Hier informieren wir regelmäßig mit aktuellen Presseinformationen und Meldungen über die Arbeit des BRK Kreisverbands Haßberge.

· Pressemitteilung

Als kleine Gruppe große Aufgaben bewältigt

Vom 2. bis 4. Oktober hieß es für die BRK-Bereitschaftsjugend Ebern: Koffer packen, Material schnappen und ab nach Hersbruck! Schon bei der Ankunft lag dieses besondere Kribbeln in der Luft. „Und wir hatten an diesem Wochenende gleich doppelt Grund, stolz auf uns zu sein“, sagt Sarah Köhler vom Jugendleitungsteam, denn die Bereitschaftsjugend Ebern durfte ganz Unterfranken als allererstes Team überhaupt auf dem Landeswettbewerb repräsentieren.

Mit gerade einmal drei Teilnehmern - Mara Käb, Mia Langbein und Leon Klimm - waren die Eberner die mit Abstand kleinste Gruppe vor Ort. Während andere Teams mit größeren Mannschaften anrückten, hatte die Eberner Jugend ihre Aufgaben und Herausforderungen zu dritt organisiert – und das Mammutprogramm von der ersten bis zur letzten Minute souverän gemeistert. Die drei Jugendlichen wurden von Sarah Köhler und Patrick Stretz aus dem vierköpfigen Jugendleitungsteam begleitet,

Das Konzept des Wettbewerbs hatte es in sich: Die Stationen waren quer über die gesamte Stadt Hersbruck verteilt. Ausgerüstet mit einer Karte hieß es erstmal den Weg finden und helfen.

An den Stationen erwarteten sie dann Szenarien, die alles abverlangten und zeigten, worauf es in der Praxis ankommt. Ein absoluter Höhepunkt (und eine echte Probe für die Nerven) war das Erdbeben-Szenario, bei dem plötzlich massenhaft Menschen Hilfe brauchten. Dazu kamen richtig abwechslungsreiche und anspruchsvolle Aufgabenstationen:

  • Reanimation: Eine absolute Glanzleistung. Hier lief es besonders gut und jeder Handgriff saß punktgenau.
  • Fahrradunfälle und Verbrennungen: Verletzungen fachgerecht einschätzen, Wunden versorgen und dabei den Überblick behalten.
  • Geschicklichkeit: Hier waren ruhige Hände, Koordination und cleveres Vorgehen gefragt – eine perfekte Abwechslung zu den medizinischen Aufgaben.
  • Parcourslauf: Voller Körpereinsatz! Hier waren Schnelligkeit und Koordination gefragt.
  • Versorgung: Eine Versorgungsstation für ca. 50 Personen aufbauen, strukturieren und organisieren. Die Teilnehmer mussten logistisches Talent beweisen.
  • Betreuung: Einfühlsame Betreuung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen, wo vor allem Empathie zählte.
  • BRK-Wissen und Allgemeinwissen: Hier wurde auch das theoretische Know-how auf die Probe gestellt.

Die Bereitschaftsjugend war mit voller Begeisterung dabei und für die wertvolle Erfahrung und aus purer Freude an der Sache an den Start gegangen. Doch bei 50 Personen in der Versorgung, der knackigen Orientierung durch die unbekannte Stadt und den stressigen Notfall-Szenarien fehlte es absolut nicht an Spannung. Zwischen purer Aufregung vor den Stationen, echten Höhen nach erfolgreich gemeisterten Aufgaben und ein paar kurzen Tiefs, wenn die Beine schwer wurden, war wirklich alles dabei. Vor allem war es aber extrem lehrreich: „Zu dritt musste unsere Jugend extrem eng zusammenarbeiten, und sie haben gemerkt, wie gut sie als eingespieltes Team funktionieren können, selbst wenn es brenzlig wird“, beschreibt Sarah Köhler.

Das Allerbeste an dem Wochenende? Die mega Stimmung und der unglaubliche Zusammenhalt in der Gruppe. Egal ob beim Orientieren mit der Karte, bei den Notfällen oder beim Bewältigen der Aufgaben: Die gemeinsamen Erlebnisse und das gegenseitige Verlassen-Können haben alle noch einmal ganz besonders zusammengeschweißt.

Ein Dankeschön gilt allen, die dieses unvergessliche Wochenende möglich gemacht haben. Die Teilnehmer nehmen jede Menge wertvolle Erinnerungen, neue Erfahrungen und eine gehörige Portion Motivation mit nach Hause.

Autorin: Sarah Köhler