein Schwimmbad zu errichten. Die Mitglieder des damaligen Schwimmvereins standen deshalb viele Jahre mit der Stadt in Kontakt, immer wieder wurde das Vorhaben aus Sorge vor hohen Kosten verschoben. 45 Jahre lang, von 1857 bis 1902, sei „nur geredet und geschrieben worden: nichts geschah“, fasste es Dr. Heribert Keh einst zusammen. Danach wurde in der Baunach eine Art Freibad errichtet. Keh: „Rund 30 Jahre lang – von 1902 bis 1933 – hatte man sich mit einem sehr bescheidenen Freibad in der Baunach begnügen müssen. Erst ab 1933 konnte man wirklichen Schwimmsport betreiben.“

1970 wurde für alle Bade- und Schwimmbegeisterten zum „goldenen Jahr“. Ende April wurde die Schwimmhalle neben der Realschule eingeweiht, Mitte Juni das Freibad am Losberg. In beiden Bädern leisten die Mitglieder der Wasserwacht noch heute Aufsichtsdienst, ebenso wie ihre Kollegen von der DLRG.

Der Name Arno Metter ist ebenfalls eng mit der Wasserwacht Ebern verbunden. Er war zusammen mit Dr. Heribert Keh einer die Mitbegründer und Ideengeber. Und er war auch der erste, für den die im März 1948 gegründete Ortsgruppe den ersten Grundschein für Rettungsschwimmer ausstellte. Allerdings war der Kampf gegen den Ertrinkungstod nie auf die Befreiung von Menschen aus der Not beschränkt. Immer hat die Wasserwacht ihr Augenmerk darauf gerichtet, durch Aufklärung und Schulung vorzubeugen.

Ihr 70-jähriges Jubiläum feiert die BRK-Wasserwacht-Ortsgruppe Ebern am Sonntag, 21. Oktober, von 10:00 bis 17:00 Uhr, im Hallenbad Ebern. Gleichzeitig ist das Bad für den öffentlichen Schwimmbetrieb geöffnet. Natürlich dreht sich an diesem Tag alles rund um das Thema Schwimmen und Rettungsschwimmen. Um 10:00 Uhr wird der Jubiläumstag durch Vorsitzende Michaela Hülbig eröffnet, Landrat und BRK-Kreisvorsitzender Wilhelm Schneider und Eberns Bürgermeister Jürgen Hennemann sprechen Grußworte. Anschließend ist gemütliches Beisammensein angesagt. Für die Verpflegung ist gesorgt, es gibt Bratwürste, Kaffee und Kuchen.

Am Nachmittag um 14:00 Uhr können die Gäste dann Rettungsschwimmen live erleben. Es wird demonstriert, wie verunglückte Personen mit speziellen Techniken aus dem Wasser gerettet werden. Ebenso wird die Durchführung einer Herz-Lungen-Wiederbelebung und die stabile Seitenlage demonstriert und kann von Besuchern geübt werden.

Natürlich können interessierte Kinder, Jugendliche und Erwachsene selbst mitmachen. Es können Befreiungsgriffe ebenso ausprobiert werden wie das Abschleppen eines Verletzten im Wasser. Auch das Schwimmen mit Kleidung kann geübt werden, ebenso Gegenstände, Ringe und eine Übungspuppe aus dem Wasser zu holen. Vor dem Hallenbad gibt es ein Rettungsboot und ein Einsatzfahrzeug zu sehen.

Die Wasserwacht-Bayern ist nicht nur die größte Gemeinschaft des Bayerischen Roten Kreuzes, sondern auch der größte Wasserwacht-Landesverband in Deutschland. Über 130.000 Mitglieder, davon gut 70.000 Aktive, organisieren sich in 556 Ortsgruppen mit über 600 Wachstationen, 256 Schnelleinsatzgruppen und fünf Hochwasserzügen. 

 

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PM 060 / 2018. Text & Fotos: Michael Will / BRK und BRK-Wasserwacht Ebern.

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news-642 Wed, 17 Oct 2018 11:58:42 +0200 „Freiwilliges Tun ist Teil ihres Alltags geworden“ /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/freiwilliges-tun-ist-teil-ihres-alltags-geworden.html Bürgerschaftliches Engagement im Landkreis hat viele Gesichter. Jahrzehntelange Arbeit mit dem Ehrenzeichen am Bande gewürdigt.

HASSFURT – „Viele kleine Leute in vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändert.“ So poetisch umschreibt ein afrikanisches Sprichwort die große Wirkung kleiner Taten. „Eine bessere Charakterisierung von ehrenamtlichem Tun lässt sich wohl kaum finden“, sagte Landrat Wilhelm Schneider bei der Verleihung des Ehrenzeichens am Bande für langjährige ehrenamtlich engagierte Bürger.

Für Schneider war es eine Freude, am Freitag in den Räumen des BRK-Kreisverbandes in Haßfurt Menschen aus dem Landkreis zu würdigen, die etwas für andere tun und sich für das Wohl des Gemeinwesens einsetzen. Geehrt wurden Ehrenamtliche aus dem BRK, der DLRG und dem THW. Für 25- bzw. 40-jährige Tätigkeit für das Gemeinwohl erhielten die Geehrten das Ehrenzeichen am Bande des Freistaates Bayern.

Freiwillig für eine gute Sache einzutreten, setzt nach Worten des Landrats Begeisterung, Motivation und Gestaltungsfreude voraus. Das Wissen, etwas Gutes, etwas Wichtiges geleistet zu haben, Menschen zu helfen und sogar in Notlagen beizustehen, sei die Hauptmotivation für das freiwillige Tun der Geehrten, die sich seit mehr als 25 bzw. 40 Jahren im aktiven Dienst der BRK-Bereitschaften Hofheim/Königsberg, Eltmann, Memmelsdorf und Untermerzbach sowie in den BRK-Wasserwacht-Ortsgruppen Ebern, Eltmann und Sand oder in der DLRG Ebern und beim THW-Ortsverband Haßfurt engagieren.

Ganz gleich ob bei der Seniorenbetreuung, bei Blutspendeterminen, sanitätsdienstlichen Absicherungen von Großveranstaltungen oder beim Schwimmbaddienst, bei Ausbildungen wie Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung, in den Schnelleinsatzgruppen des Bayerischen Roten Kreuzes zu Lande oder im Wasser, ob bei Technischer Hilfe im Bereich der Infrastruktur, der Gefahrenabwehr oder im Umweltschutz - all diese Tätigkeiten leisten die Ehrenamtlichen außerhalb des großen Rampenlichts der Öffentlichkeit, stellte Schneider fest. Dafür dankte er ihnen. „Mit ihrem ehrenamtlichen Engagement nehmen sie eine wichtige Vorbildfunktion in der Öffentlichkeit ein“, lobte er. „Für sie gehört ihr freiwilliges Tun einfach zu ihrem Leben dazu, es ist Teil ihres Alltags geworden.“

Mit ihrem Wirken würden die Frauen und Männer bürgerschaftlichem Engagement ein Gesicht geben. Sie zeigten, was Menschen für andere Menschen tun können. „Das regt, wie ich denke und hoffe, zur Nachahmung an“, sagte der Landrat. Denn obwohl die Arbeit der Wohlfahrtsverbände und Hilfsorganisationen in Deutschland bekannt sei, bestehe großes Interesse daran, Menschen – und vor allem Kinder und Jugendliche – für die Mitarbeit zu motivieren. „Da die Arbeit in den Verbände nicht weniger wird, sondern eher zunehmen wird, brauchen wir auch in Zukunft engagierte Mitarbeiter, die sich ehrenamtlich einbringen, um die vielen Aufgaben zu erfüllen.“

Für 25 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit beim Technischen Hilfswerk wurde Nico Will aus Haßfurt mit dem Ehrenzeichen am Bande ausgezeichnet. Für ein Vierteljahrhundert Engagement bei der DLRG Ebern erhielt Rudolf Rath aus Ebern ebenfalls diese Auszeichnung. Bereits seit 40 Jahren bei der DLRG sind Ingrid Lang, Silvia Lang (beide aus Heubach) und Klaus Bayersdorfer (Ebern).

Beim BRK-Kreisverband Haßberge sind seit 25 Jahren Traudline Hendrich, Theresia Dellert (beide BRK-Bereitschaft Hofheim/Königsberg) und Ralf Hülbig (BRK-Bereitschaft Untermerzbach) ehrenamtlich tätig. Nicht an der Ehrung teilnehmen konnten Karin Bergmann (Wasserwacht Sand/Zeil), Anette Beuschel (Wasserwacht Eltmann) und Hedwig Absmann (BRK-Bereitschaft Memmelsdorf).

Für 40 Jahre Tätigkeit im BRK erhielten das Ehrenzeichen am Bande Edith Schleicher (Bereitschaft Untermerzbach), Gerhard Bauer (Bereitschaft Hofheim/Königsberg) Günther Schneider (Bereitschaft Eltmann) und Harry Bohl (Wasserwacht Ebern). Dieter Bergmann und Klaus Bergmann (beide Wasserwacht Sand/Zeil) konnten nicht anwesend sein. Zusätzlich zu dem staatlichen Ehrenzeichen erhielten die BRK-Mitglieder auch noch die BRK-Ehrennadel in Silber bzw. Gold. 

 

Museumsdirektorin im Rotkreuz-Shirt und Rettungstaucher als Gründungsvater

Lydia Rath und Adolf Preu sind seit über einem halben Jahrhundert treue Helfer. Sie tragen das Helfer-Gen im Blut.  

HASSFURT – Bei der Verleihung des Ehrenzeichens am Bande an ehrenamtlich engagierte Bürger hob Landrat Wilhelm Schneider zwei Personen besonders hervor: Lydia Rath engagiert sich seit 50 Jahren in der BRK-Bereitschaft Hofheim/Königsberg, ebenso wie Adolf Preu, der hier seit 60 Jahren tätig ist, zudem auch noch in der Wasserwacht-Ortsgruppe Hofheim.

Lydia Rath ist seit Juli 1965 aktives Mitglied im Bayerischen Roten Kreuz. Trotz einer kleinen Pause kann sie auf 50 Jahre Ehrenamt im BRK zurückblicken. Den ersten Kontakt mit dem Roten Kreuz hatte sie durch die Ausbildung zur Schwesternhelferin im Juli 1965. Es folgten viel weitere Ausbildungen wie zum Beispiel zur Ausbilderin Erste Hilfe sowie Leitungs- und Führungskräftelehrgänge. Im Jahr 1981 bis 1989 übernahm sie die Leitung der BRK-Bereitschaft Hofheim und entwarf für diese eine eigene Bereitschaftsfahne, die sie in mühevoller Eigenleistung selbst hergestellt und bestickt hat, lobte der Landrat.

Egal ob Mittelbeschaffung, Mithilfe bei Umbau- oder Renovierungsarbeiten oder Unterstützung im Hilfsprojekt „Truskavets“ – Lydia Rath war zur Stelle, wenn das Rote Kreuz sie gebraucht hat. Ihre große Leidenschaft aber gehört dem 1999 in Betrieb genommenen Rotkreuzmuseum im Goßmannsdorfer Tor in Hofheim. Zusammen mit Christa Meindlschmidt hat sie dort ein Kleinod geschaffen, dass die Facetten der Rotkreuzarbeit aufzeigt.

„Über Jahre und mit viel Liebe zum Detail und Herzblut, vor allem aber mit einem extremen Zeitaufwand habe sie hier ein Museum für und über die Rotkreuzarbeit geschaffen, das diese im Zeichen und im Wandel der Zeit aufzeigt“, würdigte Schneider. Betritt man das Goßmannsdorfer Tor und steigt die Treppe empor, sieht man auf halber Höhe vornehmlich Exponate zur Erste-Hilfe-Ausbildung und Verbandsmaterial aus den beiden Weltkriegen.

Im Obergeschoss, in der ehemaligen Torwächterwohnung, wird die gesamte Entwicklung der Rotkreuzgeschichte dargestellt. So findet man in einem Raum die Uniformen verschiedener Rotkreuzgruppierungen. In Vitrinen sind Urkunden und Schriftstücke, zum Teil noch aus der Gründerzeit des BRK von 1864, ausgestellt.

Wilhelm Schneider: „Wenn man das Krankenzimmer betritt, wird dem Besucher klar, mit welch einfachen Mitteln – im Vergleich zu heute – früher der Kranke zu Hause versorgt wurde.“ Der Rettungswagen von damals, eine fahrbare Krankentrage, die man „Handmarie“ nannte, sei neben der Originalapotheke aus Ermershausen das Prunkstück des Museums.

Adolf Preu ist seit Januar 1957 ehrenamtlich im BRK-Kreisverband Haßberge tätig.

Im April 1969 wurde die damalige Wasserwacht-Abteilung Hofheim und die noch heute bestehende Wasserwacht-Ortsgruppe Hofheim gegründet. Preu sei eines der Gründungsmitglieder der Hofheimer Wasserwacht.

In den Anfangsjahren war nach Worten des Landrats nicht alles so einfach wie heute. Die Kinder und Jugendlichen hatten vor Ort in Hofheim keine Möglichkeit zu trainieren. Ein enormer Aufwand musste von den verantwortlichen Führungskräften betrieben werden, um den Mitgliedern das Training im benachbarten Bad Königshofen zu ermöglichen.

Preus Initiative sei es zu verdanken, dass der damalige Landrat Krahmer, der damalige Bürgermeister von Hofheim, Moritz, sowie der Staatssekretär Sackmann begeistert von den Vorschlägen waren und sich für den Bau eines Schwimmbades einsetzten. „Es ist also mit das Verdienst der Gründungsmitglieder der Wasserwacht Hofheim, dass Hofheim heute ein Frei- und Hallenbad besitzt“ sagte Schneider.

Im Jahr 1971 verbrachte Adolf Preu unzählige Stunden am Bau der Rettungswache Hofheim, und auch als es in den Jahren 2000 bis 2002 hieß, dass Rotkreuzhaus Hofheim wird neu gebaut, war er wieder mit Rat und Tat zur Stelle, so dass der Kreisverband im September 2002 den ersten Bauabschnitt einweihen konnte.

Als ausgebildeter Rettungstaucher war Preu bei vielen Rettungs- und Bergungseinsätzen am Ellertshäuser See, am Nassacher See und am Sander Baggersee eingesetzt. Lange Jahre war er Vorsitzender der Wasserwacht Hofheim. „Mit großem Engagement und mit viel Herzblut haben sie sich um die Sorgen und Nöte der Ehrenamtlichen gekümmert“, attestierte der BRK-Kreisvorsitzende.

In unzähligen Lehrgängen habe der Geehrte Kindern und Jugendlichen das Element Wasser nähergebracht. Auf Grund seines Engagements um die Wasserwacht wurden Preu 2014 zum Ehrenmitglied der Wasserwacht Hofheim ernannt.

Aber nicht nur das Element Wasser war für ihn und sein Ehrenamt wichtig. Auch die Arbeit der BRK-Bereitschaft Hofheim/Königsberg hat der 76-Jährige tatkräftig unterstützt. Sei es bei den dreimal im Jahr stattfindenden Altkleidersammlungen oder bei Einsätzen der Schnelleinsatzgruppe Verpflegung. „Menschen wie sie braucht unsere Gesellschaft“, rief der Landrat Adolf Preu zu. „Wir danken ihnen ganz herzlich für ihr Engagement im BRK und für 60 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit in vielen Bereichen unserer Arbeit.“

 

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PM 059 / 2018. Text & Fotos: Michael Will / BRK.

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news-641 Tue, 16 Oct 2018 11:22:58 +0200 Eine Stadt auf den Beinen für einen guten Zweck /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/eine-stadt-auf-den-beinen-fuer-einen-guten-zweck.html Bürgermeister Thomas Stadelmann gewinnt die Wette mit dem Roten Kreuz: Die Zeiler Bürger haben fast 1900 Altkleidersäcke persönlich zur Sammel­stelle gebracht.

ZEIL - „Wir schaffen das!“ Bürgermeister Thomas Stadelmann ist sich schon am frühen Samstagmorgen seiner Sache sicher: Dass es die Zeiler Bürger schaffen, an der Sammel­stelle des Roten Kreuzes am Tuchanger persönlich 1000 mit Altkleidern gefüllte Säcke abzugeben, daran lässt er keinen Zweifel. Die Wette mit dem BRK will er gewinnen. Knapp zwei Stunden später, kurz nach 10 Uhr, wird seine Zuversicht belohnt: 1000 Säcke sind bereits angeliefert und auf einen Sattelzug verladen worden. Doch ein Ende ist noch lange nicht in Sicht.

Gegen Mittag werden es 1890 Altkleidersäcke sein, die die Zeiler zur Sammel­stelle gebracht haben – mit dem Auto, mit dem Anhänger, in Kleinbussen oder gar mit dem Handwagen. Eine ganze Stadt auf den Beinen für einen guten Zweck, Zusammenhalt und Wir-Gefühl sind spürbar bei den Begegnungen an diesem Morgen. Strahlende Gesichter, kurze Unter­hal­tun­gen, gegenseitiges Schulterklopfen – und immer wieder Säcke aus Fahrzeugen entladen und in den Sattelzug hieven. Eine Stadt packt gemeinsam an.

Mit Begeisterung unterstützen die Zeiler die Wettaktion zwischen Bürgermeister Thomas Stadelmann und dem BRK-Kreisverband Haßberge. „1000 Jahre Stadt Zeil – 1000 Alt­kleider­säcke“, so war die Aktion überschrieben, die sich die beiden BRK-Mitarbeiterinnen Ingrid Böllner und Simone Gilley ausgedacht hatten. „Die Jubiläumsveranstaltungen der Stadt Zeil haben mich so begeistert, dass ich mir überlegt habe: Was könnten wir denn gemeinsam machen“, verrät Böllner. Im Gespräch mit ihrer Kollegin Simone Gilley wurde die Idee geboren: „Lass uns wetten!“

Bürgermeister Thomas Stadelmann wurde die Wette vorgeschlagen, und er stieg sofort darauf ein. Der Wettstreit hatte begonnen. So mobilisierte der Bürgermeister in den vergangenen Wochen die Bürger von Zeil, machte persönlich eifrig Werbung, sprach Passanten an und rief im Amtsblatt der Stadt zum Mitmachen auf. Anfangs noch ein wenig skeptisch, ob das Vorhaben gelingen könnte, war Stadelmann schon bald überrascht von der Begeisterung der Bürger. Immer wieder kamen welche ins Rathaus und in den Bauhof, um dort vom BRK zur Verfügung gestellte Altkleidersäcke abzuholen. Zeitweise waren sie vergriffen, so dass der Bürgermeister beim Roten Kreuz kurzerhand nochmal Dutzende Säcke nachorderte. So wettet Thomas Stadelmann also, dass er es schafft, die Zeiler zur persönlichen Abgabe von 1000 Säcken am Sammeltag am Tuchanger zu bewegen. Das Rote Kreuz hielt dagegen.

Gewonnen haben unter dem Strich beide: Zeil und das BRK. Die Stadt Zeil und ihre Einwohner haben einmal mehr bewiesen, dass sie zusammenstehen für eine gute Sache und das BRK freut sich über die tolle Beteiligung und die vielen Säcke. Der Erlös aus dem Verkauf kommt schließlich der Rotkreuz-Arbeit im Landkreis und damit wieder den Bürgern zugute.

„Die Idee war absolut super und es hat wirklich richtig Spaß gemacht“, bilanziert Stadel­mann am Montag. „Gewonnen habe nicht ich die Wette, sondern die Zeiler Bevölkerung, die total super unterstützt hat.“ Es kamen sogar Mitbürger mit dem Fahrrad, dem Rollator und einer sogar mit dem Kinderwagen. „Es war echt der Wahnsinn“, zeigt sich der Bürgermeister sichtlich erfreut.

Sein Dank gilt auch den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des BRK, ohne deren Einsatz derartigen Sammlungen gar nicht möglich wären. Vom Engagement der Ehren­amt­lichen ist Thomas Stadelmann so angetan, dass er seinen Wetteinsatz, den er nur bei verlorener Wette hätte erbringen müssen, trotzdem erfüllt: „Ich werde im nächsten Jahr bei der Frühjahrssammlung im März unterstützen und selbst mit anpacken.“ 

Für alle Spender von Altkleidern ist der Bürgermeister voll des Lobes. „Ob jung oder alt, alle haben hervorragend mitgezogen. Schön war auch, dass einige sich besonders bemüht haben und sogar noch von außerhalb Säcke besorgt haben oder ein zweites Mal gekom­men sind.“

Sogar aus Knetzgau, Wülflingen und Altershausen seien Leute da gewesen. „Die Aktion war wiederum ein tolles Gemeinschaftserlebnis in unserem Jubiläumsjahr, genau das, was unser Ziel war“, beschreibt Stadelmann. „Ein Jahr von Zeil für Zeil. Das war ein wunderbarer Beleg dafür, dass es nur zusammen geht!“

Vom Engagement des Bürgermeisters und aller Zeiler zeigt sich auch BRK-Kreis­geschäfts­führer Dieter Greger angetan. Er war am Samstagmorgen nach Zeil gekommen, um selbst mit anzupacken und den Beginn der Aktion mitzuverfolgen. „Ich danke Bürgermeister Stadelmann und den Bürgern sehr für ihr Engagement für das Gemeinwesen“, sagt Greger. Der Erlös aus dem Verkauf der Altkleidersäcke kommt nach seinen Worten der verbandlichen Jugendarbeit zugute und wird ebenso in soziale Projekte des Roten Kreuzes investiert. Allen ehrenamtlichen Rotkreuzhelferinnen und -helfern dankte er für deren unermüdlichen Einsatz.

„Einfach toll, das war eine super Aktion“, freut sich Ingrid Böllner, eine der beiden Ideen­geberinnen des BRK. „Wir haben am Samstag viele begeisterte Bürger kennen gelernt und einen begeisterten Bürgermeister Stadelmann erlebt.“ Dem pflichtet ihre Kollegin Simone Gilley, selbst Zeilerin und ehrenamtlich in der BRK-Bereitschaft Zeil tätig, bei: „Ich war richtig begeistert von den Zeiler Bürgern, die mit so viel Begeisterung bei der Sache dabei waren, auch vom Einsatz einzelner, die Altkleidersäcke mit Handwagen, Anhängern und Kinderwagen vorbeigebracht haben.“

1890 abgegebene Altkleidersäcke sprechen nach Gilleys Worten für sich: „Auf die Zeiler ist Verlass. Wenn es darum geht, zusammen zu halten, sind sie da und unterstützen ihre Stadt und ihren Bürgermeister, der natürlich auch tatkräftig mit angefasst und die Säcke mit verladen hat.“ Nie hätte Simone Gilley damit gerechnet, was für ein Ausmaß diese Aktion bekommen würde: „Aus einer kleinen Idee wurde mit vielen helfenden Händen und großem Einsatz eine super Aktion und ein Erlebnis, über das wir sicherlich noch lange sprechen werden.“

Diese Begeisterung ist auch bei den Zeilern zu spüren. Gerd Kempka ist einer der ersten, die am Morgen, kurz nach 8 Uhr, am Tuchanger vorfahren. Drei Altkleidersäcke holt er aus dem Kofferraum und überreicht sie den Rotkreuzhelfern. „Eine tolle Idee“, findet er, von der er aus der Zeitung erfahren hat. Josef Scheuring hat sechs Säcke dabei: „Die hat meine Frau gepackt und mir gesagt, ich soll sie hier abgeben.“ 1000 Jahre Zeil – 1000 Altkleidersäcke: So lasse sich Schönes mit Nützlichem und einem guten Zweck verbinden, befindet Doris Schlund. Sie hat zuhause fleißig nicht mehr brauchbare Klamotten aussortiert, 25 Säcke bringt sie zur Sammelstelle: „Auf dem Weg hierher habe ich in meiner Straße auch Säcke von älteren Nachbarn mitgenommen, die nicht selbst kommen können.“

Applaus gibt es von den Rotkreuzhelfern und Bürgermeister Thomas Stadelmann, als gegen 8.30 Uhr Tanja Hamm mit einem Handwagen ankommt. Auf ihm: Tochter Lena (6 Jahre) und fünf große, prall gefüllte Säcke. Sie hat von der Wette via Facebook erfahren und war sofort angetan: „Eine klasse Idee, ich finde das witzig.“

Als kurz vor 9 Uhr dann Michael Brehm, Stadtrat in Zeil und Wirtschaftsförderer am Landratsamt Haßberge, mit einem großen Anhänger voller Säcke am Tuchanger Halt macht, ist den Rotkreuzlern klar, dass sie die Wette vermutlich verlieren werden. Allein Brehm und seine Familie haben rund 50 Säcke an Bord, auch Tochter Nina hat aussortiert und die Aktion unterstützt. Und ebenso bei Bekannten hat er gefüllte Säcke abgeholt. „Eine gute Aktion für einen guten Zweck“, freut sich Brehm.

Der Zustrom von Zeilern mit immer mehr Säcken reißt nicht ab. So kann Bürgermeister Thomas Stadelmann schon gegen 10 Uhr voller Stolz verkünden: „Wette gewonnen, wir haben es geschafft!“ Das BRK wird ihn und dem gesamten Stadtrat nun zu einem kostenlosen Erste-Hilfe-Kurs einladen. 

Doch der Bürgermeister wartet am Samstag noch mit einer Überraschung auf: Spontan hat er mit seiner Ehefrau Monika zusammen Bratwürste, Brötchen und Getränke or­ga­ni­siert, hat einen Grill dabei und schürt die Kohlen an: Die Zeiler und Helfer werden mit einem Imbiss versorgt, schließlich kostet das Schleppen der schweren Altkleider­säcke ganz schön Kraft.  150 Paar Bratwürste haben die Stadelmanns verkauft. Den Gesamt­erlös von 300 Euro spendet das Ehepaar der BRK-Bereitschaft Zeil für deren Jugend­arbeit. Was den Bürgermeister besonders freut: Die Brauerei Göller, die Metzgerei Hertlein und die Bäckerei Kolb haben ihm Getränke, Bratwürste und Brötchen kostenlos zur Verfügung gestellt. „Das ist Zeil, einfach toll“, bringt es Simone Gilley auf den Punkt.

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PM 058 / 2018. Text & Fotos: Michael Will / BRK.

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news-640 Fri, 12 Oct 2018 12:38:30 +0200 Ein Plus in Erster Hilfe mit doppeltem Gewinn für Helfer und Betroffene /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/ein-plus-in-erster-hilfe-mit-doppeltem-gewinn-fuer-helfer-und-betroffene.html Mit einem Kursmodul für die „Generation 50+“ will das Rote Kreuz älteren Menschen Ängste nehmen und Handlungssicherheit geben

LANDKREIS HASSBERGE - Erste Hilfe ist kinderleicht. Das ist sprichwörtlich zu verstehen, denn schon Kinder lernen heutzutage, wie man Erste Hilfe leistet und dass man bei einem medizinischen Notfall die Notrufnummer 112 anrufen muss. Was Kinder wissen, sollten Erwachsene ebenso gut können. Doch bei vielen herrscht Unsicherheit oder Sorge, etwas falsch zu machen. Mit einem speziellen Erste-Hilfe-Modul will das Rote Kreuz deshalb besonders die „Generation 50+“ ansprechen, Ängste abbauen und Handlungssicherheit vermitteln.

Mit „Fit in Erster Hilfe 50+“ reagiert der BRK-Kreisverband Haßberge speziell auf die Bedürfnisse von Menschen, deren Erste Hilfe Kurs oft Jahre zurück liegt, mitunter gar so alt ist wie ihr Führerschein selbst. Entstanden ist das Angebot als Ergebnis aus dem Aktionstag anlässlich des „Internationalen Tags der Ersten Hilfe“, der am 11. September stattgefunden hatte und an dem sich das Rote Kreuz mit einem Erste-Hilfe-Parcours auf dem Marktplatz in Haßfurt beteiligte.

„Wir haben gemerkt, dass gerade bei Menschen in der zweiten Lebenshälfte viele Unsicherheiten bestehen, wenn es darum geht, Erste Hilfe zu leisten“, sagt Ingrid Böllner, Leiterin der Servicestelle Ehrenamt beim BRK-Kreisverband. „Deshalb haben wir schnell reagiert und bieten als Erkenntnis daraus noch in diesem Jahr zwei spezielle Kurse an.“

„Mit dem Modul ,Fit in Erster Hilfe 50+‘ geben wir Menschen die Möglichkeit, Erste-Hilfe-Maßnahmen einzelner Themenbereiche zu erlernen, bereits Gelerntes zu wiederholen bzw. zu trainieren“, fasst Bernadett Philipp, Sachbearbeiterin für Erste Hilfe, die Idee zusammen. Durch praktisches und lebensnahes Üben möchte das Rote Kreuz älteren Mitbürgern die Angst vor Notfallsituationen nehmen und zeigen wie sie nach ihren Möglichkeiten helfen können.

Dabei geht es überhaupt nicht darum, alles perfekt zu machen. Vielmehr steht im Vordergrund, Wissen über Erste Hilfe, lebensrettende Maßnahmen, stabile Seitenlage, Herz-Lungen-Wiederbelebung etc. aufzufrischen und gemeinsam zu üben. „Niemand muss Angst haben, wenn er etwas nicht so gut beherrscht“, sagt Böllner. Schließlich ist es ganz normal, dass man Dinge vergisst, die man lange Zeit nicht geübt hat und anwenden musste. Genau hier setzt der Kurs an und will Sicherheit vermitteln.

Viele Menschen haben die meiste Angst davor, dass sie im Straßenverkehr zu einem Unfall kommen, bei dem jemand verletzt wurde und sie nun Erste Hilfe leisten sollen, weiß BRK-Pressesprecher Michael Will aus Gesprächen mit Betroffenen. Schwere Verkehrsunfälle sind zum Glück nicht an der Tagesordnung, und dass man als Laienhelfer der Erste an einer Unfallstelle ist, komme im Leben jedes einzelnen noch viel seltener vor.

„Natürlich sollte man auf solche Situationen vorbereitet sein und sich einmal in aller Ruhe Gedanken darüber machen, wie man handeln würde“, sagt Will. Warnblinklicht einschalten, die Sicherheitsweste noch im Auto anziehen, dann die Unfallstelle mit einem Warndreieck absichern, sind die ersten wichtigen Maßnahmen. Danach geht man zur Unfallstelle, verschafft sich einen Überblick über Anzahl der Verletzten, ob sie ansprechbar oder bewusstlos sind, leitet lebensrettende Sofortmaßnahmen (stabile Seitenlage) ein und verständigt dann unter dem Notruf 112 professionelle Hilfe. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes gelte es dann, sich so gut wie möglich und situationsgerecht um Verletzte und Beteiligte zu kümmern.

Doch viel häufiger als im öffentlichen Straßenverkehr sind Notfälle und Unglücke im direkten Lebensumfeld – zuhause in der Familie, bei Bekannten, am Arbeitsplatz. „Genau hier kommt es auf schnelle und koordinierte Erste Hilfe an“, sagt Michal Will. Mehr als die Hälfte aller Unfälle ereigne sich im Haushalt, in der häuslichen Umgebung oder in der Freizeit, zum Beispiel bei Sport oder Spiel. Man spricht von so genannten Haus- und Freizeitunfällen. Besonders betroffen seien Kinder und alte Menschen. „Stürze sind dabei die häufigste Unfallursache.“ 

Aber auch außerhalb von Haus- und Freizeitunfällen kommt es häufig zu schwerwiegenden medizinischen Gesundheitsproblemen. Menschen erleiden beispielsweise Herzinfarkte, Schlaganfälle, Krampfanfälle und starke Blutungen. Dann ist schnelle Hilfe wichtig. Den Ersthelfern kommt dabei eine ganz entscheidende Bedeutung zu“, so der Pressesprecher. „Die Rettungskette funktioniert nur so gut, wie jedes einzelne Glied stark ist.“ Laienhelfer sind als Erste gefordert: Sie sind oft unmittelbar dabei, wenn der Partner, ein Angehöriger oder Arbeitskollege ein akutes medizinisches Problem bekommt und sind – sprichwörtlich – seine mitunter einzige Rettung.

Neben dem schnellen Absetzen eines Notrufes unter 112 ist Erste Hilfe immens wichtig. Besonders lässt sich das anhand eines Herz-Kreislauf-Stillstandes deutlich machen. Nur wenn Ersthelfer sofort mit einer Herzdruckmassage beginnen, steigen die Überlebens­chancen eines Betroffenen. Denn: „Mit jeder Minute, in der nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand nicht mit der Reanimation begonnen wird, sinken die Überlebenschancen um zehn Prozent.“ Das heißt, nach nur fünf Minuten ohne Herzdruckmassage hat ein Mensch nur noch 50 Prozent Überlebenswahrscheinlichkeit, nach acht Minuten sind es nur noch 20 Prozent.

Diese Zahlen machen deutlich, wie überlebenswichtig Maßnahmen von Ersthelfern sind. Denn beginnt niemand mit der Reanimation, können Rettungsdienst und Notarzt trotz hochmoderner Ausrüstung und Medikamenten nur noch selten helfen, wenn sie nach zehn bis 15 Minuten bei einem Patienten eintreffen. „Die Angst etwas falsch zu machen, lässt Menschen immer wieder vor Erster Hilfe zurückschrecken“, weiß Ingrid Böllner. Dabei sei das Einzige was man falsch machen kann, in so einer Situation nichts zu tun.

Genau um diese Aspekte deutlich zu machen, Ängste abzubauen und die wichtigsten Handgriffe der Ersten Hilfe zu schulen, dafür soll das neue Modul „Fit in Erster Hilfe 50+“ dienen. Der Kurs dauert vier Unterrichtseinheiten (3,5 Stunden), die Teilnahmegebühr beträgt 15 Euro. Die Ersten Kurse dieser Art finden noch heuer statt und zwar am Donnerstag, 15. November, und Dienstag, 4. Dezember, jeweils von 8:00 bis 11:30 Uhr im Rotkreuzhaus in Haßfurt (Industriestraße 20). Anmeldungen dazu nimmt Sachbearbeiterin Bernadett Philipp unter Tel. 09521/9550-197 (vormittags) oder E-Mail: philipp(at)kvhassberge.brk.de entgegen.

Wichtig, vor allem für betriebliche Ersthelfer: „Fit in Erster Hilfe 50+“ kann nicht als Este-Hilfe-Ausbildung oder -fortbildung unter anderem nach dem Grundsatz 304-001 der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) anerkannt werden. Nach Besuch dieses Moduls kann keine Bescheinigung über eine Erste-Hilfe-Ausbildung oder -fortbildung ausgestellt werden.

 

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PM 057 / 2018. Text & Foto: Michael Will / BRK.

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news-639 Thu, 11 Oct 2018 21:48:00 +0200 Eltern spenden Blut, Kinder haben Spaß dabei /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/eltern-spenden-blut-kinder-haben-spass-dabei.html Das BRK bietet bei Blutspendeterminen mit der Kinderbetreuung einen neuen Service an.

EBERN – 153 Frauen und Männer sind zum jüngsten Blutspendetermin des Bayerischen Roten Kreuzes nach Ebern gekommen. 132 von ihnen durften Blut spenden, darunter sieben Erstspender. Somit kamen 66 Liter Blut zusammen, um kranken und verletzten Mitmenschen helfen zu können, wie das BRK mitteilt.

Besonders erfreulich ist für das Rote Kreuz, dass bei dem Termin eine ganze Reihe von langjährigen Spendern geehrt werden konnten. So haben Markus Lang und Dirk Liebig (beide aus Ebern) bereits schon zum 100. Mal Blut gespendet. Die 75. Spende gab Karin Kuechler (Untermerzbach) ab, und eine Frau aus Ebern, die namentlich nicht genannt werden möchte, spendete zum 50. Mal.

Ihre zehnte Blutspende gaben Thomas Köbrich (Ebern) und Daniel Horn (Rentweinsdorf) ab. Bei den Spendeterminen gibt es auch für bereits dreimaliges Blutspenden eine Anstecknadel als Dankeschön. Sie soll für die neuen Blutspender Ansporn sein, künftig regelmäßige Spender zu werden. So gaben diesmal Anna-Maria Dressel (Ebern), Nataliya Hentschel (Rentweinsdorf), Nicole Hartmann (Gerach), Lisa Stang (Itzgrund), Johanna Fuchs (Ebern) und Anke Görrissen (Reckendorf) ihre dritte Spende ab.

Das Team des Blutspendedienstes Wiesentheid wurde bei der Organisation und Durchführung des Spendentermins von vier ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern der BRK-Bereitschaft Ebern unterstützt. Der nächste Blutspendetermin in Ebern findet am Freitag, 14. Dezember, von 16:00 bis 20:30 Uhr im Rotkreuzhaus statt.

Neu beim Blutspendetermin in Ebern ist ein Angebot der Kinderbetreuung durch das BRK. Während die Eltern Blut spenden, werden die Kinder von pädagogischen Fachkräften des Teams „Soziale Arbeit“ des BRK-Kreisverbandes Haßberge betreut. So gibt es beispielsweise Angebote, gemeinsam zu malen, zu basteln oder zu spielen. Das Angebot fand nunmehr zum zweiten Mal statt. Die beiden BRK-Mitarbeiterinnen Marina Pohley und Kathrina Schenk kümmerten sich um die Kinder, die sichtlich Spaß an dem kurzweiligen Angebot hatten.

Besonders erfreulich ist für das Rote Kreuz, dass bei dem Termin eine ganze Reihe von langjährigen Spendern geehrt werden konnten. So haben Markus Lang und Dirk Liebig (beide aus Ebern) bereits schon zum 100. Mal Blut gespendet. Die 75. Spende gab Karin Kuechler (Untermerzbach) ab, und eine Frau aus Ebern, die namentlich nicht genannt werden möchte, spendete zum 50. Mal.

Ihre zehnte Blutspende gaben Thomas Köbrich (Ebern) und Daniel Horn (Rentweinsdorf) ab. Bei den Spendeterminen gibt es auch für bereits dreimaliges Blutspenden eine Anstecknadel als Dankeschön. Sie soll für die neuen Blutspender Ansporn sein, künftig regelmäßige Spender zu werden. So gaben diesmal Anna-Maria Dressel (Ebern), Nataliya Hentschel (Rentweinsdorf), Nicole Hartmann (Gerach), Lisa Stang (Itzgrund), Johanna Fuchs (Ebern) und Anke Görrissen (Reckendorf) ihre dritte Spende ab.

Das Team des Blutspendedienstes Wiesentheid wurde bei der Organisation und Durchführung des Spendentermins von vier ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern der BRK-Bereitschaft Ebern unterstützt.

Der nächste Blutspendetermin in Ebern findet am Freitag, 14. Dezember, von 16:00 bis 20:30 Uhr im Rotkreuzhaus statt.

 

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PM 056 / 2018. Text & Foto: Michael Will / BRK.

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news-638 Thu, 04 Oct 2018 09:15:26 +0200 Für den Bürgermeister zählt jeder Sack /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/fuer-den-buergermeister-zaehlt-jeder-sack.html 1000 Jahre Zeil – 1000 Altkleidersäcke: Stadtoberhaupt Thomas Stadelmann ist mit dem Roten Kreuz eine besondere Wette eingegangen.

ZEIL - „Wetten, dass…?“ Mit einer besonderen Idee veranstalten der BRK-Kreisverband Haßberge und die Stadt Zeil eine Aktion anlässlich des Jubiläumsjahres der Stadt im Maintal. „1000 Jahre Zeil – 1000 Altkleidersäcke“ ist das Motto für eine Herausforderung, der sich 1. Bürgermeister Thomas Stadelmann am Samstag, 13. Oktober, stellt. Das Rote Kreuz wettet, dass er es nicht schafft, im Rahmen einer Altkleidersammlung die Bürger der Stadt dazu aufzurufen, 1000 Altkleidersäcke persönlich an der Sammelstelle am Tuchanger bei den ehrenamtlichen Helfern abzugeben. Der Bürgermeister hält dagegen: „Wir schaffen das!“

Auf die Idee dieser lustigen Wette mit durchaus ernstem Hintergrund sind die beiden Rotkreuzmitarbeiterinnen Ingrid Böllner (Leiterin der Servicestelle Ehrenamt) und Simone Gilley (Mitarbeiterin der Servicestelle Ehrenamt und Sachbearbeiterin für Breitenausbildung) gekommen. „Ich habe mehrere Jubiläumsveranstaltungen in Zeil besucht“, sagt Böllner. „Ich war davon so begeistert, dass ich zusammen mit meiner Kollegin Simone überlegt habe, ob wir nicht gemeinsam mit der Stadt eine Aktion starten könnten.“ Gesagt, getan: Die Idee mit der Wette war geboren.

In Bürgermeister Thomas Stadelmann, der Mitglied in der Kreisvorstandschaft beim BRK-Kreisverband Haßberge ist, fanden die beiden einen Mitstreiter. „Ich finde es eine interessante und schöne Idee, passend zur 1000-Jahr-Feier“, sagt er. „Wir haben den 1000-Stimmen-Chor geschafft, dann nehmen wir diese Herausforderung natürlich ebenfalls an und versuchen, auch das zu schaffen.“

Ganz so einfach wird es vermutlich nicht werden: Denn um die Wette zu gewinnen, ist der Bürgermeister auf die aktive Mithilfe der Zeiler Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Sie müssen nämlich Säcke mit Altkleidern packen und diese am Samstag, 13. Oktober, zum Tuchanger bringen. Dort warten ehrenamtliche Helfer des Roten Kreuzes, um die Säcke auf einen Lkw zu verladen. Jeder Sack wird gezählt. „Wir sind gespannt, wie viele es werden“, freut sich Simone Gilley, selbst ebenfalls ehrenamtlich in der BRK-Bereitschaft Zeil tätig, schon heute. Bürgermeister Thomas Stadelmann strahlt souverän Zuversicht aus, wenngleich er sich seiner Sache insgeheim nicht ganz so sicher sein dürfte. „Ich bitte alle Mitbürgerinnen und Mitbürger sich an der Aktion zu beteiligen und zahlreich die Altkleidersäcke zu füllen und zur Verfügung zu stellen. Es wäre doch schön, wenn wir die Wette gewinnen und zeigen, dass wir auch hier zusammenstehen.“

Deshalb macht der Bürgermeister inzwischen eifrig Werbung. Nicht nur im Mitteilungsblatt der Stadt Zeil ruft er die Bürger zur aktiven Hilfe auf, auch auf der Straße wird Mund-zu-Mund-Propaganda gemacht. „Hey, da musst du auch mitmachen“, fordert er einen Mann auf, der eiligen Schrittes am Rathaus vorbeiläuft.

1000 Jahre Zeil – 1000 Altkleidersäcke: Für die Wette gibt es freilich einen Wetteinsatz. Sollte der Bürgermeister verlieren, ist seine Muskelkraft gefragt. Er wird dann bei der Frühjahrssammlung des Roten Kreuzes am 30. März 2019 selbst mit anpacken und an einer Sammeltour teilnehmen. Dabei werden Altkleidersäcke in den Straßen gesammelt, in einen Kleinbus verladen und schließlich am Tuchanger in einen Lkw umgeschlichtet. Thomas Stadelmann hofft, dass er im Fall des Falles dabei dann von seinen beiden Stellvertretern, 2. Bürgermeister Dieter Köpf und 3. Bürgermeisterin Christl Pottler, unterstützt wird. Freilich dürfen die Zeiler Stadträte ebenso mithelfen und die Rotkreuzhelfer unterstützen. „Wir stellen eine eigene Bürgermeister-Tour zusammen“, lacht Ingrid Böllner. Zusammen mit einem erfahrenen Rotkreuzmitarbeiter geht es dann ans Werk. „Der BRK-Helfer fährt den Kleinbus, Bürgermeister und Stadträte müssen die Altkleidersäcke schleppen und einladen“, hat Simone Gilley einen Plan. Schließlich muss ein Wetteinsatz auch ein bisschen anstrengend sein.

Dass es soweit kommt, hofft Thomas Stadelmann nicht und gibt sich bei einer Besprechung mit Ingrid Böllner und Simone Gilley zuversichtlich: „Zeil schafft das!“ Bei der Gelegenheit dankt der Bürgermeister auch der BRK-Bereitschaft Zeil für ihre jahrelange Unterstützung beim Weinfest und bei vielen anderen Veranstaltungen. Die Helfer übernehmen die sanitätsdienstliche Absicherung. „Es gibt uns immer ein gutes Gefühl der Sicherheit, wenn die Ehrenamtlichen des BRK für alle Notfällte direkt vor Ort sind und im Einsatzfall sofort zur Verfügung stehen“, sagt Stadelmann.

Natürlich hat sich auch das Rote Kreuz gerüstet und einen Wetteinsatz vorbereitet: „Sollten wir verlieren, und der Bürgermeister es schaffen, dass 1000 Altkleidersäcke von den Zeilern gebracht werden, dann laden wir den Bürgermeister und den gesamten Stadtrat zu einem kostenlosen Erste-Hilfe-Kurs ein, den wir extra für die Kommunalpolitiker abhalten“, so Böllner. Simone Gilley, selbst Erste-Hilfe-Ausbilderin, steht als Referentin zur Verfügung. Für Thomas Stadelmann und sein Team sozusagen ein doppelter Gewinn: Schafft er die Herausforderung und geht als Wettsieger hervor, kann er seine Erste-Hilfe-Kenntnisse gleich auch noch auffrischen.

Die Aktion im Rahmen der Altkleidersammlung findet am Samstag 13. Oktober, am Tuchanger in Zeil statt.

Zwischen 8:00 und 12:00 Uhr können die Zeiler ihre Altkleidersäcke bei den Rotkreuzhelfern abgeben. Wichtig: Die Ehrenamtlichen fahren dennoch alle Straßen in Zeil ab und sammeln, wie bei einer normalen Sammlung auch, Altkleidersäcke ein, die Bürger vor ihre Häuser an die Straße stellen. „Es werden bestimmt nicht alle Zeiler ihre Altkleidersäcke selbst am Tuchanger vorbeibringen“, glaubt Simone Gilley. „Ich hoffe doch“ kontert Bürgermeister Stadelmann. Im Idealfall also steht kein Altkleidersack in den Straßen, sondern jeder einzelne wird von den Bürgern zum Tuchanger gebracht. Ein kleines Zugeständnis macht das Rote Kreuz dennoch: Die Hälfte der Säcke, die von den  Sammelteams auf den Straßen eingesammelt wird, wird der Aktion zugerechnet. 

„Gemeinsam haben wir etwas Großartiges geschafft und darauf bin ich als Bürgermeister unserer Stadt stolz und allen sehr dankbar: Durch das tolle Engagement, dem Ideenreichtum von vielen Ehrenamtlichen, sowie der breiten Unterstützung unserer Vereine, Gewerbetreibenden und sonstigen Organisationen, ist es uns gelungen, ein abwechslungsreiches und ansprechendes Jubiläumsprogramm 2018 zusammenzustellen“ schreibt Thomas Stadelmann auf der Homepage der Stadt Zeil zum Jubiläumsjahr.

Gleich zum Jahreswechsel wurde mit Schwung bei einer „Happy-Birthday-Silvester-Party“ ins Jubiläum gestartet. Über das Jahr verteilt folgte ein bunter Strauß an verschiedensten stadtgeschichtlichen Vorträgen, spannenden Ausstellungen, Events, Partys und natürlich auch den bekannten Veranstaltungen, wie das Weinfest oder – noch ausstehend - der Weihnachtsmarkt. Ganz besondere Augenblicke und Erlebnisse, so Stadelmann, seien der „Chor der 1000-Stimmen“ mit Musikfestival, das große Jubiläumswochenende im Juni, der erste Zeiler Stadtstrand, die Magie von „Zeil leuchtet“ und der „Zeiler Abend“ gewesen.

In der BRK-Bereitschaft Zeil am Main sind derzeit rund 60 Frauen und Männer ehrenamtlich aktiv. Der Erlös aus dem Verkauf der Altkleidersäcke bei der Sammlung kommt der Rotkreuz-Arbeit zugute. Finanziert werden davon Anschaffungen und Unterhaltskosten für die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer in den Gemeinschaften des BRK. „Wir hoffen auf große Beteiligung der Bevölkerung“, sagt Ingrid Böllner. „Ich freue mich auf 999 Altkleidersäcke“, lacht sie.

Rechtzeitig vor der Altkleidersammlung wird pro Haushalt ein Altkleidersack mit einer Wurfsendung ausgeteilt. Wer weitere Altkleidersäcke benötigt, kann diese entweder beim BRK-Kreisverband in Haßfurt (Industriestraße 20) abholen oder direkt in Zeil bei der Bauverwaltung der Stadt in der Bamberger Straße. Das BRK hinterlegt dort 300 zusätzliche Säcke. Wie Simone Gilley betont, werden nicht nur die Säcke mit BRK-Aufdruck gezählt, auch alle anderen Säcke (beispielsweise blaue/graue Müllsäcke) können abgegeben werden.

 

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PM 053 / 2018. Text & Foto: Michael Will / BRK.

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news-637 Fri, 28 Sep 2018 17:00:00 +0200 Verlässliche Helfer zu Wasser und an Land /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/verlaessliche-helfer-zu-wasser-und-an-land.html Die BRK-Wasserwacht-Ortsgruppe Sand/Zeil feierte ihr 50-jähriges Bestehen. Ein neues Einsatzfahrzeug und ein Motorrettungsboot wurden feierlich ihrer Bestimmung übergeben.

SAND - Mit der Segnung eines neuen Einsatzfahrzeuges und eines Motorrettungsbootes hat die Ortsgruppe Sand/Zeil der BRK-Wasserwacht am Sonntag ihr 50-jähriges Jubiläum gefeiert. Bei der Feierstunde in der Unterkunft wurde das besondere Engagement der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer herausgestellt und deren Einsatz zum Wohle der Mitmenschen. Verbunden war der Festtag mit einem „Tag der offenen Tür der Hilfsorganisationen“. Wasserwacht und Feuerwehr stellten ihre Einsatzfahrzeuge aus und informierten über ihre Arbeit.

Seine Glückwünsche zum Jubiläum sprach Landrat und BRK-Kreisvorsitzender Wilhelm Schneider aus, der zugleich einen Blick zurückwarf. Die Geschichte der heutigen Wasserwacht-Ortsgruppe Sand/Zeil hatte am 26. September 1968 begonnen. Aus einem Sitzungsprotokoll der damaligen BRK-Kolonne Sand ging der Beschluss hervor, die Wasserwacht-Ortsgruppe zu gründen. 21 motivierte Frauen und Männer hätten am 25. Januar 1969 Eduard Bergmann zu ihrem Vorsitzenden gewählt. Damals hatte die Gruppe einen Arzt, einen Lehrscheininhaber, sieben Rettungsschwimmer und einige Fördermitglieder. Dem unermüdlichen Einsatz von Eduard Bergmann sei es zu verdanken, dass die Wasserwacht-Ortsgruppe heute insgesamt 202 Mitglieder hat. 

Mehrere Unfälle am Sander Baggersee seien der Anlass für eine intensive Ausbildung der aktiven Mitglieder im Rettungsschwimmen und Tauchen gewesen. Franz Klauer und Otto Schmitt waren die ersten Taucher.

Seit Eröffnung des Zeiler Hallenbades im Jahr 1976, so Schneider, würden dort regelmäßig Schwimmkurse für Kinder und Erwachsene durchgeführt. Dank dieser Schwimmausbildung seien Badeunfälle und der Ertrinkungstod rund um Sand eine Seltenheit geworden.

1982 sei eine Schnelleinsatzgruppe (SEG) Wasserrettungsdienst nach den Bestimmungen des Bayerischen Rettungsdienstgesetzes in die Ortsgruppe integriert worden. Seitdem habe sich die SEG jährlich weiterentwickelt. „Jeder Schwimmer sollte ein Rettungsschwimmer sein“, sei ein Wunschgedanke des heutigen 2. Vorsitzenden der Kreiswasserwacht, Johannes Rennert.

Ausbildung sei bei der Ortsgruppe schon immer großgeschrieben worden. Der heutige Vorsitzende Manfred Bergmann könne stolz auf den Ausbildungsstand der Mitglieder sein. Von den heute 202 Mitgliedern sind 50 Jugendliche. Aktuell verfüge die Ortsgruppe Sand/Zeil über einen Zugführer im Wasserrettungszug des Katastrophenschutzes Unterfranken, einen Fachberater Hochwasserschutz, zwei Einsatzleiter Wasserrettung, fünf SEG-Leiter, neun Wachleiter für die Wachstation am Baggersee, 21 Einsatzkräfte für die Wasserrettung, 12 Rettungstaucher, 14 Signalmänner und -frauen, 13 Motorbootführer und vier angehende Rettungstaucher.

„Um schnell und effiziente Hilfe vor Ort garantieren zu können, müssen unsere ehrenamtlichen Hilfskräfte bestens gerüstet und speziell ausgebildet sein“, sagte der Landrat. Dafür werde von ihnen viel abverlangt: „Sie opfern ihre Freizeit, sie trainieren, proben den Ernstfall und bilden sich regelmäßig weiter. Sie sind immer hilfsbereit zur Stelle: in jeder Notsituation, Tag und Nacht.“ Dank sagte der BRK-Kreisvorsitzende nicht zuletzt für die tolle Nachwuchsarbeit.

Im Zuge des Jubiläums wurden zwei neue Einsatzmittel ihrer Bestimmung übergeben. Die Wasserwacht-Ortsgruppe Sand/Zeil kann sich über einen Mannschaftstransporter freuen. Er wird für den Katastrophenschutz vorgehalten und wurde von der Wasserwacht Bayern finanziert. Mit einer Motorstärke von 130 PS finden in diesem Transporter neun Personen Platz. Vom Innenministerium wurde das neue Motorrettungsboot finanziert, das vorwiegend für die Wasserrettung am Baggersee Sand eingesetzt werden soll. Es ist mit einer Bugklappe ausgestattet, mit der es besonders einfach ist, Patienten oder Rettungstaucher vom Wasser aus ins Boot aufzunehmen. Das Boot mit einer Motorstärke von 60 PS kann bereits ab einer Wassertiefe von 40 Zentimetern mit einem Kran zu Wassergelassen werden. Sieben Einsatzkräfte finden darauf Platz.

Mit den beiden neuen Einsatzmitteln habe die BRK-Wasserwacht optimale Voraussetzungen geschaffen, um im Ernstfall noch effizienter helfen zu können, sagte Wilhelm Schneider. Der Landkreis Haßberge sei froh, dass sich ehrenamtliche Helfer uneigennützig für Mitmenschen engagieren – ganz gleich ob bei Hochwasser, beim Schwimmunterricht oder beim Wach- und Rettungsdienst an Gewässern. Der Landrat freute sich, dass die Wasserwacht ihr Jubiläum gemeinsam mit der Feuerwehr Sand feiert. Daran werde deutlich, dass die Hilfsorganisationen im Landkreis Hand in Hand zusammenarbeiten. Die Helfer von Wasserwacht und Feuerwehr seien Beispiele für ein hohes Maß an Bürgersinn.

Mit einer Wasserfläche von rund 90 Hektar bietet die Gemeinde Sand für die Wasserwacht ein breites Betätigungsfeld, sagte Bürgermeister Bernhard Ruß. Aber nicht nur bei der Wasserrettung leiste die Wasserwacht wichtige Arbeit, auch beim Schwimmunterricht für Groß und Klein. Hier komme dem Thema „Hallenbad“ eine besondere Bedeutung zu, womit Ruß auf das Aus für das Hallenbad Zeil einging. Er appellierte an seinen Zeiler Bürgermeisterkollegen Thomas Stadelmann und alle Gemeinden im Maintal: Man müsse gemeinsam eine Lösung finden, damit es auch künftig ein Hallenbad gibt, damit Schwimmunterricht stattfinden könne. Hier sei ebenso der Freistaat Bayern zu besonderen Lösungen im Hinblick auf Fördermaßnahmen aufgerufen.

Die Wasserwacht sei für die Gemeinde Sand von großer Bedeutung, machte Ruß deutlich. Nicht nur im Hinblick auf den Wasserrettungsdienst am Baggersee, sondern auch bei immer wiederkehrenden Überschwemmungen des Ortes bei Hochwasser. Vor allem für die Bürger des Ortsteils Wörth würden die ehrenamtlichen Helfer unschätzbare Arbeit leisten. Bei Hochwasser können viele Bürger nämlich nur mithilfe von Booten zu ihren Anwesen gelangen. Mussten sie früher mit „Nussschalen“ über das Hochwasser schippern, übernehme die Wasserwacht heutzutage deren Transport professionell. Das trage erheblich zur Sicherheit bei. „Die Wasserwacht macht einen tollen Job“, lobte der Bürgermeister und freute sich über die insgesamt prima Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen untereinander.

Sebastian Schlereth, Vorsitzender des Wasserwacht-Bezirksverbandes Unterfranken, lobte die Arbeit der Ehrenamtlichen in der Ortsgruppe. Seit 50 Jahren hielten sie durch, hätten immer wieder neue Aufgaben übernommen, sich aus- und fortgebildet und seien rund um die Uhr, bei jedem Wetter einsatzbereit. Im Wasserrettungsdienst und auch beim Schwimmunterricht legten deren Mitglieder großes Engagement an den Tag. Nicht zuletzt bereite auch die Kameradschaft viel Spaß und die Gewissheit, helfen zu können. „Helfen gibt viel zurück“, sagte Schlereth. Anschließend übergab er offiziell die Schlüssel für das Einsatzfahrzeug und das Rettungsboot an Petra Schmidt, die Vorsitzende der Kreiswasserwacht, die diese wiederum an Ortsvorsitzenden Manfred Bergmann weitergab.

Schließlich wurden die beiden neuen Einsatzfahrzeuge von geistlichen Vertretern gesegnet. Gemeindereferent Helmut Leykauf von der evangelischen Kirche und Diakonatsbewerber Andreas Hofer von der katholischen Kirche stellten Auto und Boot unter den Schutz Gottes. Leykauf dankte dafür, dass es ehrenamtliche Einsatzkräfte gibt, die sich Unglücken entgegenstellen und helfen. Andreas Hofer sagte, Hilfe für den Nächsten sei gelebter Glaube, die Helfer setzten bei ihrem Dienst nicht selten das eigene Leben aufs Spiel und übernähmen damit hohe Verantwortung für Menschen, die aus Gefahren gerettet werden müssen. An den Wasserwachtvorsitzenden überreichte er als Schutzsymbol zwei Embleme mit dem heiligen Christopherus.

Der offiziellen Schlüsselübergabe schloss sich am Nachmittag der Tag der offenen Tür der Hilfsorganisationen an. Neben Einsatzmitteln der BRK-Wasserwacht stellte die Feuerwehr Sand mit ihrem Kommandanten Andreas Winkler ihre Einsatzfahrzeuge aus. Vorführungen der Feuerwehr und eine von den Jugendgruppen von Wasserwacht und Feuerwehr gemeinsam vorbereitete Spielstraße ergänzten das Programm. Die BRK-Bereitschaft Zeil bot für Mädchen und Jungen Kinderbemalen an, und es gab eine Hüpfburg im Wasserwacht-Design sowie eine von der Wasserwacht veranstaltete Tombola.

 

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PM 052 / 2018. Text & Foto: Michael Will / BRK.

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news-636 Mon, 17 Sep 2018 00:02:30 +0200 Ohne Unterschiede macht Gleichheit keinen Spaß /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/ohne-unterschiede-macht-gleichheit-keinen-spass.html Schüler unterstützten andere Kinder beim Lernen der deutschen Sprache. Projekt unter Trägerschaft des BRK seit 2007 erfolgreich.

HASSFURTIm Rahmen einer Feierstunde konnten auch dieses Jahr zum elften Mal Sprachbegleiter des Sprachförderprojekts für Kinder mit Migrationshintergrund/Flucht­geschich­te ihre Zertifikate entgegennehmen. Erfolgreich stellten sie sich der verant­wor­tungs­­vol­len Aufgabe, Grundschülern der 1. bis 4. Klasse mit Migrations­hinter­grund/ Flucht­geschich­te die deutsche Sprache und Kultur zu vermitteln und näher zu bringen.

Das Sprachförderprojekt wurde 2007 vom Staatlichen Schulamt zusammen mit dem Rotary Club Haßfurt und der Grundschule Haßfurt ins Leben gerufen und seitdem in der Mittagsbetreuung an der Grundschule Haßfurt, in Trägerschaft des Bayerischen Roten Kreuzes Haßberge, durchgeführt.

Die langjährige Leiterin des vom Rotary Club Haßfurt finanzierten Sprachförderprojekts, Carina Schwert-Kirchner, führte durch die Feierstunde, in der BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger, Michaela Just (Präsidentin des Rotary Club Haßberge) und Gisela Schott (Schulleiterin der Grundschule Haßfurt) zu Wort kamen. Laura Schnaus, eine Mitarbeiterin des Sprachförderteams, legte mit ihren „Tanzmäusen“ einen mitreißenden und farbenfrohen Tanz hin. Sie betonte, dass Farbvielfalt oder verschiedene Religionen oder Meinungen dazu beitrügen, Monotonie oder Gleichförmigkeit in der Welt zu vermeiden. Diese Unterschiede machten uns Menschen aus und hätten ihre Berechtigung im gemeinsamen Miteinander.

In der BRK-Mittagsbetreuung sind die Unterschiede nicht nur der Kinder sondern auch die der Mitarbeiter eine große Chance für die tägliche Arbeit. Laura Schnaus räumte ein, dass auch im Team das Für und Wider bei der Einstellung zweier neuer Kolleginnen mit Fluchtgeschichte abgewägt wurde. „Nachdem die beiden Kolleginnen Wesam Alstiteh und Diala Alshalabi jedoch im Herbst 2017 ihre Arbeit als pädagogische Hilfskräfte begonnen hatten, stellten wir sehr schnell fest, was für eine Chance diese Entscheidung für uns alle ist, für uns Mitarbeiter, für die Eltern und für die Kinder.“

Die junge Syrerin Diala Alshalabi berichtete, dass es ihr sehr gut in Deutschland gefalle und sie sehr froh sei, in der BRK-Mittagsbetreuung arbeiten zu dürfen. Ihr Ehemann arbeitet seit zwei Jahren als Medizintechniker. Sie freue sich darüber, dass ihre beiden Kinder die Einrichtung besuchen dürfen, denn so lernten sie die deutsche Sprache. Bis sich die Lage in Syrien wieder normalisiert hat, möchte Frau Alshalabi mit ihrer Familie in Deutschland bleiben.

Die Syrerin Wesam Alstiteh berichtete über die Gräueltaten, die in ihrem wunderschönen Land im Zuge des Krieges verübt wurden und immer noch verübt werden und dass es ein Jammer sei, dass Kinder und Jugendliche in ihrem Land teilweise ohne Schulbildung aufwachsen müssten. Auch von ihrer Fluchtgeschichte erzählte sie eindringlich und betonte, dass dies nicht nur Erfahrungen ihres eigenen Lebens seien, sondern dass diese die Leiden jeden Syrers im Krieg und nach dem Krieg widerspiegelten.

Umso mehr beeindruckte es die Zuhörer zu erfahren, wie gut Frau Alstiteh in Deutschland bereits Fuß gefasst hat, was sich in ihren vielfältigen Betätigungsfeldern zeigt. Sie arbeitet nicht nur an vier Nachmittagen in der Mittagsbetreuung, sondern ist darüber hinaus als Übersetzerin für die Caritas und als Lehrerin an der VHS Haßfurt tätig. Frau Alstiteh äußerte den Wunsch, in Deutschland bleiben zu dürfen, um sich und ihrer Familie eine sichere Zukunft im Frieden aufzubauen.

„Wir haben festgestellt, dass sich unsere Bedenken in Bezug auf die neuen Kolleginnen sehr schnell in Luft aufgelöst haben, da sich unsere Horizonte gegenseitig erweiterten und wir voneinander lernen konnten und weiterhin lernen werden. Wir sind unterschiedlich und doch stehen wir für eine gemeinsame Sache: das Wohl der Kinder. Wenn wir eines erfahren haben, dann, dass ohne Unterschiede Gleichheit keinen Spaß macht“, führte die Projektleiterin Carina Schwert-Kirchner aus.

Es wurden in diesem Jahr von November 2017 bis Juni 2018 wieder insgesamt 26 Grundschülerinnen und Grundschüler mit Migrationshintergrund und Fluchtgeschichte von 23 Sprachbegleitern gefördert.  Die Grundschüler kamen vor allem aus den Ländern Russland, Syrien, Afghanistan und Slowakei. Zum BRK-Sprachförderteam zählen Carina Schwert-Kirchner, Silke Heim, Laura Schnaus und Melissa Pasuji. Damit alle von den kulturellen Unterschieden der Mitarbeiter und Kinder in diesem Projekt profitieren können, bedarf es auch weiterhin einer engen Zusammenarbeit zwischen dem Sprachförderteam und den Betreuungslehrern der Albrecht-Dürer-Mittelschule und der Dr.-Auguste-Kirchner-Realschule, die die sprachbegleitenden Schüler stellen.

Zu den Sprachbegleitern zählten nicht nur Schüler der Mittel- und Realschule, sondern auch ein Praktikant der Kinderpflegeschule sowie einer der Fachakademie für Sozialpädagogik als auch die Bundesfreiwilligendienstleistenden der Einrichtung. Dank sagte Carina Schwert-Kirchner der Grundschule am Dürerweg mit ihrer Schulleiterin Gisela Schott und Konrektorin Monika Spörlein für die Bereitstellung der Räumlichkeiten. Nach der feierlichen Übergabe der Zertifikate beendete Projektleiterin Carina Schwert-Kirchner den offiziellen Teil der Feierstunde mit den Worten: „Für tolle Arbeit können nicht genug Hände geschüttelt werden.“

 

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PM 051 / 2018. Text: Michael Will / BRK. Foto: Gisela Schott

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news-635 Tue, 11 Sep 2018 23:36:00 +0200 Bei Erster Hilfe kann man nichts falsch machen /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/bei-erster-hilfe-kann-man-nichts-falsch-machen.html Dennoch sind viele Menschen unsicher. Mit einer Aktion anlässlich des Welt-Erste-Hilfe-Tages wollte das Rote Kreuz zum Helfen ermutigen.

HASSFURT – Diese Minuten wird Alois Kreml sein Leben lang nicht vergessen. Aus dem Nichts heraus wird seine Ehefrau Erika an einem Nachmittag im Frühjahr bewusstlos. Sie sackt in sich zusammen, liegt regungslos auf dem Küchenboden. Sie atmet zwar, ist aber weder durch Rütteln oder Ansprechen wach zu bekommen. „Ich war total schockiert“, erinnert sich der 62-Jährige, „da weißt du nicht mehr was du tun sollst.“ Situationen wie diese sind es, in denen Erste Hilfe Leben retten kann. Um die Bevölkerung für Erste Hilfe zu sensibilisieren, hat sich das Bayerische Rote Kreuz Haßberge am Samstag am Internationen Tag der Ersten Hilfe beteiligt. Ein Parcours auf dem Marktplatz Haßfurt regte zum Mitmachen an.

Alois Kreml wählte sofort den Notruf 112, dann brachte er seine Frau in die stabile Seitenlage und redete auf sie ein. Knapp zehn Minuten später standen Rettungsdienst und Notarzt vor der Tür, um der Seniorin zu helfen, die zu diesem Zeitpunkt das Bewusstsein wiedererlangt hatte. Wie sich bei der medizinischen Untersuchung herausstellt, war ein entgleister Blutzuckerspiegel der Grund für die kurzzeitige Bewusstlosigkeit. „Zum Glück war der Rettungsdienst schnell zur Stelle und hat meiner Frau geholfen“, erinnert sich der 62-Jährige. „Das ist alles nochmal gut ausgegangen.“

Erste Hilfe ist wichtig, sagt der Oberpfälzer, der mit seiner Gattin ein paar Tage Urlaub in den Haßbergen macht und sich für den Parcours des Roten Kreuzes interessiert. Er rät jedem dazu, seine Kenntnisse in Erster Hilfe aufzufrischen, schließlich könne man jederzeit in die Situation kommen, jemandem helfen zu müssen. Sei es in der Familie oder als Ersthelfer bei einem Verkehrsunfall. In seinen Appell, einen Erste-Hilfe-Kurs beim BRK zu besuchen, schließt sich der Senior selbst ein. Rund 15 Jahre ist sein letzter Kurs her. „Da wird es mal wieder Zeit.“

Dafür, dass sein letzter Erste-Hilfe-Kurs schon eineinhalb Jahrzehnte zurück liegt, kennt sich Alois Kreml erstaunlich gut aus. Er weiß, wann man jemanden in eine stabile Seitenlage bringen muss (bei Bewusstlosigkeit, aber gleichzeitig vorhandener Atmung) und dass man bei einem bewusstlosen Motorradfahrer nach einem Verkehrsunfall den Helm abnimmt. Das verhindert, dass ein Bewusstloser womöglich erstickt.

Dass sie beispielsweise bei einem Verkehrsunfall Hilfe leisten mussten, in diese Situation sind Gertrud Schnitzer und Monika Henneberger (beide aus Haßfurt) noch nie gekommen. Berührungsängste hätten sie aber nicht, versichern die beiden im Gespräch mit den BRK-Mitarbeitern am Erste-Hilfe-Parcours. Und schon gar nicht würden sie einfach weiterfahren. „Anhalten und schauen, was passiert ist und einen Notruf absetzen“, kommt Monika Henneberger spontan in den Sinn. „Und die Unfallstelle absichern mit einem Warndreieck und selbst eine Warnweste anziehen.“

Gertrud Schnitzer würde sich um die Verletzten kümmern, das sei für sie keine Frage. „Auf jeden Fall mit den Leuten sprechen und sie betreuen, bis der Rettungsdienst da ist“, sagt sie. „Und wenn jemand bewusstlos ist, würde ich ihn aus dem Auto holen und am Boden in die stabile Seitenlage bringen.“ Stärkere Blutungen würde sie versuchen, mit einem Druckverband zu stoppen. Als ehemalige Krankenschwester weiß die Haßfurterin also bestens, was im Fall der Fälle zu tun wäre.

Das ist längst nicht bei allen Passanten so, die sich an den acht Stationen des Erste-Hilfe-Parcours am Marktplatz mit Fragen rund um die Erste Hilfe beschäftigten. Bei vielen Autofahrern ist ihr letzter Erste-Hilfe-Kurs so alt wie ihr Führerschein. Unsicherheit macht sich deshalb breit, wenn es ums Helfen geht. „Viele haben Angst, etwas falsch zu machen und trauen sich nicht“, weiß Erste-Hilfe-Ausbilderin Simone Gilley aus den Gesprächen. Interessiert schauen einige deshalb zu, als Rettungsassistent Harald Krumpholz zeigt, wie einfach es ist, einen Bewusstlosen mit ein paar Handgriffen in die stabile Seitenlage zu bringen oder wenn Simone Gilley gemeinsam mit ihrer Kollegin Ingrid Böllner die Wiederbelebung an einer Übungspuppe demonstriert.

„Man kann bei Erster Hilfe nichts falsch machen“, versichert Gilley den Besuchern immer wieder. Nichts zu tun, das sei falsch. Jeder könne beispielsweise einen Notruf unter 112 absetzen, damit schnellstmöglich professionelle Hilfe durch den Rettungsdienst naht. „So lange einfach beim Verletzten oder Erkrankten bleiben und situationsgerecht helfen“, empfiehlt die Ausbilderin.

Wer sich unsicher ist oder sein Wissen auffrischen will, der kann sich jederzeit zu einem Erste-Hilfe-Kurs beim BRK-Kreisverband Haßberge, Tel. 09521/9550-0, anmelden. Der Kurs dauert lediglich einen Tag und umfasst neun Unterrichtseinheiten. Vier große Praxisblöcke stehen dabei nach Worten von Simone Gilley im Mittelpunkt: Stabile Seitenlage mit und ohne Helm, Herz-Lungen-Wiederbelebung, Wundversorgung sowie akute Erkrankungen (Herzinfarkt, Schlaganfall, Atemnot etc.). Vor allem die Praxis wird in dem neuen Kurssystem großgeschrieben. An vier Stationen üben die Teilnehmer gemeinsam.

So ein Kursbesuch, das wäre vielleicht auch etwas für das Ehepaar Edeltraud und Erwin Butterhof aus Haßfurt. Die beiden überlegen, ob sie nicht wieder einmal ihr Erste-Hilfe-Wissen auffrischen sollten, schließlich liegt ihr Erste-Hilfe-Kurs im Rahmen des Führerscheinerwerbs schon über 40 Jahre zurück. Seit 1972 fährt Edeltraud Butterhof Auto, noch nie ist sie zu einem Verkehrsunfall dazugekommen, bei dem sie Hilfe leisten musste. Aber wenn es soweit wäre, versichert die Seniorin, dann würde sie auf jeden Fall anhalten und Hilfe rufen. „Die Unfallstelle absichern“, sei ebenfalls wichtig und dann die Verletzten betreuen, bis der Rettungsdienst kommt. Einfach weiterfahren, das käme für sie und ihren Mann nicht in Frage.

„Das geht gar nicht“, verurteilen ebenso Ramona Schubert und Olaf Donnerhack Gleichgültigkeit gegenüber Hilfsbedürftigen. „Helfen ist wie ein Reflex“, versichert Olaf und will unbedingt noch etwas loswerden, bevor er sich mit seiner Partnerin wieder aufs Mountainbike schwingt und durch die Haßberge radelt: „Für Schaulustige, die an Unfallstellen gaffen, Fotos machen oder filmen, habe ich absolut kein Verständnis."

Rund 100 Besucher haben sich am Samstag innerhalb der fünf Stunden über Erste Hilfe beim Parcours des Roten Kreuzes informiert und selbst geübt. Erklärt wurde die Rettungskette, der Ablauf einer Hilfeleistung anhand eines Fahrradsturzes, stabile Seitenlage und Wiederbelebung wurden demonstriert. Zudem konnte man einen Rettungswagen besichtigen, bei einem Quiz und einem Memory mitmachen und Verletzten-Schminken üben.

„Durch die Aktion ist es uns gelungen, den ein oder anderen wieder ein stückweit mehr für Erste Hilfe zu sensibilisieren“, sagt Michael Will, Sprecher des BRK-Kreisverbandes. Schließlich sei diese kein Hexenwerk und kinderleicht. „Helfen kann jeder, und bei uns kann jeder helfen lernen“, wirbt er für die Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs, der bei den meisten Mitbürgern schon viel zu lange her sei. Das BRK empfiehlt, Erste-Hilfe-Kenntnisse alle zwei Jahre zu erneuern. 

 

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Sechs Tipps für Erste Hilfe im Straßenverkehr

Was tun, wenn Sie in einen Verkehrsunfall geraten? „Benutzen Sie Ihren gesunden Menschenverstand“, sagt Michael Will, Sprecher des BRK-Kreisverbandes Haßberge, und empfiehlt:

1. Achten Sie auf Ihre Sicherheit. An Unfallorten im Straßenverkehr unbedingt Warnwesten tragen und die Unfallstelle absichern (Warndreieck); zuerst Gefahren für Sie und andere einschätzen. Nur wer selbst nicht in Gefahr gerät, kann helfen. Verschaffen Sie sich einen ersten Überblick über die Situation: Wer ist verletzt? Wer braucht als Erster Hilfe? Bringen Sie Verletzte aus der Gefahrenzone.

2. Machen Sie Ihre Umgebung deutlich auf den Notfall aufmerksam. Scheuen Sie sich nicht, Anweisungen zu geben und Umstehende direkt anzusprechen, um notwendige Maßnahmen durch konkrete Ansagen zu verteilen.

3. Möglichst schnell den Rettungsdienst unter Notruf 112 verständigen: Wo hat sich der Notfall ereignet? Den Standort möglichst exakt angeben und auf weitere Fragen vorbereitet sein, wie zum Beispiel: Was ist geschehen? Wie viele Personen sind betroffen? Unbedingt abwarten, bis die Rettungsleitstelle alle wichtigen Informationen abgefragt hat und das Gespräch beendet.

4. Kontakt zum Betroffenen aufnehmen und sich auf Augenhöhe zum Betroffenen begeben. Stellen Sie sich vor, sagen Sie, dass Sie helfen und bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes bei ihm bleiben werden. Erklären Sie immer, was Sie tun. Zuhören und einfach nur da sein hilft schon.

5. Betroffene medizinisch versorgen:

  • Wunden verbinden (Einmalhandschuhe benutzen!)
  • Bewusstlose in die stabile Seitenlage bringen, Atmung kontrollieren und gegebenenfalls mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung beginnen
  • Betroffenen möglichst zudecken (Wärmeerhalt)
  • bei Betroffenen mit Atemnot Oberkörper hochlagern

6. Überprüfen Sie regelmäßig Ihren Verbandkasten im Auto: Ist er vollständig, das Verbrauchsdatum nicht überschritten? 

 

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PM 047 / 2018. Text und Fotos: Michael Will / BRK

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news-634 Mon, 10 Sep 2018 23:21:00 +0200 Gemeinsam macht die Arbeit Spaß /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/gemeinsam-macht-die-arbeit-spass.html Second-Hand-Laden in der BRK-Produktionsschule wird wiedereröffnet. Umbau- und Renovierungsarbeiten sind beendet.

HASSFURT - „Wir wollten unseren Laden noch schöner und größer für die Besucher machen“, sagt Julia K. stolz. Sie ist eine Teilnehmerin der Produktionsschule Haßberge des Bayerischen Roten Kreuzes. Mit gemeinsamen Kräften haben jungen Frauen und Männer, Anleiter und die Sozialpädagogen den Laden neu umgestaltet und renoviert. „Das macht wirklich viel Spaß gemeinsam zu überlegen, wie der Laden aussehen soll und alles mit eigenen Händen zu machen“, berichtet Manuel C. über wochenlange Vorbereitungsarbeit und dann Renovierungszeit. 

„Die Jugendlichen werden sich sehr freuen, wenn der Second-Hand-Laden, der am Mittwoch, 12. September, um 10:00 Uhr wiedereröffnet wird, von vielen Menschen des Landkreises besucht wird“, sagt Valeria Himmelspach, die Sozialpädagogin des Projektes.

Die Produktionsschule Haßberge des BRK-Kreisverbandes Haßberge entstand 2005 und war die erste in Bayern. „Wegen der Änderung in der Finanzierung und sehr guter Vermittlungsquote der Teilnehmer durch die Fachkräfte mussten wir leider die Produktionsschule verkleinern, was zu unserem Bedauern die momentane Schließung der Änderungsschneiderei und der Internetagentur bedeutet hat“, berichtet Karina Hauck, Leiterin des Projektes. Die Produktionsschule sei ein einzigartiges, untypisches und erfolgreiches Projekt der arbeitsweltbezogenen Jugendsozialarbeit, das sehr wichtig für die Region ist und auf das man stolz sein kann, machte sie weiterhin deutlich.

Momentan wird das Projekt von sieben Jugendlichen und jungen Erwachsenen besucht. Die Plätze werden durch das Jobcenter Haßberge, das Kreisjugendamt und durch das BRK finanziert. Das pädagogische Konzept der Produktionsschule nutzt Arbeits- und Produktionsprozesse zur Förderung und Kompetenzentwicklung junger Menschen. Lernprozesse werden mit Arbeit in betriebsnahen Strukturen verbunden. Gerade dadurch werden Kenntnisse, Fähigkeiten und Verhaltensweisen, die für die Aufnahme einer Berufsausbildung oder einer Erwerbstätigkeit notwendig sind, entwickelt und gefördert.

„Zu unseren Stärken gehört auch die Kleingruppe, da wir hier unser Hauptaugenmerk auf die Situation der einzelnen Jugendlichen legen können. In einer einzigartigen Lern- und Organisationskultur finden die Teilnehmer tragfähige Beziehungsangebote“, berichtet Karina Hauck nicht ohne Stolz.

Die Produktionsschule verfolgt damit nicht nur besondere pädagogische Ziele, sondern artikuliert auch eine explizit sozialpolitische Dimension: Die Förderung von Inklusion, da es ihr Hauptziel ist, jungen Menschen eine reale Chance auf berufliche und soziale Integration zu eröffnen.

„Kommen Sie uns besuchen, wir würden uns über Ihren Besuch sehr freuen“, sagen die Teilnehmer der PSH. Julia K ergänzt abschließend: „Besonderen Dank möchten wir dem Haßfurter Modegeschäft Miller & Monroe für ihre großzügige Spende sagen. Nach dem Besuch der Produktionsschule möchte ich meinen Traumberuf Verkäuferin verwirklichen und mich in diesem Modegeschäft bewerben.“

 

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PM 046 / 2018. Text: Michael Will / BRK. Foto: Karina Hauck / BRK.

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news-632 Wed, 29 Aug 2018 11:02:00 +0200 Für die Wasserrettung bestens gerüstet /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/fuer-die-wasserrettung-bestens-geruestet.html BRK-Wasserwacht-Ortsgruppe Haßfurt erhält ein neues Einsatzfahrzeug. Schnelleinsatzgruppe steht Tag und Nacht bereit.

HASSFURT – Die Verabschiedung langjähriger Mitarbeiter und die Segnung eines neuen Einsatzfahrzeuges der Wasserwacht-Ortsgruppe Haßfurt standen im Mittelpunkt des diesjährigen Sommerfestes des Kreisverbandes Haßberge des Bayerischen Roten Kreuzes. Gleichzeitig dankte Vorsitzender Wilhelm Schneider allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter, sie seien das Rückgrat des BRK im Landkreis.

Nicht nur als Hilfsorganisation im Rettungsdienst, bei Großschadensereignissen oder im Katastrophenfall sondern auch als anerkannter Wohlfahrtsverband und Sozialer Dienstleister leiste das Rote Kreuz wichtige Arbeit, lindere Not und trage zur Verbesserung der individuellen, familiären und sozialen Lebensbedingungen bei. Neben den Hauptamtlichen werde der Kreisverband von einer Vielzahl ehrenamtlicher Helfer unterstützt. Insgesamt werde dem Ehrenamt im Landkreis durch die Bevölkerung eine hohe Wertschätzung entgegengebracht, freute sich Schneider.

„Unser Verband ist aktuell mit insgesamt 398 haupt- und ehrenamtlich Beschäftigten, 14 Bundesfreiwilligen und insgesamt 18 Auszubildenden und Praktikanten in den Abteilungen Rettungsdienst, Kinder- und Jugendarbeit, Altenpflege und im kaufmännischen Bereich ein nicht zu verachtender Arbeitgeber“, sagte der Vorsitzende. Zusätzlich würden sich in den ehrenamtlichen Gemeinschaften (Wasserwacht, Jugendrotkreuz, Bereitschaft und Wohlfahrts- und Sozialarbeit) derzeit 1279 Frauen und Männer engagieren. „Damit beschäftigen sich nahezu 1677 Menschen aus unserem Landkreis mit der Erfüllung unserer Aufgaben als Hilfsorganisation und Wohlfahrtsverband. Rund 12.000 Fördermitglieder unterstützen dabei zusätzlich.

Vorsitzender und Landrat Wilhelm Schneider informierte beim Sommerfest ebenfalls über einige wichtige Ereignisse aus dem Kreisverband. 13 Mitarbeiter hätten mittlerweile ihre Weiterbildung zum Notfallsanitäter, dem neuen Berufsbild im Rettungsdienst, abgeschlossen. Notfallsanitäter kann man auf zwei Wegen werden: Einmal durch eine dreijährige Berufsausbildung oder als Rettungsassistent durch eine berufsbegleitende Weiterbildung mit 80 bis 960 Stunden, wobei sich die Dauer nach der jeweiligen Berufserfahrung richtet.

Die Rettungshundestaffel sowie die Wasserwacht-Ortsgruppe Haßfurt erfreuen sich über neue Einsatzfahrzeuge. Für die Wasserwacht-Ortsgruppe Sand/Zeil wurde ein neues Rettungsboot angeschafft. Die Mittagsbetreuung Haßfurt habe ab September 2018 einen zusätzlichen Standort an der Grundschule Nassachtal.

Nicht zuletzt stehen heuer noch einige Jubiläen ins Haus. So feiere die BRK-Sozialstation ihr 40-jähriges Bestehen. Sie wurde 1978 als erste Sozialstation im Landkreis Haßberge unter dem Namen „Gemeindepflegestation Königsberg“ gegründet. Im Jubiläumsjahr, so Schneider, gebe es noch einen weiteren Grund zu feiern: Die jährliche Qualitätsprüfung durch den MDK Bayern wurde mit einem hervorragenden Ergebnis von 1,0 bestanden. „Hierzu möchte ich allen Beteiligten ganz herzlich gratulieren und danken“, sagte Wilhelm Schneider.

Zwei Wasserwacht-Ortsgruppen können heuer ebenfalls auf ein langes Bestehen zurückblicken: So feiert die Ortsgruppe Sand/Zeil im September ihr 50-jähriges Bestehen und die Ortsgruppe Ebern ihr 70-jähriges Jubiläum. Etwas jünger ist das Mehrgenerationenhaus des BRK in Haßfurt: Hier blicke man im September auf das zehnjährige Bestehen zurück.

Beim Sommerfest wurde das neue Einsatzfahrzeug der Wasserwacht-Ortsgruppe Haßfurt durch die beiden Geistlichen Doris Otminghaus und Thorsten Hueller gesegnet. BRK-Vorsitzender und Landrat Wilhelm Schneider gratulierte der Haßfurter Wasserwacht mit stellvertretendem Ortsgruppenleiter Dominik Wohlleben zur Anschaffung ihres neuen Fahrzeugs, das anschließend offiziell seiner Bestimmung übergeben wurde.

„Um den immer weiter wachsenden Aufgaben bei der Wasserwacht gerecht zu werden, braucht man zweckmäßige Einsatzfahrzeuge für den Wasserrettungsdienst“, sagte Schneider. Besonders wichtig sei, dass die ehrenamtlich aktiven Hilfskräfte bestens ausgebildet sind, um schnelle und effektive Hilfe leisten zu können. Dafür werde ihnen viel abverlangt: Sie opfern ihre Freizeit, trainieren, proben den Ernstfall und bilden sich regelmäßig weiter. Schneider: „Sie sind immer hilfsbereit zur Stelle – in jeder Notsituation, Tag und Nacht.“

Die 112 aktiven Frauen und Männer der Wasserwacht-Ortsgruppe Haßfurt seien ein sehr gutes Beispiel für ein hohes Maß an Bürgersinn. Sie haben im Jahr 2017 rund 8200 Stunden ehrenamtliche und unentgeltliche Arbeit zum Wohl der Landkreisbevölkerung erbracht. Gleichzeitig leiste die Ortsgruppe tolle Nachwuchsarbeit. „Unsere Kinder und Jugendlichen sind bei ihnen in guten Händen und können ihre Freizeit sinnvoll nutzen“, freute sich der Landrat.

Mit dem neuen Einsatzfahrzeug werden die ehrenamtlichen Helfer der Schnelleinsatzgruppe Wasserrettung zum Einsatz befördert. Fünf Einsatzkräfte finden darin Platz. In dem Fahrzeug sind die wichtigsten Einsatzmittel vorhanden, wie etwa Sauerstoffflaschen, Schutzbekleidung sowie die komplette Ausrüstung für drei Rettungstaucher. Der Vorsitzende dankte den Ehrenamtlichen für ihren uneigennützigen Einsatz für ihre Mitmenschen – egal ob bei Hochwasser, beim Schwimmunterricht oder beim Wach- und Rettungsdienst an Gewässern.

Kompetent, zuverlässig, durchsetzungsstark

Helga Bendel, Theresia Dellert und Georg Klarmann in den Ruhestand verabschiedet. 

Personalsachbearbeiter in Unternehmen und Verbänden sind eine wichtige Stütze für die reibungslose Abwicklung von Personalangelegenheiten. Beim BRK-Kreisverband Haßberge ist Helga Bendel eine Institution und wurde jetzt in den wohl verdienten Ruhestand verabschiedet.

Bendel begann 1970 eine Lehre zum Großhandelskaufmann bei der Firma Mumdey in Haßfurt, dem heutigen Sitz des Kreisverbandes. Nach Abschluss der Lehre übernahm sie die Leitung der Buchhaltung. Im Februar 1988 begann sie nach Worten von BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger als Vertretung in der Elternzeit für ein halbes Jahr. Die Arbeit beim BRK habe ihr so gut gefallen, dass sie auch die zweite Elternzeit der Kollegin übernahm und seit 1. August 1989 für das Rote Kreuz tätig ist.

„Seit dieser Zeit ist sie aus dem Kreisverband nicht mehr wegzudenken“, sagt Greger. Zunächst war sie in der Buchhaltung mit den Schwerpunkten Finanzbuchhaltung, Rechnungs- und Kassenwesen, Lohn- und Gehaltswesen sowie allgemeinen Verwaltungsaufgaben eingesetzt. 2003 übernahm Helga Bendel Aufgaben im Personalbereich, später das komplette Personalwesen in Leitungsfunktion, wo sie bis zu ihrem Ruhestand tätig war.

Hintergrund der Veränderung war nach Worten von Dieter Greger, dass der Kreisverband zunehmend wuchs und 2005 annähernd 200 Mitarbeiter beschäftigt waren. Heute seien es bereits 400 Mitarbeiter, weswegen 2008 Natascha Endres, die heutige Nachfolgerin von Frau Bendel, eingearbeitet und ab 2010 zur ständigen Stellvertreterin bestellt wurde.

„Helga Bendel zeichnet sich vor allem durch ihre Kompetenz und Zuverlässigkeit, ihr Durchsetzungsvermögen, aber auch durch ihr Wissen um das Rote Kreuz aus“, lobte der Kreisgeschäftsführer. Er dankte ihr für ihre jahrzehntelange sehr gute und zuverlässige Abeit und wünschte für den bevorstehenden Ruhestand alles Gute.

Ebenfalls in den Ruhestand verabschiedet wurde Krankenpflegehelferin Theresia Dellert. Im April 1974 legte sie Prüfung in der Oberpfalz ab, wo sie ihren Mann Rainer kennen lernte und später in den Landkreis Haßberge zog. Seit Mai 1991 war Dellert in der Sozialstation Königsberg tätig. Ihre Sorge um Patienten habe immer im Mittelpunkt ihrer Arbeit gestanden, sagte Greger. Ihre Begeisterung, Menschen zu helfen, trug Theresia Dellert in ihre Familie: Tochter Bianca Kupfer erlernte den Beruf der Krankenschwester und arbeitet ebenfalls in der BRK-Sozialstation.

Auch ehrenamtlich ist Dellert sehr aktiv und engagiere sich bei Blutspendeterminen, der Seniorenbetreuung, bei Floh- und Weihnachtsmärkten und ist seit über 26 Jahren in der Bereitschaft Hofheim/Königsberg aktiv. Die Begeisterung der Ruheständlerin spürte auch ihr Ehemann Rainer. Er wurde zur Mithilfe bei Altkleidersammlungen entsandt und hatte auch die Aufgabe, ihr heiß geliebtes Dienstfahrzeug – einen VW Polo – stets auf Vordermann zu bringen. „Dieser Polo war das am besten gepflegte Dienstfahrzeug des Kreisverbandes“, lobte Greger.

In den Ruhestand verabschiedet wurde beim Sommerfest ebenfalls Georg Klarmann. Als gelernter Schriftsetzer arbeitete er viele Jahre beim Fränkischen Tag in Bamberg. Aufgrund von Rationalisierungsmaßnahmen endete die Beschäftigung im Jahr 2002. Zum damaligen Zeitpunkt suchte der BRK-Kreisverband Fahrer für den Linienfahrdienst. Durch seinen Sohn Rainer, der hauptamtlich im Rettungsdienst arbeitet, wurde Rainer Klarmann auf diese Beschäftigung aufmerksam. Zunächst auf geringfügiger Basis im Linienfahrdienst beschäftigt, wurde er im September 2013 hauptamtlich in Teilzeit für den Bereich „Essen auf Rädern“ eingestellt. Für seine Hobbys Theaterspielen und Chorgesang hat er seit seinem Ruhestand, den er bereits 2017 begann, dennoch nicht mehr Zeit. Klarmann fährt weiterhin „seine“ Kinder in die Einrichtungen im Landkreis und unterstützt den Bereich „Mahlzeitendienst“, wenn Not am Manne ist. „Der Arbeitsbereich Soziale Dienste ist Herrn Klarmann wie auf den Leib geschneidert“, betonte der Kreisgeschäftsführer. Durch seine fröhliche und umgängliche Art sowie seine Zuverlässigkeit sei er bei Alt und Jung beliebt.

 

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Das BRK im Landkreis in Zahlen
(Jahresbilanz 2017 – ein Auszug):

Rettungsdienst:
15.805 Einsätze, 601.291 Kilometer Gesamtfahrleistung, 15.554 ehrenamtlich geleistete Stunden

Gemeinschaften mit Katastrophenschutz:

8 Schnelleinsatzgruppen, 1 Rettungshundestaffel, 1 Kreisauskunftsbüro, zehn Bereitschaften mit 570 Mitgliedern und 61.037 Einsatzstunden; 5 Wasserwacht-Ortsgruppen mit 507 aktiven Mitgliedern und 28.543 Einsatzstunden; 3 Jugendrotkreuzgruppen mit 31 Mitgliedern; Wohlfahrts- und Sozialarbeit mit 171 Mitgliedern und 22.253 Stunden

Blutspendedienst:
Im Jahr 2017 zum 35. Mal Spitzenreiter in Bayern. Es wurden 8465 Konserven gespendet. Es spendeten 12,75 Prozent der spendefähigen Einwohner der Haßberge.

Ausbildung:
131 Erste-Hilfe-Kurse (2106 Teilnehmer), 33 Erste-Hilfe-Trainings (471 Teilnehmer), 2 Sanitätsausbildungen, 7 Kurse „Erste Hilfe am Kind“ und 20 Trau-Dich-Kurse für Kinder.

Mitarbeiter:
182 Hauptamtliche (75 Vollzeit-, 107 Teilzeitbeschäftigte), 171 geringfügig Beschäftigte, 18 Bundesfreiwilligendienstleistende, 18 Auszubildende/Praktikanten, 11.734 Fördermitglieder, 1279 ehrenamtliche Mitglieder

Soziale Dienstleistungen:
5 Pflegestützpunkte der Sozialstation mit 521 betreuten Patienten; 10 Betreuungsgruppen für kognitiv eingeschränkte Menschen; Fachstelle für pflegende Angehörige mit 295 Beratungen und offener Gesprächskreis für pflegende Angehörige; 155 Beratungseinsätze bei Kunden

Menüservice „Essen auf Rädern“:
631 Gäste Warm- und Kaltverpflegung; Ausgabe von 28.960 Apetitio-Menüs; 47.430 Menüs externer Küchen.

Hausnotrufdienst:
307 Teilnehmer

Individualfahrdienst:
10.651 Fahrten mit 256.010 gefahrenen Kilometern

Linienfahrdienst:
1097 beförderte Personen, 67 eingesetzte Fahrzeuge, 160 gefahrene Linien, 1.191.176 gefahrene Kilometer

Soziale Arbeit:
Produktionsschule: 30 Jugendliche, 11 Teilnehmer in Arbeit/Ausbildung vermittelt.
Beratungsstelle für Migration: 575 Klienten
Suchdienst: 102 Beratungen
Familienzusammenführung: 158 Beratungen
Kur und Erholung: 59 Klienten, 165 Beratungen
Jugendsozialarbeit an Schulen: 17 Schulen, 21 Mitarbeiter
Mittagsbetreuung: 3 Schulen, 20 Gruppen, 240 Kinder
Offene Ganztagsschule: 4 Schulen, 6 Gruppen, 99 Kinder
Gebundene Ganztagsschule: 4 Schulen, 18 Klassen, 316 Kinder
Schulkindbegleitung: 16 Kinder, 26 Mitarbeiter, 385 genehmigte Stunden/Woche
Kindergarten: 50 Regelplätze, 14 Mitarbeiter, 12 Krippenplätze

Mehrgenerationenhaus Haßfurt:
150 Bildungspatenschaften; 60 Projekte wie „Senioren surfen“, Elterncafé, Lesekreis, Bewerbungsstube; 8 Kreativ-Samstage; 8 Wochenenden für Kinderübernachtungen; 12 Ferienprogramme; Babysitter-Service; 14 Baby- und Kleinkindgruppen; Café-Bistro „Offener Treff“ mit 21.250 Nutzungen.

 

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PM 43 / 2018. Text: Michael Will / BRK. Fotos: Janina Lörzer / BRK, Michael Will / BRK.

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news-631 Sun, 05 Aug 2018 13:05:00 +0200 Hochsommerliche Hitze setzt Helfern zu /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/hochsommerliche-hitze-setzt-helfern-zu.html Bei einem Waldbrand nahe Fischbach sind am Sonntag rund 200 Einsatzkräfte im Einsatz. Das Rote Kreuz übernahm die Versorgung mit Kaltgetränken.

FISCHBACH - Mit einem Großaufgebot hat die Feuerwehr am späten Sonntagnachmittag (5. August) zwischen Eyrichshof und Fischbach einen Waldbrand bekämpft. Zwei Feuerwehrleute wurden nach aktuellem Stand dabei leicht verletzt, vom BRK-Rettungsdienst versorgt und ins Krankenhaus gebracht. Das BRK hatte ebenfalls ein Großaufgebot an Einsatzkräften vor Ort.

Die ersten Meldungen über das Feuer gingen bei der Integrierten Leitstelle Schweinfurt (ILS) gegen 16:00 Uhr ein. Schon nach dem Eintreffen der ersten Feuerwehren war klar, dass es sich um eine größere Fläche handelt, weitere Einheiten wurden nachalarmiert. Insgesamt hatte sich das Feuer nach ersten Einschätzungen der Polizei auf einer Fläche von rund 12.000 Quadratmetern, zwischen Radweg und alter Bundesstraße, ausgebreitet. Die Ursache für das Feuer war zunächst unklar.

Die ILS hatte einen Rettungswagen und den Einsatzleiter Rettungsdienst alarmiert, kurz darauf wurden weitere Einheiten der Schnelleinsatzgruppen aus dem Landkreis nachgefordert. Die Aufgabe des Rettungsdienstes und der Katastrophenschutzeinheiten bestand einerseits in der sanitätsdienstlichen Absicherung der Einsatzkräfte, wie Michael Will, Pressesprecher des BRK-Kreisverbandes Haßberge, mitteilte. „Zudem übernahmen unsere Rotkreuzhelfer die Versorgung aller Einsatzkräfte mit Getränken.“

Während der Brandbekämpfung wurden zwei Feuerwehrleute leicht verletzt, teilte das BRK mit. Einer erlitt eine Brandverletzung, der andere wurde am Bein verletzt. Nach medizinischer Versorgung an Ort und Stelle wurden die beiden mit einem Rettungswagen und einem Krankentransportwagen zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus Ebern transportiert.

„Derartige Einsätze bei hochsommerlichen Temperaturen sind für alle Einsatzkräfte eine Herausforderung und körperlich stark belastend“, sagt Will. Vor allem für die Feuerwehrleute in ihrer schweren Schutzkleidung, noch dazu mit Atemschutzgeräten an vorderster Front, sind hohen Belastungen ausgesetzt. In einem Schutzanzug können Temperaturen von deutlich über 45 Grad Celsius auftreten. „Da ist die Gefahr von Kreislaufproblemen immer gegeben, im schlimmsten Fall kann es zu einem Kreislaufkollaps oder einem Hitzschlag kommen.“ Deshalb sei es gang und gäbe, dass zu Feuerwehreinsätzen immer auch ein Rettungswagen mitalarmiert wird, um für die Einsatzkräfte im Fall der Fälle bereit zu stehen. Bei Bedarf könnten jederzeit weitere Einheiten nachalarmiert werden.

Das war auch diesmal der Fall, schildert der BRK-Pressesprecher. Aufgrund der großen Fläche, der enormen Hitze und der zu vermutenden langen Einsatzdauer wurden durch Ingo Stöhlein, Einsatzleiter Rettungsdienst, weitere Kräfte nachgefordert. Aus dem Regelrettungsdienst stand ein Rettungswagen der BRK-Rettungswache Ebern bereit, alle weiteren Einheiten wurden durch die Schnelleinsatzgruppen (SEG) gestellt. „Diese BRK-Helfer arbeiten alle ehrenamtlich und leisten, ebenso wie die Kollegen der Feuerwehr, ihren Dienst in ihrer Freizeit“, betont Michael Will. 

Die Schnelleinsatzgruppen, die als Einheiten dem Katastrophenschutz zugeordnet sind, werden immer dann alarmiert, wenn es eine Vielzahl an Verletzten und zu betreuenden Personen gibt oder wenn es sich um eine besondere Einsatzlage mit hohem Zeit- und Kräfteeinsatz handelt. So waren neben dem Regelrettungsdienst bei diesem Einsatz die Schnelleinsatzgruppe Betreuung (Haßfurt und Untermerzbach), SEG Verpflegung (Hofheim), SEG Technik und Sicherheit (Memmelsdorf), die SEGs Transport I und II aus Zeil/Knetzgau und Ebern sowie die SEG Information und Kommunikation (Eltmann) im Einsatz. Neben drei Rettungswagen und zwei Krankentransportwagen waren weitere zehn Einsatzfahrzeuge vor Ort.

Die Schnelleinsatzgruppen Betreuung und Verpflegung hatten zwei Verpflegungsstellen für die Einsatzkräfte aufgebaut, wie Will beschreibt. Eine an der Einmündung Specke/Siegelfeld, gegenüber der Firma Uniwell, die zweite direkt an der Einsatzstelle auf der alten Bundesstraße nach Fischbach, in Höhe des Modellflugplatzes. An beiden Stellen wurden Kaltgetränke an die Helfer verteilt. Insgesamt wurden mehrere Hundert Liter Wasser und Kaltgetränke ausgegeben. Neben einer eigenen Vorhaltung an Getränken aus dem BRK-Kreisverband in Haßfurt wurden nach telefonischer Rücksprache mit Getränkemärkten aus Haßfurt und Ebern weitere Getränke zur Verfügung gestellt. „Wir danken den Inhabern der Getränkemärkte ganz besonders, dass sie sich sofort bereit erklärt haben, auch am Sonntag zu ihren Märkten zu fahren und Getränke bereit zu stellen“, lobt Will. Dies sei keine Selbstverständlichkeit, für die Einsatzkräfte aber extrem wertvoll. „Die BRK-Einsatzleitung dankt für diese Unterstützung ausdrücklich.“

Um einen schnellen Überblick über die Lage vor Ort zu bekommen, setzte Stefan Funck, Fachdienstleiter Information und Kommunikation, auch eine Drohne ein, mit der Bilder aus der Luft angefertigt werden konnten.

Die Kollegen der elf Feuerwehren, die mit rund 130 Helfern vor Ort waren, bekamen bei der Brandbekämpfung Unterstützung aus der Luft. Ein Polizeihubschrauber aus Roth überflog das Gebiet mehrmals und ließ aus einem Wasserbehälter mehrere tausend Liter Löschwasser auf das Feuer niederprasseln. Die Aufnahme des Wassers erfolgte aus dem Schwebeflug heraus aus den nahe gelegenen Fischweihern bei Fischbach.

Gegen 20:00 Uhr, vier Stunden nach Einsatzbeginn, konnten die Feuerwehren und das Bayerische Rote Kreuz den Einsatz beenden. „Dieser Einsatz hat wieder einmal deutlich vor Augen geführt, wie wichtig ehrenamtliche Helfer zur Gefahrenabwehr für unsere Gesellschaft sind“, sagt BRK-Pressesprecher Michael Will. „Ohne Ehrenamtliche gäbe es keine schlagkräftigen Feuerwehren in den Städten und Dörfern unseres Landkreises und auch der Katastrophenschutz, der durch zahlreiche BRK-Helfer gewährleistet wird, wäre in Gefahr.“ Durch das Einsatzgeschehen und immer wieder stattfindende Übungen funktioniere die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Rotem Kreuz, Technischem Hilfswerk und der Polizei reibungslos.

 

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PM 038 / 2018. Text und Fotos: Michael Will / BRK

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news-629 Tue, 17 Jul 2018 19:43:19 +0200 112 und die Hilfe eilt herbei /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/112-und-die-hilfe-eilt-herbei.html BRK mit dem Rettungswagen zu Besuch im Kindergarten

ERMERSHAUSEN - „Kannst du mal das Blaulicht anmachen?“ Gespannt waren die Mädchen und Jungen des Kindergartens Ermershausen beim Besuch des Roten Kreuzes mit einem Rettungswagen auf die blauen Blitzlichter. „Wenn die blitzen, hat es der Rettungswagen eilig“, wussten die Kinder zu Recht.

Die „Blaulicht-Familie“ war in den letzten Monaten das Thema im Kindergarten. Dabei wurden die Kleinen mit den Aufgaben von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst vertraut gemacht. Jetzt war das Bayerische Rote Kreuz mit einem Rettungswagen von der Rettungswache Ebern zu Gast.

Dabei stand die Ausstattung des Rettungswagens, mit dem Notfallpatienten transportiert werden, im Mittelpunkt. Rettungssanitäter Michael Will zeigte den Kindern beispielsweise ein hoch modernes EKG-Gerät und leitete bei einem Jungen an Hand- und Fußgelenken ein EKG ab, das er mit nach Hause nehmen durfte. Gezeigt wurde auch das Beatmungsgerät, zahlreiche Schubfächer mit medizintechnischer Ausstattung und die vielen Notfallmedikamente und Infusionen. Die Kinder durften auch eine Rettungsdecke ausprobieren, wie sie in jedem Verbandskasten zu finden ist. Des Weiteren wurde bei einem Jungen am Knie ein Verband angelegt.

Dass Rettungskräfte bei einem Notfall ganz schön viel Material mit zu einem Patienten beispielsweise ins Wohnhaus schleppen müssen, beeindruckte die Mädchen und Jungen. So müssen die Retter einen Notfallrucksack tragen, zudem EKG-Gerät, Beatmungsgerät und Absaugpumpe – insgesamt ein Gewicht von um die 40 Kilogramm. Alleine der Notfallrucksack, in dem sich alle wichtigen Utensilien für die Behandlung von lebensbedrohlich verletzten oder erkrankten Personen befinden, hat ein enormes Gewicht; die Kinder konnten den Rucksack bei eigenen Versuchen deshalb nur mit Mühe vom Boden aufheben.

Interessiert waren die Kleinen auch an der Fahrtrage, auf denen Patienten zum Rettungswagen oder von diesem ins Krankenhaus gefahren werden können. Sie ist höhenverstellbar und kann so eingestellt werden, dass der Patient – je nach Notwendigkeit – in verschiedenen Liegepositionen transportiert werden kann. Selbstverständlich durften die Mädchen und Jungen alle einmal Probeliegen.

Besonders beeindruckt waren die Kinder natürlich vom Blaulicht. In Verbindung mit dem Martinshorn, das auch einmal kurz eingeschaltet wurde, bedeutet das, dass alle Verkehrsteilnehmer dem Rettungsfahrzeug sofort freie Bahn machen müssen. Auch Kinder, die mit einem Fahrrad auf der Straße unterwegs sind, müssen Platz machen. „Am besten stellt ihr euch dann so weit wie möglich weg von der Straße und wartet, bis das Rettungsfahrzeug vorbeigefahren ist“, empfahl Michael Will.

Der Rettungssanitäter wollte von den Kindern hören, ob sie denn wissen, welche Notrufnummer sie anrufen müssen, wenn sie Hilfe des Rettungsdienstes und der Feuerwehr brauchen. Das wussten fast alle Kinder: die 112! Unter dieser Nummer erreicht man die zuständige Integrierte Leitstelle, die für die Alarmierung und Disponierung sämtlicher Fahrzeuge des Rettungsdienstes und der Feuerwehren zuständig ist. Egal also ob Feuerwehr oder Notarzt: Bei der 112 ist man immer richtig. Und diese Notrufnummer 112 kann man sich ganz leicht merken, demonstrierte Michael Will mit einer Merkhilfe: „112 – das könnt ihr euch so merken - ihr habt einen Mund, eine Nase und zwei Augen.“

Nach über einer Stunde und vielen Fragen bedankte sich am Ende Kindergartenleiterin Eva-Maria Stühler bei der BRK-Rettungswache Ebern und Michael Will für den Besuch und die Vorführung des Rettungswagens. Ziel der Aktion war es, den Kindern die Angst vor einem Rettungswagen und einem möglichen Transport im Krankheitsfall zu nehmen sowie die richtige Notrufnummer zu vermitteln.

 

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PM 035 / 2018. Text: Michael Will / BRK; Foto: Simone Pfeiffer / Kindergarten Ermershausen.

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news-628 Fri, 08 Jun 2018 09:29:57 +0200 Flexible Betreuungszeiten stehen hoch im Kurs /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/flexible-betreuungszeiten-stehen-hoch-im-kurs.html Wanderausstellung „KitaPlus“ und Sommerfest am Sonntag im BRK-Kindergarten

KÖNIGSBERG -  Zum „Tag der offenen Tür“ mit der Ausstellungseröffnung „KitaPlus“ und dem Sommerfest lädt die Kindertagesstätte „Unter der Burg“ unter Trägerschaft des Bayerischen Roten Kreuzes am Sonntag, 10. Juni, nach Königsberg ein. Im Mittelpunkt des Tages steht unter anderem eine Wanderausstellung zum Thema „KitaPlus: Weil gute Betreuung keine Frage der Uhrzeit ist“. Sie wird um 13:00 Uhr offiziell in der Kita am Elsaweg 1b eröffnet.

Um 14:00 Uhr schließt sich dann das Sommerfest mit einer „Reise durch die Märchenwelt“ an. Die Mädchen und Jungen der Kita werden ihre Eltern, Großeltern und Besucher mit Beiträgen sprichwörtlich märchenhaft begeistern. Zudem gibt es einen Luftballonwettbewerb, eine Tombola und eine Spielstraße. Mit Bratwürsten und Steaks vom Grill, einem Salatbuffet sowie Kaffee und Kuchen ist für das leibliche Wohl gesorgt.

Im Rahmen des Bundesprogramms „KitaPlus“ zeigt die Kindertagesstätte des BRK-Kreisverbandes Haßberge die Ausstellung „Weil gute Betreuung keine Frage der Uhrzeit ist“ im Foyer. Mit der Ausstellung wird veranschaulicht, wie erweiterte Betreuungszeiten in Kitas und Horten sowie in der Kindertagespflege umgesetzt werden und was dies für Familien, Einrichtungen, Unternehmen und Kommunen bedeutet.

Um den Spagat zwischen Familie und Beruf besser zu meistern, braucht es eine gute und verlässliche Kindertagesbetreuung auch außerhalb der üblichen Betreuungszeiten. Dies trifft ganz besonders auf Berufe zu, in denen Mütter und Väter im Schichtdienst oder sehr früh morgens, in den Abendstunden und an Wochenenden arbeiten. Fehlende bedarfsgerechte Betreuungsangebote können Eltern, insbesondere Alleinerziehende, sogar daran hindern, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen. Deshalb fördert das Bundesfamilienministerium seit Januar 2016 bis Ende 2018 erweiterte Betreuungszeiten in Kitas, Horten und in der Kindertagespflege, um Eltern eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen.

In welchem Umfang nach Ablauf der Förderung zum Jahresende erweiterte Öffnungszeiten in der BRK-Kita möglich sein werden, wird derzeit ausgelotet. Das Rotkreuz-Kreisverband ist dazu im Gespräch mit Landrat Wilhelm Schneider und will Kommunen und Unternehmen als Kooperationspartner gewinnen. Kita-Leiterin Franziska Görtler und ihr Team hoffen im Interesse von Kindern und deren Eltern sehr, dass eine zukunftsweisende Lösung gefunden werden kann. Kinderkrippe und Kindergarten bieten Platz für 62 Mädchen und Jungen. 39 von ihnen nutzen derzeit das Angebot der erweiterten Öffnungszeiten zwischen 5:30 und 20:00 Uhr. So sind 23 Kinder bereits vor 8:00 Uhr da, 16 Kinder im zusätzlichen Zeitraum von 16:15 bis 20:00 Uhr. Familien, die „KitaPlus“ nutzen, kommen unter anderem aus Königsberg, Hofheim, Haßfurt, Ebern und Riedbach. 

Rund 300 Vorhaben setzten aktuell ihre innovativen Konzepte für bedarfsgerechte Betreuungszeiten im Bundesprogramm „KitaPlus“ um, darunter als einzige Einrichtung im Landkreis Haßberge die BRK-Kita „Unter der Burg“. Seit Anfang 2017 werden außerdem bundesweit “Netzwerkstellen KitaPlus” bei den örtlichen Trägern der öffentlichen Jugendhilfe eingerichtet, um eine langfristige Verankerung des Programms in den Kommunen zu sichern. 

Die Ausstellung, die am Sonntag geöffnet ist, lässt die Menschen zu Wort kommen, die bereits erweiterte Betreuungszeiten in Anspruch nehmen, anbieten oder sich dafür stark machen.

Weitere Informationen zum Projekt „KitaPlus“ des BRK-Kindergartens in Königsberg gibt es unter: www.kvhassberge.brk.de/aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/gute-betreuung-ist-keine-frage-der-uhrzeit.html 

 

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PM 030 / 2018. Text und Fotos: Michael Will / BRK.

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news-627 Tue, 05 Jun 2018 14:29:50 +0200 Gute Betreuung ist keine Frage der Uhrzeit /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/gute-betreuung-ist-keine-frage-der-uhrzeit.html Der BRK-Kindergarten in Königsberg bietet erweiterte Öffnungszeiten von 5:30 bis 20:00 Uhr an. Doch das Förderprogramm „KitaPlus“ läuft zum Jahresende aus. Eltern sehen das mit großer Sorge.

KÖNIGSBERG I.BAY - Gute Kinderbetreuung sollte keine Frage der Uhrzeit sein. Für berufstätige Eltern ist es allerdings eine Herausforderung, außerhalb regulärer Öffnungszeiten von Kitas und Kindergärten eine solche Betreuung wohnortnah zu finden. Für Heike Flemming ist der BRK-Kindergarten „Unter der Burg“ in Königsberg deshalb ein Segen. Die vierfache Mutter nutzt das Angebot „KitaPlus“ der Einrichtung gerne. Vielmehr: „Ich bin darauf angewiesen.“ Von 5:30 bis 20:00 Uhr können Eltern hier Betreuungszeiten buchen.

Damit verfügt der unter BRK-Trägerschaft geführte Kindergarten über ein Alleinstellungsmerkmal in den Haßbergen. Im Zuge des „Betreuungsnetzwerkes für alle Generationen“ im Familienpakt Bayern wurde der Bedarf für die Randzeitenbetreuung festgestellt. Dass die Nachfrage größer ist als Plätze vorhanden sind, zeigt die Bedarfsanalyse des Mehrgenerationenhauses Haßfurt, welches seit 2008 Anlaufstelle für individuelle, flexible und niedrigschwellige Betreuungsangebote im Landkreis Haßberge ist.

„Starre Öffnungszeiten gehen heute oft an den Bedürfnissen von Eltern vorbei“, weiß Kerstin Thieler, Teamleiterin für Jugendsozialarbeit an Schulen und Kinderbetreuung beim BRK-Kreisverband Haßberge. Die Arbeitswelt erfordere zunehmend mehr Flexibilität, das habe Auswirkungen auf die Kinderbetreuung. Mit der Teilnahme an dem Bundesprogramm „KitaPlus“ seit April 2016 hilft das Rote Kreuz Eltern oder Alleinerziehenden ihren Alltag besser gestalten zu können. „Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist uns ein wichtiges Anliegen“, unterstreicht BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger.

Dieses Angebot weiß Heike Flemming, wie viele andere Eltern auch, zu schätzen. Gemeinsam mit ihrem Ehemann und vier Kindern im Alter von eineinhalb bis sieben Jahren wohnt sie in Haßfurt. Sie ist Gymnasiallehrerin und arbeitet an einer Schule in Höchstadt an der Aisch, ihr Ehemann ist Bauingenieur und täglich ab 6:00 Uhr aus dem Haus. Beide Eltern berufstätig, beide Eltern mit Pendelstrecken von mindestens 75 Kilometern - da muss die Kinderbetreuung gut organisiert werden. Und flexibel.

Flemming bringt ihre drei Kinder Greta (1,5 Jahre), Anna-Tine (4) und Moritz (6) kurz vor 7:00 Uhr in den Kindergarten und die Kinderkrippe, anschließend Sohn Paul (7) in die Grundschule. Dann geht es auch für sie weiter zur Schule. Am späten Nachmittag, gegen 17:00 Uhr, holt sie ihre Kinder wieder ab. Die 38-Jährige weiß, dass sich Mütter oft rechtfertigen müssen, wenn sie mehr Betreuungszeiten für ihre Kinder benötigen. Dass Mütter ebenfalls arbeiten, sei gesellschaftlich auch heute noch längst nicht überall akzeptiert. Dabei sei das in vielen Fällen Alltag. Als Gegenargument werde häufig die schlechtere Betreuung angeführt, ein Punkt, den Flemming nicht bestätigen kann. Dass ihre Kinder im BRK-Kindergarten so gut, sicher und zuverlässig betreut sind und dass es auch für Sonderfälle Spielraum gibt, sei eine große Hilfe für Eltern und Kinder. Durch die Vielfalt der Bezugspersonen und die zahlreichen pädagogisch sinnvollen Angebote entstehe für Eltern und Kinder eine Atmosphäre, die „als absolut förderlich für die Entwicklung der Kinder anzusehen ist und zudem helfen kann, soziale Ungerechtigkeiten, auch im Hinblick auf die Schule, auszugleichen“.

Im BRK-Kindergarten stehen nach Worten von Kerstin Thieler aktuell zwölf Plätze für Kinder unter drei Jahren in der Krippengruppe „Mäuse“ und 50 Regelplätze in den Gruppen „Regenbogen“ und „Sonnenblumen“ zur Verfügung. Für die altersgerechte Förderung gibt es entsprechende Räumlichkeiten. Das pädagogische Fachkräfteteam besteht aus 14 Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen.

Durch die Teilnahme am Programm „KitaPlus“ mit erweiterten Öffnungszeiten will das Rote Kreuz die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern, indem es auf die Bedarfe und Bedürfnisse der Familien reagiert. „Oft ist das für Eltern ein Balanceakt“, sagt Thieler. Das treffe ganz besonders auf Berufe zu, in denen Mütter und Väter im Schichtdienst oder sehr früh morgens, in den Abendstunden und an Wochenenden arbeiten. Fehlende verlässliche und bedarfsgerechte Angebote in der Kinderbetreuung könnten Eltern, insbesondere Alleinerziehende, sogar daran hindern, erwerbstätig zu sein. Mittelpunkt des Programms sei, qualitativ gute Betreuung für Kinder zu flexiblem Zeiten anzubieten, die den Lebenslagen der Familien entsprechen. „Es geht dabei nicht um die Erweiterung des zeitlichen Umfangs der Fremdbetreuung für einzelne Kinder“, macht Teamleiterin Kerstin Thieler deutlich, „sondern um die Unterstützung von Familien durch passgenaue Betreuungsangebote mit guter pädagogischer Qualität.“

Das Förderprogramm „KitaPlus“ läuft im Dezember 2018 aus. Ob der BRK-Kindergarten das Angebot dann finanziell alleine aufrechterhalten kann, ist unwahrscheinlich, wie Kreisgeschäftsführer Dieter Greger bestätigt. Derzeit führe man Gespräche unter anderem mit Landrat Wilhelm Schneider. Zudem würden Kooperationen mit größeren Unternehmen angestrebt. „Wir versuchen, weitere Mitstreiter mit ins Boot zu holen.“ Denn erweiterte Öffnungszeiten des Kindergartens bieten für Unternehmen einen Mehrwert, weiß Greger. In Landkreisen, in denen gute und zeitlich flexible Kinderbetreuung möglich sei, ließen sich so dringend benötigte Fachkräfte sicher einfacher anwerben als andernorts. Erweiterte Öffnungszeiten von 5:30 bis 20:00 Uhr seien damit entgegen der „Regelöffnungszeiten“ von 7:00 bis 16:15 Uhr nicht nur für Familien ein starkes Plus, sondern ein ebenso bedeutender Standortvorteil für Firmen.

Das Rote Kreuz ist sogar noch einen Schritt weiter gegangen: Die Schließzeiten des Kindergartens von ursprünglich fünf Wochen Kindergartenferien wurden auf die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr sowie einen Planungstag reduziert. Gemeinsam mit dem BRK-Mehrgenerationenhaus wird laut Teamleiterin Kerstin Thieler das Zusatzangebot für Kinder und Familien auch an Samstagen ausgebaut.

Des Weiteren setzt man im Kindergarten auf Entspannungspädagogik, wofür die Fachkräfte entsprechend qualifiziert worden sind. Dazu gehört unter anderem die Einrichtung eines „Snoezelenraums“ mit Hilfe von sanften Wandfarben, einem Lichterhimmel, verschiedenen Musikgeräten und gemütlichen Boden- und Wandkissen. Die Mitarbeiterinnen sind in Entspannungsmethoden wie „Yoga für Kids“ und „Klangschalenmeditation“ qualifiziert worden.

So schafft man es in der Einrichtung, die Übergänge im Tagesablauf und eine Balance zwischen anregungsreichen Bildungssituationen und erholenden Ruhepausen pädagogisch zu fördern. „Wir führen die Kinder spielerisch durch Morgen, Tag und Abend und spezielle Tageszeiten, an denen die Konzentration und Aufnahmefähigkeit besonders hoch sind“, bringt es Franziska Görtler, die Leiterin des BRK-Kindergartens auf den Punkt. Für verlängerte Öffnungszeiten über das Ende des Bundesprogramms „KitaPlus“ hinaus, seien Netzwerkpartner wie das Jugendamt, die Kindergartenaufsicht, die Agentur für Arbeit, die Kommunen und Unternehmen mit ihrer finanziellen Unterstützung im Landkreis unabdingbar für die erfolgreiche Umsetzung eines erweiterten Betreuungsangebots für Kinder.

Zahlen und Fakten

Die BRK-Kindertagesstätte in Königsberg i. Bay. am Elsaweg wurde bereits 1995 eröffnet. Das große und sonnige Grundstück liegt am Rande der idyllischen Altstadt und bietet einen direkten Blick auf den Schlossberg.

Das lichtdurchflutete Gebäude besteht aus drei Gruppenräumen mit Nebenräumen, einem großen Turnraum sowie einem Gruppen- und Schlafraum für die Krippenkinder. Ein großzügiges Außengelände sorgt für genügend Bewegung und Naturerfahrungen.

Kinderkrippe und Kindergarten bieten Platz für 62 Mädchen und Jungen. 39 von ihnen nutzen derzeit das Angebot der erweiterten Öffnungszeiten. So sind 23 Kinder bereits vor 8:00 Uhr da, 16 Kinder im zusätzlichen Zeitraum von 16:15 bis 20:00 Uhr. Familien, die „KitaPlus“ nutzen, kommen unter anderem aus Königsberg, Hofheim, Haßfurt, Ebern und Riedbach. 

Für Heike Flemming und ihre Familie, ebenso wie für andere auch, wäre es ein bitterer Rückschlag, müssten die erweiterten Öffnungszeiten aufgrund fehlender Fördermöglichkeit zum Jahresende gestrichen werden. „Das darf nicht sein“, fordert die Mutter Politik und Wirtschaft zum Handeln auf. Aufgrund der umfangreichen Betreuungsmöglichkeiten hatte sie ihre Kinder im BRK-Kindergarten angemeldet, nachdem zuvor in einer Haßfurter Einrichtung der Bedarf der Familie nach Buchungszeiten nicht gedeckt werden konnte.

„Betreuungsmöglichkeiten gerade in den Randzeiten werden extrem gebraucht“, sagt die Gymnasiallehrerin und bedauert zugleich, dass man in der Gesellschaft um solch bedarfsgerechte und prima Angebote wie „KitaPlus“ überhaupt noch ringen müsse. „Das sollte vielmehr selbstverständlich sein“, formuliert sie ihren Wunsch an die Politik. „Wir Mütter werden heutzutage immer noch als Hauptverantwortliche für die Kinderbetreuung angesehen.“ Dass Mütter aber ebenso arbeiten möchten und viele aus finanziellen Gründen auch müssten, werde vielfach verkannt. „Eine zeitlich flexible Kinderbetreuung wie hier im BRK-Kindergarten Königsberg ist in meinen Augen absolut notwendig und für Kinder und Familien sehr wertvoll“, betont die 38-Jährige. „Dieses Plus sollte in unserer Gesellschaft Standard sein, nicht die Ausnahme.“

 

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PM 029 / 2018. Text und Fotos: Michael Will / BRK.

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news-604 Mon, 14 May 2018 12:23:00 +0200 Schon Kinder können Hilfe leisten /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/schon-kinder-koennen-hilfe-leisten.html Mädchen und Jungen des Jugendrotkreuzes testen ihr Wissen beim Kreiswettbewerb.

HASSFURT - Schon im Kindesalter kann man sich beim Roten Kreuz engagieren und Spaß erleben. Diese Möglichkeit nutzen Mädchen und Jungen in den Jugendrotkreuz-Gruppen Eltmann, Haßfurt und Knetzgau. Kürzlich richtete der BRK-Kreisverband Haßberge für die Kinder einen Kreiswettbewerb aus.

18 Kinder und Jugendliche trafen sich dafür in Haßfurt, um ihr Können zu messen. Neben Aufgaben in Erster Hilfe in Theorie und Praxis, „Wir und das Rote Kreuz“ und Rotkreuz-Wissen galt es sich in den Bereichen Musisch, Kreativ und Schlaubayer zu beweisen. Die Geschicklichkeit der Teilnehmer und Teamarbeit wurden im Bereich „Fun & Action“ auf die Probe gestellt.

Die siegreichen Gruppen „Die 4 Freunde“ (Stufe Bambini, Jahrgänge 2009 bis 2012), „Rotkreuz Girls“ (Stufe I, Jahrgänge 2006 bis 2008), „Team Ralph“ (Stufe II, Jahrgänge 2002 bis 2005) dürfen den BRK-Kreisverband Haßberge im Bezirkswettbewerb in Aschaffenburg vertreten. Dabei drücken ihnen die Rotkreuz-Verantwortlichen schon heute die Daumen. Den zweiten Platz der Stufe II belegte die Gruppe „Eltmann“; die Teilnehmer durften sich ebenfalls über einen Pokal freuen.

Das Leitungsteam des JRK bedankte sich bei allen Teilnehmern für den fairen Wettstreit sowie bei allen Mimen, Schiedsrichtern und der Servicestelle Ehrenamt für die Unterstützung und Mithilfe.

Mädchen und Jungen, die Interesse am Jugendrotkreuz haben, können sich telefonisch beim BRK-Kreisverband Haßberge unter Telefon 09521/9550-228 melden und mehr über die JRK-Gruppen in Eltmann, Haßfurt und Knetzgau erfahren.

 

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PM 026 / 2018. Text: Michael Will / BRK. Foto: Wasserwacht Haßfurt (Archiv)

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news-603 Fri, 11 May 2018 12:04:00 +0200 Überlasteten Müttern neuen Antrieb geben /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/ueberlasteten-muettern-neuen-antrieb-geben.html Müttergenesungswerk sammelt Spenden / BRK-Beratungsstelle steht Erholungsuchenden zur Seite

HASSFURT – In diesen Tagen sind wieder viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer auf den Straßen und an den Türen unterwegs, um Spenden für erschöpfte und kranke Mütter zu sammeln. Die Spendenaktion – dieses Jahr unter dem Motto „Mission Mutter: Überlasteten Müttern neuen Antrieb geben“ – wird seit 1950 vom Müttergenesungswerk (MGW) durchgeführt. Im Landkreis Haßberge bietet das Rote Kreuz Beratung für Mütter und Väter an.


„Hilfe und Unterstützung für Mütter und ihre Familien sind heute notwendiger denn je. Ich freue mich sehr, dass sich auch in diesem Jahr viele Sammlerinnen und Sammler in Kommunen, Kirchengemeinden, Frauenverbänden, Schulen und Vereinen engagieren und dazu beitragen, dass erschöpfte und kranke Mütter eine Kurmaßnahme in Anspruch nehmen können. Für die Arbeit des MGW ist die Sammlung von großer Bedeutung“, betont Anne Schilling, Geschäftsführerin des Müttergenesungswerks.

Die Elly Heuss-Knapp-Stiftung, Deutsches Müttergenesungswerk (MGW) wurde 1950 von Elly Heuss-Knapp, der Frau des ersten Bundespräsidenten, gegründet. Ziel der gemeinnützigen Stiftung ist die Gesundheit von Müttern. Inzwischen wurde die Arbeit des MGW mit der „Zustiftung Sorgearbeit“ auf Väter und pflegende Angehörige ausgeweitet. Unter dem Dach des MGW arbeiten fünf Wohlfahrtsverbände bzw. deren Fachverband/Arbeitsgemeinschaft (AWO, DRK, EVA, KAG, Parität) zusammen. Besonders zeichnet sich das MGW mit dem MGW-Qualitätssiegel in allen anerkannten Kliniken und durch das Konzept der Therapeutischen Kette im MGW-Verbund aus. Diese umfasst die kostenlose Beratung der Betroffenen bei rund 1200 Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände für Fragen rund um die Kurmaßnahmen für Mütter und Mutter-Kind bzw. Väter und Vater-Kind sowie pflegende Angehörige, die Kurmaßnahme in den 74 vom MGW anerkannten Kliniken und die Nachsorgeangebote vor Ort. Das Müttergenesungswerk benötigt Spenden, zum Beispiel zur Unterstützung bedürftiger Mütter/Väter und ihrer Kinder bei der Durchführung einer Kurmaßnahme, für Beratung und Nachsorgeangebote sowie für Informations- und Aufklärungsarbeit.

Rund zwei Millionen Mütter sind durch die Doppel- und Dreifachbelastung in Familie, Haushalt und Beruf so erschöpft und ausgelaugt, dass sie als kurbedürftig gelten. Doch nur ein Bruchteil nimmt an einer Mütterkur oder Mutter-Kind-Kur teil. Im MGW sind es rund 50.000 Mütter pro Jahr. Zusätzlich stärkt das MGW Mütter nicht nur mit Kurmaßnahmen, sondern oft auch mit direkten finanziellen Zuschüssen: Wenn Mütter/Väter sich die gesetzliche Zuzahlung, Kurausstattung oder das Taschengeld nicht leisten können, können sie ggf. einen Zuschuss aus Spendenmitteln erhalten, damit sie nicht auf die dringend benötigte Kurmaßnahme verzichten müssen.

In den bundesweit rund 1200 Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände im MGW-Verbund können sich Mütter/Väter kostenlos zu allen Fragen rund um die Kurmaßnahme beraten lassen. Zudem unterstützen Nachsorgeangebote Mütter/Väter in ihrem Alltag, um den Kurerfolg langfristig zu sichern.

Im Landkreis Haßberge unterstützt die Mutter-Vater-Kind-Beratungsstelle des Bayerischen Roten Kreuzes (Industriestraße 20) in Haßfurt, die Mütter, Väter oder pflegenden Angehörigen bei der Kurbeantragung. Karina Hauck und Anne Depietri, zwei erfahrene MGW-Beraterinnen, wissen, wie wichtig es für die Betroffenen ist, für ein paar Wochen aus dem Alltag auszubrechen, sich auszuruhen, Kraft und neuen Lebensmut zu tanken.

„Alle Frauen und auch Männer in Familienverantwortung haben Anspruch auf eine Mütter/Väter- oder Mutter/Vater-Kind-Kur, wenn der behandelnde Arzt die medizinische Notwendigkeit einer Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme für Mütter/Väter oder Mütter/Väter mit Kindern attestiert“, sagt Karina Hauck, Leiterin der Beratungsstelle. „Wer eine Kur beantragen möchte, kann uns telefonisch, persönlich oder schriftlich im Büro erreichen, muss aber ein wenig Zeit mitbringen, da ein Erstgespräch oft zwei Stunden oder länger dauern kann", verdeutlicht Anne Depietri. Zuhören, informieren, Lösungsansätze erarbeiten und eben Kurplätze vermitteln sind die wichtigsten Aufgaben der Beratungsstelle, berichten die Beraterinnen.

Zwölf solcher Beratungsstellen gibt es beim Bayerischen Roten Kreuz bayernweit. Die des BRK-Kreisverbandes Haßberge ist aufgrund langjähriger und guter Erfahrungen inzwischen Ansprechpartner mit Lotsenfunktion für alle anderen elf und seit Jahren im Landesausschuss vertreten. Öffentliche Gelder gibt es für die Beratungsstellen nicht; sie finanzieren sich ausschließlich aus eigenen Mitteln der Kreisverbände und über Spenden.

 

Wer die kurbedürftigen Mütter/Väter in Bayern unterstützen möchte, kann dies gerne durch eine kleine Spende auf das MGW Spendenkonto tun:

Spendenkonto:
IBAN: DE13 7002 0500 0008 8555 04
BIC: BFSWDE33MUE

 

Weitere Informationen und Kontakt:

www.muettergenesungswerk.de

www.muettergenesungswerk.de/sammlungen

 

Für die direkte Unterstützung der Frauen und Männer aus dem Landkreis und der Umgebung gibt es auch die Möglichkeit auf ein Treuhandskonto der MGW zu spenden:

Bank für Sozialwirtschaft
BIC: BFSWDE33MUE
IBAN: DE64700205000009801500

 

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PM 025 / 2018. Text: Michael Will / BRK. Foto: Martin Ludwig / BRK

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news-602 Thu, 03 May 2018 11:17:00 +0200 „Mister Rotkreuz“ legt Amt in jüngere Hände /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/mister-rotkreuz-legt-amt-in-juengere-haende.html Wechsel in der Leitung der Hofheimer BRK-Rettungswache: Jürgen Sieber tritt zurück, Daniel Schirmer und Daniel Imhof neues Führungsduo

Hofheim - Daniel Schirmer ist seit 1. März neuer Leiter der BRK-Rettungswache in Hofheim. Ihm steht als neuer Stellvertreter Daniel Imhof zur Seite. Bei der offiziellen Amtseinführung vor wenigen Tagen wünsch­ten Kreisgeschäftsführer Dieter Greger, Landrat Wilhelm Schneider und Bürger­­meister Wolfgang Borst dem neuen Füh­rungs­team gutes Gelingen bei ihrer Arbeit. Gleichzeitig dankten sie dem bis­he­rigen Wachleiter Jürgen Sieber für dessen auf­opfe­rungs­volles Engagement für das Rote Kreuz; er war 35 Jahre lang Wachleiter und hatte Ende Januar angekündigt, dieses Amt zur Verfügung zu stellen.

„Wir danken ihnen für ihre treuen Dienste“, lobte Landrat und BRK-Kreisvorsitzender Wilhelm Schneider den ehemaligen Wachleiter. Er habe sich fürs BRK und die Bevölkerung in Hofheim und im Landkreis in hohem Maße engagiert. Kreisgeschäftsführer Greger bezeichnete Sieber, der im Februar seinen 60. Geburtstag gefeiert hatte, als „Mister Rotkreuz Hofheim“. Neben Wachleitung und Rettungsdienst habe sein Engagement vor allem dem Blutspenden und den Altkleidersammlungen gegolten. Auch wenn er sich entschlossen habe, die Verantwortung in jüngere Hände zu legen, so zähle das Rote Kreuz noch lange auf sein Wissen und seine Unterstützung.

Sieber hinterlässt nach Worten von Hofheims Bürgermeister Wolfgang Borst „große Fußstapfen“, er sei in Hofheim seit Jahrzehnten das Gesicht des Roten Kreuzes und die rechte Hand des ehemaligen stellvertretenden BRK-Kreisvorsitzenden Prof. Eike Uhlich gewesen. Den beiden neuen Wachleitern wünschte Borst viel Erfolg und sagte ihnen die Unterstützung der Stadt Hofheim zu.

Nach dem Besuch der Hauptschule hatte Jürgen Sieber eine Ausbildung zum Bau- und Möbelschreiner absolviert. Zum Roten Kreuz hatte er schon in jungen Jahren Kontakt über das Jugendrotkreuz, trat in die heutige Bereitschaft Hofheim-Königsberg ein und absolvierte seinen Zivildienst im Katastrophenschutz, wo er sich für eine zehnjährige Mitarbeit verpflichtete. 1981 wurde Sieber als hauptamtlicher Mitarbeiter im Rettungsdienst eingestellt, war eine Zeit lang an der Rettungswache Ebern tätig und wechselte dann nach Hofheim, wo er 35 Jahre die Leitung der Rettungswache innehatte. In dieser Zeit wurde das Rotkreuzhaus modernisiert, Hofheim wurde als Notarztstandort anerkannt und 1999 begann der Neubau der Rettungswache mit anschließender Sanierung und Erweiterung des Rotkreuzhauses.

„Die Arbeit im Rettungsdienst, mit ständig wechselndem Einsatzgeschehen und Heraus­forderungen, machen die Aufgabenstellung abwechslungsreich“, bilanziert der 60-Jährige, der verheiratet ist und drei erwachsene Töchter hat. Hilfesuchenden und Schutzbefohlenen zu helfen, sei für ihn eine große Aufgabe. „Und wenn dann ein Knoten in einer betrübten Seele platzt, ist doch schon viel erreicht.“

Die Zukunft des Rettungsdienstes mit der neuen Berufsausbildung „Notfallsanitäter“ sieht er als Herausforderung. Das Berufsbild werde sich ändern, und es sei wichtig, die „altgedienten Kollegen mit zu nehmen und im Umkehrschluss aus deren Berufserfahrung zu schöpfen“. Personalnot und den leeren Stellenmarkt im Rettungsdienst-Sektor sieht Sieber als Kraftakt für die Zukunft.

Als Hobby beschreibt der Hofheimer neben dem BRK vor allem Haus, Hof und Garten. „Mit meinen Freunden im BRK durfte ich 18 Jahre in der Ukraine-Hilfe des BRK-Kreisverbandes mitarbeiten und war selbst in meiner Freizeit 19-mal in Truskavets.“ Auch künftig will Jürgen Sieber das Rote Kreuz unterstützen. Wenn es seine freie Zeit erlaubt, werde er sich bei den Aktionen der Bereitschaft Hofheim-Königsberg beteiligen, „denn hier gibt es viel Arbeit und nette Kolleginnen und Kollegen“. Ein nächstes Ziel soll der Bau eines Außenaufzuges ans Rotkreuzhaus mit anschließenden barrierefreien Schlussarbeiten sein.

Christoph Grimmer, Leiter Rettungsdienst im BRK-Kreisverband Haßberge, dankt Jürgen Sieber für dessen Arbeit zum Wohle des Roten Kreuzes und wüscht Daniel Schirmer und Daniel Imhof für ihre neue Aufgabe viel Erfolg. Er betont, dass die Anforderungen an die Betriebsleitung des Rettungsdienstes enorm gestiegen sein und es eine Vielzahl an administrativen Tätigkeiten zu erledigen gelte.

Gesetzliche und tarifliche Vorgaben hätten die Dienstplangestaltung erschwert, macht Grimmer weitere Herausforderungen deutlich. „Hinzu kommt der allgemein bekannte Personalmangel.“ Auch die Anzahl von Diensten, die ausgebildete Ehrenamtliche leisten, nehme deutlich ab. Gleichzeitig steigt laut Grimmer die Zahl der Einsätze. „Die Auslastung der Rettungsmittel ist stark gestiegen.“ So habe die Anzahl der Notfallereignisse im Vergleich zum Jahr 2011 um 54 Prozent zugenommen. Dem begegne man im Kreisverband mit einer Steigerung der Planstellen: Waren es im Jahr 2007 noch 45, sind 2017 mit 63 deutlich mehr zu besetzen. Es wird also deutlich, dass auf die neuen Wachleiter eine Vielzahl von Aufgaben zukommen.

Sich den Herausforderungen zu stellen, darauf freuen sich Daniel Schirmer und Daniel Imhof. Imhof (35), der in Lendershausen wohnt, verheiratet und Vater von zwei Kindern ist, hat bereits seinen Zivildienst im BRK-Kreisverband Haßberge geleistet, begann danach die Ausbildung zum Rettungsassistenten, arbeitete anschließend beim BRK Haßberge, weitere sechs Jahre beim Arbeiter-Samariter-Bund in Schweinfurt und kehrte im April 2012 wieder zurück in die Haßberge, wo er seitdem auf der Rettungswache Hofheim als Rettungsassistent tätig ist.

Sich täglich auf neue Situationen, Einsätze und Krankheitsgeschichten einzustellen, den Patienten ein Stück Sicherheit und Geborgenheit während der medizinischen Versorgung zu vermitteln, treibt ihn an. Herausforderungen sieht er in der zunehmenden Digitalisierung im Rettungsdienst, der Unterstützung älterer Kollegen im täglichen Umgang mit neuen Techniken und darin, zusätzliche ehrenamtliche Helfer zu gewinnen. Als stellvertretender Wachleiter ist er künftig mit dafür zuständig, die täglichen Dienstabläufe zu koordinieren, für Personalmanagement, Dienstplangestaltung und den Fuhrpark. In seiner Freizeit unternimmt der 35-Jährige gerne Ausflüge in die Natur, mag gemütliches Zusammensein mit Freunden und widmet sich nebenbei der Landwirtschaft.

 

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Interview mit Daniel Schirmer, dem neuen Leiter der BRK-Rettungswache Hofheim

„Beim Roten Kreuz zu arbeiten finde ich sehr spannend“

Der Rettungsdienst ist herausfordernder geworden und erlebt einen steten Wandel. Die Aufgaben wachsen und die Digitalisierung hält Einzug. 

HOFHEIM - Der erste Kontakt zum Rettungsdienst kam für Daniel Schirmer zufällig. Als Trainer musste er bei einem Unfall Notarzt und Rettungsdienst rufen. Die Arbeit des Teams vor Ort hat ihn so sehr beeindruckt, dass in ihm der Wunsch gewachsen ist, auch beim Rettungsdienst arbeiten zu wollen. Seit 1. März ist Schirmer neuer Leiter der BRK-Rettungswache Hofheim, ist 36 Jahre alt, verheiratet und wohnt in Haßfurt. Michael Will sprach mit dem neuen Wachleiter.

Frage:

Herr Schirmer, nach dem Realschulabschluss in Ebern haben Sie eine Ausbildung bei Unicor/Schlemmer in Haßfurt zum Verfahrensmechaniker absolviert, haben anschließend ihren Grundwehrdienst geleistet und weitere vier Jahre als Zeitsoldat im Sanitätsdienst bei der Bundeswehr gearbeitet. Wie kamen Sie zum Roten Kreuz?

Schirmer:

Meinen ersten Kontakt zum BRK-Rettungsdienst hatte ich durch folgenden Zwischenfall:

Ich habe früher als Jugendlicher Leistungssport im Schwimmen betrieben und nach meiner aktiven Zeit als Trainer die Leistungsmannschaft trainiert. Bei einem Unfall im Schwimmbad war ich selber in der Situation, Rettungsdienst und Notarzt rufen zu müssen. Als Betreuer des minderjährigen Sportlers habe ich diesen mit ins Krankenhaus begleitet. Die Arbeit des Rettungsteams vor Ort, inklusive der Gabe von Narkosemedikamenten präklinisch, fand ich so faszinierend, dass ich mich näher mit dem Beruf auseinandergesetzt habe.

Ihr Interesse war dadurch also geweckt?

Genau. Zudem kam eine gewisse Unzufriedenheit hinzu bzw. die Erkenntnis, dass ich nicht weiter in der Industrie arbeiten wollte. Somit bin ich zur Bundeswehr, gezielt zum Sanitätsdienst, habe da meine Ausbildung zum Rettungssanitäter und Desinfektor gemacht, anschließend gleich die Ausbildung zum Rettungsassistenten. Die Praktikumsstunden zum Rettungssanitäter habe ich 2005 an der Rettungswache Haßfurt absolviert. Seitdem war ich auch als Ehrenamtlicher im Kreisverband tätig. 2008 folgte das so genannte Anerkennungsjahr zum Rettungsassistenten, ebenfalls in Haßfurt. Seit 1. Juli 2009 arbeite ich hauptamtlich im Rettungsdienst in der Rettungswache Hofheim.

Zudem engagieren Sie sich auch ehrenamtlich im Roten Kreuz. Ist die Arbeit im Rettungsdienst nicht anstrengend genug?

(lacht.) Ich stelle mich gerne Herausforderungen - täglich im Rettungsdienst und darüber hinaus eben auch als Ehrenamtlicher.

Ehrenamtliche Arbeit macht also Spaß?

Beim Roten Kreuz zu arbeiten finde ich sehr spannend. Deshalb übernehme ich gerne einige zusätzliche Aufgaben und habe deshalb weitere Ausbildungen genossen. Beispielsweise die Einsatzführung bis zum Organisatorischen Leiter im Katastrophenschutz und als Einsatzleiter Rettungsdienst. Diese ehrenamtliche Tätigkeit übe ich nun seit fünf Jahren aus. Ja, sie macht Spaß.

Sie engagieren sich auch in der Ausbildung.

Das finde ich ebenso spannend. Ich habe die Berechtigungen erworben, als Ausbilder in Erster Hilfe, für Sanitätsdienst und für Betriebssanitäter tätig sein zu können. Weiterhin bin ich in der Rettungsdienstausbildung tätig, um den Nachwuchs im Rettungsdienst und Ehrenamtliche aus- und fortbilden zu können, sowohl im Kreisverband als auch auf Ebene des Bezirksverbandes.

Aus- und Fortbildung liegt Ihnen also sehr am Herzen?

Ohne geht es nicht. Unsere Aufgaben im Rettungsdienst und beim Roten Kreuz sind stetigen Änderungen und neuen Anforderungen unterworfen. Nehmen Sie das neue Berufsbild des Notfallsanitäters. Für Berufsanfänger ist das jetzt eine dreijährige Vollzeitausbildung. Bisherige Rettungsassistenten haben die Möglichkeit, sich zum Notfallsanitäter weiterbilden zu lassen.

Diese Möglichkeit haben Sie genutzt?

Ja, das sollte nach Möglichkeit jeder Rettungsassistent tun. Ich war in unserem Kreisverband einer der Ersten, der die Ergänzungsprüfung zum Notfallsanitäter abgelegt hat und arbeite seit 1. Dezember 2017 als Notfallsanitäter. Zudem bin ich als stellvertretender Qualitätsmanagementbeauftragter im Kreisverband eingesetzt, Hygienebeauftragter, Projektleiter Telematik und als Personalrat tätig.

Die Digitalisierung im Rettungsdienst gewinnt immer mehr an Bedeutung, können Sie Beispiele nennen?

Die Erfassung von Patientendaten, Arbeitsdiagnosen, Anamnese etc. erfolgt heute nicht mehr schriftlich auf einem Papierprotokoll, sondern digital mit dem so genannten Notfall-, Informations- und Dokumentationsassistenten, kurz NIDA-Pad. Das ist eine Art Laptop, mit dem Daten erfasst, der Zustand des Patienten dokumentiert und sämtliche Daten, Verdachtsdiagnosen sowie EKG und auch Fotos von Unfallstellen direkt an die aufnehmende Zielklinik gesendet werden können. 

Also hat sich die Arbeit im Rettungsdienst in den letzten Jahren verändert?

Allerdings. Zu meiner Anfangszeit gab es in Hofheim einen Papierdienstplan mit Excel-Liste und acht hauptamtliche Rettungsdienstmitarbeiter. Heute ist der Rettungsdienst softwarebasiert, Maßnahmen werden digital dokumentiert. Früher gab es für Rettungsassistenten eine so genannte Notkompetenz mit sieben Medikamenten; heute werden neu ausgebildete Notfallsanitäter an der Berufsfachschule in Würzburg umfangreicher ausgebildet und auf 26 Medikamente geprüft. Patienten werden vom Rettungswagen aus mittels digitaler Datenübermittlung bereits vor Eintreffen in der Zielklinik mit allen relevanten Daten und Diagnosen angemeldet. Die Anforderungen an den einzelnen Mitarbeiter sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen.

Das klingt nach hohem Ausbildungs- und Schulungsbedarf…

Genau das gefällt mir am Rettungsdienst: Man muss sich ständig fortbilden, um am Puls der Zeit zu sein. Hier liegt aber auch die Herausforderung. Alle Mitarbeiter müssen an die Schnelllebigkeit des Fortschritts „angepasst“ werden. Zudem gibt es den neuen Lehrberuf Notfallsanitäter, die Schüler haben einen hohen Ausbildungsbedarf. Allen gerecht zu werden fordert: die ältere Generation, die mit der Technik umgehen muss, die Jüngeren, die den aktuellen medizinischen Sachstand vermittelt bekommen wollen und vor allem die Ehrenamtlichen, die man ebenfalls mitnehmen möchte, dass sie die Chance haben, dabei zu bleiben und alle nötigen Pflichtfortbildungen bekommen. 

Alle Rettungsorganisationen klagen über Personalmangel. Gibt es den auch in den Haßbergen?

Der Fachkräftemangel im Rettungsdienst ist nicht von der Hand zu weisen. Alle hauptamtlichen Mitarbeiter haben zahlreiche Überstunden.

Dennoch ist das Engagement hoch?

Wir sind für die Bevölkerung da und können es uns nicht erlauben, Rettungsmittel nicht zu besetzen. Daher muss trotz Mitarbeiterknappheit alles für die Aufrechterhaltung des Rettungsdienstbetriebes getan werden. Qualifizierte neue Mitarbeiter haben sicher gute Einstellungschancen.

Die Einsatzzahlen steigen. Immer wieder wird von Fällen gesprochen, bei denen der Einsatz des Rettungsdienstes eigentlich nicht notwendig gewesen wäre? 

Das kommt immer wieder vor. Der Hausarztmangel ist auch bei uns deutlich spürbar. Oftmals sind wir ein Hausarzt-Ersatz, weil viele Menschen sich nicht mehr selbst zu helfen wissen. Da wird bei Kleinigkeiten wie starkem Husten oder Durchfall der Rettungsdienst gerufen, anstatt zum Hausarzt zu gehen.

Dafür gibt es doch den ärztlichen Bereitschaftsdienst…

Richtig, den sollte man immer dann anrufen, wenn man krank ist und eigentlich zu seinem Hausarzt gehen würde, der aber gerade keine Sprechstunde hat. Ebenso nachts, an Wochenenden und Feiertagen. Der Bereitschaftsdienst ist unter der Telefonnummer 116117 zu erreichen. Die Nummer ist vielen Menschen allerdings nicht bekannt. Deshalb wählen sie die 112 – dann kommt der Rettungsdienst. Der sollte allerdings für Patienten da sein, die zum Beispiel einen Herzinfarkt, Schlaganfall, starke Blutungen, schwere Verletzungen oder einen Verkehrsunfall haben.

Wer mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus eingeliefert wird, muss in der Notaufnahme nicht warten. Wird das ausgenutzt?

Das ist eine falsche Vorstellung. Jeder Patient wird in einer Notaufnahme einer Behandlungsdringlichkeit zugeordnet und je nach tatsächlicher Erkrankung/Verletzung behandelt. Wer also mit Husten und Schnupfen mit dem Rettungsdienst kommt, muss mitunter auch mehrere Stunden warten. Da gibt es keine „Bevorzugung“.

Das Rote Kreuz ist für Menschen in vielen Lebenssituationen wichtiger Ansprechpartner?

Das kann man so sagen. Wir führen ja nicht nur den Rettungsdienst durch, sondern bieten als Hilfsorganisation und Wohlfahrtsverband ein großes Angebot für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren. Beispielsweise Blutspendetermine, Altkleidersammlungen, Breitenausbildung, Soziale Dienste, Essen auf Rädern, die Sozialstation - alles auch in Hofheim.

Da bleibt für Sie und Ihre Kollegen sicher wenig Freizeit?

(lacht). Die gibt es schon. Wenn ich nicht gerade für das Rote Kreuz arbeite, reise ich sehr gerne durch die Welt und bin sportlich aktiv: mit dem Mountainbike, beim Klettern und beim Wassersport mit meinem Wakeboard. Ansonsten liebe ich gemütliche Weinabende unter Freunden mit Kartenspielen; Konzerte und Hüttentouren in den Bergen gehören ebenso zu meinen Interessen. Langweilig war mir noch nie.

 

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PM 021 / 2018. Text und Foto: Michael Will / BRK.

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news-424 Wed, 11 Apr 2018 17:45:00 +0200 Jugendarbeit steht hoch im Kurs /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/jugendarbeit-steht-hoch-im-kurs.html Die Ortsgruppe Haßfurt der BRK-Wasserwacht blickt zufrieden auf das Jahr 2017 zurück.

HASSFURT - Über 8000 Dienst-, Einsatz- und Helferstunden hat die Ortsgruppe Haßfurt der BRK-Wasserwacht im Jahr 2017 ehrenamtlich geleistet. Diese stolze Bilanz wurde bei der Jahreshauptversammlung gezogen, die kürzlich im Rotkreuzhaus stattfand und zu der Ortsgruppenleiter Dominik Wohlleben 23 Mitglieder begrüßen konnte.

Ortsgruppenleiter und Technischer Leiter Sebastian Jäger skizzierte das vergangene Jahr der Ortsgruppe in Zahlen und Fakten. So zählt die Wasserwacht Haßfurt aktuell 278 Männer, Frauen und Jugendliche zu ihren Mitgliedern (Stand: Ende 2017). Sehr erfreulich sei auch der hohe Ausbildungsstand der 56 aktiven Mitglieder der Ortsgruppe. Neben der großen Anzahl an ausgebildeten (Fließ-)Wasserrettern, Motorbootführern, Rettungstauchern und sogar Luftrettern (4) sowie Ausbildern (19) ist die Ortsgruppe auch mit medizinisch ausgebildeten Mitgliedern sehr gut ausgestattet. Jäger betonte, dass die Zahl von zwei Rettungsdiensthelfern, drei Rettungssanitätern, vier Rettungsassistenten und einem Notfallsanitäter für eine Wasserwacht dieser Größe keine Selbstverständlichkeit sei. Die Aussichten für das laufende Jahr seien ebenfalls vielversprechend.

Neben der Aufsicht im Freizeitbad, der Absicherung bei Veranstaltungen und Ortsgruppen-internen Aktivitäten, steckt ein großer Teil der ehrenamtlich geleisteten Stunden in der Jugendarbeit. Mit mehr als 2000 Stunden investierte die Wasserwacht viel Zeit in die Förderung des Nachwuchses. Darunter fallen vor allen Dingen die Schwimmkurse, das Jugendtraining und weitere Jugendaktivitäten.

Erfreulich war auch der Bericht der Kassenwartin Marina Jäger, denn auch finanziell erzielte die Ortsgruppe im Jahr 2017 eine positive Bilanz. Anschließend präsentierte Jugendleiterin Desirée Weippert zusammen mit Jugendtrainerin Laura Dürbeck den Jahresbericht der Jugend. Besonders freuten sich die beiden über das erfolgreiche Abschneiden der Jugendlichen bei den letztjährigen Rettungsschwimmwettbewerben.

 

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PM 017 / 2018. Text: Michael Will / BRK. Foto: Wasserwacht Haßfurt (Archiv)

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news-411 Mon, 09 Apr 2018 18:08:09 +0200 Hilfe gibt es hier noch immer /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/hilfe-gibt-es-hier-noch-immer.html Reservisten besichtigten das ehemalige San-Gebäude, das heute eine Rettungswache beherbergt.

EBERN - Auch wenn sich vieles verändert hat, eines ist gleich geblieben: Im ehemaligen Sanitätsgebäude der einstigen Bundeswehrkaserne sind auch heute noch Menschen tätig, die anderen in der Not helfen. Waren es früher Soldaten, die hier medizinische Hilfe erhielten, ist heute die Rettungswache des Bayerischen Roten Kreuzes untergebracht.

Kürzlich sind ehemalige Soldaten des Kreisverbindungskommandos Bamberg-Land an ihren alten Wirkungsort zurückgekehrt und haben sich ein Bild vom ehemaligen San-Gebäude gemacht, das nach Um- und Anbau des Roten Kreuzes nur noch wenig von einem Kasernengebäude hat. Während der Umbauphase wurde das Gebäude komplett entkernt und den Bedürfnissen des BRK angepasst, das im Erdgeschoss neben der rund um die Uhr besetzten Rettungswache auch Platz für die BRK-Sozialstation sowie die ehrenamtlichen Gemeinschaften Bereitschaft und Wasserwacht bietet. Im Obergeschoss ist ein Jugendhaus untergebracht mit Lehrsälen und sanitären Einrichtungen. Ebenso finden die turnusgemäßen Blutspendetermine im Obergeschoss statt.

Komplett neu gebaut wurde eine Fahrzeughalle, in der die Einsatzfahrzeuge untergebracht sind: zwei Rettungswagen, ein Krankentransportwagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug sowie ein Krankentransportwagen der BRK-Bereitschaft Ebern, deren ehrenamtliche Mitglieder im Landkreis Haßberge die Schnelleinsatzgruppe Transport 2 bilden und die bei größeren Schadensereignissen zur Unterstützung des Regelrettungsdienstes alarmiert wird. Daniel Brunnhuber, stellvertretender Leiter der BRK-Bereitschaft Ebern, führte die Reservisten durch das Gebäude und informierte über die Aufgaben des Roten Kreuzes vor Ort.

Christian Napp, ehemals Chef der Bundeswehr-Sanitätswache, war ebenso wie seine Kameraden beeindruckt davon, wie sich das Gebäude verändert hat. Die Bundeswehr war im Jahr 2002 aus der Balthasar-Neumann-Kaserne abgezogen, zwei Jahre später schloss auch die Standortverwaltung in Sandhof.

 

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PM 015 / 2017. Text: Michael Will / BRK. Foto: Nadine Stretz / BRK.

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news-482 Sat, 07 Apr 2018 22:29:00 +0200 Auch unverletzte Personen benötigen qualifizierte Betreuung /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/auch-unverletzte-personen-benoetigen-qualifizierte-betreuung.html BRK bildet ehrenamtliche Helfer für den Betreuungseinsatz aus bei Großschadenslagen aus

Memmelsdorf - Ehrenamtli​che Helfer sind im Katastrophenschutz unverzichtbar. Nur so können die vielfältigen Aufgaben zur Betreu­ung und Versorgung der Bevölkerung in einem Ernstfall, beispielsweise bei einem größeren Schadensereignis oder einem Massenanfall von Verletzten bei Katastro­phen, geleistet werden. Richtiges Handeln muss natürlich gelernt werden, damit die Frauen und Männer auf ihren späteren Einsatz vorbereitet sind.  

Deshalb hat beim BRK-Kreisverband Haßberge kürzlich für Ehrenamtliche ein Grundlehrgang „Betreuungsdienst“ stattgefunden. Zwei Tage lang wurden die Mitarbeiter aus verschiedenen BRK-Bereitschaften des Landkreises im Feuerwehrhaus, in dem auch die örtliche BRK-Bereitschaft untergebracht ist, entsprechend geschult. „Diese Ausbildung ist ein wichtiger Teil der Grundausbildung für BRK-Helfer“, betont Lehrgangsleiterin Anne Grimmer von der BRK-Bereitschaft Hofheim. Aufgrund der sehr vielfältigen Aufgaben und Einsatzbereiche sei es erforderlich und vor allen Dingen sinnvoll, allen Helfern die allgemeinen Grundlagen des Fachbereichs Betreuung aufzuzeigen.

Andererseits konnten sich die Helferinnen und Helfer einen Überblick über die verschiedenen Leistungen des BRK-Kreisverbandes machen und dadurch auch leichter entscheiden, in welchem Fachbereich sie später tätig werden möchten. Zudem, so Grimmer, bekommt die Betreuung der von einem Schaden betroffenen Personen für alle Bereiche im Roten Kreuz einen immer höheren Stellenwert und sei ungeheuer wichtig.

 

An dem Grundlehrgang nahmen folgende ehrenamtliche BRK-Helfer teil:
Jessica Ott (Bereitschaft Haßfurt 1), Maria Schulz, Simon Kremer, Madeleine Aßfalg, Patrick Sean McCarthy, Benedikt Reubel, Birgit Schwabe, Julia Grell (alle Bereit­schaft Memmelsdorf), Hannes Jankovski, Ayleen Albrecht, Fabian Weber, Kilian Schneider-Glomb, Oliver Kräßner und Daniel Brunnhuber (alle Bereitschaft Ebern), Eva Scheller (Bereitschaft Hofheim), Brigitte Brückner (Rettungs­hunde­staffel Haßberge) und Daniel Lorz (Bereitschaft Coburg). 

An dem Lehrgangswochenende konnten die Teilnehmer aus den BRK-Bereitschaften Haßfurt 1, Memmelsdorf, Ebern, Hofheim sowie der Rettungshundestaffel Haßberge und der BRK-Bereitschaft Coburg wertvolle Einblicke erhalten. Inhalte der Ausbildung waren unter anderem: Einsatzanlässe, Aufbau und Struktur des Betreuungsdienstes, Aufbau von verschiedenen Ausgabestellen für Ver­pflegung. Sie konnten im Rahmen von Übungen die Grundlagen von Betreu­ungs­maß­nah­men durchführen und sind nun in der Lage, das Fachpersonal bei Unter­bring­ungs­maß­nah­men von Betroffenen im Zuge einer Katastrophe zu unterstützen. Außer­dem lernten sie, durch die Ausbilderin Anne Grimmer die verschiedenen Stressauslöser kennen.

 

Die Lehrgangsteilnehmer sind jetzt in der Lage, nicht verletzte Personen adäquat zu versorgen und zu betreuen. Nach einem Einblick in die materiellen Ressourcen des Betreuungsdienstes im BRK-Kreisverband Haßberge, die Grimmer in die Ausbildung mit einbaute, sind die Teilnehmer nun sicher im Umgang mit dem Material.

 

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PM 016 / 2018. Text: Michael Will / BRK. Foto: Dieter Kirstner / BRK.

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news-396 Wed, 04 Apr 2018 11:46:11 +0200 „Ein Macher, der Herausforderungen liebt“ /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/ein-macher-der-herausforderungen-liebt.html Mitarbeiter und Vertreter des öffentlichen Lebens gratulieren zum 60. Geburtstag. Viel Lob für BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger.

HASSFURT - „Noch mehr Lob hätte ich kaum ausgehalten“, scherzte BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger am Dienstagnachmittag nach den Laudationes anlässlich eines Empfangs zu seinem 60. Geburtstag. Über 120 Gäste aus dem Roten Kreuz, von Politik, Wirtschaft, Behörden und Hilfsorganisationen hatten sich im Rotkreuzhaus eingefunden, um Greger zu gratulieren. Vor wenigen Tagen hatte er seinen 60. Geburtstag gefeiert.

Vor 18 Jahren wurde Dieter Greger zum neuen Kreisgeschäftsführer des Roten Kreuzes in den Haßbergen berufen, erinnerte Landrat und BRK-Kreisvorsitzender Wilhelm Schneider und war sicher: „Das war eine gute Wahl.“ Das zeige die Entwicklung, die der Kreisverband in dieser Zeit genommen habe und der heute als Hilfsorganisation und Wohlfahrtsverband in den vielfältigsten Bereichen erfolgreich engagiert sei. „Eine bemerkenswerte Entwicklung“, freute sich Schneider als Vorsitzender. So sei die Zahl der haupt- und nebenamtlichen Mitarbeiter rapide gestiegen, ebenso hätte sich die Zahl der Fördermitglieder vom Jahr 2000 bis heute um rund 20 Prozent auf aktuell 12.073 erhöht.

Die Zahlen sprechen laut Wilhelm Schneider für sich: Der Kreisverband habe eine gute Entwicklung genommen, biete heute viele hochspezifische Leistungen an, sei insgesamt aber breit aufgestellt. Dabei komme neben dem Hauptamt dem Ehrenamt eine große Bedeutung zu; rund 1600 Ehrenamtliche engagieren sich beim Roten Kreuz in den Haßbergen. Das BRK habe also einen großen Rückhalt in der Bevölkerung, bilanzierte Schneider. Das lasse sich an einer weiteren, außergewöhnlichen Zahl ablesen: 35 Jahre lang sei der Landkreis beim Blutspendeaufkommen der Spitzenreiter in Bayern.

Zu diesen Erfolgen habe Kreisgeschäftsführer Greger gemeinsam mit den Mitarbeitern maßgeblich beigetragen. Schneider attestierte Greger Ehrgeiz und Zielstrebigkeit. Er habe es geschafft, den Wohlfahrts- und Sozialverband an die Erfordernisse der Zeit anzupassen, so dass heute eine breite Palette an Leistungen angeboten werde. Schneider nannte als Beispiele die Kinderbetreuung, die Jugendsozialarbeit an Schulen (sie wird derzeit an 17 Schulen angeboten, 21 Mitarbeiter sind dabei tätig), die Mittags- und Ganztagsbetreuungen an Schulen sowie ein Sprachförderprojekt für Migranten.

Eine treibende Kraft im Bezug auf bürgerschaftliches Engagement sei das Mehrgenerationenhaus in Haßfurt. Dort wird nach Schneiders Worten „großartige Arbeit“ geleistet. Mehr als 57.000 Menschen hätten im vergangenen Jahr die Angebote des MGH genutzt. Es sei zu einem Zentrum für Integration und einem Treffpunkt aller Generationen geworden.

Mit dem Rettungsdienst nannte der Vorsitzende ein weiteres Betätigungsfeld des Roten Kreuzes. Die Aufgaben seien gewachsen, die Zahl der Einsätze habe stetig zugenommen, so dass innerhalb von 17 Jahren 23 neue hauptamtliche Mitarbeiter eingestellt worden sind.

„Sie haben Großartiges geleistet“, lobte der Landrat die Arbeit von Kreisgeschäftsführer Greger. „Er ist ein Macher, der Herausforderungen liebt.“ Viele Erfolge und Fortschritte seien sichtbar. Das alles habe Greger natürlich nicht alleine geschafft, sondern gemeinsam mit „tüchtigen Mitarbeitern“. So sei das BRK in den Haßbergen eine große Familie, die an einem Strang ziehe.

Ende der 1990er-Jahre seien beim BRK-Kreisverband 51 Mitarbeiter beschäftigt gewesen, hatte Personalratsvorsitzender Wolfgang Brühl nachgerechnet. Inzwischen zähle man rund 400 Beschäftigte, der Kreisverband sei auf vielen neuen Betätigungsfeldern gewachsen. Das zeuge von Weitsicht und Engagement des Kreisgeschäftsführers. „Der Kreisverband steht gut da“, freute sich Brühl und gratulierte im Namen der Mitarbeiter.

Ins gleiche Horn stieß BRK-Bezirksgeschäftsführer Reinhold Dietsch: „Es ist gigantisch, wie sich der Kreisverband entwickelt hat.“ Unter der Regie von Greger seien viele Projekte verwirklicht worden, und es sei ein stückweit auch gelungen, den Landkreis dadurch zu verändern. Greger sei offen dafür, neue Wege zu gehen und beruflich damit sehr erfolgreich, sagte Dietsch. Seine Kompetenz und Expertise seien auch überörtlich im Kreise der bayerischen Kreisgeschäftsführerkollegen geschätzt.

Dieter Greger zeigte sich angesichts der vielen Lobesworte und der großen Anzahl an Gästen gerührt und machte deutlich, dass die positive Entwicklung des Kreisverbandes keinesfalls eine Einzelleistung von ihm sei. Bei seinem Dienstantritt im Jahr 2000 sei er hier auf freundliche, bescheidene und engagierte Mitarbeiter gestoßen. Gemeinsam habe man viel bewegt. „Das hat bis heute angehalten“, freute sich Greger. Zusammen mit den Mitarbeitern wolle er den Kreisverband weiter in eine erfolgreiche Zukunft führen.

Neben vielen Geschenken und persönlichen Glückwünschen konnte sich Greger bei der Feierstunde auch über ein musikalisches Geschenk freuen. Die Mädchen und Jungen des BRK-Kindergartens Königsberg hatten ein Gedicht und ein Ständchen mitgebracht. Auch von den Schülern der Mittagsbetreuung Haßfurt gab es Geschenke und das Team des Mehrgenerationenhauses versüßte die Feier mit 60 selbst gebackenen Muffins, die sie auf einem großen Tablett servierten. 

 

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PM 014 / 2018. Text und Fotos: Michael Will / BRK

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news-394 Sun, 01 Apr 2018 15:00:00 +0200 Unterstützung für „Käptn“ und sein Team /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/unterstuetzung-fuer-kaeptn-und-sein-team.html Zwei ehemalige FTE-Mitarbeiter spenden 1520 Euro für die Rettungshundestaffel des BRK.

HASSFURT / EBERN - Das war eine Über­ra­schung für die Rettungshundestaffel des Roten Kreuzes Haßberge: Zwei ehemalige Mitarbeiter der Eberner Firma FTE (jetzt Valeo) spendeten 1520 Euro zur Anschaffung eines neuen Einsatzfahrzeuges.

Niklas Beyes und Thomas Boschen verzichteten bei ihrer Verabschiedung aus der Firma im März auf Geschenke von den Kolleginnen und Kollegen und baten stattdessen um eine Spen­de für den guten Zweck. Diese übergaben sie jetzt an Bianca Herz, Leiterin der Ret­tungs­hunde­staffel, und BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger, die sich über diese Geste sehr freuten. Werde damit doch die wichtige Arbeit der allesamt ehrenamtlich tätigen Helfer in der Rettungshundestaffel gewürdigt. Herz und Greger dankten den Spendern herzlich und wünschten ihnen für deren berufliche Zukunft alles Gute.

Damit die kaltschnäuzigen Vierbeiner mit ihren Hundeführern auch künftig schnell und effektiv helfen können, muss jetzt ein neues Einsatzfahrzeug angeschafft werden, mit dem die Besatzungen zu Einsätzen fahren können. Dabei ist das BRK auf Spenden aus der Bevölkerung und von Unternehmen angewiesen, denn das Fahrzeug wird nicht aus öffentlichen Mitteln gefördert, sondern muss aus Eigenmitteln des BRK-Kreisverbandes Haßberge und Spenden angeschafft werden.

Den Helferinnen und Helfern der im Jahr 2001 gegründeten Rettungshundestaffel, die diesen wertvollen Dienst allesamt ehrenamtlich erbringen, ist es deshalb ein großes Anliegen, auf ihre Spendenaktion aufmerksam zu machen. Rund 25.000 Euro Spenden werden benötigt, insgesamt kostet das Einsatzfahrzeug samt Ausstattung etwa 50.000 Euro. Das Engagement der Ehrenamtlichen lobt BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger. Über 1400 ehrenamtliche Rotkreuz-Mitglieder setzen sich neben den Hauptamtlichen Jahr für Jahr für andere Menschen ein. „Wo wir gebraucht werden, da gehen wir hin!“, verdeutlicht er. Dieses Motto gelte auch vor allem für die Helfer der Rettungshundestaffel, die im vergangenen Jahr über 65 Vermisstensuchen absolviert haben. Durchschnittlich bedeutet das alle sechs Tage einen Einsatz.

Das alte Fahrzeug für die BRK-Rettungshundestaffel, ein umgebauter ehemaliger Rettungswagen (Baujahr 1997) mit über 300.000 Kilometern Fahrleistung hat ausgedient. Weitere Reparaturen wären unwirtschaftlich. Die Karosserie hat Schäden, teilweise sind schon großflächige Rostflächen entstanden. Ebenso ist der Motor abgewirtschaftet.

Deshalb muss das Rote Kreuz in ein „neues, modernes Einsatzfahrzeug investieren, um die Suchteams sicher, effektiv und flexibel vor Ort in den Einsatz zu bringen“, wie Kreis­geschäfts­führer Greger verdeutlicht. Angeschafft werden soll ein Ford Transit „Kombi Trend“ mit 125 PS, der Platz bietet für sieben Hundeführer und den Leiter der Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) sowie vier Hundeboxen für bis zu acht Hunde. Ausgestattet wird das Fahrzeug mit einem Schranksystem für Einsatzausrüstung wie Kartenmaterial, GPS und Laptop zur Einsatzdokumentation, Sanitätsrucksack und weiteren notwendigen Utensilien.

Die Gesamtkosten werden voraussichtlich 50.000 Euro betragen, wovon rund 30.000 Euro auf das Auto entfallen und der Rest auf Einsatzausrüstung und spezielle Ein- und Umbauten. Ausgerüstet wird das Auto unter anderem mit Allradantrieb für unwegsames Gelände, Klimaanlage und Standheizung für die Hunde, Digitalfunk und GPS.

Gespendet werden kann direkt auf das Konto des Bayerischen Roten Kreuzes, Kreisverband Haßberge, IBAN: DE37 7935 1730 0000 080440, Kennwort: „Rettungshunde – neues Einsatz­fahrzeug“. Auf Wunsch stellt das BRK eine Spendenquittung aus, die bei der Buchhaltung telefonisch unter 09521/9550-16 angefordert werden kann. 

 

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PM 013 / 2018. Text: Michael Will / BRK; Foto: Natascha Endres / BRK

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news-395 Tue, 27 Mar 2018 00:05:00 +0200 Hilfsangebote für Jung und Alt stets im Blick /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/hilfsangebote-fuer-jung-und-alt-stets-im-blick.html Dieter Greger, Kreisgeschäftsführer des Roten Kreuzes in den Haßbergen, feierte seinen 60. Geburtstag. Vor Herausforderungen hat er sich nie gescheut.

HASSFURT - Als Geschäftsführer Verantwor­tung zu tragen ist ein bisschen wie Bootfah­ren: Der Kapitän bestimmt den Kurs, steuert das Ruder und setzt die Segel mitunter hart in den Wind. Stürme werden umschifft, hohe Welle gemeistert und das Schiff in neue Häfen gesteuert. Dieter Greger, Geschäftsführer beim Bayerischen Roten Kreuz in den Haß­ber­gen und passionierter Hobby-Kapitän, sieht sich in Beruf und Hobby stets neuen Heraus­for­de­rungen gegenüber.

Am Montag feierte er seinen 60. Geburtstag.

18 Jahre ist es her, als Greger aus Schwaben in die Haßberge kam und als Nachfolger von Heinz Vogt zum Kreisgeschäftsführer beim BRK-Kreisverband bestellt worden ist. 18 Jahre, in denen das Rote Kreuz als Hilfsorganisation und Wohlfahrts- und Sozialverband viele neue Aufgabenbereiche erschlossen hat und sich stetig im Wandel befindet.

Eine Anzeige in der Süddeutschen Zeitung war es, die Anfang 2000 sein Interesse weckte. Das BRK in den Haßbergen hatte die Stelle eines neuen Kreisgeschäftsführers ausgeschrieben. Greger bewarb sich. Als damaliger Geschäftsführer beim Malteser Hilfsdienst in seiner Wahlheimat Aalen hatte er beste Voraussetzungen. Noch genau erinnert er sich an ein erstes Gespräch im Landratsamt im Beisein von Landrat und BRK-Kreisvorsitzenden Rudolf Handwerker, den beiden stellvertretenden BRK-Kreisvorsitzenden Manfred Döbereiner und Prof. Eike Uhlich sowie Geschäftsführer Heinz Vogt. Die Herren müssen von Gregers Vorstellung überzeugt gewesen sein, denn kurz darauf durfte er sich dem Gesamtvorstand vorstellen, wurde aus rund 35 Bewerbern ausgewählt und zum neuen Kreisgeschäftsführer bestellt.

Nach seinen ersten Recherchen im Internet über den Landkreis und den BRK-Kreisverband war er gespannt auf Land und Leute. Das Kurshalten fiel ihm bei einer seiner ersten Fahrten in die Haßberge dann doch nicht so leicht: Auf der Maintalautobahn hielt er eine Parkplatzzufahrt für die Ausfahrt nach Haßfurt und bog demzufolge zu früh ab. Über dieses kleine Missgeschick muss Dieter Greger beim Erzählen noch heute herzlich lachen.

Seitdem klappt der Weg zur Arbeit ohne Umwege. Ebenso zielstrebig setzte Greger sein Bemühen daran, den Anfang der 2000er-Jahre vor allem noch stark als Hilfsorganisation geprägten Kreisverband weiter zu entwickeln und den Bereich der Wohlfahrts- und Sozialarbeit sowie der Sozialen Dienste auszubauen. „Das war eine riesen Chance für den Kreisverband“, erinnert er sich. Zwar gab es seit 1995 schon den BRK-Kindergarten in Königsberg, seit 1998 in Haßfurt und Hofheim Angebote einer Mittagsbetreuung für Kinder und Engagement in der Migrationsberatung und damit ein „gutes Fundament“, wie Greger findet. Seine Idee ging allerdings weiter und so arbeitete er daran, neben den sozialen Diensten (z.B. Sozialstation, Fahrdienst, Hausnotruf, Essen auf Rädern) den Sektor der Sozialen Arbeit deutlich auszubauen. Mit sichtbarem Erfolg: Kein anderer Bereich ist seit 2000 so stark gewachsen. Mittags- und Ganztagsbetreuung an Schulen, Jugendsozialarbeit an Schulen, Produktionsschule und Mehrgenerationenhaus sind einige Projekte aus dem umfangreichen Angebot des BRK.

Die Kinderbetreuung als eine Säule der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Entlastung von Familien mit Pflegebedürftigen wurde so zu einer neuen Herausforderung für den BRK-Kreisverband. Zusammen mit einem engagierten Team ist es dem Geschäftsführer beispielsweise gelungen, Kinderbetreuungsmöglichkeiten an Schulen sowie Mittagsbetreuungen an gebundenen und offenen Ganztagsschulen einzurichten. Und mit dem Projekt „Startrampe“ etablierte das BRK die Jugendsozialarbeit in den Haßbergen. Das Projekt gab Jugendlichen mit Migrationshintergrund und einheimischen Jugendlichen Hilfestellung bei der sozialen und beruflichen Integration am Übergang von Schule zum Beruf und bot die Möglichkeit, den Hauptschulabschluss nachzuholen. Dass dieser Kurs richtig war, zeigt der über die Jahre stetig gewachsene Bedarf: Alleine für die Jugendsozialarbeit an Schulen stellt das BRK heute 10,5 Planstellen zur Verfügung, die von 21 Mitarbeiterinnen ausgefüllt werden.

Kein anderes Betätigungsfeld im Kreisverband ist seit dem Jahr 2000 bis heute stärker gewachsen, verdeutlicht Greger mit einem Blick in die Statistik. Im Bereich Soziales ist die Zahl von 44 auf inzwischen 183 Mitarbeiter gestiegen. „Die Jugendsozialarbeit an Schulen ist eine Erfolgsgeschichte“, freut sich der Geschäftsführer, „sie ist aus dem Landkreis nicht mehr wegzudenken.“ Möglich sei das durch die Weitsicht des damaligen Landrates und BRK-Kreisvorsitzenden Rudolf Handwerker gewesen, der eine Vorreiterrolle in Unterfranken übernommen und die Idee auch auf Grundschulen ausgeweitet habe. „Schullandrat“ – diese Bezeichnung trage Handwerker zu Recht, wie Greger lobt und dessen Erbe er beim neuen Landrat Wilhelm Schneider in guten Händen sieht. Von der rein verbandlichen über die offene Jugendarbeit hin zur Jugendsozialarbeit habe sich der BRK-Kreisverband Haßberge ein starkes Profil erarbeitet.

Stolz ist der Geschäftsführer auch auf das Mehrgenerationenhaus (MGH) Haßfurt, dessen Träger das BRK ist, und in dem sich heute viele Ehrenamtliche für Mitbürger engagieren. „Das MGH bietet die Möglichkeit für das BRK, sich um alle Menschen zu kümmern – vom Baby über Kinder und Jugendliche bis hin zu Erwachsenen und Senioren.“ Nicht zuletzt wurden auch die Fachstelle für pflegende Angehörige und das Betreuungsnetzwerk für alle Generationen dort angesiedelt.

Ein weiteres, bedeutendes Standbein für das Rote Kreuz ist der Rettungsdienst. Als einzige Hilfsorganisation ist das BRK in den Haßbergen hier tätig. Gerade der Rettungsdienst sei stetigem Wandel unterworfen. Der Grad an Technisierung und Digitalisierung nehme zu, auch die Auslastung des Rettungsdienstes mit Rettungswachen in Haßfurt, Ebern, Hofheim und Eltmann sei deutlich gestiegen. Heute gibt es in diesem Bereich 63 hauptamtliche Mitarbeiter. An das Rettungsdienstpersonal werden mehr und mehr Anforderungen gestellt, was sich auch in der Einführung des neuen Berufsbildes „Notfallsanitäter“ zeigt.

Für die Zukunft sieht Greger Herausforderungen unter anderem darin, den inzwischen auch in den Haßbergen angekommenen Fachkräftemangel zu bewältigen. Vor allem im Rettungsdienst, der Pflege (Sozialstation) sowie im Sozial- und Erziehungsdienst sei das BRK ständig auf der Suche nach Mitarbeitern. In den drei Sektoren gebe es die rasanteste Entwicklung, weshalb das Rote Kreuz hier noch konsequenter an seiner Profilbildung arbeiten müsse.

Zudem sieht Greger den Kreisverband künftig verstärkt als Partner von Unternehmen. Gerade im Hinblick auf Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie der Pflege gelte es hier, das Angebot auszubauen. Mit dem Projekt „KitaPlus“ im Königsberger BRK-Kindergarten würde dem Bedarf von Unternehmen und Eltern als Arbeitnehmern Rechnung getragen. Als in Bayern nur einer von sieben Kindergärten in diesem Programm werden in Königsberg erweiterte Öffnungszeiten von 5:30 bis 20:00 Uhr angeboten, ebenso Möglichkeiten zur Wochenend- und Ferienbetreuung von Kindern. Dieses Betreuungsnetzwerk für alle Generationen soll in den nächsten Jahren ausgebaut werden. Viele Angebote des Kreisverbandes werden nicht oder nur eingeschränkt mit öffentlichen Mitteln gefördert, weshalb das BRK einen hohen Anteil an Eigenmitteln einbringt.

Die Erhaltung und Stärkung des Ehrenamtes ist Dieter Greger ein weiteres Herzensanliegen. Das Rote Kreuz sei von seinen Strukturen her in hohem Maße durch das Engagement von Ehrenamtlichen geprägt, rund 1600 Menschen engagieren sich auf Landkreisebene. Es gelte einer Überalterung im Ehrenamt entgegen zu wirken und schon junge Menschen ans BRK zu binden, beispielsweise durch Schulsanitätsdienste oder das Jugendrotkreuz. „Das Rote Kreuz gibt es seit über 150 Jahren“, sagt Greger. „Ich bin überzeugt, dass es mit seinen sieben wunderbaren Grundsätzen auch die nächsten 150 Jahre bestehen wird.“

Zu seinem 60. Geburtstag blickt Dieter Greger dankbar auf seine Zeit als Kreisgeschäftsführer beim BRK zurück. „Diese Arbeit ist ein stückweit auch Berufung“, sagt er, „ich identifiziere mich mit meinen Aufgaben.“ Und es sei schön, gemeinsam engagiert mit motivierten Hauptamtlichen, Ehrenamtlichen und der Vorstandschaft einiges bewegen zu können. Durch manche Projekte habe sich der Kreisverband strukturell eine Vorreiterrolle erarbeitet, durch einen Transfer des Know-hows konnten bereits auch andere Kreisverbände davon profitieren.

 

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PM 013 / 2018. Text: Michael Will / BRK; Foto: Michael Will / BRK

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news-391 Tue, 20 Mar 2018 11:22:30 +0100 Einsatzaufkommen erreicht Belastungsgrenze /aktuell/alle-aktuellen-berichte/meldung/einsatzaufkommen-erreicht-belastungsgrenze.html Grippewelle: überfüllte Notaufnahmen und deutliche Zunahme an Krankentransporten / Das BRK stellt zusätzlich Fahrzeuge und Personal bereit

Haßfurt/Hofheim/Ebern - Die Grippewelle fordert die Rettungsdienste in der Region und die Integrierte Leitstelle (ILS) Schweinfurt aktuell in hohem Maße. Teilweise sind Belastungsgrenzen erreicht. Gerade im Krankentransport ist das Transportaufkommen um ein Vielfaches gestiegen. Hinzu kommt, dass Krankenhäuser voll belegt sind und für neue Patienten einen Aufnahmestopp verfügen, teilweise mehrere Tage am Stück.

Das Dilemma führt besonders im Krankentransport für Patienten zu längeren Wartezeiten auf einen Transport, für Patienten und Krankentransport-Besatzungen zu weiten Fahrstrecken in entferntere Kliniken und für die Mitarbeiter in der Integrierten Leitstelle zur erschwerten Disposition der einzelnen Transporte. Die Durchführenden im Rettungsdienst haben in Absprache mit dem Zweckverband für Rettungsdienst- und Feuerwehralarmierung (ZRF) Schweinfurt und den Kostenträgern deshalb eine Erhöhung der täglich in der Region zur Verfügung stehenden Krankentransportwagen (KTWs) um werktags jeweils zwei und an Samstagen um jeweils ein Fahrzeug beschlossen.

Dieses „Sofortprogramm“, das in der Zeit vom 15. bis zum 24. März greift und an dem sich in der Region Main-Rhön mit den Landkreisen Haßberge, Schweinfurt, Rhön-Grabfeld, Bad Kissingen und der kreisfreien Stadt Schweinfurt die im Rettungsdienst tätigen Hilfsorganisationen beteiligen, unterstützt auch der BRK-Kreisverband Haßberge an zwei Tagen mit einem zusätzlichen Fahrzeug. Gerade in der angespannten Situation, in der natürlich auch Rettungskräfte krankheitsbedingt verstärkt ausfallen, bedeutet das eine zusätzliche Herausforderung. „Wir sind unseren Mitarbeitern, die sowieso schon hohen Belastungen in der täglichen Rettungsdienstarbeit ausgesetzt sind, dankbar, dass sie zusätzliche Dienste auf sich nehmen“, sagt Christoph Grimmer, Rettungsdienstleiter beim BRK-Kreisverband Haßberge. „Das kommt vor allem den Patienten im Krankentransport zugute.“ Dieses zusätzliche Engagement zeigt nach seinen Worten, dass die BRK-Mitarbeiter hohes Verantwortungsbewusstsein zeigen und in der aktuell angespannten Situation eigene Interessen zurückstecken. Die Notfallrettung, so Grimmer, sei trotz der derzeit widrigen Gesamtumstände keinen Einschränkungen unterworfen. Rund um die Uhr stehe an den Rettungswachen in Haßfurt, Ebern, Eltmann und Hofheim jeweils ein Rettungswagen sowie an den Standorten Haßfurt, Ebern und Hofheim zudem ein Notarzteinsatzfahrzeug zur Verfügung.

Jeweils am Montag, 19. März, und Mittwoch, 21. März, stellte das BRK Haßberge einen zusätzlichen KTW von 14:00 bis 21:00 Uhr in Dienst. Regulär sind jeden Wochentag in den Haßbergen drei Krankentransportwagen im Dienst. Zwei von der Rettungswache Haßfurt in der Zeit von 8:00 bis 14:30 Uhr sowie von 9:30 bis 18:00 Uhr und einer von der Rettungswache Ebern von 8:00 bis 16:30 Uhr. Im gesamten Leitstellenbereich sind es tagsüber rund 25 Krankentransportwagen.

Bereits seit Anfang März ist die Verteilung von Patienten in den größeren bayerischen Städten problematisch: Kliniken mussten Interdisziplinäre Notaufnahmen aufgrund fehlender Bettenkapazitäten abmelden. Problematisch an der Situation sei, dass Patienten durch den Rettungsdienst nicht immer zeitnah einer klinischen Behandlung zugeführt werden könnten, die Rettungsleitstellen der jeweiligen Rettungsdienstbereiche müssten teilweise mehrere Minute