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· Pressemitteilung

Schwere Verkehrsunfälle und Wohnungsbrand fordern Einsatzkräfte

Bei dem Unfall in Untermerzbach wurde an dem Pkw unter anderem ein Rad abgerissen. Das Auto hatte sich nach dem Zusammenstoß überschlagen. Foto: Michael Will / BRK
Schwer beschädigt blieb der Traktor nach der Kollision auf der Straße stehen. Foto: Michael Will / BRK
Dutzende Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren bei einem Wohnungsbrand in Haßfurt im Einsatz. Im 1. Obergeschoss hatte es in einem Mehrfamilienwohnhaus gebrannt. Foto: Feuerwehr Haßfurt

Hinter den Rettungskräften des BRK-Rettungsdienstes im Landkreis Haßberge liegt ein einsatzreicher Tag. Am Samstag (25. Juli) wurden die Einsatzkräfte – neben den an sich im Alltag immer wiederkehrenden Routine-Einsätzen im internistischen, chirurgischen und neurologischen Bereich – unter anderem zu zwei schweren Verkehrsunfällen, einem Wohnungsbrand und einer verschütteten Person gerufen.

Insgesamt mussten die Teams des Rettungsdienstes an den Rettungswachen Haßfurt, Ebern, Hofheim, Eltmann und am Stellplatz Schweinshaupten innerhalb von 24 Stunden insgesamt 34 Einsätze absolvieren - 18 Notfalleinsätze, 13 Notarzteinsätze und drei Krankentransporte. Dabei kam es vor allem am Samstagnachmittag zu einer zeitlichen Häufung von Einsätzen, so dass auch Rettungswagen von benachbarten Rettungswachen u.a. aus den Landkreisen Lichtenfels und Coburg hinzugerufen werden mussten. Alle Einsätze von Rettungsdienst und Feuerwehr werden durch zuständige Integrierte Leitstelle (ILS) Schweinfurt disponiert und koordiniert.

Zu einem folgenschweren Verkehrsunfall kam es gegen 16:45 Uhr auf der Bundesstraße 279 zwischen Ebern und Pfarrweisach. An der Einmündung nach Höchstädten wurde eine 16 Jahre alte Radfahrerin bei einem Abbiegevorgang von einem Auto erfasst und schwer verletzt. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war die Jugendliche mit ihrem Fahrrad auf der Bundesstraße in Richtung Pfarrweisach unterwegs und wollte an der Einmündung Höchstädten nach links abbiegen.

Ersten Ermittlungen der Polizeiinspektion Ebern zufolge geschah dies unvermittelt und ohne Handzeichen, so dass eine nachfolgende Autofahrerin offenbar zu spät auf die Situation aufmerksam wurde und die Radlerin m ihrem Pkw frontal erfasste. Die Jugendliche, die glücklicherweise einen Fahrradhelm trug, wurde dabei auf die Motorhaube und anschließend auf die Bundesstraße geschleudert, wo sie schwer verletzt liegen blieb. Ihr Fahrrad wurde bei der Kollision vollständig zerstört.

Ersthelfer, darunter eine Krankenschwester, kümmerten sich bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes um das Mädchen. Zur Erstversorgung der Verletzten eilte ein Rettungswagen der BRK-Bereitschaft Ebern an die Unfallstelle, der sich nur wenige Minuten entfernt auf der Rückfahrt von einer sanitätsdienstlichen Absicherung bei einer Rallye nahe Heubach befand.

Im weiteren Verlauf wurde die 16-Jährige gemeinsam mit der Besatzung von einem Notarzt aus Ebern notfallmedizinisch erstversorgt und anschließend mit einem BRK-Rettungswagen des öffentlich-rechtlichen Rettungsdienstes aus Coburg zur weiteren Diagnostik und Behandlung in den Schockraum des Klinikums Coburg eingeliefert. Glücklicherweise besteht bei der 16-Jährigen keine Lebensgefahr. Die Autofahrerin kam mit einem Schrecken davon.

Während der Rettungsarbeiten musste die Bundesstraße kurzzeitig gesperrt werden. Anschließend konnte der Verkehr einseitig an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden. Zur Absperrung und Verkehrslenkung wurden die Feuerwehren aus Ebern, Fischbach-Höchstädten und Brünn-Frickendorf alarmiert.

Kurz zuvor hatte sich in Untermerzbach ein weiterer schwerer Verkehrsunfall ereignet. Dort waren gegen 16:00 Uhr ein Pkw und ein Traktor zusammengestoßen, wobei insgesamt drei Personen verletzt wurden.

Zu dem Unfall kam es am westlichen Ortseingang, in Höhe des VfL-Sportplatzes. Ein mit zwei Personen besetzter Pkw fuhr von Untermerzbach in Richtung Ebern, als in Höhe des Sportplatzes ein Traktor entgegenkam. Aus bislang ungeklärter Ursache kam es zwischen den beiden Fahrzeugen zu einem heftigen Zusammenstoß. Beamte der Polizeiinspektion Ebern haben die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.

Nach der Kollision überschlug sich der Pkw und kam entgegengesetzt seiner ursprünglichen Fahrtrichtung wieder auf den Rädern zum Stehen. Die beiden Insassen – Vater (47) und Sohn (21) – konnten sich selbstständig aus dem schwer beschädigten Auto befreien und erlitten leichte Verletzungen. Auch der 25 Jahre alte Fahrer des Traktors wurde leicht verletzt.

Alle drei Beteiligten wurden von einem Notarzt aus Ebern sowie den Teams von zwei Rettungswagen aus Ebern und Kutzenberg erstversorgt und anschließend zur weiteren Behandlung in Kliniken nach Coburg und Lichtenfels eingeliefert.

Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten musste die Ortsdurchfahrt für knapp eineinhalb Stunden komplett gesperrt werden. Die Feuerwehr Untermerzbach übernahm dabei die Verkehrsregelung. Die Wucht der Kollision war so groß, dass bei dem Pkw der vordere linke Reifen abgerissen und beim Traktor der linke Hinterreifen komplett beschädigt wurde. Beide Fahrzeuge blieben nach dem Zusammenstoß knapp 60 Meter voneinander entfernt liegen. 

Mit einem größeren Einsatz waren am Nachmittag auch die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei in Haßfurt beschäftigt. Gegen 15:40 Uhr kam es in der Dr.-Ambundi-Straße in einem Mehrfamilienwohnhaus zu einem Zimmerbrand, bei dem erheblicher Sachschaden entstand. Zu Schaden kam bei dem Brand glücklicherweise niemand. Die Feuerwehr Haßfurt war nach eigenen Angaben besonders schnell vor Ort, da kurz vor dem Alarm das jährliche Familiensommerfest des Feuerwehrvereins begonnen hatte. 

Die Feuerwehren Haßfurt und Sylbach wurden unter dem Stichwort „Brand 3 – Zimmerbrand mit Person in Gefahr“ alarmiert. Gemeldet wurden mehrere gefährdete Personen in einem Mehrfamilienhaus sowie Knallgeräusche und Rauch aus einer Wohnung im ersten Obergeschoss. 

Bei Eintreffen der ersten Einheiten quoll nach Mitteilung der Feuerwehr dichter schwarzer Rauch aus mehreren Fenstern der betroffenen Wohnung. Die Bewohner des Mehrfamilienhauses hatten dieses zwischenzeitlich allesamt verlassen. Unklar war zunächst, ob sich in der Brandwohnung noch Personen befanden.

Parallel zu den Maßnahmen der Feuerwehr ermittelte daher die Polizei den Aufenthaltsort der Bewohner. „Ein Trupp ging unter schwerem Atemschutz über das Treppenhaus in die Brandwohnung vor“, teilte die Feuerwehr mit. „Ein weiterer wurde mittels Drehleiter auf dem rückseitigen Balkon in Stellung gebracht. Nachdem sich ersterer gewaltsam Zutritt verschafft hatte, konnte er den Brand schnell lokalisieren und ablöschen.“ Zwischenzeitlich konnte auch die Polizei Entwarnung geben, da sich die Bewohner gesichert nicht zuhause befanden. 

Anschließend brachte die Feuerwehr Hochleistungslüfter zum Einsatz, um das Treppenhaus rauchfrei zu halten und kontrollierte sämtliche Wohnungen in dem Mehrfamilienwohnhaus auf mögliche Atemgifte. Glücklicherweise konnte außer der beeinträchtigten Brandwohnung keine weitere Ausbreitung festgestellt werden. Die Kriminalpolizei Schweinfurt hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen. Seitens des BRK waren zwei Rettungswagen, ein Notarzt sowie der BRK-Einsatzleiter Rettungsdienst vor Ort.

Bereits am Morgen waren ein Rettungswagen aus Eltmann und das Notarzteinsatzfahrzeug aus Ebern zu einem Einsatz nach Priegendorf (Lkr. Bamberg) gerufen worden. Dort wurde ein 70-Jähriger von einem umstürzenden Holzstapel verschüttet.

Der Mann war nach ersten Erkenntnissen gegen 10:00Uhr im Bereich eines mehrere Meter langen und über zwei Meter hohen Stapels mit aufgesetztem Holz mit privaten Arbeiten beschäftigt. Aus unklarer Ursache stürzte an der leicht abschüssigen Fläche ein Teil des Holzstapels um und begrub den Mann komplett unter sich. Erst die alarmierte Feuerwehr konnte den Senior aus seiner misslichen Lage befreien. Wie durch ein Wunder wurde der Mann nicht schwerer verletzt und erlitt überwiegend Abschürfungen und Prellungen. Nach Erstversorgung durch Notarzt und Rettungsdienst wurde der Mann ins Krankenhaus Scheßlitz eingeliefert.

Autor: Michael Will / BRK