Das fiktive Szenario - ein Auto fährt unvermittelt in eine Menschenmenge - forderte die Einsatzkräfte von Beginn an. So trafen die Übungsteilnehmer auf rund 120 Statisten, die teils mit schweren Verletzungsbildern präpariert oder mit ermittlungsrelevanten Rollenanweisungen versehen waren.
Die rund 160 Übenden aus den Reihen von Polizei, Rettungsdienst und PSNV sorgten für die Bewältigung der komplexen Einsatzlage. Schwerpunkt war dabei sowohl der Umgang mit und die Behandlung von einer Vielzahl an Betroffenen durch den Rettungsdienst, sowie deren Übergabe in eine polizeiliche Betreuung mit Unterstützung der Psychosozialen Notfallversorgung und der Aufbau erfolgskritischer Einsatzstrukturen.
Der Polizeivizepräsident des Polizeipräsidiums Unterfranken, Holger Baumbach zog eine positive Bilanz: „Der Weg zur erfolgreichen Bewältigung von komplexen Lagen beginnt weit vor dem Einsatz. Er beginnt mit Begegnungen, fachlichem Austausch und gemeinsamem Training. Mit den Erkenntnissen aus der Übung können wir den gemeinsamen Erfahrungsschatz weiter anreichern, um auch künftig die bestmögliche Sicherheit für die Menschen in der Region zu gewährleisten!"
An der Übung waren auch mehrere Einsatzkräfte der PSNV des BRK-Kreisverbandes Haßberge beteiligt, wobei Dr. Sven Skaberna als Leiter PSNV und Kerstin Skaberna als Fachberaterin fungierten. Gemeinsam mit der Polizei kümmerten sie sich an einer Betreuungsstelle um Unverletzte, Leichtverletzte und deren Angehörigen, ebenso um Einsatzkräfte. Zudem unterstützen die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer die Polizei bei der Überbringung von Todesnachrichten.
Insgesamt stellte die PSNV mit Unterstützung von Kolleginnen und Kollegen aus den BRK-Kreisverbänden Schweinfurt, Kitzingen, Rhön-Grabfeld, Aschaffenburg, Miltenberg und Würzburg während der Übung drei PSNV-Schnelleinsatzgruppen. „Wir sind stolz darauf, Teil dieser Übung gewesen zu sein“, sagt Kerstin Skaberna. So habe man einerseits die kreisverbandsübergreifende Zusammenarbeit auf unterfränkischer Ebene mit benachbarten PSNV-Einheiten üben können, zudem die enge Zusammenarbeit mit der Polizei, mit der man auch im Alltag bei entsprechenden Einsatzlagen und der Überbringung von Todesnachrichten eng zusammenarbeite. Der Einsatz der PSNV-Kräfte wurde im Vorfeld von Dr. Sven Skaberna gemeinsam mit Kollegin Tina Windberg (BRK-Kreisverband Bad Kissingen) organisiert.
Autor: Michael Will / BRK






